Pensionistenvertreter im
Entscheidungsgremium des Hauptverbandes!
"Ich begrüße, dass endlich Vertreter von zwei Millionen Pensionisten
im Entscheidungsgremium des Hauptverbandes, der sogenannten Trägerkonferenz,
verankert wurden", so Stefan Knafl, Bundesobmann des Österreichischen
Seniorenbundes, in einer ersten Reaktion auf den heutigen diesbezüglichen
Parlamentsbeschluss. Damit wurde einer langjährigen Forderung des
Österreichischen Seniorenbundes Rechnung getragen und gleichzeitig die
Diskriminierung von zwei Millionen Beitragszahlern beseitigt.
Dass es derzeit noch keine Vertreter der Pensionisten im Vorstand des
Hauptverbandes geben wird, ist zwar bedauerlich, aber die Verankerung in der
Trägerkonferenz ist ein gewaltiger Fortschritt in der bisherigen
Gesetzgebung.
"Was für einen sozialdemokratischen Minister nicht möglich war, ist
nunmehr durch Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und Bundesminister Mag.
Herbert Haupt verwirklicht worden. Es gebührt daher dieser Regierung Dank
und Anerkennung für die nunmehrige Neugestaltung im Hauptverband", so Knafl
abschließend.
Seniorenbund-Sicherheitssprecher
Karl: Bis 2010 die Seniorenunfälle um 10 % senken!
"Ziel der gestern im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
abgehaltenen Konferenz des Österreichischen Sicherheitsrates ist die Senkung
der Unfallzahlen bei allen Berufsgruppen. Die Kindersicherheit soll um 50 %
erhöht werden (d.h. 50 % weniger Todesfälle), die der Senioren um 10 %. Das
erscheint auf den ersten Blick wenig, doch jährlich 180 tödlich verunglückte
Senioren weniger - bei steigender Lebenserwartung - ist doch ein
ambitioniertes Ziel", so der Sicherheitsexperte des Österreichischen
Seniorenbundes LAbg.GR a.D. Mag. Franz Karl.
Mehrere - aus der Sicht der Senioren - wichtige Sicherheitsprobleme kamen
bei dieser Sicherheitskonferenz zur Sprache. Die absolute Barrierefreiheit
sei besonders wichtig, die Länder-Bauordnungen sind aber oft nicht am
letzten Stand und enthalten auch sehr verschiedene Regelungen. "Eine
Bundes-Bauordnung oder eine Koordinierung über 15a-Verträge zwischen den
Bundesländern sei anzustreben", so Karl weiter. Aber auch die Problematik
der Wiener Altbauten ohne Lifte, oft schlecht beleuchtet und Löcher im
Asphalt der Zugangswege, kamen zur Sprache. Hier wären verstärkte
Anstrengungen notwendig, meinte Karl, der auch eine Koppelung der
Wohnbauförderung an die Barrierefreiheit verlangt.
Auch die Frage der Schneeräumung in Zeiten von immer weniger Hausbesorger
sei zu beachten. Die Kontrolle durch die Polizei "überfordere" diese. "Die
Einrichtung einer Stadtpolizei, wie sie von der Wiener ÖVP verlangt wird,
könnte hier Abhilfe schaffen", so Karl abschließend.