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Superpower-Windkraftwerke vor Markteinführung
Bis 130 Meter Rotordurchmesser und mehr als vier Megawatt Leistung

Eine neue Generation von Windenergie-Anlagen steht knapp vor der Markteinführung. Die neuen Windräder haben mehr als vier Megawatt Nennleistung und Rotoren, die einen Durchmesser zwischen 110 und 130 Meter haben. Die Windkraftwerke erzeugen eine Strommenge, die zur Versorgung einer Kleinstadt mit 15.000 Einwohnern ausreichen würde, berichtet das Fachinformationszentrum Karlsruhe http://www.fiz-karlsruhe.de .

Die neuen Multimegawatt-Anlagen können an einem Tag so viel Strom erzeugen wie eine Windenergie-Anlage im Jahr 1990 in einem ganzen Jahr. Deutlich wird dabei das enorme Tempo der technischen Entwicklung in dieser jungen Industriebranche. Den Herstellern der neuen Generation der Windräder war von Anfang an klar, dass für solche Großanlagen technisches Neuland betreten werden müsse. Die neuen Rotoren müssen wegen ihrer Länge eine höhere Steifigkeit aufweisen. Die Größe der neuen Anlagen führte zu einer überproportionalen Gewichtzunahme. Turmbauwerke, Statik, Logistik und Transportwege mussten neu durchdacht werden, berichtet der Informationsdienst Bine http://www.bine.info .

Das bevorzugte Einsatzgebiet der neuen Hochleistungswindräder liegt eindeutig im Offshore-Bereich. Ab 2005/06 soll 40 bis100 Kilometer vor der deutschen Küste mit der Errichtung der ersten Windenergie-Anlagen begonnen werden. Aber auch an Land bieten die Hightech-Windräder durchaus viel versprechende Perspektiven, da sie eine bessere Ausnutzung der knapp werdenden Aufstellungsflächen ermöglichen. Egal, ob an Land oder auf dem Meer, die technische Zuverlässigkeit, die notwendigen Serviceintervalle sowie Statik und Logistik sind entscheidende Faktoren. Die deutsche Bundesregierung verfolgt für den Zeitraum bis 2030 ehrgeizige Ausbaupläne: Windenergie soll dann bis zu 25 Prozent zur deutschen Stromversorgung beitragen und rund 60 Prozent des Windstroms sollen Offshore produziert werden.


 

Windenergie in neuer Dimension

Multimegawatt-Anlagen vor der Markteinführung

Eine neue Generation von Windenergie-Anlagen steht vor der
Markteinführung - die Multimegawatt-Anlagen. Ihre Kennzeichen: Mehr
als 4 Megawatt Nennleistung, 110 - 130 Meter Rotordurchmesser und sie
erzeugen eine Strommenge, die zur Versorgung einer Kleinstadt mit
15.000 Einwohnern ausreichen würde. Das neue BINE-Projekt-Info "
Multimegawatt-Anlagen" stellt die neuen Großanlagen vor. Die Broschüre
ist kostenfrei bei BINE Informationsdienst erhältlich - telefonisch
unter 0228/9 23 79-0 oder im Internet unter www.bine.info.

Die neuen Multimegawatt-Anlagen werden an einem Tag so viel Strom
erzeugen wie eine Windenergie-Anlage im Jahr 1990 in einem ganzen
Jahr. Hieran wird das enorme Tempo der technischen Entwicklung in
dieser jungen Industriebranche deutlich. Schon zu Beginn der
Entwicklung der Multimegawatt-Anlagen war klar, dass für die neuen
Großanlagen technisches Neuland betreten werden musste. Die neuen
Rotoren mussten wegen ihrer Länge eine höhere Steifigkeit aufweisen.
Die Größe der neuen Anlagen führte zu einer überproportionalen
Gewichtzunahme. Turmbauwerke, Statik, Logistik und Transportwege
mussten neu durchdacht werden.

