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US-Reisepässe mit RFID-Inlay
Elektronische Reisedokumente mit integriertem Chip

Der deutsche Anbieter chipkartenbasierter Lösungen für die Bereiche Telekommunikation, elektronischer Zahlungsverkehr, Gesundheit und Identifizierung Giesecke & Devrient (G&D) http://www.gi-de.com , wird dieses Jahr mit der Ausgabe der "sichersten Reisepässe der Welt" beginnen. Die neuen Pässen für die US-Regierung besitzen einen integrierten Chip, der persönlichen Daten des Passinhabers speichert.

Die Umschläge der elektronischen Reisedokumente sind mit einem integrierten RFID-Inlay versehen. Die Inlays bestehen aus dem Trägermaterial und einem Chip mit Antenne, der als RFID-Transponder dient. Über die Antenne kann der Chip mit einem Lesegerät kommunizieren, auf dem dann die gespeicherten Daten angezeigt werden. Weiters lassen sich auf dem Chip verschiedene unverwechselbare Merkmale des Inhabers speichern. Diese biometrischen Daten, beispielsweise das Gesichtsbild oder der Fingerabdruck, können mit der gelieferten Technik schnell und einfach überprüft werden.

Zur Speicherung der Daten liefert G&D Chips mit einer Kapazität von 72 kByte. Zentrale Komponente der Lösung ist das G&D-Betriebssystem STARCOS 3.0. Ende des ersten Quartals 2005 sollen die ersten elektronischen Pässe zunächst an Mitarbeiter der US-Regierung ausgegeben werden und im praktischen Einsatz getestet werden.


 

Auch Hawaiis Tsunami-Notfallplan inadäquat
Zuwenig Notunterkünfte und fehlende Warnbojen

Das von internationalen Experten gelobte Tsunami-Frühwarnsystem für den Pazifik scheint nach Angaben des Honolulu Advertiser http://the.honoluluadvertiser.com doch nicht so vorbildlich: So fehlt es an Warnbojen zwischen Hawaii und Japan, aber auch südlich der Big-Island Hawaii. Außerdem fehle es an Notunterkünften im Falle einer Evakuierung.

Hawaii hatte im 20. Jahrhundert mehr als 200 Todesopfer durch Tsunamis zu beklagen. Flutwellen gelten im 50. US-Bundesstaat als der "Killer Nummer Eins", denn um die polynesische Inselgruppe befinden sich zahlreiche aktive Vulkane. Nach Angaben von Ed Teixeira, Vize-Direktor der Civil Defense, fehlen aber Notunterkünfte für mindestens 175.000 Menschen. Mangelhaft sei auch die Ausstattung öffentlicher Gebäude und Schulen. Zudem sei die Bevölkerung nicht ausreichend für den Notfall informiert. Die gesamten Kosten der Verbesserungen belaufen sich auf mindestens 35 Mio. Dollar.

Wie es tatsächlich um eine Frühwarnung stehe, wurde den Behörden 1986 deutlich. Damals führte die drohende Gefahr zu einem Verkehrskollaps in Honolulu. Bei seismischen Aktivitäten oder Erdbeben in den Aleuten bleiben den Hawaiianern etwa drei Stunden Zeit. Bei Beben in Chile etwa 13 Stunden, erklären Teixeira und Jeff LaDouce vom National Weather Service. Dennoch sei dieses System nicht ausreichend, da immer noch Warnbojen fehlen. Die fehlenden Einrichtungen zwischen Japan und Hawaii bereiten den Experten allerdings weniger Kopfzerbrechen, denn um Japan selbst gibt es genügend Warneinrichtungen. Problematischer sei allerdings das Fehlen von Warnsystemen südlich der Großen Insel Hawaii.

"Unter gewissen Umständen könnte nämlich die Gefahr eines Tsunamis auch direkt von der Großen Insel Hawaii selbst ausgehen", meint der Geophysiker Gerard Fryer von der University of Hawaii Manoa. Das würde zu verheerenden Schäden auf der Insel Maui führen. Ein solches Ereignis nennt der Forscher aber in einem Atemzug mit einem gigantischen Meteoriteneinschlag im Pazifik. "Die Chance, dass dies innerhalb der kommenden 10.000 Jahre passiert, ist 50 zu 50. Aber ein solches Ereignis kündigt sich Monate oder Jahre vorher bereits durch kleine Beben an", meint der Wissenschaftler.


 

Der Tagesspiegel: Deutscher Staatsbürger von Amerikanern nach Afghanistan entführt? Staatsanwaltschaft ermittelt


   Berlin (ots) - Ein deutscher Staatsbürger libanesischer
Herkunft, der Ende 2003 von Bayern nach Mazedonien reiste, soll dort
festgenommen und drei Wochen später nach Afghanistan in ein geheimes
US-Gefängnis gebracht und dort misshandelt worden sein. Dies
berichtet der Berliner "Tagesspiegel" (Mittwochsausgabe). Die
Staatsanwaltschaft München ermittelt nun gegen Unbekannt wegen des
Verdachts auf Verschleppung. Auch die "New York Times" berichtete
über den Fall. Nach eigenen Angaben wurde der Mann namens Khaled
El-Masri fünf Monate ohne Verfahren und Kontakt zur Außenwelt
inhaftiert und in dieser Zeit misshandelt. Danach sei er nach
Albanien transportiert und in Tirana in eine Maschine nach Frankfurt
am Main gesetzt worden, jetzt wieder als freier Mann. In
Sicherheitskreisen heißt es, was El-Masri berichte, "sei nicht
unwahrscheinlich".

