|





















| |
[ Aktuelles ] [ Anthropologie ] [ Archaeologie ] [ Architektur ] [ Astronomie ] [ Bildung ] [ Biologie ] [ Chemie ] [ Energie ] [ Forschung ] [ Geologie ] [ Linguistik ] [ Links ] [ Nobelpreise ] [ Physik ] [ Produktion ] [ Preise ] [ Technik ]
Organische Leuchtdioden
als Lichtquelle der Zukunft
EU-Projekt OLLA für effizientere Beleuchtung
Wissenschaftler von mehr als 20 europäischen
Unternehmen und Forschungsinstituten haben sich zum Projekt OLLA
http://www.olla-project.org zusammengeschlossen, um die Technologie
von organischen Leuchtdioden (Organic Light-Emmitting-Diode OLEDs)
weiterzuentwickeln. Die OLEDs sollen die Technik der Beleuchtung
revolutionieren und vor allem die Lebensdauer von Beleuchtungskörpern
verlängern sowie deren Energieeffizienz erhöhen. Das bis 2008 laufende
Projekt umfasst ein Budget von knapp 20 Mio. Euro. Mehr als die Hälfte
kommt vom sechsten Rahmenprogramm der Europäischen Kommission.
"Unser Ziel ist eine Lebensdauer von 10.000 Stunden - das ist zehn mal
länger als die einer normalen Glühbirne - und eine Lichtausbeute von 50
Lumen pro Watt", so Peter Visser von Philips und Projektleiter von OLLA.
Neben Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeiten auch
Industrieunternehmen wie Osram, Philips und Siemens am Projekt mit.
Die Lichtquelle der kommenden Generation ist flach, leicht und nur etwa
einen Millimeter dick. Sie hat eine extrem lange Lebensdauer, verbraucht
wenig Energie bei hoher Leuchtkraft, ermöglicht eine diffuse Beleuchtung
und kann noch dazu farblich abstimmbares Licht aussenden. Zum Einsatz
kommen solche Technologien schon heute in Displays von Handys, Laptops
oder Fernsehern. Wissenschaftler des Institutes für Angewandte
Photophysik der Technischen Universität Dresden
http://www.iapp.de
sind der Meinung, dass schon in zehn bis 15 Jahren OLEDs eine Konkurrenz
zu Glühbirnen oder Neonröhren sein werden.
Den Anwendungsgebieten der neuartigen Beleuchtungstechnik sind fast
keine Grenzen gesetzt. Denkbar sind beispielsweise auch durchsichtige
Leuchtdioden, mit deren Hilfe Fenster zu Lichtquellen umfunktioniert
werden könnten. Das Wirkprinzip für die leuchtenden organischen Dioden
haben sich die Wissenschaftler aus der Natur abgeschaut. Bei Tieren mit
Leuchtorganen konnten die Forscher feststellen, dass einige organische
Materialien Halbleitereigenschaften haben und sich somit für den
Transport elektrischer Ladungen eignen.
Organische Leuchtdioden bestehen aus halbleitenden organischen
Schichten, die nur ungefähr 100 Nanometer dick sind und zwischen zwei
Elektroden, je einer Anode und Kathode, liegen. Wenn elektrische
Spannung an die Elektroden gelegt wird, fließt Strom durch die
organischen Schichten und sie senden Licht aus. Durch chemisch
unterschiedliche Schichten lassen sich gewünschte Farben erzeugen. Die
Dresdner Forscher arbeiten an einer Methode, bei der OLEDs unter
Luftabschluss hergestellt werden. Unter Vakuum wird auf ein Glassubstrat
eine hauchdünne organische Schicht eingedampft. |

Tiere entwickeln sich
gezielt weiter
Veränderung in den genetischen Schaltern
Wissenschaftler aus Wisconsin haben herausgefunden,
dass die enorme Leistung der Evolution durch Veränderungen in den
genetischen Schaltern ausgebildet wird, berichtet Science Daily
http://www.sciencedaily.com . "Dies ist ein klarer Beweis dafür, wie
sich Tiere entwickeln", so Sean B. Carroll, Professor in Madison.
Um dem Geheimnis der Evolution nahe zu kommen, hat das Team des Howard
Hughes Medical Research Institute (HHMI)
http://www.hhmi.org
Junggesellenfruchtfliegen studiert. Männliche Junggesellenfruchtfliegen
befinden sich in einem ständigen Wettkampf um die Gunst der Weibchen und
die daraus resultierende Fortpflanzung. Sie prahlen mit Farbtupfern auf
ihren Flügeln, wie der Pfau es mit seinem bunten Gefieder tut oder der
Hirschbock mit seinem imposanten Geweih. Weibliche
Junggesellenfruchtfliegen verbinden die getupften Flügel mit Sexappeal.
Die Wissenschaftler aus Wisconsin sind dem Ursprung dieser dekorativen
Tupfer auf den Grund gegangen.
Wissenschaftler versuchen schon lange herauszufinden, was genau die
Ausbildung und Evolution von Formen beeinflusst. Es war bisher nie klar,
ob es die Gene selbst sind oder ob es eine Anordnung innerhalb der DNA
ist, die kontrolliert, wo Gene für die Bildung des Tierkörpers
eingesetzt werden. Die Wissenschaftler aus Wisconsin haben nun
herausgefunden, dass die enorme Leistung der Evolution durch
Veränderungen in den genetischen Schaltern ausgebildet wird. Diese
lenken, wie Gene arbeiten. Tiere entwickeln sich also gezielt weiter.
Da es sich so bei Fliegen verhält, ist es fast sicher, dass es diesen
Mechanismus auch bei allen anderen Tieren und bei den Menschen gibt.
Damit ließe sich von der Schnauze des Erdferkels bis hin zu den Streifen
des Zebras alles ermitteln. Laut Carroll ist diese Entdeckung sehr
wichtig. Sie liefert überzeugende Beweise, dass die Evolution durch
zufällige Mutationen vor sich geht, die besondere Merkmale hervorbringt
- ein Tupfer hier, ein Streifen da. Diese Merkmale verleihen den
Männchen Attraktivität. Die Flügeldekoration der
Junggesellenfruchtfliegen war anfangs ein Unfall, heute ist das
Flügelmuster weit von der Zufälligkeit entfernt. Carroll: " Das Muster
auf einem Flügel ist kein chaotisches Graffiti. Die Tupfer treten an
gezielten Stellen auf."
|

Wissenschaft lernt aus
alpinen Katastrophen
Uni Innsbruck: Führend bei Erforschung von
Naturgefahren
Als Reaktion auf das Lawinenunglück von Galtür wurde
2002 das Zentrum für Naturgefahren Management alpS in Innsbruck
gegründet. Die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
http://www2.uibk.ac.at stellt als wichtigster Forschungspartner ihr
Know-how zur Verfügung und ist derzeit weltweit führend in der
Erforschung von alpinen Naturgefahren. Damit sollen in Zukunft
Katastrophen in den Bergen verhindert und abgewendet werden.
Über 120 Wissenschaftler von verschiedenen Fakultäten der Innsbrucker
Universität sind in über 20 Projekten von alpS damit beschäftigt,
mögliche Gefahrenquellen in den Alpen zu erkennen. Neue Strategien und
Technologien wie etwa ein Lawinenradar sollen helfen, die Schneedecke zu
analysieren und eine mögliche Lawinengefahr besser einschätzen zu
können. Auch die Suche nach Lawinenopfern soll mit dieser Technologie
schneller und damit erfolgreicher werden. Zentrale Forschungsbereiche
sind die Schaffung von Datenbanken und Modellierung, technische
Schutzmaßnahmen und sozio-ökonomischen Risikoanalysen.
Für die Universität Innsbruck und die alpine Forschung sind die Alpen
ein Großlabor für die Untersuchung globaler Veränderungen und deren
Auswirkungen auf die Umwelt, berichtet die Universität Innsbruck. Die
Wissenschaftler wollen die Ursachen für Naturkatastrophen erkennen, und
dann Schutzmaßnahmen entwickeln, damit in Zukunft Naturkatastrophen im
Alpenraum schon im Vorfeld verhindert werden können. |

