Stellungnahme der VEREINIGTEN BÜHNEN
WIEN / Generaldirektor Franz Häußler zur heutigen OTS0103 Aussendung der
Wiener ÖVP / Gemeinderat Franz Ferdinand Wolf
Herrn Gemeinderat Wolf muss bekannt sein, dass bei der jährlich
stattfindenden Prüfung der Gebarung der Vereinigte Bühnen Wien GesmbH durch
das Wiener Kontrollamt insbesondere auch das "Wirtschaftliche Ergebnis" der
Produktion Fendrichs "WAKE UP" geprüft wurde. In der Sitzung des
Kontrollausschusses am 16.12.2005 wurde dieser Akt zur Besprechung
aufgerufen und einstimmig von allen Fraktionen zur Kenntnis genommen und
beschlossen.
In den vorliegenden Kontrollamtsberichten ist die Behauptung von
Gemeinderat Wolf "dass in den Vereinigten Bühnen Wien untragbare Zustände
herrschen" niemals genannt worden.

Theateraufführungen um Weihnachten
"Till Eulenspiegel", die wohl bekannte Geschichte vom weisen Narren,
der allerhand Schabernack treibt, ist in einer als "Nachmittag für die ganze
Familie" konzipierten Vorstellung am Freitag, 24. Dezember, um 14 Uhr im
Stadttheater Wiener Neustadt zu sehen. Nähere Informationen und Karten beim
Stadttheater Wiener Neustadt unter 02622/295 21.
Das Theater Forum Schwechat bringt am Freitag, 24. Dezember, um 15 Uhr
als Eigenproduktion das Kindertheater "Frau Wolf im Märchenland" auf die
Bühne. Nähere Informationen und Karten beim Theater Forum Schwechat unter
01/707 82 71, e-mail
theater@forumschwechat.com und
www.forumschwechat.com.
Im Veranstaltungszentrum "Z 2000" in Stockerau gastiert am Dienstag, 28.
Dezember, um 19.30 Uhr die Operettenbühne Wien mit ihrer Produktion "Madame
Pompadour". Nähere Informationen und Karten beim Kulturamt im Rathaus
Stockerau unter 02266/676 89.

