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Letrozol senkt besser als Tamoxifen
das Rezidivrisiko bei überlebenden Brustkrebspatientinnen, wie eine im New
England Journal of Medicine veröffentlichte IBSCG-Studie zeigt
- Letrozol trägt zur Verhinderung der Ausbreitung von Krebs in andere
Körperregionen bei
- Frauen mit hohem Rezidivrisiko profitieren am meisten von der
Letrozol-Einnahme
Laut neu veröffentlichten Studienergebnissen findet sich bei
postmenopausalen Frauen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs, die nach der
operativen Versorgung Letrozol erhielten (adjuvante Therapie), eine
signifikant höhere Chance der Vermeidung eines erneuten Auftretens (Rezidivs)
als bei Frauen, die Tamoxifen erhielten. Letrozol zeigt sich besonders
wirksam bei der Verhinderung der Ausbreitung der Erkrankung auf andere
Regionen des Körpers (Entwicklung von Fernmetastasen). Es ist bekannt, dass
Frauen, bei denen Brustkrebs erneut auftritt oder sich auf entfernte Region
ausbreitet, eine höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, an ihrer Erkrankung zu
versterben. Diese Ergebnisse, die in der Ausgabe des New England Journal of
Medicine vom 29. Dezember 2005 erscheinen, stellen die ersten
veröffentlichen Ergebnisse der bahnbrechenden BIG 1-98-Studie dar.
In dieser Studie profitierten Frauen mit einem hohen Rezidivrisiko am
meisten von Letrozol. Zu diesen Patientinnen zählten Frauen, bei denen sich
die Erkrankung zum Zeitpunkt der Erstdiagnose bereits auf Lymphknoten
ausgebreitet hatte, und solche, bei denen zuvor eine adjuvante Chemotherapie
durchgeführt worden war.
Zitat
"Die Veröffentlichung dieser Ergebnisse in einer so renommierten
Fachzeitschrift wie dem New England Journal of Medicine wird wahrscheinlich
einen wesentlichen Einfluss auf die Therapie von postmenopausalen Frauen mit
hormonempfindlichem frühen Brustkrebs nach Operation haben", sagte Professor
Beat Thuerlimann, St. Gallen, Schweiz, der Studienvorsitzende der BIG
1-98-Prüfung. "Wir sind ganz besonders ermutigt durch die deutlichen
Vorteile, die sich für Frauen mit einem hohen Risiko für ein erneutes
Auftreten gezeigt haben und die letztendlich zu einer Verbesserung der
Überlebensrate und der Ergebnisse in dieser Gruppe führen könnten."
Im Vergleich mit Tamoxifen senkt Letrozol signifikant das Risiko für:
- ein Brustkrebsrezidiv, ein Auftreten eines anderen Brustkrebses oder
einer anderen bösartigen Neubildung oder des Versterbens um 19 Prozent
(p=0,003)
- das Auftreten von Fernmetastasen um 27 Prozent (p=0,001)
- das erneute Auftreten bei Frauen, bei denen sich die Erkrankung
bereits
auf die Lymphknoten ausgebreitet hatte (lymphknotenpositive
Erkrankung), um 29 Prozent (p=<0,001)
- das Wiederauftreten bei Frauen nach vorheriger Chemotherapie um 30
Prozent (p=0,01).
Methoden und zusätzliche Ergebnisse
BIG 1-98 ist eine multinationale, randomisierte, multizentrische Phase
III-Doppelblindstudie, die in 27 Ländern durchgeführt wird. An der Studie
nehmen über 8.000 postmenopausale Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium teil,
bei denen die Tumoren hormonrezeptorpositv sind. Es handelt sich um die
einzige klinische Prüfung, deren Design einen direkten Vergleich zwischen
Letrozol und Tamoxifen sowie die Sequenzierung beider Wirkstoffe während der
ersten fünf Jahre nach einer Brustoperation vorsieht.
