Ungarn News
Unterwegs in Ungarn: Debrecen - Zwischen
Kalvinismus und Kurbetrieb
Debrecen, Ungarns zweitgrößte Stadt, die sich den unverfälschten Charme
einer ungarischen Kleinstadt erhalten hat, ist die Hauptstadt der Nördlichen
Großen Tiefebene. Auf Grund ihrer Rolle in der Reformationszeit trägt sie den
Beinamen "Rom der Kalvinisten". 1849 machte der Freiheitskämpfers Lajos Kossuth
Debrecen zu seinem Hauptquartier. Am 14. April des gleichen Jahres verlas er in
der Großen Kirche die Deklaration zur Unabhängigkeit von der Monarchie. Heute
ist Debrecen - drei Autostunden östlich von Budapest, nahe der rumänischen
Grenze, gelegen - eine junge und lebendige Studenten- und Kulturstadt. Nicht nur
die zahlreichen Feste wie das Frühlingsfestival vom 15. März bis zum 3. April
2005 oder der Blumenkarneval vom 15. bis zum 20. August 2005 machen einen
City-Trip in Ungarns Osten lohnenswert.
Das Wahrzeichen Debrecens, die klassizistische Große Kirche der Reformierten,
beherbergt als Museum die Originaleinrichtung einer reformierten Schule, alte
ungarische Goldschmiedearbeiten und andere Handwerkskunst sowie eine
denkmalgeschützte Bibliothek. Neben dem klassizistischen Rathaus zählen auch die
Klein- und Rotkirche, die Synagoge, die Griechisch-Katholische Kirche sowie die
Lajos Kossuth-Universität zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ebenfalls einen
Besuch wert: Mitteleuropas größte Windmühle. Lebensader der Stadt ist die
Marktstraße, die Piac utca, an der zahlreiche Häuser aus Klassizismus und
Jugendstil stehen. Im Norden der Stadt, nur etwa 15 Minuten vom Zentrum,
befinden sich die ausgedehnten Parkanlagen des Großen Waldes (Nagyerdő).
Das Naherholungszentrum ist das älteste Naturschutzgebiet Ungarns. Nach einem
Stadtbummel lässt es sich hier auf dem Bootsteich, im Zoo oder Vergnügungspark
entspannen. Entspannung wird in der Kurstadt Debrecen ohnehin groß geschrieben.
Das Heil- und Strandbad im Großen Wald hat insgesamt 18 Innen- und Außenbecken
mit einer Wasserfläche von über 6.000 Quadratmetern. Die Becken sind mit
Thermal- oder Süßwasser gefüllt, mit angenehmen Temperaturen zwischen 20 und 40
Grad Celsius, von unterschiedlicher Größe, darunter ein Sportbecken mit
olympischen Maßen. Die jüngste Attraktion ist das "Aquaticum", eine "tropische"
Badeerlebniswelt mit Rutschen, Whirlpoolinseln und zahlreichen anderen
Erlebnisbereichen innen und außen. Im eigentlichen Kurzentrum werden chronische
Gelenkentzündungen behandelt, aber auch Herz- und Kreislaufbeschwerden,
gynäkologische und neurologische Leiden. Zahlreiche Dienstleistungen rund um
Gesundheit, Regeneration, Fitness und Wellness werden ebenso unter fachlicher
Aufsicht angeboten, wie etwa Massagen, Sauna, Solarium, Sprudelbäder, Pediküre
oder Gymnastik.
Debrecen ist der ideale Ausgangspunkt, um die Hortobágy-Puszta, die letzte
ausgedehnte Heidelandschaft Mitteleuropas und anerkanntes UNESCO-Welterbe, zu
erkunden. Und manchmal erlebt man bei einem Reitausflug oder einer Kutschfahrt
etwas, das man ansonsten nur in der Wüste erwartet - eine flimmernde Fata
Morgana am Horizont. Informationen: Tourinform-Büro. H-4024 Debrecen, Piac u.
20. Tel. 0036/52/412250, Fax 0036/52/316419, E-Mail:
debrecen@tourinform.hu, Internet:
www.debrecen.hu.

