SRG ssr in den roten Zahlen
Die SRG SSR (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft) befindet sich
erstmals seit 1998 wieder in den roten Zahlen. Im Geschäftsjahr 2001 beträgt
der Unternehmensverlust 18,3 Millionen Franken (12,5 Millionen Euro),
nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 24,5 Millionen Franken (16,72 Mio.
Euro) erwirtschaftet werden konnte. Als Grund gibt das Unternehmen den
starken Rückgang der Werbeeinnahmen an. Die Aussichten für das Geschäftsjahr
2002 sind trotz der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen auch nicht
positiv. Die SRG SSR idée suisse als Stammhaus umfasst die
Unternehmenseinheiten swissinfo Schweizer Radio International, Schweizer
Fernsehen DRS, Schweizer Radio DRS, Radio e Televisiun Rumantscha,
Télévision Suisse Romande, Radio Suisse Romande und Radiotelevisione
svizzera di lingua italiana. Alle Unternehmenseinheiten erstellen ihren
individuellen Jahresabschluss und Geschäftsbericht.
Massenkündigungen bei TV3 ausgesprochen
Verhandlungen mit Investoren laufen bis 12. Dezember
Die 85 Angestellten des Tamedia-Senders TV3 erhalten definitiv per Ende
November die Kündigung. Sendeschluss ist der 22. Dezember.
Anlässlich der Generalversammlung vom Montag von TV3 habe Tamedia den
50-Prozent-Anteil der SBS Broadcasting übernommen, um eine ordnungsgemässe
Liquidation des Senders vorzubereiten, wie es in einer Mitteilung von heute
heisst. Jürg Wildberger, Chef des Senders, kämpft jedoch weiter und sucht bis
zum 12. Dezember nach potenziellen Investoren.
Wie persönlich.com
http://www.persoenlich.com berichtet, würden die jetzt gekündigten
Angestellten einen neuen Anstellungsvertrag erhalten, falls es weitergeht.
Terrorattacken: Markanter Zuwachs für die Tagesschau auf
SF1
SF DRS verzichtete bei Sondersendung auf Werbung
Wegen der Terror-Anschläge in den USA verzeichnete die Hauptausgabe der
Tagesschau gestern Dienstag einen markanten Zuschauerzuwachs: Um 19.30 Uhr
schalteten 1,614 Mio. Personen zu SF1
http://www.sfdrs.ch . Das
entspricht einem Marktanteil von 76,1 Prozent. Die durchschnittliche
Zuschauerzahl dieser Sendung lag im Jahr 2000 bei rund einer Million, der
Marktanteil bei 65 Prozent. Die Marktanteile sind dabei nicht im gleichen
Masse gestiegen wie die Zahl der Zuschauer. Dies bedeutet, dass an diesem
Dienstag generell viel mehr Menschen ihren TV eingeschaltet hatten.
Die Sondersendung zu den Ereignissen in Amerika begann auf SF 1 um 16.05
und dauerte bis Mitternacht. Aus publizistischen Gründen verzichtete das
Schweizer Fernsehen dabei ganz auf Werbung. "Sie wäre ein unpassender
Fremdkörper gewesen", erklärt SF-DRS-Pressechef René Bardet. Gut 1 Mio.
Zuschauer haben die Sendung verfolgt.
Schweiz aktuell wollten am gleichen Abend 1 Mio. Personen sehen, macht
einen Marktanteil von 57,8 Prozent. 10 vor 10 hatte 1,072 Mio. Zuschauer und
einen Marktanteil von 60,2 Prozent. Bei der Spätausgabe der Tagesschau sassen
noch 88.000 Nimmermüde vor dem Fernseher.
Für SF DRS-Pressechef René Bardet zeigen die Zahlen, dass die Zuschauer
beim Schweizer Fernsehen die beste Informationen erwarten, das sei ein
Vertrauensbeweis.