Rotes Fleisch erhöht
Risiko für rheumatoide Arthritis
Rauchen an der Entstehung der Krankheit beteiligt
Der Mangel an Früchten, besonders an solchen, die
reich an Vitamin C sind, erhöht das Risiko für entzündliche
Arthritis, das Vorstadium der rheumatoiden Arthritis (RA), um das
Dreifache. Ein häufiger Konsum von rotem Fleisch ist als
unabhängiger Risikofaktor für entzündliche Arthritis einzustufen. Zu
diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Manchester
http://www.manchester.ac.uk/ .
Rheumatoide Arthritis ist eine chronische entzündliche Erkrankung
des Immunsystems, die mit einer Kombination aus genetischen und
Umweltfaktoren in Verbindung steht. Verschiedene Aspekte des
Lebenswandels erklären etwa 40 Prozent des Risikos. Rauchen spielt
eine wichtige Rolle bei der Entstehung von RA, während der Einfluss
von Ernährungsfaktoren weniger sicher ist. Frühere Studien haben den
Schutzfaktor von Fischkonsum, die Gefahren von Kaffee und eine
Reduktion des Krankheitsrisikos für Frauen, die Alkohol in Maßen
genießen, nachgewiesen.
Die Studie bestand aus einer Gruppe mit RA-Patienten und einer
Kontrollgruppe, die nach Alter, Geschlecht und Body Mass Index mit
den Testpersonen abgestimmt war. Nur 35 Prozent der Patienten hatten
nie geraucht, im Vergleich zu 85 Prozent der Kontrollgruppe.
Hinsichtlich der Ernährungsgewohnheiten gab es kaum Unterschiede.
Die Aufnahme von Kalorien, Fett und Vitamin D sowie der Konsum von
Kaffee, Tee und Alkohol waren annähernd gleich. Der wichtigste
Unterschied zwischen den beiden Gruppen bestand im Konsum von rotem
Fleisch. Patienten mit dem höchsten Konsum von rotem Fleisch hatten
ein doppeltes Risiko für die Entwicklung von RA. Auch Patienten, die
ein hohes Maß an rotem Fleisch in Kombination mit anderen
Fleischprodukten zu sich nahmen, hatten ein ähnlich hohes Risiko.
Ein häufiger Verzehr von Burgern und Steaks könnte sich aber nur auf
Menschen mit einer Veranlagung für RA auswirken. "Es könnte sein,
dass der hohe Kollagengehalt von Fleisch zu einer
Kollagen-Sensibilisierung und einer fortschreitenden Produktion
antikollagener Antikörper führt", erklärten die Forscher. Die
Wissenschaftlerin Dorothy Pattison zog den Schluss, dass ein hoher
Level an Fleischverzehr einen neuen Risikofaktor für entzündliche
Arthritis darstelle. |

Schlag gegen
Immunsystem bei Rheuma
B-Zellen werden lahmgelegt - Linderung tritt ein
Wissenschaftler der Julius-Maximilians-Universität
Würzburg
http://www.uni-wuerzburg.de haben eine neue Therapie gegen
Rheuma entwickelt: Die B-Zell-Depletion, das bedeutet Infusionen mit
Antikörpern, bewirkt, dass fast alle B-Zellen des Immunsystems
zerstört werden. Die Entzündung geht daraufhin zurück.
Bei Rheuma greift nämlich das Immunsystem den eigenen Körper an. Bei
Arthritis werden überwiegend die Gelenke attackiert, Entzündungen
und Schmerzen sind die Folgen. Diese können zu schmerzhaften
Rheumaknoten führen. Sechs bis acht Wochen nach der
Infusionsbehandlung mit den so genannten anti-CD20-Antikörpern
verbessert sich die Krankheit deutlich. Nach Angaben der
Wissenschaftler gehen die Entzündungen zurück und die Schmerzen
hören auf.
"Diese Methode schlägt bei 60 bis 70 Prozent der Patienten an",
erklärt Hans-Peter Tony von der Medizinischen Poliklinik, Sprecher
des Rheumazentrums Würzburg/Bad Brückenau. Die Verträglichkeit der
Therapie sei außerdem sehr gut. Bis zu neun Wochen nach der
Behandlung bleiben die Patienten schmerzfrei. Dann lässt die Wirkung
nach, die Antikörper müssen erneut verabreicht werden. Nach Angaben
von Tony wurden manche der Patienten bereits drei Mal hintereinander
behandelt. Länger dauernde Erfahrungen gebe es bisher jedoch nicht.
Der größte Vorteil dieser Therapie ist, dass die Patienten nicht
permanent Medikamente einnehmen müssen. Bei der B-Zell-Depletion
gehe es darum, die Krankheit längerfristig zu kontrollieren, meint
Tony. Der Mediziner sieht auch gute Perspektiven, dass sich diese
Wirksamkeit der Behandlung möglicherweise immer mehr verlängern
lässt. Auch eine Kombination mit anderen Therapien könnte weitere
Verbesserungen bringen.
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Neuartiges
Therapiekonzept gegen chronisches Rheuma
Weidenrinde neu entdeckt
Texte français ci-dessous.
Rund 30 Millionen Menschen leiden weltweit so sehr unter
Schmerzen, dass sie täglich synthetische nichtsteroidale
Antirheumatika einnehmen und gehen damit ein vier- bis sechsfaches
Risiko ein, in der Folge an Magen- und Darmproblemen zu erkranken.
Eine gut verträgliche, wirkungsvolle Alternative steht seit kurzem
zur Verfügung: Der wieder entdeckte, heute standardisierte,
kassenzulässige Weidenrindenextrakt (Assalix®).
Menschen, die an Rheuma oder Arthrose leiden, sind ohne Medikamente
gegen Schmerzen in den normalen Aktivitäten des Lebens
eingeschränkt, können sich nur mühsam bewegen, oft kaum schlafen und
ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück. «Zentral in der Therapie
dieser Menschen ist die Bewegung», sagt Dr. Simon Feldhaus von der
Aeskulap-Klinik in Brunnen. «Und zwar die aktive wie die passive
Bewegung mit Hilfe unter anderem von Physio- und Feldenkraistherapie.
