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US-Hexenjagd auf
unanständige Werbung
Kongress entscheidet über massive Anhebung der
Geldstrafen
Der US-Kongress beschließt heute, Mittwoch, die
Anhebung der Geldstrafen für unanständige Werbung von 32.500 Dollar
auf bis zu 500.000 Dollar je Vorfall, beschließen. Der Media
Guardian schreibt von einer Partei übergreifenden Einigkeit im
US-Kongress über die Verschärfung der Strafen für Sender, die gegen
die Werbevorschriften verstoßen. US-Verbraucherschutzorganisationen
und christlichen Aktivisten, die schon lange massiv gegen
Obszönitäten in der Werbung kämpfen, hat die Nipplegate-Affäre neuen
Aufwind gegeben, der nun bis in den US-Kongress geweht ist.
Wird der Antrag vom Kongress genehmigt, sind Strafen in
Millionenhöhe zu erwarten. Das würde einen Quantensprung bedeuten,
denn die Federal Communications Commission (FCC) hat, alle Fälle der
vergangenen vier Jahre zusammengerechnet, gerade einmal 48.000
Dollar an Strafgeld verhängt. Allein durch die Nipplegate-Affäre und
angespornt durch religiöse Aktivisten und Organisationen wie dem
Parents Television Council hat die FCC jedoch Strafen in der Höhe
von insgesamt acht Mio. Euro verhängt. Der Skandal-Radiomoderator
Howard Stern bezeichnete die Kampagne als "McCarthy-artige
Hexenjagd" gegen die freie Meinungsäußerung. Der Sender, bei dem er
eine Show hat, wurde zu einer Strafe von 1,75 Mio. Dollar
verdonnert. |

US-Konzerne
diskutieren Junk-Food-Werbung
Initiativen und Statistiken sollen
Glaubwürdigkeit steigern
In der laufenden US-Debatte über Fettsucht unter
Kindern und dem Zusammenhang mit der Junk-Food-Werbung haben die
Nahrungsmittelkonzerne unterschiedliche Ansichten, was wichtig für
ein "gesundes" Marketing für die Kinder ist. In einem Meeting von
Marketing-Verantwortlichen von Nahrungsmittel-Herstellern,
Medienunternehmen und Akademien wurden laut Wall Street Journal
http://www.wsj.com
die Auswirkungen von Nahrungsmittel-Werbung auf das
Konsumptionsverhalten diskutiert. Einer der Teilnehmer, Kraft Foods,
hatte erst kürzlich (pte berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=050114004 ) eine Änderung der
eigenen Junk-Food-Werbelinie für Kinder bekannt gegeben.
McDonald´s, Kraft Foods, General Mills und PepsiCo beteiligen sich
bereits an einer Initiative, die solche Auswirkungen untersuchen
soll. Das Thema hat in den vergangenen Wochen an Brisanz gewonnen,
da kritische Stimmen der Lebensmittelwerbung einen entscheidenden
Einfluss auf Kinder unter zwölf Jahren attestieren.
Die Konzerne versuchen sich natürlich gegen diese Vorwürfe zu
wehren. Ein Sprecher von General Mills bezeichnete die Verbindung
zwischen Kinder-Werbung und Fettsucht als unwahrscheinlich. Hierfür
legte er Statistiken vor, wonach die Fettsucht-Raten innerhalb der
USA sehr unterschiedlich seien, obwohl die Werbung im gesamten
Bundesgebiet gleich sei.
McDonald´s präsentierte aktuelle "Höhepunkte" laufender
Werbekampagnen, wo ein "gesundes Verhalten" in den Vordergrund
gestellt wird. In den TV-Spots macht Konzern-Maskotchen Ronald
McDonald mit Kindern Hampelmänner und singt dazu Lieder. Die beste
Möglichkeit, um Kinder aktiv werden zu lassen, ist laut McDonald´s
eben der Spaß-Faktor. Denn elterliche Ratschläge würden das
Essverhalten der Kinder nicht wirklich ändern.
PepsiCo verlautbarte bei dem Treffen, mehr Marketing-Budget in das
"Smart Spot"-Programm zu investieren. Dies Initiative sucht die
gesündesten Produkte aus dem Pepsi-Portfolio aus und versieht diese
mit einem speziellen Logo.
Auch aus Brüssel kamen erst kürzlich scharfe Töne in Richtung
Lebensmittelindustrie. Die EU-Kommission drohte all jenen
Nahrungsmittelherstellern mit Gesetzesmaßnahmen, wenn diese ihre
Junk-Food-Werbung für Kinder nicht einstellen. Gesundheitskommissar
Markos Kyprianou warnte die Industrie hinsichtlich der zunehmenden
Fettleibigkeit unter jungen Menschen. Selbstregulation sei der
schnellste und effektivste Weg, um auf das Problem aufmerksam zu
machen. Die Konzerne haben laut Kyprianou noch ein Jahr, bevor die
EU die notwendigen Schritte einleitet. pte berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=050120052 .
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Fake-Werbung als
zweischneidiges Schwert
Viral Marketing kann auch nach hinten losgehen
Fake-Werbespots sind eine immer öfter im Internet
gesichtete Form des Viral Marketing. Die nicht im Auftrag des darin
beworbenen Markenunternehmens hergestellten Werbespots reichen von
lustig über unternehmenskritisch bis geschmacklos, wie die Website
Boreme.com
http://www.boreme.com zeigt. Für die betroffenen Unternehmen
sind sie ein zweischneidiges Schwert: Einerseits können freche Spots
durchaus das Image der Marke aufpeppen, andererseits können die
Werbebotschaften oder die Art ihrer Präsentation in den Fake-Spots
auch recht kompromitierend für die jeweilige Marke sein. Jüngstes
Beispiel dafür ist eine Fake-Werbung für den VW Polo, der dem
Volkswagen-Konzern nicht unbedingt Freude bereitet.
Viral Marketing ist eine billige Methode über das Internet
Werbebotschaften zu verteilen. Die Möglichkeit relativ billig und
einfach Webvideos in Form eines TV-Spots zu produzieren und zu
verbreiten steht allerdings nicht nur Unternehmen offen, sondern wie
so oft im Internet eben jedem, der über das technische Know-how
verfügt. Dank immer besserer Tools ist es möglich die Werbespots
tatsächlich wie einen professionellen TV-Spots aussehen zu lassen.
Das kann natürlich zu Verwirrung bei den Konsumenten führen, weil
nicht immer klar ist, woher der Fake-Spot kommt.
Die Inhalte der unautorisierten Werbungen unterscheiden sich nach
dem Motiv ihrer Produzenten. Viele dieser Online-Spots sind einfach
nur in einer frechen Art lustig und stammen von enthusiastischen
Fans eines Produktes, so die New York Times (NYT). Sie sind den
betroffenen Unternehmen meist kein Dorn im Auge, sondern eine
mitunter willkommene Zusatzwerbung. Anders sieht es bereits bei
jenen Spots aus, die Werbebotschaften und Slogans der Unternehmen
mit Zynismus und Ironie kritisch aufs Korn nehmen. Sie lassen die
beworbenen Marken mitunter schlecht aussteigen und verzerren die
ursprüngliche Werbebotschaft. Im Fall der Fake-Werbung für den VW
Polo sind die Motive der beiden Produzenten Lee & Dan
http://www.leeanddan.com unklar.
In dem Fake-VW-Spot will sich ein Selbstmordattentäter vor einem
belebten Cafe mit seinem Auto, einem VW Polo, in die Luft sprengen.
Er tut es auch, allerdings bekommt der Polo keinen Kratzer ab,
sondern der Terrorist wird im Inneren des Wagens zerfetzt. Danach
kommt der aktuelle von VW verwendete Slogan "Small but tough". So
politisch unkorrekt will sich VW natürlich nicht geben. Wie die NYT
berichtet, hat der Konzern die beiden Schöpfer des Spots
aufgefordert, sich öffentlich zu entschuldigen und es zu
unterlassen, unautorisierte Werbespots herzustellen. Lee & Dan, ein
Freelancer-Duo aus London, haben den Spot an die Londoner
Werbeagentur DDB Worldwide geschickt, die für VW tätig ist. Bei VW
vermutet man laut NYT, dass der Spot als eine Art kreative
Initiativbewerbung bei der Agentur gedacht war. In diesem Fall wäre
der Fake-Spot nicht nur für VW nach hinten losgegangen.
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US-Lobby für Recht auf
Kinder-Werbung gegründet
Konzerne und Interessensverbände wehren sich in
der Fettsucht-Debatte
Lebensmittelkonzerne und Werbeagenturen haben sich
in den USA zur "Alliance for American Advertising"
zusammengeschlossen. Der Grund für die Schaffung dieser Lobby ist
laut Wall Street Journal
http://www.wsj.com
die anhaltende Kinder-Fettleibigkeits-Debatte und ein hierfür
ins Auge gefasstes Werbeverbot für bestimmte Lebensmittel. Zur neuen
Interessensvereinigung gehören neben den Konzernen General Mills,
Kellogg und Kraft Foods auch die American Association of Advertising
Agencies, die Association of National Advertisers und die Grocery
Manufacturers of America. Die drei Lebensmittelkonzerne sind auch
die "Top-Werber" im Segment der abgepackten Lebensmittel für Kinder
und geben jährlich gemeinsam an die 380 Mio. Dollar dafür aus.
Der Zweck der neuen Allianz ist nach eigenen Angaben die
Verteidigung des Rechts bei Kindern zu werben und sich selbst zu
kontrollieren, wenn es um die Verantwortung in der Werbung geht.
Inhaltlich wehren sich die Werber und Marketingverantwortlichen
gegen den Vorwurf, dass ein Zusammenhang zwischen bestimmter Werbung
und aktuellen Trends in der Fettleibigkeit besteht. Restriktionen
seien rechtlich schwer umzusetzen und ineffektiv bei der Bekämpfung
dieses Problems.
Erst kürzlich hat Kraft im Bereich der Nahrungsmittelwerbung für
Kinder in den USA eine neue Richtung eingeschlagen. Kraft will das
Konzernimage bei Eltern und "Gesundheits-Fanatikern" verbessern, die
sich um die Ernährungsgewohnheiten ihrer Sprösslinge Sorgen machen.
Diese Entscheidung kann einen wesentlichen Einfluss auf die
restliche Lebensmittelindustrie haben, das eigene Marketing zu
ändern. Einige sehen diesen Schritt auch als Eingeständnis
hinsichtlich der geäußerten Vorwürfe. Kraft will künftig keine TV-,
Print- und Radio-Werbung mehr für einige Produktlinien machen, die
sich bis dato direkt an die Zielgruppe der Sechs- bis Elfjährigen
gerichtet haben. Werbeeinschaltungen für Snacks bei anderen
Zielgruppen sollen jedoch bestehen bleiben. pte berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=050114004 .
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Werbemarkt in den
klassischen Medien wächst
Steigerung um 5,8 Prozent
Die Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen
Medien haben 2004 in Deutschland rund 18,2 Mrd. Euro betragen. Im
Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von fast
einer Mrd. Euro bzw. 5,8 Prozent. "Das Wachstum des Gesamtmarktes
kommt durch Werbung zustande, deren Zielsetzung kurzfristig ist, zum
Beispiel Abendverkauf", so Ludger Vornhusen, Geschäftsführer der
Nielsen Media Research
http://www.nielsen-media.de .
Besonders deutlich zeige sich diese Entwicklung innerhalb der
Werbung des Handels. Das Werbevolumen der Lebensmittel-Discounter
ist erneut um 60 Mio. auf 740 Mio. Euro ausgebaut worden. Auch
Technik-Discounter konnten um 75 Mio. auf 430 Mio. Euro zulegen.
Dazu kommen Bau- und Heimwerkermärkte und Drogeriemärkte. Imposant
sei das Werbevolumen der Anbieter von Klingeltönen und sonstigen
Downloads. Sie konnten ihr Werbevolumen um mindestens 150 Mio. Euro
ausbauen.
Deutlich gestiegen seien auch die Werbeinvestitionen der Medien
selbst. Besonders die Werbeaufwendungen für die Printmedien mit
einem Plus von 220 Mio. Euro seien hier auffällig. Rückläufig
dagegen sei die Werbung für TV-Sender (Minus von 30 Mio. Euro).
Vornhusen: "Der Umbruch des Werbemarktes ist nicht abgeschlossen und
wird sich in 2005 fortsetzen. Für 2005 gehen wir daher von einem
Wachstum von ca. fünf Prozent aus."
In den klassischen Medien verbuchte die Fernsehwirtschaft mit 7,7
Mrd. Euro die höchsten Werbeumsätze. Dies entspricht einem Wachstum
von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Werbeeinnahmen der
Tageszeitungen (ohne Rubrikenanzeigen) wuchsen um 10,7 Prozent auf
4,5 Mrd. Euro. Das Medium Radio konnte Werbeaufwendungen in Höhe von
rund einer Mrd. Euro erwirtschaften und somit eine Steigerung von
10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. |

