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Neue Methode für Früherkennung von Hodenkrebs
Samenprobe entlarvt Erkrankung bereits im Anfangsstadium

Wissenschaftler der Universität Kopenhagen http://www.ku.dk/english/ haben ein Protein entdeckt, das es ermöglicht, Hodenkrebs bereits im Frühstadium zu erkennen, berichtet die BBC. Die bisher komplizierten Diagnoseverfahren sollen durch die neue Entdeckung deutlich vereinfacht werden, denn es genügt eine Samenprobe. "Der große Vorteil der neuen Methode liegt darin, dass vor allem junge Männer bereits im pre-invasiven Stadium von Hodenkrebs therapiert werden können", erklärt Niels Skakkebaek, der Leiter der Studie. Europaweit gibt es jährlich 13.200 neu-diagnostizierte Fälle von Hodenkrebs. Am häufigsten tritt er bei Männern zwischen 20 und 39 Jahren auf.

Die Forscher stützten ihre Untersuchung auf frühere Erkenntnisse, welche aufzeigten, dass so genannte CIS-Zellen, die das Frühstadium des Krebses anzeigen, bei bereits betroffenen Patienten nachgewiesen werden konnten. Das Eruieren dieser Zellen war bisher jedoch schwierig, Zeit aufwändig und unzuverlässig. Bei der Analyse von gesunden und betroffenen Samenproben konnten die Forscher ein Protein ermitteln, das von den kranken CIS-Zellen produziert wird, jedoch nicht von den gesunden Hodenzellen. Das AP-2gamma Protein ist somit der Schlüssel für die frühzeitige Erkennung von Hodenkrebs. So gelang es den Forschern den Krebs bei einem 23-jährigen Mann zu diagnostizieren, der eigentlich in dem Sample für gesunde Samenproben geführt wurde.

"Nach unserem Wissen ist dies der erste Fall, bei dem der Krebs bereits im pre-invasiven CIS-Stadium anhand einer Samenprobe diagnostiziert werden konnte, bevor sich das Krebsgeschwür überhaupt entwickelt hat", erklärte Skakkebaek. Die Forscher hoffen nun auf die schnelle Entwicklung eines Screening-Verfahrens, welches das frühzeitige Erkennen von Hodenkrebs ermöglicht.

 


 

Verbesserter Test zur Erkennung von Blasenkrebs
Poteintest liefert innerhalb einer Stunde ein Ergebnis

Wissenschafter des M.D. Anderson Cancer Center http://www.mdanderson.org haben einen schnelleren, billigeren und zuverlässigeren Test zur Erkennung von Blasenkrebs entwickelt. Der Test, der Ergebnisse innerhalb einer Stunde liefert, erkennt ein Protein im Urin, das auf das Vorhandensein eines Tumors hinweist. Derzeit werden Labortests zur Erkennung eingesetzt. Dabei stehen die Ergebnisse fallweise erst innerhalb von einigen Tagen zur Verfügung. Die Forscher erklärten gegenüber dem Journal of the American Medical Association, http://jama.ama-assn.org dass der neu entwickelte Test Menschenleben retten kann. Tests wurden laut BBC bisher mit 1.331 Personen durchgeführt.

Die Forscher luden Patienten zur Teilnahme an einer Testserie ein, die in Verdacht standen an Blasenkrebs erkrankt zu sein. Ausgegangen wurde dabei von Risikofaktoren wie Blut im Urin und Rauchen. Urinproben von allen Patienten wurden gesammelt. Die Hälfte der Proben wurde für Tests nach dem Protein NMP22 eingesetzt. Die restlichen Proben wurden für konventionelle zytologische Tests verwendet, die nach abnormen Zellen im Urin suchen. Zusätzlich wurde eine Blasenspiegelung durchgeführt. Es wird befürchtet, dass Blutungen und Entzündungen dazu führen können, dass bei diesem Verfahren Tumore verdeckt sein können und daher übersehen werden. Aus diesem Grund können weitere Tests erforderlich werden.