Ergebnisse der Wiener Theaterreform
präsentiert
Vierjährige Konzeptförderungen ab 2005 empfohlen -
Kulturstadtrat Mailath-Pokorny: "grundlegende Weichenstellung"
Mit einer umfassenden Studie zum Thema "Freies Theater in Wien" im Auftrag
von Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny ist vor nunmehr anderthalb
Jahren in Wien ein umfassender Reformprozess für diesen Bereich der
Darstellenden Kunst eingeleitet worden. Nach der Erstellung eines
"Leitbildes zur Wiener Theaterreform", das von allen Fraktionen des Wiener
Gemeinderats im Herbst 2004 einstimmig beschlossen wurde, und der darauf
aufbauenden Erarbeitung von "Richtlinien zur Konzeptförderung" wurde im
Frühjahr dieses Jahres eine internationale Theaterjury - bestehend aus
Andrea Amort, Karin Cerny, Karin Kathrein, Veronica Kaup-Hasler, Wolfgang
Greisenegger, Christian Meyer, und Dietmar N. Schmidt - eingesetzt, um
Anträge zur vierjährigen Konzeptförderung für den Zeitraum 2005 bis 2009 zu
bewerten. Die Empfehlungen wurden Freitag in einem Mediengespräch
vorgestellt.
Insgesamt hat es 117 Einreichungen gegeben, die um eine
Fördervereinbarung auf vier Jahre erhalten eingereicht haben.
Die Empfehlungen für den Bereich Schauspiel:
dietheater, Ensemble Theater, Kooperative HIGHTEA in der Theater Gruppe 80,
Interthalia Theater (Vienna´s English Theatre), Kabinetttheater, Theater
Kosmos, Odeon, Rabenhof, Showinisten, Theater des Augenblicks, Theater
Drachengasse, toxic dreams, Wiener Werkstätten (Escher&Studlar)
Für den Bereich Theater für Kinder und Jugendliche: Das Figurentheater
Lilarum und Tanztheater konnex.
Für den Bereich Musiktheater: ensemble für städtebewohner, Wiener
Taschenoper, NetZZeit, Neue Oper Wien.
Für den Bereich Tanz und Performance: Cie. Willi Dorner, Dans.Kias
(Saskia Hölbling), Tanz Company Gervasi, Superamas, ImPulsTanz
(Internationale Tanzwochen, Dance Web), Tanzquartier Wien.
Einige eingereichte Konzepte wurden zwar nicht für die
Vierjahresförderung empfohlen, die Projekte jedoch für die halbjährlich zu
vergebende Projektförderung vorgeschlagen.
Insgesamt gibt es damit eine klare Tendenz einer Verschiebung von
festen Häusern hin zu Freien Gruppen.
Für bestimmte Bereiche wurden "Auslobungen" empfohlen: Theorie,
Nachwuchsförderung im Bereich Tanz und Performance, sowie Bereich Theater
für Kinder und Jugendliche, sowie im Bereich inter- und multikulturelles
bzw. fremdsprachiges Theater.
Empfohlen wird auch, vom Prinzip der "Intendanz auf Lebenszeit"
abzugehen. Um eine Trennung von Eigentümerstruktur und künstlerischer
Leitung zu ermöglichen, wird nach einer zweijährigen Übergangszeit ab der
Saison 2007/2008 empfohlen, die Häuser Odeon, Kosmos Theater, Theater des
Augenblicks, Ensemble Theater, dietheater neu auszuschreiben.
Weiters empfiehlt die Jury die Einrichtung eines größeren
"Koproduktionshaus", wobei das Kabelwerk in Wien-Meidling als ein möglicher
Ort genannt wird.
Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny kündigte an, diese "wichtigen
Weichenstellungen" ernst zu nehmen und als Arbeitsauftrag auch umzusetzen.
"Mit diesen Empfehlungen wurden wichtige Schritte zu einer grundlegenden
Neuorientierung der Theaterszene in Wien gesetzt", so Mailath. "Ich erwarte
mir vor allem mehr Chancen für junge, innovative Ideen, mehr Durchlässigkeit
und mehr internationale Vernetzung. Gleichzeitig soll durch die
Vierjahres-Verträge die optimale Planbarkeit für die Kunstschaffenden
gegeben sein".
Es sei die "umfassendste Strukturreform" in der Theatergeschichte Wiens, so
Mailath.
Die Empfehlungen der Jury sind im Internet unter
www.wien.at/ma07/pdf/empfkonzeptf.pdf abrufbar.

Theater ohne Grenzen - Theater gegen Gewalt
Festival "WIener Theaterbegegnungen", 21. bis 27. Mai,
Theater Akzent
KUNST GEGEN GEWALT
THEATER OHNE GRENZEN - THEATER GEGEN GEWALT
Festival "Wiener Theaterbegegnungen"
21. bis 27. Mai 2002
Theater Akzent
1040 Wien, Theresianumgasse 18
Der Krieg in den Städten, die Gewalt auf den Straßen und hinter
verschlossenen Türen innerhalb der Familie hat die Menschen auch in Europa
abgestumpft und wird oft nur noch in Talkshows oder in Kurzmeldungen auf der
Chronikseite thematisiert. Dabei haben noch vor einigen Jahren zig-tausende
BosnierInnen, KroatInnen, SerbInnen, Kosovo-AlbanerInnen u. v. a. um das
nackte Überleben kämpfen müssen, wurden verfolgt und vertrieben.
Vor diesem entsetzlichen Hintergrund hat sich mit dem Projekt "Theater ohne
Grenzen" aus sechs interkulturellen und multiethnischen Theatergruppen mit
etwa 100 SchauspielerInnen aus allen sieben Ländern des ehemaligen Jugoslawien
eine Initiative herauskristallisiert. Ganz im Sinne von "KUNST GEGEN GEWALT"
präsentiert diese Initiative die ohne nationalistische Ressentiments
großartige Utopien über das friedliche, solidarische und respektvolle Neben-
und Miteinander von Menschen.
Das Festival mit Gruppen aus Mazedonien, Kroatien, Serbien, Montenegro,
Bosnien/Herzegovina und Slowenien ist das erste seiner Art - und es ist
natürlich kein Zufall, dass es ausgerechnet in Wien stattfindet, jener
Metropole, die auch in schwierigsten Kriegszeiten Treffpunkt all jener war und
ist, die den Dialog mit "den anderen" nicht aufgeben wollten. Jener Weltstadt
also, wo das Projekt "KUNST GEGEN GEWALT" initiiert wurde, das mittlerweile
zum internationalen Anliegen geworden ist. Tausende Flüchtlinge aus
Ex-Jugoslawien haben in Österreich Schutz und Zuflucht vor Verfolgung und
Vertreibung und damit eine neue Heimat gefunden und konnten sich aus eigener
Kraft und mit Hilfe vieler privater und öffentlicher Organisationen eine neue
Existenz aufbauen.
Im Bewusstsein ihres Schicksals öffnen sich die "Wiener Theaterbegegnungen"
dem "Theaterfestival Ex-YU" und offerieren "Theater gegen Gewalt".
www.kunstgegengewalt.at
Verein Art & Vision
p.A. Deutsche Bank
Hohenstaufengasse 4
1010 Wien
info@kunstgegengewalt.at