Top-Werbe-Medium Handy: 84% lesen
Werbe-SMS
78.2% der ÖsterreicherInnen, die ihre Zustimmung zum Erhalt von
SMS-Post gegeben haben, lesen Werbe-SMS, 4,2% lesen UND senden sie weiter,
1,6% lesen UND speichern Werbe-SMS; somit nehmen 84% Werbe-SMS aktiv wahr,
nur 7,5% löschen sie ungelesen, der Rest (rund 8%) hat noch "nie welche
erhalten" bzw. "weiß es nicht".
Marketing Data-sms-research.at untersuchte in der ersten Kalenderwoche
2005 das Verhalten der Handy-User beim Empfang von Werbe-SMS. Dabei wurden
500 ÖsterreicherInnen im Alter von 15 bis 69 Jahren per SMS befragt.
Nur gelesen werden Werbe-SMS von Männern (79,7%) öfter als von Frauen
(76,7%); das Bedürfnis, Werbe-SMS weiter zu senden, ist bei Frauen mit 6,4%
mehr als 3x so hoch wie bei Männer (2,0%). SMS-Werbung zu löschen ohne zu
lesen, kommt bei Frauen (8,5%) häufiger vor als bei Männern (6,4%).
Bei den Jugendlichen (15 bis 19 Jahre) wird im wesentlichen entweder nur
gelesen (78,1%), oder gelöscht ohne zu lesen (16,7%), 2,4% speichern die
SMS-Werbebotschaften. In dieser Altersgruppe hat faktisch schon jede(r)
Werbe-SMS erhalten.
Am intensivsten kommen SMS-Werbebotschaften bei den 20 bis 49 Jährigen
an: hier werden in 86% bis 90% der Fälle Werbe-SMS aktiv wahrgenommen (=
gelesen/+ gespeichert/+ weiter geleitet).
Die größte Vorliebe, Werbe-SMS an Freunde, Bekannte, etc. zu senden,
zeigen die 40 bis 49 Jährigen (8,3%), gefolgt von den 50 bis 59 (6,5%). In
beiden Segmenten dominiert die "Sende-Bereitschaft" der Frauen mit jeweils
12% signifikant vor jener der Männer (5%, bzw. 2%).
In den Altersklassen 15 bis 29 Jahren haben bisher nur zwischen 1,4% und
2,6% noch keine Werbe- SMS erhalten, bei den 30 bis 39 Jährigen steigt
dieser Wert auf 5,9% und in den Altergruppen darüber gehen bereits zwischen
7,0% und 8,1% "leer" aus. Aufgrund der verhältnismäßig hohen
Lesebereitschaft auch bei den älteren Jahrgängen, gibt es hier
offensichtlich ein bisher noch nicht genütztes Restpotential für Werbs-SMS.

Weltweite Werbeumsätze
2004 bei 370 Mrd. Dollar
China bis 2011 drittgrößter Werbemarkt der Welt
Die weltweiten Werbeumsätze in den klassischen
Medien sind 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent auf 370
Mrd. Dollar gewachsen. Das geht aus einer heute, Montag,
veröffentlichten Prognose des US-Marktforschers Zenith Optimedia
http://www.zenithoptimedia.com hervor. Demnach liegt das
Wachstum der globalen Werbeausgaben über den Erwartungen für 2004.
Den größten Anteil am globalen Werbemarkt hat Nordamerika mit 45,4
Prozent oder 167,9 Mrd. Dollar, gefolgt von Europa mit 25,5 Prozent
oder 94,35 Mrd. Dollar. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird die
Region Asien-Pazifik mit dem Wachstumsmotor China Europa jedoch vom
zweiten Platz verdrängen.
In diesem Jahr hat die Region Asien-Pazifik mit 75,6 Mrd. Dollar
einen Anteil von 20,4 Prozent am globalen Werbekuchen, so Zenith
Optimedia. Bei gleich bleibenden Wachstumsraten wird die Region
innerhalb von zehn Jahren Europa überholen. Japan, das schon jetzt
die Hälfte der Werbeausgaben der Region ausmacht, wächst deutlich
geringer als der regionale und globale Durchschnitt. Wachstumsmotor
der Region ist China, dessen Werbemarkt derzeit rund neun Mrd.
Dollar schwer ist (etwa so groß wie Italien). Bis 2006 wächst der
chinesische Werbemarkt auf zwölf Mrd. Dollar und bis 2011 wird er
sich verdoppeln. Dann wird China laut Zenith Optimedia
Großbritannien und Deutschland überholt haben und hinter den USA und
Japan der drittgrößte Werbemarkt der Welt sein.
Fernsehen ist mit 136,7 Mrd. Dollar oder 37,6 Prozent der
Gesamtausgaben nach wie vor das größte Werbemedium weltweit und wird
es trotz Zuseherschwund aller Wahrscheinlichkeit nach auch bleiben.
Das am schnellsten wachsende Werbemedium ist das Internet mit 3,6
Prozent der globalen Werbeausgaben oder 13,1 Mrd. Dollar weltweit.
In den USA liegt der Anteil des Webs an den gesamten
US-Werbeausgaben bei 5,4 Prozent (8,7 Mrd. Dollar). Werbung in
Zeitungen kommt weltweit auf knapp 30 Prozent, in Magazinen auf 13,5
Prozent der Werbeausgaben. Außenwerbung macht weltweit 5,2 Prozent
oder 19 Mrd. Dollar aus und wird diesen Anteil zumindest bis 2007
halten. Das größte Potenzial für Außenwerbung sieht Zenith Optimedia
in Europa, wo der Marktanteil schon jetzt bei 6,5 Prozent oder 6,2
Mrd. Dollar liegt. Hier könnten Werber laut Prognose langfristig
stärker auf Außenwerbung als Alternative zum Fernsehen setzen. |