Die neuen Großanlagen bieten auch an Land vielversprechende
Perspektiven. Sie ermöglichen eine bessere Ausnutzung der knapp
werdenden Aufstellungsflächen und geben dem Repowering neue Impulse.
Das bevorzugte Einsatzgebiet der neuen Anlagen liegt offshore. Ab
2005/06 soll 40 - 100 km vor der deutschen Küste mit der Errichtung
der ersten seegestützten Windenergie-Anlagen begonnen werden. Mitten
im Meer sind Zuverlässigkeit der Anlagen, die notwendigen
Serviceintervalle sowie Statik und Logistik entscheidende Faktoren.
Die Bundesregierung verfolgt für den Zeitraum bis 2030 ehrgeizige
Ausbaupläne. Windenergie soll dann bis zu 25% zur deutschen
Stromversorgung beitragen und rund 60% des Windstroms sollen offshore
produziert werden.


 


 

Österreichs größter Windstromproduzent auf Expansionskurs
Neuer Windpark in Sachsen-Anhalt steigert Umsatz um 66 Prozent

Der österreichische Windstromproduzent WEB Windenergie AG http://www.windkraft.at ist weiter auf Expansionskurs. Das Unternehmen hat heute, Freitag, bekanntgegeben, dass in Wörbzig, Sachsen-Anhalt, ein neuer Windpark entsteht. Die neun Windkraftanlagen gehen noch im Februar in Betrieb und sorgen für eine kräftige Umsatzsteigerung des österreichischen Anbieters.

Insgesamt werden die neun Windräder, die 67 Meter hoch sind und aus Dänemark stammen, eine Nennleistung von 21,45 Megawatt produzieren. "Mit einem Radius von 33 Metern werden die schneeweißen Rotorblätter durch die Luft säbeln und Umdrehung für Umdrehung auf einer Erntefläche von 3.421 Quadratmetern Wind ernten und Ökostrom in die öffentlichen E-Netze speisen", erklärt Andreas Dangl, Vorsitzender des Bauherrn, der WEB Windenergie AG. "Läuft der Park erwartungsgemäß, sollen in einer zweiten Bauphase heuer noch vier weitere Dreiflügler des selben Typs folgen."

"Wörbzig ist bereits unser siebentes Projekt in Deutschland. Sind hier alle Anlagen am Netz, steigern wir unsere Windstromproduktion um zwei Drittel", resümmiert Dangl. Die WEB Windenergie produziert mehr Windstrom in der Bundesrepublik als in Österreich. In Summe könnte die WEB dann den Jahresverbrauch von rund 26.000 Haushalten decken. Derzeit betreibt das Unternehmen 37 Windkraftanlagen, davon 23 in Österreich und 14 in Deutschland. In Zukunft sollen sich die ersten Generatoren auch in Tschechien und Spanien für die WEB Windenergie drehen. "Mit einem Tarifmodell, das sich an den Rahmenbedingungen in Deutschland orientiert und somit um ein Drittel mehr pro Kilowattstunde bei Einspeisung ins öffentliche Netz vergütet als in Niederösterreich, setzt die tschechische Regierung ein positives Signal Richtung Europa. Wir werden diese Einladung nicht ausschlagen und messen die Windbedingungen bereits an mehreren Standorten", so Dangl. Weiter geplant und projektiert wird aber auch in Österreich. Die WEB hält auch eine 20 prozentige Beteiligung an Europas höchstgelegenem Windpark im steirischen Oberzeiring.

Im Vorjahr produzierte das Unternehmen Windstrom im Werte von rund zwei Mio. Euro. Der voraussichtliche Umsatz 2002 wird drei Mio. Euro betragen. Der Stromertrag jeder einzelnen Aktie entsprach dem Jahresverbrauch eines österreichischen Durchschnittshaushaltes, das entspricht 3.879 Kilowattstunden."Jeder kann sich an den Winderträgen beteiligen. Die WEB Windenergie ist eine Bürgerbeteiligungsgesellschaft und als nicht börsennotierte Aktiengesellschaft strukturiert", so Dangl.


 

Windkraft fürchtet sich vor großer Flaute
Experten: Marktbereinigung steht unmittelbar bevor

Die Windkraft-Branche steht in Deutschland nach Ansicht des Euro am Sonntag http://www.finanzen.net vor einer großen Krise: Nach Ansicht des Autors Joachim Spiering ist das Vertrauen der Anleger weg und für weiteres Wachstum fehlt das Geld. Nach Meinung der Wirtschaftsfachleute haben die Großen in der Branche, die Windpark Projektierer Umweltkontor, Energiekontor, P&T sowie der Anlagenbauer Nordex ihre Prognosen verfehlt.

