300 Mal Kino bei der Viennale 2004
Knapp 300 Filme aus 44 Ländern bietet die diesjährige Viennale, die vom
15. bis 27. Oktober Wiens Cinephile zum Kino-Marathon in die gewohnten und
bewährten Standorte Gartenbaukino, Urania, Metro und Stadtkino einlädt.
Gemeinsam mit Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und Filmmuseum-Chef
Alexander Horwath präsentiert Viennale-Direktor Hans Hurch am Donnerstag Abend
das Programm, das am 15. Oktober mit "Comme une Image" von Agnés Jaoui eröffnet
wird. Etwa 100 Spiel- und Dokumentarfilme sind im Hauptprogramm zu sehen, wie
immer wird es durch eine Reihe von Tributes, darunter an Lauren Bacall, und
Spezialprogrammen sowie durch die große, Daniéle Huillet und Jean-Marie Straub
gewidmete Retrospektive im Filmmuseum ergänzt. Neuland betritt das Festival mit
der Reihe Propositions, die "Zwölf ausgewählte Arbeiten des Weltkinos" bietet
und mit einer "Lectures"-Reihe mit Jean-Pierre Gorin. Kulturstadtrat
Mailath-Pokorny verwies auf die positive Entwicklung der Viennale, sowohl beim
Publikum wie auch in der internationalen Wahrnehmung, die Präsenz des
österreichischen Films beim Festival und die Konsolidierung der Kinoszene der
Stadt. Der Kartenverkauf für die Viennale beginnt Samstag, 2. Oktober.
Wie immer bietet die Viennale ein weites Filmspektrum mit hohen Anspruch,
das für den globalen "State of Production" steht. Zu sehen sind unter anderem
Weltpremieren und Erstaufführungen von Regisseuren wie James Benning, Wu Ershan,
Jonas Mekas und Harun Farocki, Arbeiten arrivierter Filmemacher wie Jonathan
Demme, Jean Luc Godard, Fracois Ozon, Rudolf Thome, Cédric Kahn und Olivier
Assayas, dessen "Clean" in Cannes mit der Goldenen Palme für die beste
Schauspielerin Maggie Cheung ausgezeichnet wurde. 40 Prozent des Hauptprogramms
machen Dokumentarfilme aus, für die Viennale bewusst ein Podium bildet:
darunter der Film "Watermarks", der die Geschichte von weiblichen Mitgliedern
des ehemaligen Wiener Schwimmklubs "Hakoah" nachzeichnet.
Innerhalb des Hauptprogramms setzt die Viennale mit Propositions eine
gezielten Akzent: zwölf Filme von bekannten wie auch jungen Regisseuren, die für
das Eigensinnige, das Ungewöhnliche in der bestehenden Filmlandschaft stehen.
Neu wie "Propositions" ist auch die Reihe "Working Class", mit der die Viennale
Film Lectures, heuer mit Jean-Pierre Gorin bietet. Institutionalisiert wird der
Viennale Bonus Track. Am Tag nach dem offiziellen Ende des Festivals, also am
28. Oktober, werden die erfolgreichsten Filme nochmals gezeigt.
In einem Tribute to Lauren Bacall sind die Klassiker mit der großen alten
Dame des amerikanischen Kinos zu sehen, die bei der Gala-Vorstellung von "The
Big Sleep" selbst zu Gast sein wird. "Tribute" zollt die Viennale auch dem
gebürtigen Wiener Amos Vogel, der sich in Amerika in verschiedenen Funktionen um
das unabhängige Kino verdient gemacht hat. Spezialprogramme sind dem japanischen
Filmemacher Koreeda Hirokazu und dem Thema "Fear East" gewidmet, letzteres als
Mitternachtsleiste im Gartenbau zu sehen. Gemeinsam mit dem Filmarchiv Austria
zeigt die Viennale Filme von Paul Fejos. Der gebürtige Ungar machte in Hollywood
Karriere und hinterließ mit "Lonesome" (1928) eines der großen Werke der
Filmgeschichte.
