Hohes Landes-Ehrenzeichen für
Altbürgermeister Gruber
Altbürgermeister Willi Gruber habe mit seiner Art und seiner
Persönlichkeit nicht nur viele Jahre die Entwicklung der Landeshauptstadt
St. Pölten geprägt, ihn habe dabei immer auch Volksnähe und der ständige
Kontakt zum Bürger ausgezeichnet. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
überreichte heute im NÖ Landhaus in St. Pölten Willi Gruber mit dem
"Goldenen Komturkreuz des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland
Niederösterreich" eine der höchsten Auszeichnungen, die das Land zu vergeben
hat.
Der Landeshauptmann würdigte dabei auch die Konsequenz und Ausdauer, die
Zielstrebigkeit und die handfeste Sacharbeit Grubers, der auch ein großer
Befürworter der Landeshauptstadtidee gewesen sei. "Die erfolgreiche
Entwicklung St. Pöltens ist vor allem durch die schrittweise Umsetzung der
Landeshauptstadt möglich geworden", so Pröll, der den Altbürgermeister hier
als wichtigen Vorkämpfer, Wegbereiter und Wegbegleiter bezeichnete.
Der Landeshauptmann sprach Gruber auch seinen persönlichen Dank aus. Der
Umgang miteinander sei immer "von höchstem Respekt und hoher Sachlichkeit"
getragen gewesen. Über die Sachebene sei man schließlich auch menschlich
zusammen gekommen.
Gruber, der die Übergabe des hohen Landes-Ehrenzeichens "als großen
persönlichen Moment" bezeichnete, ging in seinen Dankesworten vor allem auf
sein Engagement für St. Pölten als Landeshauptstadt ein. Diese Entscheidung
Mitte der achtziger Jahre habe gezeigt, wie wichtig es sei, die Bürger auf
breiter Ebene einzubinden. Schließlich sei mit der Entscheidung für eine
eigene Landeshauptstadt auch das Landesbewusstsein gewachsen.
Willi Gruber, 1930 in Ossarn bei Herzogenburg geboren, erlernte bei der
Firma Voith in St. Pölten den Beruf des Drehers und war bis 1961 bei diesem
Unternehmen tätig. Danach war er Pensionsberater bei der
Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter. 1958 zog Gruber in den
Gemeinderat der Stadt St. Pölten ein, wurde 1970 Stadtrat, 1984
Vizebürgermeister und schließlich am 15. Juli 1985 zum Bürgermeister dieser
Stadt gewählt. Er war damit 46 Jahre in der Kommunalpolitik tätig, davon 19
Jahre als Bürgermeister.

Kultur und Kulinarik in St. Pölten
Als Service dezidiert für auswärtige Kulturbesucher der
Landeshauptstadt hat der Förderverein Kulturbezirk St. Pölten soeben einen
Lokalführer herausgegeben, der den mittlerweile Zehntausenden Besuchern der
qualitativ hoch stehenden und weit über die Grenzen des Landes hinaus
bekannten kulturellen Einrichtungen die Gastronomie der Stadt näher bringen
soll.
30 - übersichtlich geordnete, zielgruppenorientiert gegliederte und auf
einem Stadtplan markierte - Lokale umfasst der Gastro-Folder für alle
Kulturinteressierten, die sich vor, zwischen oder nach Konzerten,
Theateraufführungen, Museumsbesuchen, dem Erlebnis der internationalen
architektonischen Standards des Landhausviertels oder einem Bummel durch die
barocke Altstadt stärken wollen. Die Auswahl reicht vom Haubenlokal bis zum
Szene-Beisl, als ausschlaggebend für die Empfehlungen werden ein hohes
qualitatives Niveau, die Öffnungszeiten (etwa in Form der Kategorie "Küche
nach 22 Uhr") und eine zumutbare Erreichbarkeit angeführt.
Der Lokalführer liegt bei Kulturinstitutionen, Tourismusbetrieben und im
Landhausviertel auf. Nähere Informationen beim Förderverein Kulturbezirk St.
Pölten unter 02742/90 80 90-117, Elisabeth Putz, e-mail
office@kulturbezirk.at und
www.kulturbezirk.at.

PV-Wahlen: Schwere Verluste der FSG
bei der Bundespolizeidirektion St.Pölten
Erstmals seit 1967 gewinnt die Fraktion Christlicher Gewerkschafter -
FCG die Mehrheit bei der Sicherheitsverwaltung bei der
Bundespolizeidirektion St.Pölten. Die FCG gewinnt mehr als 10 % der Stimmen
dazu, die FSG verliert im gleichen Ausmaß.
Schwer geschlagen ist die FSG auch bei der Sicherheitsdirektion
Niederösterreich. Die FCG gewinnt 100 % der abgegebenen Stimmen.