Das ist nur möglich, wenn die Betroffenen eine ausreichende
Schmerzmedikation haben. Diese Medikamente müssen oft über Monate,
Jahre oder manchmal bis ans Lebensende eingenommen werden; eine gute
Verträglichkeit ist deshalb zwingend.»
Zunehmend erkennbare Risiken synthetisch hergestellter
nichtsteroidaler Antirheumatika haben das Interesse an Altbewährtem,
am Weidenrindenextrakt erneuert. Weidenrindenextrakte haben in der
Medizin eine lange, abwechslungsreiche Geschichte: Hippokrates
empfahl Weidenrinden-Abkochungen bei Wundschmerzen und Verletzungen
und auch Hildegard von Bingen kam im 12. Jahrhundert nicht ohne
Weidenrinde aus. Im 19. Jahrhundert befassten sich viele
wissenschaftliche Studien mit dem aus der Weidenrinde gewonnen
Wirkstoff Salicin und man wusste bereits, dass aus ihm im Körper
Salicylsäure entsteht. Schliesslich gelang es den Wirkstoff
synthetisch herzustellen, wobei seine direkte Verabreichung eine
schlechte Magenverträglichkeit aufwies. Durch die Acetylierung wurde
dieser Effekt verbessert. Die teure Rohstoffgewinnung entfiel bei
der synthetischen Herstellung und die Medikamente standen plötzlich
in grosser Menge zur Verfügung. So kam es, dass der
Weidenrindenextrakt in die Vergessenheit versank.
1996 und 1997 untersuchte W. Schaffner von der Universität Basel die
Wirkung von Weidenrindenextrakt bei der Behandlung rheumatischer
Erkrankungen und rückte damit den Wirkstoff wieder in das Interesse
der medizinischen Forschung. In verschiedenen Studien wurden seither
Wirksamkeit und Verträglichkeit des Weidenrindenextraktes bei über
5'500 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen und
arthrosebedingten Knie- und Hüftbeschwerden nachgewiesen. Diese
guten Resultate sind auch darauf zurück zu führen, dass der
Weidenrindenextrakt nicht nur Salicin enthält, sondern noch viele
andere Substanzen, unter anderem Flavonoide und Procyanidine, die
eine antioxidative Schutzwirkung haben und als Radikalfänger wirken.
Es ist das Vielstoffgemisch, das die entzündungshemmende Wirkung auf
mehreren Ebenen erzeugt. Weidenrindenextrakt wirkt dort wo der
Schmerz entsteht, indem es die Entzündung, welche über die
Freisetzung von Substanzen, die zu Schmerzen führen, hemmt.
Gewinnung von Weidenrindenextrakt
Es gibt etwa 500 Species der Gattung Weidenbaum. Seine Rinde enthält
1,5 bis mehr als 11 Prozent Salicin. Besonders reich an Salicin und
deshalb für die Herstellung des Medikaments geeignet, ist die
Purpur- (Salix purpurea) und die Reifweide (Salix daphnoides). In
Kulturen werden die Pflanzen an besonders ausgewählten Standorten
gezüchtet, denn die Beschaffenheit von Boden und Klima haben ebenso
eine Auswirkung auf die zu erntenden Wirkstoffe wie der Zeitpunkt
der Ernte und das Vorgehen bei der Trocknung. Im ersten Jahr werden
Stecklinge (einjährige Triebe) gesteckt und bereits im folgenden
Jahr kann mit der Ernte begonnen werden. Da immer nur die
einjährigen Triebe geerntet werden, kann dies jährlich wiederholt
werden.
Durch diesen Anbau wird bereits eine homogene Qualität des
Ausgangsmaterials erreicht. Die gleichmässige Zusammensetzung der
Inhaltsstoffe gewährt die Qualitätseingangskontrolle vor der
Verarbeitung.
Modernes Schmerzmanagement
Dr. Simon Feldhaus erläutert sein umfassendes Schmerzmanagement:
«Hat der Patient sehr starke Schmerzen, verschreibe ich ihm zu
Beginn eine Kombination von Weidenrindenextrakt und einem
synthetisch hergestellten Schmerzmittel. Nach 2 bis 4 Wochen kann
man das synthetische Medikament meist absetzen. Wichtig ist
ausserdem, dass man versucht, am schmerzerzeugenden Prozess etwas zu
verändern. Arthrosepatienten haben zum Beispiel entweder ursächlich
oder als Folge der Erkrankung eine Fehlstatik. Hier helfen oft nach
millimetergenauer Ausmessung hergestellte Schuheinlagen. Ist die
Fehlstatik so gut als möglich korrigiert, kann sich der Patient
besser bewegen. Rheumapatienten empfehle ich die mediterrane
Ernährung mit möglichst wenig Fleisch, dafür mit viel Fisch wegen
deren entzündungshemmenden Omega 3 Fetten. Als Ergänzung setzen wir
die physikalische Medizin (Bäder) ein. Es gilt auch, den Menschen in
seinem Umfeld zu betrachten und abzuklären, warum ein Schmerz
plötzlich nicht mehr zu ertragen ist. Eventuell ist auch eine
psychologische Betreuung hilfreich.»
Nicht jeder Schmerz bedarf gleich einer Abklärung oder einer
Therapie. Hält der Schmerz jedoch länger als eine Woche an oder
schränkt er die Betroffenen in Alltagssituationen ein, ist eine
ärztliche Untersuchung angezeigt. Denn Schmerz, der ein durchaus
sinnvolles Warnsignal des Körpers ist, hat dann jeglichen Sinn
verloren. Auch ein Schmerz, der über Jahre gut zu ertragen war und
plötzlich zugenommen hat, muss abgeklärt werden. Nicht zuletzt um
neue Erkrankungen auszuschliessen .

