FORMAT: Rettberg kann Kaution für
Aufhebung des Haftbefehls nicht zahlen
Landesgericht Wiener Neustadt hat Kaution in der Höhe von 200.000
Euro angeboten
Andre Rettberg, seit über einem Jahr flüchtiger Ex-Chef von Libro, kann ein
Angebot des Landesgerichtes Wiener Neustadt, den Haftbefehl gegen Zahlung
einer Kaution aufzuheben, nicht annehemen, weil ihm das Geld dazu fehlt.
Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag
erscheinenden Ausgabe..
Elmar Kresbach, Rechtsanwalt des seit fünftem Februar des Vorjahres
flüchtigen Rettberg, bestätigt die Variante Freigang gegen Kaution gegenüber
FORMAT. Der Haftbefehl bleibt allerdings vorerst aufrecht, weil sich
Rettberg die Kaution in der Höhe von 200.000 Euro nicht leisten kann: bisher
waren nicht einmal enge Freunde bereit, ihm das Geld zu leihen.
Wie FORMAT weiter berichtet, ist die überraschende Bereitschaft der
Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, den Haftbefehl aufzuheben, die Reaktion
auf ein internes Gutachten der Oberstaatsanwaltschaft, in der die
Einstellung des Verfahrens gegen den Ex-Libro-Chef angeregt wurde. Die
Entscheidung über eine Anklageerhebung soll vom Justizministerium in Kürze
getroffen werden.

Rettberg in NEWS: "Hebt Haftbefehl
auf, dann komme ich..."
Wende im Kriminalfall Libro. Flüchtiger Rettberg in NEWS:
"Aufgebauschte Anschuldigungen gegen mich werden zusammenfallen."
In einem Interview für die morgen erscheinende Ausgabe des
Nachrichtenmagazins NEWS appelliert der seit genau einem Jahr untergetauchte
frühere Vorstandsvorsitzende der Libro AG an die Justizbehörden, ihm jetzt
freies Geleit für die Rückkehr zu geben:
"Hebt den Haftbefehl auf, dann komme ich sofort zurück." Rettberg, der per
internationalen Haftbefehl gesucht wird, sieht sich zudem durch ein neues
Gerichtsgutachten entlastet und ortet Anzeichen, dass auch der Verdacht der
betrügerischen Krida im Zusammenhang mit seiner Privatschuldentilgung ad
acta gelegt wird.
"Die aufgebauschten Anschuldigungen gegen mich werden zusammenfallen",
zeigt Rettberg in einer Stellungnahme in NEWS neuen Mut. An seinem
Durchhaltevermögen lässt der einst gefeierte Topmanager aber nicht zweifeln:
"Ich will es durchstehen, solange es dauert. In Handschellen will ich nicht
zurückkommen. Die Hoffnung auf Gerechtigkeit gibt mir Kraft", so Rettberg zu
NEWS.
Tatsächlich sieht es derzeit aus, als hätte Rettberg berechtigten Grund
zur Hoffnung, denn in seiner Causa zeichnen sich entscheidende Wendungen ab.
Im Fall Libro, in dem noch immer Voruntersuchungen wegen des Konkurses
laufen, sieht Rettberg nun seine Verteidigungslinie durch ein erstes
Gerichtsgutachten bestätigt: "Es beweist, was ich immer gesagt habe: Wir
haben als Libro-Vorstand sämtliche Schritte der Unternehmensexpansion durch
Expertengutachten absichern lassen", so Rettberg in NEWS. Im zweiten Fall,
in dem es um den Vorwurf der betrügerischen Krida im Zuge seiner
persönlichen Schuldentilgung geht, wird in den Kreisen der
Oberstaatsanwaltschaft Wien sogar über die Verfahrenseinstellung diskutiert.
"In keinem Fall ist aber eine Untersuchungshaft für meinen Mandanten
gerechtfertigt", betont Rettbergs Verteidiger Elmar Kresbach in NEWS. Der
Anwalt bemüht sich um freies Geleit für den früheren Libro-Boss. "Bei freiem
Geleit wäre ich am nächsten Tag da. Ich war und bin kooperationsbereit",
betont Rettberg In NEWS.