Der Vertrauensverlust komme auch in einer Phase, in der vor allem für Windpark-Projektierer neue Schwierigkeiten schon in Sicht sind: In Deutschland wurde fast jeder geeignete Standort bereits zugebaut, Wachstum ist deshalb nur durch Expansion ins Ausland und mit dem Bau von Offshore-Anlagen auf dem Meer zu schaffen. Dazu fehle es aber an Kapital. Teure Offshore-Windparks wie sie zum Beispiel Energiekontor plant, so ein 50 Kilometer vor der Insel Borkum liegendes 378 Windmühlen umfassende Projekt, kosten nach Ansicht der Wirtschaftfachleute mehr als vier Mrd. Euro. Für Investitionen dieser Größenordnung brauchen die Unternehmen Partner. Analysten gehen davon aus, dass unter dem Druck des Konsolidierungsbedarfes nur wenige überleben werden.

Experten wie der Projektvorstand der WEB-Windenergie AG http://www.windkraft.at Andreas Dangl sind der Ansicht, dass eine Marktbereinigung in der Branche unmittelbar bevorsteht. Häufig werde in der Branche der Fehler begangen die drei großen Bereiche in einen Topf zu werfen. "Die Windenergie-Branche besteht aus Anlagenhersteller, Projektierern und Betreibern", so der Experte zu pressetext.austria. "Die Anlagenhersteller sind zu 80 Prozent gut unterwegs, leiden jedoch auch unter der allgemeinen Börsenflaute", erklärt Dangl. Zukunft sieht Dangl aber in der Entwicklung leistungsstarker vier bis fünf Megawatt Windräder für den Offshore-Bereich. "Der Bereich, der tatsächlich krisengeschüttelt ist, sind die alleinigen Projektierer. Diese Branche hat größere Renditen versprochen, die sie aber nicht halten kann", meint der Fachmann. Hier werde es zu einer Marktbereinigung kommen, denn die dritte Branche, die Betreiber der Anlagen, die alle Fonds oder Kommanditgesellschaften sind, erzielen ihre Umsätze und Gewinne aus dem tatsächlichen Betrieb. Und dieses Geschäft floriere in Deutschland, aber vor allem auch in Österreich, denn fast alle Betreiber arbeiten hier profitabel.

Ein Phänomen in Deutschland ist auch, dass die Windparks der Projektierer-Gesellschaften nicht nach den Baukosten, sondern nach der Qualität der Standorte beurteilt werden. Die erstellten "Windgutachten" setzten dadurch oft knappe Spielräume. "Die Renditen, die tatsächlich für die Betreibergesellschaften abfielen, betrugen dann oft nur zwischen zwei und vier Prozent", so Dangl. "Ein Zusammenschluss der überwiegend am Neuen Markt notierten Unternehmen wäre allerdings wenig sinnvoll und bringt nichts", urteilt Nils Machemehl, Analyst bei M. M. Warburg. Viel größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass große Energieversorger sich das eine oder andere Unternehmen einverleiben, meint der Analyst. Übernahmespekulationen gibt es auch bei den Anlagenbauern, zeigt sich Spiering im Euro am Sonntag überzeugt. Dass die Erwartungen der am Neuen Markt notierten Unternehmen nicht erfüllt werden können, liege jedenfalls auf der Hand, denn das reine Projektieren bringe nicht mehr den gewünschten Erfolg. Dieser Meinung ist auch Dangl. Ärgerlich sei dabei, dass bei der Berichterstattung dadurch die Optik der sauberen Energiegewinnung verändert werde, da die Probleme der am Neuen Markt notierten Projektierungsgesellschaften auf die erfolgreich außerbörslich operierenden Betreiber zurückfielen.


 

Windenergie wächst weltweit sturmartig
Produktion 2001global um 31 Prozent gestiegen
 

Im Jahr 2001 ist die Produktion von Windenergie um 31 Prozent auf 23.000 Megawatt angestiegen (Vergleich 2000: 17.800 Megawatt). Eine führende Rolle auf dem Weltmarkt kommt Deutschland zu. Deutschland ist demzufolge für ein Drittel der Generierung von Windenergie (8.000 Megawatt) verantwortlich. Es folgen die USA mit 4.150 Megawatt und Spanien mit 3.300 Megawatt. Dies berichtet die Umweltorganisation Earth Policy-Institut http://www.earth-policy.org .
 

