str-act! bringt oe2005
online: 60 Jahre Zeitgeschichte von Schülern für Schüler
Ein ambitioniertes Projekt mit einer ambitionierten
Website
Schüler schreiben (Zeit-)Geschichte
Im Jahr 2005 feiert Österreich das 60jährige Bestehen der zweiten
Republik. Ein Jubiläum, das der "Verein Lernen aus der Zeitgeschichte"
zum Anlass genommen hat, um ein ambitioniertes Schulprojekt zu
initiieren: Mit Hilfe von Archivmaterial recherchieren Schulklassen die
Ereignisse eines selbstgewählten Monats und bilden so das Zeitgeschehen,
aber auch den Alltag und das Lebensgefühl der vergangenen 60 Jahre ab.
Ergebnis dieses Projekts "oe2005 - Schüler schreiben Geschichte" ist ein
umfassendes Österreich II-Lexikon - ein Stück Zeitgeschichte.
Die Website von str-act! als Grundlage für das Projekt
Zentraler Bestandteil des Projekts ist die umfassende Website
http://www.oe2005.at,
die von der österreichischen Agentur str-act! (http://www.str-act.com)
geplant und realisiert wurde. Die Site basiert auf einem mächtigen
Content-Management-System, das es den Redakteuren von oe2005 erlaubt,
sämtliche Inhalte selber einzupflegen - und das darüber hinaus auch den
Bewerbungsprozess der Schulklassen für ein gewünschtes Monat
automatisiert unterstützt.
Eine aufwendige Site mit zahlreichen Features
Dem Grundgedanken eines Online-Lexikons trägt die aufwendige Site
Rechnung und bietet zahlreiche Funktionen:
* die Redakteure können beliebige Artikel in dynamischen
Artikel-Sammlungen (Compilations) zusammenfassen und diese
Sammlungen samt Links den Site-Besuchern zur Verfügung stellen
* umfangreiche Suchmöglichkeiten für den Besucher erleichtern das
gezielte Auffinden von Informationen; Die Suche kann dabei auch nach
Rubriken, Quellen, Stichworten oder Zeiträumen eingegrenzt werden
* komfortable Bilder-Galerien zeigen in Dia-Shows eine Auswahl
von historischen Fotos und Bildern, die an beliebiger Stelle auf der
Website eingebunden werden können
* zahlreiche Foren erlauben den Gedanken- und
Informations-Austausch sowohl der Schüler untereinander als auch mit der
Öffentlichkeit - zu dem ganzen Projekt, einem Jahrzehnt, einem Jahr,
oder auch nur einem bestimmten Monat
* Der Redakteur kann hier beliebig viele Stichwörter (mit jeweils
beliebig vielen Synonymen) definieren, die dann im Fliesstext des
Österreich-Lexikons automatisch als Querverweis-Link angezeigt werden.
Wenn der Site-Besucher mit der Maus über einen solchen Link fährt, kommt
eine entsprechende Beschreibung - durch Klick kann der Besucher
automatisch eine Suche nach diesem Stichwort (und allen definierten
Synonymen!) durchführen
* eine eigene Teaser-Engine erlaubt die Verwaltung von Teasern
und Bannern (z.B. zur Einbindung der Logos von Sponsoren)
Sukzessive wird das Österreich-II-Lexikon viele tausend Seiten umfassen
- für Schüler und alle, die an lebendiger und modern aufbereiteter
Zeitgeschichte interessiert sind.
URL: http://www.oe2005.at
Auftraggeber: Verein für Zeitgeschichte
Credits: e-dialog (Konzept), developer.at (Technische Entwicklung),
erkaart (Design)
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14 Schulen erhalten
Sokrates-Qualitätssiegel
Von einer österreichischen Initiative zum
europäischen Großprojekt
Bereits sieben europäische Länder haben sich dieses
Jahr an der Vergabe des europäischen E-Quality Siegels der Sokrates
Nationalagentur
http://www.sokrates.at beteiligt. In Österreich durften 14 Schulen
das Qualitätssiegel in Empfang nehmen. Das Siegel hebt besonders die
qualitative Durchführung von Schulprojekten hervor. Nachhaltigkeit,
Nutzen und Innovation sind ein weiteres Kriterium für den Erhalt eines
Siegels.