Das primäre Ziel der Studie besteht darin zu bestimmen, ob Letrozol im
Vergleich zu Tamoxifen das Risiko des erneuten Auftretens von Brustkrebs,
gemessen als krankheitsfreie Überlebensrate, senken kann. Ein
krankheitsfreies Überlebensereignis wurde definiert als ein lokales oder
entferntes Krebsrezidiv, das Auftreten einer zweiten [nicht von der Brust
ausgehenden] bösartigen Erkrankung oder das Eintreten des Todes vor dem
Krebsereignis. Die neu veröffentlichen Ergebnisse dokumentieren die
Wirkungen einer Erstbehandlung mit Tamoxifen gegenüber einer Erstbehandlung
mit Letrozol. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 26 Monate (die Hälfte
der Patientinnen wurden über einen Zeitraum von 26 oder mehr Monaten
untersucht), wobei über 1100 von diesen Patientinnen eine Therapiedauer von
fünf Jahren beendeten. Die Ergebnisse, die die Rolle der Sequenzierung
erfassen, werden für 2008 erwartet.
Die Ergebnisse zeigten weiterhin, dass bei den 4.003 Patientinnen in der
Letrozol-Gruppe und den 4.007 Patienten in der Tamoxifen-Gruppe:
- 10,2 Prozent der Letrozol-Gruppenteilnehmerinnen und 13,6 Prozent der
Tamoxifen-Gruppenteilnehmerinnen in der Projektion das erneute
Auftreten von Brustkrebs über einen Fünfjahreszeitraum erfahren
- das Gesamtüberleben bei Letrozol günstiger war, ohne das dieser
Unterschied jedoch statistisch signifikant gewesen wäre.
- Letrozol bewirkte eine ähnliche Risikosenkung bei allen
Teilnehmerinnen
mit einem positiven Östrogenrezeptorstatus, und zwar unabhängig vom
Progesteronrezeptorstatus.
Darüber hinaus fanden sich für Letrozol und Tamoxifen unterschiedliche
Sicherheitsprofile.
-- Häufiger fanden sich bei Tamoxifen:
- venöse Thrombose und Embolie (Blutgerinnsel)
- vaginale Blutungen
- krankhafte Veränderungen des Endometriums (Veränderungen der
inneren
Auskleidung der Gebärmutter)
-- Häufiger fanden sich bei Letrozol:
- Knochenbrüche
- Gelenkschmerzen
Invasiver Gebärmutterschleimhautkrebs wurde häufiger unter
Tamoxifenbehandlung (0,1% gegenüber 0,3%, L gegenüber T) gefunden, während
Herzereignisse (lebensbedrohlich oder tödlich) häufiger unter
Letrozolbehandlung (0,8% gegenüber 0,4%, L gegenüber T) auftraten, wobei
allerdings beide Formen von Ereignissen selten waren.
Die Studie wird unter Schirmherrschaft der Breast International Group
(BIG) durchgeführt und von der International Breast Cancer Study Group (IBSCG)
koordiniert und geleitet. Die IBSCG ist ein aktives Mitglied der
BIG-Organisation. Novartis, Hersteller und Vertriebsunternehmen von Letrozol
(Femara (R)), trug zur finanziellen Unterstützung bei.
Informationen zu Brustkrebs im Frühstadium
Early Breast Cancer (EBC) wird als eine Krebserkrankung definiert, die
auf das Brustgewebe und/oder die in der Nähe befindlichen Lymphknoten
begrenzt ist. Weltweit werden etwa 800.000 Frauen jährlich mit EBC
diagnostiziert. Die Primärtherapie bei EBC beinhaltet gewöhnlich die
operative Entfernung des Tumors und des umgebenden Gewebes. Die
postoperative Standardtherapie (adjuvante) umfasst normalerweise Bestrahlung
und/oder Chemotherapie, gefolgt von einer fünfjährigen endokrinen Behandlung
mit Tamoxifen, wenn der Tumor hormonrezeptorpositiv ist. Dies war
jahrzehntelang die Standardbehandlung für postmenopausale Frauen, bis
Aromatasehemmer wie Letrozol weiteren therapeutischen Nutzen angeboten
haben.