Die Kombination einer Blasenspiegelung mit den NMP22-Tests erkannte 93,7 Prozent der Erkrankungen. Im Vergleich mit 88,6 Prozent, die durch die Blasenspiegelung alleine diagnostiziert wurden. Wiederholte Blasenspiegelungen ermöglichten die Erkennung der restlichen Krebserkrankungen. Bei 79 Teilnehmern wurden Blasentumore festgestellt. Insgesamt stellte der NMP22-Test bei 44 Personen eine Krebserkrankung fest. Das entspricht 55 Prozent der Erkrankten. Der zytologische Test machte bei 12 der 76 Getesteten, 16 Prozent, eine Erkrankung erkennbar. Der leitende Wissenschafter Barton Grossman erklärte, dass der neue Test viele Leben retten könne. Er sprach sich für einen Einsatz in Kombination mit einer Blasenspiegelung aus. "Keines der Verfahren ist 100 Prozent sicher. Daher empfiehlt sich eine Kombination."


 

Laptops beeinträchtigen männliche Zeugungsfähigkeit
Das Balancieren auf dem Schoß erhöht Temperatur der Hoden

Männer, die Laptops benutzen, könnten in ihrer Zeugungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Das fanden Wissenschaftler der State University of New York http://www.suny.edu heraus, wie die BBC berichtet. Das Balancieren der Laptops auf dem Schoß erhöhe die Temperatur des Hodensacks. Dies habe bekanntermaßen einen negativen Effekt auf die Spermaproduktion. Die steigende Verbreitung dieser Computer, 150 Mio. Menschen benutzen sie weltweit, mache jedoch weitere Untersuchungen dringend nötig, wie die Autoren der Studie sagten.

Der führende Wissenschaftler Yefim Sheynkin sagte: "Laptops können eine interne Temperatur von über 70 Grad Celsius erreichen. Oft werden sie nahe am Hodensack gehalten. Das ist doppelt schlecht. Denn neben der hohen Temperatur, die sie produzieren, zwingen sie den Benutzer mit fest geschlossenen Oberschenkeln zu sitzen um den Computer zu balancieren, so dass die Hoden zwischen den Schenkeln eingeklemmt sind."

29 gesunde Männer zwischen 21 und 35 Jahren nahmen an der Studie teil. Die Wissenschaftler maßen während des Experiments die Temperaturunterschiede der Hoden, die durch den Laptop und verschiedene Sitzpositionen innerhalb einer Stunde hervorgerufen wurden. Nur das Sitzen mit geschlossenen Oberschenkeln, eine Position, die zum Balancieren des Laptops nötig ist, erhöht die Temperatur der Hoden um 2,1 Grad Celsius. Wenn ein Mann in dieser Position noch einen Laptop auf dem Schoß hat, erhöhte sich die Temperatur der Hoden durchschnittlich um 2,6 Grad Celsius auf der linken Seite und um 2,8 Grad Celsius auf der rechten Seite.

"Für eine normale Spermaproduktion muss eine angemessene Temperatur beibehalten werden", so Sheynkin. "Wir wissen nicht genau, welche Temperatur und Dauer die Spermaproduktion beeinträchtigt." Doch könne wiederholter Gebrauch von Laptops auf diese Weise dauerhaften Schaden verursachen. Bis weitere Studien mehr Informationen liefern, sollten junge Männer ihren Gebrauch von Laptops einschränken.


 

Chirurgischer Erfolg bei Mikro-Penis
Britische Mediziner gehen neue Wege bei der Operationsmethode

Chirurgen haben eine neue Methode zur Operation von so genannten Mikropenissen gefunden, berichtet das University College London http://www.ucl.ac.uk . Etwa jeder 200. Mann wird mit einem solchen Geschlechtsorgan geboren. Gründe dafür liegen in einem inadäquaten Testosteronspiegel im zweiten und dritten Schwangerschaftsabschnitt oder in einer Störung des gesamten Testosteronhaushalts.

Ein normaler Penis misst rund 12,5 Zentimeter, ein Mikropenis weniger als sieben Zentimeter. Dem Medizinerteam des University College ist es nun mit einer neuen Technologie namens Phalloplasty an insgesamt neun Patienten im Alter von 19 bis 43 gelungen, einen Penis mit Gewebe aus dem Arm zu formen. Anschließend wird das Gewebe dazu verwendet, den Penis zu vergrößern. Dabei ist es den Ärzten auch geglückt sämtliche erogenen Zonen zu transplantieren, so dass den Patienten auch ein erfülltes Sexualleben möglich wird. Häufig haben Mediziner Eltern von Kindern, die an Mikropenissen litten, zu einer Geschlechtsumwandung geraten.

Sämtliche Patienten waren nach dem Eingriff mit den Ergebnissen zufrieden, berichtet die Klinik. "Eine solche Operation kann das Leben eines jungen Menschen wirklich wesentlich verbessern", so David Ralph vom UCL-Institut für Urologie. Für viele der Patienten bedeute dies eine Erfüllung des Sexuallebens und damit auch ein Weg zu einem normalen Leben. Dennoch warnt der Mediziner vor den Komplikationen, die ein solcher Eingriff bedeuten kann.
 