"Wir möchten durch die Verleihung die Qualität der Projekte
hervorstreichen, die Leistung engagierter Projektträger und
Institutionen anerkennen und diese einer breiten Öffentlichkeit
zugänglich machen", so der Leiter der Sokrates Nationalagentur Wolfgang
Eckel bei der Verleihung. Die Sokrates Nationalagentur in Österreich
hatte Institutionen aus dem Schul- und Hochschulbereich sowie der
Erwachsenenbildung zur Teilnahme am E-Quality Label eingeladen. Die 34
Einreichungen (24 Comenius, acht Erasmus, zwei Grundtvig) bestanden
allesamt aus Partnerprojekten mit Teilnehmern aus verschieden
europäischen Ländern. Zentrales Element des Qualitätssiegels bei den
ausgezeichneten internationalen Projekten ist die inhaltliche
Auseinandersetzung mit dem gewählten Thema und deren gemeinsame
Erarbeitung.
Eine der Schulen, die das Siegel erhalten hat, ist die Volksschule Silz
mit ihrem Projekt "Wasser - Quelle des Lebens (Coming Together)". Der
Titel "Coming together" bedeutet das Kennen lernen verschiedener
Lebensweisen, Schulalltage und neuer Ansätze von schulischem Lernen und
Lehren. Die Volksschule Silz hat mit ihren Partnerschulen aus Leipzig
(D), Patras (GR), Noordwijk (NL), Ostroleka (PL) und London (UK) das
Thema Wasser aus der Sichtweise der geografischen Besonder- und
Eigenheiten der einzelnen Länder in allen Schulstufen aufgearbeitet. Im
letzten Projektjahr widmete sich das Projekt dem Thema Feste und Bräuche
im europäischen Raum.
Aus der einst österreichischen Idee ist durch die Teilnahme von
Deutschland, Italien, den Niederlanden, Tschechien, Ungarn und dem
Vereinigten Königreich ein grenzübergreifendes europäisches Großprojekt
geworden. "2005 soll das Projekt auf alle 31 Sokrates-Länder ausgebaut
werden", so Eckel. Das Siegel ist eine weitere Maßnahme der Sokrates
Nationalagentur Österreich um Innovationen zu fördern und die Qualität
im Bildungsbereich zu steigern. |

Kuntzl hofft auf Beweglichkeit der
Bundesregierung in Frage der Ganztagsschule
"Ich hoffe auf Beweglichkeit in den Reihen der Bundesregierung beim Thema
Ganztagsschule", so SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am Freitag im
Nationalrat. "Wo sind eigentlich die 8.000 neuen Ganztagsschulplätze geschaffen
worden?", fragte Kuntzl, die in dieser Frage immer noch auf Gehrers Antwort
wartet. "Wir stimmen der Ausdehnung des Frühwarnsystems zu, da es innerhalb des
bestehenden Schulsystems ein sinnvolles Instrument ist", unterstrich Kuntzl. Die
SPÖ hoffe aber sehr, dass im Zuge der Diskussion, die nun durch die PISA-Studie
in Gang komme, auch das System an sich überprüft wird. "Man muss schauen, ob es
sinnvoll ist, den Fortschritt der Kinder zu beobachten, zu warnen, sie immer
weniger zu stützen, wenn es nicht funktioniert und dann fallen die Kinder durch
und verlieren ein Jahr", so Kuntzl. Kuntzl betonte, dass es pädagogisch
sinnvoller und moderner wäre, den Fortschritt zu überprüfen und das Kind
individuell zu stützen.

EINSTIMMIG FÜR ÄNDERUNG DES
SCHULUNTERRICHTSGESETZES Kritik der Opposition an Behandlung von S- und
G-Anträgen
Sechs Vorlagen aus dem Unterrichtsausschuss wurden unter einem
debattiert, und zwar die Änderung des Schulunterrichtsgesetzes und die Anträge
129/A, 167/A(E), 239/A(E), 419/A(E) und 222/A(E), sämtlich von der Opposition
eingebracht.
Abgeordneter RIEPL (S) bedauerte, dass alle oppositionellen Anträge zur Bildung
im Ausschuss ohne substanzielle Diskussion abgelehnt worden seien. Riepl kam
abermals auf die PISA-Studie zu sprechen und stellte fest, dass Bundesministerin
Gehrer als oberste Schulaufsicht versagt habe. Ihre Politik schade dem
Wirtschaftsstandort Österreich und ihre ärgsten Kritiker säßen heute in der
Interessenvertretung der Wirtschaft.
