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Nahost-Terror inspiriert VW-Werbung
Selbstmordattentäter verwendet in Werbespot VW-Polo für seine Zwecke

Der deutsche Autohersteller Volkswagen ist aufgrund eines aktuellen Werbespots unter Beschuss gekommen. Ein TV-Spot über einen palästinensischen Selbstmordattentäter in einem VW-Polo hatte sich via Internet verbreitet und erfreut sich in diversen Weblogs großer Beliebtheit, berichtet der Media Guardian http://media.guardian.co.uk . Bei Volkswagen UK und Werbeagenturen wird bis dato jede Verbindung zu der Werbung abgestritten. Auch der Vorwurf, dass der Spot via Virusmarketing anstatt in einer herkömmlichen Kampagne in Umlauf gebracht wurde, wurde zurückgewiesen. Die professionelle Machart des Spots hatte diese Vermutung aufkommen lassen.

In der vermeintlichen Werbung springt ein Mann in einen VW-Polo und trägt dabei ein traditionelles arabisches Tuch im Stile von Yassir Arafat. Er fährt dann durch eine Stadt bevor er sich in die Luft sprengt. Das Auto lässt er jedoch vor einem Restaurant stehen. Dann erscheinen die Worte "Polo: small but tough".

Der Spot wurde nach Angaben eines Betreibers von leeanddan.com http//:www.leeanddan.com versehentlich veröffentlicht. Über die Urheber wurden keine Angaben gemacht. Er sei zwar für Volkswagen gemacht wurden, aber niemals für die Öffentlichkeit gedacht worden. Die Betreiber dieser Plattform würden die Hälfte der Arbeiten aus eigenem Interesse heraus machen. Damit sollen tagesaktuelle Geschehnisse kommentiert werden, u.a. auch das, was die Menschen in den Nachrichten sehen würden.

Via Virusmarketing versuchen Unternehmen immer wieder, das Fernsehen als Werbemedium zu umgehen und so einfach Geld zu sparen. Im vergangenen Jahr hatte sich Ford von einer Werbung distanziert, die eine sportlichere Version des "Ka" zeigt, die einer Katze mit dem automatischen Schiebedach den Kopf abtrennt.
 


 

VW versucht US-Comeback
Verlust des Markenimages soll wieder wettgemacht werden

Der deutsche Automobilkonzern VW versucht mit den neuen Modellen sein einstiges Markenimage in den USA wiederherzustellen. Der Autohersteller sieht sich mit schwindenden Umsätzen und schlechten Ergebnissen bei Verlässlichkeits-Studien konfrontiert. Die Erfolgschancen des Comebacks sind laut Business Week online http://www.businessweek.com jedoch fraglich. Die einstigen Urgesteine des Konzerns - Jetta, Passat, Golf und GTI - sollen einem Update unterzogen werden. Das vermeintliche Erfolgsrezept reicht von einer größeren und stärkeren Motorisierung über Computer-unterstützte Steuerungselemente bis hin zu verbesserten Tassenhaltern. Bei VW selbst sind sich die Verantwortlichen über einen notwendigen Imagewandel durchaus einig. Mit einer emotionalen Aufladung der Marke soll den Kunden wieder ein Kaufanreiz geboten werden.

Vor fünf Jahren hat der Autohersteller damit begonnen Luxusmodelle auf den Markt zu bringen, die preislich zwischen 30.000 Euro und 78.000 Euro liegen Dies war weit weg vom Hauptimage eines Herstellers von "leistbaren deutschen Fahrerlebnissen". Die Rechnung folgte in den USA prompt. Im vergangenen Jahr sanken die Umsätze auf dem wichtigen US-Markt um 15 Prozent und seit 2001 betrug der Umsatzrückgang satte 28 Prozent. Die Verkäufe des New Beetle liegen auch nur mehr bei der Hälfte von denen aus dem Jahr 2000. VW verspielte laut Business Week mehr als eine Mrd. Dollar in den USA im Jahr 2004. Dass sich der Luxusschlitten Phaeton in den USA besser verkauft als in Europa ist angesichts der Gesamtverluste für das VW-Management sicher nur ein schwacher Trost.