 

Soja beeinträchtigt männliche Fruchtbarkeit
Östrogen hat negativen Einfluss auf Spermaqualität

Soja könnte eine Rolle bei männlicher Unfruchtbarkeit spielen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Royal Victoria Hospital http://www.royalhospitals.org gekommen. Soja enthält das weibliche Hormon Östrogen. Eine zu große Menge dieses Hormons wird mit einer schlechten Spermaqualität in Verbindung gebracht. Die Wissenschaftlerin Lorraine Anderson erklärte gegenüber der BBC, http://www.bbc.co.uk dass ein entsprechender Zusammenhang nachgewiesen werden konnte.

Laut Anderson enthält eine Vielzahl von Lebensmitteln Soja. Dazu gehören unter anderem Pizzen und eine ganze Reihe anderer Fertiggerichte. Vielfach wird Fleisch durch das billigere Sojaprotein ersetzt. Soja hat im Vergleich mit allen anderen Nahrungsmitteln die höchsten Östrogenwerte. Die Wissenschaftlerin Sheena Lewis von der Queen's University http://www.qub.ac.uk erklärte, dass man den negativen Einfluss einer sehr sojareichen Ernährung auf die Spermaqualität nachgewiesen habe. Laut Anderson kann eine derartige Ernährung während des Heranwachsens die Fortpflanzungsfähigkeit negativ beeinflussen.
 


Golfkriegsveteranen: Unfruchtbar durch Schutzsubstanzen
Schädigung des Hodengewebes durch Insektizid und Anti-Nervengas-Mittel

Eine im Golfkrieg 1991 eingesetzte Substanz-Kombination zum Schutz vor Nervengas und Insekten könnte US-Soldaten unfruchtbar gemacht haben. Pharmakologen der Duke University http://www.duke.edu glauben, dass die Kombination aus dem Insektenrepellens DEET, dem Insektizid Permethrin und Pyridostigminbromid zur Neutralisierung von Nervengasen das Hodengwebe und die Spermienproduktion geschädigt haben. "Die neue Studie könnte erklären, warum einige Golfkrieg-Veteranen an Unfruchtbarkeit und sexuellen Störungen litten", erklärte Studienleiter Mohamed Abou-Donia.

Die Ergebnisse basieren auf Tierversuchen. Im Experiment mit Ratten schädigte die Dreier-Kombination das Hodengewebe von Ratten, schreiben die Forscher im Fachblatt "Journal of Toxicology and Environmental Health". Die Chemikalien führten zur Zelldegeneration und zum Zelltod in verschiedenen Strukturen der Hoden. Die Schädigung fiel noch schlimmer aus, wenn die Ratten gleichzeitig moderatem Stress ausgesetzt wurden. "Es scheint, dass mäßiger Stress gemeinsam mit der Substanz-Kombination zu den schwersten Störungen im Hodengewebe und der Spermienproduktion führte. Diesen Konditionen waren wahrscheinlich auch einige Soldaten Golfkrieg ausgesetzt", glaubt Abou-Donia.

Am stärksten beschädigt wurden die Keimzellen sowie die Spermatozyten, aus denen sich Spermien bilden. Daneben wurden auch die Samenkanälchen, in denen die Samenzellen heranreifen, ebenso wie die als Nährzellen fungierenden Sertoli-Zellen in Mitleidenschaft gezogen. Immer wieder habe sich bei den Messungen gezeigt, dass die schwere Degeneration in Gegenwart mehrerer Chemikalien auftritt. "Dies lässt vermuten, dass es zwischen den Substanzen einen Synergie- oder additiven Effekt gibt", erklärt der Forscher.

Die testikuläre Schädigung korrespondiert mit Angaben früherer Versuche, wonach es bei Ratten infolge einer Chemikalien-Stress-Kombination zu Schädigungen des Zentralnervensystems kam. In der im August 2002 im Fachblatt "Neurobiology of Disease" veröffentlichten Studie wurde von einer erhöhten Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke berichtet. Dadurch konnten normalerweise blockierte Substanzen in das Gehirn eindringen. Für das bloße Augen waren die Veränderungen bei den Tieren nicht sichtbar. Die Forscher fanden aber zahlreiche abgestorbene Nervenzellen in der Großhirnrinde, im Kleinhirn und im Hippocampus. Diese Defizite wurden aber in derart spezifischen Gehirnregionen gefunden, dass sie bei lebenden Menschen nicht gemessen werden können. "Aus diesem Grund ist es so schwierig, die Defizite klinisch zu erheben. Tierstudien sind deshalb so wichtig, um ein besseres Verständnis über die zelluläre Schädigung zu bekommen", resümiert Abou-Donia.
 


