Schweden sind
Europameister bei der Internetnutzung
Europäer verbringen immer mehr Zeit online
Fast die Hälfte aller Europäer (48 Prozent) über
15 Jahre nutzt heute das Internet. Dies ergab eine Studie von EIAA
(European Interactive Advertising Association)
http://www.eiaa.net
. Dabei ist die Nutzung in den nordischen Ländern höher als in
den südlichen. Schweden liegt mit 74 Prozent an der Spitze.
Deutschland liegt mit 52 Prozent vor England (50 Prozent) und
Frankreich (45 Prozent). Die Schlusslichter bilden Italien (37
Prozent) und Spanien (34 Prozent). Das Fernsehen nimmt mit 33
Prozent die meiste Zeit der europäischen Mediennutzung ein. Das
Internet liegt mit 20 Prozent etwas dahinter, doch gebe es einen
grundlegenden Trend vom Fernsehen hin zum Internet, wie Michael
Kleindl, Verbandschef der EIAA, mitteilte.
Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit im Internet. In
Deutschland nutzen 41 Prozent der Befragten das Internet täglich.
Europaweit sind es durchschnittlich 40 Prozent. Von denjenigen, die
noch keinen Internetanschluss haben, planen europaweit 50 Prozent,
sich innerhalb von zwei Jahren einen Internetanschluss zuzulegen. In
Norwegen wollen in diesem Zeitraum alle online sein. Deutschland
liegt mit 50 Prozent genau im Durchschnitt.
Insgesamt zeigt die Studie, dass die Europäer immer mehr Zeit, die
sie mit Medien nutzen, online verbringen. Laut EIAA sollten sich
daher auch Werbeleute diesem Trend anschließen. Durchschnittlich
verwenden Unternehmen nur drei Prozent ihres Werbebudgets für die
Online-Werbung. Zwar gebe es einige Unternehmen wie beispielsweise
BMW, die 15 Prozent ihres Budgets für Online-Werbung nutzen, doch
tue die große Mehrheit nicht genug.
Die Studie wurde im Auftrag der EIAA von dem Marktforschungsinstitut
Millward Brown durchgeführt. In den Ländern Deutschland, Frankreich,
Italien, Spanien und Großbritannien wurden für die Studie zwischen
September und Oktober jeweils 1.000 Interviews geführt. In Belgien
und den Niederlanden wurden jeweils 500 Menschen befragt und in
Dänemark, Schweden und Norwegen jeweils 333. |
Schweden exportiert Reality-Format "Harem"
Russland und Frankreich übernehmen skandinavischen TV-Hit
Für den weltweiten Reality-TV-Boom scheint noch kein Ende in Sicht: Strix
Television http://www.strix.se/
, eine Tochter der schwedischen Modern Times Group (MTG)
http://www.mtg.se/ , hat
Lizenzen für sein Reality-TV-Format "Harem" an Fernsehsender in Russland und
Frankreich verkauft. Die an exotischen Orten gefilmte Serie dreht sich um eine
Gruppe von Frauen, die selbst bestimmen wie ihr "Harem" organisiert wird und
wer ausscheiden muss. Darüber hinaus können aber auch die Zuschauer
Teilnehmerinnen rauswählen und eine "Königin" bestimmen.
In Russland übernimmt nun CTC, der zweitgrößte TV-Sender des Landes, der
rund 75 Mio. Zuschauer erreicht, das Format. Für Frankreich wurde ein Abkommen
mit der Produktionsfirma Endemol
http://www.endemol.com/
getroffen, die auch für "Big Brother" verantwortlich zeichnet. Zudem wurde
"Harem" auch den Hollywood-Produktionsfirmen Jonathan Goodson Productions und
Paramount Domestic Television für den US-amerikanischen Fernsehmarkt
angeboten.
