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str-act! bringt oe2005 online: 60 Jahre Zeitgeschichte von Schülern für Schüler
Ein ambitioniertes Projekt mit einer ambitionierten Website

Schüler schreiben (Zeit-)Geschichte
Im Jahr 2005 feiert Österreich das 60jährige Bestehen der zweiten Republik. Ein Jubiläum, das der "Verein Lernen aus der Zeitgeschichte" zum Anlass genommen hat, um ein ambitioniertes Schulprojekt zu initiieren: Mit Hilfe von Archivmaterial recherchieren Schulklassen die Ereignisse eines selbstgewählten Monats und bilden so das Zeitgeschehen, aber auch den Alltag und das Lebensgefühl der vergangenen 60 Jahre ab. Ergebnis dieses Projekts "oe2005 - Schüler schreiben Geschichte" ist ein umfassendes Österreich II-Lexikon - ein Stück Zeitgeschichte.

Die Website von str-act! als Grundlage für das Projekt
Zentraler Bestandteil des Projekts ist die umfassende Website http://www.oe2005.at, die von der österreichischen Agentur str-act! (http://www.str-act.com) geplant und realisiert wurde. Die Site basiert auf einem mächtigen Content-Management-System, das es den Redakteuren von oe2005 erlaubt, sämtliche Inhalte selber einzupflegen - und das darüber hinaus auch den Bewerbungsprozess der Schulklassen für ein gewünschtes Monat automatisiert unterstützt.

Eine aufwendige Site mit zahlreichen Features
Dem Grundgedanken eines Online-Lexikons trägt die aufwendige Site Rechnung und bietet zahlreiche Funktionen:
* die Redakteure können beliebige Artikel in dynamischen Artikel-Sammlungen (Compilations) zusammenfassen und diese Sammlungen samt Links den Site-Besuchern zur Verfügung stellen
* umfangreiche Suchmöglichkeiten für den Besucher erleichtern das gezielte Auffinden von Informationen; Die Suche kann dabei auch nach Rubriken, Quellen, Stichworten oder Zeiträumen eingegrenzt werden
* komfortable Bilder-Galerien zeigen in Dia-Shows eine Auswahl von historischen Fotos und Bildern, die an beliebiger Stelle auf der Website eingebunden werden können
* zahlreiche Foren erlauben den Gedanken- und Informations-Austausch sowohl der Schüler untereinander als auch mit der Öffentlichkeit - zu dem ganzen Projekt, einem Jahrzehnt, einem Jahr, oder auch nur einem bestimmten Monat
* Der Redakteur kann hier beliebig viele Stichwörter (mit jeweils beliebig vielen Synonymen) definieren, die dann im Fliesstext des Österreich-Lexikons automatisch als Querverweis-Link angezeigt werden. Wenn der Site-Besucher mit der Maus über einen solchen Link fährt, kommt eine entsprechende Beschreibung - durch Klick kann der Besucher automatisch eine Suche nach diesem Stichwort (und allen definierten Synonymen!) durchführen
* eine eigene Teaser-Engine erlaubt die Verwaltung von Teasern und Bannern (z.B. zur Einbindung der Logos von Sponsoren)

Sukzessive wird das Österreich-II-Lexikon viele tausend Seiten umfassen - für Schüler und alle, die an lebendiger und modern aufbereiteter Zeitgeschichte interessiert sind.

URL: http://www.oe2005.at
Auftraggeber: Verein für Zeitgeschichte
Credits: e-dialog (Konzept), developer.at (Technische Entwicklung), erkaart (Design)

 


 

14 Schulen erhalten Sokrates-Qualitätssiegel
Von einer österreichischen Initiative zum europäischen Großprojekt

Bereits sieben europäische Länder haben sich dieses Jahr an der Vergabe des europäischen E-Quality Siegels der Sokrates Nationalagentur http://www.sokrates.at beteiligt. In Österreich durften 14 Schulen das Qualitätssiegel in Empfang nehmen. Das Siegel hebt besonders die qualitative Durchführung von Schulprojekten hervor. Nachhaltigkeit, Nutzen und Innovation sind ein weiteres Kriterium für den Erhalt eines Siegels.