Werber übergehen
ethnische Minderheiten
Entgangener Markt wird auf 46 Mrd. Euro geschätzt
Der britischen Werbeindustrie entgehen 46 Mrd.
Euro, weil sie nicht auf die Fernsehgewohnheiten ethnischer
Minderheiten eingeht, berichtet der MediaGuardian
http://www.media.guardian.co.uk . Der britische Zweig der
Media-Agentur Starcom untersuchte in Großbritannien neun
Werbekampagnen, die auf junge Zuseher im Alter von 16 bis 34 Jahren
abzielten. Dabei stellte sich heraus, dass die afrikanischen und
asiatischen TV-Konsumenten dieser Altersgruppe kaum von diesen
Kampagnen angesprochen wurden.
Starcom warnt die großen Werber, dass ihnen ein gigantischer Markt
entgehe, wenn sie ihre Kampagnen nicht auf die Interessen der
Minderheiten abstimmen. Derzeit belaufe sich der stetig wachsende
Bevölkerungsanteil der ethnischen Minderheiten in Großbritannien auf
acht Prozent. Besonders in London ist der Anteil dieser
Bevölkerungsgruppe sehr hoch. 31 Prozent der Londoner, davon 13
Prozent im Alter von 16 bis 34 Jahren, sind nicht-britischen
Ursprungs.
Am wenigsten fühlten sich Asiaten von den neun untersuchten
Werbekampagnen angesprochen, obwohl sie mehr Zeit vor der
Mattscheibe verbringen als der Durchschnitts-TV-Konsument, so die
Studie. Coronation Street, eine der zehn beliebtesten TV-Sendungen
unter den jungen Zusehern, schnitt bei den ethnischen Minderheiten
in derselben Altergruppe besonders schlecht ab. Starcom beklagt den
Mangel an Sensibilität der Werber gegenüber Minderheiten und ruft
dazu auf die Programm-Mix neu aufzusetzen um verschiedene Gruppen
anzusprechen. Zwar machen die Minderheiten nur einen geringen
Bevölkerungsanteil aus, stellen für Werber jedoch eine wichtige
Zielgruppe dar. |

Leicht positiver Trend
am Werbemarkt
Prognose für 2005: 2,8 Prozent Wachstum
Einen leicht positiven Trend beim Werbemarkt sehen
der Fachverband Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftkammer
Österreich (WKÖ)
http://www.fachverbandwerbung.at und Focus Media Research
http://www.at.focusmr.com . Doch sei die Situation immer noch
nicht optimal, so Josef Leitner, Geschäftsführer von Focus Media
Research, heute, Mittwoch, auf einer Pressekonferenz. Die für dieses
Jahr prognostizierte Wachstumsrate von plus 3 bis 5 Prozent konnte
nur "mit Ach und Krach" erreicht werden. Die Prognose für das
kommende Jahr sieht ähnlich aus.
Das hohe Marktwachstum im ersten Halbjahr 2004 mit 6,4 Prozent im
Januar, 8,4 Prozent im Februar, 7,8 Prozent im April und 7,1 Prozent
im Juni dieses Jahres ist in den vergangenen Monaten abgeflacht. So
gab es im Juli nur noch ein Wachstum von 1,7 Prozent und im
September 1,8 Prozent. Bis zum Jahresende wird in der
Kommunikationswirtschaft mit einem Umsatz von etwa 3,6 bis 3,7 Mrd.
Euro gerechnet.
Die positive Entwicklung des Marktes wurde in diesem Jahr auch durch
die Werbeabgabe gemindert, sagte Walter Ruttinger, Obmann des
Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation der WKÖ (Bild). Das
Finanzministerium habe in diesem Jahr eine Profitsteigerung von 9,97
Prozent aus diesen Abgaben zu verzeichnen. "Die Leidtragenden sind
dabei die Konjunktur, die geschröpften Arbeitgeber und die
Werbeträger", so Ruttinger. Werbung sei Öl im Getriebe der
Wirtschaft. Mehr Werbung generiere mehr Nachfrage und mehr Nachfrage
beschleunige das Wirtschaftswachstum.
Für das erste Halbjahr 2005 wird im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
ein Wachstum von 2,8 Prozent prognostiziert. Die Erwartungshaltung
der Agenturen für das kommende Jahr fällt mit 3,4 Prozent positiver
aus als jene der Werbetreibenden. Diese sagen ein Wachstum von 2,5
Prozent voraus. Regional betrachtet ist die Stimmung in
Steiermark/Kärnten am positivsten mit einer Prognose von 5,3
Prozent. In Wien wird mit einem Wachstum von 2,8 Prozent gerechnet.
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US-Agentur bastelt an
Product-Placement-Evaluierung
Vergleichbarkeit mit Wert und Impact des TV-Spots
angestrebt
Die US-Agentur Deutsch
http://www.deutschinc.com , eine Tochter der Interpublic Group,
hat ein Evaluierungsverfahren für Product Placement entwickelt. Ziel
ist eine Beurteilung des Impacts und des materiellen Wertes von
Product Placement im Vergleich zum traditionellen TV-Werbespot. Zu
diesem Zweck wurde das Tochterunternehmen Media Bridge Entertainment
gegründet, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Freitag.
Das 52-stufige Bewertungsverfahren wurde gemeinsam mit dem
Evaluierungsunternehmen iTVX
http://www.itvx.com
entwickelt. Es bewertet die Art und Weise des Product Placement:
Wird das Produkt nur verbal erwähnt oder ist es auch zu sehen? Wie
prominent ist das Produkt platziert? Wird das Produkt von einem
Schauspieler benützt oder scheint es nur im Hintergrund auf? Aus
diesen und anderen Kriterien wird eine Relation zu einem TV-Spot des
Produkts berechnet. Eine Bewertung von 10,8 der Platzierung eines
Procter & Gamble-Produkts in der Reality-Show "The Apprentice" auf
NBC bedeutet demnach, dass das Product Placement den Wert von 10,8
TV-Werbespots hat.
Der Versuch der Bemessung des Geldwertes von Product Placement wird
in den USA immer wichtiger, weil dort immer mehr Werber aus den
Werbeblöcken ins Programm wollen. Allerdings ist der Impact nur
schwer zu messen. Die Kunden wollen aber eine Evaluierung ihrer
Werbeinvestitionen in Kategorien wie größere Marktanteile und
erhöhter Bekanntheitsgrad des Produkts. Der Schritt von Deutsch ist
ein Versuch in diese Richtung. |

Online-Werbung in USA
im Höhenflug
Rekordumsatz von 2,37 Mrd. Dollar im zweiten
Quartal 2004
Die Ausgaben für Online-Werbung haben im zweiten
Quartal 2004 in den USA einen Rekordwert von 2,37 Mrd. Dollar
erreicht. Damit machen die Umsätze mit Online-Werbung in den drei
Monaten bis zum 30. Juni 2004 laut Interactive Advertising Bureau
(IAB)
http://www.iab.net deutlich mehr aus als im Rekordquartal zur
Zeit des Dotcom-Booms: Im vierten Quartal 2000 wurden 2,12 Mrd.
Dollar für Online-Werbung ausgegeben. Danach ging es aber
kontinuierlich abwärts. Der Tiefpunkt wurde im dritten Quartal 2002
mit 1,45 Mrd. Dollar erreicht. Seidem wächst das Geschäft mit
Online-Werbung wieder. Im zweiten Quartal 2004 kletterten die
Werbeumsätze im Internet im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent, im
Vergleich zum vergangenen Quartal um 6,2 Prozent.
"Das ist nicht das verrückte, irrationale Wachstum der späten
90er-Jahre", sagte Nate Elliott, Analyst bei Jupiter Research, dem
Wall Street Journal (WSJ). Dieses Wachstum sei nachhaltiger als zur
Zeit des Dotcom-Booms. Jeder Werbedollar sei hier "hart verdient",
so Elliott.
Im ersten Halbjahr 2004 betrug der Umsatz mit Online-Werbung 4,6
Mrd. Dollar, ein Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Wachstumsmotor der Internet-Werbung sei nicht mehr die Such-bezogene
Werbung (Search Advertising). Die bezahlten Links bei Suchmaschinen
wie Google, Yahoo & Co sind aber nach wie vor sehr beliebt und
machen rund 40 Prozent der gesamten Online-Werbung aus. Das Wachstum
hat sich aber im Vergleich zum Vorjahr eingebremst und liegt nun im
Durchschnitt. Im vergangenen Jahr war die Such-bezogene Werbung der
Wachstumsmotor der Online-Werbung. Diese Funktion habe nun die
Konsumentenwerbung übernommen. Verbrauchsgüter machen fast die
Hälfte der Werbeausgaben im Internet aus. Der Anteil von
E-Mail-Werbung schrumpfte hingegen von vier Prozent im
Vorjahresquartal auf nur noch zwei Prozent. Grund dafür sei die
verschärfte Antispam-Gesetzgebung sowie Antispam-Software. |