Die vorliegende Novelle zum Schulunterrichtsgesetz und die darin enthaltene
individuelle Berufsorientierung wurde von Riepl begrüßt. Als notwendig erachtete
er aber die Vorbereitung der SchülerInnen und die Nachbereitung. Er hoffe, so
Riepl, dass der Versicherungsschutz und die Haftung ausreichend geregelt seien,
und er erwarte sich eine Evaluierung dieser Neuregelung. Generell forderte er
einen Kurswechsel in der Bildungspolitik.
Abgeordneter AMON (V) begrüßte die durch dieses Gesetz nunmehr eingeführte
individuelle Berufsorientierung und zeigte sich erfreut über die Zustimmung der
Opposition zu diesem Punkt. In Summe meinte Amon, die Bildungspolitik liege bei
Ministerin Gehrer in hervorragenden Händen.
Was die Oppositionsanträge betrifft, betonte der Redner, SPÖ und Grüne kämen mit
ihren Forderungen zu spät, zumal die Anliegen bereits weitgehend erfüllt seien.
Abgeordneter BROSZ (G) kündigte die Zustimmung seiner Fraktion zum vorliegenden
Gesetz an und griff aus der Summe von Oppositionsanträgen überdies die
Initiative zur Änderung des Bildungsdokumentationsgesetzes heraus. Er
kritisierte, dass durch die geltenden Bestimmungen die Sozialversicherungsnummer
in zweckentfremdeter Weise verwendet werde.
Abgeordnete ROSSMANN (F) unterstützte die Einführung des schulischen
Frühwarnsystems bereits im ersten Semester. Dieses Modell werde helfen,
Schwächen auszumerzen, erwartet sie. Weiters trat Rossmann für die Schaffung
eines Vorschulmodells ein, um Kindern vor Eintritt in die Schule die Möglichkeit
zu bieten, die Unterrichtssprache zu erlernen.
Bundesministerin GEHRER stellte klar, sie habe hinsichtlich PISA keinerlei
Schuldzuweisungen vorgenommen. Alle Beteiligten seien aber aufgerufen, ihren
Beitrag zu leisten, um die Bildungsforschritte zu verbessern, betonte sie.
In die PISA-Debatte sei nun mehr Sachlichkeit eingekehrt. Es bestehe
Verbesserungsbedarf, trotzdem sollte man aber die Kirche im Dorf lassen. Für die
Ministerin gilt es nun, die Empfehlungen der Zukunftskommission umzusetzen und
in erster Linie den Unterricht zu verbessern. Bei der Integration sollte nach
Meinung Gehrers geprüft werden, wie man in einer Schuleingangsphase Kinder mit
nicht deutscher Muttersprache besonders fördern kann. Überhaupt müssten, wie
Gehrer betonte, die Schwachen stärker gefördert werden. Es dürfe aber nicht dazu
kommen, die Schwachen zu fördern, indem man die Starken schwächt, warnte die
Ministerin. Für Gehrer lautete die Devise vielmehr: Die Starken weiter stärken
und den Schwachen helfen, ebenfalls gut zu werden.
Abgeordnete WURM (S) übte in ihrer Wortmeldung Kritik am
Bildungsdokumentationsgesetz und erhob ebenfalls Vorbehalte gegen die Verwendung
der Sozialversicherungsnummer.
Abgeordneter NEUGEBAUER (V) schlug vor, die Bürokratie in jenen Bereichen, wo
sie nicht existenziell notwendig ist, aus dem Schulunterrichtsgesetz
hinauszudrängen.
Abgeordnete MANDAK (G) präsentierte den Antrag der Grünen auf Erhöhung der
Einstiegsgehälter und gab zu bedenken, die derzeitige Differenz zwischen
Einstiegsgehältern und Endgehältern sei mit 242 % viel zu hoch. Mandak
untermauerte weiters auch die Forderung nach Schaffung von 100.000
Ganztagsbetreuungsplätzen an Schulen.
Abgeordneter WITTAUER (F) warf den Oppositionssprechern vor, immer wieder das
Thema Bundesheer in die Bildungsdebatte einzubringen. Wittauer selbst zeigte
sich nicht glücklich über die Grundausbildung und sprach aus seiner persönlichen
Sicht von einem verlorenen Jahr. Dieses Jahr sollte zumindest so verwendet
werden, dass junge Menschen eine Voraussetzung für einen Berufseinstieg finden,
meinte er.