Weitere Betrugsversuche mit "Tsunami-Masche"
Bundeskriminalamt Österreich warnt vor betrügerischen E-Mails
Schon vor einigen Wochen musste das Bundeskriminalamt Österreich (.BK) das
erste Mal vor betrügerischen E-Mails warnen, die angeblich von
Tsunami-Opfern stammen. Die Mails enthalten die Bitte von angeblichen Opfern
beim Transfer von hohen Geldbeträgen ins Ausland behilflich zu sein und sind
selbstverständlich nur ein Vorwand, um einen Betrug einzufädeln.
In den letzten Tagen sind zu dieser bekannten Betrugsform weitere Maschen
gekommen, mit denen versucht wird, gutgläubige E-Mail Empfänger zu betrügen.
Besonders hinterhältig sind dabei E-Mails, die direkt an Angehörige von
Vermissten geschickt werden. In den Mails wird behauptet, dass die
vermisste Person aufgefunden wurde und um Kontaktaufnahme gebeten. Ziele
dieser Nachrichten ist es, die verzweifelten Hinterbliebenen zu einer
Antwort zu bewegen, um sie durch weitere fingierte Informationen zu
Geldüberweisungen zu verleiten. Die Adressen der Angehörigen besorgen sich
die Täter aus den diversen Vermisstenlisten im Internet.
Andere Betrugsmaschen tarnen sich als Spendenaufrufe für Opfer, wobei
aber kein Hinweis auf die weitere Verwendung der Spenden erfolgt. Für die
Überweisung der "Spenden" werden ausschließlich anonyme Internetkonten
angegeben, bei denen etwaige Zahlungen nicht verfolgt werden können.
Ein Abart dieser Betrugsform ist der Aufruf eines angeblich
"Überlebenden" des Unglücks, der jedoch nach wie vor nach vermissten
Angehörigen sucht und dafür um Geld bittet.
Das Bundeskriminalamt Österreich empfiehlt: nie antworten
Sollte jemand ein solches Mail bekommen haben, bittet das
Bundeskriminalamt es formlos an folgende Adresse weiterzuleiten:
Bmi-ii-bk-spoc@bmi.gv.at
Geschädigte, die bereits Zahlungen geleistet haben, sollten sich
unbedingt unter der Telefonnummer 01-24836-85025 an das Bundeskriminalamt
Österreich wenden.

Bundeskriminalamt (.BK) nimmt
verdächtigen Großbetrüger fest
BK-Zielfahnder schnappen in Villach einen entkommenen
Untersuchungshäftling
In einer Kooperation zwischen Bundeskriminalamt-Zielfahndung, der
Kantonspolizei Zürich und der Bundespolizeidirektion Villach, konnte am
20.01.2005 der aus schweizer Gewahrsam geflohenen Untersuchungshäftling
Menno F. ( 59 ) in Villach festgenommen werden.
Der Verdächtige, der deutscher Staatsbürger ist, soll im Jahr
2002 in der Schweiz durch Vermittlungsbetrügereien Bankinstitute um ca. 28
Millionen Schweizer Franken (ca. 16,2 Millionen Euro) betrogen haben. Im
September 2002 wurde er in Untersuchungshaft genommen, konnte aber im
Dezember 2004 fliehen. Seine Hauptverhandlung war für Ende Jänner 2005
angesetzt.
Nach der Flucht des Verdächtigen verständigte die Kantonspolizei Zürich
das Bundeskriminalamt, dass Menno F. sich unter Umständen in Österreich
aufhalten könnte. Nach intensiven kriminalpolizeilichen Recherchen der
.BK-Zielfahndung gelang es, den Verdächtigen und seine Lebensgefährtin in
Villach zu lokalisieren, wo sich das Pärchen ein Appartement gemietet hatte.