Telemesse wegen Erfolgs
abgesagt
Werbevermarkter wollen neue Kommunikationsformen
finden
Die Telemesse
http://www.telemesseinfo.de wird im Jahr 2004 wegen der "Erfolge"
der vergangenen Jahre abgeblasen. Das teilten SevenOne Media
http://www.sevenonemedia.de und IP Deutschland
http://www.ip-deutschland.de heute, Montag, in einer gemeinsamen
Aussendung mit. Die beiden Werbezeitenvermarkter sind Veranstalter der
deutschen Messe. Grund für die Absage des Branchenevents ist der
"rapide" Besucheranstieg der vergangenen Jahre.
Im vergangenen Jahr zählte die Telemesse 5.700 Besucher. Zuviel aus der
Sicht der beiden Veranstalter. Zu viele Bäume verstellen bekanntlich die
Sicht auf den Wald. Es sei immer schwieriger geworden sich auf das
eigentliche Zielpublikum, die Vertreter der werbetreibenden Unternehmen
und Agenturen, zu konzentrieren, heißt es in der Aussendung.
Auch die Werbewirtschaft selbst habe eine zunehmende "Verwässerung des
Publikums" wahrgenommen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Telemesse sei
daher immer fragwürdiger geworden. 2004 wollen SevenOne Media und IP
Deutschland deshalb "neue Kommunikationsformen erarbeiten und
ausprobieren". |

Alkoholwerbung kommt bei jungem Publikum an
US-Gruppe
macht mit Studie gegen TV-Spots mobil
Jugendliche in
den USA sehen mehr Werbung für alkoholische Getränke im Fernsehen als für
Produkte, die für sie als Zielgruppe bestimmt sind. Grund dafür sei die
Platzierung der Alkoholwerbung in bekannten TV-Shows, die neben einem
erwachsenen Publikum auch zahlreiche Zuseher unter 21 Jahren haben, berichtet
das Center on Alcohol Marketing and Youth (CAMY)
http://camy.org , eine Gruppe
an der Georgetown Universität
http://www.georgetown.edu in Washington. Die freiwilligen Richtlinien zur
Selbstbeschränkung der Alkoholwerbung seien daher sinnlos und sogar diese
würden bei einigen Spots nicht eingehalten.
"Niemand kontrolliert, was die Industrie tut, und die Industrie leugnet", so
David A. Kessler, ein Berater des CAMY. In einer aktuellen Studie hat die
Gruppe die im Jahr 2001 im Fernsehen gesendeten Alkohol-Werbespots analysiert
und herausgefunden, dass ein Viertel der Werbung für alkoholische Getränke bei
den Jugendlichen (zwischen zwölf und 21 Jahren) besser ankommt als bei
Erwachsenen. Ansonsten werden die Spots von Jugendlichen zumindest genauso
häufig gesehen wie von Erwachsenen (über 21 Jahren).
Insgesamt hat die Industrie 811,2 Mio. Dollar für 208.909 Werbespots
ausgegeben, 86 Prozent davon für Bier und Ale. US-Alkoholproduzenten haben
sich freiwillig dazu bereit erklärt, alkoholische Getränke nicht in Programmen
zu bewerben, deren Publikum zumindest zur Hälfte unter 21 Jahre ist. Bei
Spirituosen gelten noch strengere Selbstbeschränkungen. Durch die Platzierung
der Spots in Sendungen, die auch einen sehr hohen Jugendanteil haben, kommen
die Alkohol-Spots trotzdem bei den Jugendlichen an. Teilweise sogar besser als
bei der eigentlichen Zielgruppe. Als Beispiele für derartige Programmierungen
nennt die Studie Sportevents, Unterhaltungsshows und Sitcoms wie "Friends" und
"Emergency Room".
NBC hatte im Dezember 2001 einen Deal mit dem Spirituosenproduzenten Diageo
abgeschlossen, der das Senden von Werbespots für die Marken Smirnoff Wodka,
Tanqueray Gin und Johnnie Walker beinhaltete. Davor bestand ein freiwilliger
Konsens der US-Sender im TV nicht für Spirituosen zu werben. Wegen zahlreicher
Proteste verschiedener Gruppen wurde das in Zeiten der Werbeflaute geborene
Experiment im vergangenen März wieder aufgegeben (vgl. pte
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020321052 ). Eine Studie im Auftrag
des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit hat im August ergeben, dass
Alkoholwerbung vor allem bei Jugendlichen punktet (vgl. pte
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020827038 ).

Werberat: NÖM-Werbung nicht "heterosexistisch"
HOSI sieht in Fruchtjoghurt-Spot Diskriminierung
Die Werbung für ein Fruchtjoghurt der Marke NÖM mit dem Slogan "Mann und
Frau, Frucht und Joghurt – NÖM fügt zusammen, was von Natur aus
zusammengehört" ist nicht diskriminierend. Das hat der Österreichische
Werberat
http://www.werberat.or.at entschieden, nachdem sich die Homosexuellen
Initiative (HOSI) in Wien im Namen zahlreicher Lesben und Schwuler über den
Spot beschwert hat. Aus der Sicht der HOSI sei die Werbung "eine
heterosexistische Diskriminierung", weil sie den Eindruck erwecke,
ausschließlich Heterosexualität habe den berechtigten Anspruch als "natürlich
zu gelten", so Helga Pankratz, Obfrau der HOSI-Wien
http://www.hosiwien.at .
Dieser "Biologismus" sei für die Zementierung gesellschaftlicher Vorurteile im
21. Jahrhundert nicht tragbar.
Der Werberat sieht in dem Fruchtjoghurt-Spot keine Verletzung der "Rechte
gleichgeschlechtlich orientierter Personen". Es sei "zweifellos von der Natur
vorgesehen, dass die Heterosexualität für die biologische Fortpflanzung
erforderlich ist", heißt es in der Begründung. Durch diese "biologische
Vorgabe" werden aber "gleichgeschlechtliche Lebensformen weder verhindert noch
diskriminiert". Aus diesem Grund sei auch die Analogie in der Werbung nicht
diskriminierend. Pankratz hält die Begründung des Werberates für "mindestens
genauso diskriminierend wie die Werbung selbst", teilte sie in einer
Aussendung mit. In weiten Teilen der Werbewirtschaft sei die Sensibilität für
"heterosexistische" Diskriminierung "offenkundig nicht vorhanden".

Globaler Werbemarkt hat Talsohle erreicht
Studie sieht 2003 langsames Wachstum, Minus bei Printmedien
London (pte, 9. Dezember 02/11:29) - Die internationale Werbewirtschaft
kann 2003 nach zwei Jahren der Flaute wieder mit Wachstum rechnen. Die
globalen Werbeausgaben werden im kommenden Jahr in TV, Radio, Print, Kino,
Außenwerbung und Internet um 2,9 Prozent steigen, berichtet das Wall Street
Journal unter Berufung auf eine aktuelle Prognose des britischen
Marktforschers ZenithOptimedia
http://www.zenithoptimedia.com . Demnach werde das Wachstum vor allem von
einem Wachstum in den USA getragen, wo knapp die Hälfte aller Werbeausgaben
getätigt werden. Europa hinkt etwas hinterher, hat aber ebenfalls die Talsohle
bereits erreicht.
"Wir sind ganz unten und der einzige Weg führt nach oben", erklärt Jonathan
Barnard von ZenithOptimedia. Es werde aber kein atemberaubender
Wachstumssprung sein, sondern eine langsame Erholung. Erst für 2004 erwartet
er ein deutliches Wachstum getragen durch die US-Präsidentschaftswahlen und
die Olympischen Spiele in Athen. 2003 werde das Werbevolumen weltweit mehr als
320 Mrd. Dollar betragen. Damit erhöht das Unternehmen eine frühere Prognose,
die von 311 Mrd. Dollar ausging. Abgesehen von Online-Werbung, die um 9,1
Prozent wachsen soll, kann demnach TV das größte Plus erwarten (2,4 Prozent).
Für die Printbranche lässt auch das nächste Jahr nichts Gutes erwarten: Die
Prognose liegt bei einem Minus von 2,7 Prozent.
In Europa wird der Werbemarkt in diesem Jahr um 1,1 Prozent schrumpfen,
während die USA ein Wachstum von 1,3 Prozent erreichen. 2003 erwartet
ZenithOptimedia am alten Kontinent aber ein Wachstum von 2,5 Prozent. Auch
Deutschland habe die Talsohle erreicht. Hier werde das Wachstum nur einen
Prozent betragen. Der Werbemarkt in Frankreich soll demnach um 1,6 Prozent, in
Italien um 2,8 Prozent sowie in Spanien und Großbritannien jeweils um 2,1
Prozent wachsen.
Der Schweizer Marktforscher Prognos
http://www.prognos.ch rechnet
für Deutschland im kommenden Jahr mit einem Plus bei den Werbeausgaben von
zwei Prozent. Künftig müsse sich die Medienbranche auf "stark schwankende
Werbemärkte" einstellen. Dies sei eine Normalisierung des Medienmarktes, der
sich jetzt an Entwicklungen in anderen europäischen Märkten anpasse.