Bei VW gibt es aktuell kein neues "Retro-Modell" , das die Verkäufe ankurbeln könnte, deshalb setzt der Konzern primär auf die Werbung. In den 1960er Jahren waren die VW-Spots in den USA richtungsweisend. VW hat auch als erster Konzern alternative Musikrichtungen in Werbungen eingeführt. In einem TV-Spot wurde sogar der Trio-Hit "Da Da Da" verwendet. Der Wolfsburger Autokonzern setzt nun in der Promotion seiner Fahrzeuge unter anderem auf Hollywood. Der Konzern hat einen längerfristigen Vertrag mit NBC Universal abgeschlossen, der VW die Platzierung der Autos in verschiedenen Programmen und bei Events ermöglicht. Der Deal kostet VW geschätzte 200 Mio. Dollar und garantiert die Präsenz in Filmen der Universal-Studios und in TV-Programmen, die auf NBC oder Netzwerken wie Bravo, SciFi und USA laufen. pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=050113047 .
 


 

VW platziert Autos in Hollywood
Product-Placement soll Marke in den USA emotionalisieren

Der Wolfsburger Autokonzern Volkswagen setzt in der Promotion seiner Fahrzeuge auf Hollywood. Der Konzern hat laut New York Times http://www.nytimes.com einen längerfristigen Vertrag mit NBC Universal abgeschlossen, der VW die Platzierung der Autos in verschiedenen Programmen und bei Events ermöglicht. Der Deal kostet VW geschätzte 200 Mio. Dollar und garantiert die Präsenz in Filmen der Universal-Studios und in TV-Programmen, die auf NBC oder Netzwerken wie Bravo, SciFi und USA laufen. Zusätzlich kommen VWs in DVDs und in den Universal-Themenparks in Kalifornien, Florida und Spanien zum Einsatz.

Neben diesem Engagement bleibt die klassische Werbung jedoch nach wie vor ein wichtiger Faktor des Kommunikationsauftrittes in den USA. Im Jahr 2003 haben Volkswagen und seine Händler 661,9 Mio. Dollar für Werbung in traditionellen US-Medien ausgegeben. Von Jänner bis September 2004 waren es 437,5 Mio. Dollar. Bei VW nimmt laut einem Unternehmenssprecher Product Placement einen immer größeren Stellenwert ein. Bis dato war nur der VW-Beetle in dem Cartoon "Shorties Watchin Stories" zu sehen. pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=041021047 .

Die Langzeit-Präsenz von VW bei NBC Universal wird auch zu einem Büro auf dem Gelände der Universal-Studios führen, um Entscheidungen direkt am Set treffen zu können und sich in das Filmbusiness einzuarbeiten. Zusätzlich sollen Texter und Interessierte in den kreativen Entstehungsprozess der Werbung miteinbezogen werden. Das Ziel in den USA ist die Emotionalisierung der Volkswagen-Modelle, da sie bis jetzt nur bekannt sind für ihre Technologie und ihre Qualität.

VW ist mittlerweile aber nur einer von vielen Konzernen, die ihre Produkte in der Medienlandschaft platziert haben wollen. Kritiker haben in den vergangenen Monaten bereits gegen die Product-Placement-Flut im US-TV protestiert. Der Konsumentenschützer Ralph Nader hatte 2004 bereits eine Anfrage an die Federal Communications Commission und die Federal Trade Commission gerichtet bezüglich einer automatisierten Anzeige auf den TV-Bildschirmen, die immer dann erscheint, wenn die Konsumenten mit Product Placement konfrontiert werden. Andere befürchten ein ähnliches Schicksal wie bei herkömmlicher Werbung, wenn Product Placement aufgrund der Dichte dann nicht mehr wahrgenommen wird.
 


 

VW macht Beetle zum Hot-Rod
Klassiker wird sportlicher und bekommt Faltdach

 

[Pressefoto anzeigen]
Eines der bekanntesten Designs in der Automobilindustrie wird um eine neue Facette erweitert. VW präsentiert den "New Beetle" im Rahmen der North American International Auto Show http://www2.naias.com in Detroit in einem neuen Outfit. Beim Wolfsburger Autokonzern wird der Beetle "als Statement und als eine automobile Lebenseinstellung" gesehen, der bis dato mehr als 800.000 Käufer gefunden haben soll. Jetzt will Volkswagen bei der Auto Show in Detroit zeigen, welches Potenzial der Design-Klassiker besitzt.