"Wir möchten durch die Verleihung die Qualität der Projekte hervorstreichen, die Leistung engagierter Projektträger und Institutionen anerkennen und diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen", so der Leiter der Sokrates Nationalagentur Wolfgang Eckel bei der Verleihung. Die Sokrates Nationalagentur in Österreich hatte Institutionen aus dem Schul- und Hochschulbereich sowie der Erwachsenenbildung zur Teilnahme am E-Quality Label eingeladen. Die 34 Einreichungen (24 Comenius, acht Erasmus, zwei Grundtvig) bestanden allesamt aus Partnerprojekten mit Teilnehmern aus verschieden europäischen Ländern. Zentrales Element des Qualitätssiegels bei den ausgezeichneten internationalen Projekten ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem gewählten Thema und deren gemeinsame Erarbeitung.

Eine der Schulen, die das Siegel erhalten hat, ist die Volksschule Silz mit ihrem Projekt "Wasser - Quelle des Lebens (Coming Together)". Der Titel "Coming together" bedeutet das Kennen lernen verschiedener Lebensweisen, Schulalltage und neuer Ansätze von schulischem Lernen und Lehren. Die Volksschule Silz hat mit ihren Partnerschulen aus Leipzig (D), Patras (GR), Noordwijk (NL), Ostroleka (PL) und London (UK) das Thema Wasser aus der Sichtweise der geografischen Besonder- und Eigenheiten der einzelnen Länder in allen Schulstufen aufgearbeitet. Im letzten Projektjahr widmete sich das Projekt dem Thema Feste und Bräuche im europäischen Raum.

Aus der einst österreichischen Idee ist durch die Teilnahme von Deutschland, Italien, den Niederlanden, Tschechien, Ungarn und dem Vereinigten Königreich ein grenzübergreifendes europäisches Großprojekt geworden. "2005 soll das Projekt auf alle 31 Sokrates-Länder ausgebaut werden", so Eckel. Das Siegel ist eine weitere Maßnahme der Sokrates Nationalagentur Österreich um Innovationen zu fördern und die Qualität im Bildungsbereich zu steigern.


 

Kuntzl hofft auf Beweglichkeit der Bundesregierung in Frage der Ganztagsschule

"Ich hoffe auf Beweglichkeit in den Reihen der Bundesregierung beim Thema Ganztagsschule", so SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am Freitag im Nationalrat. "Wo sind eigentlich die 8.000 neuen Ganztagsschulplätze geschaffen worden?", fragte Kuntzl, die in dieser Frage immer noch auf Gehrers Antwort wartet. "Wir stimmen der Ausdehnung des Frühwarnsystems zu, da es innerhalb des bestehenden Schulsystems ein sinnvolles Instrument ist", unterstrich Kuntzl. Die SPÖ hoffe aber sehr, dass im Zuge der Diskussion, die nun durch die PISA-Studie in Gang komme, auch das System an sich überprüft wird. "Man muss schauen, ob es sinnvoll ist, den Fortschritt der Kinder zu beobachten, zu warnen, sie immer weniger zu stützen, wenn es nicht funktioniert und dann fallen die Kinder durch und verlieren ein Jahr", so Kuntzl. Kuntzl betonte, dass es pädagogisch sinnvoller und moderner wäre, den Fortschritt zu überprüfen und das Kind individuell zu stützen.


 

EINSTIMMIG FÜR ÄNDERUNG DES SCHULUNTERRICHTSGESETZES Kritik der Opposition an Behandlung von S- und G-Anträgen

Sechs Vorlagen aus dem Unterrichtsausschuss wurden unter einem debattiert, und zwar die Änderung des Schulunterrichtsgesetzes und die Anträge 129/A, 167/A(E), 239/A(E), 419/A(E) und 222/A(E), sämtlich von der Opposition eingebracht.

Abgeordneter RIEPL (S) bedauerte, dass alle oppositionellen Anträge zur Bildung im Ausschuss ohne substanzielle Diskussion abgelehnt worden seien. Riepl kam abermals auf die PISA-Studie zu sprechen und stellte fest, dass Bundesministerin Gehrer als oberste Schulaufsicht versagt habe. Ihre Politik schade dem Wirtschaftsstandort Österreich und ihre ärgsten Kritiker säßen heute in der Interessenvertretung der Wirtschaft.

