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Tierschutz Seite 2

 

Puma zieht Schimpansen-Werbung zurück
Tierschutzorganisationen setzen sich durch

Puma http://www.puma.com/ wird seinen Werbespot mit einem Schimpansen in einer Windel nicht mehr zeigen, nachdem ihn die renommierte Wissenschaftlerin Jane Goodall mit Unterstützung von 30 Tierschutzorganisationen verurteilt hat. Gleichzeitig verteidigte der Sportriese energisch den fraglichen Spot, der von der Amerikanischen Menschenfreundlichen Gesellschaft (American Humane Society) http://www.americanhumane.org/ und dem New Yorker Büro der PETA eigentlich freigegeben worden war. Das berichtet der Guardian http://www.guardian.co.uk .

"Schimpansen und andere Affen leiden furchtbar für die Unterhaltung der Gesellschaft", so Goodall. Es sei Zeit den Missbrauch der Kreaturen zu überwinden. Craig Redmond von CAPS sagte, dass Schimpansen, die in der Werbung verwendet werden, schon sehr früh von der Mutter weggenommen werden und nur bis zu einem gewissen Alter eingesetzt werden können, weil sie zu stark werden für die Menschen. Dann verbrächten sie 40 Jahre in Gefangenschaft, weil es für sie keine Verwendung mehr gibt in der Unterhaltungsbranche.

Pumas Corporate Communications Chef, Ulf Santjer, betonte, der dreijährige Affe wäre äußerst sorgsam behandelt worden, sowohl während seiner Karriere in der Werbung als auch im Leben mit seinen menschlichen Eltern. "Seine Eltern adoptierten ihn, nachdem seine leibliche Mutter gestorben war als er noch ein Baby war. Die American Humane Society war bei den Aufnahmen dabei. Der Trainer des Affen war ebenfalls die ganze Zeit anwesend, als wesentliches Mitglied des Teams."

 


 

Überraschungspaket Tierschutzgesetz

Die heute von BM Rauch-Kallat präsentierten Verordnungen zum Tierschutzgesetz, das mit 1.1.2005 in Kraft tritt, blieben für Tierschützer und Opposition bis zuletzt im Dunkeln. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN sieht nun seine Befürchtungen bestätigt: So bleiben z.B. Kastrationen, Enthornen von Rindern und Schwanz-Kupieren bei Schweinen ohne Narkose weiterhin alltägliche, landwirtschaftliche Praxis.

  Die größte Schwachstelle sehen die Tierschützer in der geringen Kontrolldichte von zwei Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe. "Das bedeutet, dass jeder Betrieb nur alle 50 Jahre mit einer Überprüfung zu rechnen braucht. Was nützt uns das beste Tierschutzgesetz, wenn seine Einhaltung nicht kontrolliert wird?", fragt sich Michael Buchner von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. Zu wünschen übrig läßt auch die Vorgangsweise bei der Bestellung der Tierschutzombuds-Frauen und -Männer. Diese wichtige Tätigkeit soll nebenberuflich und mit möglichst wenig Ressourcenaufwand abgehandelt werden.

  Auch heute wurde wiederum nur ein Stückwerk präsentiert. Denn Verordnungen zu den Bereichen Qualzucht, Stallprüfungs-Zertifizierung und Chippen von Hund und Katze stehen weiterhin aus. "Konnten für Legehennen, Heimtiere und Wildtiere durch das neue Tierschutzgesetz durchaus Verbesserungen erzielt werden, hat die Verantwortlichen letztendlich der Mut für einen alles umfassenden Tierschutz verlassen", bedauert Buchner.
 


 

Wien hat einen Tierschutzombudsmann

"Nach den Bestimmungen des am 1. Jänner 2005 in Kraft tretenden bundesweiten Tierschutzgesetzes muss jedes Bundesland einen Tierschutzombudsmann bestellen. Nur die Stadt Wien und das Land Niederösterreich haben diese Stelle öffentlich ausgeschrieben. Interessant ist der Sonderfall Kärnten, wo das Thema Tierschutz offenbar nur für eine ehrenamtliche 10-Stunden-Tätigkeit ausreicht", erklärte Tierschutz-Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Freitag gegenüber der Rathaus-Korrespondenz. 19 Bewerbungen sind bei der Stadt Wien eingelangt. Aus den BewerberInnen wurde im Zug eines Hearings Mag. Hermann Gsandtner einstimmig von der Wiener Landsregierung als Ombudsmann ausgewählt. Er tritt am 1. Jänner seine neue Funktion an. Der Wiener Tierschutzombudsmann wird von der Wiener Landesregierung jeweils für die Dauer von fünf Jahren bestellt.

     Der Tierschutzombudsmann ist weisungsungebunden. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die Vertretung der Interessen des Tierschutzes, die Wahrnehmung der Mitgliedschaft im Tierschutzrat, Berichterstattung über seine Tätigkeit an die Landesregierung, die Begutachtung von Gesetzesbestimmungen und Verordnungen sowie die Abgabe von Empfehlungen, soweit sie sich auf Interessen des Tierschutzes beziehen. Mag. Gsandtner bringt für diese Funktion viel Erfahrung mit: der Tierarzt war bisher als stellvertretender Leiter der MA 60-Veterinäramt tätig.


