Telefonauskunft: Telegate wird teurer, 11840 wird billiger
Preisveränderungen bei der Telefonauskunft. Telegate
erhöht den Preis für die erste Auskunftsminute um 25 Prozent,
Konkurrent 11840 senkt ihn im Zuge der Euro-Umstellung um 1 Prozent.
Wer die 11840 anruft, zahlt nur noch 0,80 Euro für die ersten 60
Sekunden (bisher 0,81 Euro). Bei Telegate kostet das
Auskunftsgespräch in der ersten Minute in Zukunft rund 1,24 Euro
(bisher waren es 0,99 Euro gewesen).
Olaf Striboll, Vorstand der 11840 Voice-Commerce AG, ist
"Überrascht, dass der Wettbewerb die Preise anzieht" und verspricht:
"Wer bei der 11840 anruft, erhält auch künftig den Auskunftstarif,
den jeder Controller kennen sollte."
Übrigens: Gespräche bis maximal 48 Sekunden kosten nur 0,64 Euro
und auch für längere Auskunftstelefonate ist die Kostenstruktur bei
11840 einfach und fair: Die erste und jede weitere Minute kosten 0,80
Euro. Eine einfachere Tarifierung ist wohl kaum noch denkbar.
Die Preise der 11840 im Überblick:
Grundfunktionen
1. Taktung 48 Sekunden fix 0,64 Euro (DM 1,2517)
Danach 12 Sekunden Taktung 0,16 Euro (DM 0,3129)
- Preis je Minute 0,80 Euro (DM 1,5647)
Zusatzfunktionen
Weiterleitung 0,24 Euro (DM 0,4694) /Minute
Kundendienst
Weiterleitung ins Backoffice 0,12 Euro (DM0,2347) /Minute
11840 - Andere Auskunft, Anderer Preis.
Telegate baut Informationsdienst aus
Dienstleister räumt Fehler bei der Expansion ins Ausland
ein
Die Telegate AG http://www.telegate.de
will ihren Service um einen "Informationsdienst für alle alltäglichen
Bedürfnisse" erweitern. Das Unternehmen werde seine Aktivitäten künftig
nicht mehr nur auf die Auskunft von Telefonnummern ausrichten, kündigte
Vorstandssprecher Klaus Harisch am Freitag auf der Hauptversammlung an. Als
Beispiel für den geplanten Informationsdienst nannte Harisch einen
SMS-Service, mit dem sich ab Herbst dieses Jahres etwa die Notdienstzeiten
aller deutschen Apotheken auf das Handy senden lassen.
Außerdem werde sich Telegate trotz hoher Verluste weiterhin im Ausland
engagieren. Zwar gestand Harisch ein, bei der Expansion ins Ausland das
jeweilige politische und kulturelle Umfeld zum Teil zu wenig berücksichtigt
zu haben. Doch auch eine langsame Erschließung der Märkte steigere die
Wachstumschancen des Unternehmens. Die Expansion in weitere Länder werde mit
größere Vorsicht vorgenommen.
Für das laufende Geschäftsjahr plant Telegate mit einem ausgeglichenen
Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen. Beim Umsatz rechnet der
Dienstleister mit einer Steigerung um 50 Prozent. Das Ergebnis von minus 2,2
Mio. Mark im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen in erster Linie mit der
kostenintensiven Expansion nach Italien, Spanien, Großbritannien und USA begründet
(Siehe auch pte-Meldung http://www.pressetext.at/show.pl.cgi?pta=010329024
).