Anti-Syphilis-Kampagne
nicht im US-TV
Für lokale Sender ist Aufklärungs-Spot ungeeignet
Ein TV-Spot von der Gesundheitsbehörde Los Angeles
County ist von vielen Fernsehstationen abgelehnt worden. Der Spot,
der auf die Gefahren von Syphilis aufmerksam machen soll, wurde von
den lokalen TV-Stationen als unpassend eingestuft, so die Los
Angeles Times
http://www.latimes.com/ . Dies vor allem, weil sich der Spot an
die Syphilis-Risikogruppe der homosexuellen Männer richtet.
Hauptfigur des 30-Sekunden-Spots ist "Phil the Sore" - eine rote
Comicfigur. Phil folgt zwei Männern, die zusammen nach Hause gehen.
Als der eine nach dem Sexualakt gehen will, sagt der andere: "Lass
es uns irgendwann wieder tun." Phil ruft daraufhin seine Familie
herbei, die beschriftete Kisten trägt: "Hirnschaden",
"Hautausschlag" und "Blindheit" - die Folgeschäden von Syphilis.
Nach der Nipplegate-Affäre von Janet Jackson sind die TV-Stationen
vorsichtig auch bei Werbeeinschaltungen. Der Sprecher von KCBS-TV
Channel 2, Mike Nelson, findet, dass der Spot in einer zu
unbeschwerten Weise mit dem ernsten Thema Geschlechtskrankheiten
umgeht.
"Es ist erschreckend zu hören, dass wichtige Gesundheitsbotschaften
nicht verbreitet werden", so Jonathan Fielding, Direktor der
Gesundheitsbehörde. Er wirft die Frage auf, ob sich der Inhalt
dieses Spots weniger für Erwachsene eigne als andere Sendungen des
Nachtprogramms. Er finde ihn nicht anstößig, wobei er ihn einem
5-Jährigen nicht zeigen würde.
Offizielle des Gesundheitsamtes erklären, dass sie für diese
Kampagne mit der AIDS-Healthcare-Foundation zusammen gearbeitet
haben. Das Ziel der Initiative ist es, das vermehrte Aufkommen von
Geschlechtskrankheiten zu bekämpfen. Diese hätten nach 2000
dramatisch zugenommen - vor allem bei homosexuellen Männern. Bei
dieser Risikogruppe ist die Zahl der Syphilisfälle in der Zeit von
2000 bis 2003 von 93 auf 364 Erkrankungen angestiegen, so die
Behörde. Dieses Jahr habe es schon 254 Fälle gegeben.
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US-Sender setzen
liberale Kirchenwerbung ab
Bush-Doktrin zieht in Medienlandschaft immer
weitere Kreise
Die US-Sender CBS
http://www.cbs.com
und NBC
http://www.nbc.com fürchten sich vor negativen Reaktionen von
politisch-konservativen und religiösen Gruppen. Dehalb wurde ein
TV-Spot der als liberal geltenden "United Church of Christ"
abgesetzt, berichtet die New York Times
http://www.nytimes.com . In der Werbung ging es um religiöse
Toleranz und einer angedeuteten Aussage, dass andere
Glaubensgemeinschaften Homosexuelle nicht dulden. Als Grund für die
Absetzung des Spots geben beide Sender das Nicht-Erlauben von so
genannten "Advocacy-Advertising" an. CBS und NBC behaupten zu ihrer
Verteidigung, dass sie einen anderen Spot der Glaubensgemeinschaft
zu genau diesem Thema ohne Probleme gesendet hätten.
In der Werbung stehen zwei Türsteher vor einer Kirche und lassen nur
Menschen mit weißer Hautfarbe hinein. Eine schwarze Frau, ein
Hispanic und zwei Männer, die durchaus als homosexuell gelten
können, werden abgewiesen. Und dann erscheinen die Worte: "Jesus
didn´t turn away people and neither do we." Die Schlusssequenz ist
eine Panorama-Aufnahme einer Menschenmenge, die auch zwei sich
umarmende Frauen beinhaltet.
Von Seiten einiger Konsumenten und Medienbehörden wurde den beiden
Sendern Heuchelei vorgeworfen und dass sie sich an der politischen
Agenda des Weißen Hauses orientieren. Ein CBS-Mitarbeiter, der nicht
genannt werden will, bestätigt diesen Vorwurf und das interne
Streamlining der Belegschaft im Rahmen eines Reports, der auf die
aktuelle Bush-Doktrin abzielt vor allem was das Verbot
gleichgeschlechtlicher Hochzeiten betrifft. Dieser interne
CBS-Report stammt laut NYT aus dem vergangenen März.