Dabei mussten die Ermittler feststellen, dass Menno F. schon wieder
versuchte im Bereich Villach diverse "Geschäfte" anzubahnen, bei denen es
bis zu seiner Festnahme aber zu keinen Abschlüssen oder gar Geldflüssen kam.
Im Zuge einer Hausdurchsuchung konnten ein gefälschter kroatischer
Reisepass, mehrere Mobiltelefone und ein Laptop sichergestellt werden.
Menno F. wurde nach seiner Festnahme in Auslieferungshaft genommen und
wird dem Landesgericht Klagenfurt überstellt.

Betrug mit "Tsunami-Masche"
In Österreich ist das erste betrügerische e-mail aufgetaucht, das
angeblich von Tsunami-Opfern stammt. Das Mail enthält die Bitte des
angeblichen Opfers beim Transfer von hohen Geldbeträgen ins Ausland
behilflich zu sein. Als Belohnung für die Mithilfe werden hohe Provisionen
in Aussicht gestellt.
Mails dieser Art werden schon seit Mitte der 90er Jahre unter
verschiedenen Vorwänden unaufgefordert an Privatpersonen, Behörden und
Firmen versandt. Bekundet jemand sein Interesse an dem angebotenen
"Geschäft", erhält er zahlreiche offiziell aussehende Schreiben von
angeblichen Banken oder anderen Firmen zur Bestätigung der Existenz des
hohen Geldbetrages. In Einzelfällen werden Passkopien oder Fotos der
Interessenten übersandt, die sich später in aller Regel als gefälscht,
erschlichen oder gestohlen herausstellen.
Hat das Opfer "angebissen", werden vor der vermeintlichen Auszahlung in
allen Fällen Provisions-, Verwaltungs- oder Versicherungsgebühren oder
sonstige teure "Geschenke" gefordert. Hat der Interessent dann Zahlungen
geleistet, wird die Auszahlung des Millionenbetrages immer wieder verzögert.
Die Täter geben dafür unterschiedlichste "Schwierigkeiten" vor, die nur
durch Zahlung weiterer Beträge beseitigt werden könnten.
Leider werden auch immer wieder aktuelle Ereignisse, wie jetzt zum
Beispiel die Flutkatastrophe in Süd-Ostasien, als Aufhänger für neue
betrügerische Mail-Serien verwendet.
Das Bundeskriminalamt Österreich empfiehlt: nie antworten
Sollte jemand ein solches Mail bekommen haben, bittet das
Bundeskriminalamt es formlos an folgende Adresse weiterzuleiten:
Bmi-ii-bk-spoc@bmi.gv.at
Geschädigte, die bereits wegen eines solchen "Geschäftes" Zahlungen
geleistet haben, sollten sich unbedingt unter der Telefonnummer
01-24836-85025 an das Bundeskriminalamt Österreich wenden.

Kabas: Videoüberwachung im
U-Bahnbereich ohne Datenaufzeichung ist völlig sinnlos!
Vor allem die gestiegene Suchtgiftkriminalität könnte in den
U-Bahnstationen nachhaltiger bekämpft werden!
Vor dem Hintergrund der gestiegenen Suchtmittelkriminalität in den Wiener
U-Bahnstationen erneuerte heute der Klubobmann der Wiener FPÖ, Mag. Hilmar
Kabas, seine Forderung, wonach die bereits bestehenden Überwachungskameras
im Wiener U-Bahnnetz offensiv für die Verbrechensbekämpfung genutzt werden
sollen.
Es sei, so Kabas, nicht einzusehen, daß rechtschaffende Bürger tagtäglich in
den U-Bahnen mit der offensichtlichen Suchtmittelkriminalität sowie mit
Eigentums- und Vandalismusdelikten konfrontiert werden, sich die Wiener
Linien jedoch beständig weigern, das bereits bestehende
Videoüberwachungsnetz so zu nutzen, daß auch die Polizei bzw. die
Staatsanwaltschaft die Daten verwenden können.