   Der 41-Jährige berichtete dem Tagesspiegel, dass er am 31.
Dezember 2003 mit dem Bus nach Skopje gereist sei, um dort eine Woche
Urlaub zu verbringen. An der serbisch-mazedonischen Grenze hätten ihn
Grenzbeamte gezwungen, den Bus zu verlassen. Nach El-Masris Angaben
verhörten ihn zivil gekleidete, bewaffnete Personen und beschuldigten
ihn, ein Terrorist zu sein. Sie brachten ihn in ein Hotel in Skopje
und hielten ihn dort 23 Tage fest.

   Wie El-Masri berichtet, wurde er anschließend zu einem Flughafen
gebracht. Schwarz gekleidete, maskierte Männer hätten ihn geschlagen,
ihm mit Messern die Kleidung vom Körper geschnitten und ihn nackt
fotografiert. Gefesselt, mit einem Sack über dem Kopf und unter
Drogen gesetzt habe man ihn in ein Flugzeug gebracht. Sein nächster
Aufenthaltsort war seinem Anwalt zufolge "ein Dreckskellerloch" mit
schlechter Nahrung und schmutzigem Wasser. Mitgefangene und Wärter
sagten El-Masri, er sei in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Auch
hier habe es Verhöre und Schläge gegeben.

   Es seien Amerikaner gewesen, die ihn verhörten, sagt El-Masri. Ihm
seien Verbindungen zu Al Qaida vorgeworfen worden. Weder Botschaft
noch Anwalt oder Familie habe er kontaktieren dürfen. Erst Ende Mai
wurde El-Masri nach seinen Angaben per Flugzeug nach Albanien
gebracht. Gleich nach seiner Rückkehr verständigte er seinen Anwalt
Manfred Gnjidic, der Auswärtiges Amt und Bundeskanzleramt von dem
Bericht seines Mandanten in Kenntnis setzte.

   Der Münchner Staatsanwalt Martin Hofmann sagte dem Tagesspiegel,
El- Masris Schilderungen konnten bis zum erzwungenen Verlassen des
Busses an der serbisch-mazedonischen Grenze bestätigt werden. Für
weitere Ermittlungen in Mazedonien habe das Bundeskriminalamt die
dortigen Behörden kontaktiert. Es gebe, so Hofmann, derzeit "keinen
Anhaltspunkt, dass Herr El-Masri eine Lügengeschichte erzählt".


 

US-Einwanderer werden schnell fettleibig
Forscher: Adipositas als kulturelle Erkrankung falschen Lebensstils

Von den US-Einwanderern sind nur etwa acht Prozent fettleibig. 14 Jahre nach der Einbürgerung steigt diese Zahl allerdings auf 19 Prozent an, wie das Journal of the American Medical Association JAMA http://jama.ama-aassn.org berichtet. Die Forscher schließen aus dem überraschenden Ergebnis, dass Übergewicht eine kulturell vererbliche und "ansteckende" Krankheit ist.

Mita Shanghavi Goel von der Feinberg School of Medicine an der Northwestern University in Chicago hat mit seinem Forschungsteam Daten von mehr als 32.000 Teilnehmern aus dem Jahr 2000 untersucht. 14 Prozent der Untersuchten waren Einwanderer. Insgesamt waren unter den Immigranten 16 Prozent adipös, unter den US-Amerikanern 22 Prozent. Innerhalb eines Jahres nach der Einwanderung konnten die Wissenschaftler noch keine signifikanten Veränderungen feststellen.

Offensichtlich sind fast alle Immigranten davon betroffen: egal ob aus Lateinamerika, Asien oder Weiße. Lediglich bei den schwarzen Einwanderern konnte diese Tendenz nicht festgestellt werden. Die Wissenschaftler bemerken jedoch, dass es in der Untersuchung zuwenig Datenmaterial über diese Bevölkerungsgruppe gebe. Die Forscher fordern nun, dass auch Einwanderer besser über die Folgen der Fettleibigkeit und vor allem über Ernährung aufgeklärt werden müssten. Klar werde aus den Ergebnissen, dass die Anpassung an den amerikanischen Lebensstil - zu viel und zu fettes Essen und keine Bewegung - offensichtlich auch von den Immigranten schnell übernommen wird.
 


 

US-Jugendsender zieht es in die weite Welt
Viacom will Comedy Central international anbieten

Der US-Jugendsender Comedy Central http://www.comedycentral.com soll bald auch ein internationales Publikum zum Lachen bringen. Wie das Branchenportal AdAge berichtet, will Viacom den Kabelsender auch in seinen internationalen Netzwerken anbieten und als Marke aufbauen. In den USA erfreut sich der Sender vor allem bei einem jungen Publikum großer Beliebtheit. Hierzulande ist Comedy Central nur indirekt als Produzent von TV-Serien wie "South Park" bekannt.

"Comedy Central hatte ein höchst außergewöhnliches Jahr", sagte Judy McGrath, Chefin von MTV Networks. Der Sender habe das Potenzial auch außerhalb der US-Grenzen gut anzukommen. Es werde erwogen, den Sender als eigene Marke in internationalen Vertriebskanälen des Medienriesen anzubieten, beispielsweise im Rahmen des Netzwerkes der Hollywood-Tochter Paramount.