VW versteht darunter eine drastisch abgesenkte Dachpartie mit großem Ragtop (Faltschiebedach). Die Entwicklungscrew griff als Basis für den Ragster verstärkt auf das Cabriolet zurück, verkürzte die A-Säulen um rund 90 Millimeter und konzipierte als Rahmen für das Ragtop einen U-förmigen Dachbügel.

Der Ragster soll optisch neue Wege zeigen. Neben dem Dach wurden auch die Kotflügel, Stoßfänger, Scheinwerfer, Rückleuchten progressiver und sportlicher gestaltet. Zusätzlich gibt es 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Renn-Klappschalensitze, Sportlenkrad mit integrierter Motorstart-Taste sollen den Boliden zusätzlich aufpeppen. Als Antrieb - auch wenn weder über die Serienfertigung der Studie noch über die Motoren entschieden ist - ist sowohl ein leistungsstarker Benziner wie auch ein drehmomentstarker TDI vorstellbar.
 
 


 

Volkswagen-Konzern detailliert Entwicklung 2003



   - Pischetsrieder: "ForMotion" verdoppelt Anstrengungen für
     Einsparungen und Leistungssteigerung
   - Modelloffensive wird fortgesetzt
   - Marktanteile in wichtigen Märkten gewonnen

   Der Volkswagen-Konzern ist mit seinem Umbau hin zu einem schlagkräftigen Mehrmarken-Konzern 2003 trotz der unbefriedigenden Ergebnisentwicklung ein erhebliches Stück weitergekommen. "Wir haben damit einen weiteren wesentlichen Schritt hin zur Zukunftssicherung getan", resümierte der Vorstandsvorsitzende Dr. Bernd Pischetsrieder am Dienstag in Wolfsburg bei der Vorlage der Bilanz 2003. Durch die vor zwei Jahren eingeleitete Neuausrichtung der Modellstrategie rücke das Ziel einer Marktabdeckung von 85 Prozent näher. Volkswagen wolle in allen relevanten, das heißt lukrativen Nischen vertreten sein. Die im Berichtsjahr eingeleitete Reorganisation des Vertriebs hin zu weltweiter Volumen- und Ergebnisverantwortung der Marken trage Früchte. Im Berichtsjahr sei trotz des harten Wettbewerbsumfelds wieder die Marke von 5 Millionen Fahrzeugauslieferungen überschritten und der weltweite Marktanteil leicht gesteigert worden. In Deutschland habe er sogar erhöht werden können. "In China haben wir zudem unsere Marktführerschaft erfolgreich verteidigt", so der Vorstandsvorsitzende. Der Umsatz erreichte 87,2 (Vorjahr: 86,9) Mrd. EUR.

   Allerdings hätten sich diese Erfolge nicht im gewünschten Maße im Ergebnis niedergeschlagen. Sie seien vielmehr durch negative Effekte wie den starken Euro, die schwache Konjunktur und den daraus resultierenden Margendruck überlagert. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 1,5 (4,0) Mrd. EUR, das Nachsteuerergebnis bei 1,1 (2,6) Mrd. EUR. Der Hauptversammlung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende je Stammaktie von 1,05 (1,30) EUR und je Vorzugsaktie von 1,11 (1,36) EUR vor.

   Volkswagen müsse zur Kenntnis nehmen, dass es bislang keine Anzeichen für ein Anziehen der Konjunktur gebe. Die gesamte Automobilbranche sei anhaltenden Belastungen aus den Märkten und hohen Wechselkursen ausgeliefert. Der Volkswagen-Konzern begegne dieser Entwicklung mit dem Maßnahmenprogramm "ForMotion". Mit "ForMotion" verdoppele der Volkswagen-Konzern seine Anstrengungen zur Ergebnissicherung und wolle bis Ende 2005 rund 2 Mrd. EUR zusätzlich einsparen. Wie Pischetsrieder weiter erklärte, belief sich der für diesen Zeitraum bisher geplante Umfang der Einsparungen auf ebenfalls 2 Mrd. EUR.

   "ForMotion" habe vorbeugenden Charakter und ziele ab auf Umsatzsteigerung, Ertragssteigerung, Kostensenkung und eine weitere Reduzierung der Kapitalbindung im Konzern. "Wir arbeiten an wesentlichen Teilen des Programms bereits seit zwei Jahren - jetzt allerdings mit deutlich verschärftem Tempo und zusätzlichen Maßnahmen", so der Vorstandsvorsitzende.