Informationen über die International Breast Cancer Study Group
The International Breast Cancer Study Group (IBSCG) ist eine
gemeinnützige Organisation, die im Jahr 1977 (als "Ludwig Breast Cancer
Study Group") gegründet wurde. Es handelt sich hierbei um eine kooperative
Gruppe, die in über 27 Jahren zahlreiche hochwertige und bedeutende
klinische Studien über adjuvante Therapien für Patienten mit operablem
Brustkrebs durchgeführt hat. Die IBCSG hat ihren Hauptsitz in Bern als eine
Stiftung gemäss schweizerischem Recht. Mit ihrem Netzwerk von Forschern, das
fünf Kontinente umspannt, widmete sich die IBSCG seit jeher der innovativen
klinischen Forschung, die darauf ausgerichtet ist, die Ergebnisse für Frauen
mit Brustkrebs zu verbessern.
Informationen über The Breast International Group
Die BIG ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die unter
belgischem Recht gegründet wurde. BIG ist eher ein Kommunikationsnetz als
eine klinische Forschungsgruppe im traditionellen Sinne und bringt seine
Mitglieder - kooperative Gruppen mit Sitz in Europa, Australasien,
Lateinamerika und Kanada mit angegliederten Zentralen auf der ganzen Welt -
in organisierter Weise zusammen, um bei der Planung, Durchführung und
Auswertung von klinischen Studien über EBC zusammenzuarbeiten.
Zusätzliche Informationen bezüglich BIG 1-98 und IBCSG können Sie auf der
Webseite www.ibcsg.org
finden.

Medikament gegen Brustkrebs verringert Herzrisiko
Tamoxifen schützt während der gesamten Einnahme
Frauen mit Brustkrebs, die Tamoxifen einnehmen,
unterliegen einem deutlich geringeren Risiko einen Herzanfall zu bekommen
oder Stressreaktionen des Herzens wie Angina zu erleiden. Zu diesem Ergebnis
ist eine Studie der Boston University School of Public Health
http://www.bu.edu/dbin/sph gekommen. Dieser Effekt erfährt innerhalb von
zwei Jahren eine deutliche Ausprägung und bleibt während der gesamten
Einnahme erhalten. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin
Cancer
http://www.interscience.wiley.com/cancer-newsroom veröffentlicht.
Das Team um Brian D. Bradbury analysierte die Daten von 3.030
Brustkrebspatientinnen, die mit Tamoxifen behandelt wurden und von 4.233
Patienten mit anderen Krebserkrankungen, die dieses Medikament nicht
eingenommen hatten. Die Frauen der ersten Gruppe waren weniger gefährdet
Symptome einer Herzerkrankung zu entwickeln. Die weitere Untersuchung ergab
ein deutlich verringertes Risiko einer Herzerkrankung. Dieser Effekt wurde
bei Frauen nachgewiesen, die weniger als zwei Jahre der auf fünf Jahre
ausgelegten Behandlung absolviert hatten. Die Autoren kommen zu dem Schluss,
dass die Behandlung mit Tamoxifen zusätzlich das Risiko einer Herzerkrankung
verringern kann.

Weniger
Wechseljahrbeschwerden bei Tamoxifen
Tibolon verringert die Schwere der Symptome
Eine europäische Studie hat nachgewiesen, dass das
Medikament Tibolon helfen kann, Wechseljahrsymptome bei der Einnahme
von Tamoxifen zu verringern. Österreichische, belgische und
britische Wissenschafter zeigten, dass Tibolon als
Hormonersatztherapie bei Brustkrebspatientinnen Hitzewallungen ohne
Nebenwirkungen für Brüste und Gebärmutter reduziert. Obwohl weitere
Forschungen erforderlich sind, sind die Forscher zuversichtlich,
dass ein neuer Behandlungsansatz gefunden ist. Die Ergebnisse der
Studie wurden im British Journal of Obstetrics and Gynaecology
veröffentlicht.