Comedy Central hat nicht nur international bekannte Serien wie "South Park" aufzuweisen. Der freche Sender hat auch andere Eigenproduktionen, die sich sehen lassen können. So verfügt er mit "The Daily Show" über eine sehr populäre Talk- und Comedyshow. Viacom hat Comedy Central im vergangenen Jahr von Time Warner zur Gänze übernommen (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=030422019 ). Der Sender entstand aus einer Fusion von Viacoms Comedy Channel und Time Warners Ha! Channel.


 

Konsolidierung auf US-Mobilfunkmarkt hält an
Alltel vor milliardenschwerer Übernahme von Western Wireless

Die Konsolidierungswelle auf dem US-Telekommarkt ist auf die kleinen Provider übergeschwappt. Nachdem im Dezember 2004 mit Sprint http://www.sprint.com und Nextel http://www.nextel.com zwei der größten Mobilfunkprovider des Landes eine "Fusion unter Gleichen" angekündigt haben, ziehen nun die kleineren Anbieter nach. Wie das Wall Street Journal heute, Freitag, unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet, steht das sechstgrößte Mobilfunkunternehmen der USA, Alltel http://www.alltel.com , kurz vor der Übernahme des regionalen Anbieters Western Wireless http://www.wwireless.com .

Der Deal hat ein Volumen von rund vier Mrd. Dollar. Nach der Übernahme würde Alltel laut WSJ mit rund zehn Mio. Kunden in den USA der sechstgrößte Anbieter des Landes bleiben. Zusätzlich setzt Alltel mit dem Deal aber seinen Fuß auf europäischen Boden. Western Wireless hält über seine Tochter Western Wireless International 100 Prozent an dem österreichischen Mobilfunkprovider tele.ring.

Mit dem geplanten Deal hält die Konsolidierung auf dem US-Mobilfunkmarkt an. Nach dem Mega-Merger von Sprint und Nextel sowie der 40 Mrd. Dollar schweren Übernahme von AT&T Wireless durch den Konkurrenten Cingular im Februar des vergangenen Jahres (pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=040217015 ), wird nun eine neue Runde eingeläutet. Die Übernahme von Western Wireless ist nur der erste Schritt einer möglichen Konsolidierungswelle unter den kleineren Providern, die zusammen rund 20 Prozent des US-Mobilfunkmarktes kontrollieren.


 

New York als sicherste Großstadt der USA
Positive Tourismus-Werbung für den Big-Apple

New York ist die sicherste Großstadt der USA. Zu diesem Schluss kommt ein soeben veröffentlichter FBI-Bericht über die Sicherheit in US-amerikanischen Städten. Der "Big Apple" führt demnach bereits zwei Mal diese Statistik. Für Tourismusmanager der Stadt, die niemals schläft, ist das jedenfalls ein Grund zum Jubeln, wie der Focus on Travel News http://www.ftnnews.com berichtet.

In dem FBI-Bericht sind insgesamt 25 US-amerikanische Städte untersucht worden. New York rangiert bei der Kriminalitätsrate an letzter Stelle im ersten Halbjahr 2004. Auch unter den 217 US-Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern lag der Big Apple sehr weit hinten, nämlich an 203. Stelle. Seit 2001 konnte die Zahl an Verbrechen um 26 Prozent reduziert werden, so der FBI-Bericht.

"Der FBI-Bericht macht deutlich, dass New York eine der sichersten Familienurlaubsziele ist", so Cristyne Nicholas NYC Convention & Visitors Bureau-Chefin http://www.nycvisit.com . Mehr als 40 Mio. Touristen besuchen jährlich die Stadt am Hudson River, um sich die Sehenswürdigkeiten, Museen oder Broadway-Shows anzusehen. New York rangiert auch unter den Shopping-Freunden und Gourmets als wahres Dorado. Nach den FBI-Zahlen passieren pro Mio. Einwohner im Big Apple die wenigsten Verbrechen.


 

US-Gericht erklärt Informantenschutz für kriminell
Journalisten bangen um Grundpfeiler ihrer Arbeit

In den USA ist der Informantenschutz, einer der Grundpfeiler der journalistischen Arbeit, in Gefahr, kritisiert die Non-Profit-Organisation Reporter ohne Grenzen http://www.rsf.org . Der US-Journalist Jim Taricani vom TV-Sender WJAR-TV 10 ist von einem Gericht zu sechs Monaten Hausarrest verurteilt worden. Weil er die Identität seines Informanten geschützt hat, erklärte Richter Ernest C. Torres vom US-Bundesbezirksgericht den Journalisten für kriminell. Aus gesundheitlichen Gründen blieb Taricani eine Gefängnishaftstrafe erspart.

Der Informant übergab Taricani eine Videokassette, auf der zu sehen ist, wie ein Mitarbeiter des Bürgermeisters von Providence Bestechungsgeld in der Höhe von 1.000 Dollar entgegennimmt. Zur gleichen Zeit führte das FBI bereits eine Geheimermittlung in diesem Fall durch. Obwohl der Informant seine Identität schließlich selbst bekannt gab, hält Richter Torres an seiner Entscheidung fest.

Das Urteil kommt in den USA inmitten einer Reihe von Klagen gegen Journalisten, die die Identität ihrer Informanten schützen. Die Reporter ohne Grenzen drängen den Kongress zur Unterstützung des Gesetzesentwurfs des Senators Christopher J. Dodd, der es Bundesgerichten, dem Kongress sowie der Exekutive untersagt, Journalisten zu zwingen ihre Quellen bekannt zu geben.