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Redécouverte de
l'écorce de saule : un concept unique dans le traitement des
rhumatismes chroniques
Quelque 30 millions de personnes souffrent dans le monde entier
de douleurs suffisamment pénibles pour nécessiter un traitement
quotidien aux antiinflammatoires non stéroïdiens, ce qui multiplie
par six le risque de subir des complications gastro-intestinales.
Une bonne alternative efficace et bien tolérée a été redécouverte
récemment: l'extrait d'écorce de saule (Assalix®). Ce médicament est
désormais disponible et remboursé par les caisses.
Sans traitement des douleurs, les personnes souffrant de rhumatisme
ou d'arthrose sont limitées dans leurs activités de la vie
quotidienne, ont des difficultés à effectuer les mouvements
nécessaires et à se déplacer, peuvent souvent à peine dormir et se
retirent peu à peu de la vie sociale. «Dans le traitement de ces
patients, le mouvement constitue un aspect tout à fait central»,
explique le Dr Simon Feldhaus de la clinique Aesculap à Brunnen. «Il
faut s'efforcer d'améliorer la motricité active et passive, entre
autres à l'aide de la physiothérapie et de la méthode Feldenkrais.
Or, cela n'est possible que si les personnes concernées sont
suffisamment traitées contre les douleurs. Considérant que les
antalgiques doivent souvent être pris pendant des mois, des années
ou même parfois jusqu'à la fin de la vie, il est absolument
essentiel qu'ils soient bien tolérés».
Face aux risques observés de plus en plus clairement en association
avec les antiinflammatoires non stéroïdiens de fabrication
synthétique, l'extrait d'écorce de saule - un médicament éprouvé -
gagne à nouveau en importance. L'histoire de l'utilisation médicale
des extraits d'écorce de saule est longue et mouvementée: Hippocrate
recommandait des infusions d'écorce de saule contre les douleurs
dues aux plaies et blessures, Hildegard von Bingen avait recours aux
vertus de ce remède au XIIe siècle, et le XIXe siècle a apporté de
nombreuses études scientifiques sur la substance extraite de
l'écorce de saule, la salicine, dont on savait alors déjà qu'elle
était transformée par le corps en acide salicylique. Finalement, il
est devenu possible de synthétiser l'acide salicylique en
laboratoire. Toutefois, le médicament administré sous cette forme
était mal supporté par l'estomac. Ce problème a pu être atténué par
l'acétylation de l'acide salicylique. La fabrication synthétique
ayant permis d'éviter les grands frais liés à l'obtention des
matières premières, ces médicaments ont été disponibles rapidement
en grandes quantités. Dès lors, l'extrait de l'écorce de saule est
tombé dans l'oubli.
En 1996 et 1997, W. Schaffner de l'Université de Bâle a étudié les
propriétés de l'extrait d'écorce de saule dans le traitement des
maladies rhumatismales, et redirigé ainsi l'intérêt scientifique
vers ce médicament. Depuis, différentes études ont démontré
l'efficacité et la bonne tolérance de l'extrait d'écorce de saule
auprès de plus de 5500 patients souffrant de douleurs dorsales
chroniques ou de douleurs dues à une arthrose du genou ou de la
hanche. Ces bons résultats sont dus entre autres au fait que
l'extrait d'écorce de saule contient non seulement de la salicine,
mais également une série d'autres substances (entre autres des
flavonoïdes et des procyanidines) faisant fonction d'antioxydants et
de capteurs de radicaux. C'est tout l'ensemble de ce mélange qui
exerce les effets antiinflammatoires à plusieurs niveaux. L'extrait
d'écorce de saule agit en périphérie - là où la douleur se produit -
en combattant l'inflammation (dont les mécanismes englobent la
libération de substances qui provoquent des douleurs).
Obtention de l'extrait d'écorce de saule
Il existe environ 500 variétés de saule. Leur écorce contient 1,5 %
à plus de 11 % de salicine. Les variétés pourpre (Salix purpurea) et
daphné (Salix daphnoides), dont l'écorce est particulièrement riche
en salicine, sont utilisées pour la fabrication du médicament. Les
arbres sont cultivés dans des emplacements sélectionnés avec soin,
car le sol et le climat ont tout comme le moment de la récolte et le
processus de séchage une grande influence sur les substances actives
obtenues. Les plants (pousses d'un an) sont implantés la première
année, et la récolte peut commencer dès la deuxième année. Étant
donné que la récolte ne concerne toujours que les pousses d'un an,
le procédé peut être répété chaque année.
Cette forme de culture en plantations permet d'atteindre une qualité
homogène des matières premières. Un contrôle de la qualité de la
matière brute avant son traitement assure une composition équilibrée
des substances contenues.
Prise en charge moderne des douleurs
Le Dr Simon Feldhaus explique comment il traite les douleurs dans
une approche globale: «Si le patient souffre de douleurs très
importantes, je prescris au début une association d'extrait d'écorce
de saule avec un antalgique de fabrication synthétique. Au bout de 2
à 4 semaines, il est généralement possible d'abandonner le
médicament synthétique. En outre, il est important d'influencer un
peu le processus responsable des douleurs. Les patients souffrant
d'arthrose, par exemple, présentent des troubles statiques (soit
initialement en tant que facteur d'origine de la maladie, soit de
façon secondaire suite à la maladie). Ici, des orthèses fabriquées
sur mesure avec une précision minutieuse peuvent s'avérer utiles. Si
les troubles statiques sont corrigés dans toute la mesure du
possible, le patient a moins de difficultés à marcher. Chez les
patients souffrant de rhumatisme, je recommande une alimentation
méditerranéenne avec aussi peu de viande que possible, mais avec
beaucoup de poisson (qui contient des acides gras oméga 3 aux effets
antiinflammatoires). Le traitement est complété par des séances de
médecine physique (bains). Il faut également comprendre le patient
dans son environnement et explorer pourquoi une douleur n'est
soudainement plus supportable. Une prise en charge psychologique
peut éventuellement contribuer au succès.»