Per Mausklick nach Nordungarn reisen -
Virtuell unterwegs via www.nordtur.hu
Im digitalen Zeitalter des 21. Jahrhunderts schrumpft der Globus auf
Bildschirmgröße, lassen sich Weltreisen per Mausklick in Sekundenschnelle
antreten - und auch Ungarns Norden lässt sich hier bequem von zu Hause aus
erkunden. Unter www.nordtour.hu
präsentiert sich die touristische Region im überarbeiteten Webdesign und mit
noch mehr Service.
Wer sich auf der Startseite für eine der vier angebotenen Sprache, darunter
Deutsch und Englisch, entschieden hat, landet gleich mit dem nächsten Klick in
der bunten Themenvielfalt Nordungarns: Wein & Gastronomie,
Gesundheits-Tourismus, Dorf-Tourismus, Burgen & Schlösser, UNESCO-Welterbe,
Aktivurlaub sind nur einige Menüpunkte, in die man tiefer eintauchen kann.
Hilfreich und optimal positioniert gleich in der linken oberen Ecke - die
Top-Tipps, die konkrete Reisetipps und -angebote enthalten. Die interaktive
Kopfleiste navigiert den User schnell zu einem Veranstaltungskalender mit
integrierter Suchfunktion, der aktuellen Wetterlage oder Anreiseinformationen.
Lust auf mehr Nordungarn macht die beeindruckend umfangreiche Bildergalerie
mit fast 2.300 nach Themen sortierten Fotomotiven aus der gesamten Region: Weit
über 500 Unterkünfte, rund 100 Museen, 85 Weinkellereien und vieles mehr sind
nur ein paar Beispiele. Lobenswert: die übergeordnete Suchfunktion, die nicht
nur in Texten, sondern beispielsweise auch in der Landkarte fündig werden kann.
Wer zudem allgemeine Ungarn-Informationen speziell aufbereitet für den
österreichischen Markt sucht, der wird auf
www.ungarn-tourismus.at
fündig. Die Startseite präsentiert sich in Ungarns Nationalfarben rot, weiß und
grün. Stimmungsvolle Fotos laden ein, sich bestimmte Topthemen - wie etwa
Wellness- und Kurangebote, Urlaub am Plattensee, Budapest, Schlösser,
Weingebiete und Aktivurlaub - näher anzuschauen und auf die weiterführenden
Seiten zu klicken. Mehrere unterschiedliche Navigationsleisten erleichtern die
schnellere Orientierung: So können User im Serviceteil nicht nur allgemeine
Einreisehinweise abrufen, sondern finden auch (Reise-) Literaturtipps, die
Messe-Präsenz, den Pressebereich oder den Veranstaltungskalender. Bei
"Reisearten" erfolgt der Einstieg von A wie Aktivurlaub bis W wie Wellness &
Kuren. Wer sich geografisch Ungarn annähern möchte, der wählt den
Rechercheeinstieg über die Ungarnkarte und klickt die gewünschte Region an - die
wiederum per Links zu den Web-Pages der Region, wie etwa Nordungarn, enthalten.

Ungarn - Geheimtipp der Woche: Durch
Epochen wandeln: UNESCO-Welterbe Benediktinerabtei Pannonhalma
Ungarns ältestes und bedeutendstes Kloster finden Reisende im
transdanubischen Pannonhalma, 100 Kilometer westlich von Budapest gelegen. Schon
von weitem ist die burgähnliche, tausendjährige Benediktinererzabtei zu sehen,
die sich samt ihrer natürlichen Umgebung seit 1996 mit dem Titel des
UNESCO-Welterbes schmücken darf. Das Klosterleben auf dem "Heiligen Berg von
Pannonien" begann im Jahr 996. Doch der älteste Teil des heutigen Klosters geht
auf die Erneuerung der Anlage als Festung zu Beginn des 13. Jahrhunderts zurück.
Aus dieser Zeit stammt beispielsweise die reichlich verzierte Krypta. Kirche und
Kloster, die Ungarn-Reisende heute hier sehen, wurden im Laufe der Jahrhunderte
mehrmals erneuert und erweitert. So vereinen die Gebäude unterschiedlichste
Epochen - ein Eldorado für Freunde der Kunstgeschichte: Frühgotik trifft hier
auf Barock, Spätgotik auf Klassizismus, Romanik auf Renaissance.
