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Vielzahl von Genen für
sexuelle Orientierung entscheidend
Bereiche auf den Chromosomen 7, 8 und 10
identifiziert
Wissenschafter der University of Illinois
http://www.uiuc.edu
haben nachgewiesen, dass eine Vielzahl von Genen für die
sexuelle Orientierung entscheidend ist. Nach der Analyse des
gesamten menschlichen Genoms kamen sie zu dem Ergebnis, dass es kein
"Homosexuellen-Gen" gibt. Sie schreiben in dem Fachmagazin Human
Genetics,
http://www.springeronline.com/sgw/cda/frontpage/0,11855,5-126-70-1078058-0,00.html
dass Umweltfaktoren wahrscheinlich ebenfalls eine Rolle spielen.
Diese Studienergebnisse liefern einen weiteren Beitrag zu der
Diskussion, ob die sexuelle Orientierung der freien Entscheidung
unterliegt. Ein Großteil der früheren genetischen Forschung zur
männlichen Homosexualität konzentrierte sich laut BBC auf das
X-Chromosom, das von den Müttern an die Söhne weitergegeben wird.
Das Team um Brian Mustanski untersuchte alle 22 Paare der
Nichtgeschlechtschromosomen von 456 Menschen aus 146 Familien mit
zwei oder mehreren schwulen Brüdern. Es konnten verschiedene
identische DNA Bereiche nachgewiesen werden, die homosexuelle
Geschwister auf anderen Chromosomen als X teilten. Rund 60 Prozent
dieser Brüder verfügten auf den Chromosomen 7,8 und 10 über
identische DNA. Wahrscheinlich sei jedoch nur, dass 50 Prozent
dieser DNA gemeinsam sei. Zwischen dem auf dem Chromosom 10
nachgewiesene Bereich und der sexuellen Orientierung bestand nur
dann ein Zusammenhang, wenn sie von der Mutter geerbt wurde.
Mustanski erklärte, dass in einem nächsten Schritt diese Ergebnisse
durch weitere Studien bestätigt werden müssten. Zusätzlich seien
jene Gene innerhalb der neu entdeckten Sequenzen zu identifizieren,
die mit der sexuellen Orientierung in Verbindung stehen.
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Genetischer Schalter
für Einsetzen der Pubertät gefunden
Das Molekül Kisspeptin aktiviert die
Fortpflanzungshormone
Wissenschafter der University of Pittsburgh
http://www.pitt.edu
haben mit dem Molekül Kisspeptin den genetischen Schalter
gefunden, der für das Einsetzen der Pubertät verantwortlich ist.
Kisspeptin aktiviert die Fortpflanzungshormone. Das Team nimmt an,
dass das Molekül mit GPR54 ein erst kürzlich entdecktes Pubertätsgen
"einschaltet". Die Forscher gehen davon aus, dass diese Erkenntnisse
bei der Behandlung von Pubertätsstörungen hilfreich sein werden. Die
Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National
Academy of Sciences
http://www.pnas.org veröffentlicht.
Wurde jungen Tieren Kisspeptin verabreicht, wurde dadurch die
Produktion von Fortpflanzungshormonen ausgelöst. Daher sollte es
laut den Wissenschaftern möglich sein, Kinder, die die Pubertät
nicht normal durchlaufen, zu behandeln. Eines von 10.000 Kindern
durchläuft die Pubertät überhaupt nicht. Viele andere Kinder
erreichen sie zum Beispiel mit zwei Jahren viel zu früh. Der
leitende Wissenschafter Tony Plant erklärte, dass jetzt gute Beweise
dafür vorlägen, dass das Gen GPR54 und sein Schalter, das
Proteinmolekül Kisspeptin, das vom Gen kiSS-1 produziert wird, für
das Einsetzen der Pubertät entscheidend sind. Es sei jedoch
wahrscheinlich, dass auch andere Formen der Signalübermittlung
beteiligt seien. |
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