 

USA: E-Payment überflügelt Scheckzahlung
Trend zum Bezahlen per Karte hält an

Im Jahr 2003 hat die Zahl der Transaktionen per Kredit- oder Kontokarte zum ersten Mal die Anzahl der Scheckzahlungen in den USA überholt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 44,5 Mrd. Transaktionen per E-Payment erledigt, 36,7 Milliarden erfolgten via Scheck, ergab eine aktuelle Erhebung der US-Notenbank http://www.federalreserve.gov . Dagegen hat das Scheck schreiben beim Wert der Transaktionen noch die Nase vorn. Insgesamt belief sich der Wert von Scheckzahlungen im vergangenen Jahr auf 39,3 Bio. Dollar, der Wert der E-Payment-Transaktionen jedoch nur auf 27,4 Bio. Dollar.
http://www.federalreserve.gov/BoardDocs/Press/other/2004/20041206/default.htm

"Das Gewicht hat sich vom Scheck schreiben zum elektronischen Bezahlen verlagert und wir erwarten, dass der Trend anhält", sagte der Vizepräsident der US-Notenbank von Atlanta, Richard Oliver. Bis zum Jahr 2007 sollen die elektronischen Transaktionen die Scheckzahlungen auch in punkto Volumen überflügelt haben.

Die letzte Studie dieser Art aus dem Jahr 2000 hatte noch ein komplett anderes Bild ergeben. Vor vier Jahren kamen die Scheckzahlungen auf 41,9 Mrd. Transaktionen und lagen damit noch weit vor den 30,6 Mrd. elektronisch veranlassten Transaktionen. Seitdem sank die Zahl der Scheckzahlungen jährlich um durchschnittlich 4,3 Prozentpunkte. Das E-Payment legte dagegen mit einer jährlichen Wachstumsrate von 13,2 Prozent zu.


 

USA wollen Telearbeit in Behörden forcieren
Gesetzesentwurf droht mit Budgetstreichungen

In den USA sollen Ämter und Behörden ihren Mitarbeitern verstärkt erlauben, ihrer Arbeit mittels Teleworking von zu Hause aus nachzugehen. Einen entsprechenden Gesetzesantrag hat der republikanische Abgeordnete Frank Wolf http://www.house.gov/wolf/ vorgelegt. Demnach droht Ämtern und Behörden, die das nicht tun, eine Kürzung der Budgetmittel.

Der entsprechende Strafpassus ist im umfassenden US-Haushaltsvoranschlag für das kommende Jahr "versteckt", berichtet das Branchenportal Cnet. Ganz konkret wird in dem Passus zwei kleineren Behörden, unter anderem der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission http://www.sec.gov , mit einer Budgetkürzung gedroht, wenn sie ihr Teleworking-Programm nicht auf alle Mitarbeiter ausdehnen.

Darüber hinaus sollen die Ämter und Behörden in Zukunft die Zahl ihrer Teleworker im Drei-Monats-Abstand bekannt geben und einen eigenen Koordinator für die Teleworker ernennen. Laut jüngsten Erhebungen arbeiten nur sechs Prozent der insgesamt 1,7 Mio. Bundesangestellten zumindest einmal pro Woche von zu Hause aus. "Bei all den Vorteilen, die die heutige Technologie bringt, gibt es keine Begründung dafür, sich Tag für Tag in eine Metallkiste zu zwängen, um zum Amt zu fahren und dort den ganzen Tag lang vor einem Computer zu sitzen", schreibt Wolf in einem Statement. Teleworker seien extrem produktiv, die Vorteile dieser Arbeitsform würden die von Managern oft zitierten Nachteile bei weitem überwiegen.


 

US Botschaft präsentiert Website in deutscher Sprache

Die Amerikanische Botschaft  in Wien präsentierte am 16. November 2004 im Amerika Haus offiziell die deutsprachige Version ihrer Website. Die Homepage der US Botschaft in englischer und deutscher Sprache bietet aktuelle Information über die USA, amerikanische Gesellschaft, Politik und Kultur, sowie über Visa- und Einwanderungsbestimmungen.

   Die englischsprachige Version der Website der US Botschaft steht Ihnen unter www.usembassy.at/en/ zur Verfügung.

   Die deutsprachige Version der Website der US Botschaft finden Sie unter www.usembassy.at/de/

   Sie gelangen natürlich auch weiterhin unter www.usembassy.at auf unsere Website.
 


 

USA zurechtgewiesen durch Entscheid der WTO (Welthandelsorganisation) über die Online-Wettgeschäfte von Antigua

Antigua und Barbuda, ein Zwei-Inselstaat in der Karibik, begrüsste heute die Entscheidung der WTO gegen die USA über einen Konflikt über das Recht des Inselstaates, ihre Online-Wettgeschäfte-Industrie in den USA und dem Rest der Welt zu betreiben.

   Die Geschichte von David und Goliath in Erinnerung rufend, hat Antigua, eines der kleinsten Mitglieder der WTO, einen Sieg gegen die USA, dem grössten Mitglied, davon getragen, nachdem Verhandlungen, um den Streit zu schlichten, erfolglos verlaufen sind.

   Die Veröffentlichung des Final Reports (Schlussbericht) der WTO wurde für Ende Juni dieses Jahres erwartet. Auf Anregung von Antigua aber wurde der Termin verschoben, um beiden Parteien Zeit zu geben, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Jedoch blieben Antiguas Bestrebungen für Verhandlungen und Kompromiss ohne Erfolg bei allen vier Delegationsreisen nach Washington diesen Sommer. Ein fünftes und letztes Treffen, welches im letzten Monat in Antigua stattfand, hatte ebenfalls keine Früchte davongetragen. Während den Verhandlungen hatten die USA konsequent an ihrer Position festgehalten, dass sie weiterhin Internet-Wettgeschäfte verbieten und vor Gericht bringen würden. Sie haben sämtliche Vorschläge von Antigua zurückgewiesen, mögliche andere Methoden zur Beschwichtigung der Bedenken der USA über Internet-Wettgeschäfte zu diskutieren.

