"Prinzessinnendramen" von Elfriede
Jelinek im Volkstheater Wien
Das Volkstheater Wien geht mit einem Großaufgebot von Produktionen
österreichischer AutorInnen, auch im Hinblick auf die Republikfeiern 50/60
in den Endspurt der Direktion Emmy Werner.
am 1. Mai 2005 (großes Haus):
"Prinzessinnendramen" von Elfriede Jelinek
Regie: Alexander Kubelka
mit: Erni Mangold, Julia Cencig, Babett Arens, Vera Borek,
Michael Rastl, Rainer Frieb, Christoph von Friedl
am 22. Mai 2005 (großes Haus)
"Lysistrate - Damenprogramm" von Gustav Ernst
Uraufführung
Regie: Stephan Bruckmeier
am 8. Juni 2005 (großes Haus) "in der eiszeit" von Kathrin Röggla
Uraufführung
In Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen geplant
Regie: Schorsch Kamerun
am 2. Mai 2005 (Forum U3) "Floridsdorf-August" von Erwin Riess
Uraufführung
In Zusmmenarbeit mit dem Konservatorium der Stadt Wien
Regie: Martin Schulze
16. März 2005 (spielbar) "wahrscheinlich Minuten"
Uraufführung
(Szenen aus "Der ferne Klang) von Gert Jonke
Regie: Karl Baratta
Darüber hinaus sind weitere Veranstaltungen zu den Republikfeiern 50/60
in Vorbreitung. Das detaillierte Programm dazu wird im März bekannt gegeben.

Volkstheater: "Was noch alles so kommt
bis zum Sommer 2005"
Was im Wiener Volkstheater "noch alles so kommt bis zum Sommer 2005",
bis zum Ende ihrer Direktionszeit, stellte Dir. Emmy Werner in einem
Pressegespräch am Dienstag vor. Zwei Titel kommender Produktionen, "Change"
von Wolfgang Bauer und "Nur Ruhe!" von Nestroy stehen für sie sinnbildlich
für die Stimmung am Haus, für den Übergang zur Direktion Schottenberg, ein
Wechsel, der in Solidarität miteinander und ohne "Wadlbeissereien" abläuft,
so Werner. Stolz ist sie darauf, ein gut funktionierendes und florierendes
Haus zu übergeben, ein "glückliches Theater", das zur Zeit auch mit
"Mephisto" und dem "Theatermacher" zwei Abend für Abend "bummvolle"
Produktionen bei einer Besucherkapazität von 1000 Plätzen hat. Ein
Herzensanliegen sei ihr immer die Nachwuchspflege gewesen, so Werner, auch
hier sei Stolz über die Erfolgskarrieren angebracht, die mit dem
Volkstheater verbunden sind.****
Im großen Haus sind bis Sommer 2005 noch sechs Premieren geplant,
beginnend mit der kaum bekannten Hollywood-Persiflage "Dorothy Lane", von
Elisabeth Hauptmann auf Anregung Brechts geschrieben, mit Songs von
Brecht/Weill, prominent besetzt mit u. a. Gregor Bloéb, Julia Cencig und
Nina Proll, inszeniert von Erhard Pauer. Es folgt, gewissermaßen in
hauseigener Koproduktion mit dem Schottenberg-Team "Ich, Feuerbach" von
Tankred Dorst, inszeniert von Heribert Sasse, der auch die Hauptrolle
spielt. Wolfgang Bauers "Change", eine Art Beitrag des Volkstheaters zu den
Republikfeiern, als nächste Premiere, wird von Georg Schmiedleitner
inszeniert und bietet mit Toni Böhm, Heinz Petters, Anna Franziska Srna,
Erwin Steinhauer und Brigitte Swoboda ein Volkstheater-Starensemble auf.
Toni Böhm spielt auch - gemeinsam mit Wolfgang Hübsch - in Nestroys "Nur
Ruhe!", das von Michael Kreihsl inszeniert wird. Emmy Werner selbst will
eines von drei Stücken zeitgenössischer AutorInnen, das noch ausgesucht
wird, mit Premiere am 1. Mai in Szene setzen. Kathrin Röggla schreibt als
Auftragsstück des Volkstheaters "In der Eiszeit", das als Koproduktion mit
den Wiener Festwochen aufgeführt und von Schorsch Kamerun inszeniert wird.
In der Reihe "Volkstheater special" werden Ulrich Tukur mit seinen
Rhythmus Boys, ein "Schwarm" von Emmy Werner, und Louise Martini mit einem
Programm zu "Österreich/60.50." zu sehen sein. An den kleinen Spielstätten
u.a. zu sehen: "Nestor" von Michael Köhlmeier mit Rainer Frieb, Ionescos
"Kahle Sängerin" in der (seiner ersten) Inszenierung von Karl Markovics,
"Manhattan Medea" von Dea Loher mit Jaschka Lämmert und "Effis Nacht" von
Rolf Hochhuth mit Vera Borek. Ein Abschlussprogramm - "und dann ist wirklich
Schluss" - "back to the roots" beschließt die Ära Werner, die sich von den
Außenbezirken bereits ab 13. April mit Schönthans "Raub der Sabinerinnen"
verabschiedet.
Buchpläne gibt es auch: einerseits für eine Dokumentation der
Direktionszeit, andererseits für eine individuelle Rückschau.

