NZZ digitalisiert 225
Jahrgänge
Rund zwei Mio. Seiten
Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ)
http://www.nzz.ch
digitalisiert aus Anlass ihres 225-jährigen Bestehens alle Ausgaben
seit der Gründung. Computerwissenschaftler des Fraunhofer-Instituts
für Medienkommunikation (IMK)
http://www.imk.fraunhofer.de werden die rund zwei Mio.
NZZ-Seiten elektronisch erschliessen.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann man bei der NZZ
die Seiten auf Mikrofilm zu kopieren. Rund 1.500 Rollen
35-Millimeter-Film wurden belichtet. Seit 1993 sind alle in der NZZ
erschienenen Texte elektronisch archiviert. Es sei immer wieder der
Wunsch geäussert worden, auch ältere Ausgaben, vielleicht auch
gleich alle Ausgaben der NZZ zu digitalisieren, hieß es bei dem
Traditionsblatt. Doch noch im Jahr 2001 sei dieses Vorhaben aus
Kostengründen verworfen worden - es hätte mehrere Mio. Franken
gekostet. Im Hinblick auf das diesjährige 225-Jahr-Jubiläum wurde
das Projekt erneut geprüft. Das IMK übernahm den Auftrag für
wesentlich billigere 600.000 Euro.
Für die Digitalisierung verwendet das IMK einen hybriden Cluster mit
20 Rechnern unter Windows und Linux. Resultat der Arbeit ist eine
XML-Datei, die mit dem Text auch noch Metadaten abspeichert. Eine
einzelne Seite benötigt in digitalisierter Form vier MByte, das
vollständige Archiv wird zehn TByte umfassen. Dafür musste im
Intranet der NZZ Platz geschaffen werden. Dies erfolgte durch die
Anschaffung von großen EMC-Speichersystemen. Die Bereitstellung
dieses Speicherplatzes kostet rund 300.000 Franken (193.662 Euro).
Projektleiter Stefan Eickeler: "Die grössten Herausforderungen sind
die Variationen bei der Mikroverfilmung und die grosse Anzahl der
Zeitungsseiten. Es mussten sehr robuste Verfahren entwickelt werden,
um die Extraktion der Zeitungsseiten bei den unterschiedlichen
Bedingungen bei der Mikroverfilmung durchführen zu können. Aufgrund
der Menge der Zeitungsseiten sind manuelle Korrekturen nicht
möglich." Die Mikrofilme mit den alten NZZ-Seiten seien den
Spezialisten des IMK im Frühsommer 2004 geliefert worden, im
September 2005 solle die Arbeit der Digitalisierung abgeschlossen
sein.
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Krone.at ist mit
942.052 Lesern die Nummer 1 der Online-Printmedien
Sensationelle November-Reichweite für das
Internet-Programm der Krone
Mit sensationeller Reichweite ins neue Jahr: Exakt
942.052 Unique Clients, also einzeln erfasste Endgeräte, haben im
November auf Krone.at zugegriffen. Mit diesen Werten bestätigt die
Österreichische Web Analyse (ÖWA) dem Internet Portal der Krone
rechtzeitig vor Weihnachten eine wahrlich große Reichweite. Damit
ist Krone.at die Nummer 1 der Online-Printmedien!
http://www.krone.at
Der Relaunch des großen Krone.at-Shops, der zum Start des
Weihnachtsgeschäfts abgeschlossen war, brachte überproportionale
Steigerungen bei der Reichweite (plus 66 % im Vergleich zum
Vorjahr!) und den Erlösen, wie die interne
Krone.at-Unique-Client-Messung belegt. Darüber hinaus erwies sich
der Themenchannel "gesund & fit" zu Beginn der kalten Jahreszeit als
wahrer Publikumsmagnet.
http://www.krone.at/shop
Die Grundlage für diesen Reichweitenerfolg hat Krone.at mit der
zielgruppengerechten Gestaltung des Programms bereits vor Monaten
gelegt. "Ob Jung - ob Alt, ob in der Stadt oder auf dem Land:
Krone.at ist der beste Start in den Tag und begleitet seine Leser
rund um die Uhr durch alle Lebensbereiche", beschreibt
Krone.at-Chefin Susanne Obermayer das Programm von Krone.at in einem
Satz.