   "ForMotion" sei in seiner umfassenden Form einmalig für Volkswagen und umfasse sieben Themenkreise:

   - Produktkosten
   - Einmalaufwand
   - Gemeinkosten/Prozessoptimierung
   - Leistungssteigerung des Vertriebs
   - Ausschöpfung der Ertragspotenziale bei Financial Services
   - Ergebnisverbesserung bei Volkswagen Nutzfahrzeuge
   - Ergebnissteigerung bei Auslandstöchtern

   Jeder Themenkreis werde von einem Vorstandsmitglied als Promotor begleitet, dem wiederum ein funktionenübergreifendes Team zur operativen Umsetzung unterstehe. Es gehe bei "ForMotion" nicht nur um Kosten, sondern auch um Leistungssteigerung, also die Differenz zwischen Aufwand und Ertrag, so der Vorstandsvorsitzende. Kein Konzernteil werde davon ausgenommen, alles komme auf den Prüfstand. So würden alleine vier der sieben Programmpunkte auf eine konzernweite Wirkung abzielen, drei seien auf maßgebliche Einflussnahme bei Konzernteilen zugeschnitten.

   Beispielhaft nannte der Vorstandsvorsitzende den konzernweit angelegten Themenkreis "Produktkosten", der den prozentual höchsten Beitrag zur Ergebnissicherung leisten soll. Dazu gehöre eine deutliche Ausweitung des Einbaus gleicher Teile in unterschiedliche Modellreihen. Damit ließen sich die Stückkosten verringern, ohne die hohen Qualitätsstandards zu gefährden. Als weiteres wichtiges Element von "ForMotion" bezeichnete Pischetsrieder alle Maßnahmen zur Verringerung des Einmalaufwands. "Wir entwickeln die Plattformstrategie noch schneller als bisher geplant zu einer Modulstrategie weiter. Es wird noch mehr Energie darauf verwendet, Doppelarbeit im Konzern zu vermeiden und unsere Ressourcen damit effizienter einzusetzen". Als weiteres konzernweites Ziel von "ForMotion" nannte Pischetsrieder die Absenkung der Gemeinkosten. Diese führe u.a. dazu, dass durch die Vorruhestandsregelung in Deutschland und natürliche Fluktuation weltweit 3,5 Prozent der derzeit beschäftigten Mitarbeiter abgebaut würden. Pischetsrieder betonte, dass dies nicht mit einem Einstellungsstopp verbunden sei.

   Ein weiteres Element von "ForMotion" ist die Prozessoptimierung sowie die Leistungssteigerung des Vertriebs. Die Maßnahmen für Teilkonzerne konzentrieren sich auf Ergebnissteigerungen bei Vertriebstöchtern im Ausland, eine Ergebnisverbesserung bei Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie die Ausschöpfung weiteren Ergebnispotenzials bei Financial Services. Letztere habe auch 2003 wieder einen stabilisierenden Beitrag zum Konzernergebnis geleistet. "In der derzeitigen Wirtschaftslage ist das Geschäftsfeld attraktiver denn je", hob Pischetsrieder die strategische Bedeutung dieser Sparte für die Entwicklung des Unternehmens hin zum Mobilitätskonzern hervor.

   "Als verantwortungsbewusst handelndes Management sichern wir mit "ForMotion" die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens", sagte der Vorstandsvorsitzende weiter. Minimalziel sei ein ausgeglichener Cash-flow im Jahr 2004.

   Ausblick 2004

   Die Automobilmärkte sind laut Pischetsrieder extrem schwach in das neue Jahr gestartet. Das gelte besonders für den Januar während im Februar leichte Tendenzen zu einer Verbesserung erkennbar gewesen seien. Obwohl der Volkswagen-Konzern in dem Zeitraum seine Marktanteile in wichtigen Märkten gegen den Trend steigern konnte, stehe fest, dass "das erste Quartal auch im Vergleich zum Vorjahr miserabel wird". Neben der Marktlage belasteten hier einmalig Neuanläufe für Konzernfahrzeuge wie den Audi A6, den SEAT Altea oder den Skoda Octavia. Dazu kommen Einmaleffekte durch die Umstellung von Händler- und Importeurverträgen gemäß Gruppenfreistellungsverordnung (GVO).