 

Geschenktipp für Weihnachten:
Freude schenken und Delfine schützen mit einer Delfin-Patenschaft

 
Sie heißen „Shine“, „Munja“ oder „Der Spaßmacher“ und leben in den Gewässern vor Peru, Kroatien und bei La Gomera (Kanarische Inseln). Diese Delfine werden einander nie begegnen und teilen doch ein Schicksal: Ohne die Hilfe mitfühlender Menschen werden sie und ihre Artgenossen nicht überleben. Für die bedrohten Tiere bietet die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) Delfin-Patenschaften an.
 
Mit einer solchen Patenschaft kann man sich direkt für den Schutz der Delfine einsetzen und zudem noch mit einem außergewöhnlichen Weihnachtsgeschenk seine Liebsten überraschen. Alle Paten erhalten eine Urkunde, ein Foto "ihres" Delfins sowie Hintergrundinformationen zum jeweiligen Schutzprojekt. Mit den Einnahmen finanziert die GRD Delfinschutzprojekte in Peru, Kroatien und La Gomera.
 
Während das Leben des Delfinbabys „Shine“ und seiner Familie in Peru durch illegale Jagd und Dynamitfischerei gefährdet ist, kämpfen „Munja“ und seine Artgenossen als letzte Überlebende der einst so zahlreichen Adria-Tümmler gegen den Beifang-Tod im Fischernetz. „Der Spaßmacher“ dagegen, ein Fleckendelfin, muss sich bei La Gomera vor aufdringlichen Whale-Watching-Booten und Schnellfähren in Acht nehmen.
 
Individuell identifizierte Delfine wie „Shine“ oder „Munja“ erhielten ihre Namen aufgrund des charakteristischen Aussehens ihrer Rückenfinne. Die bei La Gomera vorkommenden Delfinarten wurden nach ihrem artspezifischen Verhalten benannt. Die GRD sucht Paten für derzeit 25 individuell bekannte Große Tümmler aus Peru und Kroatien sowie für 6 Delfinarten aus La Gomera.
 
Eine Patenschaft kostet 50 Euro im Jahr und kann auch Online abgeschlossen werden unter:
http://www.delphinschutz.org/menu-paten.htm
 


 

Öffentlicher Brief an alle Zoogegner!

Ich möchte es gleich vorwegnehmen - auch ich bin der Meinung:
Tiere sollen dort leben, wo sie von Natur aus hingehören! 



Ich fordere hiermit jeden Zoogegner und Tierschützer, jeden Zoo-Subventionsgegner und Besserwisser, jeden Mitläufer und auch jene Menschen, die einfach nur dagegen sind, auf, endlich aktiv zu werden und diese Forderung in die Tat umzusetzen.

   Schaffen Sie die Voraussetzungen, die den Tieren ein Leben in freier Wildbahn ermöglichen! Verhindern Sie, dass täglich Lebensräume - größer als Österreich - zerstört werden! Verhindern Sie, dass Insekten, Fische, Lurche, Echsen, Schlangen, Krokodile, Schildkröten, Papageien, Eulen, Greif- und Singvögel, Antilopen, Gazellen, Hirsche, Nashörner, Tapire, Seekühe, Wildpferde, Delphine, Elefanten, Robben, Wölfe, Luchse, Leoparden, Löwen, Tiger, Bären, Affen, Gorillas, Schimpansen, alle anderen Tiere und deren Familien - jeden einzelnen Tag - in Netzen, Schlingen, Gruben und Fallen gefangen, zu Tode geknüppelt, erschlagen, erstochen, erschossen oder einfach mit den Wäldern verbrannt werden!

   Stellen Sie die Lebensräume, die bereits verschwunden sind wieder her, und schützen Sie diese für eine Wiederbesiedlung mit Tieren! Sorgen Sie dafür, dass Tierarten nicht mehr von Menschen ausgerottet werden!

   Unterbinden Sie den illegalen Fang und Handel mit gefährdeten Tierarten! Stehen Sie Tag und Nacht mit Ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung den Behörden zur Verfügung!

   Übernehmen Sie Verantwortung indem Sie beschlagnahmte Tiere versorgen, sie ihrer Art entsprechend unterbringen, tierärztlich betreuen und wieder auswildern!

   Bilden Sie Fachleute für diese Tätigkeiten, die Tierbetreuung, für Wiederansiedlungs- und Schutzprojekte aus! Finanzieren Sie diese Projekte!

   Etablieren Sie Forschungs-, Informations- und Bildungseinrichtungen zur Förderung eines stärkeren Bewusstseins für Tiere, damit diese in Zukunft in Ruhe und Freiheit leben können und ihnen kein Leid mehr geschieht!

   Erhalten Sie Ausbildungsplätze für angehende Zoologen und Tierärzte, damit diese in Zukunft ihre Arbeit richtig ausüben können! Erstellen Sie Pläne für die Verbringung und vorübergehende/künftige Unterbringung der heute in Zoos 'gequälten' Tiere! Erstellen Sie ein dementsprechendes Finanzierungskonzept und nennen Sie die Geldgeber!

   Schaffen Sie Arbeitsplätze für all jene, die ihre Jobs im Zuge der Schließung von Zoos verlieren werden!

   Wir sind jederzeit bereit, jedes in Herberstein lebende Tier an Sie zu übergeben, wenn Sie garantieren, dass das betreffende Tier künftig ein sicheres Leben in seinem natürlichen Lebensraum führen kann, oder Sie das jeweilige Tier bis zu dessen natürlichem Ableben besser unterbringen und versorgen können als der Tierpark Herberstein!

   Sie haben jetzt die Möglichkeit zu handeln - und ich in Zukunft möglicherweise ausreichend Freizeit um Ihr Tun zu beobachten und zu kritisieren!
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:38
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