Während einer Testphase im ersten Halbjahr 2001 erzielte "Harem" in
Schweden, Dänemark und Norwegen hohe Quoten. Der finnische Privat-TV-Sender
Nelonen will mit Format noch in diesem Frühjahr auf Sendung gehen.
Schweden - wichtigster Handelspartner Österreichs in Nordeuropa
"Trotz des verlangsamten Wirtschaftswachstums in Schweden werden die
österreichischen Ausfuhren auch heuer kräftig wachsen", berichtet der
österreichische Handelsdelegierte in Stockholm, Walter Höfle angesichts des
bevorstehenden Firmensprechtages Europa I vom 5. bis 9. November 2001 in Wien.
"Der Exportwert wird 2001 rund 12 Mrd. ATS erreichen. Die Exportzahlen
erreichten im ersten Halbjahr 2001 bereits ein Plus von 10,5 Prozent. Da die
Einfuhren aus Schweden um 12,2 Prozent zurückgingen, hat sich das
Handelsbilanzdefizit stark verringert. Schweden ist ein anspruchsvoller, aber
auch aufnahmefähiger Markt, auf dem österreichische Firmen noch nicht alle
Chancen ausgeschöpft haben", so der Handelsdelegierte.
Höfle: "Schweden ist ebenso zu einem wichtigen Bestimmungsland
österreichischer Auslandsinvestitionen geworden. Neben den Großinvestitionen
der Firmen Böhler Uddeholm, Austria Tabak, Papierfabrik Frantschach,
Wienerberger oder Zumtobel Leuchten gründen auch kleinere Unternehmen
zunehmend Vertriebsniederlassungen, um den schwedischen Markt effektiv und mit
lokalem Personal weiter ausbauen zu können. Für die Stockholmer City wird die
baldige Eröffnung einer Luxusboutique der Firma SWAROVSKI eine brillante
Bereicherung. "
Einige Beispiele zeigen die vielfältigen Möglichkeiten, die der schwedische
Markt bietet:
- Das schwedische Königsschloss "Drottningholm" wird von einer Heizanlage der
österreichischen Firma EDER erwärmt und für die
Sicherheit sorgen Schlösser der Firma EVVA.
- Die Modedrinks der trendigen Schweden sind RED BULL und PAGO-Fruchtsäfte.
- Die Schubladen der IKEA-Schränke laufen auf Führungen der Vorarlberger Firma
BLUM.
- Die modernen Hochgeschwindigkeitszüge der schwedischen Staatsbahnen rollen
auf Schienen der Firma VOEST, die von Gleisstopfmaschinen der Firma PLASSER &
THEURER millimetergenau verlegt wurden.
- Kunststoffteile in schwedischen Autos werden auf den Spritzgussmaschinen der
Firma ENGEL hergestellt, die Scheinwerfer stammen oft von der Firma ZIZALA.
- Das junge Wiener Pharmaunternehmen IGENEON kooperiert mit der schwedischen
Firma Bioinvent in Lund auf dem Gebiet der Krebs- und Immuntherapie.
"Die Außenhandelsstelle empfiehlt für den Markteintritt die Teilnahme an
Fachmessen, da das Messewesen in Schweden eine wichtige Rolle spielt und einen
Überblick über die Anbieter verschafft. Für 2002 ist die Teilnahme an der
Sportartikelmesse SWESPORT, der Technischen Messe in Stockholm sowie der
Zuliefermesse VISE/VIBEX, auf der sich die schwedische Automobilindustrie ein
Stelldichein gibt, vorgesehen. Außerdem soll im kommenden Herbst
österreichisches Umwelt-Know-how in Fachvorträgen und Firmenkontakten
präsentiert werden. Interessierte österreichische Firmen sollen sich schon
jetzt mit der Außenhandelsstelle Stockholm in Verbindung setzen," empfiehlt
Höfle.
Vor dem Firmensprechtag Europa I wird nächste Woche Montag der Exportmarkt
Norwegen analysiert.