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Drogensituation stabil, aber nicht entspannt

LSth. Bischof präsentierte Drogenbericht 2004 

Bregenz (VLK) - "Das Beste ist, dass es nichts Sensationelles zu berichten gibt." Dieses Fazit zog Landesstatthalter Hans-Peter Bischof heute, Freitag, im Landhaus bei der Präsentation des Vorarlberger Drogenberichtes 2004. Die Drogensituation in Vorarlberg sei weitgehend stabil, biete aber keinen Grund zu übertriebenem Optimismus, so Bischof.

   Die Zahl der Suchgiftanzeigen pendelt seit Jahren zwischen 1.100 und 1.200 und auch die suchtgiftbezogenen Todesfälle zeigen abgesehen vom Ausreißerjahr 2001 mit drei bis sechs Toten pro Jahr kaum Veränderungen. Dennoch lassen sich Trends und Entwicklungen erkennen. Laut dem Drogenbeauftragten des Landes, Primar Reinhard Haller, findet der experimentelle Drogenkonsum immer stärkere Verbreitung. Und waren früher in erster Linie Randgruppen von Drogenkonsum und Suchterkrankungen betroffen, sei das Problem heute in fast allen Bereichen und Schichten der Gesellschaft anzutreffen. "Dadurch ändern sich auch die Anforderungen an das Beratungs- und Behandlungsangebot", so LSth. Bischof.

   Aktuell werden im Rahmen der Substitutionsbehandlung rund 310 Opiatabhängige behandelt. Pro Jahr werden rund 400 Behandlungen durchgeführt. Dabei ist Methadon als Medikament weiter rückläufig, während immer öfter retardierte Morphinen verwendet werden, bei denen aber ein wesentlich höheres Missbrauchsrisiko besteht. Hier sei das Gesundheitsministerium als für die Substitutionsbehandlung zuständige Behörde gefordert.

   Ein weiteres Vorarlberg-spezifisches Problem sieht der Drogenkoordinator des Landes, Thomas Neubacher, darin, dass nach wie vor zu wenige niedergelassene Ärzte in der Substitutionsbehandlung tätig sind. Man stehe diesbezüglich bereits im Kontakt mit der Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer, denen es obliegt, entsprechende Weichenstellungen vorzunehmen.

   Der Vorarlberger Drogenberichtes 2004 kann im Internet auf www.vorarlberg.at heruntergeladen werden.
 


 

Das Land ist auch 2005 ein wichtiger Impulsgeber

Unter Wahrung der notwendigen Budgetdisziplin ist es auch im kommenden Jahr möglich, die Ressorts Hochbau und Wasserwirtschaft auf hohem Niveau zu halten. Das sagte Landesrat Dieter Egger, heute, Montag, im Landhaus in Bregenz. Insgesamt werden rund 106 Millionen Euro investiert werden. Egger: "Das  Land möchte auch weiterhin ein wichtiger Impulsgeber für die heimische Wirtschaft sein und die regionale Wertschöpfung unterstützen."
   Wie LR Egger informierte, ergingen von Jänner bis einschließlich November 2004 insgesamt 733 Aufträge für Baumeister und Baunebengewerbe überwiegend an heimische Unternehmen, und bei den Baumeisterleistungen insgesamt 38 Aufträge im Gesamtwert von 4,67 Millionen Euro ausschließlich an heimische Unternehmen. Als wichtiges Ziel für 2005 nannte Egger das Ausschöpfen des rechtlichen Rahmens für die regionale Wertschöpfung, die bessere Koordination öffentlicher Projekte mit dem Ziel einer gleichmäßigen Auslastung der Wirtschaft und die Nachhaltigkeit (Stichwort Energiekonzept 2010).

   Für den Bereich Hochbau stehen im Jahr 2005 insgesamt 45,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die größten Brocken sind, so Egger, die Erhaltung und weitere Verbesserung der Gesundheits- und Bildungsinfrastruktur sowie die Umsetzung des Energiekonzeptes 2010.