Toutes les douleurs n'exigent pas nécessairement un diagnostic
approfondi ou un traitement, mais des douleurs qui persistent plus
d'une semaine ou limitent les activités quotidiennes requièrent un
examen médical. En effet, si la douleur est un signal d'alarme
réellement utile dans une situation aiguë, elle perd tout son sens
en se prolongeant ou en invalidant le patient. Un diagnostic médical
est nécessaire également - ne serait-ce que pour exclure une
nouvelle maladie - si une douleur restée facilement supportable
pendant des années s'intensifie brusquement.
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Computer unterstützt Therapie von Rheumapatienten
TU-Wien-Entwicklung hilft Ärzten bei Diagnose von
rheumatoider Arthritis
Zur Unterstützung der Behandlung der rheumatoiden Arthritis haben Forscher
der Technischen Universität Wien (TU) ein Verfahren entwickelt, das erstmals
die rechnergestützte Analyse von Röntgenbildern ermöglicht. Darüber hinaus
findet es Gelenke automatisch und somit das Fortschreiten vorhandener
Knochenschäden. Die Entwickler hoffen, dass die Methodik die Therapie von
Rheumapatienten revolutioniert und Ärzten bei der Diagnose der Erkrankung
hilft. Die rheumatoide Arthritis ist eine chronische Krankheit. Sie führt zu
wiederkehrenden, sehr schmerzhaften Entzündungen der Gelenke. Die Folge sind
schwere Gelenksschäden, die zur körperlichen Behinderung führen.
Die Methodik wurde im Rahmen einer Diplomarbeit von Georg Langs von der
Arbeitsgruppe Mustererkennung und Bildverarbeitung (PRIP)
http://www.prip.tuwien.ac.at des Instituts für Rechnergestützte Automation
in Zusammenarbeit mit Philipp Peloschek von der Universitätsklinik für
Radiodiagnostik am AKH Wien
http://www.univie.ac.at/radio/radio.htm entwickelt. "Einem Computer
beizubringen, kranke von gesunden Gelenken zu unterscheiden, war nicht nur
faszinierend, sondern für uns Mediziner auch überraschend einfach", erklärte
Peloschek. Konventionelle Methoden zur Beurteilung von Schädigungen seien
zeitaufwändig und ungenau. Jetzt könnten sich Ärzte auf die Interpretation der
vom Computer ermittelten Ergebnisse konzentrieren.
Dafür muss der Computer allerdings aus den Erfahrungen des Arztes erst
lernen. Während einer von Radiologen überwachten Trainingsphase werden dem
Rechner Gelenke in verschiedenen Krankheitsstadien gezeigt. Dieser lernt, sie
selbstständig zu unterscheiden. Radiologische Kriterien können erstmals
mathematisch nachvollzogen werden, indem anatomische Formen und Strukturen für
den Computer fassbar beschrieben werden. Laut Peloschek werden genau jene
Argumente für das Vorliegen eines Knochenschadesn errechnet, die seit
Jahrhunderten von Radiologen erfolgreich verwendet werden.
Erste Untersuchungen weisen auf eine hohe Präzision des Systems hin, heißt
es weiter. Das entwickelte Verfahren spare dem Arzt Zeit und erziele
wesentlich genauere Resultate. Georg Langs erhielt für seine Diplomarbeit zur
automatischen Verlaufskontrolle rheumatoider Arthritis den mit 3.000 Euro
dotierten PRIP-Preis (Pattern Recognition Image Processing), der für
hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Mustererkennung und
Bildverarbeitung an Studierende der TU vergeben wird.

Rheumakranke in der Offensive - Fototermin
Internationaler Rheuma-Tag 12. Oktober - Patienten fordern
Mitsprache und bessere Versorgung
Am 12. Oktober ist Internationaler Rheuma-Tag. "Zwei Millionen durch Rheuma
betroffene ÖsterreicherInnen fordern ein Recht auf Mitbestimmung über ihr
eigenes Schicksal. Und ihr Recht auf optimale medizinische Versorgung, auf die
wirksamsten und sichersten Therapien", so der Präsident der Österreichischen
Rheumaliga Prim. Univ.-Doz. Dr. Attila Dunky. "Unsere Forderungen richten sich
an Politiker und andere Entscheidungsträger im Gesundheitswesen, an
Ärzteschaft, Pharmaindustrie und Forschung."
"Wir stellen zunehmend Defizite in der medizinischen Versorgung fest.
Mangelnde Information und ein fehlendes Verständnis der Öffentlichkeit für die
speziellen Bedürfnisse Rheumakranker tun ein Übriges. Die Gesundheitspolitik
trifft Entscheidungen für zwei Millionen Bürger, ohne diese ausreichend
einzubinden."
Nicht nur in Österreich, in ganz Europa machen sich daher
Rheuma-Patientenverbände stark. Gemeinsam wurde ein internationales Manifest
verfasst, das am 12. Oktober an Nationalrats-Präsident Dr. Heinz Fischer und
Gesundheits-Staatssekretär Prof. Reinhard Waneck überreicht wird (ACHTUNG
FOTOTERMINE: 12.10. 9.00 Uhr Präsidentschaftskanzlei des Nationalrats,
Parlament Tor 1, 1010 Wien; sowie 10.30 Uhr, Büro Staatssekretär Waneck,
Radetzkystraße 2, 1030 Wien). Zeitgleich erhalten weitere Mitglieder der
Bundesregierung, sämtliche Abgeordnete zum Nationalrat sowie
Gesundheitspolitiker auf Landes- und Gemeindeebene den Forderungskatalog der
Rheuma-Patienten.