Noch heute ist Pannonhalma das Zentrum der ungarischen Benediktiner,
insgesamt leben hier 40 Mönche sowie etwa 320 Internatsschüler. Nach dem
Eintritt durch das moderne Haupttor werden Besucher daher rechts von der
barocken Erzabtei und links vom Säuleneingang des Gymnasiums empfangen. Durch
mehrere hintereinander gelegene Höfe gelangt man auf den Vorplatz der
Abteikirche - von hier bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das
wildromantische Bakonygebirge und die Kleine Tiefebene.
Bestimmt wird die Klosteranlage vom 55 Meter hohen, klassizistischen Westturm
der Kirche, erbaut um 1830 von János Packh. Die dreischiffige Abteikirche ist
bereits die dritte Kirche nach Gründung des Klosters. Eins ihrer Highlights ist
das Prunkportal, die sogenannte Porta Speciosa, von dem man vom südlichen
Seitenschiff in den Kreuzgang gelangt. Mit seinen Säulenpaaren aus rotem Marmor
und weißem Kalkstein zählt das Portal nicht nur zu den wertvollsten
architektonischen Werken Pannonhalmas, sondern auch zu den bedeutendsten
spätromanischen Baudenkmälern Ungarns.
Ein weiterer Höhepunkt erwartet Besucher des UNESCO-Welterbes in der
Bibliothek: Der prächtige klassizistische Bibliothekssaal zeichnet sich vor
allem durch sein Fresko aus - eine Darstellung Minervas, der Beschützerin der
Künste und Wissenschaften. Mit ihren rund 350.000 Bänden, darunter wertvolle
Handschriften sowie das älteste erhaltene Zeugnis der ungarischen Sprache, ist
die Bibliothek von Pannonhalma eine der wichtigsten Klosterbibliotheken nicht
nur Ungarns sondern ganz Europas.
Teile der tausendjährigen Benediktinerabtei können im Rahmen von geführten
Touren täglich außer montags besichtigt werden. Führungen in deutscher Sprache
werden wieder zwischen dem 21. März und 30. September 2005 jeweils um 11.20 und
13.20 Uhr für 2.000 Forint (etwa acht Euro) angeboten. Informationen sind
erhältlich beim abteieigenen Touristenservice H-9090 Pannonhalma, Telefon
0036/96/570-191, Fax -192, E-Mail
tricollis@osb.hu oder im Internet unter
www.osb.hu (auch auf Deutsch
abrufbar).

Budapester Christkindlmarkt
26. November - 24. Dezember 2004 (Geöffnet : täglich von 10 - 19 Uhr)
Die Veranstaltungsreihe Budapester Weihnachtsmarkt findet in der Organisation
des Budapester Tourismusamtes in diesem Jahr zwischen dem 24. November und 24.
Dezember statt. Hauptattraktion der Budapester Weihnachten wird der bereits als
traditionell geltende Christkindlmarkt auf dem Vörösmarty Platz sein. Bereits
seit Jahren gilt er als Höhepunkt der weihnachtlichen Vorbereitungszeit und
verzaubert diese mit einer besonderen Stimmung.
Auf dem Weihnachtsmarkt wird eine breite Palette an volkstümlichen und
gewerbekünstlerischen Weihnachtsgeschenken - jeweils aus natürlichen Materialien
und unter Anwendung originaler Handwerkstechniken hergestellt- angeboten und
verkauft. Die hier offerierten Gegenstände dienen nicht nur als
Weihnachtsgeschenke, sondern können auch zu Dekorationszwecken für die
bevorstehenden Festlichkeiten eingesetzt werden. Für Echtheit und Qualität der
an mehr als 100 Handwerksverkaufsständen angebotenen Produkte übernimmt die Jury
des Verbandes der Volkskunstvereine die Garantie.