Wie immer zeigt das Österreichische Filmmuseum im Rahmen der Viennale eine
große Retrospektive, die diesmal ab Freitag, 1. Oktober, unter dem Titel "Die
Früchte des Zorns und der Zärtlichkeit" dem Werk von Daniéle Huillet und
Jean-Marie Straub gewidmet ist. Kombiniert mit dem Schaffen der charismatischen
Filmemacher sind Filme von John Ford zu sehen, die von Huillet und Straub
ausgesucht wurden.
Ein Special präsentiert die Viennale außerhalb des Festivals: am 10.
November spielt im Gartenbaukino die legendäre Rockband "The Melvins", dazu
laufen drei Filme des bildenden Künstlers Cameron Jamie, insgesamt ein
faszinierendes Gesamtkunstwerk aus Bild und Klang.
Karten für die Viennale gibt es ab Samstag, 2. Oktober, wobei heuer alle
Tickets im freien Verkauf erhältlich sind, womit das System der Reservierung
abgelöst wird. Vorverkaufsstellen gibt es wieder beim Stubentor (Parkring 2),
täglich von 10 bis 20 Uhr, im Generali Center (Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr,
Samstag 10 bis 17 Uhr) und in der Schottentor-Passage (Zeiten wie im Generali).
Tickets per Online-Banking oder Kreditkarte sind über
www.viennale.at/ zu buchen,
Tickets per Kreditkarte auch über A1-Freeline 0800 664 004. Einzelkarten kosten
7,50 Euro, Zehnerblocks 68 Euro, Zwanzigerblocks 116 Euro.

Viennale zieht positive Bilanz
Eine positive Bilanz über die Viennale 2001 zog am Mittwoch Direktor Hans Hurch
in einem Pressegespräch. Sowohl die Zuschauerzahlen als auch die
Gesamtauslastung sei gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Das Programm sei
anspruchsvoll gewesen, man habe notwendigere und spannendere Filme präsentieren
können. Neben den umfangreichen Hauptprogramm neuer Filme hatten die
diesjährigen Tributes, die der Schauspielerin Fay Wray und dem Dokumentarfilmer
Peter Nestler gewidmet waren, ungewöhnliche Beachtung und großen Zuspruch
gefunden.****
Insgesamt umfasste das Programm der Viennale 2001 59 Spielfilme, 36
Dokumentarfilme und 39 Kurzfilme. Das "Tribute To Fay Wray" beinhaltete 9
Spielfilme, das "Tribute To Peter Nestler" 4 Langfilme und 21 Kurzfilme, "Restless
Souls" 8 Spielfilme und im Bereich "Special Programs" wurden 7 Langfilme, 25
Kurzfilme und 2 historische Programme gezeigt.
Im Pressegespräch informierte Hurch über jene Filme, die ausgezeichnet wurden.
Den Fipresci-Preis (Preis der internationalen Filmkritik) erhielt "Lemploi du
temps" von Laurent Cantet. Eine lobende Erwähnung fand "Lovely Rita" von Jessica
Hausner. Der Wiener Filmpreis wurde zu gleichen Teilen an zwei herausragende
Filme vergeben, die das Spektrum des österreichischen Kinos zwischen Spiel- und
Dokumentarfilm reflektieren: "In the Mirror of Maya Deren" von Martina Kudlacek
und nochmals "Lovely Rita" von Jessica Hausner. Der CA-Kurzfilmpreis ging an
Naomi Uman für "Private Movie". Gewinner der Standard-Publikumsjury wurde "Sobibor,
14 octobre 1943, 16 heures" von Claude Lanzmann.
Hurch zeigte sich erfreut, dass 64 von 220 Veranstaltungen restlos ausverkauft
waren. Insgesamt wurden bei der Viennale 2001 inklusive Retrospektive 68.100
Besucher gezählt, die Gesamtauslastung betrug 72,60 Prozent. Dies zeige, so
Hurch, wie sehr die Viennale von Filminteressierten geschätzt werde. Nähere
Details zu der Viennale unter www.viennale.at/

Filmfestival Viennale 2001 läuft an
Direktor Hans Hurch stellt sich einem Publikums-Chat
Mit einer Galavorführung von Nanni Morettis, in Cannes mit der Goldenen Palme
ausgezeichnetem Spielfilm "La stanza del figlio" ("Das Zimmer meines Sohnes")
wird heute, Freitag, die Viennale 2001
http://www.viennale.at
eröffnet. Die Eröffnungsrede hält der deutsche Philosoph und Kulturkritiker
Klaus Theweleit. Bis zum 31. Oktober kommen rund 150 Spiel-, Dokumentar- und
Kurzfilme beim Vienna International Film Festival zur Aufführung. Unter den
zahlreichen Specials, mit denen die Medien Österreichs größtes internationales
Film-Festival begleiten, ist auch ein Chat mit Viennale-Direktor Hans Hurch
geplant. Hurch stellt sich am Dienstag, 23. Oktober, auf der "Standard"-Website
http://derstandard.at/chat
den Fragen des Publikums.