Forscher dekodieren
Bakterien-Genom
Gluconobacter oxydans spielt bei Zuckerumwandlung
wichtige Rolle
Wissenschaftler der Georg-August-Universität Göttingen
ist ein wichtiger Schritt für die Biotechnologie gelungen: Sie haben das
Genom des Bakteriums Gluconobacter oxydans dekodiert. Dieses Bakterium
ist auf die Oxidation von Glucose spezialisiert und setzt Zucker
massenhaft in nützliche Produkte wie Zuckersäuren oder Vorstufen von
Vitaminen um, berichten die Forscher in der jüngsten Ausgabe des
Wissenschaftsmagazins Nature Biotechnology
http://www.nature.com
.
Von den 2,9 Mio. Bausteinen des Bakteriums konnte das Forscherteam unter
der Leitung von Uwe Deppenmeier und Gerhard Gottschalk rund 2.700 Gene
identifizieren. Aus dem Gensortiment von Gluconobacter oxydans können
die Wissenschaftler nun die Gene herauskopieren, die für die Produktion
von Enzymen verantwortlich sind und diese nach Belieben für
Stoffumwandlungen einsetzen, berichtet die Universität Göttingen
http://www.g2l.bio.uni-goettingen.de . Das Bakterium hält allein 80
Gene für die so genannten Dehydrogenasen bereit.
"Gerade diese Enzyme sind es, die Zucker äußerst variantenreich zu
interessanten Produkten umsetzen. Daran forschen bereits Arbeitsgruppen
am Forschungszentrum Jülich, an der Technischen Universität Berlin und
der Universität Göttingen", meint Gottschalk. Gottschalk ist auch Leiter
des vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung
geförderten Netzwerk Genomforschung an Bakterien (GenoMik)
http://www.genomik.uni-goettingen.de . Darüber hinaus leitet der
Wissenschaftler auch das Göttinger Labor. Die Forscher sind sich auch
einig darüber, dass das Genom von Gluconobacter oxydans auch für die
Grundlagenforschung von großer Bedeutung ist. Das Genom erlaubt nämlich
Einblicke in die Besonderheiten des Energiestoffwechsels und die
Ökologie dieser Bakterien, die ihren bevorzugten Lebensraum auf Früchten
und Blüten haben. |

Unbekannte Mikroben im
Mittelmeer entdeckt
Hoffnung auf neue Wirkstoffe in der Humanmedizin
Ein Forscherteam der University of Essex hat neue
Mikroben im Mittelmeer gefunden, die unter extremen Bedingungen leben.
Im Zuge des dreijährigen Biodeep-Projekts sind die Wissenschaftler in
der Tiefsee auf bisher unbekannte Lebensformen gestoßen, die zeigen,
dass es möglicherweise auch auf "lebensfeindlichen Planeten" Leben geben
könnte. Die Mikroben sind aber auch für die Forschung von größtem
Interesse: Sie bieten Ansatzpunkte für Untersuchungen in der Medizin, in
der Landwirtschaft und der Biotechnologie, berichtet die Universität
Essex
http://www.essex.ac.uk .
Die Bedingungen, unter denen die Mikroben der Gattung Archaea in den
Salzwasser-Seen in 4.000 Metern Tiefe leben, haben die Forscher
jedenfalls in Staunen gebracht: die Salzkonzentration ist zehn Mal höher
als im Meer, Sauerstoff war gar nicht vorhanden und die Drücke sind 400
Mal höher als auf der Erde. Die Salzwasser-Bassins, die sich vor der
Ostküste Siziliens befinden, standen schon länger im Interesse der
Forscher, da sie vom normalen Meerwasser isoliert sind und daher eigenes
Leben entwickeln konnten. Das "Discovery Bassin", einer dieser Salzseen,
enthält große Mengen von Magnesiumchlorid.
Am Biodeep-Projekt nehmen Forscher von zahlreichen Universitäten Europas
teil. Darunter sind Wissenschaftler aus den Niederlanden, Italien,
Frankreich, Griechenland, Deutschland und Großbritannien. Ken Timmis von
der University of Essex sieht in den Mikroben jedenfalls höchst komplexe
Lebensformen, die für die Entwicklung von zahlreichen neuen Produkten
höchste Priorität besitzen. "Mögliche Anwendungen reichen von der
Entwicklung neuer Antibiotika oder anderer Medikamente bis hin zu
Enzymen in der chemischen Industrie", so Timmis.
|

Sumatra-Beben beschleunigt
Erdrotation
Energie des Bebens entspricht 23.000
Hiroshima-Atombomben
Das Erdbeben von Sumatra, das zu dem verheerenden
Tsunami - Flutwellen geführt hat, war nach Angaben von US-Forschern so
stark, dass es die Erdrotation beschleunigt hat. Geophysiker des
NASA-Jet Propulsion Center in Pasadena haben berechnet, dass die Erde
sich danach um etwa drei Mikrosekunden schneller drehte, berichtet das
Wissenschaftsmagazin Nature
http://www.nature.com
.
Der schnelle Wechsel ist daher zustande gekommen, weil sich die Massen
der tektonischen Platten verschoben haben. Auswirkungen auf den Planeten
habe dies allerdings nicht, meinen die Forscher. Da die kürzere
Umlaufzeit nur ein paar Millionstel einer Sekunde betrage, wären
Korrekturen nicht notwendig, berichtet Tom O'Brian vom US-National
Institute of Standards and Technology. Wie gewaltig das Erdbeben
tatsächlich war, berichtet die US-Geological Society USGS
http://www.usgs.gov
: Die Energie des Bebens kommt 475.000 Kilotonnen TNT gleich. Das
entspricht einer Gewalt von 23.000 Atombomben wie sie in Hiroshima Ende
des 2. Weltkrieges gezündet wurden. Das stärkste Beben, das je auf der
Erde gemessen wurde, war es nicht, denn 1960 gab es in Chile nahe der
Stadt Conception ein noch gewaltigeres, das zwischen 15 und 30 Minuten
nach dem Beben zu Wellen von mehr als 50 Metern Höhe führte. Etwa 15
Stunden nach den Erschütterungen wurde die hawaiianische Stadt Hilo,
rund 6.800 Kilometer vom Epizentrum entfernt, von gewaltigen
zehn-Meter-Brechern getroffen und verwüstet.
Das zweitschwerste je gemessene Erdbeben wurde 1964 in Alaska
registriert. Damals wurde ein Gebiet von 80.000 Quadratkilometern
zerstört. Eine Tsunami-Welle erreichte an der Shoup-Bay am Valdez Inlet
eine Maximalhöhe von 67 Metern. Dem Umstand, dass damals relativ wenig
Menschen starben, ist lediglich der Tatsache zu verdanken, dass die
betroffenen Gebiete, die Küste Alaskas, West-Kanadas, Oregons und
Washingtons relativ schwach besiedelt waren. Die USGS berichtet
jedenfalls davon, dass Tsunami-Flutwellen in jedem Ozean auftreten
können. Besonders gefährdet ist der Pazifik mit dem so genannten "Ring
Of Fire", einem Ring aus aktiven Vulkanen rund um die Außengrenzen des
großen Ozeans. Dass eine Warnung vor den großen Wellen nur selten früh
genug kommt, zeigen auch zahlreiche Beispiele wie etwa jener Tsunami,
der am 17. Juli 1998 mehr als 2.000 Menschen in Papua Neuguinea in den
Tod riss. Innerhalb weniger Minuten nach dem Beben zerstörten drei
aufeinander folgende Wellen drei Dörfer komplett. Besonders tragisch war
der Umstand, dass das Seebeben, das zu den tödlichen Wellen führte, die
sich mehr als 15 Meter aufbäumten, relativ leicht war. Bewohner in
anderen Dörfern, die nur 15 Kilometer von den betroffenen Ortschaften
entfernt lebten, spürten kaum ein Beben.
Wissenschaftler wie der Autor des Buches "Tsunami!", Walter Dudley,
räumt auch mit der Vorstellung auf, dass Tsunamis einfache gigantische
Wellen sein. Vielmehr handle es sich um zehn oder mehr aufeinander
folgende Wellen, die das Wasser nach vor und zurück transportieren,
schreibt Anne Rosenthal von der California Academy of Sciences. Daher
wiesen die Toten in Papua Neuguinea Brandverletzungen auf. Ihre Körper
wurden über den rauen Korallensand geschliffen.
Die zerstörerischen Wellen werden aber nicht nur durch unterseeische
Beben ausgelöst. So sorgte der Ausbruch des Vulkans Krakatau in
Indonesien am 27. August 1883 für Wogen, die 165 Dörfer einfach unter
sich begruben und keine Spuren mehr hinterließen. Gerade diese Tatsache
macht es so schwierig ein zuverlässiges Warnsystem zu etablieren.
|