http://www.blackwellpublishing.com/journal.asp?ref=1470-0328
Nach einer Brustkrebserkrankung wird Frauen häufig zur Einnahme von
Tamoxifen geraten, um das Risiko einer erneuten Erkrankung zu
verringern. Durch die Blockierung von Östrogen können sich die
Symptome der Wechseljahre verstärken. Eine konventionelle
Hormonersatztherapie wird für diese Frauen nicht empfohlen, da ein
Rückfall in der Brust und das Entstehen neuer Tumore in der
Gebärmutter befürchtet werden. Bei Tibolon handelt es sich um eine
neuere Form der Hormonbehandlung, die anders als Östrogen bestimmte
Bereiche des Körpers wie die Brust schont. Das Team um Ernst Kubista
von der Universität Wien
http://www.univie.ac.at ersuchte 75 Frauen zusätzlich zu
Tamoxifen ein Jahr lang auch Tibolon oder ein Blindpräparat
einzunehmen. Die Teilnehmerinnen wurden gebeten, Aufzeichnungen über
die Anzahl und Schwere der Hitzewallungen und nächtlichen
Schweißausbrüche sowie andere Symptome der Menopause zu führen.
Zusätzlich wurden eine Wiederkehr der Krebserkrankung im
Brustbereich und ungewöhnliche Veränderungen in der Gebärmutter
untersucht.
Es zeigte sich, dass Tibolon zwar die Anzahl der Hitzewallungen
nicht verringerte aber ihre Schwere. Nebenwirkungen im Bereich von
Brust und Gebärmutter konnten nicht nachgewiesen werden. Die
Mitautorin Janice Rymer vom Guy's Hospital
http://www.guysandstthomas.nhs.uk erklärte, dass damit für
Brustkrebspatientinnen eine Möglichkeit zur Verringerung dieser
unangenehmen Symptome bestehe. "Viele Frauen haben dieses Medikament
schon für diesen Anwendungsbereich eingesetzt." Derzeit werden laut
BBC weitere Tests mit mehr als 3.000 Frauen durchgeführt, um die
Langzeitwirkung der Behandlung mit Tibolon zu untersuchen.
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| Abschließende ATAC-Daten
zeigen: Arimidex® löst Goldstandard Tamoxifen ab
Die 5-Jahres Auswertung ("5 Year Completed Analysis")
der weltweit größten adjuvanten Brustkrebsstudie, die ATAC (Arimidex,
Tamoxifen, Alone or in Combination)-Studie, bestätigt auf eindrucksvolle
Weise die Überlegenheit von Anastrozol (Arimidex®) gegenüber Tamoxifen
in der adjuvanten Therapie postmenopausaler Patientinnen mit
hormonsensitivem Mammakarzinom. Arimidex reduziert signifikant sowohl
lokale Rezidive, kontralaterale neue Tumoren, als auch Fernmetastasen.
Hierdurch wird einer größeren Zahl von Frauen ein Leben ohne die
bedrohliche Tumorerkrankung ermöglicht. Aufgrund der eindrucksvollen
Ergebnisse der ATAC Studie wurden die Daten zeitgleich zu der
Präsentation von Prof. Howell in San Antonio in der Fachzeitschrift
Lancet als Online-Version veröffentlicht.
Zu Anastrozol liegt die breiteste Datenbasis von allen Aromatasehemmer
in der adjuvanten Therapie vor. Es liegen Erfahrungen von mehr als 1
Million Patientinnenjahren Arimidex Behandlung vor. Anastrozol ist nicht
nur bezüglich der Effektivität besser als Tamoxifen, sondern hat als
einziger Aromatasehemmer eine bessere Verträglichkeit in einem
Beobachtungszeitraum von über fünf Jahren belegt. Eine gute
Langzeitverträglichkeit ist für eine adjuvante Brustkrebs-Therapie
essentiell.