Über die offizielle Viennale-Homepage können nicht nur Karten reserviert
werden, sondern es finden sich dort auch laufend aktualisierte Informationen zu
Begleit-Events und den Publikumsgesprächen, die in den jeweiligen Kinos sowie im
Viennale-Zelt im Stadtpark abgehalten werden. Nach einem Relaunch kann die
Online-Filmdatenbank in diesem Jahr nach verschiedenen Kriterien wie Titel,
Kategorie, Kino, Regie und Datum durchsucht werden. Für die User besteht dabei
die Möglichkeit, einen persönlichen Terminkalender anzulegen und Einsicht in die
eigenen Reservierungen zu nehmen. Als zusätzlicher Service kann ein Newsletter
abonniert werden.
Neben den beiden öffentlich-rechtlichen Radiosendern Ö1
http://oe1.orf.at und FM4
http://www.fm4.at berichtet auch
das Freie Radio in Wien, Radio Orange 94,0
http://www.orange.or.at ,
täglich über das Festivalgeschehen. Eine Sonderbeilage des Stadtmagazins
"Falter" http://www.falter.at
liegt in den Kinos und Vorverkaufsstellen ebenso auf wie eine Sondernummer des
Gratismagazins Skip http://www.skip.at
. Das RAY Kinomagazin
http://www.raykinomagazin.at (vgl. pte:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=010306020 ) hat einen eigenen
Time-Planner mit Filmtipps und Kalendar für die Viennale-Besucher herausgegeben.
Mit einem Viennale-Film-Feature im Internet wartet film.at
http://www.film.at auf, Freikarten
werden im so genannten "Filmfenster" von freikarte.at
http://freikarte.at verlost.
Die Viennale, die einen Überblick über die filmischen Höhepunkte
internationaler Festivals bietet, fand erstmals 1960 statt und verzeichnete
zuletzt rund 65.000 Besucher. Laut Viennale-Angaben gibt es rund 600
akkreditierte Gäste aus Film, Branche und Presse. Die Filmvorführungen finden in
den Wiener Innenstadt-Kinos Gartenbau, Künstlerhaus und Stadtkino statt. Daneben
gibt es Vorverkaufsstellen im Hilton Vienna, Generali Center sowie in der
Schottentor-Passage. Das Österreichische Filmmuseum
http://www.filmmuseum.at
veranstaltet anlässlich der Viennale eine Retrospektive über "Das Kino der
zentralasiatischen Republiken". Für die offizielle Viennale-Website zeichnet die
New-Media-Agentur scharf_net
http://www.scharf.net verantwortlich, Hauptsponsor des Festivals ist die
Creditanstalt.

Viennale vom 19. bis 31. Oktober
In den kommenden Wochen wird Wien das Mekka des internationalen Films sein: Von
19. bis 31. Oktober findet die Viennale statt, die heuer zum 39. Mal präsentiert
wird. Insgesamt werden rund 200 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme gezeigt, zum
größten Teil sind es österreichische Erstaufführungen. Das genaue Programm wurde
am Freitag in einem Pressegespräch vorgestellt, an dem Stadtrat Dr. Andreas
Mailath-Pokorny, der Direktor der Viennale Hans Hurch und der Direktor des
Österreichischen Filmmuseums Peter Konlechner teilnahmen.****
Stadtrat Mailath-Pokorny stellte zu Beginn seiner Ausführungen fest, dass die
Viennale in den vergangenen Jahren konstant erfolgreich gewesen war. So hätten
im Jahre 2000 an zwölf Tagen 64.000 Besucher den Veranstaltungen beigewohnt.