Abgeordnete Mag. KUNTZL (S) setzte sich kritisch mit der Ablehnung der
Oppositionsanträge durch die Regierungsparteien auseinander und stellte fest,
man könne hier sehen, wo konstruktive Mitarbeit erfolge und wo Blockade
betrieben werde.
Abgeordneter Dr. BRADER (V) unterstrich in seiner Wortmeldung vor allem die
Bedeutung der Berufsorientierung für Schüler der vierten Klasse AHS.
Abgeordnete SCHASCHING (S) brachte in die Debatte die Vorschläge der
Kinderfreunde betreffend Ausbau der ganztägigen Schulformen, gemeinsame Schule
der Sechs- bis Fünfzehnjährigen sowie stärkere individuelle Förderung ein. Mit
Nachdruck sprach sich Schasching auch gegen eine Kürzung der Zahl der
Turnstunden aus.
Abgeordnete ROSENKRANZ (F) begrüßte die Ausdehnung des Frühwarnsystems auf das
erste Semester und sah darin eine Möglichkeit, Fehlentwicklungen und Defizite so
früh wie möglich abzufangen. überlegenswert ist für Rosenkranz ferner eine
Aktivierung der Vorschule.
Abgeordneter FAUL (S) kam auf die PISA-Studie zu sprechen und erinnerte an das
Beispiel Polen: Dort sei es gelungen, durch Umstrukturierung des Systems in
Richtung Ganztags- und Gesamtschule jene Plätze wettzumachen, die Österreich
verloren hatte.
Abgeordnete FELZMANN (V) führte die nach wie vor niedrige Jugendarbeitslosigkeit
in Österreich auf die guten Schulen und die Berufsinformation zurück und
unterstrich zudem die Bereitschaft der Wirtschaft, jungen Menschen eine
Berufschance zu geben..
Abgeordnete Mag. GROSSMANN (S) betrachtete die Berufsorientierung als Schritt in
die richtige Richtung und wertete die Zustimmung der SPÖ als Beweis, dass die
Sozialdemokraten konstruktive Politik betreiben und keine Fundamentalopposition
seien.
Abgeordnete FRANZ (V) wertete es als positiv, dass Schülerinnen und Schülern
eine individuelle Berufsorientierung ermöglicht wird. Sie hofft, dass ihnen die
berufspraktischen Tage den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.
Abgeordneter Dr. RADA (S) hielt fest, bei der Änderung des
Schulunterrichtsgesetzes gehe es darum, jungen Menschen eine Orientierung am
Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Er erachtet allerdings eine ausreichende
Vorbereitung auf die berufspraktischen Tage und gewisse Steuerungen für
erforderlich, damit Schülerinnen nicht nur traditionelle Frauenberufe und
Schüler traditionelle Männerberufe auswählen.
Abgeordnete FUHRMANN (V) bekräftigte, die PISA-Studie zeige, dass die
österreichischen Schülerinnen und Schüler im OECD-Schnitt liegen. Das sei
"unterm Strich" ein gutes Ergebnis. "Wir dürfen nichts schönreden", erklärte
Fuhrmann, genauso wenig sollte man aber die Leistungen der Schüler schlechtreden.
Die Änderung des Schulunterrichtsgesetzes wurde vom Nationalrat einstimmig
beschlossen. Mehrheitlich zur Kenntnis nahmen die Abgeordneten die ablehnenden
Berichte des Unterrichtsausschusses über fünf Anträge der Opposition.

Schüssel: Diskussion ohne Tabus zur
Verbesserung des Schulsystems
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel nahm heute im Anschluss an den
Ministerrat Stellung zur Pisa-Studie, wobei der Bundeskanzler anmerkte, dass die
Detailergebnisse erst in einigen Monaten vorliegen werden. Schüssel:
"Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen nichts. Was wir benötigen, ist eine
tabufreie Diskussion, um die Leistungen zu verbessern. Daher laden wir alle
Schulpartner und Experten im Jänner zu einem großen Reformdialog ein." Der
Bundeskanzler wies in diesem Zusammenhang auch auf die Stärken des
österreichischen Schulsystems hin. So weist Österreich die geringste Zahl an
frühen Schulabbrechern auf und 86,5 Prozent aller Schüler nützen nach der
Pflichtschule ein weiterführendes Bildungsangebot. In der Jugendbeschäftigung
führt Österreich im EU-Vergleich und weist eine nur halb so hohe
Jugendarbeitslosigkeit auf.