Die vorliegende Novelle zum Schulunterrichtsgesetz und die darin enthaltene individuelle Berufsorientierung wurde von Riepl begrüßt. Als notwendig erachtete er aber die Vorbereitung der SchülerInnen und die Nachbereitung. Er hoffe, so Riepl, dass der Versicherungsschutz und die Haftung ausreichend geregelt seien, und er erwarte sich eine Evaluierung dieser Neuregelung. Generell forderte er einen Kurswechsel in der Bildungspolitik.

Abgeordneter AMON (V) begrüßte die durch dieses Gesetz nunmehr eingeführte individuelle Berufsorientierung und zeigte sich erfreut über die Zustimmung der Opposition zu diesem Punkt. In Summe meinte Amon, die Bildungspolitik liege bei Ministerin Gehrer in hervorragenden Händen.

Was die Oppositionsanträge betrifft, betonte der Redner, SPÖ und Grüne kämen mit ihren Forderungen zu spät, zumal die Anliegen bereits weitgehend erfüllt seien.

Abgeordneter BROSZ (G) kündigte die Zustimmung seiner Fraktion zum vorliegenden Gesetz an und griff aus der Summe von Oppositionsanträgen überdies die Initiative zur Änderung des Bildungsdokumentationsgesetzes heraus. Er kritisierte, dass durch die geltenden Bestimmungen die Sozialversicherungsnummer in zweckentfremdeter Weise verwendet werde.

Abgeordnete ROSSMANN (F) unterstützte die Einführung des schulischen Frühwarnsystems bereits im ersten Semester. Dieses Modell werde helfen, Schwächen auszumerzen, erwartet sie. Weiters trat Rossmann für die Schaffung eines Vorschulmodells ein, um Kindern vor Eintritt in die Schule die Möglichkeit zu bieten, die Unterrichtssprache zu erlernen.

Bundesministerin GEHRER stellte klar, sie habe hinsichtlich PISA keinerlei Schuldzuweisungen vorgenommen. Alle Beteiligten seien aber aufgerufen, ihren Beitrag zu leisten, um die Bildungsforschritte zu verbessern, betonte sie.

In die PISA-Debatte sei nun mehr Sachlichkeit eingekehrt. Es bestehe Verbesserungsbedarf, trotzdem sollte man aber die Kirche im Dorf lassen. Für die Ministerin gilt es nun, die Empfehlungen der Zukunftskommission umzusetzen und in erster Linie den Unterricht zu verbessern. Bei der Integration sollte nach Meinung Gehrers geprüft werden, wie man in einer Schuleingangsphase Kinder mit nicht deutscher Muttersprache besonders fördern kann. Überhaupt müssten, wie Gehrer betonte, die Schwachen stärker gefördert werden. Es dürfe aber nicht dazu kommen, die Schwachen zu fördern, indem man die Starken schwächt, warnte die Ministerin. Für Gehrer lautete die Devise vielmehr: Die Starken weiter stärken und den Schwachen helfen, ebenfalls gut zu werden.

Abgeordnete WURM (S) übte in ihrer Wortmeldung Kritik am Bildungsdokumentationsgesetz und erhob ebenfalls Vorbehalte gegen die Verwendung der Sozialversicherungsnummer.

Abgeordneter NEUGEBAUER (V) schlug vor, die Bürokratie in jenen Bereichen, wo sie nicht existenziell notwendig ist, aus dem Schulunterrichtsgesetz hinauszudrängen.

Abgeordnete MANDAK (G) präsentierte den Antrag der Grünen auf Erhöhung der Einstiegsgehälter und gab zu bedenken, die derzeitige Differenz zwischen Einstiegsgehältern und Endgehältern sei mit 242 % viel zu hoch. Mandak untermauerte weiters auch die Forderung nach Schaffung von 100.000 Ganztagsbetreuungsplätzen an Schulen.

Abgeordneter WITTAUER (F) warf den Oppositionssprechern vor, immer wieder das Thema Bundesheer in die Bildungsdebatte einzubringen. Wittauer selbst zeigte sich nicht glücklich über die Grundausbildung und sprach aus seiner persönlichen Sicht von einem verlorenen Jahr. Dieses Jahr sollte zumindest so verwendet werden, dass junge Menschen eine Voraussetzung für einen Berufseinstieg finden, meinte er.