Wenn auch der Publikumserfolg nicht allein ausschlaggebend sei, werte er dies
als positives Indiz. Die Viennale sei auch ein wesentliches Forum für den
österreichischen Film. Heuer würden 20 Produktionen made in Austria gezeigt.
Insgesamt sei es ein anspruchsvolles Programm, das inhaltlich die Besucher
fordern werde. Er sei froh, so Mailath-Pokorny, dass Struktur, Organisation und
finanzielle Absicherung so wären wie sie sind. Grundsätzlich seien die Viennale
wie auch andere Festivals ein gesamtösterreichisches Anliegen und er bedauere
es, dass der Bund die Viennale nur mit einem kleinen Teil unterstütze.
Zur Rolle des österreichischen Films stellte er fest, es gelte das vorhandene
Potential zu fördern. Die Stadt Wien habe versucht, die Mittel zu erhöhen und
auf eine neue Basis zu stellen. Er kritisierte in diesem Zusammenhang die
intensiven Kürzungen beim ORF, die sich speziell im Kulturbereich auswirken
würden. Es sei der falsche Weg, unter dem Deckmantel "Null-Defizit" bei der
Kultur zu sparen. Er, Mailath-Pokorny, sei als Partner dabei, an einer
bereichsübergreifenden Regionalinfrastruktur mitzuwirken. Von Seiten des Bundes
sei der Bundeskanzler gefordert.
Mailath-Pokorny kündigte im Pressegespräch auch an, dass das Filmmuseum, das
unterdotiert gewesen war, von Seiten der Stadt adäquat zu unterstützen.
Zwtl.: Programm der Viennale
Die Viennale wird im Gartenbau-Kino, Stadtkino, Metro-Kino und Künstlerhaus-Kino
beheimatet sein. Im Spielfilmprogramm finden sich Arbeiten wie "La stanza del
figlio" (Das Zimmer meines Sohnes), das beim Festival in Cannes mit der Goldenen
Palme ausgezeichnet wurde. Weitere Erfolgsproduktionen sind "Vou para casa" von
Manoel de Oliveira; Jacques Reivettes "Va savoir" und Jean-Luc Godards
audiovisuelles Gedicht "Eloge de lamour". Tsai Ming-liang, in Cannes 2001 als
bester Regisseur ausgezeichnet, ist mit "What Time Is It There?" ebenso
vertreten wie Jean-Marie Straub und Daniéle Huillet mit "Operai, contadini". Aus
den USA kommen u.a. neue Arbeiten von Joel Coen (The Man Who Wasnt There),
Richard Linklater (Waking Life) und David Mamet (Heist), Terry Zwigoff (Ghost
World) sowie "Pollok", das Regiedebüt des Schauspielers Ed Harris. Aber auch das
Triviale, Bunte und Trashige ist Teil des sinnlichen Reichtums und der Vielfalt
des Programms.
Im Dokumentarfilmprogramm gibt es neue Werke arrivierter Filmmacher wie Jonas
Mekas (As I Was Moving Ahead Occasionally I Saw Brief Glimpses of Beauty),
Frederick Wiseman (Domestic Violence), Claude Lanzmann (Sobibor, 14 Octobre
1943, 16 heures) James Benning (Los) und Trinh T. Minh-ha (The Fourth
Dimension).
Den Kurzfilm versteht die Viennale nicht als bloße Vorform, für Langfilme,
sondern als vitalen und eigenständigen künstlerischen Ausdruck. Das beweisen
Filme wie Luc Moullets "Le système Zsygmondy" oder Naomi Umans "Private Movie".
Dazu kommen Publikumsgespräche und Diskussionen im Viennale-Zelt im Stadtpark,
zu denen Fachleute eingeladen werden.
Der Kartenvorverkauf für alle Programmpunkte der Viennale beginnt am Samstag, 6.
Oktober. Genaue Details über das Programm sowie über alle weiteren Aktivitäten
könnten täglich von 10 bis 20 Uhr unter der A1-Freeline 0800/664 001 oder im
Internet unter www.viennale.at/ eingeholt werden.

