Microsoft erwägt
Sony-Partnerschaft
Gates will Apple vom Digitalmusik-Thron verdrängen
Microsoft-Gründer Bill Gates
http://www.microsoft.com gab bei der Consumer Electronics Show in
Las Vegas am Mittwoch seine Pläne bekannt, mit Sony eine strategische
Allianz einzugehen. Ziel des Computerkonzerns ist die Eroberung des
Marktes für digitale Unterhaltungsmusik, der derzeit von Apple
http://www.apple.com
dominiert wird. Wie Bill Gates gegenüber dem Wall Street Journal
äußerte, bestehen bereits Verträge über eine Zusammenarbeit mit MTV
Networks, TiVo und Yahoo.
Dank dem digitalen Musikplayer iPod sowie dem Online-Verkauf von Musik
über den Downloadservice iTunes hat Apple innerhalb kürzester Zeit die
Marktführerschaft im digitalen Unterhaltungsbereich übernommen. Obwohl
Sony und Microsoft im Bereich für Spielkonsolen erbitterte Konkurrenten
sind, ist Gates der Überzeugung, dass die beiden Konzerne von einer
Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Unterhaltung profitieren können.
Vor allem "Infrastruktur" wie Online-Musikdienste oder die Ausstattung
von Sonys Discman mit Antipiraterieschutz von Microsoft, stellt sich der
Konzernchef vor.
Gates muss bei einer anhaltenden Marktführerschaft von Apple damit
rechnen, dass iTunes zum Standardformat der Digitalmusik avanciert. iPod
ist kompatibel mit dem im Internet am weitesten verbreiteten MP3-Format.
Microsofts Windows Media Player-Format kann mit dem iPod hingegen nicht
abgespielt werden. Bill Gates will diese Entwicklung mit seiner schon
seit langem bewährten Strategie der Partnerschaften verhindern.
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Handy-Pleite kostet Sony 114 Mio. Euro
Insgesamt über eine Mio. Geräte zurückgerufen
Die Rückholaktion von hunderttausenden Handys von drei verschiedenen Typen
wird Sony http://www.sony.com
nach aktuellem Stand der Dinge 113,7 Mio. Euro kosten. Dies teilte der Konzern
heute, Freitag, in Tokio mit. Damit widerspricht Sony einem Bericht der
japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun vom Donnerstag, wonach
Sony für die Rückrufaktion knapp 190 Mio. Euro aufzubringen gehabt hätte.
Wie sich diese unerwarteten Ausgaben auf die Finanzergebnisse des ersten
Quartals 2001 (April bis Juni) auswirken, will Sony am 26. Juli mit den
konkreten Zahlen erläutern.
http://www.sony.co.jp/en/SonyInfo/News/Press/200107/01-0706E/
Sony hat in dieser Woche 560.000 Handys vom Mobilfunkbetreiber KDDI zurückgeholt.
Bereits im Mai mussten 126.000 Geräte von KDDI sowie 420.000 Geräte, die an
NTT DoCoMo geliefert waren, aufgrund eines Softwarefehlers ins Werk geholt
werden. "Sony bedauert diese Situation und die Schwierigkeiten, die
unseren Kunden entstanden sind, aufrichtig", ließ das Unternehmen in der
Aussendung wissen. Man werde sich bemühen, die Produktentwicklung genauso wie
die Qualitäts-Kontrollsysteme zu verbessern.