Sri Lanka: Angst vor
gefährlichen Tierseuchen nach Tsunami
Tierschutzorganisation startet gezielte Impf- und
Kastrationsaktion
Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten
http://www.vier-pfoten.at startet mit einer gezielten Impf- und
Kastrationsaktion für herrenlose Tiere in Sri Lanka. Nach den ersten
Wiederaufbauarbeiten in den vom Tsunami zerstörten Küstenregionen
wurde bisher auf Tiere wenig geachtet. Doch gerade wegen der
mangelnden Frischwasserversorgung und den schlechten hygienischen
Bedingungen wird der Ausbruch von gefährlichen Seuchen und
Infektionskrankheiten befürchtet.
Bereits seit Ende Jänner ist die Tierschutzorganisation um die Stadt
Galle im Süden Sri Lankas mit einem internationalen
veterinärmedizinischen Team unterwegs, um sich der herrenlosen Tiere
anzunehmen. Die Tierhilfe komme auch den Menschen zu gute, denn nur
eine gezielte Impfaktion kann den Ausbruch von Krankheiten wie
Tollwut oder die Hundeseuche Leptospirose verhindern und damit einer
Verschärfung der humanitären Katastrophe entgegenwirken, wie
Vier-Pfoten-Geschäftsführer Helmut Dungler feststellt.
Das 17-köpfige Team, darunter fünf Tierärzte aus Österreich,
Deutschland, Rumänien und Bulgarien, behandelt die Tiere darüber
hinaus auch gegen Infektionen und Parasiten, die ebenfalls auf
Menschen übertragbar sind. Ein rasantes Anwachsen der Population
herrenloser Tiere soll durch gezielte Kastrationen verhindert
werden. Zusätzlich steht das Team in den kommenden sechs Wochen auch
für Notfall-Einsätze bei den Haustieren der Einheimischen in
Bereitschaft. Die Organisation plant darüber hinaus die Errichtung
einer Veterinärstation in Habaraduwa, einem stark zerstörten Ort 40
Kilometer von der Stadt Galle entfernt. Hier soll in Zukunft ein
lokaler Tierarzt die Arbeit der Organisation weiterführen.
Vier Pfoten hilft auch dem Yala Nationalpark im Südosten Sri Lankas,
der für seine bemerkenswerte Wildtierpopulation bekannt ist.
Gemeinsam mit dem österreichischen Tiergarten Schönbrunn wird der
Wiederaufbau von Wildhüterhäusern finanziert. |

Aktive Hilfe für Mensch und Tier
VIER PFOTEN startet gezielte Impf- und Kastrationsaktion in Sri
Lanka
Die ersten Wiederaufbauarbeiten in den vom Tsunami zerstörten Küstenregionen
haben in den letzten Wochen begonnen. Bisher unbeachtet blieben zahlreiche
Tiere, die herrenlos geworden sind. Durch die mangelnde
Frischwasserversorgung und die schlechten hygienischen Bedingungen wird der
Ausbruch von Seuchen und Infektionskrankheiten befürchtet. Die
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN startet daher ein umfassendes Impf- und
Kastrationsprojekt in der Gegend um die Stadt Galle im Süden Sri Lankas.
Seit Ende Januar ist ein Notfallteam von VIER PFOTEN vor Ort, um
herrenlose Tiere medizinisch zu versorgen und damit sowohl Menschen als auch
Tieren zu helfen. "Nur eine gezielte Impfaktion kann den Ausbruch von
Krankheiten wie Tollwut oder die Hundeseuche Leptospirose verhindern und
damit einer Verschärfung der humanitären Katastrophe entgegenwirken!", weiß
Helmut Dungler, Geschäftsführer von VIER PFOTEN International.
Das 17-köpfige Team, darunter fünf Tierärzte aus Österreich, Deutschland,
Rumänien und Bulgarien, behandelt die Tiere darüber hinaus auch gegen
Infektionen und Parasiten, die ebenfalls auf Menschen übertragbar sind. Ein
rasantes Anwachsen der Population herrenloser Tiere soll durch gezielte
Kastrationen verhindert werden. Zusätzlich steht das VIER PFOTEN Team in den
kommenden sechs Wochen auch für Notfall-Einsätze bei den Haustieren der
Einheimischen in Bereitschaft.
VIER PFOTEN plant nun die Errichtung einer Veterinärstation in Habaraduwa,
einem stark zerstörten Ort 40 Kilometer von der Stadt Galle entfernt. Hier
soll in Zukunft ein lokaler Tierarzt die Arbeit der Organisation
weiterführen.
"VIER PFOTEN hilft auch dem Yala Nationalpark im Südosten Sri Lankas, der
für seine bemerkenswerte Wildtierpopulation bekannt ist. Gemeinsam mit dem
österreichischen Tiergarten Schönbrunn finanzieren wir hier den Wiederaufbau
von Wildhüterhäusern.", erklärt Dungler. Die Häuser wurden zerstört und die
Wildhüter waren gezwungen ihren Arbeitsplatz zu verlassen und konnten sich
nicht mehr um die Tiere des Nationalparks kümmern.
Um die Gesundheit der Tiere erhalten zu können und eine Veterinärstation in
Sri Lanka einzurichten ist VIER PFOTEN auf jede Spende angewiesen.
Spendenkonto: P.S.K., BLZ 60.000, Kto. 7.544.590 Kennwort: "Sri Lanka"