 

Pille für den Mann ohne Hormone
Medikament gegen Erbrankheit mit kontrazeptiven Eigenschaften
 

Ein Medikament, das für die Behandlung des seltenen Gendefekts, der Gaucher-Krankheit, eingesetzt wird, könnte sich auch als Verhütungsmittel für Männer eignen. Im Versuch mit männlichen Mäusen haben sich die kontrazeptiven Eigenschaften der als "NB-DNJ" (N-Butyldeoxynojirimycin) bezeichneten Substanz bestätigt. Wissenschaftler des Glycobiology Institute der Oxford University vermuten, dass das Medikament, das die Spermien schwer schädigt, auch keine Nebenwirkungen besitzt. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Proceedings der amerikanischen Akademie der Wissenschaften (PNAS) http://www.pnas.org veröffentlicht.
 

Die Wissenschaftler um Aarnoud van der Spoel erklärten gegenüber BBC-Online http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/2557953.stm , dass die kontrazeptiven Eigenschaften des Medikaments zufällig entdeckt wurden. Es wird vermutet, dass die Substanz die Bildung der so genannten Glykosphingolipide stört. Glykosphingolipide bestehen aus Zucker und Fett und spielen eine wesentliche Rolle in der Spermienbildung. Die Substanz bewirkt somit die Bildung missgebildeter Spermien.
 

Behandelte Mäuse hatten kaum bewegliche Spermien. Zusätzlich stieg bei den Tieren die Zahl defekter Akrosome, kappenartiger Strukturen, die die Spermienköpfe umgeben und die Spermien beim Eindringen in die schützende Eizellenhülle unterstützen. Laut Forschern hatte NB-DNJ keine Auswirkung auf die Fruchtbarkeit der Weibchen und den männlichen Testosteron-Spiegel. Wurde bei den Männchen das Medikament abgesetzt, entwickelten die Mäuse wieder funktionsfähige Spermien.
 

Bis die Substanz für Patienten zugänglich ist, sind noch intensive Forschungsarbeiten nötig. Im Test mit Gaucher-Patienten erwies sich das Medikament aber als sicher. Diese Tatsache, dass zur Verhütung nur ein Bruchteil der bei der Gaucher-Krankheit verwendetetn Dosis nötig ist, könnte den Prozess beschleunigen. "Bislang gibt es keinen Beweis, dass das Medikament bei gesunden Menschen wirkt", erklärte van der Spoel. In Europa ist NB-DNJ zur Behandlung der Gaucher-Krankheit zugelassen. Die Gaucher-Krankheit wird durch einen vererbten Gendefekt ausgelöst. Das Gen sorgt bei Gesunden für die Herstellung eines Stoffwechselenzyms, welches die Verdauung und Verarbeitung eines bestimmtes Fettes gewährleistet. Wenn das Enzym fehlt sammelt sich das Fett in Leber, Milz und Knochenmark des Kranken an. Dadurch werden diese Organe an ihrer Arbeit gehindert. Die Folgen sind Schmerzen, Schwäche, Gelbsucht, Knochenschäden und Blutarmut bis hin zum Tod. Seit 1991 gibt es eine erfolgreiche Enzymersatztherapie. Diese kann die Krankheit stoppen und Schädigungsprozesse oft sogar umkehren.
 


 

Cranberry-Saft kann Harnwegerkrankungen reduzieren
Neue Studie: Cranberry hilft präventiv bei der Infektion
 

Wer häufig unter Harnwegsinfekten (HWI) leidet hat nun mehr denn je einen wissenschaftlich belegten Grund, die Cranberry zu einem Bestandteil der Prävention zu machen. Eine neue, am 30. Juni 2001 im British Medical Journal veröffentlichte Studie zeigt, dass bei regelmässigem Genuss von Cranberry-Saft anscheinend die Zahl der HWI bei weiblichen Testpersonen um mehr als die Hälfte (56 Prozent) geringer war.
 