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US-TV ohne lästige
Werbepausen
Werber kaufen gleich ganze Sendungen für
Promotion-Zwecke
Störende Werbeunterbrechungen während der
Spielfilme zur Prime Time gehören den Vergangenheit an. Nachdem der
Unmut der TV-Konsumenten über die Anhäufung von Werbung in und um
Spielfilme zusehends größer wurde, reagieren
US-Marketingverantwortlich auf die Zurufe und kaufen gleich ganze
Sendungen, berichtet das Wall Street Journal
http://www.wsj.com . Die Zuschauer sollen von diesem Ansatz
profitieren, indem die Werbeeinschaltungen auf ein Minimum reduziert
werden oder zur Gänze wegfallen. Die Unternehmen platzieren dafür
ihre Produkte geballt direkt in den Sendungen. TV-Produzenten
begrüßen den Trend und müssen nun aber auch lernen, Werbung inmitten
der Handlung zu integrieren.
Als Beispiel für diese Art der Werbung gilt der Autokonzern Ford.
Diverse Werbung für die Wiederbelebung des Ford-Klassikers Mustang
wird in einer Episode von "American Dreams" vorkommen.
Promotion-Features vor der TV-Show und danach sollen den Zusehern
eine genaue Vorstellung vom neuen Auto liefern. Ford hatte ein
ähnliches Konzept vor kurzem bei der TV-Serie "24" angewendet.
Mediaagenturen bezweifeln jedoch die weite Verbreitung dieser
werbefreien Sendungen aufgrund des Kostenfaktors. Eine TV-Station
muss dann entscheiden, ob sie eine Sendung einem einzigen Werber
überlässt oder sie mehreren zur Verfügung stellt. Im Kabel-TV sei
dies um einiges günstiger als bei herkömmlichen Übvertragungen
aufgrund der technischen Möglichkeiten.
Experten sehen am Ende dieser Entwicklung und einer weiten
Verbreitung zahlreiche Konsequenzen. Werber würden dann angehalten,
im Vorfeld Promotion für die "subtile Werbung" in den diversen
TV-Sendungen zu machen, um die gewünschte Awareness wie bei
herkömmlichen TV-Spots zu erreichen.
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Neuer Chef soll CNN
zuhause wieder an die Spitze bringen
Jonathan Klein wird Präsident von CNN/US
Der US-Nachrichtensender CNN
http://www.cnn.com
hat in den USA erneut einen Wechsel im Topmanagement vollzogen.
Neuer Präsident von CNN/US wird Jonathan Klein, ehemaliger Vice
President von CBS News, berichtet das Wall Street Journal (WSJ)
heute, Dienstag. Sein Vorgänger Princell Hair hatte erst im
September vergangenen Jahres im Chefsessel von CNN/US Platz
genommen. Er wechselt nun in die Programm- und Entwicklungsabteilung
der CNN News Group. Der neue CNN-Chef in den USA steht vor der
Herausforderung die Mutter aller Nachrichtensender zuhause wieder an
die Spitze zu bringen, wo derzeit der Fox News Channel glänzt.
Klein wird direkt Jim Walton, Präsident von CNN News Group,
unterstehen. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern wird er nicht mehr in
der Zentrale in Atlanta sitzen, sondern in New York. Dort wird
inzwischen ein großer Teil der Programme produziert. Klein wird vor
allem im Prime-Time-Programm von CNN/US etwas verändern müssen. Das
Abendprogramm von CNN hat laut Nielsen Media Research im Vergleich
zum Vorjahr ein Fünftel der Zuseher verloren. Bei den Quoten liegt
Fox News weit vor CNN.