   "Ich bin überzeugt davon, dass meine Regierung sämtliche Bemühungen unternommen hatte, diesen Konflikt durch bilaterale Verhandlungen mit den USA zu lösen", sagte der Ehrenwerte Dr. Errol Cort, Finanz- und Wirtschaftsminister von Antigua und Barbuda. "Unsere Delegation überreichte den USA eine Reihe von innovativen Vorschlägen, um auf deren Bedenken über Internet-Wettgeschäfte einzugehen. Tatsache aber ist, dass die Bekanntmachung des Berichtes des Panels (WTO Ausschuss) zeigt, dass die Vorschläge, Zugeständnisse und Kompromissmöglichkeiten unserer Delegation von den USA nicht akzeptiert wurden."

   Sir Ronald Sanders, vorgängiger WTO-Gesandter von Antigua, hat sich offiziell dazu geäussert: "Antigua hat wegen den Aktionen der USA gegen Internet-Wettgeschäfte mehr als 90 Millionen US-Dollar in Einkommen und 4.000 Arbeitsplätze verloren. Die USA sagen, sie hätten nichts gegen freien Wettbewerb einzuwenden", sagte er. "Sie wollen aber nur dann freien Handel, wenn er den USA genehm ist."

   Die USA haben eine aggressive Stellung gegen im Ausland basierte Wett-Dienste eingenommen. Dennoch erzielen die US-Behörden beträchtliche Einkünfte von Wett-Diensten innerhalb der eigenen Landesgrenzen. Das Interactive Gaming Council weist darauf hin, dass mindestens die Hälfte des weltweiten Online-Wettenmarktes in den USA beheimatet ist.



Pentagon legt E-Wahl auf Eis
System erscheint Experten als zu verwundbar

Das Pentagon http://www.defenselink.mil hat die für dieses Jahr geplante Einführung eines Internet-Wahlsystems für US-Bürger im Ausland wieder abgeblasen. Mittels SERVE (Secure Electronic Registration and Voting Experiment) sollte den rund sechs Mio. Wahlberechtigten außerhalb der USA, also vor allem Militärs und deren Angehörigen, ermöglicht werden, ihre Stimme online abzugeben. Wie Australian IT http://australianit.news.com.au heute, Freitag, berichtete, hat sich US-Vize-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz nun gegen das Projekt entschieden, weil das Pentagon die "Legitimität der auf diese Art abgegebenen Stimmen nicht garantieren kann."

Dieser Entscheidung ging ein Bericht von Computerexperten http://www.servesecurityreport.org voraus, die im vergangenen Jänner darauf hingewiesen hatten, dass SERVE zu verwundbar sei. So könnten Hacker in das System eindringen und Informationen über die Wähler stehlen. Zudem bieten Internet-Wahlen laut Ansicht der Experten "sowohl Hackern als auch Terroristen zu viele Möglichkeiten, die Wahl in irgendeiner Weise zu manipulieren."

Trotz dieser Befürchtungen hielt das Pentagon ursprünglich daran fest, SERVE bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Herbst einzusetzen. Zudem war ein Testwahlgang bei den Vorwahlen in South Carolina am vergangenen Dienstag geplant. Diesen hat das Pentagon jedoch einen Tag vor der Entscheidung abgesagt.


 

SMS vor verspätetem Boom in USA
Nutzung von Kurznachrichten bei Jugend 2002 verdoppelt

Der in Europa von der Jugend getragenen SMS-Boom hat 2002 auch die USA erreicht. Dort hat sich laut einer aktuellen Studie des Telekom-Marktforschers Telephia http://www.telephia.com im vergangenen Jahr der Anteil der SMS-Konsumenten bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren von 22 Prozent auf 45 Prozent verdoppelt. Insgesamt ist der Gebrauch des Text-Services unter den US-Handybesitzern von zwölf auf 20 Prozent angestiegen. Den Anstieg führt das Unternehmen vor allem auf Werbekampagnen und die Kompatibilität der verschiedenen Anbieter zurück. Bis vor kurzem funktionierten SMS in den USA zwischen konkurrierenden Mobilfunknetzen nicht.

"Im vergangenen Jahr haben wir eine deutliche Veränderung der Gewohnheiten, speziell bei jüngeren Usern, bei SMS und anderen Text-Services festgestellt", erläutert Telephia-CEO Mick Mullagh die Ergebnisse der Studie. Die Hälfte der jungen und 35 Prozent aller Handybesitzer sind demnach an SMS interessiert. 38 Prozent der 18- bis 24-Jährigen verschicken bereits täglich ein SMS. In dieser Gruppe wollen 41 Prozent im kommenden Jahr neue Mobiltelefone kaufen, insgesamt planen dies 32 Prozent der mobil erreichbaren US-Amerikaner. In Deutschland verwenden laut einer Studie des Marktforschers Enigma http://www.enigma-institut.de über drei Viertel aller Handybesitzer auch SMS-Dienste.