Krone.at: Das Internet-Portal der Kronen Zeitung, ist die Nummer 1
unter den Online-Printmedien Österreichs. Die klassischen
Reichweiten-Sieger "Krone" und "ORF" sind auch laut den aktuellen
Ergebnissen des AIR (Austrian Internet Radar) im Online-Lesermarkt
führend. Mehr als eine Million Österreicher zählen laut dieser
Reichweitenstudie zu den regelmäßigen Lesern von Krone.at, das sind
über 30 % der Internet-Nutzer Österreichs!
Die Veröffentlichung der November-Daten erfolgte verspätet, da auf
Grund eines Auswertungsproblems die Nachberechnung der Monats-Daten
erforderlich war (siehe www.oewa.at).
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Springer testet "Bild"-Abo
Abo-Angebot in Städten als Ertragserweiterung der
Boulevardzeitung
Der Axel Springer Verlag
http://www.axelspringer.de testet in zwei deutschen Großstädten
den Vertrieb der "Bild"-Zeitung als Abonnement in größerem Umfang.
Wie das Handelsblatt
http://www.handelsblatt.com heute, Freitag, berichtet, soll die
Boulevardzeitung als Abo für 1,20 Euro inklusive Postvertrieb
angeboten werden. Im Einzelverkauf kostet die Zeitung im
Durchschnitt 50 Cent. Der Schritt ist ein Versuch in Zeiten
rückläufiger Auflagen eine zusätzliche Einnahmequelle zu
erschließen.
Bisher ist die "Bild"-Zeitung in Deutschland als Zeitung für den
Einzelverkauf am Kiosk positioniert. Dem Test liege kein Plan
zugrunde, die "Bild"-Zeitung flächendeckend als Abo anzubieten oder
weitere Märkte zu erschließen, berichtet das Handelsblatt. Dennoch
ist der Schritt wohl als Versuch zu werten, die Ertragslage der
Zeitungssparte des Berliner Verlagshauses zu verbessern.
Die Auflage von "Bild" ist rückläufig. In den ersten neun Monaten
2004 wurden täglich rund 3,88 Mio. Stück verkauft. Im Vorjahr lag
die Auflage noch bei rund 3,95 Mio. pro Tag und vor zehn Jahren
alleine in Westdeutschland bei 5,2 Mio. Stück, so das Handelsblatt.
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Abwärtstrend am
US-Zeitungsmarkt hält an
US Today erhöht Auflage
Die Auflage aller US-amerikanischen Tageszeitungen
ist im vergangenen Halbjahr (April - September) insgesamt um 0,9
Prozent zurückgegangen. Die in der New York Times veröffentlichten
Ergebnisse einer Studie des Büros für Auflagenkontrolle (Audit
Bureau of Circulations)
http://www.accessabc.com bestätigen somit die Fortsetzung eines
bereits seit 20 Jahren anhaltenden Abwärtstrends auf dem
US-amerikanischen Zeitungsmarkt. Die auflagenstärkste Tageszeitung
US Today konnte dem Trend entgegen ihre Auflage um 2,8 Prozent
steigern.
Zwei Drittel aller Tageszeitungen verzeichneten sinkende
Auflagenzahlen. Vor allem die Sonntagsausgaben gingen mit 1,5
Prozent sehr stark zurück. Die Zeitungen machten das im Juni 2003 in
Kraft getretene "Do not call"-Gesetz, das die Anwerbung von
Abonnenten über Telemarketing einschränkt, verantwortlich für ihre
rückläufigen Auflagen. Die New York Times, die ihre Auflage um 0,2
Prozent anheben konnte, macht aber auch die in den vergangenen zehn
Jahren stark zunehmende Bedeutung neuer Medien wie des Internet für
diesen Trend verantwortlich.
Die Werbeindustrie sowie die Wall Street erwarteten gespannt die
Veröffentlichung der Studienergebnisse, nachdem einige Zeitungen
ihre Auflagenprognosen übertrieben positiv eingeschätzt hatten. Mit
Hilfe der Auflagendaten werden Preise für Inserate und Anzeigen
berechnet. Unter den großen Tageszeitungen gehört die Washington
Post zu den Verlierern. Ihre Auflage ging um drei Prozent auf
707.690 Exemplare zurück. Das Wall Street Journal hingegen legte um
0,7 Prozent zu und verkaufte durchschnittlich 2.106.774 Exemplare.