Es ist zu erwarten, dass diese überlegenen Langzeitergebnisse den Weg
für einen Paradigmenwechsel in der Standardtherapie des frühen
Mammakarzinoms ebnen und Arimidex® Goldstandard werden.
Arimidex® schützt vor Rezidiven…
Das wichtigste Anliegen des Therapeuten in der Behandlung des
Mammakarzinoms ist die Verhinderung von Rezidiven. Am entscheidendsten
ist die Verhinderung von Fernmetastasen. Beim Auftreten von
Fernmetastasen gibt es derzeit nur eine minimale kurative
Therapieoption, die Erkrankung wird somit lebensbedrohlich.
Das Rezidivrisiko ist bei Brustkrebs innerhalb der ersten fünf Jahre
nach Auftreten eines Tumors am höchsten und kann durch eine adjuvante
hormonelle Therapie reduziert werden. Bereits Tamoxifen führte im
Vergleich zu Placebo (Analyse der EBCTCG, = Early Breast Cancer
Trialists' Collaborative Group) zu einer Risikoreduktion für das
Auftreten von lokalen und kontralateralen Tumoren, sowie von
Fernmetastasen. Das Mortalitätsrisiko wurde ebenfalls signifikant
gesenkt.
Die neuen ATAC-Daten belegen, dass Anastrozol den klinischen Benefit
weiter verbessert und über den anerkannten Nutzen von Tamoxifen hinaus
deutliche Vorteile für die Patientinnen aufweist: Gegenüber Plazebo
reduzierte sich das Rezidivrisiko unter Anastrozol um weitere 26%, das
Tumorrisiko in der zweiten Brust verringerte sich um zusätzliche 53% und
die Mortalität sank um weitere 13%.
Die adjuvanten Tamoxifen-Studien zeigen, dass sich die Reduk-tion des
Auftretens von Fernmetastasen auch in ein längeres Gesamtüberleben
überträgt. Es ist daher zu erwarten, dass sich mit längerem Follow-up
der Vorteil von Anastrozol auch im Gesamtüberleben wiederfindet. Die
vorliegenden Daten geben erste Hinweise, dass das Risiko einer Frau an
Brustkrebs zu sterben, um weitere 13% reduziert wird. Dieser Unterschied
hat noch keine statistische Signifikanz erreicht.
Der positive Einfluss der adjuvanten Therapie bei
Hochrisiko-Patientinnen mit Tamoxifen auf die Inzidenz hormonabhängiger
Mammakarzinome wurde in mehreren Präventions-Studien nachgewiesen. Diese
sehr guten aktuellen ATAC-Daten geben Anlass zu weiterer Hoffnung, dass
Anastrozol das Potential haben könnte, bis zu 80% aller neu auftretenden
rezeptorpositiven Brusttumoren bei Hochrisiko-Patientinnen zu
verhindern. Dies wird derzeit in einem großen Studienprogramm zur
Prävention I-BIS geprüft.
…und ist besser verträglich als Tamoxifen
Was schon die früheren Zwischenauswertungen der ATAC-Studie zeigten,
bestätigt jetzt die 'Completed Treatment' -Analyse: Anastrozol war
während der gesamten Studiendauer besser verträglich als Tamoxifen und
bewährte sich als sichere Behandlungsoption. Lediglich Gelenkbeschwerden
und Knochenfrakturen kamen unter Anastrozol häufiger vor.
- Unter dem Aromatasehemmer waren signifikant weniger Therapieabbrüche
(11,1% vs. 14,3%) zu verzeichnen.
- Darüber hinaus traten folgende Nebenwirkungen signifikant seltener
auf:
tiefe Venenthrombosen,
Lungenembolien,
Schlaganfälle,
Endometriumkarzinome,
Hitzewallungen und Vaginalblutungen
- Insgesamt war der Anteil der Patientinnen, die von schweren
Nebenwirkungen berichteten unter dem Aromatasehemmer mit 33,3%
signifikant niedriger als unter Tamoxifen (36,0%).