Bereits frühere Forschungsergebnisse stellten einen Zusammenhang her zwischen Cranberries (einer grösseren Verwandten der Preiselbeeren) und der Reduktion von Bakterien, die für HWI verantwortlich sind. Diese neuen Ergebnisse unterstützen die Rolle der Cranberry bei der Prävention der schmerzhaften Infektionen.
 

Forscher an der University of Oulu, Finnland, führten eine offene, nach dem Zufallsprinzip angelegte, kontrollierte Studie mit 150 Frauen im Durchschnittsalter von 30 Jahren durch. Alle Frauen hatten mindesten ein Mal eine HWI durchgemacht. Die Studie diente dazu, den Effekt von Cranberry-Saft und einem Lactobacillus GG (L.GG)-Getränk auf HWI-Rückfälle bei Frauen zu ermitteln. Nach dem Random-Prinzip wurden die Frauen in drei Gruppen von je 50 Personen aufgeteilt. Die erste Gruppe erhielt täglich 50 ml Cranberry-Saft über einen Zeitraum von sechs Monaten, die zweite 100 ml des L.GG-Getränks an fünf Tagen pro Woche über einen Zeitraum von einem Jahr. Die dritte Gruppe diente als Kontrollgruppe.
 

Das Vorkommen von HWI in den drei Gruppen zeigte markante Unterschiede. Nach sechs Monaten hatten in der L.GG-Gruppe 19 Frauen (39 Prozent) und in der Kontrollgruppe 18 Frauen (36 %) mindestens einen HWI erlitten, aber nur acht Frauen (16 %) in der Cranberry-Gruppe. Mit anderen Worten hatte die Cranberry-Gruppen um 56 % seltener eine HWI durchgemacht als die anderen Gruppen.

Die vom ,British Medical Journal‘ veröffentlichte Studie baut auf früheren Forschungsergebnissen auf und bringt einen erneuten Beweis dafür, dass der regelmässige Konsum von Cranberry-Saft bei der Prävention der schmerzhaften HWI wirkungsvoll sein kann. Diese neue Studie zeigt, dass Bestandteile der Cranberries bestimmte gefährliche Bakterien im Körper kampfunfähig machen und am Anhaften hindern können. Tatsächlich legen neue Untersuchungen nahe, dass der Anti-Adhäsions-Effekt der Cranberry auch ausserhalb der Blase wirken kann, um bestimmte Bakterien in anderen Körper-Regionen ausser Gefecht zu setzen, wie zum Beispiel im Magen und in der Mundhöhle.


 


 

 

 

Am 15. und 16. Juni findet  in Wien das international hochkarätig besetzte Fachsymposium "The Aging Bladder" ("Die alternde Blase") statt. "Wir Urologen können es nicht hinnehmen, dass so weit verbreitete Beschwerden des alternden Menschen wie verstärkter Harndrang und zeitweilige Dranginkontinenz wenig beachtet bleiben", so Univ.-Doz. Dr. Wilhelm Hübner, einer der Organisatoren und Vorstand der Abteilung für Urologie am KH Korneuburg. "Der Patient selbst, das Gesundheitssystem und die Gesellschaft können von den Erfolgen der Medizin auf diesem Gebiet profitieren. Deshalb ist jede Anstrengung gerechtfertigt, die betroffene Öffentlichkeit zu erreichen."



Neues Potenzpräparat gegen Erektionsstörungen zugelassen
Europäische Kommission erteilt Zulassung für Ixenseâ
 

Takeda Pharma Österreich gab heute bekannt, dass am 28. Mai 2001 Ixense‚ (Apomorphin-Hydrochlorid Sublingualtabletten) für die Behandlung der Erektilen Dysfunktion (ED) von der Europäischen Kommission zugelassen wurde und damit auch in Österreich in Kürze erhältlich sein wird.
 

Erektionsstörungen betreffen in Europa mehr als 36 Mio. Männer aller Altersklassen. Die Häufigkeit und Schwere des Krankheitsbildes nimmt mit steigendem Alter zu. Eine Studie ergab, dass mehr als 52% aller Männer im Alter zwischen 40 und 70 Jahren in unterschiedlichem Ausmaß an Erektiler Dysfunktion (ED) leiden. 33% dieser Fälle wurden darin als minimale Erektionsstörung klassifiziert, 48% als mäßig und 19% als vollständig.
 