ÖBB helfen Sri Lanka bei Wiederaufbau
der Infrastruktur
ÖBB (Wien) - In der vergangenen Woche wurde bei den ÖBB in Abstimmung
mit dem BMVIT eine unbürokratische Hilfsaktion zugunsten der Betroffenen der
Flutkatastrophe in Sri Lanka gestartet. Die Sachgüter sind bereits in Sri
Lanka eingetroffen. Morgen, Sonntag, fliegt das Expertenteam nach Colombo,
mit dem Ziel, die Infrastruktur in Sri Lanka wieder aufzubauen. Eine Reihe
namhafter österreichischer Unternehmen haben sich dieser Hilfsaktion spontan
angeschlossen.
Das ÖBB-Expertenteam zum Wiederaufbau der Infrastruktur
Das Expertenteam - Spezialisten des Unterbaus, Oberbaus und Brückenbaus -
fliegt nach Sri Lanka, um sich von der Infrastruktur vor Ort ein Bild zu
machen. Die Austrian Airlines sponsern die Flugtickets der Experten. Die
Mitglieder des Teams werden Anfang Februar mit aktuellen Erkenntnissen ihrer
Reise wieder nach Wien zurückkehren und ein erweiterter Expertenkreis wird
die nächsten Schritte für den raschen Wiederaufbau der Infrastruktur in Sri
Lanka festlegen.
Spontane Unterstützung durch Wirtschaftspartner
Für die Wiederaufbauphase haben die Firmen Alcatel, Asfinag, Austrian
Airlines, Express Interfracht, Kapsch, Österreichisches Bundesheer,
Palfinger, Plasser & Theurer, Porr, Rail Equipment, Robel, Rhomberg Bau,
Siemens Österreich, Swietelsky, Telekom Austria, Vossloh Motive Power
Austria und Wellcon ihre Unterstützung in Form von Geldspenden, Know-how und
Materialien zugesagt.
Spendenkonto
Auch die ÖBB haben aus diesem Grund ein Spendenkonto eingerichtet. Kontonr.:
10016004007, ÖBB für Sri Lanka, BLZ: 18190. Diese Gelder werden für den
Wiederaufbau der Infrastruktur in Sri Lanka verwendet.

Medizinisches Zentrum in Sri Lanka
Mit einem Zentrum für medizinische Grundversorgung in Sri Lanka
unterstützt das Land Niederösterreich, wie auch in einer heutigen
NLK-Aussendung berichtet, den Wiederaufbau der betroffenen Regionen mit
einem gezielten Projekt. Die Finanzierung erfolgt durch das Land
Niederösterreich, beteiligte Firmen und aus Spendengeldern. Spenden für
dieses Vorhaben sind auf das Konto 2220 der Raiffeisen-Landesbank
Niederösterreich-Wien, Bankleitzahl 32000, möglich.

Bundesheer-Kontingent in Sri Lanka
angekommen
Das österreichische AFDRU-Kontingent (Austrian Forces Disaster Relief
Unit), das gestern Dienstag, am 4. Jänner 2005, von Verteidigungsminister
Günther Platter ins Katastrophengebiet nach Sri Lanka verabschiedet wurde,
ist gut in Colombo angekommen. Ein erstes Erkundungsteam ist auf dem Weg
nach Süden unterwegs. Aktuelle Fotos über den Einsatz des österreichischen
Bundesheeres sind ab jetzt auf der Bundesheer-Homepage
www.bundesheer.at zu
finden und können zur Medienberichterstattung kostenlos unter Angabe des
Urheberrechtsvermerkes "Foto/Bundesheer" herunter geladen werden.
Der Großteil des Kontingents flog mit einer AUA-Maschine nach Colombo. Etwa
20 Tonnen Ausrüstung wurden mit einer Iljuschin 76 Transportmaschine in die
Katastrophenregion gebracht. Das Gerät beinhaltet vor allem Ausrüstung für
den Campaufbau und die ersten zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen.
Die 77 österreichischen Bundesheer-Soldaten stammen aus Niederösterreich
(31), Wien (14), Oberösterreich (12), Steiermark (6), Kärnten (6), Tirol
(4), Vorarlberg (2), Burgenland (1) und Salzburg (1). Kontingentskommandant
ist Oberstleutnant Reinhard Bacher.
Der Einsatzort (12 km nördlich von Galle) wurde deshalb gewählt, da der
Bedarf an sauberem Trinkwasser in dieser Region besonders groß ist und das
dort vorhandene Süßwasser mit der verwendeten Technik aufbereitet werden
kann. Mit den insgesamt vier Trinkwasseraufbereitungsanlagen können
innerhalb von 24 Stunden 160.000 Liter Trinkwasser aufbereitet werden.
Die österreichischen AFDRU-Spezialisten genießen weltweit höchstes Ansehen
und werden immer wieder in Katastrophenfällen angefordert, wie z.B. bei den
schweren Erdbeben in Bam (Iran) und in Algerien im Jahr 2003 und zur
Trinkwasseraufbereitung nach der Flutkatastrophe im Jahr 2000 in Mosambik.