Die wichtigsten Forderungen:
· Qualifizierte öffentliche Information über Rheuma und Rheumakranke
· Einbindung in politische Entscheidungen
· Strukturelle und finanzielle Fördermaßnahmen
· Qualifizierte Gesundheits- und Sozialleistungen
· Erforschung der Folgen von Rheuma für die Gesellschaft
· Chancengleichheit und freien Zugang zu Verkehrsmittel und Gebäuden
· Barrierefreiheit in Ausbildung und Berufsausübung
Anspruch auf optimale Behandlung
"Immer wieder hören wir in Österreich von Rheumakranken, die um jede
Verschreibung kämpfen müssen. Die neuen COX-2-Hemmer etwa, für Menschen mit
Arthrose oder chronischer Polyarthritis eine effektive und sehr magenschonende
Behandlung, werden von den Krankenkassen nur unter strengen Auflagen
bewilligt. Ebenso wird der Zugang zu den neuen gentechnisch hergestellten
Antikörpern (Biologicals) erschwert. Das ist eine beängstigende Entwicklung",
sagt Gisela Nowak, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied der
Österreichischen Rheumaliga und selbst Patientin.
"Auf keinen Fall dürfen diese Alternativen zu herkömmlichen NSAR (nichtsteroidalen
Antirheumatika) den Patienten aus reinen Kostengründen verweigert werden, wie
dies immer wieder von Betroffenen berichtet wird", so Nowak. Denn viele
chronisch Rheumakranke müssen ein Leben lang Medikamente mit schweren
Nebenwirkungen einnehmen. "Jede Möglichkeit einer verbesserten medikamentösen
Therapie muss daher genutzt werden", fordert die Österreichische Rheumaliga.
Auch die ärztliche Versorgung befände sich in einer "außerordentlich
kritischen Situation", so Präsident Dunky. Es stünden nur wenige
niedergelassene Rheumatologen zur Verfügung. In den Kliniken und Ambulanzen
sei die Betreuung der häufig komplexen rheumatischen Erkrankungen aus
wirtschaftlichen Gründen gefährdet. "Ich appelliere eindringlich an Politiker
und Krankenkassen, diesen Negativ-Trend aufzuhalten", so Dunky.
Den vollständigen Pressetext können Sie auf der neuen Rheuma-Website
http://www.rheuma-service.at herunterladen.
Kontakt & Anforderung des Manifests "Menschen mit Rheuma in Europa":
Gisela Nowak, Österreichische Rheumaliga, Donaufelderstraße 186/10, 1220 Wien

Herbst ist "Rheuma-Hochsaison"
Österreichs Rheumakranke machen Druck auf Ärzte und
Krankenkassen
"Mit den neuen COX-2-Hemmern wie Celecoxib1 können wir unsere Patienten
endlich mit verträglichen, magenschonenden Medikamenten versorgen, die genauso
wirksam sind wie die herkömmlichen NSAR-Rheumamittel", unterstützt Prof.
Hans-Peter Brezinschek, Rheumatologe an der Medizinischen Universitätsklinik
Graz die Forderungen von Patientenvertretern. "Gerade jetzt im Herbst leiden
die Betroffenen besonders, denn der Temperaturabfall und die Feuchtigkeit
verstärken die Schmerzempfindung."
Patienten fordern Recht auf Lebensqualität
Am 12. Oktober, dem internationalen Rheuma-Tag, machen sich Patientenverbände
in ganz Europa für die Anliegen der mehr als 103 Millionen Rheumakranken
stark. Auch die Österreichische Rheumaliga richtet an diesem Tag das
europäische Rheuma-Manifest2 an Nationalratspräsident Heinz Fischer,
Gesundheits-Staatssekretär Reinhard Waneck sowie an alle Abgeordneten zum
Nationalrat. "2 Millionen von Rheuma betroffene Österreicher fordern ein Recht
auf Mitbestimmung über ihr eigenes Schicksal. Und ein Recht auf optimale
medizinische Versorgung, auf die wirksamsten und sichersten Therapien", so der
Präsident der Österreichischen Rheumaliga Prim. Doz. Dr. Attila Dunky.
Beste Behandlung heißt auch modernste Medikamente
"Jede Möglichkeit einer verbesserten medikamentösen Therapie muss genutzt
werden", verlangt die Rheumaliga. Rheuma ist eine chronische Erkrankung. Das
heißt, die Betroffenen nehmen ihre Medikamente lebenslang tagtäglich ein.
"Daher spielen neben der Wirkung auch Verträglichkeit und Sicherheit dieser
Arzneimittel für die Lebensqualität eine entscheidende Rolle", so Brezinschek.
Eine Entzündung ist die Antwort des Körpers auf eine Gewebsschädigung.
Dabei werden von den Körperzellen Fettsäure-Vorstufen gebildet und
ausgeschüttet. Über mehrere Zwischenschritte gelangen sie zum Schlüssel-Enzym
Cyclooxygenase, das die Fettsäuren durch Anlagerung von Sauerstoffatomen zu
Prostaglandinen abbaut. Je nach Cyclooxygenase-Typ (COX-1 oder COX-2)
entstehen dabei unterschiedliche Prostaglandine. Prostaglandine sind jedoch
nicht nur für krankhafte, sondern auch für ganz normale Vorgänge im Körper
verantwortlich und wichtig." Jahrelang war die Wissenschaft der Ansicht, dass
die Bildung von Prostaglandinen von nur einem Enzym abhängt, der sogenannten
Cyclooxygenase. "Seit kurzem weiß man jedoch, dass sich hinter der
Cyclooxygenase 2 Enzyme verbergen: Das 'gute' COX-1 und das 'schädliche'
COX-2. COX-1 schützt die Schleimhäute in Magen und Darm, regt die
Nierendurchblutung an und reguliert den Blutdruck. COX-2 ist für die Auslösung
und Verstärkung von Entzündung und Schmerz verantwortlich", erklärt der
Rheumatologe. Prof. Hans-Peter Brezinschek: "Der COX-2-Hemmer Celecoxib1
beeinflusst gezielt das schädliche Prostaglandin, das die Entzündung und den
Schmerz verursacht, und schont gleichzeitig den Magen- Darmtrakt.
Schwerwiegende Nebenwirkungen wie z.B. Magengeschwüre oder -blutungen können
weitgehend vermieden werden."
