Das Tanzschuljahr Abschluss mit offiziellem Zertifikat
Mit dem ADTV vom Walzer bis zum Bewerbungstraining
"Fürs Leben lernen" Unter diesem Motto steht ein Produkt, das bereits in
einigen der bundesweit 800 Tanzschulen des Allgemeinen Deutschen
Tanzlehrerverbandes (ADTV) in den letzten Monaten durchgeführt wurde. Ziel des
zehn Monate dauernden "Tanz(schul)jahres" ist es, Jugendliche auch fit zu
machen für das gesellschaftliche Leben. Das bedeutet, über Tanzfähigkeiten
hinaus werden erstmals auch andere Dinge systematisch vermittelt: So stehen
Umgangsformen und Kosmetiktipps ebenso auf dem Programm wie Informationen über
Drogen, erste Hilfe sowie ein Vorstellungs- und Bewerbungstraining.
"Aus unserer täglichen Arbeit und Erfahrung heraus wissen wir, dass
Jugendliche zahlreiche Informationen und Tipps benötigen, die sie nicht mehr
unbedingt vom Elternhaus mit auf den Weg bekommen", erklärt Heiko Feltens,
seit 1991 Präsident des ADTV. "Mit unserem neuen Produkt möchten wir diesem
ungeheuren Bedarf nachkommen und Jugendlichen eine Rundum-Ausbildung aus einer
Hand anbieten."
Seminare auch als Vorbereitung aufs Berufsleben
Entsprechend dieser Ausrichtung werden daher herkömmliche und neue
Schulungsinhalte kombiniert: Basis bleibt weiterhin die Vermittlung der Tänze
des Welttanzprogramms und aktueller Party- und Modetänze sowie das Angebot von
Bällen und anderen Events.
In lockeren, kommunikativen Schulungen sollen die Jugendlichen zudem auf
den "Ernst des Erwachsenenlebens" vorbereitet werden. "Wir setzen dabei vor
allem auf die Kooperation mit lokalen Partnern", erläutert Feltens. Die
Tanzschulen holen sich Experten ins Haus. "Wir werden sowohl mit den IHKs, den
Arbeitsämtern als auch mit Unternehmern und Volkshochschulen gemeinsam
arbeiten. Denn wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zu bestehenden
Angeboten, sondern als Pool, aus dem die Jugendlichen Wissen praxisnah und
mit hohem Spaßfaktor vermittelt - schöpfen können", erklärt
ADTV-Pressesprecher Michael Meiners. Ebenso praxisnah werden unter dem Motto
"Anti-Blamier-Programm" "Altes" und "Neues" aus dem Bereich Umgangsformen
vermittelt.
Das Tanzschuljahr umfasst in der Regel zwischen 36 und 43
Unterrichtseinheiten. Das bedeutet, die Einheiten finden in der Schulzeit
statt, und die landesüblichen Schulferien werden berücksichtigt. Analog zum
Stundenplan liegen die Unterrichtseinheiten im voraus inhaltlich fest und
werden in einem Jahresplaner zu Beginn des Tanz(schul)jahres veröffentlicht.
Jeder Teilnehmer erhält einen persönlichen Planer, in dem beispielsweise auch
die individuelle Unterrichts-Teilnahme vermerkt werden kann.
Pro Jahr werden zusätzlich zu den Unterrichtsstunden ca. 40 kleine Partys /
Übungsabende / Discos angeboten.
Highlights des Tanzschuljahres sind dann drei bis vier Bälle (etwa
Premierenball, Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterball, Rosenball,
Palmenball etc.) sowie eine bis drei Sonderveranstaltungen (z.B. Ausflüge,
Premieren-Kino, Musicalbesuch, Schlemmerparty, Outdoor-Aktivitäten).
Offizielles Zertifikat
Dokumentiert werden die Leistung und das Engagement der Jugendlichen in einem
offiziellen ADTV Gesellschafts-Zertifikat über das Tanzschuljahr. Es soll
analog zu Schulzeugnissen den späteren Bewerbungsunterlagen beigelegt werden
und die sonstigen Fähigkeiten und Wissensgebiete des Teenagers beurkunden.
"Das ADTV-Tanzschuljahr macht Jugendliche nicht nur fit fürs Tanzparkett,
sondern erleichtert ihnen darüber hinaus den Schritt ins gesellschaftliche und
Berufsleben", so Heiko Feltens.
Tanzschulen, die das neue Produkt bereits testeten, belegen den Erfolg.
Anders als in klassischen Schulprojekten engagierten sich die Jugendlichen
überdurchschnittlich und versäumten kaum eine Seminarstunde. Positiver
Nebeneffekt für den ADTV: Teenager blieben der Tanzschule doppelt so lang
verbunden wie vor Einführung des "Tanz(schul)jahres". Und auch die Eltern sind
begeistert: von der lehr- und abwechslungsreichen Freizeit ihrer Sprößlinge
und nicht zuletzt von den im Familienkreis durchtanzten Ballnächten.