Welt-Kino bei der Viennale
Welt-Kino präsentiert die Viennale 2001 von 19. bis 31. Oktober. Einen ersten
Programmüberblick gab Viennale-Chef Hans Hurch bei einem Pressegespräch am
Freitag. Rund 130 Spielfilme - durchwegs österreichische Erstaufführungen -
geben einen umfassenden Überblick über die aktuelle Kinoproduktion um den
Erdball. Neben den internationalen Spielfilmen bietet die Viennale auch wieder
ein interessantes Programm von Dokumentar- und Kurzfilmen, neue österreichische
Filme, Tributes und Spezialprogramme sowie die Retrospektive im Filmmuseum, die
seit Jahren zum festen Bestandteil des Festivals zählt.****
Eröffnet wird die Viennale mit Nanni Morettis "La stanza del figlio", weiters
sind u.a. zu sehen: "Vou para casa" von Manoel de Oliveira, "Va savoir" von
Jacques Rivette, "Eloge de lamour", ein audiovisuelles Gedicht von Jean-Luc
Godard oder "What Time Is It There?" von Tsai Ming-liang. Aus Amerika kommen
neue Filme von Joel Coen, Sean Penn, Richard Linklater und David Mamet, weiters
wartet das Festival mit kinematographischen Entdeckungen, Filmen, die in
ästhetische und inhaltliche Grenzbereiche oszillieren auf.
Das dichte Dokumentarfilmprogramm stellt neue Werke von Filmemachern wie Jonas
Mekas, Frederick Wiseman, Stan Neumann, James Benning und Hartmut Bitomsky, von
dem "B-52" zu sehen ist, vor. Eine Reihe von Kurzfilmen zeigt dieses Medium als
eigenständige künstlerische Gattung.
Stark vertreten ist heuer der österreichische Film, u.a. mit der heimischen
Premiere von Jessica Hausners "Lovely Rita", weiters den Uraufführungen der
dokumentarischen Arbeit "In the Mirror of Maya Deren" von Martina Kudlacek oder
der essayistisch-dokumentarischen Rom-Studie "Die Stadt und die Erinnerung" von
Gabriele Hochleitner.
Viennale-Tributes sind der heute 94jährigen Schauspielerin Fay Wray, dem
Dokumentarfilmer Peter Nestler und - unter dem Motto "Restless Souls" - neuen
Geisterfilmen aus Japan gewidmet. Special Programs gelten u.a. dem Werk des vor
kurzem verstorbenen holländischen Dokumentarfilmers Johan van der Keuken und
Alain Guiraudie.
Die Retrospektive im Filmmuseum, die vom 1. bis 31. Oktober dauert, trägt den
Titel "Aus dem Herzen der Welt" und ist dem Kino der zentralasiatischen
Republiken Kasachstan, Tadschikistan, Kirgistan und Turkmenistan, das in den
letzten beiden Jahrzehnten eine der spannendsten Entwicklungen des Weltkinos
durchmachte gewidmet.
Als Neuheit präsentiert das Festival Viennale -Lectures, Vorträge und Gespräche
zum Thema Film. Eine Buchpräsentation und die dazugehörige Lesung von "Film und
Verhängnis" von Ilse Aichinger und eine Fotoausstellung von Hiroshi Sugimoto,
die amerikanischen Kinoarchitekturen gewidmet ist, komplettieren das Festival.
FIRST PREVIEW VIENNALE
Die FIRST PREVIEW VIENNALE 2001: eine allererste Vorschau auf das Programm
des diesjährigen Festivals, die ersten ausgewählten Tributes, Special Programs
sowie die Retrospektive.
www.VIENNALE.at/deutsch/index.html
The very first preview on the VIENNALE 2001 the program, the tributes,
special programs and this year's retrospective is online.
www.VIENNALE.at/english/index.html
>> NEUE FILME IM ÖSTERREICHISCHEN VERLEIH
>> INTERNATIONALE ÜBERNAHMEN VON PROGRAMMEN DER VIENNALE 2000
>> VIENNALE 2001
Als Nachlese zur VIENNALE 2000 freuen wir uns, Ihnen folgende Mitteilungen
machen zu können, die wir als besonders positive und nachhaltige Auswirkungen
des Festivals betrachten.