Die Wiener Linien wären laut Sicherheitspolizeigesetz dazu berechtigt, Bild-
und Tonaufzeichungen in ihren Stationen vorzunehmen. Warum sich die
Verantwortlichen beständig weigern, diese Präventionsmaßnahme umzusetzen sei
niemanden zu erklären, am allerwenigsten den Opfern von Verbrechen, so Kabas
abschließend.

Das Handy als
Funkgerät:
Die Kriminalpolizei Wien testet
Push-to-Talk-Handys von mobilkom austria
Gespräche auf Knopfdruck: Push-to-Talk bringt
Walkie Talkie Funktionen aufs Handy - Kriminalamt Wien testet 15
Push-to-Talk Handys von mobilkom austria - guter Empfang auch in
geschlossenen Räumen und Unauffälligkeit als große Pluspunkte in der
Verbrechensbekämpfung - schon 55 Festnahmen mit Handy-Unterstützung
in nur einem Monat
"Push-to-Talk" funktioniert ähnlich wie ein Walkie Talkie: Ein
Knopfdruck am Handy genügt, und schon wird man von einem oder
mehreren Empfängern gehört. Zurzeit erprobt eine Gruppe der
Kriminalpolizei Wien die neue Technologie im Kampf gegen die
Suchtgift-Kriminalität.
Gespräche auf Knopfdruck - wie funktioniert Push-to-Talk?
Der Technologieführer mobilkom austria hat das in den USA bereits
sehr populäre Push-to-Talk als Erster nach Österreich gebracht.
Dieses Produkt kann sowohl Businesskunden als auch Privatkunden
einen deutlichen Mehrwert bieten.
"Push-to-Talk nutzt das Walkie-Talkie-Prinzip: Durch Drücken eines
Sprechknopfes am Handy wird eine Verbindung zu einem oder mehreren
Teilnehmern einer "Buddy List" - einem übersichtlichen
Adressverzeichnis - aufgebaut", erklärt Dr. Hannes Ametsreiter,
Vorstand Marketing, Vertrieb und Customer Service. Auf Knopfdruck
steht die Verbindung, und der Empfänger hört die Nachricht sofort am
Handy-Lautsprecher ohne abheben zu müssen. Gesprochen wird immer
abwechselnd bei gedrücktem Push-to-Talk-Button. Die Funktionalität
kann auch stumm geschaltet oder ausgeschaltet werden, sollte die
Situation dies erfordern.
Bei Push-to-Talk wird die Sprache paketweise über GPRS übertragen.
Die Verbindung ist augenblicklich da, was Telefonkonferenzen und
Durchsagen genauso wie ungezwungenes Geplauder unter Freunden
wesentlich vereinfacht. Seit Oktober diesen Jahres testen über 400
Kunden - darunter auch die Kriminalpolizei Wien - Push-to-Talk
kostenlos im Rahmen eines Friendly User Trials.
Push-to-Talk bei der Kripo Wien
Um zu beweisen, dass sich die neue Technologie auch im härtesten
Praxiseinsatz bewähren kann, sind zurzeit Push-to-Talk-Handys bei
der Kriminalpolizei Wien probeweise im Einsatz. Die 15 Damen und
Herren von der "Einsatzgruppe zur Bekämpfung der
Straßenkriminalität" des Kriminalamt Wien verwenden die
Mobiltelefone sehr erfolgreich im Kampf gegen den Drogenhandel auf
der Straße.
"Wir benutzen die Push-to-Talk-Handys während des gesamten
Einsatzes, von der Observation bis zur Festnahme des Täters",
erklärt Major Wolfgang Preiszler vom Kriminalamt Wien. "Die Geräte
werden auch auf offener Straße verwendet, besonders aber in
geschlossenen Gebäuden wie U-Bahn-Stationen oder Kellern, wo
herkömmlicher Funk einfach nicht mehr funktioniert." Denn für eine
optimale Funkverbindung ist offenes Gelände nötig - die
Mobiltelefone von mobilkom austria hingegen bieten kristallklare
Verbindung.