Anastrozol ist der einzige Aromatasehemmer, der über einen Zeitraum von
mehr fünf Jahren eine eindrucksvollere und bessere Verträglichkeit in
der adjuvanten Therapie des frühen Mammakarzinoms aufzuweisen hat als
Tamoxifen.
Zu keinem anderen Aromatasehemmer liegt derzeit eine entsprechende
Datenfülle vor. Das günstige Nutzen-Risiko-Profil bestätigt Anastrozol
als überlegene adjuvante Therapieoption für alle postmenopausalen Frauen
mit hormonsensitivem, frühen Mammakarzinom.
ATAC-Studie: Hintergrund
ATAC ist mit 9.366 Patientinnen aus 381 Zentren und 21 Ländern die
größte und am längsten laufende Studie zur adjuvanten hormonellen
Therapie des Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen. Die
Teilnehmerinnen konnten adjuvant eine Chemo- und/oder Radiotherapie
erhalten. Die Studie war in drei Gruppen randomisiert: Eine Gruppe
erhielt Anastrozol 1 mg/d, die zweite Tamoxifen 20 mg/d, die dritte
Anastrozol/Tamoxifen in Kombination jeweils über fünf Jahre bzw. bis zum
Krankheitsereignis oder Tod. Der Kombinationsarm wurde nach der ersten
Auswertung geschlossen, da sich kein Vorteil gegenüber Tamoxifen gezeigt
hatte.
Die nun vorliegende 5 Jahres Analyse in der 92% der Patientinnen 5 Jahre
adjuvante Therapie abgeschlossen haben, ist die dritte Auswertung
ATAC-Studie. Die bereits in den Jahren 2002 und 2003 veröffentlichten
Zwischenergebnisse wurden jetzt eindrucksvoll bestätigt
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Taximofen für
Brustkrebsprävention nicht geeignet
Nebenwirkungen bei den meisten Frauen sind schwer
Hoffnungen, dass das Medikament Taximofen auch für die
Prävention von Brustkrebs eingesetzt werden könnte, haben sich nicht
erfüllt. Wissenschafter der University of North Carolina
http://www.unc.edu haben nachgewiesen, dass das Medikament zwar das
Auftreten von Krebs verhindern kann, die Nebenwirkungen sind jedoch bei
den meisten Frauen zu schwer. Die vorbeugende Wirkung von Taximofen
wurde erstmals bemerkt, als sich der Krebs bei Patientinnen, die gegen
den Tumor in einer Brust behandelt wurden, nicht ausbreitete. Die
Ergebnisse der Studie wurden in den Archives of Internal Medicine
http://archinte.ama-assn.org veröffentlicht.
Die Wirkung von Taximofen beruht auf der Blockierung des Hormons
Östsrogen, das das Wachstum von Tumoren bei manchen
Brustkrebspatientinnen fördert. Das Team um Russell Harris befragte 605
Frauen zwischen 40 und 69 Jahren mittels eines Fragebogens zu ihrer
Gesundheit und dem Auftreten von Brustkrebs in der Familie. Mittels
einer bewährten Formel wurde in der Folge ermittelt, wie viele dieser
Frauen in den nächsten fünf Jahren an Brustkrebs erkranken könnten. Bei
den meisten Frauen wurde das Risiko als sehr gering eingestuft. Bei
anderen wäre der Einsatz von Taximofen aufgrund von hohem Blutdruck oder
Diabetes nicht sinnvoll gewesen.
Aus diesem Grund wäre die Anzahl der konkreten Erkrankungen, die durch
den Einsatz von Taximofen verhindert worden wäre, mit Werten zwischen 6
und 8,3 Prozent sehr gering gewesen. Laut Harris machen die
Nebenwirkungen des Medikaments wie Blutgerinnsel und Schlaganfälle bei
rund 90 Prozent der Frauen die tägliche präventive Einnahme unmöglich.
