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Terre des hommes

 


 

 

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terre des hommes-Appell an den Deutschen Bundestag: Abgeordnete sollen der Entsendung deutscher Soldaten nach Afghanistan nicht zustimmen!

Das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre
des hommes Deutschland appelliert an die Abgeordneten des Deutschen
Bundestages, in der bevorstehenden Abstimmung gegen die Entsendung
deutscher Soldaten nach Afghanistan zu votieren. Die Abgeordneten
werden gebeten, sich stattdessen gegenüber der Bundesregierung für
einen sofortigen Stopp der Angriffe auf Afghanistan und für eine
diplomatische Lösung des Konfliktes einzusetzen.
  
   In einem Schreiben an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages
weist terre des hommes auf die dramatische Versorgungslage der
Bevölkerung in Afghanistan mit Nahrungsmitteln und Hilfsgütern hin
und warnt vor einem Solidarisierungseffekt der Bevölkerung mit den
Taliban. "Gerade von Deutschland erwarten die Menschen in Afghanistan
eine mäßigende Rolle in dem Konflikt, da Deutschland traditionell
hohes Ansehen in Afghanistan genießt", so Peter Mucke,
Geschäftsführer von terre des hommes, in seinem Schreiben an die
Abgeordneten. Deutschland solle deshalb die Chance nutzen, als
Schlichter in dem Konflikt aufzutreten und beim Wiederaufbau des
Landes eine führende Rolle zu übernehmen. Dies sei nur möglich, wenn
Deutschland nicht durch die Beteiligung mit eigenen Truppen selbst
zur Kriegspartei würde.
  
   Trotz der schwierigen Lage im Land hat terre des hommes einen
Konvoi mit 15 Kubikmetern Medikamenten über die Berge nach Kabul
gebracht. In einer Klinik und bei Hausbesuchen versorgen terre des
hommes-Mitarbeiter in Kabul jährlich über 80.000 Schwangere und
Mütter mit Kleinkindern.
  
   Zur Unterstützung der afghanischen Kinder bittet terre des hommes
dringend um Spenden.
  
   Konto 700, terre des hommes verfügt
   Volksbank Osnabrück eG, über das Spendensiegel des DZI
   BLZ 265 900 25 (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen)
   Stichwort: "Afghanistan"
 

Terre des hommes lanciert einen Appell für die Bevölkerung Afghanistans

Die Stiftung Terre des hommes hat heute durch ihre
Delegation in Pakistan positive Nachrichten von ihren afghanischen
Teams erhalten: Die Aktivitäten, die während einiger Tage teilweise
eingestellt werden mussten, können wieder aufgenommen werden.

   Zwei Wochen nach den Attentaten in den Vereinigten Staaten am 11.
September 2001 und trotz der Zerstörung der ehemaligen amerikanischen
Botschaft durch die Taliban scheint in Kabul allmählich wieder der
Alltag einzukehren. Die Expatriierten von Terre des hommes, die
Afghanistan aus Sicherheitsgründen verlassen mussten, bereiten sich
auf ihre Rückkehr ins Land vor. In der Zwischenzeit haben die rund
100 afghanischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Terre des
hommes, die Fortsetzung der Projekte überwacht.

   Terre des hommes ist seit 1996 in Afghanistan vertreten und
arbeitet beiderseits der Front, das heisst sowohl in Kabul als auch
in der Provinz Rustaq (ein von der Nordallianz kontrolliertes
Gebiet). Die Stiftung hat in erster Linie Gesundheits-, Erziehungs-
sowie Entwicklungsprojekte in ländlichen Gebieten aufgebaut, die sich
an Mütter und Kinder richten, aber auch Betreuungsstrukturen für
Strassenkinder.

   Die vor kurzem in den Vereinigten Staaten geschehene Katastrophe
ist sowohl ein Terrorakt als auch ein Angriff auf Werte, die Terre
des hommes verteidigt. Fundamentalisten, die unschuldige Menschen
töten und universale menschliche Werte angreifen, müssen verhaftet
und verurteilt werden. Dieses Verbrechen unterstreicht einmal mehr
die Notwendigkeit einer Verschärfung der internationalen Strafjustiz
(Artikel 7 der Statuten des künftigen Strafgerichtshofs für
Verbrechen gegen die Menschlichkeit).

   Eine militärische Antwort, die erneut unschuldige
Bevölkerungsgruppen treffen würde, ist hingegen unzulässig. Umso mehr
als diese Bevölkerung schon seit Jahren unter Konflikten, Hungersnot,
dem Fehlen staatlicher Einrichtungen und dem Zerfall des Sozialwesens
zu leiden hat. Angesichts des an den Grenzen zu erwartenden Zustroms
von Flüchtlingen ist deren Aufnahme von Gesetzes wegen eine
internationale Verpflichtung (Prinzip der Nichtzurückweisung im Falle
eines erhöhten Risikos der Verletzung von Menschenrechten).

   Terre des hommes fordert alle betroffenen Parteien auf, der
humanitären Hilfe den Zugang zu allen in Afghanistan verbliebenen
Menschen zu erleichtern, insbesondere zu den verletzlichsten wie
Frauen und Kinder. Zudem fordert Terre des hommes, dass allen
humanitären Organisationen, nationaler und internationaler Herkunft,
die notwendige Bewegungsfreiheit und Sicherheit gewährleistet wird,
die sie für die Ausübung ihrer Aktivitäten zugunsten der afghanischen
Bevölkerung benötigen.

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:37
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