Ein weiterer Vorteil der Push-to-Talk-Handys von mobilkom austria:
"Sie sind unauffällig. Heute benutzt praktisch jeder Handys oder
Headsets. Bei Observationen ist das sehr hilfreich." Und der Erfolg
gibt ihm Recht: "Wir haben die Handys seit 12. November im Einsatz",
freut sich Preiszler, "und seitdem gelangen uns 55 Festnahmen mit
Unterstützung von Push-to-Talk."
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Totalversagen der Wiener Linien bei
Drogenbekämpfung in Hernals!
"Trotz massiv gestiegener Fahrkosten lehnen die Wiener Linien eine
ausreichende Videoüberwachung auch der denkmalgeschützten Stationen zur
Gewährleistung der Fahrgastsicherheit ab"
Wien, 2004-02-17 (fpd)- Ein Totalversagen der Wiener Linien bei der
Drogenbekämpfung in Hernals konstatierte heute
FP-Bezirksvorsteherstellvertreterin Veronika Matiasek.
Faktum sei, dass es zu einer massiven Verlagerung des Drogenhandels in den
U-6-Bereich gekommen sei. Nachdem Jahre lang vor allem die SPÖ das Problem
des ausufernden Drogenhandels negiert und ignoriert habe, sei es jedenfalls
beachtlich, dass seit Juli des Vorjahres 70 Dealer festgenommen wurden. Die
U6 sei heute die Linie mit der höchsten Kriminalitätsrate von ganz Wien.
Taschendiebstahl, tätliche Angriffe auf Fahrgäste, aggressive Bettelei und
vor allem auch ein schwunghafter Drogenhandel seien an der Tagesordnung,
zeigte Matiasek auf.
Eine ausreichende Videoüberwachung im U-Bahnbereich wäre das Gebot der
Stunde. Vor allem die alten, denkmalgeschützten Stationsgebäude von Otto
Wagner bieten durch ihre Bauweise ideale Schlupfwinkel für kriminelle
Handlungen bzw. Drogenhandel und müssen speziell überwacht werden. Dennoch
verweigern die Wiener Linien die Umsetzung eines darauf abzielenden
FPÖ-Antrages, der von allen Fraktionen im Bezirk unterstützt wurde.
"Trotz massiv gestiegener Fahrkosten kommen die Wiener Linien ihrer
Verpflichtung zur Gewährleistung der Fahrgastsicherheit nicht nach",
kritisierte Matiasek und kündigte an, die Wiener Linien hier nicht aus ihrer
Verantwortung zu entlassen.

Gegenüberstellung im Fall
"Tresordiebstahl Oberpullendorf" verlief negativ
Heute, um 17.00 Uhr, führte die Kriminalabteilung Burgenland in Wien
eine Gegenüberstellung zwischen dem auf dem in den Medien abgebildeten und
Österreichweit gesuchten Julius Z. und dem Vermieter des zwischenzeitlich
abgebrannten LKW durch.
Ergebnis der Gegenüberstellung: der Vermieter schließt nun aus, dass es sich
bei dem LKW-Chauffeur um jene Person handelt, welche den Lieferwagen
angemietet hat, der am 4. Oktober 2004 von bisher unbekannten Tätern in Wien
in Brand gesetzt worden ist. Die Person sieht dem Mann auf dem Lichtbild,
laut dem Vermieter, zwar sehr ähnlich, ist aber mit Sicherheit nicht ident.
Die ermittelnden Beamten überprüfen trotzdem noch das Alibi des Julius Z.,
um eine Mittäterschaft gänzlich ausschließen zu können. Eine weitere Frage
stellt sich nun den Kriminalisten: Wie ist das Foto von Julius Z. in den
gefälschten Führerschein gekommen.

Mann auf Fahndungsfoto im Fall
"Postverteilerzentrum Oberpullendorf" ausgeforscht!