Wissenschaftler entwickeln
Quantenspeicher
Forscherteam realisiert Rekorder für Lichtquanten
Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für
Quantenoptik in Garching
http://www.mpq.mpg.de
und des Niels-Bohr-Instituts
http://www.nbi.ku.dk
in Kopenhagen ist es gelungen, Quantenzustände von Lichtpulsen auf
Cäsium-Atome zu übertragen und wieder auszulesen (Foto: Experimenteller
Aufbau eines Quantenspeichers). Quanteninformationen flexibel handhaben
zu können gilt als eine Voraussetzung für Quantenkommunikation und
Quantenrechner-Technologie. Laut Forscherteam könnte das Gelingen des
Experiments die Welt der Information revolutionieren.
Für das Experiment wurde ein Laserimpuls durch Cäsium-Atome geschickt,
die in einer transparenten Zelle bei Raumtemperatur eingeschlossen
waren. Die Wechselwirkung zwischen den Atomen und dem Licht führte zu
einem "verschränkten Zustand", der die beiden Systeme miteinander
verband. Nach dem Verlassen der Atome wurde der Lichtimpuls gemessen.
Hierbei beeinflussten die Verschränkungen des Lichts und der Atome sowie
der Messvorgang am Licht den Quantenzustand der Atome derart, dass sie
die Eigenschaften des eingestrahlten Lichtes übernahmen. Der
Polarisationszustand des Photons wurde dadurch auf das Atom übertragen.
Laut Forscherteam ist diese Fernwirkung zwischen zwei Systemen, bei dem
der Messvorgang an einem System den Zustand des anderen Systems
beeinflusst, eine der erstaunlichsten Erscheinungsformen der
Quantenmechanik und Grundlage für zukünftige Anwendungen, wie die
Quantenkryptographie oder die Teleportation.
Das Gelingen des Experiments soll nun den Weg für neue Versuche ebnen,
bei denen die im Licht vorhandene Informationen zuerst auf Atome und
dann wieder auf das Licht zurück übertragen werden. Auf diese Weise
könnten Lichtzustände nicht nur in einem Atomverband gespeichert,
sondern auch wieder abgefragt werden. Laut Forscherteam gelten diese
Umstände als Voraussetzung für den Bau eines "Quanten-Repeaters". Diese
Übertragungseinrichtung wird künftig die Quantenkommunikation auch über
mehr als 100 Kilometer ermöglichen, Entfernungen, die bisher noch nicht
im Bereich des Möglichen lagen.
|

Vorteile eines Magnetfelds
für Bakterie erstmals nachgewiesen
Magnetfeld beeinflusst chemische Reaktionen in Zellen
Wissenschafter der University of Oxford
http://www.ox.ac.uk
haben erstmals nachgewiesen, dass ein schwaches magnetisches Feld die
Produktion eines Moleküls beeinflussen kann, das in einer
photosynthetischen Bakterie vorkommt. Damit wurde erstmals ein
derartiger magnetischer Effekt sichtbar gemacht, erklärte der leitende
Wissenschafter Peter Hore. Bisher war bekannt, dass magnetische Felder
bestimmte chemische Reaktionen beeinflussen können. Ungeklärt war, ob
derartige Effekte auch in lebenden biologischen Systemen zum Tragen
kommen. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Chemical Communications
http://www.rsc.org/is/journals/current/chemcomm/cccpub.htm online
veröffentlicht.
Die Wissenschafter arbeiteten mit R-26, einem mutierten Stamm der
Bakterie Rhodobacter sphaeroides. Diesem Stamm fehlte eine schützende
Chemikalie, ein Carotinoid, das normalerweise schädliche Radikale
aufsaugt. Um eine Maximierung der Wirkung des magnetischen Feldes zu
erreichen, wurde die Bakterie entsprechend verändert. Die Bakterie
enthält ein Paar Chlorophyll-Moleküle, die ermöglichen, aus Licht
Energie zu gewinnen. Dieser Prozess beruht auf einer Reihe von
chemischen Reaktionen, die auch Sauerstoff aus der Luft in eine höchst
reaktive Form, den so genannten Singulett-Sauerstoff, verwandeln können.
Diese Form von Sauerstoff ihrerseits kann die DNA oder Proteine einer
Zelle schädigen. Ein magnetisches Feld veränderte die Abfolge dieser
Reaktionen durch die Stabilisierung eines radikalen Moleküls leicht.
Dieses radikale Molekül entsteht aus Chlorophyll, das sonst
Singulett-Sauerstoff bilden würde.
Das Team entfernte die photosynthetischen Moleküle von R-26 um sie zu
untersuchen. Es fand in der Folge heraus, dass ein magnetisches Feld in
der Größenordnung von 20 Millitesla ausreicht, um die Produktion von
Singulett-Sauerstoff um bis zu 50 Prozent zu verringern. Zusätzlich
zeigte sich, dass durch dieses magnetische Feld die photosynthetischen
Moleküle gegen eine Schädigung durch den Singulett-Sauerstoff geschützt
waren. Dieses magnetische Feld war rund 50 Mal schwächer als jenes, das
von Elektromagneten auf Schrottplätzen erzeugt wird. Diese Ergebnisse
legen laut Nature
http://www.nature.com nahe, dass die Bakterie R-26 in einem
magnetischen Feld besser wachsen sollte. Derzeit erforschen die
Wissenschafter diesen Effekt bei Laborkulturen.
|