>> Neue Filme im österreichischen Verleih
Folgende im Rahmen der VIENNALE präsentierte Filme haben während des Festivals
oder im Anschluss daran einen österreichischen Verleih gefunden und werden
in nächster Zeit regulär in den Kinos zu sehen sein:
I earini synaxis ton agrofylakon (The Four Seasons of the Law) Filmladen
Verleih
(Griechenland 1999, Regie: Dimos Avdeliodis)
George Washington (USA 2000, David Gordon Green) Stadtkino Filmverleih
Les glaneurs et la glaneuse (The Gleaners and I) Filmladen Verleih
(Frankreich 2000, Agnès Varda)
Preisträger der STANDARD-Leserjury
Die innere Sicherheit (Deutschland 2000, Christian Petzold) Stadtkino
Filmverleih
Zamani baraye mastiye asbha (A Time for Drunken Horses) Stadtkino Filmverleih
(Iran/F 2000, Bahman Ghobadi)
Weiters laufen derzeit noch Verleihverhandlungen zu den Filmen
Les destinées sentimentales (Frankreich 2000, Olivier Assayas)
You Can Count on Me (USA 2000, Kenneth Lonergan)
>>Internationale Übernahmen von Programmen der VIENNALE 2000
Die in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Filmmuseum realisierte
Retrospektive
Blacklisted - Movies by the Hollywood Blacklist Victims wird im März 2001
vom renommierten Filmpodium in Zürich übernommen. Im April/Mai 2001 wird
das Programm der Retrospektive im in der Dänischen Kinemathek in Kopenhagen
präsentiert.
Die Werkschau mit Filmen Hartmut Bitomskys, die bei der VIENNALE 2000 große
Beachtung bei Publikum und Presse erfahren hat, wird im kommenden Jahr
sowohl im Musée de Jeu de Paume
in Paris gezeigt, als auch im Rahmen des bedeutenden Dokumentarfilmfestivals
von Yamagata in Japan.

>> VIENNALE 2001
Wir möchten Sie schon jetzt auf den Termin der 39. VIENNALE aufmerksam
machen.
Sie findet von 19. bis 31. Oktober 2001 statt.
Das VIENNALE-Zelt im Stadtpark wurde wie 1997 und 1998 auch diesmal als
Treffpunkt und Ort der Kommunikation genutzt. Es fanden sieben Publikumsgespräche
statt: mit Franka Potente und Tom Tykwer, mit den Tribute-Gästen Richard
Lester, Hartmut Bitomsky und Shinji Aoyama, zur neuen Generation unabhängiger
amerikanischer Filme macher, zur Retrospektive "Blacklisted" und zur
neuen
Filmpolitik in Österreich.
Die Retrospektive "Blacklisted - Movies by the Hollywood Blacklist Victims"
im Österreichischen Filmmuseum stieß auf großes Interesse. Sie wurde bis
dato von rund 4.800 Zuschauern besucht und erfuhr starke Beachtung auch
im Ausland.
Es freut uns ganz besonders, daß zwei Opfer der Blacklist anläßlich der
Retrospektive nach Wien kamen: die Schauspielerin Marsha Hunt und die
Drehbuchautorin
Norma Barzman. Auch die beiden Kuratoren der Schau, Thom Andersen und Noël
Burch, waren anwesend.
Großes Interesse galt der Fotoausstellung der amerikanischen Fotografin
und Filmemacherin Sharon Lockhart im MAK, die am 17.10. in ihrer Anwesenheit
eröffnet wurde. Gezeigt wurden zwei Serien von Fotografien, die in Zusammenhang
mit ihrem neuen Film "Teatro Amazonas" in Brasilien entstanden.
Genauere Daten und Fakten zum Festival finden Sie unter http://www.viennale.at/deutsch/hauptprogramm/aktuell/index_3.html
>> VIENNALE REVIEW
Ein ausführlicher Rückblick auf die VIENNALE 2000 mit Informationen und
Berichten zum Festival, den Gästen, den PreisträgerInnen, mit Fotos und
Pressestimmen ist ab 7. November online unter www.viennale.at.