Zwei Drittel der im Vorjahr zusätzlich generierten Kapazitäten wurden auch von den Topp-Drei-Windnationen aufgestellt (Deutschland + 1,890 Megawatt, USA + 1.600 Megawatt, Spanien + 1.065 Megawatt). Gründe für den starken Zuwachs sind laut Umwelt-Experten die zunehmende Sorge über den durch fossile Brennstoffe verursachten Klimawandel sowie die sinkenden Kosten für Windenergie. Somit zahlten sich Investitionen in die Windenergie aus. Als Beispiel nennt das Earth Policy-Institut den weltgrößten Windturbinen-Hersteller Nordex. Das dänische Unternehmen konnte den Umsatz in den ersten neun Monaten 2001 um 19 Prozent steigern. Die Auftragseingänge stiegen um 56 Prozent.
 

Ein Großteil der Industrieländer baute ihre Windenergie-Kapazität weiterhin in raschem Tempo aus. In Ländern wie Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, den Niederlanden, Schottland, Schweden und Großbritannien sind Off-shore-Projekte geplant. 2001 hätte die produzierte Windenergiemenge gereicht, die Haushaltsbedürfnisse von 23 Mio. Menschen zu decken.
 

Das Institut geht davon aus, dass Europa den Berechnungen zufolge den gesamten Energiebedarf mit Windenergie decken könnte. Insgesamt stieg die Kapazität von Windenergie seit 1995 um 487 Prozent. Im selben Zeitraum ist der Kohleverbrauch zur Energieproduktion um neun Prozent zurückgegangen.


 


 

Windtech endet mit Besucherrekord
Windkraftindustrie sucht nach qualifizierten Arbeitskräften
 

Mit einem Besucherrekord hat die weltgrößte Fachmesse der Windkraft-Branche in Husum am Samstag ihre Pforten geschlossen. Wie Messesprecher Klaus Lorenz mitteilte, pilgerten während der fünf Ausstellungstage knapp 25.000 Interessierte über das Messegelände der alle zwei Jahre laufenden Windtech http://www.windtech-live.de . Im Jahre 1999 seien es nur 9.000 Besucher gewesen. Die Auftragsbücher der 260 Aussteller aus 16 Ländern seien mit Abschlüssen im Gesamtumfang von mehreren 100 Mio. Mark gefüllt.
 

Seit Dienstag hatten Spezialhersteller Produkte zur Nutzung von Windkraft vorgestellt. Begleitet wurde die Messe durch einen dreitägigen Fachkongress mit Referenten aus Politik und Wirtschaft. Schwerpunktthemen waren vor allem der Export von Windenergieanlagen - das so genannte Repowering, der Ersatz älterer Anlagen durch neue Turbinen - und Offshore-Projekte zum Einsatz von Windkraftanlagen auf offener See.
 

Ein großes Entwicklungspotenzial sehen die Unternehmen neben einigen europäischen Ländern, die ähnlich wie Deutschland über eine Einspeisevergütung nachdenken, insbesondere in Nord- und Südamerika, in Indien und China, so Klaus Lorenz. Vor allem im Offshore-Bereich bestehe nach Auffassung vieler Windpark-Betreiber und Anlagenhersteller ein hoher Entwicklungsdruck. Experten warnten jedoch davor, hierfür zeitliche Limits zu setzen, unter denen die Qualität der Anlagen und ihre Wirtschaftlichkeit leiden könnten. Sonst bestehe trotz des hohen Entwicklungsstandes die Gefahr, dass die erhofften Innovationsschübe ausbleiben.
 

Nach Angaben von Lorenz beschäftigt die Branche derzeit bereits etwa 30.000 Mitarbeiter. Dies reiche jedoch bei weitem nicht aus. Die Unternehmen sprächen vielmehr von einem akuten Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Vor allem Anlagenhersteller, aber auch Servicefirmen hätten signalisiert, dass sie zu jedem vorhandenen Mitarbeiter bis zu zehn weitere Beschäftigte einstellen würden. Dem stehe allerdings der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften auf dem Arbeitsmarkt entgegen.