   Die sich damit bislang abzeichnende schwierige Gesamtmarktsituation führt für Volkswagen außerhalb Chinas voraussichtlich nur zu einer leichten Steigerung des Fahrzeugabsatzes in 2004 gegenüber dem Vorjahr. Mit der Fortführung der Modelloffensive kommt Volkswagen 2004 dem Ziel näher, immer stärker auch in profitablen Marktsegmenten vertreten zu sein. "Das ist für Volkswagen eine echte Chance. Wir können den harten Preiskampf im Massenmarkt ausbalancieren, indem wir die Margenspielräume in lukrativen Nischen nutzen", so der Vorstandsvorsitzende. Dazu gebe es keine Alternative. "Ein 'entweder - oder' ist für die Segmentpolitik von Volkswagen keine Option." Das Programm "ForMotion" stelle sicher, dass trotz des skizzierten schwierigen Umfelds die erforderlichen Mittel erwirtschaftet würden, um diesen Weg konsequent weiter zu beschreiten.

   Pischetsrieder machte zudem deutlich: "Eine Volumensteigerung um jeden Preis ist nicht sinnvoll." Vor dem Hintergrund des zunehmenden Preisdrucks, der schwachen Konjunktur und der ungünstigen Wechselkurse sei es für den Konzern ein durchaus anspruchsvolles Ziel, in 2004 das Operative Ergebnis des Vorjahres von rund 2,5 Mrd. EUR vor Sondereinflüssen zu übertreffen. "ForMotion" werde dabei maßgeblich unterstützen.

   Wechselkurseffekte drücken auf Umsatz und Ergebnis

   Zum abgelaufenen Jahr führte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch aus, dass der Umsatz des Volkswagen-Konzerns von 87,2 (Vorjahr: 86,9) Mrd. EUR ohne Belastungen aus Wechselkurseffekten um 3,5 Mrd. EUR höher ausgefallen wäre. Preisdruck, Nachfrageschwäche und Belastungen aus Modellumstellungen und Neuanläufen summierten sich zu einem Rückgang des Bruttoergebnisses um 23,8 Prozent auf 10,7 (14,0) Mrd. EUR. Damit erklärt sich die Verminderung des Operativen Ergebnisses vor Sondereinflüssen um 47,7 Prozent auf 2,5 (4,8) Mrd. EUR.

   Sondereinflüsse belasten zusätzlich

   Die belastenden Sondereinflüsse setzten sich zusammen aus Restrukturierungsaufwendungen in Brasilien in Höhe von 133 Mio. EUR und Neubewertungen von Vorleistungen im Volumen von 578 Mio. EUR. Es handle sich hierbei um außerplanmäßige Abschreibungen auf in Vorjahren aktivierte Entwicklungskosten und Spezialwerkzeuge sowie nicht vorgenommene Aktivierungen von Entwicklungskosten des Jahres 2003. Diese negativen Sondereinflüsse drückten das Operative Ergebnis des Volkswagen-Konzerns weiter auf 1,8 Mrd. EUR, was einem Rückgang um 62,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

   2003 erzielte einzig die Sparte Finanzdienstleistungen/Europcar einen Zuwachs im Operativen Ergebnis und erreichte 894 (721) Mio. EUR.

   Das Ergebnis vor Steuern erreichte 1,53 (3,99) Mrd. EUR. Der Steueraufwand verringerte sich um 70,3 Prozent auf 0,41 (1,39) Mrd. EUR. Ursache sind die Verminderung des Vorsteuerergebnisses sowie ein positiver Einmaleffekt durch erstmalig zu erfassende Steuervergünstigungen bei Konzerngesellschaften mit Sitz in osteuropäischen EU-Beitrittsländern. Die Steuerquote sank somit auf 26,9 (34,9) Prozent. Nach Steuern erwirtschaftete der Volkswagen-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Überschuss von 1,1 (2,6) Mrd. EUR.