Dennoch sei CNN gut aufgestellt für die Schlacht um die Nachrichten,
so Walton. Dieses Jahr werde finanziell eines der besten in der
CNN-Geschichte werden. Die Gewinne werden rund 35 Prozent höher
ausfallen als im Vorjahr, verriet Walton dem WSJ. Klein sei der
richtige Mann, weil er nicht davor zurückschrecke Veränderungen
einzuleiten und kein "Sklave der Vergangenheit" sei, so Walton
weiter. Nachdem Klein CBS News im Jahr 1998 verließ, gründete er ein
Internet-Nachrichtenunternehmen namens FeedRoom
http://www.feedroom.com . |

US-Nischensender punktet mit Jugend
WB
erreichte 2002 erstmals die Gewinnzone
Der US-Sender
WB http://www.thewb.com ,
eine Tochter von AOL Time Warner, hat sich im vergangenen Jahr zum Liebling
der Werbung entwickelt. Grund dafür ist sein ausgesprochen junges Publikum,
das durchschnittlich nur 31 Lenze zählt. Mit seinem jugendlichen und weiblich
orientierten Programm erreichte der Nischensender im vergangenen Jahr die
Gewinnzone, berichtet die New York Times (NYT). Damit ist WB einer von drei
landesweiten US-Sendern, die 2002 Gewinne geschrieben haben.
Der Gewinn kommt laut NYT auf eine einstellige Millionensumme, fällt also
gering aus (verglichen mit den Gewinnen der beiden Großen NBC mit 600 Mio.
Dollar und CBC mit 300 Mio. Dollar). Allerdings wurden dem Sender beim Start
vor acht Jahren kaum Chancen eingeräumt neben den vier großen TV-Stationen
ABC, CBS, Fox und NBC zu bestehen. Der zweite kleinere landesweit sendende
Sender UPN, der (von Viacom) ebenfalls im Jahr 1995 gestartet wurde, schreibt
nach wie vor rote Zahlen.
Die Erfolgsgeschichte von WB liest sich wie eine Fallstudie der
Wechselbeziehung zwischen Programmierung und Werbung, so die NYT. "Wir haben
die demographische Entwicklung gesehen und einen Businessplan geschaffen, der
dem Rechnung trägt", erklärt WB-Präsident Jordan Levin die Konzentration auf
die Kinder der Baby Boomer, der so genannten Generation Y. Die Mehrheit der
WB-Seher sind weiblich und zwischen zwölf und 34 Jahren alt. Erreicht hat WB
dies mit jungen, vor allem weiblichen Stars wie Katie Holmes und Sarah
Michelle Gellar. Der Sender schuf eine Welt der jungen Heroinen wie die der
Hexenschwestern aus "Charmed", der Vampirjägerin Buffy Summers, der "Gilmore
Girls", der "Teen Witch" Sabrina und der Superheldinnen aus "Birds of Prey".
Damit bietet der Sender der Werbewirtschaft einen deutlich zielsichereren
Zugang zu jungen Zielgruppen als junge Programme anderer Stationen. Eine Folge
der WB-Erfolgsserie "Smallville" wird zwar im Schnitt nur von 7,5 Mio.
Zusehern gesehen, deren Durchschnittsalter liegt aber bei rund 29 Jahren. "Friends"
auf NBC erreicht deutlich mehr Zuseher, aber die Serie wird auch von älteren
Gruppen gern gesehen. Damit ist WB die optimale Adresse für Werbetreibende,
die effektiv unter 35-Jährige erreichen wollen. Das und die wesentlich
billigeren Werbepreise bescherten WB im vergangenen Jahr Werbeeinnahmen in der
Höhe von 700 Mio. Dollar.

Alkoholwerbung kehrt ins US-Fernsehen zurück
Werbeflaute zwingt Stationen Beschränkungen aufzuweichen
Die anhaltende Werbeflaute im amerikanischen Fernsehen führt zur
schleichenden Rückkehr der Alkoholwerbung auf die Bildschirme der Amerikaner,
wie die britische Zeitung The Guardian
http://media.guardian.co.uk
berichtet. Wie pte berichtete (vgl.
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=010807060 ) führte die negative
Entwicklung im Werbemarkt in diesem Jahr bereits zu über 7.000 Entlassungen.
Die fortlaufenden Einnahmeneinbußen im Werbegeschäft führen nun zum Überdenken
der bisher strengen Grundsätze des US-Fernsehens bei Alkoholwerbung.
Seit dem Jahr 1948 besteht eine freiwillige Vereinbarung der
Alkoholproduzenten und der US-Fernsehstationen, auf TV-Werbespots bei
Spirituosen zu verzichten. Die anhaltende Werbeflaute zwingt nun viele der
großen US-Fernsehstationen ihre freiwillig auferlegten Prinzipien
aufzuweichen. Alle großen TV-Stationen haben zudem hohe Einnahmenverluste im
Zuge ihrer Berichterstattung über die Terroranschläge vom 11. September.