Werbeeffektivität der Pharmaindustrie sinkt
Rasant
steigende US-Ausgaben bringen nichts und gehen auf Kosten der Forschung
Die
Werbeausgaben der Pharmaindustrie sind in den vergangenen Jahren in den USA so
rasant angestiegen, dass die Gewinnmarge pro Werbedollar und damit die
Effektivität sinkt. 2001 haben die 14 größten Pharmakonzerne alleine in den
USA neun Mrd. Dollar in Werbung und Promotion investiert. Auf jeden
ausgegebenen Werbedollar kommt ein Gewinn von 17 Dollar, 1998 lag der Profit
noch bei 22,2 Dollar. Trotz steigender Ausgaben ist die Promotion der
Pharmaindustrie also ineffektiver geworden, so eine Analyse des
US-Marktforschers Datamonitor
http://www.datamonitor.com . In dem Bericht mit dem Titel "Pharmaceutical
Promotional Effectiveness: Benchmarking Top Tier Companies by Country, Channel,
Therapy Area and ROI" untersucht das Institut die Ausgaben für Werbung und
Promotion der 14 größten Unternehmen in der Branche zwischen 1998 und 2001.
Demnach sind die kleineren Unternehmen effektiver bei der Werbung als die
meist durch Fusionen entstandenen Branchenriesen.
Die Pharmaindustrie investiert in den USA zwölf mal so viel wie in
Deutschland, dem größten Pharmamarkt in Europa und weltweit nächstgrößten
Einzelmarkt. Zwischen 1998 und 2001 sind die Werbeausgaben der 14 größten
Unternehmen in den USA um durchschnittlich 32,4 Prozent pro Jahr gestiegen.
Begünstigt wird diese Entwicklung durch den weitgehend unlimitierten
US-Pharmamarkt, während in Europa meist Preis- und Marketingregulierungen
bestehen. Auch europäische Unternehmen setzen auf den US-Markt. So hat dort
beispielsweise der Schweizer Konzern Novartis laut Bericht seine
Marketingausgaben im selben Zeitraum im Schnitt um jährlich 57 Prozent erhöht.
Dieses hohe Niveau der Werbeausgaben könne bei sinkenden Gewinnen nur auf
Kosten der Forschung gehalten werden, so der Bericht. Die Ausgaben im Bereich
der Forschung sind laut New York Times in den USA im selben Zeitraum um
höchstens 16,6 Prozent pro Jahr gestiegen. Die beiden größten Pharmakonzerne
der Welt, Pfizer und GlaxoSmithKline, stehen laut Bericht im Vergleich mit
kleineren Unternehmen schlechter da. Der Gewinn pro Werbedollar fällt noch
kleiner aus, weil sie eine viel breitere Produktpalette bewerben müssen.
Synergien durch Fusionen können zumindest in diesem Bereich nicht genutzt
werden.

EU beschließt Tabak-Werbeverbot ab 2005
Nur Deutschland und Großbritannien stimmen dagegen
Der Ministerrat der EU
http://europa.eu.int hat heute, Montag, ein nahezu vollständiges
Werbeverbot für Tabakwaren ab 2005 beschlossen. Die Entscheidung fiel mit
überraschend hoher Zustimmung, nur Deutschland und Großbritannien stimmten
dagegen. "Die gemeinsame Position des Rates, des Parlaments und der Kommission
ist ein deutliches Signal an die Öffentlichkeit", sagte Gesundheits- und
Konsumentenschutz-Kommissar David Byrne. "Der Ministerrat hat heute die
Tabakindustrie dort getroffen, wo es weh tut", zeigte sich Byrne zufrieden mit
der Entscheidung. Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie bis 31. Juli 2005
in nationales Recht umsetzen.
Vor allem in Deutschland war der Widerstand gegen die nun beschlossene
Richtlinie groß. Die zurzeit ohnehin in einer Krise steckenden Verlagshäuser
würden dadurch jährlich rund 60 Mio. Euro verlieren, schreibt die Süddeutsche
Zeitung unter Berufung auf den Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ)
http://www.vdz.de . Das
Handelsblatt geht gar von einem Einnahmeverlust für die Werbewirtschaft von
200 Mio. Euro aus. Der Verband ist in Endzeitstimmung und sieht durch ein
Werbeverbot neben Arbeitsplätzen sogar die Pressefreiheit bedroht. Für viele
Stadtmagazine bedeute das Werbeverbot das Aus. Zudem befürchtet der Verband
einen "Dominoeffekt der Werbeverbote".
Die deutsche Bundesregierung prüft laut Handelsblatt eine erneute Klage.
Die Bundesärztekammer
http://www.bundesaerztekammer.de betrachtet diesen Widerstand der
Bundesregierung gegen das Tabakwerbeverbot als "skandalös". "Es ist
unverantwortlich, die Interessen einzelner Wirtschaftszweige über die
Gesundheit der Bevölkerung zu stellen. Wir können die Wirtschaft nicht gesund
rauchen", sagte Bundesärztekammerpräsident Jörg- Dietrich Hoppe in Berlin.
Die Regelung sieht ein Werbeverbot in den Printmedien und im Rundfunk vor,
im TV ist Tabakwerbung schon jetzt europaweit verboten. Hinzu kommt das Verbot
des Sponsorings für Tabakunternehmen, wenn die Veranstaltung
"grenzüberschreitend" ist. Ausgenommen vom Werbeverbot sind nur Fachmagazine
im Bereich des Tabakhandels.
Die Vorgängerregelung wurde durch eine Klage Deutschlands beim Europäischen
Gerichtshof (EuGH) im Jahr 2000 zu Fall gebracht. Damals meinte der EuGH aber,
dass eine Richtlinie, die ein Werbeverbot zum Inhalt hat, "grundsätzlich
zulässig" sei. Auf diese Feststellung baut EU-Kommissar Byrne. Die Kommission
betont, der Spruch des EuGH aus dem Jahr 2000 sei in der neuen Richtlinie
genau berücksichtigt worden. Seit heute weiß er 13 von 15 Mitgliedstaaten
hinter sich, wobei Großbritannien an sich nicht gegen ein Werbeverbot ist.

Österreich Werbung setzt auf Wellness
"Der Wellness-Trend ist DER Wirtschaftsfaktor der kommenden zwei Jahrzehnte
und diese vielversprechende Zukunft hat für die Österreich Werbung bereits
begonnen", so Dr. Arthur Oberascher, Geschäftsführer der Österreich Werbung,
im heutigen Pressegespräch in Wien.
Österreich liegt im europäischen Vergleich an dritter Stelle hinter Spanien
und Italien als beliebteste Wellness-Destination. Die Zahl der
Wellnesstouristen hat sich in den letzten fünf Jahren in Österreich nahezu
verdoppelt! Heute sind es bereits 2,7 Millionen Gäste. Rechnet man auch jene
hinzu, die während ihrer Ferien einmal eine Therme oder einen Fitnesstempel
besuchen, so sind es rund 11 Millionen Wellnesstouristen jährlich.
Mehr als die Hälfte der Wellnesstouristen kommt aus Österreich (54%), gefolgt
von den Deutschen (33%) und den Niederländern (3%). "Das Potenzial ist jedoch
bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Alleine in Deutschland planen über 20
Millionen Menschen innerhalb der nächsten drei Jahre einen Urlaub rund um
Wellness, Gesundheit und Kur. Davon müssten unsere Anbieter ganz klar
profitieren können", ist Oberascher überzeugt. Denn der Wellnesstourist ist
ein spendabler Gast. Gibt er doch im Durchschnitt 96 Euro pro Tag für seinen
Urlaub aus; das ist weit höher als bei einem Durchschnittsgast, der nur 74
Euro ausgibt. Außerdem lieben sie den Luxus: über ein Drittel der
Wellnesstouristen steigen in Häusern der 4- und 5-Stern-Kategorie ab. Die
gesamte Wertschöpfung beträgt zurzeit pro Jahr rund 1,1 Milliarden Euro.
Das Investitionsvolumen in Thermen- und Wellnesseinrichtungen in den letzten
Jahren ist enorm. Schätzungen zufolge wurden laut Österreich Werbung in den
letzten zwei Jahren mehr als 200 Millionen Euro investiert, weitere 150
Millionen sind bereits für 2003 geplant.
Mit mehr als 350 ÖW-Marketingaktivitäten setzt die ÖW nächstes Jahr voll auf
das Thema Wellness/Gesundheit. Neben Inseratkampagnen, TV-Spots,
Internetwerbung, Events, Workshops, Messeauftritte und Direct Mails, die vor
allem den Wellness- und Kururlaub bewerben, gibt es auch Kooperationen mit
Reiseveranstaltern, die Operationen nach Österreich vermitteln. So kann man
über den britischen Reiseveranstalter Operations Abroad sogar eine Hüft- oder
Kniegelenksoperation in Österreich buchen. Nachdem die Wartelisten für
Operationen in Großbritannien extrem lang sind, können britische Gäste diese
Eingriffe in Wien, Klagenfurt oder Innsbruck durchführen lassen.
"Der boomende Gesundheitstourimus ist DER Megamarkt der Zukunft. Und er kommt
unseren regionalen geografischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen
entgegen. Er ist das 'Gold' unserer Region, er birgt nicht nur Gesundheit und
Wellness für den, der es konsumiert, sondern auch Wohlstand und Einkommen für
die touristischen Dienstleister", so Oberascher abschließend.