Abgeordnete Mag. KUNTZL (S) setzte sich kritisch mit der Ablehnung der Oppositionsanträge durch die Regierungsparteien auseinander und stellte fest, man könne hier sehen, wo konstruktive Mitarbeit erfolge und wo Blockade betrieben werde.

Abgeordneter Dr. BRADER (V) unterstrich in seiner Wortmeldung vor allem die Bedeutung der Berufsorientierung für Schüler der vierten Klasse AHS.

Abgeordnete SCHASCHING (S) brachte in die Debatte die Vorschläge der Kinderfreunde betreffend Ausbau der ganztägigen Schulformen, gemeinsame Schule der Sechs- bis Fünfzehnjährigen sowie stärkere individuelle Förderung ein. Mit Nachdruck sprach sich Schasching auch gegen eine Kürzung der Zahl der Turnstunden aus.

Abgeordnete ROSENKRANZ (F) begrüßte die Ausdehnung des Frühwarnsystems auf das erste Semester und sah darin eine Möglichkeit, Fehlentwicklungen und Defizite so früh wie möglich abzufangen. überlegenswert ist für Rosenkranz ferner eine Aktivierung der Vorschule.

Abgeordneter FAUL (S) kam auf die PISA-Studie zu sprechen und erinnerte an das Beispiel Polen: Dort sei es gelungen, durch Umstrukturierung des Systems in Richtung Ganztags- und Gesamtschule jene Plätze wettzumachen, die Österreich verloren hatte.

Abgeordnete FELZMANN (V) führte die nach wie vor niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Österreich auf die guten Schulen und die Berufsinformation zurück und unterstrich zudem die Bereitschaft der Wirtschaft, jungen Menschen eine Berufschance zu geben..

Abgeordnete Mag. GROSSMANN (S) betrachtete die Berufsorientierung als Schritt in die richtige Richtung und wertete die Zustimmung der SPÖ als Beweis, dass die Sozialdemokraten konstruktive Politik betreiben und keine Fundamentalopposition seien.

Abgeordnete FRANZ (V) wertete es als positiv, dass Schülerinnen und Schülern eine individuelle Berufsorientierung ermöglicht wird. Sie hofft, dass ihnen die berufspraktischen Tage den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.

Abgeordneter Dr. RADA (S) hielt fest, bei der Änderung des Schulunterrichtsgesetzes gehe es darum, jungen Menschen eine Orientierung am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Er erachtet allerdings eine ausreichende Vorbereitung auf die berufspraktischen Tage und gewisse Steuerungen für erforderlich, damit Schülerinnen nicht nur traditionelle Frauenberufe und Schüler traditionelle Männerberufe auswählen.

Abgeordnete FUHRMANN (V) bekräftigte, die PISA-Studie zeige, dass die österreichischen Schülerinnen und Schüler im OECD-Schnitt liegen. Das sei "unterm Strich" ein gutes Ergebnis. "Wir dürfen nichts schönreden", erklärte Fuhrmann, genauso wenig sollte man aber die Leistungen der Schüler schlechtreden.

Die Änderung des Schulunterrichtsgesetzes wurde vom Nationalrat einstimmig beschlossen. Mehrheitlich zur Kenntnis nahmen die Abgeordneten die ablehnenden Berichte des Unterrichtsausschusses über fünf Anträge der Opposition.
 


 

Schüssel: Diskussion ohne Tabus zur Verbesserung des Schulsystems

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel nahm heute im Anschluss an den Ministerrat Stellung zur Pisa-Studie, wobei der Bundeskanzler anmerkte, dass die Detailergebnisse erst in einigen Monaten vorliegen werden. Schüssel: "Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen nichts. Was wir benötigen, ist eine tabufreie Diskussion, um die Leistungen zu verbessern. Daher laden wir alle Schulpartner und Experten im Jänner zu einem großen Reformdialog ein." Der Bundeskanzler wies in diesem Zusammenhang auch auf die Stärken des österreichischen Schulsystems hin. So weist Österreich die geringste Zahl an frühen Schulabbrechern auf und 86,5 Prozent aller Schüler nützen nach der Pflichtschule ein weiterführendes Bildungsangebot. In der Jugendbeschäftigung führt Österreich im EU-Vergleich und weist eine nur halb so hohe Jugendarbeitslosigkeit auf.

