Neurologische Erkrankung mit hoher Breitenwirkung
Das Restless Legs Syndrom (RLS, Unruhige Beine Syndrom oder Ekbom-Syndrom)
zählt zu den weit verbreiteten neurologischen Erkrankungen. Allein in
Österreich sind schätzungsweise 8 bis 10% der Bevölkerung davon betroffen, die
Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen.
RLS äußert sich durch extrem unangenehme Gefühle wie Ziehen, Kribbeln und
Jucken in den Extremitäten, die aber zumeist nur in Ruhestellung auftreten.
Typische Auslösesituationen neben dem Einschlafen sind Theaterbesuche,lange
Autofahrten oder auch Ruhigstellung der Extremitäten durch Gipsverbände etc.
Zu den Gliederschmerzen treten in vielen Fällen schwere Schlafstörungen:
Leistungsabfall, Konzentrationsschwierigkeiten und mangelnde Belastbarkeit
sind Folgen mit direkter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen.
In deutschen und schwedischen Studien wurde auch der Zusammenhang von RLS mit
einer verstärkten Neigung zu Depressionen und sozialer Isolierung
festgestellt. RLS kann in jedem Alter, nach Schwangerschaft oder durch
Vererbung auftreten - über die Ursachen gibt es nach wie vor keine Klarheit.
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