Werbeslogans können europaweit geschützt werden
EuGH-Urteil öffnet Tür für Registrierung von Slogans als
Marken
Werbeslogans können in Zukunft europaweit als Marke geschützt werden.
Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH)
http://curia.eu.int/de/index.htm in erster Instanz entschieden. Das Urteil
liegt im allgemeinen Trend von Gerichten, berichtet die Financial Times
Deutschland http://www.ftd.de .
Die Eintragung von Markennamen wird zunehmend großzügiger gehandhabt. In
Deutschland hatte bereits vor zwei Jahren der Bundesgerichtshof entschieden,
dass Slogans als Marke eingetragen werden können, um sie so vor Nachahmung zu
schützen.
"Es handelt sich um eine Grundsatzentscheidung, die für Unternehmen,
Werbeagenturen und Markenentwickler von erheblicher Bedeutung ist", sagt der
Düsseldorfer Anwalt Stephan von Petersdorff-Campen gegenüber der Wirtschafts-
und Finanzzeitung.
Eingebracht wurde die Klage vom Möbelwerk Erpo mit Sitz in Ertingen in
Deutschland. Das Unternehmen hatte sich den Slogan "Das Prinzip der
Bequemlichkeit" europaweit als Markennamen schützen lassen wollen. Das Amt für
Eintragung von Gemeinschaftsmarken hatte die Eintragung abgelehnt. Mit dem
Urteil des Europäischen Gerichtshofes (Aktenzeichen: T-138/00) wird die
Entscheidung des Amtes aufgehoben. Einer Registrierung von Werbeslogans als
Marken dürfte künftig europaweit nichts mehr im Weg stehen.

Tabakwerbung im Sport vor dem Aus
WHO, FIA, FIVA und IOC starten Anti-Rauch-Werbekampagne
Die in die dritte Runde gegangene Verhandlungsrunde der WHO
http://www.who.int über eine
Anti-Tabak-Konvention wird das Aus der Tabakwerbung in der Formel 1 bedeuten.
Max Mosley, Präsident des Internationalen Automobil-Weltverbandes FIA, (Federation
Internationale De LAutomobile Association)
http://www.fia.com und die
Direktorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Gro Harlem Brundtland,
wollen sich auf eine entsprechende Resolution einigen. Die WHO hat bereits im
Oktober ein globales Tabakwerbeverbot im Motorsport ab dem Jahr 2006
gefordert. Kommenden Mittwoch soll eine Einigung erzielt werden.
Zur Diskussion steht auch ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden sowie
das Verbot von Zigarettenwerbung in Sportstadien. Tabakunternehmen pulfern
laut WHO Milliarden Dollar in das Sponsoring von Sportereignissen. Dies
gefährde von allem Jugendliche, für die sportliche Events besonders attraktiv
seien. Gleichzeitig mit der Kampfansage zahlreicher
Nichtregierungsorganisationen gegen Tabakkonzerne haben 191 Regierungen den
Startschuss für eine Anti-Tabak-Werbekampagne im Sportbereich gegeben. Das
internationale olympische Komitee (IOC), die FIFA (Federation Internationale
de Football Association) sowie die FIA unterstützen die Aktion. Internationale
Athleten treten dabei als Mittler auf, so z.B. der kamerunische Fußballstar
Roger Milla sowie der zweimalige Goldmedaillen-Gewinner im Rudern, der
Italiener Guiseppe Abbanale.

Staatspreis Werbung letztmalig verliehen
Künftig gibt es nur mehr umfassenden Marketing-Preis
Wirtschaftsminister Martin Bartenstein
http://www.bmwa.gv.at/ hat
Dienstagabend den Staatspreis Werbung an das Hitradio Ö3
http://oe3.orf.at/ für seine von
Barci & Partner/Young & Rubicam Vienna umgesetzte Imagekampagne vergeben.
Dabei handelte es sich um die letzte Verleihung in dieser Form. Künftig wird
es mit Ausnahme des Bereiches PR nur mehr den vor drei Jahren neu
geschaffenen umfassenden Staatspreis für Marketing geben. Das
Wirtschaftsministerium hat die Wirtschaftsstaatspreise im Bereich Werbung und
Marktkommunikation im Zuge einer Neupositionierung unter der Dachmarke
"Marketing" zusammengeführt.
Unter der Devise "Innovation durch E-Business in a New Economy" habe man
ein spezielles Aktionsprogramm zur Bündelung und Verstärkung erfolgreicher
Maßnahmen im Bereich der elektronischen Informations- und
Kommunikationstechnologien erarbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt gelte der
Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der betrieblichen
Einführung von E-Business, da die Möglichkeiten des elektronischen
Geschäftsverkehrs "noch viel zu wenig genutzt" würden.
Die Entscheidung für Ö3 war bereits seit dem Sommer bekannt. Das Hitradio
erhielt den Staatspreis Werbung laut Jury-Begründung für eine "brillante,
harmonische, sehr ästhetische Kampagne, mit der es ausgezeichnet gelungen ist,
Ö3 als Marke zu positionieren, das Ö3-Image weiter zu verbessern und die
starke Marktposition zu festigen".

Werbemarktstudie: Tagespresse verliert weiter
Marktanteile
Fernsehwerbung legt 20 Prozent zu
Der Werbemarkt wird sich zwar konsolidieren, die Gefahr einer Krise besteht
jedoch nicht. Zu diesem Schluss kommt die Langzeitstudie "Werbemarkt 2011
Schweiz", welche die Basler Prognos AG
http://www.prognos.ch im
Auftrag von SevenOne Media Schweiz
http://www.sevenone.ch
erstellt hat. Die Nettowerbeumsätze im Jahr 2001 werden um 0,8 Prozent
zurückgehen, 2002 um 1,0 Prozent. Besserung ist laut Prognos ab 2003 in Sicht,
positive Werbeimpulse werden dann zu einem Wachstum von über 7 Prozent führen.
Bis zum Jahr 2011 soll der Werbemarkt um 3,9 Prozent wachsen. Die Tagespresse
gehört zu den Verlierern, sie büsst weiter Marktanteile ein. Das Fernsehen
hingegen gewinnt über fünf Jahre fast 20 Prozent hinzu und wächst damit und
doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt.
Der TV-Markt wächst kontinuierlich von 536 Mio. Franken im laufenden
Geschäftsjahr bis auf 692 Mio. im Jahr 2005. Für 2011 erwartet Prognos ein
Volumen von 881 Mio. Franken. Mit der Onlinewerbung wird es ab 2003 wieder
aufwärts gehen nach dem Abwärtstrend dieses Jahres und einer Stagnation im
Jahr 2002. Der Bereich wird bis 2005 auf 90 Mio. wachsen und bis 2011 auf 198
Mio. Franken. Die absoluten Wachstumsraten bleiben mittelfristig zweistellig
und auch der Anteil am gesamten Werbemarkt wächst von 0,5 Prozent im Jahr 2001
auf 1,6 Prozent (2005) und 2,9 Prozent (2011). Der Marktanteil der
Tageszeitungen sinkt weiter von 46,3 Prozent im laufenden Geschäftsjahr auf
44,1 Prozent im Jahr 2005. Die übrigen Gattungen bleiben relativ stabil.
Die SevenOne Media Schweiz AG ist eine hundertprozentige Tochter der
deutschen ProSiebenSat.1-Gruppe. Sie wurde 1995 gegründet und betreibt die
Schweizer Werbefenster auf Pro Sieben und Kabel1. Daneben ist sie für das
Schweizer Zuschauermarketing aller Sender der Gruppe verantwortlich. Sie
vermarktet den Pro Sieben Text Schweiz, sowie die Internetplattform der
Gruppe.

