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Schneeketten: Neue Anforderungen und Prüfmethoden
Sicheren Halt geben Ketten nach ÖNORM V 5117 und V 5119

Wenn im Winter auf verschneiten und eisglatten Straßen nichts mehr geht, dann hilft oft nur mehr das Anlegen von Schneeketten. Um ein sicheres Weiterkommen zu gewährleisten, wurden die Normen für Schneeketten - ÖNORM V 5117 und V 5119 - dem aktuellen Stand der Technik angepasst. Damit es wieder sicher vorwärts geht.

Zur Grundausrüstung jedes Fahrzeugs zwischen Oktober und Ostern zählen nicht nur Winterreifen mit ausreichendem Profil, gerade in alpinen Lagen sollten Schneeketten einfach als Standard-Winterausrüstung in den Kofferraum gepackt werden.

Auf dem Markt gibt es heute die unterschiedlichsten Modelle in verschiedenen Preisklassen. Wichtiges Kriterium beim Kauf: Die Kette sollte für die jeweilige Reifendimension exakt passen und der ÖNORM entsprechen, konkret der ÖNORM V 5117 (für PKWs, leichte Nutzfahrzeuge und Anhänger) bzw. der ÖNORM V 5119 (für Lastkraftwagen, Sattelkraftfahrzeuge, Omnibusse und Anhänger).

Diese beiden Normen liegen seit 1. Dezember 2004 in einer aktualisierten und dem Stand der Technik angepassten Ausgabe vor und stellen sicher, dass bei richtiger Montage und bestimmungsgemäßem Gebrauch ein Mindestmaß an Gleitsicherheit beim Fahren gewährleistet ist. Dass die Ketten auch tatsächlich allen Anforderungen der ÖNORM entsprechen, zeigt das Normkonformitätszeichen ÖNORM V 5117 bzw. V 5119 geprüft, das zumindest auf der Verpackung deutlich sichtbar zu sehen ist.

Exakte Anforderungen

Was zeichnet nun normkonforme Schneeketten aus? Sie müssen natürlich an die Form der Reifen, für die sie bestimmt sind, angepasst werden können und sich durch eine Spannvorrichtung am Rad befestigen lassen. Während der Fahrt müssen die Traktionsteile des Laufnetzes ständig miteinander verbunden sein. Daher ist es wichtig, beim Kauf auf die genaue Reifendimension zu achten.

Außerdem: Die kraftübertragenden Teile der Kette müssen annähernd gleichmäßig über das Rad verteilt sein, sodass die Schneekette bei jeder Stellung des Rades wirksam ist. Nach der Verwendung darf an nur einer Stelle der Schneekette maximal ein Achtel des Radumfangs frei bleiben.

Besonders wichtig: Die Schneekette darf das Fahrverhalten des Kraftfahrzeugs nicht wesentlich beeinträchtigen und weder Fahrzeug, Reifen oder Straßenoberfläche wesentlich schädigen.

Harte Prüfungen

Entsprechend hart sind die Prüfungen, denen eine Schneekette unterzogen wird. Auch dafür liefert die Norm entsprechende Vorgaben. Die Schneekette darf sich bei der Prüfung weder verformen noch Beschädigungen erleiden. So müssen alle Einzelteile im Bereich des Laufnetzes einer Kraft von 4000 N standhalten, alle anderen traktionsübertragenden Einzelteile 3300 N aushalten. Geprüft werden weiters der Verschleiß (zB drei Stunden Fahrt mit 120 km/h auf trockener Fahrbahn), das Verhalten bei einer Vollbremsung (mit 50 km/h) oder die so genannte dynamische Abhebung. Geprüft wird natürlich auch die Wirkung bzw. die Kraftübertragung.

Gebrauchsanleitung

Damit Schneeketten auch richtig montiert werden, ist eine entsprechende Gebrauchsanleitung beizulegen. Auch hier hat die Normung vorgesorgt und gibt dem Hersteller Hinweise, welche Informationen mitzuliefern sind. Dass man diese Gebrauchsanleitung vor der ersten Ausfahrt im Schnee genau lesen sollte, liegt ebenso auf der Hand wie ein "Trockentraining", um dann nicht mit klammen Händen auf einer finsteren Bergstraße zu stehen und mit dem Anlegen der Kette nicht zurecht zu kommen.
 


 

Fachsprachentraining für Auto-Zulieferbetriebe

Die NÖ Landesregierung hat noch im alten Jahr für das EURO FIT-Projekt "Interkulturelles Partner- und Fremdsprachentraining für automotive Zulieferbetriebe" eine Förderung in der Gesamthöhe von 88.300 Euro genehmigt. Dieser Betrag setzt sich aus 39.150 Euro Regionalfördermitteln und 49.150 Euro EU-Fördermitteln aus dem EFRE-Fonds zusammen. Insgesamt ist das Vorhaben mit 98.300 Euro veranschlagt. Das Projekt wurde vom Automotiv Cluster Vienna Region initiiert.