Lage der Säugetiere so
düster wie im Pleistozän
Mensch und Klimawandel bedrohen das Ökosystem
Ein Paläobiologe von der Universität von Kalifornien
http://www.berkeley.edu/ warnt davor, dass die Zukunft der
Säugetiere ähnlich düster aussieht wie vor 50.000 Jahren. Damals
resultierte eine Kombination aus Klimawandel und menschlichem Verhalten
in der Ausrottung von zwei Dritteln aller großen Säugetiere auf dem
Planeten. Anthony D.. Barnosky und seine Kollegen kamen zu diesem
Schluss, als sie das Aussterben der großen Säugetiere, der so genannten
Megafauna, das sich im späten Pleistozän ereignete, eingehend
untersuchten. Damals starben Mammuts, Säbelzahntiger, Faultiere und die
in Amerika eingeborenen Pferde und Kamele aus.
Den Erkenntnissen der Forscher zufolge trägt der Mensch nicht allein die
Schuld, sondern auch der Klimawandel spielt eine große Rolle. Laut
Barnosky spielt sich dasselbe heute wieder ab. Weil der Klimawandel aber
heute schneller vor sich geht als im späten Pleistozän, könnten die
Auswirkungen auf Säugetiere dramatisch sein. Viele Populationen größerer
Tiere sind ohnehin schon stark dezimiert und die wachsende Zahl an
Menschen nimmt zunehmend die Lebensräume der großen Tiere ein.
"Menschliche Aktivitäten in Kombination mit dem Klimawandel werden in
einer unvermeidbaren Ausrottung vieler Spezies und unvorhersehbaren
Veränderungen im Ökosystem resultieren", so Barnosky.
Seine Studie basiert auf einer Analyse archäologischer, klimatischer,
ökologischer und Simulations-Studien. Demzufolge bedrohten nicht nur das
übermäßige Jagen die Tiere, sondern auch die vom Menschen gelegten
Feuer. Ein Teil der Megafauna starb unabhängig von den Eingriffen des
Menschen aus, weil er sich nicht an die Eiszeit anpassen konnte. "Der
Mensch nimmt Einfluss auf größere Tiere, die kleineren sind dabei nur
ein Kollateralschaden", erklärt Barnosky. Beim Klimawandel verhalte es
sich genau umgekehrt: dieser betreffe die kleineren Spezies zuerst und
dann, durch sie, die größeren. Weil der Mensch heute die größeren Tiere
ausrottet und sich der Klimawandel auf die kleineren auswirkt, stehen
laut dem Forscher dramatische Veränderungen im Ökosystem bevor. Wegen
des Vordringens des Menschen gibt es keine Zufluchtsorte mehr für Tiere,
die sich wegen des Klimawandels einen neuen Lebensraum suchen wollen.
|

Wissenschaftler bauen ein
Universum
Durch kausale Quantengravitation entsteht eine
vierdimensionale Welt
Renate Loll von der Universität Utrecht in den
Niederlanden und ihre Mitarbeiter haben einen Weg gefunden ein
vierdimensionales Universum herzustellen
http://link.aps.org/abstract/PRL/v93/e131301 . Geschafft haben sie
dies, indem sie die Quantentheorie und die Relativitätstheorie
vereinten, wie das Wissenschaftsmagazin Nature
http://www.nature.com berichtet. Wissenschaftler sind sich einig,
dass unser Universum vierdimensional ist, bestehend aus drei räumlichen
und einer zeitlichen Dimension. Schon seit langem versuchen Forscher ein
solches Universum zu rekonstruieren.
Seit fast 80 Jahren bemühen sich Wissenschaftler darum, die herrschende
Gravitationstheorie mit der Quantentheorie in Einklang zu bringen. Man
hat lange versucht herauszufinden, wie die unscharfe Natur der Raumzeit
in den winzigen Einheiten, mit der die Quantentheorie arbeitet, zu einem
solch großen, vierdimensionalen Universum wie dem unseren führen kann,
wie Einstein es in seiner Theorie der Relativität beschreibt. Forscher,
die sich mit diesem Problem auseinander gesetzt haben, nehmen an, dass
jede Einheit eine Art vierdimensionales Dreieck mit drei Raumdimensionen
und einer Zeitdimension ist. Die feine Struktur der Raumzeit könne
gebaut werden, indem man diese Dreiecke aneinander klebt.
Die Wissenschaftler um Loll haben es geschafft, die Teile so zusammen zu
fügen, dass sie unweigerlich ein vierdimensionales Universum ergeben.
Dabei musste jeder einzelne Teil zwei Kriterien erfüllen. Zum Einen
musste die Theorie der Relativität für jeden Teil gelten, so dass nichts
schneller als das Licht durch sie hindurch gelangen konnte. Zum Zweiten
musste der Aufbau das Prinzip der Kausalität wahren. Das bedeutet, dass
ein Stück der Raumzeit nicht so konstruiert sein kann, dass ein
Ereignis, irgendeine Änderung im Universum, vor seiner Ursache entstehen
kann. Universen, die auf diese Weise erzeugt wurden, breiteten sich mit
der Zeit aus, ganz wie es das richtige Universum seit dem Urknall macht.
"Das war ganz unerwartet. Wir waren sehr überrascht", sagte Loll.
|

Bauer Verlag bringt Wissensmagazin heraus
Erste Ausgabe von "Horizonte" am 26. Februar
Die Bauer Verlagsgruppe
http://www.hbv.de hat den Launch des Wissensmagazins "Horizonte" für den 26.
Februar 2004 angekündigt. Wie das Unternehmen heute, Montag, mitteilte, soll das
172-Seiten-Heft dann für 3,90 Euro im Handel erhältlich sein. Der Inhalt des
Magazins ist geprägt von Reportagen aus den Bereichen Wissenschaft, Reise,
Kultur und Geschichte sowie großformatigen Fotos.
Die Titelstory der ersten Ausgabe behandelt Laos. Bekannte Autoren wie Henning
Mankell, Reinhold Messner, Guido Knopp und Giesela Graichen tragen Reportagen
bei. Jede Reportage wird durch ein kompaktes Wissensdossier mit Informationen
zum Thema abgeschlossen. Als besondere Zugabe zur ersten Ausgabe gibt es ein
Hörbuch mit drei großen Reportagen aus dem Heft.
"Horizonte" erscheint nach Verlagsangaben in hochwertiger Heftausstattung auf
Hochglanzpapier im Panorama-Format (23 mal 29 cm). "Horizonte richtet sich an
alle entdeckungsfreudigen Menschen, die Spaß daran haben, ihren Horizont zu
erweitern und gerne aufwändige Fotostrecken zu genießen", sagte Chefredakteur
Uwe Bokelmann. Jede Geschichte werde von einem Wissenschaftler des jeweiligen
Fachgebiets geprüft, so Bokelmann weiter.