Der Stiftungsvorstand der "Volkstheater"-Privatstiftung
gibt bekannt
Der Stiftungsvorstand der "Volkstheater"-Privatstiftung gibt bekannt
- Die "Volkstheater"-Privatstiftung schreibt für den Betrieb des Wiener
Volkstheaters ab der Spielzeit 2005/2006 die kaufmännische Direktion aus.
Die kaufmännische Leitung übernimmt die Geschäftsführung gemeinsam mit dem
künstlerischen Direktor des Volkstheaters.
Für diese Aufgabe wird eine kompetente Persönlichkeit mit
organisatorischen und kaufmännischen Fähigkeiten zur verantwortlichen
Leitung eines Theaters gesucht. Für die Funktion ist ein Vertrag mit
fünfjähriger Laufzeit vorgesehen.
Schriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf und Gehaltsvorstellungen sind bis
spätestens 31. 12. 2004 (Poststempel) an die "Volkstheater" -
Privatstiftung, A 1070 Wien, Neustiftgasse 1 zu richten (Eingesandte
Unterlagen werden nicht rückübermittelt).

Matinee mit MARCEL PRAWY - "TANNHÄUSER"
Sie sind schon zur Tradition geworden: Die Lesungen von Operntexten durch
SchauspielerInnen des Volkstheaters, gestaltet, am Klavier kommentiert und mit
ausgewählten Toneinspielungen versehen von Marcel Prawy. Diesmal widmet Prof.
Prawy, der Ende des Jahres seinen 90. Geburtstag feiert, einen
Sonntagvormittag einer Oper Richard Wagners: "Tannhäuser", die "große
romantische Oper" des Dichter-Komponisten aus seinen Dresdner Jahren - mit
Andrea Eckert als "Venus" und den Künstlern des Volkstheaters und mit
Musikzuspielungen unter Herbert von Karajan und Giuseppe Sinopoli.
Karten: ATS 100,- 150,- 200,-
EUR 7,27 10,90 14,53
KASSA: (01) 524 72 63 und 524 72 64
mailtot:ticket@volkstheater.at
http://www.volkstheater.at

Volkstheater Wien trauert um Georg Schuchter
Georg Schuchters wichtigste Stationen:
Burgtheater
Schillertheater Berlin
Landestheater Salzburg
Schauspielhaus Zürich
Salzburger Festspiele
Sommerspiele Reichenau
Film und Fernsehen
Georg Schuchter, der aus einer großen Salzburger Künstlerfamilie stammte, war
in den letzten Jahren vorwiegend am Volkstheater Wien tätig. Hier besonders in
Erinnerung:
Leicester in Schillers "Maria Stuart"
Lucio in Shakespeares "Maß für Maß"
Zanga in Grillparzers "Traum ein Leben"
Burgmüller in Jonkes "Gegenwart der Erinnerung"
und eben erst sehr erfolgreich Pedrosa in der Eröffnungspremiere
von Lorcas "Mariana Pineda".
Wir vermissen ihn schmerzlich Emmy Werner

Website der Woche: Volkstheater.at
Theatertour in 3D
Das Volkstheater lädt seit dieser Woche auf seiner Webpage http://www.volkstheater.at
zu einer virtuellen Tour durch das Haus. Mit einer kürzlich von dem Wiener
IT-Consulting-Unternehmen designers.at http://www.designers.at
realisierten Präsentation kann der Besucher das Haus in aller Ruhe, ohne Gedränge
und in 3D erforschen.
In der "Virtual Tour" sind hochwertige Panorama-Aufnahmen des
Foyers, des Zuschauerraums und der Bühne, der Spielbar und des kleinen
Spielraums im Plafonds zusammengefügt. In der 3D-Umgebung kann sich der
Besucher im Foyer um seine eigene Achse drehen und sich von einem Raum zum nächsten
"begeben". Der virtuelle Rundgang ist auf der Hompepage des
Volkstheaters allerdings nur als Quicktime-Präsentation verfügbar. Wer kein
Quicktime-Plug-in herunterladen will, kann die Tour unter http://www.qtvr.at
als Java-Applet betrachten.
Neben dem Rundgang durch das Haus bietet die sparsam aber klar gestaltete
Homepage des Hauses auch einen direkten Zugang zu dem laufenden Programm des
Theaters. Bereits auf der Startseite erhält der Besucher direkten Zugang zu
den laufenden Veranstaltungen einschließlich Pressestimmen und Kritiken.
Wer sich weiter in das Angebot hinein klickt, findet ein reichhaltiges
Angebot einschließlich einer umfassenden Datenbank über aufgeführte Stücke,
Autoren sowie Künstlerinnen und Künstler, ein Servicecenter mit
Kontaktadressen, die Spielpläne des gesamten Jahres und Informationen zum
Kartenverkauf. Einzig eine Möglichkeit, die Karten auch über das Internet zu
reservieren und zu kaufen fehlt noch. Allerdings hat Theaterdirektorin Emmy
Werner diese E-Commerce-Schiene bereits für die nächste Zukunft angekündigt.