Der Ministerrat nahm auch die Arbeitsmarktdaten für den November zur Kenntnis.
Die Zahl der Beschäftigten stieg insgesamt auf 3,2 Millionen an und erreichte
damit einen absoluten Höchststand. Schüssel: "Die Konjunktur ist wirklich
angesprungen." Erstmals seit April 2001 ist auch die Zahl der arbeitslos
Gemeldeten gesunken. Ein deutlicher Rückgang war insbesondere bei der
Jugendarbeitslosigkeit und bei jenen von älteren Arbeitnehmern zu verzeichnen.
"Die positiven Ergebnisse im Bereich der Jugendbeschäftigung stehen in
unmittelbarem Zusammenhang mit der erfolgreichen Lehrlingsoffensive der
Bundesregierung", so der Bundeskanzler.
Die Bundesregierung nahm heute auch einen Bericht von Verteidigungsminister
Günther Platter zu den Vorfällen bei den Kasernen Freistadt und Landeck zu
Kenntnis. Der Bundeskanzler versicherte, dass es "eine rückhaltslose Aufklärung
dieser skandalösen Vorfälle" geben werde. Der Bundeskanzler stellte klar:
"Derartiges hat bei der Ausbildung von Grundwehrdienern nichts verloren."

Kranzl: Schülerhöchstzahlen pro Klasse
senken
265.000 SchülerInnen aus 32 Ländern haben dieses Jahr an der Erstellung
der PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) zur Beurteilung
der Kenntnisse und Fähigkeiten der 15- bis 16-Jährigen in fachbezogenen und
fachübergreifenden Bereichen teilgenommen. Das Ergebnis: Österreichs
SchülerInnen sind im internationalen Vergleich bestenfalls Mittelmaß. Gegenüber
der letzten PISA-Studie im Jahr 2000 sind die SchülerInnen in allen wichtigen
Bereichen, etwa in Lesen, in Mathematik, in den Naturwissenschaften und im
Problemlösen, zurückgefallen.
Vor diesem Hintergrund übten heute Landesrätin Christa Kranzl und
Landtagsabgeordneter Helmut Cerwenka in St. Pölten Kritik an der derzeitigen
Bildungspolitik. Als Ursache nannte Kranzl dabei, dass immer weniger LehrerInnen
unterrichten. Zwar würde der Bund den Ländern für Personalausgaben der
Landeslehrer 2005/2006 12 Millionen Euro jährlich an Kosten ersetzen, was für
Niederösterreich ein Plus von etwa 87 Planstellen bedeute, aber allein 2004/2005
würden um 303 Dienstposten weniger bereitgestellt.
Auch würden Zusatzangebote wie Informatik zurückgenommen, so Kranzl. Dazu
kämen das Zusammenlegen von Klassen, das Auffüllen auf 30 SchülerInnen sowie in
Niederösterreich im heurigen Schuljahr das Schließen von vier Volksschulen und
einer Sonderschule. Die Schulen seien von einem "undifferenzierten Sparwillen"
betroffen, meinte auch Cerwenka.
Das Erfolgsrezept aus Finnland, in der PISA-Studie 2004 in allen relevanten
Fächern auf dem ersten Platz gereiht, sehe hingegen völlig anders aus, sagte
Kranzl weiter. Hier gäbe es eine Grundschule als Gesamtschule in zwei Teilen für
die 7- bis 12-jährigen und für die 13- bis 16-jährigen. Man müsse sich also
nicht schon - wie in Österreich - mit zehn Jahren für eine Schultype
entscheiden. Die Schule sei kostenlos; alle Unterlagen und eine warme Mahlzeit
pro Tag würden ohne Kosten bereitgestellt.
Daran knüpfte Kranzl Forderungen wie eine flächendeckende Kleinkindbetreuung
von 0 bis 4 Jahren, eine Verbesserung der Nahtstelle zwischen Kindergarten und
Volksschule, die Wiedereinführung der "Kinderbetreuungsmilliarde" und eine
Senkung der Schülerhöchstzahlen pro Klasse auf 25 oder weniger. Auch eine
verpflichtende Weiterbildung der LehrerInnen oder "wie in Finnland eine
wesentlich verstärkte Einbindung der Eltern", also mehr Schulautonomie, nannte
Kranzl als wichtige Forderungen, die sich auf die Ergebnisse der nächsten
PISA-Studie positiv auswirken könnten. Kranzl kündigte abschließend zudem auch
einen Bildungsgipfel im Januar 2005 an.