Salzwasser-See unter südpolarem Eis entdeckt
Aufschlüsse
über Entstehung des Lebens auf der Erde
Amerikanische
Forscher haben einen fünf Kilometer langen Salzsee unter der 19 Meter dicken
Eisschicht des Südpols entdeckt. In dem abgeschlossenen See namens Vida haben
die Wissenschaftler Spuren von fast 3.000 Jahre alten Mikroben gefunden. Von der
Erforschung des Lebens hoffen sich die Forscher eventuelle Hinweise auf ein
Leben auf dem Mars, berichtet das Wissenschaftsmagazin Proceedings of the
National Academy of Sciences (PNAS)
http://www.pnas.org .
Das Wasser des Vida-Sees, in der Eiswüstenregion des McMurdo Dry Valleys
gelegen, ist etwa sieben Mal salziger als Meerwasser und war für tausende Jahre
vom Rest der Welt isoliert. Daher sind die Wissenschaftler an der Erforschung
dieses, ihrer Meinung nach, einzigartigen Ökosystems interessiert. Die Forscher
waren davon ausgegangen, dass die zahlreichen antarktischen Seen das ganze Jahr
über eingefroren sind. Der Vida-See habe diese Annahme widerlegt. Bei ersten
Biokarbon-Messungen der Sediment-Proben konnten Mikroben gefunden werden, die
2.800 Jahre alt sind. Durch den hohen Salzgehalt friert das Wasser auch bei den
dort üblichen Temperaturen von minus 10 Grad Celsius nicht. Die Wissenschaftler
haben erklärt, dass sie aus Angst vor einer Kontaminierung des Wassers nicht
direkt in den Vida-See gebohrt hätten.
Unter den widrigen Lebenumständen ohne Licht, mit extremen Salzgehalten und
eisigen Temperaturen konnten dennoch Lebewesen überleben. Diese Tatsache ist für
die Forscher von besonderer Bedeutung, denn daraus lassen sich Schlüsse auf
eventuelle Lebensformen auf anderen Planeten wie etwa dem Mars ziehen. "Die
Eisschicht über diesen Salzseen zeigte sich sogar als Oase für Lebewesen", so
John Priscu von der Montana State University, einer der Forscher, der an dem
Projekt mitarbeitete. "Die eisigen Temperaturen haben auch dafür gesorgt, dass
sich die DNA der verschiedenen Lebewesen extrem gut erhält", erklärt der
Forscher. Damit werde der See zu einem perfekten "Eismuseum" für das Studium der
bisher unbekannten Mikroben.
"Der Planet Mars blickt wahrscheinlich auf eine wasserreiche Vergangenheit
zurück und wenn sich dort je Leben gebildet hat, dann würde es ein ähnliches
Ökosystem sein wie am Vida-See, bevor das gesamte Wasser fest gefroren ist", so
Peter Doran von der Universität von Illinois in Chicago, der auch an dem Projekt
mitarbeitete. Die Wissenschaftler wollen jetzt auch den größten der 70
antarktischen Seen, den Lake Vostok, der mehr als 4.000 Meter unter dem ewigen
Eis liegt, genauer erforschen.
Bei dem Forschungsprojekt am Vida-See waren neben der Universität von Illinois
in Chicago auch noch Desert Research Institute in Reno/Nevada, das Ames Research
Center der Nasa in Moffett Field/Kalifornien und die Montana State University
beteiligt.

Innovatives Informationsportal für
Wissensmanagement online
Die
PWM – Plattform Wissensmanagement (
http://www.pwm.at ) – präsentiert sich ab sofort als ultimative Anlaufstelle
für alle am Thema Wissensmanagement Interessierten. Neben dem etablierten
Community-Leben bietet die PWM ein einzigartiges Informationsportal für alle
Fragestellungen rund um Wissensmanagement. Das Portal erleichtert den raschen
und übersichtlichen Zugang zum komplexen Thema.
Mehr als 320 Interessierte haben sich in Österreichs größter
Wissensmanagement-Community seit Oktober 2001 registriert. Die demokratischen
Strukturen der PWM erlauben ein direktes Feedback der Mitglieder an den
Plattform-Betreiber, das WissenschaftsZentrum Wien (
http://www.wzw.at ). Dessen
Kenntnis der Community-Bedürfnisse gewährleistet die praxisorientierte
Weiterentwicklung von Inhalten, Tools und Serviceangeboten.
Auf diese Weise ist das neue Informationsportal der PWM entstanden. Es bietet
nun auch der Öffentlichkeit einen raschen Informationszugang zum Thema
Wissensmanagement. Das Angebot reicht von:
- einer Suchmaschine, die ausgewählte und themenrelevante Links absucht und
- einer aktuellen Terminübersicht zu Seminaren, Workshops, Lehrgängen,
Konferenzen und Messen mit Schwerpunkt Österreich, über
- eine kommentierte internationale Linksammlung, bis hin zu
- einer umfassenden Fachbuchübersicht sowie Rezensionen zu den führenden
Denkern im Bereich Wissensmanagement.
Praktisch angewandtes Wissensmanagement ist auch die Gemeinsamkeit des
WissenschaftsZentrum Wien und ihrem Softwarepartner, der Wiener Firma punkt.
netServices ( http://www.punkt.at
). Hinter dem Portal verbirgt sich das Content Management System auf XML-Basis,
conX ( http://www.conx.at ).
Wissensorientierte Unternehmen können mit conX kostengünstig einen
professionellen Einstieg in den Content-Markt realisieren.

Fernsteuerung für Bakterien
Radiowellen schalten Enzyme ein und aus
Forscher des Massachusetts Institutes of Technology in Cambridge (MIT)
http://www.mit.edu haben einen Weg
gefunden, Zellvorgänge in Bakterien mit Radiowellen ein- und abzuschalten. Ziel
ist die Entwicklung von so genannten "mikrobiellen Maschinen", erklärte Joseph
Jacobson, der die Methode der "Fernsteuerung" für Bakterien auf dem Treffen der
Materials Research Society
http://www.mrs.org/meetings/fall2002/program in Boston.
Laut Jacobsen können Zellen mit verschiedenen Fähigkeiten ausgestattet
werden, wie z.B. mit der Fähigkeit, periodisch zu leuchten. Enzyme, die auf
Knopfdruck reagieren, könnten dann wie beim Herunterladen eines bestimmten
Programms in die Zellen diese speziellen Eigenschaften "einschalten". Obwohl
einzelne Aspekte bereits Form annehmen, ist dieses Ziel noch in weiter Ferne,
berichtet das Fachblatt Nature
http://www.nature.com .
Das Team um Jacobsen nutzt ein elektromagnetisches Feld um bestimmte Enzyme
ein- und abzuschalten. Diese Enzyme schneiden die so genannte Messenger-RNA, die
bei der Transkribition also beim Ablesen der genetischen Information (DNA)
entsteht. Im ersten Schritt hängen die Wissenschaftler einen winzigen
Goldpartikel an das Enzym. Diese Nano-Goldpartikel wirken als Antenne und nutzen
die Energie des eingeschalteten Magnetfeldes, um das Enzym funktionslos zu
machen. Ist das Feld abgeschaltet, nimmt das Enzym seine Funktion wieder auf.
Erste Erfolge verbuchten die MIT-Forscher bereits Anfang dieses Jahres. Sie
manipulierten auf ähnlichem Weg Moleküle der Erbsubstanz. Die Wissenschaftler
steckten eine Goldantenne an DNA-Stränge (Bild), die spontan eine
Haarnadel-Struktur, wo zwei Enden miteinander verbunden sind, bildeten. Durch
Radiowellen gelang es, die "Haarnadel" zu öffnen. Die Tatsache, dass dies nun
auch bei Proteinen möglich ist, erhöht das Anwendungspotenzial, da Enzyme in
beinahe allen chemischen Prozessen der Zelle beteiligt sind.