NSAR hemmen beide COX-Enzyme
So ist es auch zu erklären, weshalb die herkömmlichen Rheuma-Medikamente (nichtsteroidale
Antirheumatika, NSAR) zu schweren Nebenwirkungen im Magen-Darmtrakt führen
können: Sie hemmen beide COX-Enzyme, also auch das 'gute' COX-1, das für die
Bildung der zell- und gewebsschützenden Prostaglandine zuständig ist. Magen-
und Darmgeschwüre, Magendurchbrüche, Blutungen im Verdauungstrakt,
Nierenfunktionsstörungen bis hin zu Nierenversagen können besonders bei
längerer Einnahme die schwerwiegenden Folgen sein.
In Österreich leiden rund 2 Millionen Menschen an rheumatischen
Beschwerden. Etwa 800.000 davon sind von der sog. Osteoarthrose betroffen,
einer Abnützungerscheinung der Gelenke und Knochen. Eine weitere Form ist die
chronische Polyarthritis (rund 80.000 Betroffene), eine Entzündung, die meist
äußerst schmerzhaft verläuft und zu schweren, irreversiblen
Gelenksveränderungen führen kann.
Alt und jung betroffen
Die Volkskrankheit Rheuma gilt gemeinhin als 'Geißel des alten Menschen'. Doch
auch Junge wie die heute 33jährige Daniela L. aus Oberösterreich sind
betroffen: "Als bei mir chronische Polyarthritis diagnostiziert wurde, war ich
21 Jahre alt und begeisterte Turnierreiterin. Die Diagnose kam wie ein Blitz
aus heiterem Himmel zuerst konnte ich es gar nicht fassen. Ich hatte niemals
damit gerechnet, so jung so schwer zu erkranken und wusste auch kaum etwas
über Rheuma. Doch mit den Jahren lernte ich, die Krankheit in Kauf zu nehmen
und mein Leben entsprechend anzupassen. Meine Beschwerden schränken nicht nur
das Privat- und Berufsleben stark ein. Ich nehme seit vielen Jahren starke
Medikamente, die zum Teil unangenehme und schwere Nebenwirkungen haben. Es gab
aber bisher keine Alternative, da ich in erster Linie jeden Tag die quälenden
Schmerz bekämpfen muss sonst bin ich überhaupt nicht in der Lage, meinem
Beruf nachzugehen und wenigstens einige Hausarbeiten zu erledigen."
Ähnlich geht es Rosa S. aus Wien, 65, die an Osteoarthrose des Kniegelenks
leidet und bisher mit herkömmlichen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR)
behandelt wurde. Sie muss außerdem täglich drei weitere Tabletten schlucken,
weil sie bereits eine tiefe Beinvenenthrombose hatte. Da sie die NSAR seit
mehreren Jahren einnimmt und schon einmal ein Magengeschwür hatte, verschreibt
ihr der Arzt zusätzlich ein Magenschutz-Medikament.
"Für diese und ähnliche Fälle gibt es seit kurzem Licht am Horizont", so
Brezinschek. "Da die neuen COX-2-Hemmer das nützliche COX-1 selbst in extrem
hoher Dosierung nicht wesentlich beeinflussen, werden sie den Anforderungen
einer optimalen Rheuamtherapie wirksam und sicher vollauf gerecht."
Patienten-Hotline: 01/212 70 70
ACHTUNG NEU:
http://www.rheuma-service.at
Celebrex®
PatientInnen mit den Symptomen einer Osteoarthrose oder chronischen
Polyarthritis können Celebrex® seit April dieses Jahres unter bestimmten
Voraussetzungen kassenfrei erhalten.

Neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Rheumatologie
Fachkongress vom 6. 7. September 2001 in Aarau
Rund 50% der Schweizer Bevölkerung über 60 Jahren leidet an rheumatischen
Beschwerden. An einem Fachkongress in Aarau diskutieren Experten über neue
Behandlungs- und Heilungsmöglichkeiten. Schweizweit erstmals werden
Langzeitstudien und Langzeiterkenntnisse von schmerz- und entzündungshemmenden
und leicht verträglichen Medikamenten sowie neue Messverfahren in der
physikalischen Medizin und Rehabilitation vorgestellt. Der Kongress wird von
rund 450 Teilnehmern besucht werden.
In der Schweiz kennt jede zweite Einwohnerin und jeder zweite Einwohner
über 60 Jahren rheumatische Beschwerden. Diese erfolgen oft in Schüben und
können sehr schmerzhaft sein. Entsprechend dem Grad der Behinderung ist das
richtige Zusammenspiel der medikamentösen und der therapeutischen Behandlung
sehr wichtig.
Wirksame und gut verträgliche Medikamente
Mit der neuen Medikamentenfamilie der Anti-Cytokine konnte in der Behandlung
der Polyarthritis ein Durchbruch erzielt werden. Diese Medikamente blockieren
die entzündungsfördernden Stoffe im Blut, was beim Patienten zu einer
deutlichen Verbesserung der Lebensqualität führt. Am Fachkongress wird
schweizweit erstmals die Langzeitstudie der Universitätszentren Zürich, Basel
und Bern und deren Erfahrungen vorgestellt.
Eine der häufigsten Altersbeschwerden ist die Arthrose. Als gut verträglich
auf Magen und Darmschleimhaut gelten die neuen Medikamente Cox-2 Hemmer. Daher
werden diese Medikamente vor allem in Schmerz- und Entzündungstherapien bei
Arthrose-Betroffenen mit Risikoprofil eingesetzt. Über den zukünftigen
Stellenwert dieser und weiterer stark wirksamen Medikamente wie Opioide, die
bis anhin vorwiegend für Krebs-Patienten verschrieben wurden, wird am
Fachkongress diskutiert werden.