Der Ministerrat nahm auch die Arbeitsmarktdaten für den November zur Kenntnis. Die Zahl der Beschäftigten stieg insgesamt auf 3,2 Millionen an und erreichte damit einen absoluten Höchststand. Schüssel: "Die Konjunktur ist wirklich angesprungen." Erstmals seit April 2001 ist auch die Zahl der arbeitslos Gemeldeten gesunken. Ein deutlicher Rückgang war insbesondere bei der Jugendarbeitslosigkeit und bei jenen von älteren Arbeitnehmern zu verzeichnen. "Die positiven Ergebnisse im Bereich der Jugendbeschäftigung stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der erfolgreichen Lehrlingsoffensive der Bundesregierung", so der Bundeskanzler.

Die Bundesregierung nahm heute auch einen Bericht von Verteidigungsminister Günther Platter zu den Vorfällen bei den Kasernen Freistadt und Landeck zu Kenntnis. Der Bundeskanzler versicherte, dass es "eine rückhaltslose Aufklärung dieser skandalösen Vorfälle" geben werde. Der Bundeskanzler stellte klar:
"Derartiges hat bei der Ausbildung von Grundwehrdienern nichts verloren."


 

Kranzl: Schülerhöchstzahlen pro Klasse senken

265.000 SchülerInnen aus 32 Ländern haben dieses Jahr an der Erstellung der PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) zur Beurteilung der Kenntnisse und Fähigkeiten der 15- bis 16-Jährigen in fachbezogenen und fachübergreifenden Bereichen teilgenommen. Das Ergebnis: Österreichs SchülerInnen sind im internationalen Vergleich bestenfalls Mittelmaß. Gegenüber der letzten PISA-Studie im Jahr 2000 sind die SchülerInnen in allen wichtigen Bereichen, etwa in Lesen, in Mathematik, in den Naturwissenschaften und im Problemlösen, zurückgefallen.

   Vor diesem Hintergrund übten heute Landesrätin Christa Kranzl und Landtagsabgeordneter Helmut Cerwenka in St. Pölten Kritik an der derzeitigen Bildungspolitik. Als Ursache nannte Kranzl dabei, dass immer weniger LehrerInnen unterrichten. Zwar würde der Bund den Ländern für Personalausgaben der Landeslehrer 2005/2006 12 Millionen Euro jährlich an Kosten ersetzen, was für Niederösterreich ein Plus von etwa 87 Planstellen bedeute, aber allein 2004/2005 würden um 303 Dienstposten weniger bereitgestellt.

   Auch würden Zusatzangebote wie Informatik zurückgenommen, so Kranzl. Dazu kämen das Zusammenlegen von Klassen, das Auffüllen auf 30 SchülerInnen sowie in Niederösterreich im heurigen Schuljahr das Schließen von vier Volksschulen und einer Sonderschule. Die Schulen seien von einem "undifferenzierten Sparwillen" betroffen, meinte auch Cerwenka.

   Das Erfolgsrezept aus Finnland, in der PISA-Studie 2004 in allen relevanten Fächern auf dem ersten Platz gereiht, sehe hingegen völlig anders aus, sagte Kranzl weiter. Hier gäbe es eine Grundschule als Gesamtschule in zwei Teilen für die 7- bis 12-jährigen und für die 13- bis 16-jährigen. Man müsse sich also nicht schon - wie in Österreich - mit zehn Jahren für eine Schultype entscheiden. Die Schule sei kostenlos; alle Unterlagen und eine warme Mahlzeit pro Tag würden ohne Kosten bereitgestellt.