 

USA planen umfassendes Web-Monitoring
Provider befürchten Verletzung der Privatsphäre ihrer Kunden

Das Weiße Haus http://www.whitehouse.gov arbeitet zurzeit an einer nationalen Strategie, um das Internet sicherer zu machen ("National Strategy to Secure Cyberspace"). Der Plan sieht vor, von Internet Service Providern (ISP) die Errichtung eines zentralisierten Systems der umfassenden Beobachtung von Vorgängen im Internet zu verlangen. Das berichtet die New York Times (NYT) http://www.nytimes.com heute, Freitag, unter Berufung auf Insider. Demnach soll ein nationales Network Operations Center an der Spitze eines Monitoring-Systems stehen. Ziel sei neben der Früherkennung von Viren auch die Vereitelung von Terroranschlägen. Zahlreiche ISP fürchten, dass bei dem Vorhaben der schmale Grat zwischen berechtigter Kontrolle und Bespitzelung überschritten wird.

Ein derartiges Monitoring-System für das Internet sei erforderlich, weil das Web aus tausenden Providern besteht. Jeder ISP kann nur seinen Bereich des Webs überblicken, so Tiffany Olson vom Critical Infrastructure Protection Board im Weißen Haus. "Keiner kann das gesamte Bild sehen", erklärt Olson. "Wenn etwas passiert, wissen wir es erst, wenn es zu spät ist." Ein Frühwarnzentrum soll daher internet-basierte Angriffe erkennen.

Das System soll auf einer breit angelegten Kooperation zwischen staatlichen Stellen und privaten Betreibern beruhen. Für die Privatsphäre der Kunden bedeutet das nichts Gutes. Ein Frühwarnsystem setzt voraus, Vorgänge im Web bereits während sie geschehen zu erkennen. Ist eine solche Technologie erst etabliert, sei auch Missbrauch möglich und der Schritt zum alles überwachenden Big Brother naheliegend.


 

USA: Mütter sind öfter online als ihre Kinder
Zeitersparnis macht das Web für Mamas attraktiv
 

Mütter in den USA verbringen mehr Zeit im Internet als ihre Kinder. Darüber hinaus geben 70 Prozent aller Mütter an, sich mit dem Web besser auszukennen als ihre Kinder oder Partner, berichtet das Technologiemagazin der Washington Post, Newsybytes http://www.newsbytes.com . Laut einer aktuellen Umfrage des Online-Marktforschers Digital Marketing Services (DMS) http://www.dmsdallas.com , einer Tochter von AOL, unter mehr als 8.000 Müttern verbringen US-amerikanische Mütter durchschnittlich 16 Stunden und 52 Minuten pro Woche im Internet. Teenager kommen laut einer anderen Studie von DMS hingegen lediglich auf einen Durchschnitt von 12 Stunden und 17 Minuten in der Woche.
 

Besonders intensiv ist der Internet-Konsum bei den Müttern, die "am meisten zu tun haben." Darunter versteht die Umfrage alleinerziehende Mütter und jene, die drei oder mehr Kinder haben. Sie verbringen sogar durchschnittlich 20 Stunden pro Woche im Internet. Der entscheidende Anreiz für den Einstieg ins World Wide Web ist für alle Mütter ganz klar die Zeitersparnis. 90 Prozent gaben an, so zumindest zwei Stunden pro Woche gut zu machen.
 

Hauptbeschäftigung im Internet sind für 97 Prozent der Mütter Kommunikation per E-Mail und Instant Messaging Services. 58 Prozent kommunizieren täglich in dieser Art und Weise. An zweiter Stelle steht die Versorgung mit Nachrichten und aktuellen Ereignissen (93 Prozent), gefolgt von Information über lokales Shopping, Unterhaltung und andere lokale Belange (90 Prozent). Auch Gesundheits- (88 Prozent) und Produktinformationen (83 Prozent) sowie Infos über Sonderangebote und Gutscheinaktionen (80 Prozent) haben bei Müttern einen hohen Stellenwert. 80 Prozent geben auch an, gemeinsam mit ihren Kindern Websites zu besuchen.
 

Die beliebteste Zeit, um im Web zu surfen, ist für eine Mehrheit der Mütter zwischen 20 und 22 Uhr. Unterscheidet man aber zwischen berufstätigen Müttern und jenen, die ausschließlich zu Hause arbeiten, so zeigt sich deutlich das die zweite Gruppe andere Präferenzen hat. Hausfrauen surfen mehrheitlich am Vormittag zwischen neun und zwölf Uhr.
 


 

Wahlkampf um das Weiße Haus



Peter Filzmaier und Fritz Plasser präsentieren am Donnerstag, 20. Dezember 2001, ihr im Verlag Leske und Budrich erschienenes Buch Wahlkampf um das Weiße Haus: Presidential Elections in den USA. Die Autoren sind als führende österreichische Politikwissenschaftler an der Universität Innsbruck tätig und stellen durch die Buchpublikation das Resultat ihrer intensiven Wahlforschung 2000 in den USA vor.

Vor dem Hintergrund der dramatischen Auseinandersetzung zwischen George W. Bush jr. und Al Gore beinhaltet das Buch detaillierte Analysen des Wahlsystems, des Wahlergebnisses und der Wahlkampfstrategien sowie auch der Funktionen der Massenmedien. Speziell die Rolle des Fernsehens in einem fragmentierten Multi-Mediensystem sowie die Konsequenzen eines am Marketing orientierten politischen Journalismus für die Politikvermittlung werden untersucht. Filzmaier und Plasser beschränken sich nicht auf den Wahlkrimi 2000, sondern zeigen Innovationen im politischen Wettbewerb der USA in Form einer Langzeitanalyse der Präsidentschaftswahlkämpfe von 1988 bis 2000.