Neue therapeutische Messverfahren
Rheumatische Schmerzen in Gelenken und am Bewegungsapparat werden so weit wie
möglich mit Physiotherapie und physikalischen Methoden, d.h. mit Wärme-,
Kälte- und Wassertherapien behandelt. Im Rahmen von qualitätssichernden
Massnahmen wird die genaue Messung von Therapieeffekten immer wichtiger. Dabei
zeichnen sich internationale Standards ab. Ein weltweit führender Experte auf
dem Gebiet der Arthrose-Messung wird neuste Erkenntnisse und die daraus
resultierenden Konsequenzen aufzeigen.
Neue Behandlungsmöglichkeiten
Führende nationale und internationale Experten nehmen Stellung zu den neusten
Entwicklungen in ihren Fachgebieten. So wird u.a. eine neuartige Behandlung
mittels Knorpeltransplantation bei schwerer Arthrose, neue
Behandlungsmöglichkeiten bei der Wirbelsäulen-Erkrankung M. Bechterew und neue
Behandlungsstrategien für SLE-Patienten und bei unklaren Muskelerkrankungen
vorgestellt.
Verstärkte Forschung
Die World Health Organisation (WHO) ruft mit dem im Jahr 2000 lancierten
Dekret "The Bone and Joint Decade" auf, im aktuellen Jahrzehnt auf dem Gebiet
der Rheumatologie, der Volkskrankheit Nr. 1, mehr Forschung zu betreiben. In
diesem Zusammenhang präsentieren am Freitagmorgen 24 Spezialistenteams ihre
Forschungen und Erkenntnisse in einer Plakat-Ausstellung, der sogenannten
Poster-Session. Mit diesem Vorgehen wollen die schweizerischen
Fachgesellschaften nicht nur die drei besten Arbeiten prämieren, sondern auch
die Forschung markant stimulieren.
Wirtschaftliche Bedeutung für den Kanton Aargau
"Der Veranstaltungsort Aarau passt hervorragend zur Bedeutung der
Rheumatologie und Rehabilitation im Kanton Aargau", erklärt Robert Theiler,
Chefarzt der Rheumaklinik des Kantonsspitals Aarau. Mit den fünf
Kompetenzzentren, den Rehabilitationsklinken Baden, Belliken, Rheinfelden,
Schinznach und Zurzach, sei dieser Bereich zudem ein wichtiger
wirtschaftlicher Faktor für den Kanton. Das Angebot würde zu rund 50% von
ausserkantonalen Gästen genutzt. Als bemerkenswert für den gewählten
Kongressort qualifiziert er den Charme der Stadt Aarau und deren Umgebung.

Rheuma-Experten: Risikopotenzial von Medikamenten wird
unterschätzt
Osteoarthrose-Studie bestätigt Überlegenheit von Celecoxib
gegenüber NSAR
"Jeden Tag werden in Europa rund 400 PatientInnen
wegen durch Rheuma-Medikamente verursachter Magen-Darm Blutungen notfallmäßig
in ein Krankenhaus eingeliefert. Jeder Zehnte stirbt daran." Mit diesen
alarmierenden Zahlen machte Professor Dr. Frank McKenna, Manchester/Großbritannien,
auf dem Europäischen Rheumakongresss EULAR (European League Against
Rheumatism) in Prag auf ein wachsendes Gesundheitsproblem aufmerksam: Die Zahl
der Betroffenen steigt weltweit, trotzdem werden moderne und deutlich besser
verträgliche Rheuma-Medikamente wie die selektiven COX-2-Hemmer nur zögernd
eingesetzt. Ärzte- und Patientenorganisationen betonten daher in Prag das
Recht auf innovative und sichere Rheuma-Therapien.
In Österreich sind insgesamt rund 2 Millionen Menschen von einer der vielen
Rheuma-Formen betroffen. Die meisten leiden am "Abnutzungs-Rheuma",
der sog. Osteoarthrose (in Österreich rund 800.000 Menschen). Etwa 10% aller
Rheuma-Patienten leiden unter einer entzündlichen Form, der sog. chronischen
Polyarthritis.
Magenblutung ohne Vorwarnung
Wirksame Rheuma-Therapien haben leider oft auch unerwünschte
Wirkungen. Übergewicht, zu wenig Bewegung und das Lebensalter sind wichtige
Risikofaktoren für Arzneimittel-Nebenwirkungen. "Der größte
Risikofaktor in der Rheuma-Therapie ist allerdings die Einnahme des
Rheuma-Medikaments selbst", so McKenna. Die sog. nichtsteroidalen
Antirheumatika (NSAR) sind die weltweit seit vielen Jahren am häufigsten
verschriebenen Rheuma-Medikamente. "Neben der erwünschten
Schmerzlinderung schädigen sie aber den oberen Magen-Darm-Trakt und die
Nieren."
Diese Nebenwirkungen wurden in der Vergangenheit oft unterschätzt. Dabei gehören
durch NSAR verursachte Magengeschwüre und -blutungen zu den häufigsten
Todesursachen im Folge einer Arthrose. Zusätzliche Brisanz erhalten diese
lebensbedrohenden Nebenwirkungen, weil sie bei mehr als der Hälfte der
Betroffenen ohne vorherige Warnsymptome auftreten. In den USA sterben jedes
Jahr rund 16.500 Patienten an NSAR-induzierten Magen-Darm-Komplikationen -
ebenso viele wie an den Folgen einer HIV-Infektion. "Im Gegensatz zu den
AIDS-Zahlen sind die 'NSAR-Opfer' in der Öffentlichkeit aber so gut wie
unbekannt", beklagte McKenna.
Erhebliche Folgekosten
Ein Problem, das die knappen Kassen der nationalen Gesundheitssysteme immer stärker
belastet, sind die durch NSAR verursachten Folgekosten für
Notfall-Behandlungen und zusätzliche Medikamente, die die unerwünschten
Nebenwirkungen der NSAR verhindern sollen (sog. Magenschutz-Medikamente). Sie
verteuern nach Angaben des Wiesbadener Rheumatologen Dr. Wolgang Bolten die
Behandlung der Osteoarthrose erheblich.