Ältestes Lebewesen der Welt entdeckt
Australische Würmer sollen älter als 1,2 Mrd. Jahre sein
Fossilien, die in Australien gefunden wurden, sollen die ältesten
mehrzelligen Lebewesen der Welt sein, behaupten Forscher der University of
Western Australia im renommierten Wissenschaftsmagazin Science
http://www.sciencemag.org .
Die im Sandstein eingeschlossenen Würmer sollen vor 1,2 Mrd. Jahren dort gelebt
haben. Bisher haben Wissenschaftler angenommen, dass die ersten Mehrzeller erst
vor rund 600 Mio. Jahren den Planeten bevölkert haben.
Die Felsen der Stirling Range Formation in Südwest-Australien waren nach
Ansicht der Forscher um Birger Rasmussen Heimat der Würmer, die nun gefunden
wurden. "Die kleinen Einbuchtungen im Sandstein sind der Abdruck von
schleimimprignierte Sedimente, die von kriechenden Organismen hinterlassen
wurde", so Rasmussen. Die Abdrücke der Würmer bieten einen Einblick in die
uranfängliche Welt. Die Forscher waren bisher davon ausgegangen, dass die Welt
damals nur von Algen und Mikroben bevölkert wurde. Vor rund 600 Mio. Jahren soll
nach gängigen Theorien plötzlich reiches Leben entstanden sein. Diese "Cambrische
Explosion" ist durch zahlreiche fossile Funde belegt worden.
Die Zeit davor ist bisher unerforscht geblieben. Der australische Fund könnte
Licht in diesen Abschnitt der Erdgeschichte bringen. Wenn das Alter der fossilen
Würmer geklärt ist, müssen die Forscher aber herausfinden, warum sich über einen
Zeitraum von mehreren Mio. Jahren so wenig im Hinblick auf die Entwicklung von
höheren Lebewesen getan hat.

Dinosaurier Erbrochenes gibt Auschluss über
Nahrung
Sensationelle Funde in englischem Steinbruch gefunden
Britische Forscher haben in einer Fossiliengrube das Erbrochene eines
Dinosauriers entdeckt. Die Wissenschaftler der Universität von Greenwich
http://www.gre.ac.uk vermuten,
dass die Überreste der Nahrung rund 160 Mio. Jahre alt sind.
"Es ist das erste Mal, dass die Nahrung des Fischreptils Ichtyosaurus genau
untersucht werden kann", so Peter Doyle, Geologe der Universität von Greenwich.
Im Erbrochenen des Sauriers konnten Teile von prähistorischen Tintenfischen, so
genannte Belemniten, gefunden werden. "Die Funde lassen vermuten, dass der
Saurier die unverdaubaren Teile seiner Nahrung herausgewürgt hat. Es ist eher
unwahrscheinlich, dass die Nahrung bereits den Darm passiert hatten, da diese
die empfindlichen inneren Organe des Reptils verletzt hätte", so der Forscher.
Das Phänomen des Auswürgens sei ähnlich wie bei den heute noch lebenden
Pottwalen, die unverdaubare Teile von gefressenen Tintenfischen ausspucken.
"Die Belemniten von Peterborough wiesen eindeutige Spuren von
Säureverätzungen auf. Das legt nahe, dass die Tiere von Fressfeinden
verschlungen wurden", so Doyle. "Die Tatsache, dass die meisten der Belemniten
juvenile Tiere waren, deutet darauf hin, dass sie nicht sehr alt gefressen
wurden", meint der Wissenschaftler.
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/england/newsid_1814000/1814559.stm

Plastikmagnet ist durch Licht beeinflussbar
Kostengünstige Anwendungsmöglichkeit in Computerspeichern
Wissenschaftler der Ohio State University
http://www.osu.edu und der
University of Utah
http://www.utah.edu haben nach eigenen Angaben den ersten durch Licht
beeinflussbaren Plastikmagneten entwickelt. Bei der Bestrahlung mit blauem Licht
steigern sich seine magnetischen Eigenschaften um das Eineinhalbfache. Das
Material könnte für den Bau kostengünstiger, flexibler Computerspeicher
eingesetzt werden. Die Ergebnisse wurden in den "Physical Review Letters" (Volume
88, Issue 5, 4. Feb. 2002)
http://prl.aps.org veröffentlicht.
Der Plastikmagnet besteht aus Tetracyanoethylen (TCNE) kombiniert mit
Mangan-Ionen. Das Material wurde sechs Stunden lang mit blauem Licht
"aufgeladen". Der Magnetismus, der sich um das Eineinhalbfache erhöhte, blieb
auch im Dunkeln erhalten. Bei Bestrahlung mit grünem Licht kehrte sich der
Effekt zum Teil um und der Magnetismus des Polymers reduzierte sich auf rund 60
Prozent des normalen Niveaus. Der Grund dafür ist laut dem Team um Arthur J.
Epstein von der Ohio State University vermutlich die verschiedene Wellenlänge
des blauen und grünen Lichts, die die TCNE-Moleküle veranlasst, ihre Gestalt und
somit ihre magnetische Wirkung zu ändern. "Verändert ein Molekül im Magneten die
Gestalt, verändert sich der Magnetismus und zwingt auch seine Nachbar-Moleküle
zu einer Gestaltänderung", erklärte Epstein.
Neu sind Plastikmagnete und Magnete, die auf Licht reagieren, nicht. "Es ist
aber das erste Material, das bei extrem niedrigen Temperaturen beide
Eigenschaften kombiniert werden", so Epstein. Der Magnet funktioniert zurzeit
bis zu einer Temperatur von minus 200 Grad Celsius. Die Forscher sehen daher
eine Einsatzmöglichkeit für Anwendungen, die mit einer Kühlung ausgestattet
sind. Derartige Anwendungen sind laut Epstein jedoch noch Jahre entfernt. Im
nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler den Magneten soweit verbessern, dass
er eines Tages auch bei Raumtemperatur arbeitet. "Und da es nun möglich ist,
einen lichtempfindlichen Magnet aus organischem Material oder Kunststoff zu
entwickeln, werden wir nun die Eigenschaften mit Hilfe der organischen Chemie
weiter verbessern", so Epstein.

Kleinstes Thermometer der Welt entwickelt
Flüssigkeitsgefüllter Nanowinzling benötigt zum Ablesen ein
Elektronenmikroskop
Japanische Forscher des Tsukuba-Institut haben nach eigenen Angaben das
kleinste mit Flüssigkeit gefüllte Thermometer der Welt gebaut. Es besitzt
lediglich die Länge eines hundertstel Millimeters und ist damit zehn Mal dünner
als ein menschliches Haar. Das berichten die Wissenschaftler Yihua Gao und
Yoshio Bando vom Tsukuba-Institut für Materialforschung im Fachmagazin Nature
(Bd. 415, S. 599)
http://www.nature.com .
Das Nanothermometer besteht aus einem mit Gallium gefüllten
Kohlenstoffröhrchen und funktioniert wie ein herkömmliches
Quecksilberthermometer. Bei Temperaturerhöhung steigt der Pegel des flüssigen
Metalls im Röhrchen an. Das Thermometer ist für einen Temperaturbereich von 50
bis 500 Grad Celsius geeignet. Einsatz könnte es bei gezielten Messungen in
winzigen mechanischen und elektronischen Bauteilen finden. Zum Ablesen benötigt
man allerdings ein Elektronenmikroskop.

