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Telenor in
Skandinavien in Schwierigkeiten
Millionenschwere Abschreibungen auf
Dänemark-Tochter Sonofon
Der norwegische Telekomkonzern Telenor
http://www.telenor.com ist bei seiner Expansion in Skandinavien
in Schwierigkeiten geraten und muss millionenschwere Abschreibungen
auf seine dänische Mobilfunktochter Sonofon
http://www.sonofon.dk/english/index.shtml vornehmen. Insgesamt
belaufen sich die Buchverluste für seine dänischen und schwedischen
Aktivitäten auf rund drei Mrd. norwegische Kronen (NOK / 358,2 Mio.
Euro). So hat Telenor allein für Sonofon Abschreibungen in Höhe von
2,4 Mrd. NOK (286,6 Mio. Euro) vorgenommen, heißt es in einer
entsprechenden Unternehmensaussendung.
Telenor hatte erst im Dezember 2003 rund drei Mrd. dänische Kronen
(403,3 Mio. Euro) für die Komplettübernahme von Sonofon bezahlt (pte
berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=031210033 ). Die starke Konkurrenz
auf dem dänischen Mobilfunkmarkt hat allerdings die Gewinne beim
zweitgrößten Provider des Landes purzeln lassen. Im vergangenen
Sommer sorgte der schwedische Telekomriese Telia mit der Übernahme
des Dänemark-Geschäfts des französischen Providers Orange für eine
Verschärfung der Wettbewerbssituation.
Telenor habe bisher stark von seinem internationalen Geschäft, vor
allem von den Mobilfunktöchtern in Malaysia, Bangladesch, Russland
und Ungarn, profitiert, kämpfe aber immer noch darum, sich in
Skandinavien durchzusetzen, schreibt die Financial Times (FT). In
Schweden hat Telenor über den virtuellen Betreiber "Djuice", der die
Netze von Tele2 nutzt, den Einstieg in den Billigsektor gewagt. Die
Entwicklung sei allerdings nur schleppend vorangekommen. Weil
Telenor aber mit Tele2 zum Teil einen Festpreis ausgehandelt hatte,
wird dem Konzern aus dem Vertrag ein Verlust von bis zu 562 Mio. NOK
(67,1 Mio. Euro) entstehen.
Darüber hinaus hat das Unternehmen 75 Mio. NOK (neun Mio. Euro) auf
Festnetzaktivitäten in Schweden abgeschrieben. "Wir müssen mehr
Kunden und mehr Traffic bekommen", heißt es bei Telenor. Die
Herangehensweise müsse erneuert werden. Ursprünglich hatte die
Konsolidierung auf dem skandinavischen Markt für eine Entschärfung
der Konkurrenzsituation sorgen sollen. Der Markteintritt des
3G-Providers 3 hat allerdings laut FT erneut einen Preiskampf
hervorgerufen. |
Skandinavier führen
bei F&E EU hinkt USA und Japan hinterher
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union
http://europa.eu.int
geben im Durchschnitt fast zwei Prozent
ihrer Wirtschaftsleistung für Forschung und Entwicklung (F&E) aus.
Führend bei den Investitionen sind die skandinavischen Länder:
Schweden kommt auf einen F&E-Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 4,27
Prozent und Finnland auf 3,49 Prozent. Deutschland liegt mit einem
Anteil von 2,49 über dem EU-Durchschnitt, Österreich mit 1,9 Prozent
darunter. Dies geht aus der heute, Mittwoch, veröffentlichten
Erhebung Statistics on Science and Technology in Europe hervor.
http://europa.eu.int/comm/press_room/index_en.htm
Die letzten vollständig verfügbaren Daten über Forschung und
Entwicklung stammen aus dem Jahr 2001. Für 2002 wird ein F&E-Anteil
an der Wirtschaftsleistung in den EU-Ländern von 1,99 Prozent
geschätzt. Dies bedeutet einen deutlichen Rückstand gegenüber Japan
und den USA. Im Land der aufgehenden Sonne wurden bereits im Jahr
2000 fast drei Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung
ausgegeben, die USA kamen auf einen Anteil von 2,8 Prozent.
In absoluten Zahlen gerechnet gab Deutschland unter den EU-Ländern
mit 52 Mrd. Euro am meisten für Forschung und Entwicklung aus.
Dahinter folgten Frankreich mit 33 Mrd. Euro und Großbritannien mit
30 Mrd. Euro. Österreich wendete 2001 insgesamt knapp über vier Mrd.
Euro auf. Eindeutige Nachzügler bei F&E sind die der EU erst
beitretenden Länder. Unter diesen kam Slowenien als Spitzenreiter
auf einen Anteil von 1,52 Prozent, die tschechische Republik schafft
1,33 Prozent. Schlusslicht unter den beitretenden Ländern ist
Zypern, das lediglich 0,26 Prozent seines BIP für Forschung und
Entwicklung aufwendet. Insgesamt gaben die Beitrittsländer 2001 3,4
Mrd. Euro für F&E aus, 80 Prozent dieser Ausgaben entfielen auf
Polen (1,3 Mrd. Euro), die tschechische Republik (800 Mio. Euro) und
Ungarn (500 Mio. Euro).
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