Beispiele für solche Neuerungen, die nach Auffassung der Autoren zugleich europäische Wahlkämpfe prägen werden, sind

- Eine exzessive Meinungsforschung - die wöchentlichen(!)
Ausgaben von Bush und Gore wurden auf jeweils bis zu 500.000
US-Dollar geschätzt - für die zielgerichtete Entwicklung von
Wählerbotschaften (Message Development),
- die thematische Akzentuierung nach der Logik von Medieninhalten
(Sound Bites - die durchschnittliche Länge der
O-Ton-Kandidatenbotschaften betrug 2000 7,8 Sekunden, während es
1988 noch knapp 10 Sekunden und 1968 durchschnittlich 42 Sekunden
waren - und Issue Framing),
- die extrem kostenaufwendige Fernsehwerbung (Air Wars) - in den USA
wurde 2000 Sendezeit für 1,2 Millionen TV-Spots gekauft - in
Verbindung mit einer arbeitsintensiven Wählermobilisierung (Ground
Wars),
- eine steigende Bedeutung des Web Campaigning, für das im Jahr 2000
lediglich eine Generalprobe stattfand, sowie · ein exzessives
Fundraising bis hin zum Begriff einer "Scheckbuch- Demokratie" für
die USA, wo 2000 mehr als drei Milliarden US-Dollar im Wahlkampf
ausgegeben wurden.

Filzmaier und Plasser zur "Amerikanisierung": "US-Wahlen üben auf ausländische Beobachter eine besondere Faszination aus. Die Verlockung, die jeweils neuesten Wahlkampftechnologien zu importieren, ist unzweifelhaft groß. Zwei Drittel aller westeuropäischen Kampagnemanager beziehen aus der regelmäßigen Beobachtung der US-amerikanischen Wahlkampftrends Anregungen für die Modernisierung der Wahlkampfpraxis in ihren Ländern. Auch jeder zweite österreichische Wahlkampfmanager hat in den letzten Jahren mit einem Politikberater aus den USA professionellen Kontakt gehabt."

Die Autoren kommen zur Schlussfolgerung, dass der Wahlkampf in den USA nicht mit dem Wahltag endet, sondern Regierungshandeln als ständige (Medien-) Kampagne stattfindet (Permanent Campaigning). Politik ist der laufende Versuch, durch professionelles Themenmanagement die massenmediale Berichterstattung zu kontrollieren. Für wahlkämpfende Politiker zählen folgerichtig nicht Inhalte, sondern der Grundsatz, als Wahlkämpfer in jeder Situation so zu handeln, als ob man ein Fernsehproduzent wäre.

Peter Filzmaier / Fritz Plasser Wahlkampf um das Weiße Haus:
Presidential Elections in den USA Opladen, Verlag Leske und Budrich, 2001 271 Seiten ISBN 3-8100-3213-1 DM 48,--



 

Us-Kongress genehmigt 15 Mrd.-Dollar-Spritze für US-Airlines
Australien stellt fünf Mrd. Dollar zur Verfügung – Asiatische Länder diskutieren Finanzhilfe
 

Der US-Kongresss hat die Finanzspritze für die schwer angeschlagene US-Luftfahrtindustrie nun definitiv genehmigt. Insgesamt werden 15 Mrd. Dollar zur Verfügung gestellt, um weitere Bankrotte in der Flugindustrie zu vermeiden und die entstandenen Mehrkosten zu decken. Die Finanzspritze beinhaltet eine fünf-Mrd-Dollar-Soforthilfe, der Rest wird in Form von Darlehen zur Vefügung gestellt. Auch Australien reagiert auf die Krise, die sich nun in der weltweiten Luftfahrtindustrie breitmacht, mit finanziellen Hilfen. Die Regierung stellt fünf Mrd. Dollar für australische Airlines bereit. Damit sollen die enorm gestiegenen Versicherungskosten abgedeckt werden.
 

Die US-Regierung will mit ihrer Hilfe vor allem den beiden an den Anschlägen gegen das WTC und das Pentagon in Mitleidenschaft gezogenen Fluglinien American Airlines und United Airlines unter die Arme greifen. Diese Fluglinien sehen sich mit Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe konfrontiert. Die Terroranschläge haben und werden in den USA zu rund 100.000 Entlassungen führen. Erst am Freitag hatte die viertgrößte US-Airline Northwest http://www.nwa.com angekündigt, 10.000 Mitarbeiter abzubauen (pte berichtete: http://web.pressetext.at/reframe.pl.cgi/show.pl.cgi?pte=010921064 ).
 

Auch in Europa, Asien und dem pazifischen Raum liegt die Luftfahrtindustrie darnieder. Die Regierung Australiens wird Quantas und anderen australischen Fluglinien monatliche Zuschüsse zur Deckung der Versicherung gewähren. In Deutschland und Grossbritannien haben die Regierungen ebenfalls die Übernahme der Riskohaftung angekündigt (siehe pte: http://web.pressetext.at/reframe.pl.cgi/show.pl.cgi?pte=010921066 ).Nun überlegen auch asiatische Länder, ihren Luftfahrtunternehmen finanziell unter die Arme zu greifen. Die acht größten asiatischen Fluglininen haben seit dem verhängnisvollen 11. September rund 27 Prozent ihres Börsenwertes eingebüßt. "Wir versuchen gerade unsere Regierung zu überzeugen", so ein Sprecher von Korean Air. Höhere Versicherungskosten würden allein bei Korean Air zu einer jährlichern Mehrbelastung von 171 Mio. Dollar führen. Auch Singapur Airlines oder die taiwanische China Air befinden sich in Verhandlungen mit ihren jeweiligen Regierungen.


