18. Wiener Stadtfest - 27. und 28. April 2001
Das 18. Wiener Stadtfest, Motto: Vielfalt der Arten, bringt Urbankul-
tur in Wien auf den Punkt. An bekannten Plätzen und neuen Feststand- orten in
der City wird ein kultiges Feuerwerk von fein abgestimmten Programmpunkten in
Szene gehen.
Das Kulturfest beginnt bereits am Freitag Abend mit der irischen Spitzengruppe
Altan auf der Bühne am Graben. In der Stadtfest- Pyramide Jazz vom Feinsten
mit Paradox Jazz Group feat. Ulrich Drechsler. Im Zelt im Inneren Burghof als
Stadtfest-Eigenproduktion die Premiere des Crossover Austria "Cultessa" u.a.
mit den Sängerin- nen ZABINE, YUKO MITANI und TIMNA BRAUER, Konzept Alf
Krauliz, musi- kalische Leitung Erwin Kiennast.
HIPHOP BIS KLASSIK, JAZZ BIS ETHNO, KABARETT BIS ZIRKUS. Am Stadtfest-Samstag
wird die Innenstadt zur multikulturellen Begeg- nungsfläche für alle, die die
City und den Frühling als geschmückte Festkulisse, diesmal gestaltet durch den
Blumenkünstler Jörg Doll, genießen wollen. Vom musikalischen Blumenstrauß zum
Blumen- und Kräu- termarkt am Josefsplatz bis zum Blumengruß in alle Welt.
Virtuelle Grüße vom Fest via Video-E-Mails bei Raiffeisen, Surf-und
Meetingsta- tionen von Jet-2-Web am ganzen Festgelände tragen die
Blumenbotschaft vom Wiener Frühling in alle Welt. Roundover mit afrikanischer
Zirkus- kunst (Adesa), Artistik, Clowns und Musik am Heldenplatz. Kabarett und
Comedy in der Pyramide am Michaelerplatz. Tradition und Moderne im Kamineum
der Nationalbibliothek. Literaturzelt am Josefsplatz. Schweizerisches im
Schweizerhof. HipHop und Multisound (u.a. mit Schönheitsfehler, Mr. Schnabel
feat. DJ Ben Kenobi & Sleepwalker) auf der Bühne am Hof. Vielfalt der Arten
auf der Bühne am Graben. Kinderland auf der Freyung. Mitmach-Zirkus am
Heldenplatz, Junge Künstler am Stock im Eisen. Langer und Runder Tisch als
floral deko- rierte Kommunikationsmöbel. Ausklang und Party bis spätnachts im
Ballroom Vienna. Überall am Fest: Streetperformance und aktionistische Bauten,
flanie- rende Topfpflanzen, Clowns, Pantomimen, Artisten, Straßenmaler und die
Welt der Stelzenkunst. Der öffentliche Raum - möbliert zum Fest nach einem
Konzept des Architekten Edi Neversal. Internationale Stadtfestgastronomie bei
den "Drei Hauben" am Graben und an vielen Feststandorten.
Multikulturelle Wien-Projekte, ein türkischer Schwerpunkt (Kabaret- tist
Mushin Omurca (Kanakmän), Lesungen mit Yildiz Serafettin, Ker- stin Tomenendal
& Sirvan Ekici, HipHop mit Murat G. und Türk-Pop mit dem Star Celik) sowie die
schweizerische Kulturoffensive (Projekt CHinA) mit u.a. dem Duo Stimmhorn oder
Eliane & Erika Burki illu- strieren die Vielfalt.
Das 18. Wiener Stadtfest weitet sein Kulturspektrum aus, mutiert zum Festival
der Innenstadt und steht im Zeichen der Begegnungen von Kul- turen, Stilen und
Künstlern.
Alf Krauliz: "Urbankultur ist Vielfalt. Das gleichberechtigte Mitein- ander
verschiedener Kulturen und Stile in einem Kunstfest. Ein Cros- sover ohne
Grenzen und Limits. Kulturelle Momentaufnahme, über 100 Programme auf 10
Bühnen mit weiteren rund 10 Aktionsflächen, festge- halten durch 550 Musiker,
Sänger, Akrobaten, Schauspieler, Tänzer, Kabarettisten und Kleinkünstler. Mehr
als 90 Stunden Bühnenprogramm, erweitert um vielfältig inszenierte
Rundum-Aktionen, Zuhören, Lachen und Freude finden, gehören zum Festival. -
Spannende Stunden, nach- haltige Eindrücke und viel Spaß am 18. Wiener
Stadtfest!"
GOLDENES EHRENZEICHEN FÜR STADTFEST-INTENDANTEN ALF KRAULIZ
Stilgerecht im Rahmen des 18. Wiener Stadtfestes bekommt Dr. Alf Krauliz,
Gründer und Intendant der Wiener Stadtfeste, von Frau BM Elisabeth Gehrer das
Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich verliehen. Sein jahrzehntelanges
Kulturschaffen als Autor, Komponist und Sänger der Musikkabarettgruppe "Der
Misthaufen", als Motor der Urbankultur durch Idee und Inszenierung der Wiener
Stadtfeste (1978 - 2001), als Gründer und Leiter des Wiener Metropol (1981 -
1990), als Intendant des NÖ Donaufestivals (1990 - 2000) und anderer Festivals
(darunter das Zelttheaterfest (1970), das Festival der Clowns (1981 - 84), die
Zeit der Puppen (1984), das Tabutheaterfestival (1986 und 87), das
Tanzfestival "East meets west" (1987) waren prägende Beiträge für die neue
österreichische Kulturlandschaft. Weiters gestaltete er Bühnen- projekte und
Musicals (darunter Glasscherben und Illusionen (1971), Valerie (1989) oder dem
Arbeitslosenmusical traf er den Zeitgeist; mit dem Musical Schabernack wurde
auch die Aktion zur Rettung des Wiener Naschmarktes initiiert. Durch eine
Reihe von Publikationen und Essays, Bühnenprogrammen oder Radiobeiträgen
konnte er ein großes Pu- blikum für die Ansprüche der Kultur sensibilisieren.
Die Verleihung erfolgt im Rahmen des 18. Wiener Stadtfestes am 28. April um
14.00 Uhr im Literaturcafe im Zelt am Josefsplatz, die Lau- datio hält Miguel
Herz-Kestranek.