Schweizerisches Tonkünstlerfest in Zug verschoben
Reaktion auf Amoklauf
Vom 28. bis 30. September 2001 hätte in Zug das 101. Tonkünstlerfest unter
dem Thema "Musiktheater/Theatermusik" stattfinden sollen. Angesichts des
Attentats auf das Zuger Kantonsparlament sagt der Vorstand des Schweizerischen
Tonkünstlervereins (STV) die Durchführung des Festes ab und verschiebt dieses
voraussichtlich auf das Wochenende vom 10. bis 12. Mai 2002. Der STV-Vorstand
überlegte lange, ob es nicht auch die Aufgabe von Musik wäre, auch auf solche
Ereignisse antworten zu können; er kam aber zum Schluss, dass in diesem Falle
ein Reagieren von der Musik her hilflos bleiben müsste und sogar zynisch
werden könnte.
Bundesrat bestürzt über Amoktat in Zug
Mit Bestürzung hat der Bundesrat vom Amoklauf im
Zuger Kantonsrat Kenntnis genommen, der mehrere Todesopfer, darunter
auch Mitglieder der Kantonsregierung und des Kantonsrates, sowie
Verletzte gefordert hat.
Der Bundesrat ist fassungslos über diese schreckliche,
unverständliche Tat, welche an die Grundlagen unseres Zusammenlebens
greift. Er ist besorgt über die Zunahme der Gewalttätigkeit und der
Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft.
Der Bundesrat spricht den betroffenen Familien, der Zuger
Regierung und dem Zuger Kantonsrat sein tiefes Beileid und sein
Mitgefühl aus.
Selbstverständlich steht der Bundesrat den Zuger Behörden für
Unterstützung zur Verfügung.
Die zuständigen Bundesstellen sind in ständigem Kontakt mit dem
Kanton Zug. Die für Sprengstoffanschläge zuständige
Bundesanwaltschaft ist an den Abklärungen beteiligt.