Laserpinzette hat DNA-Moleküle fest im Griff
Hochpräzise Technik greift, manipuliert und lässt einzelne
Abschnitte wieder los
Wissenschafter der japanischen Tokushima-Universität
http://www.tokushima-u.ac.jp
haben eine hochpräzise Laserpinzette entwickelt, mit der einzelne DNA-Stränge
mit größter Genauigkeit an einer beliebigen Stelle gegriffen, manipuliert und
wieder losgelassen werden können. Darüber hinaus lassen sich einzelne
DNA-Moleküle in Zellen einschleusen, ein Prozess der in der Gentherapie von
zentraler Bedeutung ist, so ein Bericht des PhysicsWeb
http://physicsweb.org/article/news/6/1/17 .
Bestehende Methoden nutzen einen Laser, um damit eine winzige Kugel chemisch
mit dem Ende eines DNA-Strangs zu verbinden. Die Kugel ändert jedoch die
chemische Struktur des Moleküls und lässt sich nicht mehr vom Strang lösen. Ken
Hirano entwickelte eine DNA-Lösung mit kleine freischwimmenden Latex-Kügelchen.
Jedes DNA-Molekül besitzt die Größe von rund 40 Mikrometer. Durch die
Bestrahlung mit einem 600-Milliwatt-Laser auf einen bestimmten Punkt des
gewählten Moleküls entsteht ein elektrisches Dipolmoment in den 200 Nanometer
kleinen Kügelchen.
Das Dipolmoment zieht sie in das Zentrum des Laserstrahls, da dies die größte
Feldstärke besitzt. Dadurch wird es bis zum Ausschalten des Laserstrahls
möglich, das Molekül zu bewegen, zu dehnen oder zu biegen. So kann das
DNA-Molekül wieder von den Kügelchen gelöst werden. Mit der neuen Technik
könnten Biologen - abseits vom Einsatz in der Gentherapie - die physikalischen
Eigenschaften verschiedener Molekülbereiche untersuchen. Hirano ist
zuversichtlich, dass die Laserpinzette in einer Reihe von chemischen und
physikalischen Anwendungen Einsatz finden wird. Die Technik soll auch in einer
Vakuum- und Gasumgebung funktionieren.

Das Gehirn arbeitet bei Wahrheit und Lüge
unterschiedlich
Scans identifizieren entscheidende Gehirnregionen
Forscher der University of Pennsylvania School of Medicine
http://health.upenn.edu/upmc
haben herausgefunden, dass das Lügen und das Sagen der Wahrheit verschiedene
Aktivitäten im Gehirn erfordert. Durch die Identifizierung jener
Gehirnaktivität, die mit Täuschung und Verleugnung in Zusammenhang steht, sollen
diese Ergebnisse Fortschritte in der Entwicklung von Lügentests ermöglichen.
Zusätzlich erwartet sich das Team um Daniel Langleben durch das Wissen um die
genauen Vorgänge im Hirn Erkenntnisse für die Psychotherapie. Die Ergebnisse der
Studie werden am Dienstag, den 13. November, auf dem Annual Meeting der Society
for Neuroscience http://www.sfn.org
in San Diego präsentiert.
Für die Studie beobachtete das Team mittels funktioneller
Kernspinresonanztomografie (fMRI) die Gehirnaktivität von 18 Freiwilligen, die
einen Guilty Knowledge Test absolvierten. Bei diesem Test werden Fragen zu
Sachverhalten gestellt, die nur der Schuldige richtig beantworten kann. Den
Teilnehmern wurde ein Umschlag mit einer bestimmten Spielkarte gegeben, den sie
ohne die Karte zu verraten in die Tasche stecken mussten. Anschließend wurden
sie innerhalb eines MRI-Scanners von einem Computer befragt, der ihnen eine
Reihe von Karten zeigte und sich nach dem Vorhandensein der jeweiligen Karte
erkundigte. Kam die richtige Karte, war ihr Besitz zu leugnen.
"Regionen im Gehirn, die eine entscheidende Rolle bei der Aufmerksamkeit
spielen und wie Fehler beobachtet und kontrolliert werden, waren im Durchschnitt
bei Lügen aktiver als bei der Wahrheit. Geht man davon aus, dass die Wahrheit
die normale Reaktion auf eine Frage ist, dann erfordert die Lüge eine verstärkte
Gehirnaktivität in den Bereichen, die für Sperrung und Kontrolle verantwortlich
sind." Laut Langleben weisen diese Ergebnisse darauf hin, dass fMRI-Tests
Vorteile gegenüber den derzeit gängigen Verfahren wie dem Polygraphen bringen
könnten. Details: Eurekalert
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2001-11/uopm-tbo110901.php

Deutsche Forscher konzipieren intelligente
Wissenschafts-Suchmaschine
Intelligente Suchtechnologie ab 2003 im Netz
Der Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes (DFN)
http://www.dfn.de fördert mit
Mitteln des Bundesministeriums die Entwicklung einer intelligenten und
skalierbaren Wissenschafts-Suchmaschine als Open-Source-Software. "Spätestens im
Frühjahr 2003 soll die innovative Such-Software für die Mitglieder des
DFN-Vereins sowie für andere akademische Einrichtungen frei verfügbar sein", so
Eike Jessen, Vorstandsvorsitzender des DFN. Die Kosten des Forschungsprojekts
werden mit rund 613.000 Euro beziffert.
"Damit erhalten gerade jene Wissenschaftler, die in hochspezialisierten und
wenig breitenwirksamen Disziplinen zu Hause sind, eine innovative Suchsoftware
zur Verwendung in eigenen Informationsportalen", so Jessen. Die derzeit
verfügbare, nichtkommerzielle Software für die Suche in Webportalen ist für
komplexe fachspezifische Informationsportale aufgrund von Leistungsschwächen in
der Implementierung und eines unzureichenden Rankings der Suchergebnisse nicht
einsetzbar, meint die Wissenschaftlerin. Das neue Projekt werde bereits in der
Entwicklungsphase von existierenden wissenschaftlichen Informationsportalen
unterstützt. Getestet wird die Dortmunder Software zunächst von den
Informationsportalen
http://www.chemie.de und
http://www.bildungsserver.de .
Das auf zwei Jahre angesetzte Forschungsvorhaben wird vom Leiter des
Fachbereiches Rechnersysteme und Leistungsbewertung an der Universität Dortmund,
Christoph Lindemann, geleitet. Während der Projektlaufzeit werden zwei Workshops
veranstaltet, in denen der Öffentlichkeit Zwischenergebnisse vorgestellt und
weitere akademische Einrichtungen als Pilotnutzer gewonnen werden sollen.
Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit orientiert sich die im Projekt entwickelte
Suchtechnologie an den Übertragungsleistungen des vom DFN betriebenen
Gigabit-Wissenschaftsnetzes, dem Internet 2 in Deutschland. Damit wird die
mittlerweile in Europa, Nordamerika und Asia-Pacific den Wissenschaften zur
Verfügung stehende Gigabit-Infrastruktur des internationalen
Forschungsnetzverbundes für die wissenschaftliche Suche im Internet voll
ausnutzt werden. Nach einer Studie von AT&T wird sich die im Internet verfügbare
Datenmenge jährlich mindestens um den Faktor zwei vergrößern. Um die besonders
im Wissenschaftsbereich stark wachsenden Datenmengen auch in Zukunft bewältigen
zu können, ist die Suchtechnologie hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit frei
skalierbar.
Weitere Informationen
http://www.dfn.de/projekte/infodienste/projekte-neu/home.html und
http://www4.cs.uni-dortmund.de/~Lindemann/projects/SearchEngine.html