Handke schrieb nach langer Pause wieder ein Theaterstück
Peter Handke hat nach längerer Pause wieder ein Theaterstück geschrieben, das
2003 im Rahmen der Wiener Festwochen uraufgeführt werden soll. Das bestätigt
Handke in einem Telefon-Interview für die morgen erscheinende Ausgabe des
Wochenmagazins NEWS.
Handke über sein erstes Theaterstück seit "Die Fahrt im Einbaum" (1999): "Eine
U-Bahn-Geschichte, ein kleines Stück, achtzig bis neunzig Minuten lang wie ein
Film, eher etwas Lustiges und die Fortsetzung von allem: von ,KasparN,
Publikumsbeschimpfungp , ,Die Stunde, da wir nichts von einander wussten(."
Wie in "Kaspar" dominiert eine Gestalt: ein U-Bahn-Passagier, der im Verlauf
einer Fahrt viele Stationen passiert und überall seine Wutmonologe aus dem
Geist der "Publikumsbeschimpfung" ablässt. Der manische Schreier ist von
vielen stummen Personen umgeben, wie man sie aus der wortlosen Parabel "Die
Stunde, da wir nichts von einander wußten" kennt.
Ungeklärt sind laut Handke Ort und Regisseur der Uraufführung:
"Ich bin in einem Dilemma. Bondy könnte es sein, oder Peymann. Ich kann das
nicht entscheiden, denn ich bin mit beiden seit Jahrhunderten befreundet und
habe daher nicht die Kraft, ein Machtwort zu sprechen. Ich bin ohnehin
erstaunt, dass es jemand machen will."

"Theaterspielklub" des Theaters der Jugend
Der Theaterspielklub des Theaters der Jugend setzt seine Tätigkeit in dieser
Saison fort: Menschen zwischen zehn und vierzehn Jahren treffen einander
einmal wöchentlich im Theater der Jugend, um hier miteinander Theater zu
spielen oder ins Theater zu gehen.
Seit 1997 lädt das Theater der Jugend Kinder ein, um gemeinsam Theatermethoden
wie Improvisation, nonverbales Theater, Sprechtheater, Bewegungstheater,
Maskenspiele zu versuchen, um Texte szenisch umzusetzen. Die Kinder können
dabei ihre Interessen und Vorstellungen, ihre Phantasie und Kreativität
einbringen, sie können neue Seiten ihrer Persönlichkeit entwickeln und
darstellen. Besuche von Vorstellungen des Theaters der Jugend bereichern das
eigene Spiel, indem das Gesehene aufgegriffen, spielerisch bearbeitet,
weitergeführt oder auch geändert wird. Im Lauf des Jahres werden die von den
Kindern entwickelten Szenen und Figuren zu einem Stück verwoben, das zum
Abschluss im Theater im Zentrum vor Eltern, Verwandten und Freunden aufgeführt
wird.
Der Theaterspielklub läuft bis Mai/Juni 2002, jeden Mittwoch, 15.30 bis 17.30
Uhr, im Theater der Jugend - Zwischenraum, Neubaugasse 36, er wird von Mag.
Karin Mörtl geleitet, der Unkostenbeitrag beträgt 1300,- Schilling.
Anmeldung: Theater der Jugend, Theaterpädagogik, Neubaugasse 36, 1070 Wien,
Information: 52110/217, e-mail: tdj@treangeli.at