ÖGJ-Lindner: Eine Schule für alle Sechs-
bis Fünfzehnjährigen
"Anstatt abwechselnd Lehrern, Eltern oder den MigrantInnen die Schuld am
schlechten Abschneiden Österreichs zuzuschieben, sollte sich die Politik darum
kümmern, dass das Bildungssystem besser und gerechter wird", fordert der
Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Mario Lindner.
Die Grundvoraussetzungen dafür: eine Gesamtschule für alle Sechs- bis
Fünfzehnjährigen sowie Geld für zusätzliche Lehrkräfte zur Unterstützung jener,
die die Schule nicht ohne individuelle Betreuung bewältigen.++++
Die Ergebnisse der PISA-Studie machen deutlich, dass jene Systeme, die zwar
grundsätzliche Ähnlichkeiten mit Österreich aufweisen, aber im internationalen
Vergleich besser abschneiden, einiges gemeinsam haben: Es handelt sich dort um
Gesamtschulen, oft mit Ganztagsangeboten, mit hohem Betreuungsaufwand und
gezielten Förderangeboten.
Die frühe Selektion der Schüler in Hauptschule und Gymnasium führt zu den
großen Leistungsunterschieden, die PISA nun belegt hat. Länder wie Finnland
setzen hingegen auf eine breite Beteiligung an Bildungsgängen mit höheren
Abschlüssen und kombinieren in ganztägigen, gemeinsamen Schulen für alle Kinder
Begabungsförderung, individuellen, nach Leistung differenzierten Unterricht und
Fördermaßnahmen. "Die Gewerkschaftsjugend fordert daher den Ausbau ganztägiger
Schul- und Betreuungsformen", so Lindner. Das wollen übrigens auch die Eltern:
Fast zwei Drittel (62 Prozent) von ihnen sprachen sich bei einer AK-Befragung
für ganztägige Betreuung aus - vor allem, damit ihre Kinder gute Unterstützung
beim Lernen haben.
Außerdem sollte jede Schülerin und jeder Schüler das Recht auf
Förderunterricht haben: "Förderunterricht in der Schule darf kein Restposten im
Budget sein, sondern muss bei Bedarf verpflichtend angeboten werden", verlangt
ÖGJ-Sekretär Lindner. Hingegen habe Bildungsministerin Gehrer in den vergangenen
Jahren nicht nur reguläre Schulstunden bildungsfeindlich weggekürzt, sondern
auch Begleitlehrer-Posten gestrichen. "Das hat vor allem die Bildungschancen der
SchülerInnen mit nicht-deutscher Muttersprache weiter verschlechtert",
kritisiert Lindner.
Als Gegenmaßnahme empfiehlt Lindner den Anspruch auf Betreuung für Kinder
bereits im Jahr vor Schuleintritt: "In Zusammenarbeit von Kindergarten und
Schule soll es ein Recht auf Unterstützung und Förderung für alle Kinder geben -
braucht ein Kind zum Beispiel sprachliche Förderung, muss es diese Förderung
bekommen, auch wenn es nicht den Kindergarten besucht."

MKV zu Gehrer: Gesamtschul-Forderung
nicht nachgeben!
Den Medienberichten, wonach Bundesministerin Gehrer nicht
mehr dezidiert gegen eine Gesamtschule eintritt, kann der Bundesobmann des
Mittelschüler-Kartell-Verbandes, Georg Hanschitz, nichts abgewinnen. "Die
Regierung muss jetzt einen kühlen Kopf bewahren. Wir dürfen ein grundsätzlich
gutes Schulsystem nicht ohne weiteres gegen die Vision einiger linker
Bildungspolitiker eintauschen!", so Hanschitz.
Zwtl.: Berufsbildende Schulen als Problemstellen
Bereits seit mehr als zehn Jahren warnt der Mittelschüler-Kartell-Verband
davor, den Berufsbildenden Schulen zu wenig Beachtung zu schenken. Dass die
versäumte Qualitätssicherung Folgen hat, zeigt sich anhand der PISA-Ergebnisse
recht deutlich:
"Während die Höheren Schulen größtenteils besser als die topplatzierten Finnen
abschneiden, sind die Hauptschulen und die Berufsbildenden Schulen beim Ergebnis
weit darunter."