   Absicherung gegen Währungsschwankungen

   Der Export des Volkswagen-Konzerns in den US-Dollar-Raum hat gegenwärtig ein Volumen von rund 12 Mrd. EUR pro Jahr. Rund die Hälfte davon sei durch so genannten Natural Hedge abgesichert, worunter beispielsweise die Produktion in dieser Region zu verstehen sei. Der "Natural Hedge" würde weiter ausgebaut, um die Wertschöpfung im US-Dollar-Raum zu erhöhen. Die andere Hälfte sei für 2004 zu rund 70 Prozent mit Finanzinstrumenten abgesichert, die keinen spekulativen Charakter hätten.

   Investitionsquote weiter reduziert

   Mittelfristig strebt der Volkswagen-Konzern nach den Worten Pötschs eine Investitionsquote von unter 7 Prozent vom Umsatz an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Sachanlagenzugänge des Konzernbereichs Automobile gegenüber dem Vorjahr bereits um 416 Mio. EUR oder 4,5 Prozent auf 8,8 Mrd. EUR reduziert. Gegenüber dem ursprünglich geplanten Budget sei der Rückgang mit 820 Mio. EUR noch wesentlich deutlicher ausgefallen. Der Netto-Cash-flow verminderte sich um 1,5 Mrd. EUR und lag demnach bei - 2,5 Mrd. EUR.

   Weltmarktanteil leicht gestiegen

   Volkswagen erreichte 2003 mit weltweit 5,015 (4,984) Mio. an Kunden ausgelieferten Fahrzeugen einen Weltmarktanteil von 12,1 (12,0) Prozent. In Westeuropa waren es 2,729 (2,827) Mio. Fahrzeuge, wobei Deutschland mit 943.136 (940.129) Auslieferungen weiterhin der größte Einzelmarkt war. In Zentral- und Osteuropa erreichte die Zahl ausgelieferter Fahrzeuge 332.259 (322.263), in der Region Asien-Pazifik 807.029 (620.761), in Nordamerika 630.936 (663.278) und in Südamerika/Südafrika 425.315 (476.612). Dabei entfielen 3,526 (3,501) Mio. Fahrzeuge auf die Markengruppe Volkswagen sowie 1,231 (1,203) Mio. auf die Markengruppe Audi und 257.957 (280.385) auf den Nutzfahrzeugbereich.

   Beschäftigungssituation

   Weltweit beschäftigte der Konzern im Durchschnitt des Berichtsjahres rund 335.000 (324.000) Mitarbeiter, davon 174.000 (168.000) bei inländischen Gesellschaften, was einem Anteil von 52,0 Prozent entspricht. Die Zunahme der Beschäftigten ist im Wesentlichen auf Erweiterungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen.
 


 

Volkswagen AG zündet Neuheiten-Feuerwerk - Sechs Publikumspremieren unterstreichen enorme Produktoffensive

Ein Feuerwerk an neuen Modellen präsentieren die einzelnen Marken im Volkswagenkonzern auf dem diesjährigen Automobilsalon in Genf. Neue Fahrzeugkonzepte wie der Seat Altea - als erstes Multi Sports Vehicle, der offene Lamborghini Murciélago Roadster, eine ganz spezielle Version der Bentley Arnage Limousine, sowie eine Cabrio-Coupé-Studie der Marke Volkswagen zeigen, dass der Konzern mit einer nichtgekannten Vielfalt in den automobilen Frühling startet. Die neue Generation des erfolgreichen Audi A6, der neue Skoda Octavia und eine familienfreundliche Variante des Volkswagen Caddy runden die Offensive ab.

   Unter dem Motto "New Faces" erleben 500 Gäste im Genfer Espace Sécheron alle Modellneuheiten hautnah. Nach einer Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden, Dr. Bernd Pischetsrieder, führt der neue Designchef des Konzerns, Murat Günak, zusammen mit seinen Designkollegen der Marken, durch ein Programm voller "Enthüllungen" und vermittelt die Zeitlosigkeit von nachhaltigem Design.


VW sucht 3.500 neue Mitarbeiter übers Internet
Im Jobmodell sollen nur Arbeitslose angestellt werden - Keine spezielle Qualifikation erforderlich
 

Der Volkswagenkonzern http://www.volkswagen.de/ geht mit der Auto 5000 GmbH http://www.auto5000.de/ neue Wege in der Suche nach geeigneten Mitarbeitern. 3.500 neue Arbeitsplätze werden in den Fertigungsbereichen Karosseriebau, Lackiererei, Montage und Qualitätssicherung auf dem Gelände des Volkswagen-Werkes in Wolfsburg entstehen, heißt es von Seiten des Automobilbauers. Bewerben können sich ausschließlich arbeitslose Menschen. Das gesamte Auswahlverfahren erfolgt - wiederum ausschließlich - über das Internet. Ab 1. März werden alle Interessenten zu Informationsveranstaltungen der Auto 5.000 GmbH eingeladen.
 