Einmalig in der Geschichte des amerikanischen Fernsehens liefen tagelang keine
Werbeeinschaltungen zugunsten der Nonstop-Übertragung der Ereignisse.
In den letzten Jahren haben jedoch einige Unternehmen, so z.B. Seagram und
Bacardi, begonnen, Werbung auf kleinen Lokal- und Kabelsendern zu bringen. Der
Anteil für TV-Commercials am gesamten Marketingbudget der Firmen ist aber nach
wie vor gering. Der Großteill der Spirituosenwerbung konzentriert sich auf
Anzeigen in Printmedien. Der US-Alkoholhersteller Brown-Forman
http://www.brown-forman.com
will diese neue Offenheit der US-Fernsehstationen nutzen und plant seine
bisher größte Werbekampagene für sein Whisky-Label Jack Daniels. Diese
Werbeoffensive legt einen wesentlich größeren Scherpunkt auf TV-Werbung als
bisher üblich.
Europäische Fernsehstationen sind von der Flaute im Werbegeschäft ebenfalls
betroffen. Die RTL-Gruppe hat angekündigt, aus diesen Gründen neue
Einnahmequellen zu erschließen (vgl.
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=010828020 ).

Fast 60 Mio. US-Bürger sehen Benefizgala
Spendenaktion in 210 Ländern weltweit übertragen
Nahezu 60 Mio. Zuseher hat die Benefizgala zugunsten der Überlebenden der
Terroranschläge sowie der Angehörigen der Opfer am vergangenen Freitag allein
in den USA verzeichnet. In einer durchschnittlichen Minute verfolgten laut
einer Studie von Nielsen Media Research
http://www.nielsenmedia.com
rund 59,3 Mio. US-Bürger das Großereignis. Geschätzte 89 Mio. haben zumindest
Teile der Show gesehen.
Mehr als 30 US-TV-Stationen übertrugen die Gala, darunter auch die sechs
größten amerikanischen Sender ABC
http://abc.go.com , CBS
http://www.cbs.com , NBC
http://www.nbc.com , Fox
http://www.fox.com , UPN
http://www.upn.com und WB
http://www.wb.com/pages/entry/macie.jsp?page=/web/television/home.jsp .
Über 8.000 Radiostationen strahlten die Benefizshow aus. Insgesamt konnte man
das Großereignis in 210 Ländern der Erde rund um den Globus verfolgen. Auch
viele europäische Fernsehsender nahmen die Show - teilweise zeitversetzt - in
ihr Programm auf. ZDF
http://www.zdf.de , ORF
http://www.orf.at , RTL
http://www.rtl.de und SAT.1
http://www.sat1.de strahlten die zweistündige Show live um drei Uhr in der
Nacht MEZ von Freitag auf Samstag aus. Premiere World
http://www.premiereworld.de
übertrug den Event unverschlüsselt auf Premiere 1 und Premiere Analog. (vgl.
pte:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=010921043 )
Ein Großaufgebot von Stars rief die Zuschauer zu Spenden auf. Nach Angaben
der Los Angeles Times
http://www.latimes.com wurde eine Spendensumme von mehr als 110 Mio.
Dollar erzielt. Allein in den ersten 15 Minuten der Show gingen 300.000 Anrufe
ein. Die Benefizgala fand in geheimgehaltenen Hallen in New York, Los Angeles
und London ohne Live-Publikum statt.

US-Benefizgala als Fernseh-Ereignis des Jahres
Rund 60 Künstler predigten Toleranz und Hoffnung Terror
eint erstmals alle vier großen US-Sendeket
Die US-Benefizgala für die Opfer und Helfer der Terroranschläge auf
das WTC und das Pentagon "America: A Tribute to Heroes" wird als
Fernseh-Ereignis des Jahres in die US-Geschichtsbücher eingehen. Zwei Stunden
lang war das ganze Land medial geeint. Noch nie zuvor hatten sich die vier
größten landesweiten Fernsehketten ABC
http://abc.go.com , CBS
http://www.cbs.com , NBC
http://www.nbc.com und Fox
http://www.fox.com zu einer
gemeinsamen Sendung zusammengeschaltet. Zwei Stunden lang wurde auf die sonst
obligatorischen Werbeeinschaltungen verzichtet. Stattdessen riefen Prominente
aus Film, Musik und Entertainment zu Spenden auf. Aus Sicherheitsgründen wurde
die Sendung Samstagnacht an zwei geheimgehaltenen Fernsehstudios in New York
und Los Angeles produziert.