Hanschitz fordert daher eine umfassende Reform der Haupt- und Berufsbildenden
Schulen. "Das differenzierte System hat große Vorteile, es ist aber daher auch
schwieriger aktuell zu halten. Nur dürfen wir nicht den Fehler begehen und uns
vor dieser Herausforderung verstecken und den Schülerinnen und Schülern damit
die Wahlmöglichkeit nehmen. Wenn Gehrer zu einer Bildungsdiskussion über das
Schulsystem einlädt, sind wir gerne mit konstruktiven Vorschlägen dabei!",
betont Hanschitz.
Zwtl.: Integrationsdruck steigern
Große Bedeutung beim schlechten Abschneiden der Hauptschulen räumt der
MKV-Bundesobmann dem hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen mit nicht
deutscher Muttersprache in den betroffenen Schultypen ein: "Vor allem in Wien
ist die Situation äußerst bedenklich. Hier liegt der Anteil an Schülern mit
einer nicht deutscher Muttersprache in den Hauptschulen bei 47%, bei den
Polytechnischen Schulen bereits bei 51%. Integration ist wichtig und notwendig,
aber nur bis zu einem bestimmten Grad möglich, hier wird man sich etwas
einfallen lassen müssen."
Dass die Gesamtschule vor allem hier keinen Lösungsansatz bietet, sieht
Hanschitz nur als eine von vielen Schwachstellen der von der SPÖ angepriesenen
Alternative. Hier gilt es, den Integrationsdruck zu steigern. Mehr begleitende
Deutschkurse und Informationskampagnen, die die betroffenen Eltern auch
tatsächlich erreichen, sind sicherlich zielführender, als einfach alle Schüler
in die gleiche Schule zu schicken und damit die für eine pluralistische
Gesellschaft so wichtige Vermittlung verschiedener Ausbildungen aufzugeben.
"Gib jemandem einen Hammer in die Hand und jedes Problem sieht aus wie ein
Nagel. Für die SPÖ-Bildungspolitiker ist der Hammer wohl die
Gesamtschul-Lösung", stellt Hanschitz abschließend fest, "Bildungspolitik ist
aber keine Hau-Drauf-Angelegenheit, sondern ein sensibler gesellschaftlicher
Bereich. Die SPÖ soll den Gesamtschul-Vorschlag deshalb schnell wieder zurück in
die Schublade stecken und sich mit ernsthaften Lösungsansätzen beschäftigen."

Nachhilfe - gerade jetzt
ein Thema!
Mit der Nachhilfeschule des bfi Wien erfolgreich in
das zweite Semester
Lukas hat es gerade noch geschafft! Dank der bfi
Wien-Nachhilfeschule ist ihm eine Nachprüfung im Sommer in Deutsch
erspart geblieben. Seine Schulerfolge in Deutsch haben sich im Lauf des
letzten Jahres immer mehr verschlechtert. Dann hat ihm der
Deutschunterricht überhaupt keinen Spaß mehr gemacht. Seine Mutter hat
das bemerkt und die Notbremse gezogen. Sie hat von der bfi
Wien-Nachhilfeschule erfahren und Lukas auch gleich zu einem Deutschkurs
angemeldet. Durch die intensive Betreuung und das konsequente
Durcharbeiten relevanter Themen im Einzelunterricht bekam Lukas wieder
Spaß am Unterricht. So konnte er die Ferien genießen. "Ich muss aber
weiter am Ball bleiben und darf es nicht mehr so schleifen lassen!", hat
Lukas aus der Situation gelernt.
Leistungseinbrüche und damit verbundene schlechte Schulnoten sind leider
für viele SchülerInnen und Eltern ein Thema. Das muss aber nicht gleich
Schulausstieg oder Wiederholung der Klasse bedeuten. Durch das
konsequente Eingehen auf die individuellen Lernprobleme in
Einzelnachhilfe oder Kleingruppen können die PädagogInnen des bfi Wien
es gemeinsam mit den betroffenen SchülerInnen schaffen, das Lerndefizit
zu beseitigen oder zumindest so in den Griff zu bekommen, dass einem
Aufstieg in die nächste Schulstufe nichts mehr im Weg steht.