Ziel des Projekts ist die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen niederösterreichischen und ungarischen Auto-Zulieferbetrieben durch Verbesserung der Sprachkenntnisse im automotiven Bereich. Kommunikative und kulturelle Barrieren stellen noch immer ein Hindernis für eine grenzüberschreitende Unternehmenskooperation dar. Namhafte Fahrzeughersteller wie MAGNA in Oberwaltersdorf und AUDI in Györ, aber auch Wirtschaftsparks in Kottingbrunn und Marchegg sprechen sich daher für intensive Sprachtrainings aus. In Niederösterreich sind momentan rund 1.100 Mitarbeiter in der Automobilindustrie beschäftigt. Im Rahmen des Projekts soll zunächst der automotive Trainingsbedarf erhoben und ein Schulungskonzept für kleine und mittlere Unternehmen aus der österreichisch-ungarischen Grenzregion erstellt werden. Durch ein praxisrelevantes Trainingsprogramm soll die Vertiefung der Fachsprache für Lieferanten von deutschsprachigen Fahrzeugherstellern verbessert werden. Die Inhalte des Sprach- und Kommunikationstrainings sind in Deutsch, Englisch und Ungarisch. Die Projektteilnehmer sollen im Rahmen des Programms ein größeres kulturelles Verständnis erwerben. Das Training soll die automotiven Zulieferbetriebe Niederösterreichs auch auf die Zeit nach dem EU-Beitritt der Nachbarländer vorbereiten. Die interregionale Nachhaltigkeit des Projekts liegt in seiner späteren Umsetzbarkeit für den slowakischen Grenzraum, wo sich beispielsweise in der Nähe von Preßburg eine große Produktionsstätte eines deutschen Fahrzeugherstellers befindet.

Nähere Informationen: Vienna Region Beteilungsmanagement, Automotiv Cluster Vienna Region, Mag. Astrid Stakne, Telefon 02236/677-688-0.
 


 

Wien und Niederösterreich gründen Automobilcluster
Austrian Automotive Association: gemeinsame Marke für Österreichs Zulieferindustrie
 

Der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) http://www.wwff.gv.at und sein niederösterreichisches Pendant, die Regionale Entwicklungsagentur ECO Plus http://www.ecoplus.co.at , haben heute, Donnerstag, die Gründung des Automotive Clusters Vienna Region bekanntgegeben. Damit sollen die bereits vorhandenen wirtschaftlichen Aktivitäten dieser Branche, gebündelt werden. In Wien sind derzeit 4622 Menschen in der Autozulieferindustrie beschäftigt, in Niederösterreich etwa 2000. Der neue Cluster soll keineswegs den bereits Bestehenden in Oberösterreich und der Steiermark Konkurrenz machen, sondern diese ergänzen. Künftig wolle man die gesamte Autozulieferindustrie Österreichs, die insgesamt rund 55.000 Menschen beschäftigt, gemeinsam unter dem Namen Austrian Automotive Association (AAA) vermarkten.
 

Der Cluster soll sich nicht nur um die Ansiedelung von Betrieben kümmern, sondern vor allem die Zusammenarbeit der Industrie mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen fördern. Es sollen Querschnittstechnologien entwickelt werden, die allen Unternehmen zugute kommen. Potenziale lägen insbesondere in der Entwicklung von Verkehrsleitsystemen und satellitengestützten Navigationssystemen.
 

Laut Vizebürgermeister Sepp Rieder, Finanz- und Wirtschaftsstadtrat von Wien, stellen die Bundesländer Wien und Niederösterreich im ersten Jahr gemeinsam einen Betrag von sechs Mio. Schilling für das Projekt zur Verfügung. Mit dem Aufbau einer Steuerungsgruppe wurde bereits begonnen, bis zum Herbst soll ein Cluster-Manager eingesetzt werden. Man wolle ferner die Wirtschaftsförderungseinrichtungen der beiden Bundesländer zusammenschließen.
 

Der Vorsitzende von ECO Plus, Landesrat Ernest Gabmann, kündigte die Gründung von zwei weiteren Industrieparks in Marchegg und Kottingbrunn an. Diese sollen unter anderem das grenznahe VW-Werk in der Slowakei beliefern. Mit der Osterweiterung der EU rücke die gesamte "Vienna Region", die die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland umfasst, ins Zentrum Europas und werde zu den am stärksten und schnellsten wachsenden Regionen Europas zählen. Der Einzugsbereich eines Clusters habe in den 70er Jahren noch 170 km umfasst, heute seien es bis zu 800 km. Deshalb müsse man heute grenzüberschreitend denken und werde internationale Kooperationen anstreben.
 


 

Konferenz: Zukunft der Automobilzulieferer
Chancen regionaler Netzwerke - E-Business und E-Logistic-Trends

Die Zukunft der Automobilzuliefer-Industrie, die Bedeutung von E-Business und die Auswirkungen der Hersteller-Allianzen auf die Netzwerke der Zulieferer stehen im Mittelpunkt der Handelsblatt-Konferenz "Österreichs Automobilzulieferer-Industrie im Fokus", die am 27. und 28. Juni 2001 im World Trade Center beim Wiener Flughafen stattfindet.

Die Konferenzthemen sind unter anderem: die Chancen regionaler Netzwerke von Zulieferern, der Einfluss der Konzentration von Herstellern, F&E Zusammenarbeit, E-Business und E-Logistic-Trends und die Globalisierung der Autoplattformen.

Referenten folgender Unternehmen und Institute werden auf der Konferenz sprechen: Vereinigung der Österreichischen Zulieferindustrie, DaimlerChrysler, Donau-Universität Krems, Lovells Boesebeck Droste, Edscha, SDRC, MBA, AVL List, [micro]electronic cluster, Steyr-Daimler-Puch, Infineon, Miba Sintemetall, OÖ. Technologie- und Marketinggesellschaft, TTTech Computertechnik, Pollmann Feinwerktechnik, A.T. Kearney, Faurecia/Bertrand Faure Sitztechnik und Magna International. http://www.euroforum.de/presse/zulieferer.htm

 



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:47
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