Erster TV-Werbespot im Weltraum gedreht
Japan probt kommerzielle Nutzung der ISS
Das japanische Anzeigenunternehmen Dentsu
http://www.dentsu.com/media/flash/homeFlash.htm hat die Produktion des
ersten im Weltraum gedrehten TV-Werbespots angekündigt. Der Spot wird den in
Japan beliebten Softdrink PocariSweat der Pharmafirma Otsuka
http://www.otsuka.com
bewerben und in der internationalen Raumstation ISS spielen.
Der TV-Spot wird heute, Freitag, und morgen im russischen Service-Modul
gefilmt. Zwei Kosmonauten der russischen Sojus TM-33 wurden zuvor im Umgang
mit dem Film-Equipment trainiert. Ein Kosmonaut wird vor der Kamera agieren,
ein anderer als Kameramann. Mitte November wird die Rückkehr der Sojus-Kapsel
erwartet. Der Zeitplan sieht vor, das aufwändige Filmprojekt bereits im Januar
2002 abzuschließen.
Der angekündigte TV-Spot wird somit nicht nur der erste im Weltraum
produzierte Werbefilm sondern auch der erste kommerzielle Film in der ISS
sein. Technisch soll erstmals eine High Definition (HD) TV-Kamera im
Zusammenhang mit Real Time Remote im Weltraum verwendet werden. Das sind die
für TV-Filme üblichen Formate. Der Dreh ist Teil eines umfassenderen
Pilotprojekts, das von der nationalen japanischen Raumfahrtsbehörde NASDA
http://www.nasda.go.jp/index_e.html unterstützt wird. Im Rahmen des
Projekts sollen neue - auch kommerzielle - Anwendungen und Möglichkeiten für
die experimentellen Module der ISS, insbesonders für das japanische Kibo-Labor,
erprobt und gefördert werden.

Hirnforscher: Schlüssel für gute Werbung gesucht
Mehr Drittmittel der Werbeindustrie für teure
Grundlagenforschung gefordert
Hirnforscher an den Universitäten in Bonn
http://www.uni-bonn.de und
Magdeburg
http://www.med.uni-magdeburg.de versuchen derzeit zu ergründen, warum
bestimmte Werbekampagnen erfolgreicher sind als andere. Und welche
Reaktionsmuster beim Konsumieren von Werbung im Gehirn ablaufen. Die
tausendfache Bilder- und Informationsflut, der sich die Betrachter und Hörer
von Werbung tagtäglich erwehren müssen, löst unterschiedliche Reaktionen aus.
Aber egal ob witzig oder langweilig, schrill oder eher bieder: Ein Urteil
darüber, ob der Spot gut oder schlecht gemacht ist, fällt jeder Konsument
sofort.
Christian Elger, Initiator der "Dekade des menschlichen Gehirns"
http://www.menschliches-gehirn.de , ist überzeugt, in einigen Jahren
objektive Kriterien dafür entwickeln zu können, wie Werbung effizienter und
damit kostengünstiger eingesetzt werden kann. Hans-Jochen Heinze von der
Universität Magdeburg zeigte mehreren Versuchspersonen Werbefilme, während
ihre Hirnfunktion in einem Kernspintomographen aufgezeichnet wurden. Die
Auswertung zeigte deutlich, dass erfolgreiche Werbung insbesondere die
Hirnareale für Aufmerksamkeit, Emotionen und Gedächtnis anregt. Die
Wissenschaftler wollen nun gezielt an die Werbeindustrie herantreten, um mehr
Drittmittel für ihre teure Grundlagenforschung bereit gestellt zu bekommen.
Werbung ist laut Forschern aber nur ein Beispiel unter etlichen
Anwendungsbereichen, an denen das Leistungsvermögen moderner Hirnforschung
dokumentiert werden kann. Das menschliche Gehirn ist noch immer eine weithin
unbekannte Wissenschaftsregion, obwohl es
über enorme Leistungsmerkmale verfügt. So ist die Übertragungsrate von
Informationen im Gehirn 150 mal so schnell wie bei einer ISDN-Leitung. Rund
die Hälfte des gesamten genetischen Materials des Menschen werden für den
Aufbau des Gehirns benötigt.
Die Nasa entwickelt bereits heute die Cockpits ihrer Raumstationen in
Zusammenarbeit mit Hirnforschern. Sie helfen dabei, die Ergonomie der
hochkomplexen Technologien zu verbessern. Das erleichtert die Arbeit der
Astronauten, führt zu schnelleren und besseren Resultaten und senkt die
Fehlerquote. Elger kann sich als Herausforderung auch vorstellen, dass
Hirnforscher an der Perfektionierung eines Formel 1-Rennautos mitwirken, "um
die eine oder andere Zehntelsekunde herauszuholen".
"Das Verständnis vom menschlichen Gehirn wird die weitere technische und
gesellschaftliche Entwicklung sehr stark prägen", sagt Elger voraus. So könnte
die Hirnforschung in fünf bis acht Jahren objektivierbare und damit sichere
Aussagen über die Therapierbarkeit eines Sexualstraftäters machen.

Neues Portal für Wiener Werbebranche entsteht
Webagentur Factory relauncht werbungwien.at
Die Wiener Werbebranche erhält ein neues Portal, das von der Fachgruppe
Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Wien zur Verfügung
gestellt wird. Den Zuschlag für den Relaunch und umfassenden Ausbau der Site
werbungwien.at wurde der Webagentur Factory -
http://www.factory.cc -
erteilt. Werbungwien.at soll die Wiener Werbebranche nach außen repräsentieren
und zahlreiche nützliche Services für die rund 6.200 Mitglieder bereitstellen.
Die erste Phase des Relaunches wird voraussichtlich Mitte November 2001 online
zu bestaunen sein.
Werbungwien.at wird für die Branche zu einem modernen und interaktiven
Kommunikationstool ausgebaut. Die Inhalte des Portals umfassen z.B. zahlreiche
nützliche Informationen für und über die Branche, Diskussionsforen und eine
Jobbörse. Mit der Hilfe des Portals können zudem die Leistungen der Fachgruppe
rascher kommuniziert werden. Dabei wird auf ein dem Image entsprechendes Look
& Feel Wert gelegt und auf hohe Benutzerfreundlichkeit gesetzt.
"Bei der Erstellung des Konzepts wurden wir vor zwei große
Herausforderungen gestellt.", erklärt Friedrich Vesely, Geschäftsführer von
Factory. "Erstens die Anforderung, dass Inhalte aus unterschiedlichsten
Quellen ausgewählt, aufbereitet und gebündelt werden müssen. Dafür wurde ein
vielseitiger Content-Mix ersonnen, der hilfreiche Informationen für die
gesamte Branche auf einer Site übersichtlich versammelt. Zweitens das Design.
Gerade die Werbebranche setzt natürlich höchste Ansprüche in Ästhetik,
Usability (Benutzerfreundlichkeit) und Funktionalität einer Web-Site.", so
Vesely.
Ergänzend zum Konzept für den Relaunch wurden von Factory auch Maßnahmen
für die Weiterentwicklung mitpräsentiert. So wird in den kommenden Monaten der
Service-Charakter von werbungwien.at weiter ausgebaut. Dazu gehören aktuelle
Schwerpunktthemen wie z.B. Informationen über Werbeverbote in der EU. Neben
den Mitgliedern der Fachgruppe und Werbeleuten, die sich in der Ausbildung
befinden, sollen mit der Web-Site auch verwandte Gewerbe und potentielle
Auftraggeber angesprochen werden.
Factory, unter anderem durch Webauftritte von pressetext.austria,
Datacontact, E-Lisa oder die Funsite kuh.at bekannt, konnte sich mit ihrer
Präsentation durchsetzen. Die Webagentur übernimmt das Design, die
Programmierung und teilweise auch die Contenterstellung für werbungwien.at.
Die erste Phase des Relaunches wird Mitte November 2001 abgeschlossen werden.
About Factory
Factory unterstützt seit 1994 Unternehmen mit der Produktion von
Kommunikations-Design Lösungen. Das Spektrum reicht von der Konzeption bis hin
zur Realisierung. Sukzessive wurden die klassischen Kompetenzen erweitert
(Entwicklung von Corporate Designs, Corporate Communications) und neue Medien
(CD-ROM, Internet) erschlossen.
Seit 1999 richtet die Agentur ihren primären Focus auf das Internet. So
wurden z.B. Projekte für e-Lisa, Ingenio, Kiwwi Telecom, ÖBAU,
pressetext.austria und T-Online erfolgreich abgeschlossen.

Erste Ausgabe von "medianet" erschienen
Als "Österreichs erste Tageszeitnug für Marktkommunikation, Medien und
Werbung" ist am
Dienstag "medianet" aus dem Hause Radda & Dressler ("WirtschaftsBlatt")
erschienen. Das
achtseitige Blatt soll künftig Dienstag bis Freitag erscheinen und über
Abonnement zu
beziehen sein. Als Herausgeber und Chefredakteur fungiert Christian Krebs, der
auch den
Online-Dienst medianet.at aufgebaut hat.
Über die Perspektiven seines jüngsten Projektes zeigte sich Verleger Chris
Radda bei der
Präsentationsveranstaltung am Montagabend zuversichtlich: Das Interesse der
Anzeigenkunden
sei erfreulich hoch, meinte er. Die Startauflage beträgt 8.900 Stück, beworben
wird
"medianet" durch eine Abo-Aktion im "WirtschaftsBlatt" sowie im Internet. Bis
Jahresende ist
das Abonnement gratis, dann beläuft sich der Preis auf 1.800 Schilling (130,8
Euro) pro
Jahr.