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2002
deutliches Anzeigen-Minus für deutsche Zeitschriften
Verband
rechnet mit Stabilisierung der Umsätze für 2003
Die deutschen
Publikumszeitschriften mussten im vergangenen Jahr einen Rückgang von 9,7
Prozent im Anzeigengeschäft in Kauf nehmen. Das geht aus einer heute,
Dienstag, in Berlin präsentierten Erhebung des Verbandes Deutscher
Zeitschriftenverleger (VDZ)
http://www.vdz.de hervor. Demnach konnten die deutschen Zeitschriften 2002
um insgesamt 24.203 Anzeigenseiten weniger verkaufen als im Jahr davor, wobei
bereits 2001 ein schlechtes Jahr für die Branche war. Für 2003 erwartet der
Verband eine Stabilisierung der Werbeumsätze.
"Die Werbeflaute wirkt länger und nachhaltiger als das viele von uns vor einem
Jahr geglaubt haben“, erläutert Karl Dietrich Seikel, Vorsitzender des
Vorstandes der Publikumszeitschriften im VDZ sowie Geschäftsführer des Spiegel
Verlages, die Marktentwicklung des vergangenen Jahres. Die Werbeflaute wirkt
sich auf die verschiedenen Sparten höchst unterschiedlich aus: Während vor
allem Wirtschaftsmagazine einen Rückgang von minus 29 Prozent hinnehmen
mussten, konnten sich Jugend- (plus neun Prozent) und Sportzeitschriften (plus
vier Prozent) gegen den negativen Trend behaupten. Auch EDV-Zeitschriften
verkauften um 18,3 Prozent weniger Anzeigenseiten. Programmzeitschriften
konnten immerhin das Niveau des Jahres 2001 halten.
Sieger im Rennen um Werbeumsätze ist 2002 der "Focus" mit insgesamt 5.161
Anzeigenseiten (minus 19 Prozent), gefolgt vom "Stern" mit 4.893
Anzeigenseiten (plus 1,6 Prozent) und dem "Spiegel" mit 4.487 Anzeigenseiten
(minus 15,2 Prozent). An vierter Stelle liegt die "Wirtschaftswoche", die mit
3.701 Anzeigenseiten ein Minus von 25,8 Prozent verkraften muss.

1. Europreis-Vergleich deutscher Zeitschriften: Österreich viel zu teuer
Deutsche Zeitschriften werden für österreichische Konsumenten mit
Körberlgeldaufschlag in Euro umgerechnet - die Zeitschriften sind bei uns viel
teurer. Nur eine Zeitschrift kostet gleich viel wie in Deutschland. Das zeigt
ein aktueller AK-Preisvergleich von 45 Zeitschriften zwischen Deutschland und
Österreich. Die Mehrwertsteuer ist in Österreich zwar um drei Prozentpunkte
höher als in Deutschland (sieben Prozent), aber die Preisunterschiede machen
weit mehr aus - bis zu 35 Prozent, kritisiert Johanna Ettl, Leiterin des AK
Bereiches Konsumenten, Bildung und Wien. Durch die Euro-Umrechnung darf sich
niemand ein Extra-Körberlgeld machen, sagt Ettl. Sie fordert daher eine exakte
Umrechnung. *****
Eigentlich sollte nach dem Euro-Währungsangabengesetz (EWAG) exakt von der
"alten" Währung in Euro umgerechnet werden. Ein aktueller AK-Vergleich der
österreichischen und deutschen Europreise bei 45 Zeitschriften zeigt, dass
Nachteil der österreichischen Konsumenten und mit Aufschlag umgerechnet wird,
kritisiert Johanna Ettl, Leiterin des AK-Bereichs Bildung, Konsumenten, Wien.
Die Zeitschriften sind in Österreich viel teurer als in Deutschland.
Die Mehrwertsteuer bei Zeitschriften ist in Deutschland zwar niedriger mit 7
Prozent als in Österreich mit 10 Prozent. Der Preisunterschied dürfte
höchstens drei Prozent ausmachen. Aber: Die Zeitschriften sind bis zu einem
Drittel teurer, zeigt der AK-Vergleich. Lediglich eine Zeitschrift, die PC
Welt, kostet in Österreich und Deutschland gleich viel.