   In die Wasserwirtschaft investiert das Land im Jahr 2005 insgesamt 14,51 Millionen Euro. Damit wird ein Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro ausgelöst. Als Schwerpunkte nannte LR Egger die Förderung von Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen sowie den Schutzwasserbau. Egger: "In Vorarlberg sind Hochwässer die größte Naturgefahr, sodass der Schutz vor solchen Ereignissen eine permanente Aufgabe für Land, Bund und Gemeinden darstellt". Als verlässlichsten und ökologischsten Hochwasserschutz bezeichnete Egger die Sicherung von angrenzenden Gewässerräumen als natürliche Pufferflächen. "Natürliche Rückhalteflächen vor technischem Ausbau, lautet daher das Ziel" (Egger). Die Gewässerbetreuungskonzepte (GBK) liefern wichtige Grundlagen für die Optimierung des Hochwasserschutzes und der ökologischen Funktionsfähigkeit. Abschließend forderte Egger vom Bund eine Aufdotierung des Katastrophenfonds.


 

Vorarlberger Drogenkonzept der richtige Weg

In Vorarlberg gab es im vergangenen Jahr drei Drogentote. Gegenüber dem Vorjahr ist diese Zahl damit stark rückläufig und entspricht wieder dem Trend der Jahr 1997 bis 2000. Das ist das Ergebnis einer vorläufigen Auswertung der suchtgiftbezogenen Todesfälle in Vorarlberg. Gute Erfahrungen konnten, so Landesrat Hans-Peter Bischof, bereits mit dem Vorarlberger Drogenkonzept 2002 gemacht werden. ****

Landesrat Bischof zeigte sich auf Grund der neuesten Zahlen erleichtert, dass es sich damit beim Jahr 2001 mit elf Drogentoten um einen "statistischen Ausreißer" handelt. Das zeige, dass die Statistik auf Grund der – Gott sei Dank – geringen Fallzahlen in Vorarlberg keine belegbaren Rückschlüsse auf die tatsächliche Drogensituation zulässt. Aber auch wenn die aktuelle Statistik durchaus positiv zu bewerten sei: "Drei Betroffene sind immer noch drei Betroffene zu viel."

Die Zahl der Drogenopfer wird in Vorarlberg für das letzte Jahr mit sechs angegeben. Im Unterschied zu den Drogentoten, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit Suchtgiftkonsum stehen, handelt es sich dabei um aktuelle oder ehemalige Drogenkonsumenten, die an einer Krankheit bzw. einem Unfall sterben.

"Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass wir mit dem Drogenkonzept 2002 auf dem richtigen Weg sind", so Landesrat Hans-Peter Bischof zu den neuesten Entwicklungen. Mit dem im vergangenen Herbst beschlossenen Drogenkonzept werden neue Schwerpunkte vor allem in der Sekundärprävention gesetzt und wurde die Basis geschaffen, auf neue Trends in der Drogenproblematik rasch und flexibel reagieren zu können. Bereits in Bälde werden die ersten Ergebnisse aus Projekten im Bereich der Sekundärprävention, bei denen sich Jugendliche intensiv mit dem Thema Sucht und den Möglichkeiten digitaler Botschaften zur Suchtprävention beschäftigen, der Öffentlichkeit präsentiert.


 

Neue Öffnungszeiten im Vorarlberger Landesarchiv

Ab 2003 gelten im Vorarlberger Landesarchiv neue Öffnungszeiten: Der allgemeine Lesesaal wird von Montag bis Donnerstag durchgehend von 8.30 bis 17.00 Uhr und am Freitag von 8.30 bis 12.00 Uhr geöffnet sein, die Musiksammlung von Dienstag bis Freitag 8.30 bis 12.00 Uhr. Das Landesarchiv kann damit der geänderten Nachfrage Rechnung tragen und gleichzeitig seine Arbeitsorganisation weiter verbessern. Die Mitarbeiter werden bemüht sein, trotz Umbauphase ein unkompliziertes Kundenservice zu bieten.