Ixense‚ unterscheidet sich wesentlich von allen gegenwärtig erhältlichen, oralen Behandlungsoptionen und wird die Therapiemöglichkeiten für Erektile Dysfunktion (ED) erweitern. Ixense‚ ist das erste zentral wirksame, orale ED-Medikament und wirkt in den Regionen im Gehirn und Rückenmark, welche die Erektion steuern. So wird der natürliche Erektionsmechanismus nachvollzogen und verstärkt. Nach sublingualer Verabreichung stellt sich rasch eine Erektion ein. Der Wirkungseintritt erfolgt durchschnittlich nach ca. 18 Minuten, so dass die Patienten in ihrem Sexualleben spontan und flexibel bleiben.
 

Ergebnisse mit mehr als 5.000 Patienten zeigen, dass Ixense‚ bei den meisten Patienten wirksam und gut verträglich ist. Die Wirksamkeit wurde primär durch das Zustandebringen einer Erektion, die ausreichend für den Geschlechtsverkehr ist, gemessen, wobei die Ergebnisse sowohl auf der Patienten- als auch auf der Partnereinschätzung basieren.
 

"Die Zulassung von Apomorphin ist eine wichtige Neuigkeit für Männer mit Potenzstörungen. Damit gibt es jetzt eine wirkliche Wahl in der first-line Therapie der Erektilen Dysfunktion" kommentiert Doz. Dr. Andreas Jungwirth, Vorsitzender des Arbeitskreises Andrologie und sexuelle Funktionsstörungen der Österreichischen Gesellschaft für Urologie. Jungwirth weiter: "Ixense‚ demonstrierte gute Wirksamkeit und Verträglichkeit bei vielen Patienten. Der rasche Wirkeintritt von Ixense‚, welches eine Erektion nach nur 18 Minuten bewirken kann, ist sicherlich ein positiver Aspekt, führt er doch zu mehr sexueller Spontaneität."
 

Ixense‚ wird in Form von 2 mg und 3 mg Tabletten verfügbar sein. Die Patienten sollten mit der 2 mg Dosis beginnen und, wenn notwendig, auf 3 mg erhöhen. Mindestens 8 Stunden sollten zwischen den einzelnen Einnahmen vergehen, somit kann Ixense‚ bis zu 3mal täglich angewendet werden.
 

Takeda ist eine forschungsorientiertes, weltweites Pharmaunternehmen mit Zentrale und Forschungsschwerpunkt in Japan. Als einer der international führenden Pharmahersteller entwickelt Takeda neue und innovative Medikamente gegen zahlreiche weitverbreitete Krankheiten.
 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Takeda Pharma, Seidengasse 33-35, 1070 Wien, Tel. (01) 524 40 64.
 


 

Penis steht nicht auf Rauchen
Bluthochdruck und Zigaretten machen Männer schwach
 

 Bluthochdruck und Zigaretten sind für eine 26 Mal höhere Impotenzrate bei Männern verantwortlich. Das erklären amerikanische Forscher des Wake Forest University Baptist Medical Center http://www.wfubmc.edu in einer neuen Studie. Rauchen habe sowohl akute als auch chronische Effekte auf die Erektion, so der Studienleiter John Spangler.
 

Selbst bei ehemaligen Rauchern sei das Risiko noch immer elf Mal größer als bei Nichtrauchern. Der Zigarettenkonsum wirke sich auch negativ auf die Durchblutung des Penis aus. "Durch die Verhärtung von Arterien und die Verengung von Blutgefäßen in der Beckengegend kommt es zu einer Blutunterversorgung des Penis", so Spangler.
 

Alle Patienten mit einer erektilen Dysfunktion sollten auf ihre Rauchgewohnheiten untersucht werden. Außerdem empfiehlt der Wissenschaftler, dass Männer über die schwerwiegenden Folgen des Zigarettenkonsums informiert werden sollten. "Erektile Dysfunktionen und Blutdruck stehen ohne Zweifel miteinander in Verbindung."
 

Ian Banks, Sprecher der British Medical Association (BMA) http://web.bma.org.uk erklärte gegenüber BBC, dass bereits bekannt war, dass Rauchen und Bluthochdruck Auswirkungen auf die Potenz hätten. Neu sei hingegen die Dimension. "Die Botschaft ist eigentlich einfach: Aufhören mit den Zigaretten", so der Mediziner. Allein in Großbritannien gebe es rund 100.000 Männer zwischen 40 und 50, die aufgrund des Tabakkonsums impotent sind, so Godfrey Fowler vom Oxford University Health Department. "Leider wissen die wenigsten Männer über den Zusammenhang von Zigaretten und Impotenz Bescheid."
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:41
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