   Daran knüpfte Kranzl Forderungen wie eine flächendeckende Kleinkindbetreuung von 0 bis 4 Jahren, eine Verbesserung der Nahtstelle zwischen Kindergarten und Volksschule, die Wiedereinführung der "Kinderbetreuungsmilliarde" und eine Senkung der Schülerhöchstzahlen pro Klasse auf 25 oder weniger. Auch eine verpflichtende Weiterbildung der LehrerInnen oder "wie in Finnland eine wesentlich verstärkte Einbindung der Eltern", also mehr Schulautonomie, nannte Kranzl als wichtige Forderungen, die sich auf die Ergebnisse der nächsten PISA-Studie positiv auswirken könnten. Kranzl kündigte abschließend zudem auch einen Bildungsgipfel im Januar 2005 an.
 


 

ÖGJ-Lindner: Eine Schule für alle Sechs- bis Fünfzehnjährigen

"Anstatt abwechselnd Lehrern, Eltern oder den MigrantInnen die Schuld am schlechten Abschneiden Österreichs zuzuschieben, sollte sich die Politik darum kümmern, dass das Bildungssystem besser und gerechter wird", fordert der Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Mario Lindner. Die Grundvoraussetzungen dafür: eine Gesamtschule für alle Sechs- bis Fünfzehnjährigen sowie Geld für zusätzliche Lehrkräfte zur Unterstützung jener, die die Schule nicht ohne individuelle Betreuung bewältigen.++++

   Die Ergebnisse der PISA-Studie machen deutlich, dass jene Systeme, die zwar grundsätzliche Ähnlichkeiten mit Österreich aufweisen, aber im internationalen Vergleich besser abschneiden, einiges gemeinsam haben: Es handelt sich dort um Gesamtschulen, oft mit Ganztagsangeboten, mit hohem Betreuungsaufwand und gezielten Förderangeboten.

   Die frühe Selektion der Schüler in Hauptschule und Gymnasium führt zu den großen Leistungsunterschieden, die PISA nun belegt hat. Länder wie Finnland setzen hingegen auf eine breite Beteiligung an Bildungsgängen mit höheren Abschlüssen und kombinieren in ganztägigen, gemeinsamen Schulen für alle Kinder Begabungsförderung, individuellen, nach Leistung differenzierten Unterricht und Fördermaßnahmen. "Die Gewerkschaftsjugend fordert daher den Ausbau ganztägiger Schul- und Betreuungsformen", so Lindner. Das wollen übrigens auch die Eltern: Fast zwei Drittel (62 Prozent) von ihnen sprachen sich bei einer AK-Befragung für ganztägige Betreuung aus - vor allem, damit ihre Kinder gute Unterstützung beim Lernen haben.

   Außerdem sollte jede Schülerin und jeder Schüler das Recht auf Förderunterricht haben: "Förderunterricht in der Schule darf kein Restposten im Budget sein, sondern muss bei Bedarf verpflichtend angeboten werden", verlangt ÖGJ-Sekretär Lindner. Hingegen habe Bildungsministerin Gehrer in den vergangenen Jahren nicht nur reguläre Schulstunden bildungsfeindlich weggekürzt, sondern auch Begleitlehrer-Posten gestrichen. "Das hat vor allem die Bildungschancen der SchülerInnen mit nicht-deutscher Muttersprache weiter verschlechtert", kritisiert Lindner.

   Als Gegenmaßnahme empfiehlt Lindner den Anspruch auf Betreuung für Kinder bereits im Jahr vor Schuleintritt: "In Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule soll es ein Recht auf Unterstützung und Förderung für alle Kinder geben - braucht ein Kind zum Beispiel sprachliche Förderung, muss es diese Förderung bekommen, auch wenn es nicht den Kindergarten besucht."


 

MKV zu Gehrer: Gesamtschul-Forderung nicht nachgeben!

Den Medienberichten, wonach Bundesministerin Gehrer nicht mehr dezidiert gegen eine Gesamtschule eintritt, kann der Bundesobmann des Mittelschüler-Kartell-Verbandes, Georg Hanschitz, nichts abgewinnen. "Die Regierung muss jetzt einen kühlen Kopf bewahren. Wir dürfen ein grundsätzlich gutes Schulsystem nicht ohne weiteres gegen die Vision einiger linker Bildungspolitiker eintauschen!", so Hanschitz.