Der Duft von Lebkuchen, Zimt, Glühwein und Fichtennadeln wird weihnachtliche
Stimmung verbreiten und den Platz erfüllen. In einem dort errichteten Bauernofen
aus Lehm werden Fladenbrote und Baumkuchen gebacken. Weiterhin werden die
Besucher von freundlichen Verkäufern der Imbissbuden mit gegrillten Fleisch- und
Wurstspezialitäten, im Bauernofen zubereiteten, traditionellen Speisen,
weihnachtlichen Getränken, sowie mit dampfendem Glühwein erwartet. Gleichzeitig
werden den Besuchern an einem touristischen Informationsstand neben Budapester
Informationsbroschüren auch Advents- und Silvesterprogramme ausgehändigt bzw.
angeboten
Der Weihnachtsmarkt verspricht den Einheimischen und den Gästen mit den
reichen kulturellen und musikalischen Programmen, Bühnenauftritten eine dem Fest
der Liebe angepasste Auswahl an Unterhaltungsmöglichkeiten. Es finden noch:
Krippenspiel, Kinderprogramme, Adventskalender, Wettbewerb in der Herstellung
von Christbaumschmuck und Präsentation statt.

UNGARN - AKTUELLE TOURISMUSNEWS: Europas
neuer Stern
Auf eine Entdeckungsreise durch Ungarn, den alten, neuen europäischen
Nachbarn, gehen Leser des neuen "ADAC reisemagazins Ungarn". 195 Seiten
informieren Reiselustige über die Vielseitigkeit des kleinen Landes, das sich
jenseits aller Klischees modern und interessant gibt. Für 7,80 Euro ist das
Magazin seit September 2004 in gut sortierten Buchhandlungen und
Zeitschriftenläden sowie in den ADAC-Niederlassungen erhältlich.
Unter dem Titel "Gesichter eines Landes" stimmt eine Fotostrecke auf einen
Ungarn-Aufenthalt ein: Impressionen von Puszta-Romantik, Tropfsteinhöhlen und
Cocktailbars machen Lust auf mehr. Zahlreiche Reportagen zeichnen dann ein
spannendes Bild unterschiedlicher Facetten Ungarns: Da geht es um Begegnungen an
und mit der Donau sowie um bizarre Wunderwelten in den Tropfsteinhöhlen des
Aggteleker Nationalparks. Ungarn-Interessierte lesen auch von der
traditionsreichen Bäderkultur, die das Land der Magyaren zu einem einzigen
großen Sanatorium macht: 1.289 Thermalquellen und 39 Heilbäder wirken mit großer
Anziehungskraft auf internationale Wellnessfans.
Im 25-seitigen Budapest-Special erfahren Leser zum Beispiel Wissenswertes
über die frisch polierte Jugendstil-Pracht der Hauptstadt, die nach
jahrzehntelanger Vernachlässigung die Budapester wieder stolz auf ihr "Paris des
Ostens" macht. Ein gesonderter Infokasten macht es Reisenden leicht, die zwölf
schönsten Jugendstilbauten der Stadt zu entdecken. Doch die aufstrebende
Ungarn-Metropole hat auch kulinarisch Einiges zu bieten. Hier zeigt das
Reisemagazin, was das Besondere an Gulasch, Palatschinken und Co. ist und wo
eben diese in Budapest so richtig gut schmecken.
Ein mehrseitiger Infoteil schließt sich an viele der Reportagen an. Kurze
Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten, Essen und
Trinken sowie zu Aktivitäten und Events erleichtern die individuelle
Urlaubsplanung. Rot abgesetzte Infokästen spicken das Reisemagazin zusätzlich
mit interessanten Fakten zu Ungarn, beispielsweise zum jüdischen Leben in
Budapest oder dem Nationaldichter Sándor Petőfi. In der Reihe "Mein Tipp"
verraten prominente Ungarn-Kenner ihre Lieblingsrestaurants oder -orte. Lothar
Matthäus, Trainer der ungarischen Fußball-Nationalmannschaft, weiß, dass in
Budapest nicht nur sehr gut ungarisch, sondern auch hervorragend französisch
gekocht wird. An der Nordwestseite des Plattensees, in Hegymagas, lässt György
Konrád, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Soziologen und Schriftsteller
Ungarns, gerne seine Seele baumeln oder genießt regionale Weine.

UNGARN - nur noch 484 Tage bis zur EU!
Die Römer nannten Westungarn, das Tor zu Pannonien, einst Transdanubien, das
Land jenseits der Donau. Das Gebiet ist geprägt durch die Ausläufer des
Alpenvorlandes und den Beginn der Ungarischen Tiefebene und zeigt
abwechslungsreiche Landschaftsformen und angenehme klimatische Verhältnisse.