>> PREISTRÄGER DER VIENNALE 2000
FIPRESCI-Preis (Preis der internationalen Filmkritik)
Jury: Marcel Martin (Frankreich, Präsident), Mireya Castañeda Piñon (Kuba),
Dita Rietuma (Lettland), David Sterritt (USA), Gerald Sturz (Österreich).
Den FIPRESCI-Preis der VIENNALE 2000 erhält Suzhou he (Suzhou River) von
Lou Ye (China/Deutschland 2000, Verleih in Österreich: Polyfilm) für seinen
realistischen und dokumentarisch genauen Umgang mit den Spielregeln eines
Thrillers und für seinen expressiven Einsatz erzählerischer und filmischer
Mittel.
WIENER FILMPREIS
Jury: Elisabeth Büttner, Christine A. Maier, Thomas Mießgang, Klaus Nüchtern,
Barbara Pichler
Der Wiener Filmpreis besteht aus einem Geldbetrag der Kulturabteilung der
Stadt Wien (öS 100.000,-), aus Filmmaterial im Wert von öS 100.000,- der
Firma Kodak und aus einer Sachleistung über öS 40.000,- der Firma Listo
Film und Video.
Der Wiener Filmpreis 2000 geht an The Punishment von Goran Rebic (Österreich
2000, Produktion: Novotny&Novotny Filmproduktion; Verleih in Österreich:
Polyfilm)
Jurybegründung:
Die Jury hat entschieden, den Wiener Filmpreis an "The Punishment" von
Goran Rebic zu vergeben. Es war eine Entscheidung, die uns nicht leicht
gefallen ist, und die erst nach langer, kontroversieller Diskussion zustandekam.
Obwohl Vorbehalte formuliert wurden, etwa gegen eine überbordende
Autorenperspektive,
eine Form des Erzählens, der Differenzierungen entgehen und einen
gelegentlichen
didaktischen Gestus, kam die Jury zu dem Schluss, dass es Goran Rebic gelungen
ist, ein politisches Thema von europäischer Dimension neu zu beleuchten,
die mentale Landschaft Belgrads auszuloten und den im medialen Alltag der
Kriegsberichterstattung unterdrückten Stimmen Gehör zu verschaffen.
CA-KURZFILMPREIS
Zum zweiten Mal vergab die Creditanstalt, der Hauptsponsor der VIENNALE,
in diesem Jahr den CA-Kurzfilmpreis in der Höhe von S 50.000,-- für einen
herausragenden und eigenständigen Kurzfilm eines Filmemachers / einer
Filmemacherin
aus dem Programm des diesjährigen Festivals.
Der CA-Kurzfilmpreis 2000 ging an Abraham Ravett für seinen Film The March
(USA 1999). Die Preisverleihung fand am 16.10. anläßlich der Vorführung
des Films im Metro-Kino statt.
PREIS DER STANDARD-LESERJURY
Der Preis der Standard-Leserjury bei der VIENNALE 2000 geht an Les glaneurs
et la glaneuse (The Gleaners and I, Frankreich 2000) von Agnès Varda.
Begründung: Agnès Varda richtet ihre Aufmerksamkeit auf Menschen, die das
sammeln, was andere Menschen wegwerfen, zurücklassen oder nicht (mehr)
wahrnehmen. Durch das Objektiv ihrer digitalen Handkamera zieht sie den
Betrachter gleichsam mit in eine Wirklichkeit außerhalb der Normen und
der Rationalität der Konsumgesellschaft.
Lobende Erwähnungen wurden ausgesprochen für: Tri bratja (Kasachstan/Japan
2000) von Serik Aprimov und an Esther Kahn (Frankreich/Großbritannien 2000)
von Arnaud Desplechin.
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ENGLISH VERSION
>> SHORT REVIEW
>> VIENNALE REVIEW ONLINE starting November 7th
>> AWARDS AT THE VIENNALE 2000
>> SHORT REVIEW
The 38th VIENNALE has come to an end. Audience numbers grew again, while
the average attendance per screen decreased slightly due to a modified
cinema infrastructure.