 

BKW vergrössert Juvent-Windkraftwerk um 70 Prozent
Technik, Landschaft und Kultur im Einklang
 

Die BKW FMB Energie AG errichtet durch die von ihr geführten JUVENT SA unweit des bestehenden grössten schweizerischen Windkraftwerk im Berner Jura die zwei leistungsstärksten Windturbinen unseres Landes. Die beiden hochmodernen Turbinen, die sich mit ihren Standorten und der bewusst tief gehaltenen Masthöhe optimal in die Juralandschaft einfügen, erhöhen die Jahresproduktion der bisherigen Anlagen mit ihren vier Turbinen um rund 70 Prozent. Die spektakuläre Kranmontage hat der berühmte Schweizer Komponist Jean-François Bovard zum Anlass genommen, sein dem JUVENT-Windkraftwerk gewidmetes Oratorium "Echo d’Eole" der Öffentlichkeit vorzustellen. Die JUVENT-Windturbinen im Berner Jura bringen damit Technik, Landschaft und Kultur auf eindrückliche Weise in Einklang.
 

Die beiden neuen, von der BKW FMB Energie AG finanzierten, 76 Meter hohen Windturbinen erbringen mit je 850 Kilowatt Leistung dank neuartiger Technologie (automatische Rotorblattverstellung kombiniert mit variabler Generatordrehzahl) eine geschätzte Jahresproduktion von 900'000 Kilowattstunden (kWh). Die Gesamtproduktion des JUVENT-Windkraftwerkes erhöht sich von 2,5 Mio. auf 4,3 Mio. kWh mit allen 6 Turbinen (Zunahme 72 Prozent). Das Kraftwerk erbringt damit als mit Abstand bedeutendste Anlage der Schweiz mehr als einen Drittel an die gesamte Landesproduktion der neuen erneuerbaren Energien aus Sonnen- und Windenergie.
 

Die BKW FMB Energie AG hat das Kraftwerk ausgebaut, um die seit 1996 stets angewachsene und weiter steigende Nachfrage nach Windstrom abdecken zu können. Das von der JUVENT SA entwickelte Marketingmodell hat sich bewährt. Es entspricht mit seiner Transparenz und Vollkostendeckung den Anforderungen des offenen Strommarktes, wie Bundespräsident Moritz Leuenberger der JUVENT SA attestiert.
 


 

Antarktis rüstet zum Windturbinenbau
Anlage soll Forschungseinrichtung am Südpol mit Energie versorgen
 

 Australien plant die Errichtung von drei 300-Kilowatt-Windturbinen in der Antarktis. Der bisher größte Komplex dient zu Testzwecken für den Einsatz von alternativer Energie unter den härtesten Umweltbedingungen der Welt. "Noch nie wurden Turbinen in einer derart windigen und kalten Umgebung errichtet", erklärte Peter Magill, leitender Ingenieur der Australian Antartic Division http://www.aad.gov.au . Errichtungsort ist die Mawson Forschungsstation. Die Bauzeit ist für eineinhalb Jahren anberaumt.
 

Das Gebiet zeichnet sich durch äußerst gute Windverhältnisse mit sich talabwärts bewegenden Winden (Fachbegriff: katabatisch) aus. "Diese bewegen sich wie ein Fluss in einer Höhe von rund 3.000 Metern über dem Südpol", erklärte der Projektleiter von PowerCorp, Dave Adams. Das Bauunternehmen wird die Einheiten installieren.
 

Die drei Turbinen werden vom deutschen Windanlagen-Hersteller Enercon http://www.enercon.de gebaut und den antarktischen Verhältnissen angepasst. Diese beinhalten spezielle Metalle für tiefe Temperaturen sowie Materialien, die der Abschottung von empfindlichen Teilen dienen, um die Turbinen vor dem feinen, durch den Wind getriebenen Schnee der Antarktis zu schützen.
 

Die Windenergieanlage besitzt eine Gesamtkapazität von 900 Kilowatt. "Bei idealen Verhältnissen deckt dies den 700 Kilowatt Energiebedarf der Mawson Station", erklärte Magill. Die Errichtung der Turbinen ist für die Monate Januar und Februar 2003 geplant, der Bau des Fundaments soll noch dieses Jahr stattfinden.
 