Westtransdanubien ist reich an historischen Städten, wie Sopron, Köszeg oder
Székesfehérvár, Schlössern und Burgen, einst Bollwerke gegen Angriffe aus dem
Osten. Architektonische Kleinode weltlicher und sakraler Baukunst, wie zum
Beispiel die Basilika von Ják überziehen das Land. Hier liegen auch die
bekanntesten Bäder und Kurorte des Landes, die sich wie Perlen an einer Kette
von Nord nach Süd ziehen.
Es beginnt im Norden mit Bad Mosonmagyaróvár, mitten im Natur- und
Landschaftsschutzgebiet der Großen Schüttinsel und ist ein Geheimtip für
Naturfreunde, Wanderer, Radfahrer, Reiter und Angler. Unweit davon liegt die
Barockstadt Györ mit ihrem kürzlich rekonstruierten und wieder eröffneten Bad.
Folgt man der Thermenlinie nach Süden, trifft man auf das ruhige Kurstädtchen
Balf im Gebiet des Nationalparks Neusiedlersee. Ein grenzüberschreitender Radweg
führt von hier rund um den See. Fährt man weiter Richtung Balaton erreicht man
Bük, einen der beliebtesten Badeorte Westungarns, der auf eine 40-jährige
Badetradition zurückblicken kann. Soeben wurde das riesige Areal des Heil- und
Wellnessbades erneuert und erweitert, Golfspieler können ihre Fertigkeiten auf
einem 18-Loch-Championship-Course unter Beweis stellen.
Die nächste Perle an der Kette, auf halbem Weg zwischen Bük und Hévíz, ist das
Heilbad Sárvár, bekannt für sein "Seidenwasser". Am 1. Dezember 2002 eröffnete
das neue Heilbad und Wellnesszentrum der Stadt mit modernsten Therapie-
Wellness- und Erlebnisbereichen. Am Dreiländereck Ungarn, Österreich und
Slowenien, liegt der in Österreich sehr beliebte Badeort Lenti, ein idealer Ort
für Ruhe und Erholung-Suchende. Das 1978 eröffnete Bad bietet Thermal-, Frei-
und Hallenschwimmbecken sowie erstklassige therapeutische Einrichtungen.
Anstelle der einstigen Burg steht heute ein Kornspeicher aus dem 18.
Jahrhundert, der kleine Anglersee im ehemaligen Burggraben bietet beschauliche
Stille. Sehenswert sind die Glockenstühle der Ortsteile Lentiszombathely und
Bárszentmihályfa.
Wer im westlichsten Teil Ungarns einen Kur- oder Wellnessurlaub macht, bekommt
auch zahlreiche Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung als Zugabe.
Sportangebote, vom Spazierengehen, Wandern, Radfahren, Reiten, bis hin zu Tennis
und Golf, Kultur pur mit über fünfzig historischen Baudenkmälern, Schlösser,
Burgen, Klöster und Kirchen in den Komitaten Györ-Moson-Sopron, Vas und Zala,
welche zusammen diese Region bilden, sowie zauberhafte Städte, großteils
Gründungen der Römer und von großer geschichtlicher Bedeutung. Etwa Szombathely
(Steinamanger), das römische Savaria, dessen Ruinengarten eine der bedeutendsten
römischen Ausgrabungen Ungarns ist.

Grenzwartezeiten aufgrund erhöhter Sicherheitsmaßnahmen
Seit den schrecklichen Terroranschlägen in Amerika wurden weltweit, auch in
Europa, die Sicherheitsvorkehrungen im internationalen Reiseverkehr drastisch
erhöht. Davon ist nicht nur der Flugverkehr, sondern auch der Verkehr am Boden
in Form von verstärkten Grenzkontrollen betroffen. Diese, im Sinne der
Sicherheit aller gesetzten Vorkehrungen, wirken sich auch auf den Reiseverkehr
an den Grenzen zwischen Ungarn und Österreich aus, wobei es in den letzten Tagen
vor allem am Grenzübergang Nickelsdorf/Hegyeshalom bei hohem Verkehrsaufkommen
zu mehrstündigen Wartezeiten kam. Besonders betroffen waren bis jetzt der 23.