Studie: Werber vernachlässigen Ausländer
Potenzielle Zielgruppe ist meist jung und konsumfreudig
Viele Werber vernachlässigen Ausländer in Deutschland als Zielgruppe, so
das Ergebnis einer von der Zeitungsmarketing-Gesellschaft (ZMG)
http://www.zmg.de in Auftrag
gegebenen Studie. Dabei seien in Deutschland lebende Ausländer zumeist
konsumfreudig und informierten sich aus deutschen Tageszeitungen. Es lohne
sich, Ausländer gezielt in der Werbung anzusprechen, meint Jochen Schmitz von
der ZMG. Bisher kämen Ausländer vor allem in Spots vor, um beim deutschen
Publikum für landesspezifische Produkte zu werben.
Für die Untersuchung habe das Institut Marplan 3.264 Personen befragt. Die
Ergebnisse seien repräsentativ für 5,3 Mio. Türken, Italiener, Spanier,
Griechen, Bürger des ehemaligen Jugoslawiens sowie Spätaussiedler aus Polen
und der ehemaligen Sowjetunion. Die Studie ist nach Angaben der ZMG die erste
Umfrage, die bundesweit das Lese- und Konsumverhalten aller großen ethnischen
Gruppen untersucht hat. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Nutzung
von deutschen Tageszeitungen. Die ZMG vermarktet die deutschen Zeitungen als
Werbeträger.
Fast vier Mio. Ausländer in Deutschland lesen laut der Studie die deutsche
Presse. Die Mehrheit davon mehrmals pro Woche, rund eine Mio. fast täglich.
Die Nutzungshäufigkeit hänge mit dem Stand der Deutschkenntnisse zusammen. Je
nach Alter und Nationalität unterscheiden sich diese. Italiener (31 Prozent)
und Spanier (29 Prozent) lesen demnach am häufigsten täglich deutschsprachige
Presse, Türken (16 Prozent) und Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion (14
Prozent) am wenigsten. Die meisten Befragten lesen nach ihren Angaben nur alle
sieben bis 14 Tage Zeitungen in ihrer Muttersprache. Diese Titel erreichten
vor allem Leser über 50 Jahre.
Mit durchschnittlich 35 bis 39 Jahren sei die Zielgruppe wesentlich jünger
als die deutsche Bevölkerung und mit einem Haushaltsnettoeinkommen von rund
3.800 Mark im Monat nicht weit entfernt vom durchschnittlichen Einkommen
einheimischer Haushalte (4.060 Mark). Viele Ausländer seien zudem äußerst
markenbewusst. Geschäfte mit ausländischen Produkten spielten eine geringere
Rolle als oftmals angenommen.

Studie: Österreichische Werbewirtschaft nicht
konkurrenzfähig
Kommunikationswirtschaft fordert Abschaffung der Werbesteuer
Der österreichische Werbemarkt ist derzeit nicht konkurrenzfähig, die
Rahmenbedingungen haben sich zum Schlechteren gewendet. Dies erklärte Josef
Leitner, Geschäftsführer von Focus Media Research, heute, Dienstag, im Rahmen
einer Pressekonferenz zum Thema Kommunikationswirtschaft. Laut einer
Focus-Studie erreichte das Wachstum der österreichischen Werbewirtschaft im
Jahr 1999 einen Spitzenwert von 15 Prozent, sank 2000 auf 8,4 Prozent und
beträgt dieses Jahr nur mehr 4,8 Prozent.
Optimistischer fällt Leitners Prognose bis zum Jahr 2010 aus. Die
Focus-Studie rechnet mit einer Steigerung des Pro-Kopf-Werbeaufwands von
derzeit 3.500 auf 5.400 Schilling. Der Anteil der klassischen Werbung am BIP
wird sich demnach von 0,92 auf 1,6 Prozent erhöhen. Eine Voraussetzung für
diese Prognose ist die Abschaffung der Werbeabgabe. "Andernfalls werden
internationale Budgets attraktivere Standorte suchen und finden", so Leitner.
"Wolken am Konjunkturhimmel" sieht auch Walter Ruttinger, Vorsteher des
Fachverbands Werbung und Marktkommunikation
http://www.fachverbandwerbung.at . Ruttinger bezifferte den Anteil der
Mitgliedsbetriebe am BIP (inklusive Marktforschung und "Below the
Line"-Aktivitäten wie Direct Mailing) mit 2,2 Prozent. Die Werbesteuer belaste
die Wirtschaft mit 1,2 Mrd. Schilling. "Es ist unverständlich, dass es diese
Steuer noch gibt, eine Abschaffung bis 2003 muss möglich sein." Matthias Krenn,
Vizepräsident der Wirtschaftskammer
http://wko.at , will sich für einen "prominenten Rang" der Abschaffung der
Werbesteuer im Zuge der nächsten Steuerreform einsetzen.
Hinsichtlich der geplanten Erhöhung der Postzeitungstarife (vgl. pte:
http://www.pressetext.at/show.pl.cgi?pta=010810036 ) fürchtet Ruttinger,
dass die Verlage "unter wirtschaftlichen Druck geraten und in weiterer Folge
die Anzeigentarife erhöhen". Krenn sieht hier einen höheren Handlungsbedarf
als bei der Abschaffung der Werbesteuer. Alternative Postzustelldienste seien
zu überlegen. "Mit der Förderung des Wettbewerbs ist der Kostenexplosion
Einhalt zu gebieten", erklärte Krenn.
Die Kommunikationswirtschaft soll laut Ruttinger künftig auch in den
Gremien des ORF vertreten sein: "Die Mitgliedsbetriebe des Fachverbands
bestreiten die Hälfte des ORF-Budgets, können jedoch in keinem entscheidenden
Gremium mitreden". Krenn will sich dafür einesetzen, dass die
Kommunikationsbranche entweder im Stiftungsrat oder zumindest im Publikumstat
des ORF vertreten ist. Eine schriftliche Unterstützung von Vizekanzlerin
Susanne Riess-Passer liege bereits im Fachverbands-Büro.

Studie: Werbung wirkt am besten mit Musik und Humor
Zeichentrick und direkte Produktdemonstration kommen nicht
gut an
Die Verwendung von Humor und Musik bei Werbespots kommt bei
Konsumenten besonders gut an. Nachteilig für Werbebotschaften sollen
Produktdemonstrationen und Zeichentrickelemente sein. Das ergab eine Studie
von SevenOne Media http://www.sevenonemedia.de,
einem Vermarktungsunternehmen der ProSiebenSat.1-Gruppe. Es wurden inhaltliche
und formale Kriterien untersucht, nach denen Zuschauer Werbespots beurteilen.
Die inhaltliche Gestaltung ist demnach am wichtigsten. Einen Zusammenhang
zwischen dem Programm und der Bewertung von Werbespots konnte die Studie nicht
feststellen. Die Spot-Position innerhalb eines Werbeblocks hat auch keinen
Effekt auf seine Bewertung, so die Analyse.
Generell schneidet Werbung für Dienstleistungen und Gebrauchsgüter besser
ab als Spots für Verbrauchsgüter. Autospots erzielten beispielsweise überdurchschnittlich
gute Bewertungen, während Wasch-, Putz- und Körperpflegemittel weniger
positiv beurteilt wurden. "Spots für Autos verwenden häufiger Humor und
Musik, Werbung für Wasch- oder Putzmittel enthält häufiger
Produktdemonstrationen oder Zeichentrickelemente", erläuterte Johanna
Teichmann, Leiterin Advertising Research bei SevenOne Media.
Für die Studie wurden 326 Personen zwischen 19 und 49 Jahre mit
Real-Time-Response-Tests befragt. Hierbei beurteilen die Zuschauer beim
Ansehen von Programmen oder Werbung mit Hilfe eines kleinen Handinstruments
zeitnah jede Sequenz.

Werbe Akademie startet Fachrichtung Mediaberatung
Ausbildungslücke soll geschlossen werden
Die Werbe Akademie
http://www.werbeakademie.at/ startet eine spezielle Ausbildung für
Mediaberater. Die von Manfred Pretting, Direktor der Werbe Akademie, und Herta
Zink, Vorsitzende vom Forum Media Planung und Leiterin der Media-Agentur von
Demner, Merlicek & Bergmann, konzipierte "Fachrichtung Mediaberatung" richtet
sich sowohl an Branchen-Einsteiger als auch an Interessenten, die bereits in
der Werbebranche tätig sind und sich in diesem Spezialgebiet weiterbilden
wollen. Der knapp ein Jahr dauernde Abendkurs findet am WIFI Wien statt.
Der in den vergangenen beiden Jahrzehnte kontinuierlich anwachsende
Gesamtwerbeaufwand von fünf Mrd. Schilling (1982) auf 26 Mrd. (2000) erfordere
die Auseinandersetzung mit der Medialandschaft in Österreich und der
Mediaforschung, so die Werbe Akademie in einer Aussendung. Zwar würden seit
rund 15 Jahren eigene Media-Agenturen in Österreich diesbezügliche
Dienstleistungen, die durch die steigenden Anforderungen im Marketing-Mix und
durch das Hinzukommen der Neuen Medien enorm an Bedeutung gewonnen haben,
anbieten. Doch der Ausbildungssektor habe mit den Marktbedürfnissen nicht
mithalten können. Diese Lücke soll nun mit der Fachrichtung Mediaberatung
geschlossen werden.