Die Windmühlen sind allerdings nicht die ersten auf dem Kontinent. 1985 wurde eine Drei-Kilowatt-Windturbine errichtet, die eine Kommunikationseinrichtung einer US-Forschungsbasis mit Strom versorgt. "Deutschland betreibt bereits zwei kleine Windturbinen mit je 20 bzw. zehn Kilowatt", so Magill. Die drei 900-Kilowatt-Windturbinen rückten alternative Energiequellen in der Antarktis in eine gänzlich neue Dimension.


 

Rosige Zeiten für Windenergie prognostiziert
Wachstum hängt von politischen Rahmenbedingungen ab
 

Die Windenergiebranche wird in den nächsten zehn Jahren stark an Bedeutung gewinnen. Diese Auffassung teilten Delegierte am Rande der kürzlich zu Ende gegangenen Windenergiekonferenz und –ausstellung in Kopenhagen http://www.ewea.org/src/2001ewec.htm . "Die Wachstumsraten gehen zwar zurück, aber mit den richtigen Rahmenbedingungen wird es vermutlich in den nächsten fünf Jahren auf neuen Märkten zu einem starken Wachstum kommen", erklärte Birger Madsen, Chef des dänischen Windenergie-Beratungsunternehmens BTM http://www.btm.dk . Er verweist dabei auf den französischen und italienischen Markt als mögliche Wachstumsmotoren.
 

BTM schätzt, dass in der nächsten Dekade die Zahl der jährlich installierten Windturbinen um 19 Prozent ansteigen wird. Das Jahr 2001 zeigte diesbezüglich ein außergewöhnliches Wachstum von 40 Prozent. Dies ist laut BTM auf den Boom des US-Windenergiemarkts zurückzuführen, der durch Vergabe günstiger Kredite für die Produktion von Windenergie ausgelöst wurde. Ende 2001 laufen diese allerdings aus. "Die europäischen Wachstumsraten werden zwischen 2006 und 2010 zwar abflachen, dafür werden neue zukunftsträchtige Märkte in Südamerika, Asien und Osteuropa entstehen", so Madsen weiter. Derzeit führen Deutschland, Spanien und Dänemark weltweit den Windenergiemarkt an. Allein im letzten Jahr installierten die drei Länder gemeinsam 60 Prozent aller global montierten Windturbinen. Nordamerika hielt demgegenüber bei 15 Prozent.
 

Die Europäische Windenergie-Vereinigung (EWEA) http://www.ewea.org schätzt, dass sich die installierte Windkraft in Europa bis zum Jahr 2010 auf rund 60 Gigawatt verfünffachen wird. Davon entfallen fünf Gigawatt auf den Offshore-Bereich. Dies bewirke im Vergleich zu 1990 eine Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen um 3,2 Prozent im Jahr 2010. Als Stromlieferant beträgt der derzeitige Anteil der Windenergie weltweit rund 0,25 Prozent. Experten rechnen aber bis 2010 durch die steigende Zahl der Windfarmen mit einem Anteil von 1,8 Prozent. Andrew Garrad, Chef des Windenergie-Beratungsunternehmen Garrad Hassan and Partners Ltd. http://www.garradhassan.com geht davon aus, dass in Europa die Windenergie Gas und in China sowie Indien Kohlekraftwerke ersetzen wird.
 

Weiters betonen Analysten, dass das zukünftige Wachstum der Windenergie von einer kontinuierlichen politischen Unterstützung abhängt. "Die heutige Dimension der Windenergie ist vor allem auf das politische Wohlwollen und staatliche Zuschüsse zurückzuführen. In drei bis fünf Jahren ist Wind mit herkömmliche Energieformen wettbewerbsfähig", so Torben Bjerre-Madsen, CEO des Lieferanten für Windanlagen, NEG Micon http://www.neg-micon.dk .
 


 

Hülle steigert Effizienz von Windturbinen
Auch schwacher und böiger Wind kann genutzt werden
 

Bernard Frankovic und Ivan Vrsalovic von der kroatischen Universität Rijeka http://www.uniri.hr/eng/ ist es gelungen, die Effizienz von Windkraftanlagen zu steigern. Sie versahen die Rotoren mit einer Hülle, die im Querschnitt einer Tragfläche ähnelt, berichtet das Magazin Renewable Energy http://www.elsevier.com/locate/renene . Durch die Verkleidung erzeugt die Windturbine dreieinhalb Mal so viel Elektrizität wie konventionelle Anlagen. Auch bei Schwachwind und bei böigem Wetter lassen sich die Turbinen lohnend einsetzen. Bisher sorgen starke Schwankungen der Windgeschwindigkeit für Überlastung der Anlagen und verhindern eine wirtschaftliche Nutzung.
 