Mit einer Öffnungszeit von 38 Wochenstunden liegt das Vorarlberger Landesarchiv im Spitzenfeld. Jährlich nützen rund 1.500 Interessierte die Möglichkeit, in der Bregenzer Kirchstraße alte Dokumente einzusehen oder sich in historischen Fragen beraten zu lassen. Meist steht die Forschung im Vordergrund, häufig geht es aber auch sehr praktische Fragen; wenn etwa ein Rechtsanwalt einen alten Vertrag sucht, eine Architektin Baupläne studieren möchte oder ein Unternehmer einen gewerberechtlichen Bescheid nicht mehr findet. Entsprechend vielfältig sind auch die zahlreichen Anfragen aus aller Welt. Zudem versorgt das Landesarchiv die Landesverwaltung mit den benötigten Akten und Auskünften. Voraussetzung für eine gute Information ist eine gute Erschließung und Verzeichnung der umfangreichen Bestände – eine Leistung von und für Generationen, die viel Wissen erfordert und noch mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Erweiterungsbau

Eine zusätzliche Herausforderung für das Landesarchiv bringt der zügig voranschreitende Magazinzubau, der im späten Frühjahr 2003 fertiggestellt sein soll. Sobald er genügend trocken ist, muss der Großteil der Archivalien (rund 10.000 Laufmeter) in den neuen Tiefspeicher verlagert werden, damit der alte Magazintrakt saniert werden kann. Dadurch wird die Benützung der Bestände auf Monate hinaus erschwert werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sich aber bemühen, die gewünschten Archivalien jeweils möglichst rasch zur Verfügung zu stellen. - Weitere Informationen unter www.landesarchiv.at.


 

Fachärztliche Grundversorgung ab 2002 gesichert

Die Strukturen für eine eigenständige Jugendpsychiatrie am Landeskrankenhaus Rankweil werden derzeit Hand in Hand mit der Ausbildung von geeignetem Personal geschaffen. Landesrat Hans-Peter Bischof: "Die momentane Lücke in der stationären jugendpsychiatrischen Versorgung ist nicht auf die mangelnde Struktur zurückzuführen, sondern darauf, dass trotz großer Bemühungen kein kompetentes fachärztliches Personal gefunden werden kann."

Da die Jugendpsychiatrie ein noch junges Ergänzungsgebiet der Allgemeinpsychiatrie ist, gibt es auch nur sehr wenige Fachärzte mit dieser speziellen Ausbildung. Trotz mehrmaliger Ausschreibung im gesamten deutschsprachigen Raum konnte keine kompetente Besetzung der vorhandenen Facharztstelle am Landeskrankenhaus Rankweil gefunden werden. Leider ist dieser Mangel an Jugendpsychiatrie-Fachärztinnen und -ärzten in ganz Europa festzustellen.

Landesrat Bischof hat deshalb bereits im Frühjahr veranlasst, dass so rasch als möglich vom LKH Rankweil selbst für ausgebildete Fachkräfte gesorgt wird und eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechende Ausbildungsstellen an der Universitätsklinik Innsbruck antreten. "Ab dem Jahr 2002 ist eine fachärztliche Grundversorgung gesichert, ab dem Jahr 2003 kann der Versorgungsauftrag voll erfüllt werden", so Landesrat Bischof. Gleichzeitig werden auch die räumlichen Voraussetzungen für die neue Abteilung geschaffen.


 

LH Sausgruber: Trauerminute auch in Vorarlberg

Am Donnerstag, 13. September 2001 wird es um 10.00 Uhr österreichweit eine Trauerminute für die Opfer der tragischen Ereignisse in den USA geben. Auch die Vorarlberger Landesverwaltung schließt sich dem an, gibt Landeshauptmann Herbert Sausgruber bekannt: "Mit der Trauerminute soll in allen Dienststellen des Landes der Opfer der Terroranschläge gedacht werden".

Zudem hat Landeshauptmann Sausgruber die Trauerbeflaggung für das Landhaus in Bregenz und die vier Bezirkshauptmannschaften angeordnet.


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:43
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