Die Bewerbung selbst ist jedoch bei dem jeweiligen Arbeitsamt vor Ort und nicht über das Internet einzureichen. Bis zu den Informationsveranstaltungen müssen die Interessierten keine Bewerbungsunterlagen einreichen. Ziel sei es, "Automobilbautalente zu identifizieren, die über Eigenverantwortung, Lernfähigkeit und -bereitschaft verfügen sowie das Interesse an der Arbeit in einem Industrieunternehmen mitbringen". Besonders betont VW, Formalqualifikationen nicht als alleiniges Kriterium für die Personalauswahl zu Grunde zu legen. "Wir sind uns jedoch sicher, dass für den Großteil der zukünftigen Tätigkeiten vielmehr das Talent ausschlaggebend für den beruflichen Erfolg ist", so der Konzern.
 

Die Auswahl der neuen Mitarbeiter werde frühestens im April/Mai 2002 beginnen, der Produktionsstart ist für Herbst 2002 geplant. Der gesamte Bewerbungsprozess läuft über das Internet. Die Testergebnisse entscheiden, ob der Bewerber in die nächste Auswahlstufe aufsteigt oder ausgeschieden wird. Personen ohne Heimcomputer sollen die Tests vom Arbeitsamt aus machen dürfen. Denjenigen, die zum Kreis der Auserwählten zählen, will VW ein "unbefristetes Arbeitsverhältnis mit familiensicherndem Einkommen" bieten, das sich auf rund 2.500 Euro pro Monat belaufen soll.
 


VW befürchtet feindliche Übernahme
Konzernchef schmiedet Pläne zur Abwehr
 

Der VW-Vorstandsvorsitzende Ferdinand Piëch http://www.volkswagen.de ist beunruhigt über die Möglichkeit einer feindlichen Übernahme des Wolfsburger Autokonzerns. Er habe schon vor einem Jahr "konkrete Hinweise" erhalten, "dass Ford an einer Übernahme interessiert ist", sagte Piëch dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel . Zudem habe Ford-Manager Wolfgang Reitzle gesagt, dass Ford "in naher Zukunft" nicht an einer VW-Übernahme interessiert sei. "Hätte er diese Einschränkung weggelassen, wäre die Welt ja heil", sagte Piëch in dem am Wochenende vorab veröffentlichten Interview.
 

Vor dem Hintergrund der Bestrebungen der EU-Kommission, das VW-Gesetz abzuschaffen, das die Stimmrechte der Aktionäre regelt, hält es Piëch für möglich, dass jemand in den Konzern einsteigen könnte, "der lange Zeit nichts zu sagen hätte, aber hofft, am Ende doch noch das Kommando zu übernehmen". Volkswagen müsse sich ohnehin "so aufstellen, dass erst gar keiner auf so eine Idee kommt".
 

Als "wirklich gute Idee" bezeichnete Piëch Überlegungen, wonach einige deutsche Unternehmen, darunter die Deutsche Post und KruppThyssen, Anteile des VW-Konzerns übernehmen wollen, da durch einen Aktientausch alle Beteiligten besser gegen feindliche Übernahmen geschützt wären. Diese ließen sich allerdings nicht schnell konkret umsetzen.
 

Piëch betonte in dem Interview, dass der Konzern seit seinem Amtsantritt die Gewinne kontinuierlich gesteigert habe. VW wäre auch in der Lage die für dieses Jahr angepeilte Umsatzrendite von 6,5 Prozent "zusammenzukratzen". "Aber wir werden es nicht um jeden Preis tun", sagte Piëch. Sein Nachfolger Bernd Pischetsrieder (Siehe auch: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=010907058) würde dann, "so wie ich vor neun Jahren, erst mal in ein Loch fallen". Für das Unternehmen sei es "besser, wenn wir jedes Jahr etwas zulegen und dies auch bei meinem Nachfolger nahtlos so weitergeht".


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:43
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