Die Turbinenverkleidung von Frankovic und Vrsalovic beschleunigt den Wind in Richtung Rotorblätter. Bei Ausrichtung direkt in Windrichtung erzeugt die Form im Inneren einen Unterdruck und zieht mehr Luft über die Blätter. Dies steigert die Stromausbeute und erlaubt es, selbst dort Strom zu erzeugen, wo der Wind langsamer als fünf Meter pro Sekunde bläst. Für herkömmliche Windparks ist dies der Minimalwert, die untere Schwelle für die verkleidete Turbine liegt bei zwei Metern pro Sekunde, so Frankovic. Sein Team testete einen 1-Kilowatt-Prototyp auf der kroatischen Insel Lastovo, wo der Wind schwach und böig bläst. Um 60 Prozent länger als konventionelle Turbinen ließ sich die Anlage zur Stromerzeugung nutzen.
 

Erste Experimente mit einer solchen Verkleidung stammen bereits aus den 70er-Jahren, doch schlief die Forschung wieder ein: Die damaligen Materialien und Prototypen wurden mit unbeständigem Wind nicht fertig, und das politische Klima war noch ungünstig. Im neuen Prototyp aus Kroatien sorgen hydraulisch gesteuerte Lüftungsschlitze, mit einem Windmessgerät verbunden, für eine gezielte Reduktion des Winddruck bei zu hohen Windgeschwindigkeiten. Bei wechselhaftem Wind helfen sie, die Stromerzeugung stabil zu halten. Die Konstruktionskosten liegen dabei noch recht hoch, so Frankovic. Die 1-Kilowatt-Turbine koste rund 2.600 Dollar, etwa 75 Prozent mehr als herkömmliche Anlagen. Allerdings könne ein Windpark durch die höhere Effizienz bis zu fünf Mal mehr Profit erwirtschaften.
 


 

Tote Insekten halbieren Leistung von Windkrafträdern
Niederländische Forscher gehen bisher ungeklärtem Leistungsverlust auf den Grund

Forscher vom Energie Zentrum der Niederlande http://www.ecn.nl/unit_de/wind/main.html und vom dänischen Windrad-Hersteller NEG Micon A/S http://www.neg-micon.de/ haben entdeckt, dass eine Kruste aus toten Insekten auf den Rotorblättern für einen Leistungsverlust von bis zu 50 Prozent verantwortlich ist. Windfarmer in Kalifornien beobachteten bei stärkeren Winden, dass die Leistung ihrer Windräder gelegentlich auf 75 bis 50 Prozent des erwarteten Werts absackten und konnten trotz aufwändiger Strömungsmessungen die Ursache für diesen Effekt lange nicht ausmachen.

"Bei gleichen Windstärken erreichten die Windräder verschiedene Leistungs-Niveaus", beschrieben Gastave P. Corten und Herman F. Veldkamp das Problem in der Fachzeitschrift "Nature" http://www.nature.com. Um das Strömungsverhalten auf den Rotorblättern genauer zu untersuchen, setzten die Wissenschaftler kleine Reflektoren auf die Blätter, die bei einem Abriss der Strömung einfallendes Licht reflektieren konnten. Mit einer 25 Hertz digitalen Videokamera konnten sie damit bei Nachtmessungen exakt das Strömungsverhalten in Abhängigkeit von der Qualität der Rotor-Oberfläche untersuchen. Statt Insekten klebten sie einen rauen Kunststofffilm von gut einem Millimeter Dicke auf die vorderen Kanten der Blätter. Bei geringen Windgeschwindigkeiten unter elf Metern pro Sekunde konnten sie keinen Leistungsunterschied zu sauberen und glatten Rotorblättern feststellen. Erst bei Winden zwischen elf und 25 Metern pro Sekunde fiel die Leistung bei den präparierten Windrädern deutlich ab. Bei diesen höheren Geschwindigkeiten riss die Strömung regelmäßig an den Kanten der Rotorblättern ab, was direkt zu einem Abbremsen des Windrades und zu weniger Leistung führte.