Einige Preisbeispiele:
Zeitschrift Preise in Euro inkl. MwSt Differenz
Deutschland Österreich in Prozent
PC Welt 3,99 (54,90 ATS) 3,99 (54,90 ATS) ----
Computer Bild Spiele 2,40 (33,02 ATS) 3,25 (44,72 ATS) 35,42 Bravo 1,30 (17,89
ATS) 1,70 (23,39 ATS) 30,77
Playboy 4,60 (63,30 ATS) 5,45 (74,99 ATS) 18,48
Vogue 5,00 (68,80 ATS) 5,80 (79,81 ATS) 16,00
Freizeit Revue 1,38 (18,99 ATS) 1,60 (22,02 ATS) 15,94
Echo der Frau 1,38 (18,99 ATS) 1,60 (22,02 ATS) 15,94
Der Spiegel 2,80 (38,53 ATS) 3,00 (41,28 ATS) 7,14
Genau umrechnen Ettl fordert, dass genau umgerechnet wird. Was "PC Welt" kann,
soll auch für die anderen Zeitschriften zur Pflicht werden. Sie sollen den den
gleichen Preis in Deutschland und in Österreich verlangen, so Ettl.

BDZV: Journalisten streiten über USA-Berichterstattung
Zeitungs-Kongress thematisiert geplantes Urheberrecht
Die Berichterstattung über die Anschläge in den USA sehen Journalisten
deutscher Medien selbst kontrovers. "Die Macht der Worte - Die Macht der
Bilder" war am Dienstag Thema einer Podiumsdiskussion im Rahmen des
Zeitungs-Kongresses des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)
http://www.bdzv.de .
"Bilder und Schlagzeilen haben eine große Suggestivkraft", sagte Uwe
Karsten Heye, Leiter des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung,
über die Verantwortung gerade des Boulevard-Journalismus. Die Angst vor Krieg
spiegele sich in den Medien wider. Journalisten müssten sich über die neue
Dimension angesichts der Bilder aus New York im Klaren sein. "Die
Berichterstattung der Medien ist Stimmungsmache für einen Krieg", meinte
Franziska Augstein von der Süddeutschen Zeitung. Sie schließe ihre Zeitung in
dieses Urteil mit ein. Es werde auf Krieg hingeredet beziehungsweise
geschrieben.
"Man kann den Ernstfall nicht vom Tisch fegen", äußerte sich Johann Michael
Möller von der Springer-Tageszeitung "Die Welt". Emotionen müssten sei. Dies
sei die Funktion des Boulevard-Journalismus, nahm er die Berichterstattung der
Schwester "Bild" in Schutz. Erklärungsversuche wären in der ersten Woche nach
den Attentaten zudem unangebracht gewesen. Er räumte jedoch ein, dass Bilder
vom World Trade Center und Menschen mit Turban einen gefährlichen Zusammenhang
herstellten. Orient- und Islamexperten deutscher Hochschulen haben die
Berichterstattung über die Anschläge kritisiert.
"In solchen Tagen auch noch die Quote als Teil des Kriegsgewinns
mitzunehmen, das halte ich für unappetitlich", hatte ZDF-Chefredakteur
Nikolaus Brender am vergangenen Freitag zur RTL-Berichterstattung gesagt. "Wir
stehen nun mal im Wettbewerb", rechtfertigte RTL-Anchorman Peter Kloeppel am
Dienstag die Mitteilungen des Privatsenders, die höchsten Einschaltquoten
während der Attentate gehabt zu haben. Außerdem habe RTL zu Gunsten der
aktuellen Berichterstattung auf Werbung verzichtet. RTL, aber auch die Medien
insgesamt seien seiner Meinung nach sehr verantwortungsvoll mit der Situation
umgegangen, sagte Kloeppel auf den Vorwurf, der Kölner Sender habe über weite
Strecken Infotainment betrieben. Die Kritik, das Fernsehen habe in einer
Endlosschleife die Bilder der Anschläge gezeigt, könne er nicht verstehen.
"Normale Menschen sitzen nicht 24 Stunden vor dem Bildschirm. Diese wollen wir
umfassend informieren", so Kloeppel.
Thema des Kongresses ist außerdem die geplante Novelle des Urheberrechts.
Das Gesetz werde eine Kostenlawine auslösen, so BDZV-Präsident Helmut Heinen
am Montag in Anwesenheit der Bundesjustizministerin Hertha Däumler-Gmelin. Der
BDZV will das geplante Gesetz verhindern, nach dem freie Journalisten
bestimmte Mindesthonorare bekommen sollen. Am Dienstag startet die Kampagne
"Viele freie Mitarbeiter verlieren ihren Job - was soll daran sozial sein"