Die Wirksamkeit des Medikaments bei der Verhinderung einer Ausbreitung
oder eines erneuten Auftretens von Brustkrebs nach erfolgter Behandlung
ist nachgewiesen. In den frühen 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts
fiel laut BBC auf, dass Taximofen anscheinend die Ausbreitung des
Krebses von einer Brust auf die zweite verhinderte. |

Studie deckt neues Tamoxifen-Risiko auf
Einnahme kann Gefahr einer weiteren Erkrankung steigern
Die Einnahme von Tamoxifen nach einer Krebsoperation an einer Brust kann
das Risiko der Erkrankung an einer anderen gefährlichen Krebsform in der
anderen Brust steigern. Zu diesem Ergebnis ist eine neue Studie des Fred
Hutchinson Cancer Research Center http://www.fhcrc.org
gekommen. Der leitende Wissenschaftler Christopher I. Li betonte jedoch, dass
es sich um eine Vorstudie handle, deren Ergebnisse die gängige
Verschreibungspraxis derzeit nicht verändern sollten. Mehr als die Hälfte
der 200.000 amerikanischen Frauen, die jährlich mit der Diagnose Brustkrebs
konfrontiert sind, werden schließlich Tamoxifen einnehmen. Journal of the
National Cancer Institute
http://www.jnci.oupjournals.org/cgi/content/abstract/93/13/1008
Tamoxifen soll nach der operativen Entfernung des Tumors das Wachstum
verbliebener Krebszellen unterdrücken und das Entstehen neuer Karzinome in
der zweiten Brust verhindern. Die Wirksamkeit des Medikaments in diesen beiden
Bereichen ist nachgewiesen. Die aktuelle Studie erforschte die Erfahrungen von
9.000 Frauen, die in den 90er Jahren gegen Brustkrebs behandelt wurden. Das
Team verglich die Krankheitsgeschichten der Patientinnen, die Tamoxifen
einnahmen, mit jenen, die das Medikament nicht erhielten. Eurekalert http://www.eurekalert.org/pub_releases/2001-07/fhcr-sbc070301.php
Bei den Teilnehmerinnen der Studie war das Risiko des Entstehens einer
neuen Krebserkrankung in der zweiten Brust allgemein niedrig. Kam es jedoch zu
einer weiteren Erkrankung, waren diese Tumore nach der Einnahme von Tamoxifen
deutlich häufiger ER-negativ. Bei rund 70 Prozent der Erkrankungen sind Östrogen-Rezeptoren
(ER) vorhanden, sie sind so genannt ER-positv. Die verbleibenden 30 Prozent
sind hingegen ER-negativ. ER-negative Tumore sprechen nur sehr schlecht auf
die Behandlung mit Tamoxifen an und sind auch aus diesem Grund schwerer zu
behandeln. Die Heilungschancen sind ebenfalls deutlich schlechter als bei
ER-positiven Erkrankungen.
Von den 4.600 Teilnehmerinnen der Tamoxifen-Gruppe wurden bei 64 Frauen
neue Tumore in der zweiten Brust diagnostiziert, 17 waren ER-negativ. Bei den
rund 4.300 Frauen der zweiten Gruppe wurden 68 Tumore nachgewiesen, davon
waren drei ER-negativ. Krebsspezialisten wie Kent Osborne vom Baylor College
of Medicine zeigten sich skeptisch. Erstens sei die Möglichkeit irreführender
Resultate nicht völlig ausgeschlossen worden und zweitens sei erstaunlich,
dass die Einnahme von Tamoxifen die Anzahl der Tumore nur so geringfügig
beeinflusst habe. Diese Skepsis wurde von Sandra M. Swain vom National Cancer
Institute im Editorial des Journal of the National Cancer Institute geteilt.
Washington Post http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/health/A15812-2001Jul3.html

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