Und 24. sowie der 28. September mit bis zu dreistündigen Wartezeiten
insbesondere für Busse.
Als zweiter neuralgischer Punkt könnte sich in den nächsten Wochen auch der
Grenzübergang Klingenbach/Sopron erweisen, auch wenn es bislang hier noch zu
keinen nennenswerten Verzögerungen kam. Die verstärkten Grenzkontrollen
betreffen sowohl die Einreise nach Ungarn als auch die Ausreise nach Österreich.
Um längere Wartezeiten an den genannten Hauptgrenzübergängen zu vermeiden,
empfehlen wir auf die weniger frequentierten Übergänge Pamhagen oder
Deutschkreuz auszuweichen, wo es aufgrund des geringeren Verkehrsaufkommens kaum
zu Verzögerungen kommt. Der kleine Umweg lohnt sich in jedem Fall.
Über aktuelle Grenzwartezeiten kann man sich rund um die Uhr beim ÖAMTC
erkundigen, der auch das Ungarische Tourismusamt laufend informiert.
Wir ersuchen höflichst um Verständnis und danken für Ihr Einsehen für die
derzeit notwendigen, vom Innenministerium der Republik Ungarn angeordneten
Sicherheitsmaßnahmen, die vor allem der Bevölkerung, aber auch den Reisenden
selbst zugute kommen und wir hoffen, daß sich die Lage in absehbarer Zeit wieder
weitgehend normalisieren wird.
Messebeteiligungen und Präsentationen des Ungarischen Tourismusamtes Wien
Auch in diesem Herbst ist Ungarn wieder auf zahlreichen österreichischen Messen
und Veranstaltungen mit Leistungsträgern aus Ungarn Veranstalterprogrammen,
sowie Vertretern des Ungarischen Tourismusamtes in Wien, die für Information und
Beratung zur Verfügung stehen, vertreten.
Die nächsten Termine:
RINGSTRASSEN GALERIEN WIEN
15.10. - 20.10.2001
Auf Schusters Rappen durch Ungarn
Eine neue Broschüre in deutscher Sprache zeigt über 11.000 Wegkilometer
Wanderwege durch Ungarn, darunter einen Rundwanderweg ("Blaue Route"/2.500 km)
und sieben weitere markierte Routen kreuz und quer durch Ungarn. Neben genauen
Karten gibt es wertvolle Tips über Entfernungen, Sehenswürdigkeiten,
Unterkünfte, Kombinationsmöglichkeiten mit Bahnetappen, Hinweise auf Natur- und
Landschaftsschutzgebiete, Nationalparks und vieles mehr. Einige Strecken sind
Teil des Europäischen Weitwandernetzes. Den Wanderführer gibt es beim
Ungarischen Tourismusamt.

Ungarn errichtet erste Windfarm
Anlage soll 750 Haushalte mit Strom versorgen
In Ungarn ist kürzlich die erste Windkraftanlage errichtet worden. Die an der
Donau errichtete Anlage befindet sich 60 Kilomeer südlich von Budapest.
Betrieben wird die Windfarm vom ersten ungarischen Windenergiekonzern Emszet,
einem Unternehmen, an dem E.ON Ungarn
http://www.eon-hungaria.hu
74 Prozent hält. Die Baukosten beliefen sich auf 200 Mio. Forint (792.000 Euro).
Das Projekt wurde vom ungarischen Wirtschafts- und Umweltministerium mit je 32,5
Mio. Forint (128.750 Euro) unterstützt.
Die 600 Kilowatt Anlage mit einer Leistung von durchschnittlich 1,2 Mio. KW/h
pro Jahr soll rund 750 Haushalte mit Strom versorgen. Laut Chefmanager Balazs
Stelczer ist dies zwar ein kleiner aber wichtiger Schritt für den Stellenwert
von erneuerbarer Energie in Ungarn. Bezogen auf den gesamten Energieverbrauch
besitzen erneuerbare Energiequellen lediglich einen Anteil von drei Prozent.