Dieser Effekt blieb so lange unentdeckt, da er trotz einer Verschmutzung durch Insekten bei ruhigen Winden nicht auftrat. Erst bei starken Winden stellte sich der Leistungsverlust ein. Insekten werden allerdings ebenfalls nur bei langsamen Windgeschwindigkeiten von den Rotorblättern aufgefangen. Denn sie fliegen bevorzugt nur bei schwachen Winden und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Wird der Wind stärker, suchen sie Schutz und erreichen die Rotorblätter nicht mehr. Wegen dieses zeitlichen Unterschieds zwischen Ursache und Wirkung bleib der Leistungsabfall ungeklärt.

"Wir untersuchten die Leistung von vier Windrädern über einen längeren Zeitraum und erkannten, dass sich nur nach jeder Schwachwindphase ein Leistungsabfall bei stärkeren Winden einstellte"¸ beschreiben Corten und Veldkamp ihre Ergebnisse. Auch dünnen Eis- oder Dreckschichten wirken genauso wie tote Insekten. Durch regelmäßiges Säubern der Rotorblätter nach jeder Schwachwindphase lässt sich allerdings das Strömungsverhalten wieder optimieren und die ursprüngliche Nennleistung leicht erreichen.


 


Europa diskutiert über Windenergie
Konferenz tagt zwischen 2. und 6. Juli in Kopenhagen

Windenergie, als die am schnellsten wachsende Energiequelle, steht im Zentrum einer heute, Montag, eröffneten europäischen Konferenz EWEC 2001 http://www.ewea.org/src/2001ewec.htm . Abseits von rund 1.000 Delegierten werden mehr als 85 Aussteller aus 40 Ländern erwartet. Neben Vorträgen, Posterpräsentationen und Workshops geben Windenergie-Experten Einblick in die Entwicklung des Windenergie-Markts der -Politik und dem technologischen Fortschritt. Die Konferenz wird von der Europäischen Kommission, der dänischen Energieagentur, der Europäischen Windenergie-Vereinigung (EWEA) und der dänischen Vereinigung der Windturbinen-Produzenten unterstützt. Initiatoren sind die EWEA und das deutsche Unternehmen für erneuerbare Energien WIP http://www.wip-munich.de .

Der Konferenz-Gastgeber Dänemark gilt als Pionier in der Verwendung von Windenergie als Alternative zu fossilen Brennstoffen. Es produziert derzeit rund zehn Prozent seines Energiebedarfs aus Windenergie und besitzt die weltweit größten Offshore-Windanlagen. "In typischen Winternächten im Westen Dänemarks ist es bereits möglich, 50 Prozent des Energieverbrauchs aus Wind zu generieren", erklärte der Vorsitzende der dänischen Vereinigung der Windturbinen-Produzenten, Soren Krohn. Vor 20 oder 30 Jahren hätte das keiner für möglich gehalten. Trotzdem müssten noch im Wesentlichen ungeklärte Fragen rund um die Windenergie geklärt werden. So sei ihr Einsatz nur mit hohen Subventionen realisierbar, um anschließend das selbe Elektrizitätsquantum produzieren zu können wie konventionelle Kraftwerke. Dafür müssten aber wiederum hunderte Turbinen eingesetzt werden, so ein Bericht der BBC http://news.bbc.co.uk .

Im Jahr 2000 konnte Europa 92 Prozent des globalen Windenergie-Wachstums für sich verbuchen. Rund die Hälfte der weltweit 3.800 Megawatt (MW) installierten Windenergie-Kapazitäten entfällt mit 1.669 MW auf Deutschland, wo in wenigen Wochen der Umweltgipfel stattfindet. In Bonn werden europäische Experten über Möglichkeiten, die Treibhausgase zu reduzieren, diskutieren. Als Hauptverursacher dieser Gase gilt CO2, das von konventionellen Kohle-, Öl- und Gaskraftwerken produziert wird. Im Gegensatz dazu leistet die Windenergie laut EWEA http://www.ewea.org einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase und stimuliert zudem den lokalen Arbeitsmarkt.



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:45
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