Zwtl.: Berufsbildende Schulen als Problemstellen

   Bereits seit mehr als zehn Jahren warnt der Mittelschüler-Kartell-Verband davor, den Berufsbildenden Schulen zu wenig Beachtung zu schenken. Dass die versäumte Qualitätssicherung Folgen hat, zeigt sich anhand der PISA-Ergebnisse recht deutlich:
"Während die Höheren Schulen größtenteils besser als die topplatzierten Finnen abschneiden, sind die Hauptschulen und die Berufsbildenden Schulen beim Ergebnis weit darunter."

   Hanschitz fordert daher eine umfassende Reform der Haupt- und Berufsbildenden Schulen. "Das differenzierte System hat große Vorteile, es ist aber daher auch schwieriger aktuell zu halten. Nur dürfen wir nicht den Fehler begehen und uns vor dieser Herausforderung verstecken und den Schülerinnen und Schülern damit die Wahlmöglichkeit nehmen. Wenn Gehrer zu einer Bildungsdiskussion über das Schulsystem einlädt, sind wir gerne mit konstruktiven Vorschlägen dabei!", betont Hanschitz.

Zwtl.: Integrationsdruck steigern

   Große Bedeutung beim schlechten Abschneiden der Hauptschulen räumt der MKV-Bundesobmann dem hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen mit nicht deutscher Muttersprache in den betroffenen Schultypen ein: "Vor allem in Wien ist die Situation  äußerst bedenklich. Hier liegt der Anteil an Schülern mit einer nicht deutscher Muttersprache in den Hauptschulen bei 47%, bei den Polytechnischen Schulen bereits bei 51%. Integration ist wichtig und notwendig, aber nur bis zu einem bestimmten Grad möglich, hier wird man sich etwas einfallen lassen müssen."

  Dass die Gesamtschule vor allem hier keinen Lösungsansatz bietet, sieht Hanschitz nur als eine von vielen Schwachstellen der von der SPÖ angepriesenen Alternative. Hier gilt es, den Integrationsdruck zu steigern. Mehr begleitende Deutschkurse und Informationskampagnen, die die betroffenen Eltern auch tatsächlich erreichen, sind sicherlich zielführender, als einfach alle Schüler in die gleiche Schule zu schicken und damit die für eine pluralistische Gesellschaft so wichtige Vermittlung verschiedener Ausbildungen aufzugeben.

   "Gib jemandem einen Hammer in die Hand und jedes Problem sieht aus wie ein Nagel. Für die SPÖ-Bildungspolitiker ist der Hammer wohl die Gesamtschul-Lösung", stellt Hanschitz abschließend fest, "Bildungspolitik ist aber keine Hau-Drauf-Angelegenheit, sondern ein sensibler gesellschaftlicher Bereich. Die SPÖ soll den Gesamtschul-Vorschlag deshalb schnell wieder zurück in die Schublade stecken und sich mit ernsthaften Lösungsansätzen beschäftigen."

 


 

Nachhilfe - gerade jetzt ein Thema!
Mit der Nachhilfeschule des bfi Wien erfolgreich in das zweite Semester

Lukas hat es gerade noch geschafft! Dank der bfi Wien-Nachhilfeschule ist ihm eine Nachprüfung im Sommer in Deutsch erspart geblieben. Seine Schulerfolge in Deutsch haben sich im Lauf des letzten Jahres immer mehr verschlechtert. Dann hat ihm der Deutschunterricht überhaupt keinen Spaß mehr gemacht. Seine Mutter hat das bemerkt und die Notbremse gezogen. Sie hat von der bfi Wien-Nachhilfeschule erfahren und Lukas auch gleich zu einem Deutschkurs angemeldet. Durch die intensive Betreuung und das konsequente Durcharbeiten relevanter Themen im Einzelunterricht bekam Lukas wieder Spaß am Unterricht. So konnte er die Ferien genießen. "Ich muss aber weiter am Ball bleiben und darf es nicht mehr so schleifen lassen!", hat Lukas aus der Situation gelernt.

Leistungseinbrüche und damit verbundene schlechte Schulnoten sind leider für viele SchülerInnen und Eltern ein Thema. Das muss aber nicht gleich Schulausstieg oder Wiederholung der Klasse bedeuten. Durch das konsequente Eingehen auf die individuellen Lernprobleme in Einzelnachhilfe oder Kleingruppen können die PädagogInnen des bfi Wien es gemeinsam mit den betroffenen SchülerInnen schaffen, das Lerndefizit zu beseitigen oder zumindest so in den Griff zu bekommen, dass einem Aufstieg in die nächste Schulstufe nichts mehr im Weg steht.

