Toyota fährt japanischen Rekordgewinn ein
Erstmals Unternehmen mit mehr als einer Bio. Yen Gewinn -
Auch Mitsubishi erfolgreich
Die beiden japanischen Autobauer Toyota
http://www.toyota.com/ und
Mitsubishi Motors
http://www.mitsubishi-motors.co.jp/ haben trotz Wirtschaftskrise kräftig
Gas gegeben und jeweils ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich: Toyota
konnte nicht nur ein neues Rekordergebnis erzielen, sondern auch den höchsten
Vorsteuergewinn einfahren, den je ein japanisches Unternehmen erreicht hat.
Und Mitsubishi Motors - DaimlerChrysler ist an diesem Autokonzern mit 37,3
Prozent beteiligt - hat das erste Mal seit drei Jahren wieder schwarze Zahlen
geschrieben. Das gaben beide Unternehmen heute, Montag, bekannt.
Mit Toyota hat erstmals in der Geschichte Japans ein Konzern einen Gewinn
vor Steuern von über einer Bio. Yen eingefahren: Dieser Wert konnte gegenüber
dem Vorjahr um 14,5 Prozent auf 1,11 Bio. Yen (9,5 Mrd. Euro) gesteigert
werden. Der Nettogewinn kletterte um 30,7 Prozent auf 615,8 Mrd. Yen (5,3 Mrd.
Euro) und der Umsatz erhöhte sich um 12,5 Prozent auf 15,1 Bio. Yen (129,4
Mrd. Euro). Toyota-Chef Fujio Cho erklärte dieses historische Ergebnis mit
Kostensenkungen und erhöhten Exporten aufgrund des niedrigen Yen-Kurses.
Toyota hält nach eigenen Angaben derzeit 42 Prozent der Marktanteile in Japan
und rund zehn Prozent weltweit. Japanischen Medienberichten zufolge will der
Konzern in den nächsten zehn Jahren mit 15 Prozent der größte Autobauer der
Welt werden.
Der viertgrößte Automobilhersteller des Landes, Mitsubishi, erreichte einen
Nettogewinn von 11,26 Mrd. Yen (96,5 Mio. Euro), nachdem im Vorjahr mit 278,14
Mrd. Yen (2,4 Mrd. Euro) noch tiefrote Zahlen hingenommen werden mussten. Das
operative Ergebnis drehte sich von minus 73,87 Mrd. Yen (633 Mio. Euro) auf
40,23 Mrd. Yen (344 Mio. Euro) ins Plus. Im laufenden Geschäftsjahr soll das
operative Ergebnis auf 77 Mrd. Yen (660 Mio. Euro) verdoppelt werden. "Dieses
Resultat zeigt die Geschwindigkeit der Restrukturierung, ist aber nur ein
erster Schritt", betonte der von DaimlerChrysler in den Mitsubishi-Chefsessel
gehobene Rolf Eckrodt. 9.100 der 9.400 Stellen, die laut Plan bis März 2004
gestrichen werden sollen, seien bereits abgebaut worden.