"Dieser Anteil muss bei einem Beitritt Ungarns zur EU auf zehn Prozent erhöht
werden", erklärte Stelczer. Eine EU-Direktive zielt auf eine Verdoppelung des
Anteils erneuerbarer Energiequellen auf zwölf Prozent des gesamten
Energieverbrauchs im EU-Raum bis zum Jahr 2010 ab.
Stelczer geht davon aus, dass in Ungarn rund 400 Windkraftanlagen bis 2006
existieren werden. Bela Glattfelder, Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums,
behauptet, dass die neue Anlage die Reduktion der C02-Emissionen mit 1.700
Tonnen pro Jahr in Ungarn unterstützen kann. Der Strom wird vom Energieversorger
Dedasz, ebenfalls im Besitz von E.ON, abgenommen. Stelczer hofft, dass EMSZET
innerhalb von sechs bis acht Jahren Gewinne einfährt.

Ungarn News
Neue Donaubrücke bei Esztergom
Die ursprünglich 1895 errichtete und 1944 gesprengte Donaubrücke, die Esztergom
mit dem slowakischen Sturovo verbinden wird, steht kurz vor der Fertigstellung.
Die festliche Übergabe und Öffnung ist für Mitte Oktober 2001 vorgesehen.
Schnellbahnverbindung zum Flughafen geplant
Unter Einbeziehung und Verlängerung des bestehenden Schienennetzes soll künftig
eine Schnellbahnverbindung vom Westbahnhof im Stadtzentrum zum Flughafen
entstehen. Die Fahrtzeit wird zwanzig Minuten betragen. Das Projekt ist derzeit
in der Planungsphase.
12,5 Mrd. Forint Fördermittel für den Balaton
Eine der wichtigsten touristischen Regionen Ungarns wird weiter aufgewertet.
Allein für Erneuerung und Ausbau der Kanalisation werden in den nächsten drei
Jahren 5,3 Mrd. Forint aufgewandt. Weiters sollen Infrastruktur und touristische
Einrichtungen in den 35 Balatongemeinden im Rahmen dieser Förderungsmaßnahme
verbessert und neu errichtet werden.
Rund um den ungarischen Wein
Balatonfüreder Weinwochen vom 3. bis 20. August auf der
See-Promenade
Badacsonyer Winzerfest am 8. und 9. September
Europäisches Weinliedfestival vom 21. bis 23. September an der
südungarischen Weinstraße Villany - Siklos.
Fest der Trauben und des Weines am 23. September in Pecs
Weinlesewoche von Eger Mitte September
Weintage von Mor vom 5. bis 7. Oktober
Weinfest von Tokaj vom 5. bis 7. Oktober
Budapester Internationale Wein- und Sektfestival vom 4. bis 9.
September
Hinweise auf alle Veranstaltungen sowie Kontaktadressen der Tourinformbüros
finden sie auf der deutschen Version der Homepage des Ungarischen Tourismusamtes
unter www.travelport.hu

Ungarns romantischer Osten
Die wohl bekannteste Landschaft Ostungarns ist die Hortobagy-Puszta in der Großen
Tiefebene. Sie ist die letzte ausgedehnte, zusammenhängende Heidelandschaft
Mitteleuropas und wurde 1973 zum Nationalpark erklärt und damit der älteste
Ungarns. Ende 1999 wurde er in die Liste des Welterbes der UNESCO aufgenommen.
Zum Nationalpark gehören die Gebiete östlich der Theiß, sowie einzelne Flußabschnitte
wie der Theißsee und Nebenarme sowie die berühmten Salzdünen des
Zwischenstromlandes. Die fischreichen Gewässer bilden den Lebensraum von
Wildenten und -gänsen, sowie zahlreicher anderer Vogelarten, wie der seltene
Waldstorch oder der Reiher, der hier eine der größten Kolonien Mitteleuropas
hat.
Es ist aber nicht nur die einzigartige Landschaft, die diese Region schützenswert
macht, sondern auch die mitunter versteckten, über das Land verstreuten Kulturgüter,
wie bronzezeitliche Grabhügel, Baudenkmäler aus der Römer- und Türkenzeit,
architektonische Kleinode, wie die bekannte Neun-Bogen-Brücke, typische, im
Original erhaltene Haus- und Hofformen sowie zahlreiche Kirchlein, die plötzlich
am endlosen Horizont auftauchen.