Nobelpreise werden 100
Vergabe der Wissenschaftspreise nächste Woche
Die angesehensten Auszeichnungen für wissenschaftliche Leistungen, die
Nobelpreise, http://www.nobel.se
werden in der kommenden Woche vergeben. Die Verleihung selbst findet dann am 10.
Dezember in Stockholm statt. In diesem Jahr wiederholt sich die Preisverleihung
zum 100. Male. Parallel zum den Stockholmer Preisen wird auch der
Friedensnobelpreis in Oslo zum 30. Male vergeben
http://www.nobel.no .
Seit 1994 werden die aktuellen Nobelpreisträger im Internet angekündigt. Auch
in diesem Jahr wird das geschehen: der erste Preisträger für Medizin wird am 8.
Oktober um 11:30 Uhr MEZ bekanntgegeben. Darauffolgend am 9. Oktober um 11:45
Uhr der Preis für Physik, am 10. Oktober um 11:45 Uhr der Preis für Chemie, am
Nachmittag um 15:15 Uhr der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften und am 12.
Oktober um 11:00 Uhr der Friedensnobelpreis.
Anlässlich des 100. Geburtstages des Nobelpreises wurde auch der Webauftritt
überarbeitet. Ein virtuelles Museum wurde unter
http://www.nobelprize.org
eingerichtet. Vom 23 bis 27. Oktober wird in Kalifornien der 100. Geburtstag der
Nobelpreise mit einer Reihe von universitären Feiern der wichtigsten
kalifornischen Hochschulen und Universitäten wie der Stanford University, der
UCLA und der University of California Berkeley begangen. Dabei werden die
Preisträger geehrt, die in Kalifornien leben.

Forscher entdecken bislang unbekanntes
Katalysezentrum
Enzym oxidiert Kohlenmonoxid
Ein bislang unbekanntes Metallzentrum aus Nickel, Eisen und Schwefel haben
Bayreuther Mikrobiologen
http://www.uni-bayreuth.de bei der Untersuchung von Kristallstrukturen des
Metalloenzyms Kohlenmonoxid-Dehydrogenase entdeckt. Das Enzym hatten sie aus
Bakterien isoliert, die unter Luftabschluss leben.
An dem Katalysezentrum wird Kohlenmonoxid mit Wasser zu Kohlendioxid
umgewandelt. In vielen anderen Proteinen sind solche Metallzentren aus vier
Eisenatomen und vier Schwefelatomen aufgebaut und für den Elektronentransport
verantwortlich. In Kohlenmonoxid-Dehydrogenase wird durch das Vorhandensein von
Nickel und einem weiteren Schwefelatom ein Zentrum mit neuer Struktur und der
Fähigkeit zur Oxidation von Kohlenmonoxid gebildet.
Dem Enzym kommt große Bedeutung im globalen Kohlenstoffkreislauf zu. Etwa
zehn Prozent der von den Pflanzen produzierten Biomasse wird unter Beteiligung
von Kohlenmonoxid-Dehydrogenase wieder in Kohlendioxid und Methangase
umgewandelt.

Deutsche Internet-Forschung wird ausgebaut
Trierer Institut für Telematik will Mitarbeiterzahl
verdreifachen
Das Trierer Institut für Telematik, Deutschlands einzige
Spitzenforschungseinrichtung für das Internet, wird ausgebaut. Nachdem das
rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium seine Zuschüsse in den kommenden
fünf Jahren schrittweise von 0,9 auf vier Mio. Mark erhöhe, sei der Weg für die
Vergrößerung des Institutes frei, sagte der Institutsleiter Christoph Meinel am
Dienstag.
In den kommenden Wochen werde er einen Stufenplan vorlegen, der die
wissenschaftliche und organisatorische Entwicklung der kommenden fünf Jahre
festlegt, kündigte Meinel an. Bisher sind in der Trierer Einrichtung rund 50
Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl soll laut Meinel mehr als verdreifacht werden.
Die am Institut bearbeiteten Forschungs- und Entwicklungsaufträge sind im
Schnittbereich von Telekommunikation und Informatik, dem Forschungsfeld der
Telematik, angesiedelt. Die mit der Fraunhofer Gesellschaft
http://www.fhg.de verbundene
Einrichtung entwickelt anwenderfreundliche und praxistaugliche Lösungen zum
Thema Sicherheit im Internet. Schwerpunkte sollen künftig die Rubriken Banken
und Telemedizin sein.

Wissenschafts-Sendungen liegen im Trend
Sendungen über Biologie und Medizin sind am beliebtesten
Die Mehrheit der Deutschen TV-Zuschauer will mehr
Wissenschafts-Dokumentationen im Fernsehen sehen. Das geht aus einer Umfrage
der Programmzeitschrift "TV Movie" hervor, die am Donnerstag vorab
veröffentlicht wurde.
Danach sind 64 Prozent der Zuschauer der Ansicht, es sollte mehr
wissenschaftliche Sendungen geben. 31 Prozent sind mit dem Status Quo
zufrieden, und nur drei Prozent plädieren für weniger
Wissenschafts-Dokumentationen im Fernsehen.
Platz Eins beim Zuschauer-Interesse nehmen Sendungen über Biologie und
Medizin mit 59 Prozent ein. Dokumentationen über Naturphänomene
interessieren 53 Prozent der Zuschauer am meisten, während 51 Prozent
Tier-Sendungen bevorzugen. Berichte über die Erdgeschichte stoßen bei 46
Prozent auf größtes Interesse und 35 Prozent interessieren sich insbesondere
für Raumfahrt-Themen.

Plexiglasbauteile für Miniroboter
Jenaer Wissenschaftler stellen neues Verfahren vor
Auf dem Sensor 2001 Kongress in Nürnberg
http://www.sensorfairs.de/sensor/index.html haben Physiker der
Friedrich-Schiller-Universität Jena ein neues Verfahren zur Herstellung
kleinster Bauteile vorgestellt. Wie der Experimentalphysiker Wolfgang Witthuhn
gegenüber pressetext.deutschland sagte, ist es gelungen mit Hilfe von
Ionenstrahlen Bauteile aus Plexiglas im Größenbereich zwischen Mikro- und
Nanometern zu schneiden. Die Eindringtiefe der Ionen in das Plexiglas könne bei
dem neuentwickelten Verfahren sehr genau gesteuert werden. Auch die Rauheit der
so erzeugten Oberflächen sei wesentlich geringer als bei herkömmlichen Verfahren
http://idw.tu-clausthal.de/public/zeige_pm.html?pmid=33877 .
Die entstehenden Plexiglasbauteile, die höchstens so groß wie ein
Stecknadelkopf sind, seien vor allem für mikrooptische Systeme interessant. Die
Systeme kommen derzeit vor allem auf dem medizinischen Sektor zum Einsatz. Wie
Witthuhn erläuterte, könnten die Plexiglaselemente diagnostische
Endoskopieverfahren ersetzen. Außerdem sei es möglich, dass
Plexiglas-Miniroboter Medikamente innerhalb des Körpers transportieren und
deponieren.
Zur Frage der Markttauglichkeit des Verfahrens sagte Witthuhn, dass einige
Unternehmen in Nürnberg bereits Interesse signalisiert hätten. "Da Ingenieure
aber naturgemäß sehr konservativ sind, kann bis zur Markteinführung des
Verfahrens noch etwas Zeit vergehen." Die Sensor 2001 in Nürnberg hat am
Dienstag begonnen und dauert bis Freitag.

|