Mit dem Wirkstoff Celecoxib als weltweit erstem Vertreter der neuen
Wirkstoffgruppe der Coxibe (selektive COX-2-Hemmer) ist jetzt auch in Österreich
eine Behandlungs-Alternative verfügbar, die bei gleich guter Wirkung wie
jener herkömmlicher NSAR deutlich verträglicher und sicherer ist. Die von
der Weltgesundheitsorganisation WHO als neue Klasse von Rheuma-Medikamenten
anerkannten Coxibe blockieren im Gegensatz zu den NSAR nur das für die
Gelenkschmerzen- und -entzündungen verantwortliche Enzym Cyclooxygenase-2
(COX-2), während das "Magenschutz-Enzym" COX-1 unbeeinflusst
bleibt. (Die konventionellen NSAR machen keinen Unterschied zwischen den
beiden COX-Enzymen und blockieren beide - das schädliche COX-2 genauso wie
das "gute" COX-1.)
Anders als in den USA profitiert in Europa jedoch bislang nur etwa jeder
zehnte Rheuma-Patient von diesem Fortschritt. In Österreich liegt dieser
Anteil sogar noch unter 5%. Das müsste nicht so sein: Seit 1. April dieses
Jahres ist der 1x täglich in einer Dosis von 200mg einzunehmende COX-2-Hemmer
mit dem Wirkstoff Celecoxib für PatientInnen mit chronischer Polyarthritis
sowie für Osteoarthrose-PatientInnen unter bestimmten Voraussetzungen
kassenfrei erhältlich.
SUCCESS-Studie: Rheuma-Therapie muss nicht auf den Magen schlagen!
Auf dem Europäischen Rheumakongress EULAR wurde letzte Woche die mit 13.274
PatientInnen weltweit größte Studie an Personen mit degenerativem
"Abnutzungs-Rheuma" (Osteoarthrose) vorgestellt: die SUCCESS-Studie
(Successive Celecoxib Efficacy and Safety Study). Sie dokumentiert
eindrucksvoll, dass mit innovativen Arzneimitteln deutlich sicherere und verträglicherere
Therapien möglich sind: Der hochselektive COX-2-Hemmer Celecoxib führte
ebenso gut zum Abklingen des Gelenkschmerzes wie die beiden weltweit
meistverschriebenen NSAR-Standardmedikamente. Gleichzeitig gab es jedoch
signifikant weniger unerwünschte Magen-Darm-Probleme wie Dyspepsie,
Oberbauchschmerzen und Verstopfungen bis hin zu Magengeschwüren, -blutungen
und Magendurchbrüchen.
"Während der 12-wöchigen Behandlung wurde unter Celecoxib die
Häufigkeit von Magengeschwüren um 87,5% gegenüber den
Vergleichsmedikamenten gesenkt", betonte Professor Dr. Johannes Bijlsma,
Universitätsklinik Rotterdam. "Wir kennen diese Probleme schon lange.
Nun können wir sie endlich auch vermeiden", so der US-Gastroenterologe
Professor Dr. Jay Goldstein, Chicago.
Sehr viele ältere Rheuma-Patienten leiden auch unter Bluthochdruck. Für sie
ist wichtig, dass sich die Blutdruck-senkende und die antirheumatische
Behandlung nicht gegenseitig negativ beeinflussen. Laut Studienleiter
Professor Dr. Andrew Whelton, Hunt Valley/USA, verhält sich der selektive
COX-2-Hemmer Celecoxib in dieser Hinsicht ebenso unauffällig wie die
Vergleichs-NSAR. Ein zweiter jetzt verfügbarer selektiver COX-2-Hemmer mit
dem Wirkstoff Rofecoxib zeigte dagegen im direkten Vergleich signifikant mehr
Fälle von Knöchelödemen und systolischen Blutdruck-Steigerungen.

Gelenksrheuma belastet Journalistenfinger
Lob für neues Medikament auf Rheumatagung
Fingergelenksrheuma führt bei Journalisten zur Arbeitsunfähigkeit, so das
Ergebnis eines mehrtägigen Seminars, das heute, Freitag, in Blumau/Steiermark
zu Ende gegangen ist. Die Tagung wurde vom Österreichischen Journalisten Club
(ÖJC) http://www.oejc.at ,
Pharmacia Austria www.pharmacia.at und Pfizer Med-Inform veranstaltet. Im
Vordergrund standen neben Vorträgen und Workshops die Risiken der
Rheumabehandlung mit traditionellen Antirheumatika (NSAR).
"Fingergelenke sind nach Hüfte und Knie die dritthäufigsten von
Rheuma betroffenen Gelenke", so Hans-Peter Brezinschek von der
Medizinischen Universitätsklinik Graz. Besonders drastisch wirke sich diese
Erkrankung auf die schreibende Zunft aus. Die übliche Rheumabehandlung
erfolgt mit Antirheumatika wie NSAR. "Zu den Nebenwirkungen zählen aber
Blutungen und Verletzungen im oberen Gastrointestinaltrakt und Schädigungen
der Niere", erläuterte Eckhard Beubler vom Institut für Experimentelle
und Klinische Pharmakologie der Universität Graz.
Eine neue Medikamentengruppe, so genannte COX-2-Hemmer http://www.mednet-rheuma.de
, weisen nach Ansicht Beublers deutliche Vorteile auf. Mit den selektiven
COX-2-Hemmer sei es erstmals möglich, das "gefährliche" COX-2 in
seiner Aktivität zu hemmen und so Schmerzen und Entzündungen zu lindern,
ohne gleichzeitig das "wirkungsvolle" COX-1 in seiner magen- und
nierenschützenden Funktion zu beeinträchtigen. Dieses Ergebnis wurde auch
von Gastroenterologen bestätigt. http://www.medicine-worldwide.de/krankheiten/rheuma/index.html
Aktuelle Studien zu COX-2-Hemmern werden auch nächste Woche am EULAR, dem
weltweit größten Rheumatologie-Kongress in Prag, zentrales Thema sein.