Der seit 4. Oktober 2004 in ganz Österreich gesuchte "unbekannte
Mann", der im Zusammenhang mit dem Tresordiebstahl vom 1. Oktober 2004 im
Postverteilerzentrum Oberpullendorf steht, und nach dem mittels Foto in der
Öffentlichkeit gefahndet wurde, konnte jetzt von der Kriminalabteilung
Burgenland ausgeforscht werden.
Aufgrund des Fahndungsfotos wurde der Oberösterreicher von einem
Zeitungsleser erkannt. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge befand sich der
LKW-Chauffeur zum Tatzeitpunkt mit seinem LKW aber in Italien. Zurzeit
werden die Angaben des Mannes überprüft. Oberstleutnant Rainer Erhardt,
Leiter der KA Burgenland, kann derzeit weder eine Mittäterschaft, noch die
völlige Unschuld des 35jährigen Oberösterreichers bestätigen. Laut Erhardt
steht lediglich fest, dass der bei der Anmietung des LKW vorgelegte
Führerschein samt Foto eine Totalfälschung sein dürfte. Woher dieses Foto
allerdings stammt, ist Gegenstand von derzeitigen Ermittlungen.

Fahndung per SMS: Strache für
Einführung auch in Wien
Die SMS-Fahndung, wie sie deutsche Polizeibehörden ab sofort
gegen Straftäter einsetzen können, wäre auch für das kriminalitätsgeplagte
Wien eine hervorragende Hilfe für die Polizei, so heute der Wiener
FPÖ-Sicherheitssprecher Heinz-Christian Strache. ****
"Wir dürfen hier nicht den gemütlichen Weg gehen", so Strache. Hierzulande
stehe diese neue Fahndungsmethode immerhin seit eineinhalb Jahren zur
Diskussion. Einziges Ergebnis: Man wolle die Entwicklung in der
Bundesrepublik verfolgen. "Der explosionsartige Anstieg der heimischen
Kriminalität rechtfertigt nicht länger das Zuwarten und Beobachten. Hier
sind Handlungen gefragt. Die SMS-Fahndung ist mit Sicherheit ein tauglicher
Weg, die Fahndung nach Kriminellen zu vereinfachen", so Strache.
"Während in Wien illegale Demonstrationen oder auch Straftaten längst mit
SMS koordiniert werden und die Exekutive mit durchaus antiquierter Technik
das Auslangen finden muß, kann es nur als sicherheitspolitische
Fahrlässigkeit gewertet werden, wenn wir weiterhin Platz in der
Beobachtungs-Loge nehmen. Nicht noch länger prüfen, zuwarten, schauen,
beobachten, während wir zweistellige Kriminalitätszuwächse haben, sondern
endlich handeln", so Strache, der dazu aufforderte, dass wir uns quasi im
Huckepack-Verfahren an die nun in der Bundesrepublik implementierte
SMS-Fahndung anschließen.

DNA-Datenbank zur Verbrechensaufklärung
"Dimensions"
verwaltet Profile von Tatortspuren und verdächtigen Personen
Die Wiener
Firma Ysselbach Security Systems (YSS)
http://www.ysselbachsecurity.at hat in Kooperation mit AWsoft
http://www.awsoft.at und
dem Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW) der
Universität Linz
http://www.faw.uni-linz.ac.at das Softwareprojekt "Dimensions" nach
einjähriger Entwicklungszeit fertig gestellt. Es handelt sich dabei um eine
DNA-Datenbank, die sowohl Profile von am Tatort gefundenen Spuren als auch
solche von verdächtigen Personen verwalten kann. Laut YSS haben bereits
mehrere Länder Interesse an Dimensions gezeigt. In zwei Ländern stehen
umfangreiche Testläufe kurz vor einem Abschluss.
Der große Nutzen von Dimensions besteht laut Entwicklern darin, dass in dieser
Datenmenge automatisch nach möglichen Übereinstimmungen gesucht wird. Dies
geschieht einerseits automatisch für jedes neu hinzugekommene Profil, um
Verbindungen zu anderen Ermittlungen herstellen zu können, und andererseits
interaktiv, um gezielt nach Treffern für bestimmte Profile zu suchen. So kann
beispielsweise eine Person aus dem Kreis der Verdächtigen ausgeschlossen
werden, wenn keine Übereinstimmung mit der Tatortspur vorliegt.