 

Amerikaner befürworten Militärschlag gegen Terroristen
80 Prozent nehmen Kriegsausbruch in Kauf
 

Die überwältigende Mehrheit der Amerikaner befürwortet militärische Aktionen gegen die Drahtzieher der Terroranschläge in den USA. Das geht aus einer Umfrage der Washington Post http://www.washingtonpost.com/wp-srv/front.htm hervor. Danach würden 90 Prozent der Bevölkerung Racheakte gegen die für die Anschläge verantwortlichen Gruppen unterstützen. 80 Prozent würden einen Militärschlag selbst auf die Gefahr eines Kriegsausbruchs hin mittragen. Der Vergeltungswille richtet sich dabei auch gegen Länder, die den verantwortlichen Terroristen Unterschlupf gewähren.
 

"Wir müssen härter vorgehen als jemals zuvor", so etwa ein Broker aus Reno, Nevada. Ein regelrechtes "Massaker" forderte ein 20-Jähriger aus Portland, Oregon: "Wenn wir auf einen Krieg zusteuern, dann ist das eine gute Sache. Man muss tun, was man tun muss." Der Wunsch nach unverzüglicher Vergeltung ist so groß, dass zwei Drittel sogar bereit sind, "einige der Freiheiten aufzugeben, die wir haben", um den Terrorismus zu bekämpfen. Im Rahmen der Umfrage wurden Dienstagnacht 608 zufällig ausgewählte Erwachsene befragt. http://a188.g.akamaitech.net/f/188/920/15m/www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A14420-2001Sep11.html
 

Die Stimmen klingen wie ein Echo auf Präsident Bushs Erklärung, die Verantwortlichen für "diese feigen Taten zu jagen und zu bestrafen", ebenso wie alle, die ihnen Zuflucht bieten. Vorschnelle Entscheidungen und ein unsichtbarer Feind könnten die Amerikaner jedoch leicht am Ziel vorbeischießen lassen. Wie etwa nach den terroristischen Anschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania, als sie im August 1998 eine angebliche C-Waffen-Fabrik im Sudan bombardierten, die in Wirklichkeit gar keine war. Im Fernsehen verglich der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger die Anschläge vom Dienstag mit der Attacke von Pearl Harbor, als Japan die amerikanische Pazifik-Flotte vor Hawaii vernichtet hatte. Der Angriff kostete 2.348 Menschen das Leben. Jener 7. Dezember bedeutete 1941 für die USA den Eintritt in den Zweiten Weltkrieg. http://www.stimme.de/dpa/index.cfm?cat=dpa37&id=2076192900
 

In seiner Regierungserklärung am Mittwochmorgen hat Bundeskanzler Gerhard Schröder den USA "jede gewünschte Hilfe" versprochen und die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon eine "Kriegserklärung gegen die gesamte zivilisierte Welt" genannt. Zahlreiche Verbände - darunter der IPPNW http://www.ippnw.de - warnen inzwischen vor einer Gewaltspirale.


 


 

Pfand auf Zigarettenstummel in Maine
Gesetzgeber will Verschmutzung durch Zigarettenkippen eindämmen

AugustEin Pfand in der Höhe von fünnf Cents will der Gesetzgeber im US-Bundesstaat Maine einheben. Grund dafür ist die zunehmende Verschmutzung der Straßen, Gehsteige, Einfahrten und Parkplätze mit Zigarettenstummeln. Im Bundesstaat wurde 1999 das Rauchen in Restaurants und Bars per Gesetz verboten. Nun rauchen die Meisten auf der Straße und werfen ihre Kippen auch dort weg, berichtet die Tageszeitung USA-Today http://www.usatoday.com .

Maine ist in der Umweltgesetzgebung bekannt für rigorose Gesetze: so genannte "Redemption Centers" sammeln seit 1976 alle Flaschen und Dosen und vergüten diese ebenfalls mit fünf Cents. Für die Zigarettenraucher würde sich das zusätzliche Pfand mit einer Teuerung der Zigarettenschachtel um einen Dollar bemerkbar machen.

Nach Bekanntwerden der Gesetzesvorlage formierten sich einige Gruppen gegen den Vorschlag, doch in der Zwischenzeit sieht es, so USA-Today, nicht schlecht aus. Der Bundesstaat Maine könnte mit einem kräftigen Gewinn in der Staatskasse rechnen, denn es wird davon ausgegangen, dass nur etwa die Hälfte der rund 2,2 Mrd. verkauften Zigaretten wieder als Zigarettenstummel retourniert werden. Das bedeutet einen Gewinn von 50 bis 60 Mio. Dollar jährlich.

Auf der anderen Seite müssten die Zigarettenfilter mit dem Hinweis "Redemption Value 5 Cent in Maine" gekennzeichnet werden. Gegner des Gesetzes glauben jedoch, dass Raucher zum Zigarettenkauf einfach in den Nachbarstaat New Hampshire fahren würden, um die zehn Dollar pro Stange Zigaretten zu sparen. Probleme könnte es auch beim Einsammeln der Zigarettenkippen geben, da sich Beamte in den Rückkaufsabteilungen vor den Zigarettenkippen grausen, wie Harold Clough vom Komitee zur Einführung des Pfands berichtet. Der Gesetzesvorschlag soll jedoch demnächst beschlossen werden.


 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:41
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