The VIENNALE TENT was the meeting point and place of communication: Seven
public talks took place at the tent: One each with the three tributees,
Richard Lester, Hartmut Bitomsky and Shinji Aoyama, one with German actress
Franka Potente and dircetor Tom Tykwer, one with a new generation of young
American filmmakers, one dealing with the VIENNALE retrospective
"Blacklisted
- Movies by the Hollywood Blacklist Victims" and one focussing on the
financial
situtation of filmmakers in Austria.
The VIENNALE "Blacklisted - Movies by the Hollywood Blacklist Victims"
at the Austrian Film Museum was very well received. 4.800 people came to
see the films. The retrospective met with remarkable response nationally
and internationally. The VIENNALE is especially proud of the fact that
two very prominent blacklisted people, actress Marsha Hunt and screenwriter
Norma Barzman, attended the VIENNALE retrospective.
The VIENNALE photo exhibition this year was dedicated to American photographer
and filmmaker Sharon Lockhart who attended the opening. The exhibition
of two of her photo series connected to her latest film "Teatro
Amazonas"
was shown at the MAK - Museum of Applied Arts, and was well attended.
Further information, facts&figures: http://www.viennale.at/english/hauptprogramm/aktuell/index_3.html
>> VIENNALE REVIEW ONLINE starting November 7th
Looking back at the Viennale 2000: Information on the festival, its
guests and prize-winners, items, press comments and pictures will be
online starting November 7th.
>> AWARDS AT THE VIENNALE 2000
FIPRESCI-PRIZE (Prix de la Critique Internationale)
Jury: Marcel Martin (France, President), Mireya Castañeda Piñon (Cuba),
Dita Rietuma (Latvia), David Sterritt (USA), Gerald Sturz (Austria).
The FIPRESCI-Jury at the 2000 Vienna International Film Festival has given
ist prize unanimously to Suzhou he (Suzhou River) by Lou Ye (China/Germany
2000, distributed in Austria by Polyfilm) for ist realistic and documentary
approach to thriller conventions and ist expressive uses of narrative and
cinematic structure.
VIENNA FILM AWARD
Jury: Elisabeth Büttner, Christine A. Maier, Thomas Mießgang, Klaus Nüchtern,
Barbara Pichler
The Vienna Film Award consists of ATS 100.000,-, donated by the Cultural
Department of the City of Vienna, film stock worth ATS 100.000,- provided
by Kodak and post-production services worth ATS 40.000,- provided by Listo-Film
and Video.
The jury has come to a decision and hereby announces the winner of this
year's Vienna Film Award: The Punishment by Goran Rebic (Austria 2000,
Production: Novotny&Novotny Filmproduktion; distributed in Austria by
Polyfilm).
Only after a long and controversial discussion did we manage to take this
decision. Despite reservations, such as against an over-boarding perspective
of the auteur - a narrative form inherently bias and lacking differentiation,
as well as, a somewhat didactic gesture -, the jury acknowledges Goran
Rebic's new approach to a political theme relevant not only in ist European
dimension. In it, he has managed to balance out Belgrade's mental landscape
and succeeds in lending a voice to those who remain unheard in the day-to-day
routine of war media coverage.
THE CA SHORT FILM PRIZE
The Creditanstalt, the VIENNALE'S main sponsor, has for the second time
awarded a prize of ATS 50.000,- to an extraordinary and unique short film
by a young filmmaker included in this year's VIENNALE'S program.
The CA Short Film Prize 2000 goes to Abraham Ravett for his film The March
(USA 1999). The prize has been awarded on October 16, 2000, on the occasion
of the film's premiere at the Metro-Kino.
THE 2000 STANDARD READERS' JURY PRIZE
A jury of readers of the Austrian daily "Der Standard" has awarded its
annual prize to Les glaneurs et la glaneuse (The Gleaners and I, France
2000) by Agnès Varda.
Jury citation: Agnès Varda draws our attention to people who collect what
other people throw away, leave behind or don't care about anymore. Through
the lens of her digital hand-camera she almost draws the viewer into a
reality beyond the rules and the rationalism of our consumer society.
Special mentions were given to Tri bratja (Kazakhstan/Japan 2000) by Serik
Aprimov and to Esther Kahn (France/UK 2000) by Arnaud Desplechin.