Um auch vermischte Spuren von Tatorten (so genannten Mischspuren), die von
mehreren Personen stammen, und schlecht erhaltenes DNA-Material, das in den
medizinischen Labors nicht vollständig untersucht werden konnte, zu
berücksichtigen, können bei der Suche so genannte "Unschärfeparameter"
festgelegt werden. Zu jedem gefundenen Treffer werden Informationen über den
Grad der Unschärfe angegeben, damit das Ergebnis richtig interpretiert werden
kann. Die Resultate solcher DNA-Analysen werden als Hinweise bei den
kriminalistischen Ermittlungen gewertet, vor Gericht haben sie keine
Gültigkeit.
Das FAW, mit Sitz im Softwarepark Hagenberg, hat bereits Erfahrung mit
DNA-Datenbanken, da 1998 das vom österreichischen Innenministerium in Auftrag
gegebene und momentan im Einsatz befindliche System ebenfalls hier entwickelt
wurde. Dimensions ist eine Weiterentwicklung dieses Systems, bei dem die
Ermittlungsbeamten über ein gesichertes Netzwerk auf den zentralen DNA-Daten
Server zugreifen können. Verschiedene Techniken, wie hohe Verschlüsselung der
Übertragung, Benutzer Identifizierung oder Security Logs werden eingesetzt, um
die Sicherheit des Systems zu gewährleisten. Weiters wird der Arbeitsablauf
der Untersuchungen durch verschiedene Module unterstützt, indem beispielsweise
Barcode Etiketten zur eindeutigen Kennzeichnung der DNA-Proben erstellt werden
können.
Dimensions ist mehrsprachig und kann daher international eingesetzt werden.
Als Schnittstelle zu den DNA-Untersuchungslabors dienen von den Analysegeräten
generierte Dateien, die automatisch importiert werden. Die Performance des
Systems konnte soweit optimiert werden, dass der Vergleich eines Profils gegen
eine Million anderer nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt. Bei der
Programmierung kamen Technologien wie Microsoft.NET zum Einsatz. Auch von
Interpol propagierte Standards fanden Einzug in die Struktur des Systems.

Schakalblut schafft perfekte Schnüffelhunde
Huskie-Kreuzung als Drogenfahnder in Russland erfolgreich
Eine Kreuzung aus Schakalen und Huskies verfügt über eine der besten
Schnüffelnasen im Tierreich und werden auf russischen Flughäfen als Drogen-
und Sprengstofffahnder eingesetzt, berichtet BBC-online
http://news.bbc.co.uk . Die
neue Hunderasse sollen nach Angaben von Wissenschaftlern die Eigenschaften
beider Tierrassen verzeichnen: den guten Riecher der heulenden Wildtiere und
die Freundlichkeit der Schlittenhunde.
Die Tiere sollen über einen extremen Geruchssinn verfügen und den Duft
jeder einzelnen Person erkennen können. Die neue Hunderasse ist eigens von
russischen Wissenschaftlern des DS Likhatschew Forschungsinstituts für
Heritage and Environmental Protection als der ultimative Drogen- und
Fahndungshund gezüchtet worden. Nach Angaben der Forscher wurden Schakale für
die Zucht genommen, da diese über einen besseren Geruchssinn verfügen als die
meisten domestizierten Hunde. Reine Schakale sind für diesen Zweck nicht
geeignet gewesen, da sie den Menschen zu wenig vertrauen und auf Befehle nicht
gehorchen.
"Nordische Hunde haben einen besseren Geruchssinn als alle anderen Hunde",
so Forschungsleiter Klim Sulimov. Das Hundezucht-Projekt begann 1975, zurzeit
sind 25 der neuen Hunde am Sheremetjevo-Flughafen in Moskau, zehn weitere in
der Abteilung für forensische Kriminologie.