Das bfi Wien bietet Nachhilfeunterricht in allen gängigen Hauptfächern
sowie Kurse für einen reibungslosen Übertritt in eine berufsbildende
mittlere oder höhere Schule (BMHS) an.
Das neue Kursprogramm des Berufsförderungsinstituts Wien (bfi Wien)
steht unter dem Motto "Karriere-Treibstoff". Ständige Aus- und
Weiterbildung gehört heute zu den wichtigsten Voraussetzungen, um für
die Anforderungen des Berufslebens gerüstet zu sein und vorwärts zu
kommen. Das Kursprogramm für das Frühjahr 2005 kann ab sofort gratis
unter 0800-20 21 22 angefordert werden. Die Website des bfi Wien bietet
eine Online-Suche und Buchungsmöglichkeit für das neue Kursprogramm des
bfi Wien:
http://www.bfi-wien.at Der Bildungsgutschein der AK Wien ist für
viele Kurse des bfi Wien einlösbar. Die neue innovative
Internet-Jobplattform
http://www.work4me.at hilft bei der Stellensuche und ist für Arbeit
Suchende kostenlos.
Informations-, Beratungs- und Anmeldecenter des bfi Wien:
Schönbrunner Straße 213, 1120 Wien
Tel.: 01-811 78 - 300, 302, 330
Fax: 01-811 78 - 305
E-Mail: anmeldung.bat@bfi-wien.or.at
Online:
http://www.bfi-wien.at
|

http:\\www.schooltalk.at
http:\\www.schooltalk.at
Die führende Plattform für Schüler, Lehrer und Eltern, mit Free-Sms, Organizer,
Chat, Schoolnews, Nickpage und vielem mehr, hat wieder interessante Initativen
gesetzt:
Auf der Pinwand kannst man sich durchklicken und selbst eine Nachricht für
alle österreichischen Schüler hinterlassen, oder auch nur die eigenen alten
Inline-Skates verkaufen...
Diese Pinwand kann man auch für die eigene Schulhompage, irgendeine andere
Jugendwebsite oder einen Verein unter
info@schooltalk.at gratis anfordern.
ReferateGateway: Dort findet man alles, was man für Referate benötigt:
Von Tipps für die perfekte Präsentation,
über topaktuelle Infos direkt von über 200 bildungsorientierten Unternehmen,
viele fertige Referate, 90 Online-Übersetzungsprogramme, 200 Wörterbücher,...
Bis hin zu Links zu den größten Referatebörsen....
Supplierplantool: Stundenplan, Supplierungen, Schularbeitstermine, Schulevents
im Schooltalk-Weborganizer !!
Supplierungen aktuell per SMS, Mail, automatisch im Schooltalk-Organizer oder
online. Das heißt: immer und überall informiert sein, was morgen in der Schule
läuft!

Schooltalk.at online abrufbar
Info-Plattform sucht Kooperationspartner
Die Service- und Informationsplattform Schooltalk.at http://www.schooltalk.at
ist seit kurzem im Netz gestartet. Diese wurde als Schnittstelle von Schule,
Jugend, Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen, berichtet die Initiatorin und
AHS-Lehrerin Margit Polly. Dabei handle es sich um eine äußerst
praxisbezogene, zielgruppen- und benutzerorientierte Internetdatenbank - mit
allgemeinen und individuellen Schuldaten, die als dynamische Schulplattform
aktiv von allen Benutzergruppen mitgestaltet werde.
Schooltalk bietet als Service-Tool im Schulalltag Infos für Schüler, Lehrer
und Eltern mit Angeboten, Hilfestellungen und Links (z.B. Referate,
Maturathemen, Nachhilfebörse, Jobpool, Seminare, Reisen, Chatroom,
Meinungsforen). Enthalten sind auch öffentliche und private Schulprojekte und
Wettbewerbe.
Durch Kooperationen soll Schooltalk.at bereits als Einstiegsseite auf den
Schulcomputern österreichischer Schulen installiert werden, so
Polly."Dadurch wird vor Ort Schülern, Lehrern und Eltern die gezielte,
effiziente und umfassende Suche nach Angeboten ermöglicht."
Laut Polly würden für den weiteren Ausbau noch Kooperations- und
Contentpartner wie Schulen, Behörden und Institutionen im Bildungsbereich,
Firmen, und NGOs gesucht