Zentrum der Nördlichen Tiefebene ist Debrecen, die zweitgrößte Stadt Ungarns,
die sich dennoch den unverfälschten Charme einer ungarischen Kleinstadt
erhalten hat. Debrecen war das Zentrum der reformierten Kirche und seit dem 16.
Jahrhundert Heimat einer geistigen Elite. Hier, im intellektuellen Umfeld der
Universitäten und Hochschulen, nahmen auch die Freiheitskämpfe von 1849 und
1956 ihren Anfang. Lebensader der Stadt ist die Marktstraße, die Piac utca, an
der zahlreiche Häuser aus Klassizismus und Jugendstil stehen, wie etwa das
feudale Hotel "Goldener Stier" am Platz vor der Großen Kirche.
Wie das ganze Land ist auch der Osten Ungarns reich an Thermalquellen. Debrecen
selbst ist als Kurort ebenso weltberühmt wie das nahe Hajduszoboszlo, seit über
siebzig Jahren als das "Mekka der Rheumakranken" bekannt. In den
letzten Jahren wurde gerade hier viel in Wellness, Fitness und Freizeitspaß
investiert und das Angebot kann sich sehen lassen. Hervorragende Hotels und
Infrastruktur und mit dem "Aquapark" eine der größten
Bade-Erlebnislandschaften Ungarns und Mitteleuropas.
Debrecen ist täglich ab Wien mit dem Eurocity Bela Bartok bequem in knapp
sieben Stunden direkt erreichbar.
Rückfragehinweis:
Tourinform Debrecen.
H-4024 Debrecen, Piac u. 20.
Tel. 0036/1/52/412250,
Fax 0036/52/316419, e-mail: debrecen@tourinform.hu
Tourinform Hajduszoboszlo. H-4200
Hajduszoboszlo, Szilfakalja u.2.
Tel. /Fax 0036/52/361612,
e-mail: hajduszoboszlo@tourinform.hu
Quelle: Ungarisches Tourismusamt.
A-1010 Wien, Opernring 5.
Tel. 01/585 20 12-13, Fax 01/585 20 12-15.
E-mail:ungarn@ungarn-tourismus.at,
Internet: www.hungarytourism.hu,
www.travelport.hu

Veranstaltungen in Ungarn im November
Budapest/Wien - Adventkranz-Ausstellung in Budapest
10.-12. November 2000
Diese dreitägige Ausstellung im Museum für Volkskunde von Budapest zeigt die
schönsten Adventkränze aus allen Regionen des Landes, die teilweise nach alten
Mustern gefertigt werden und wahre Kunstwerke darstellen.
Informationen: Museum für Volkskunde
H-1050 Budapest, Kossuth Platz 12
Tel.: 0036/1/332 6340
26. Internationales Festival und ungarische Meisterschaft
im Formationstanz, Miskolc, 11. November 2000
An dieser renommierten Meisterschaft nehmen Gruppen aus Ungarn und aus dem
Ausland teil, die lateinamerikanische, Standard- und Gesellschaftstänze vorführen
werden. Den Abschluß bildet wie jedes Jahr eine unvergeßliche Galavorstellung
der besten Tänzer des Turniers.
Informationen: Ifjusagi es Szabadidöhaz
H-3531 Miskolc, Györi kapu 27
Tel.: 0026/46/411 747
Fax: 0036/47/320 716
Konzert der Budapester Philharmonischen Gesellschaft 20., 21. November 2000
Das bekannte Orchester spielt in der Ungarischen Staatsoper Werke von Richard
Wagner, Richard Strauß und Franz Schubert.
Informationen: Ungarische Staatsoper
H-1060 Budapest, Andrassy Str. 22
Tel.: 0036/1/332 7914
Fax: 0036/1/311 9017
Weitere Veranstaltungen auf der Homepage des Ungarischen Tourismusamtes
www.miwo.hu und www.hungarytourism.hu
Rückfragenhinweis: Ungarisches Tourismusamt
A-1010 Wien, Opernring 5
Tel.: 01/585 20 12-13
Fax: 01/585 20 12-15
E.mail: ungarn@ungarn-tourismus.at
Internet: www.hungarytourism.hu, www.miwo.hu