"Illusion & Illustration" - 300 Jahre alte Bilderwelt der Altomonte
Unter dem Titel "Illusion und Illustration" ist die faszinierende Bilderwelt
der drei Barockmaler Altomonte vom 1. Mai bis 31. Oktober Thema einer
umfangreichen Sonderausstellung im Stift Seitenstetten. Gezeigt wird eine
Vielzahl bislang in der Öffentlichkeit noch unbekannter Werke der drei
Altomonte: Martino, der Vater (1657 - 1745), Bartholomäo, der erste Sohn (1694
- 1783), und, bislang weitgehend unbekannt, Andrea (1699 - 1780) zählen zu den
bedeutendsten Vertretern der Barockmalerei in Österreich.
Die Besucher sollen sich in der Ausstellung auf einer faszinierenden Reise
durch die Lebenswelt des Barock wiederfinden. Anhand der über 300 Jahre alten
Bilderwelt wird die damalige Denkweise und Weltanschauung spür- und erlebbar
gemacht. Besonders nachgegangen wird der Faszination der barocken
Illusionsmalerei:
anhand einer virtuellen und digitalen Reise in die Bilder der Altomonte, mit
einem eigenen "Kabinett der optischen Täuschungen" etc.
Spannung verspricht auch der Arbeits- und Entstehungsprozess hinter jedem
Fresko - von der ersten Entwurfsvorlage bis zum fertigen Deckenfresko werden
alle Zwischenstufen ausgestellt. Wer selbst zum Barockmaler werden will, kann
sich am Entstehungsprozess eines Gemäldeteils beteiligen. Wie ein Puzzle soll
aus der Hand der Besucher als Zusammenstellung verschiedenster Farbflächen ein
Bild entstehen.
Nähere Informationen: Stift Seitenstetten, Telefon 07477/423 00-0, e-mail
stift@stift-seitenstetten.at,
www.stift-seitenstetten.at.

St.Pölten legte Statistischen Jahresbericht 2000 vor
Der Magistrat der Landeshauptstadt St.Pölten gab dieser Tage den Statistischen
Jahresbericht 2000 heraus. Dabei ist die jüngste Volkszählung natürlich noch
nicht berücksichtigt, aber man entnimmt diesem jährlich erscheinenden Bericht
dennoch eine Fülle von interessanten Daten.
So erfährt man zum Beispiel, dass im vergangenen Jahr das Monatsmittel der
Lufttemperaturen im August mit 20,3 Grad C erreicht wurde.
Im Jahr 2000 wurden in St.Pölten 255 Ehen geschlossen und 709 Lebendgeborene -
so der Bericht des Standesamtes in der Landeshauptstadt - in die Welt
gebracht, davon 392 ortsansässige "Minis". Die Rangliste der beliebtesten
Knaben-Vornamen in St.Pölten führt diesmal Alexander mit 10 Benennungen vor
Marco (7) und Michael (7) an. Am häufigsten waren 2000 bei weiblichen
Neugeborenen die Vornamen Lisa (9), Laura (7) und Anna (6).
202 männliche und 249 weibliche Tote wurden vom Standesamt St.Pölten
registriert. Die Bevölkerungsbewegung 2000, vom Österreichischen Statistischen
Zentralamt zusammengestellt, sieht - z.B. wegen der Sterbefälle in Wien - ein
wenig anders aus: Insgesamt waren in St.Pölten im Jahr 2000 452 Lebendgeborene
zu verzeichnen, davon 243 männliche und 209 weibliche. 507 Sterbefälle, also
St.Pöltner, die hier oder anderswo starben, wurden vom Zentralamt verzeichnet,
davon 229 Männer und 278 Frauen.
Im Jahr 2000 wurden 247 Häuser benützungsbewilligt. Davon waren 53
Einfamilienhäuser, 12 waren Zweifamilienhäuser, 34 wurden als Zu-, Um-, Auf-
und Ausbauten gerechnet, und 148 Wohnungen waren in größeren Hausanlagen zu
bewilligen.
Interessant ist zum Beispiel auch, dass bei den anzeigepflichtigen
Infektionskrankheiten jene durch bakterielle Lebensmittel mit 81 Fällen vor
Bissverletzungen mit 68 die Tabelle anführten. Immerhin waren voriges Jahr
sieben Fälle von ansteckender Lungen- und Kehlkopftuberkulose
anzeigepflichtig. Dagegen wurde etwa Aids im Jahr 2000 nicht zur Anzeige
gebracht.
Aber auch andere Merkzahlen können bei allen, die einen Statistischen
Jahresbericht jenseits der trockenen Zahlen zu lesen verstehen, durchaus
Interesse erzielen. In das 118 Seiten starke Werk kann man im Magistrat der
Landeshauptstadt St.Pölten, Abteilung Statistik, 3100 St.Pölten,
Prandtauer-Straße 2, Einschau halten.