Das bfi Wien bietet Nachhilfeunterricht in allen gängigen Hauptfächern sowie Kurse für einen reibungslosen Übertritt in eine berufsbildende mittlere oder höhere Schule (BMHS) an.

Das neue Kursprogramm des Berufsförderungsinstituts Wien (bfi Wien) steht unter dem Motto "Karriere-Treibstoff". Ständige Aus- und Weiterbildung gehört heute zu den wichtigsten Voraussetzungen, um für die Anforderungen des Berufslebens gerüstet zu sein und vorwärts zu kommen. Das Kursprogramm für das Frühjahr 2005 kann ab sofort gratis unter 0800-20 21 22 angefordert werden. Die Website des bfi Wien bietet eine Online-Suche und Buchungsmöglichkeit für das neue Kursprogramm des bfi Wien: http://www.bfi-wien.at Der Bildungsgutschein der AK Wien ist für viele Kurse des bfi Wien einlösbar. Die neue innovative Internet-Jobplattform http://www.work4me.at hilft bei der Stellensuche und ist für Arbeit Suchende kostenlos.

Informations-, Beratungs- und Anmeldecenter des bfi Wien:
Schönbrunner Straße 213, 1120 Wien
Tel.: 01-811 78 - 300, 302, 330
Fax: 01-811 78 - 305
E-Mail: anmeldung.bat@bfi-wien.or.at
Online: http://www.bfi-wien.at
 


 

http:\\www.schooltalk.at

http:\\www.schooltalk.at
Die führende Plattform für Schüler, Lehrer und Eltern, mit Free-Sms, Organizer, Chat, Schoolnews, Nickpage und vielem mehr, hat wieder interessante Initativen gesetzt:
Auf der Pinwand kannst man sich durchklicken und selbst eine Nachricht für alle österreichischen Schüler hinterlassen, oder auch nur die eigenen alten Inline-Skates verkaufen...
Diese Pinwand kann man auch für die eigene Schulhompage, irgendeine andere Jugendwebsite oder einen Verein unter info@schooltalk.at gratis anfordern.

ReferateGateway: Dort findet man alles, was man für Referate benötigt:
Von Tipps für die perfekte Präsentation,
über topaktuelle Infos direkt von über 200 bildungsorientierten Unternehmen,
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Bis hin zu Links zu den größten Referatebörsen....

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Supplierungen aktuell per SMS, Mail, automatisch im Schooltalk-Organizer oder online. Das heißt: immer und überall informiert sein, was morgen in der Schule läuft!
 


 

Schooltalk.at online abrufbar
Info-Plattform sucht Kooperationspartner

Die Service- und Informationsplattform Schooltalk.at http://www.schooltalk.at ist seit kurzem im Netz gestartet. Diese wurde als Schnittstelle von Schule, Jugend, Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen, berichtet die Initiatorin und AHS-Lehrerin Margit Polly. Dabei handle es sich um eine äußerst praxisbezogene, zielgruppen- und benutzerorientierte Internetdatenbank - mit allgemeinen und individuellen Schuldaten, die als dynamische Schulplattform aktiv von allen Benutzergruppen mitgestaltet werde.

Schooltalk bietet als Service-Tool im Schulalltag Infos für Schüler, Lehrer und Eltern mit Angeboten, Hilfestellungen und Links (z.B. Referate, Maturathemen, Nachhilfebörse, Jobpool, Seminare, Reisen, Chatroom, Meinungsforen). Enthalten sind auch öffentliche und private Schulprojekte und Wettbewerbe.

Durch Kooperationen soll Schooltalk.at bereits als Einstiegsseite auf den Schulcomputern österreichischer Schulen installiert werden, so Polly."Dadurch wird vor Ort Schülern, Lehrern und Eltern die gezielte, effiziente und umfassende Suche nach Angeboten ermöglicht."

Laut Polly würden für den weiteren Ausbau noch Kooperations- und Contentpartner wie Schulen, Behörden und Institutionen im Bildungsbereich, Firmen, und NGOs gesucht


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:31
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