Der Abend begann mit "Boss" Bruce Springsteen, der das Lied "Rise up, City
of Ruins" zum Besten gab. Die meisten Interpreten setzten auf leise "unplugged"-Versionen
ihrer Hits. Billy Joel hatte während seiner Darbietung einen verbeulten
Feuerwehrhelm auf dem Klavier, Jon Bon Jovi spielte eine Akustik-Version von "Living
on a Prayer". Neil Young intonierte mit John Lennons "Imagine" einen Klassiker
der Friedensbewegung. Einer der Höhepunkte war der Auftritt von Paul Simon,
der mit einer Mütze der New Yorker Feuerwehr bekleidet, mit "Bridge Over
Troubled Water" eine der heimlichen Hymnen New Yorks, die ganze Stadt zum
Schweigen und Innehalten brachte.
Zwischen den musikalischen Darbietungen appelierten Hollywood-Stars wie Tom
Hanks, Julia Roberts oder Will Smith an die Spendenbereitschaft der
Amerikaner. Hanks erinnerte an die Passagiere des über Pittsburgh abgestürzten
American Airlines Fluges, die durch ihr beherztes Eingreifen eine noch
schlimmere Tragödie verhinderten. Julia Roberts dankte allen Menschen, die in
Washington, im Pentagon ihre Kollegen retteten. Währenddessen nahmen
Schauspieler wie Whoppi Goldberg, Goldi Hawn, Sylvester Stallone und Jack
Nicholson telefonisch Spenden entgegen. Komiker Will Smith warb an der Seite
der schwerkranken Boxlegende und Moslem Muhammed Ali um Toleranz gegenüber dem
Islam. Als Finale wurde die Hymne "America, thou beautiful" angestimmt.

US-TV-Sender senden Benefizgala
Spendenaufruf für Angehörige der Terroranschläge
27 US-TV-Sender werden am kommenden Freitag ihr Programm ändern, um eine
Benefizgala zugunsten der Opfer der Terroranschläge in den USA zu senden.
Unter dem Motto "America: A Tribute To Heroes" werden sie ihre Zuseher zu
Spenden für Überlebende und Angehörige der Opfer auffordern. Die
Organisatoren, die vier großen amerikanischen Sender ABC
http://abc.go.com , CBS
http://www.cbs.com , NBC
http://www.nbc.com und Fox
http://www.fox.com , ermöglichen
auch allen anderen großen TV- und Radiostationen in Amerika die Ausstrahlung
der Veranstaltung.
Insgesamt 27 Fernsehstationen, darunter auch spanischsprachige Sender,
haben der Ausstrahlung bis jetzt zugestimmt. Die zweistündige Show wird ohne
Werbepausen ausgestrahlt werden. Zahlreiche Filmstars wie Julia Roberts, Tom
Cruise, Cameron Diaz, George Clooney, Jim Carrey, Will Smith, Clint Eastwood
und Robert de Niro werden anwesend sein. Auch Musiker wie Bon Jovi, Bruce
Springsteen, Stevie Wonder, Sheryl Crow und Faith Hill haben ihr Kommen
angekündigt.
Eine gemeinsame Presseaussendung von ABC, CBS, NBC und Fox hat folgenden
Inhalt: Die Gala "wird einerseits Mittel aufbringen und andererseits die
Stimmung aller, die von der schrecklichen Katastrophe betroffen waren und
sind, heben. America: A Tribute To Heroes wird versuchen, eine aus den Fugen
geratene Welt mit Worten und Musik zu vereinen. Dabei wird man besonders den
unbeugsamen Geist und den Mut anerkennen, die Amerika zu einem Land der
Freiheit machen."
Namhafte Vertreter des Showbiz planen außerdem, ein Album herauszubringen,
das den Opfern des Attentats gewidmet sein soll. Unter anderem wollen sich
Michael Jackson, Britney Spears, Destinys Child und die Backstreet Boys
beteiligen. Mit dem Projekt will man rund 50 Mio. Dollar für Überlebende der
Anschläge sowie für Angehörige der Opfer aufbringen.
