Sufismus: eine mystische Strömung des Islam
Internationale Fachtagung der Religionswissenschaft in Bremen
Um den Sufismus geht es bei der internationale Konferenz "Global
Networking and Locality: Sufis in Western Societies",. Sie wird von
den Bremer Religionswissenschaftlern unter Leitung von Professorin
Gritt Klinkhammer vom 30. September bis 2. Oktober 2005 organisiert.
Ort der öffentlichen Veranstaltung ist das Gästehaus der Uni auf dem
Teerhof. Sufismus (mystischer Islam) ist eine Strömung des Islam, die
sich über verschiedene Migrationsbewegungen gen Westen verbreitet hat.
Unabhängig davon findet sie bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts
ihre Anhänger unter Westlern. Die teilnehmenden Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler aus Canada, Amerika, Großbritannien, Norwegen, den
Niederlanden und Deutschland versuchen in ihren Vorträgen und
Diskussionsbeiträgen der Faszination und Überzeugungskraft des
Sufismus nachzuspüren.
Dabei wird die globale Vernetzung der sufischen Bruderschaften über
verschiedene Nationen und Kulturen hinweg, die Mittel und Wege zum
Austausch und Zusammenhalt, den zentralen Aspekt der Konferenz
darstellen. Der gegenseitige Einfluss zwischen dem ursprünglichen
Herkunftsland und dem jeweiligen Aufnahmeland des Sufismus steht dabei
ebenso zur Debatte wie die erkennbare Suche nach neuen religiösen
Erfahrungen und nach Authentizität im Westen.
Die Untersuchung dieser globalen religiösen Bewegungen ist ein relativ
neues Forschungsgebiet in der Thematik von Migration, Religion und der
Geschichte des Islam im Westen. Insofern dient dieser internationale
Austausch vor allem der Förderung und Verknüpfung der bisherigen und
aktuellen Forschungen. Besonders spannend ist dabei die
interdisziplinäre Zusammensetzung dieses Treffens, bei dem namhafte
Religions- und Islamwissenschaftler, aber ebenso Soziologen,
Psychologen und Ethnologen referieren.
Den Eröffnungsvortrag hält der Globalisierungsexperte der University
of Ottawa Peter Beyer unter dem Titel "Glocalization of Religions:
Plural Authenticities at the Centres and at the Margins". Die
Konferenzsprache ist Englisch. Die Teilnahme an der Fachtagung ist
kostenfrei; eine Anmeldung aber erforderlich: bei Uta Gentsch,
Sekretariat Religionswissenschaft, Uni Bremen, Tel. 0421-218-3287,
Fax: 0421-218-7491 oder E-Mail
gentsch@uni-bremen.de

Interreligiöse Gedenkstunde für die Opfer
der Flutkatastrophe
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel laden
für Mittwoch 19. Jänner 2005 zu einer interreligiösen Gedenkstunde für die Opfer
der Flutkatastrophe in Südostasien ein. Diese Gedenkstunde wird am Mittwoch, 19.
Jänner 2005 im Großen Redoutensaal der Wiener Hofburg um 15.00 Uhr stattfinden.
Für diese Gedenkveranstaltung sind Ansprachen des Bundespräsidenten und
Bundeskanzlers geplant, wobei der religiöse Programmteil von der Vorsitzenden
des Ökumenischen Rates der Kirchen Österreichs, Oberin Prof. Christine Gleixner,
mit den beteiligten Religionsgemeinschaften koordiniert wird. Eine Einladung zu
der interreligiösen Gedenkstunde ist auch an den Präsidenten des Nationalrates
Dr. Andreas Kohl, an den Präsidenten des Bundesrates Mag. Georg Pehm, an alle
Abgeordneten des Nationalrates und Bundesrates und an die an Hilfsaktionen
beteiligten NGOs ergangen.

Alphacross - das christliche
Internetportal
Am 24. Dezember startet das christliche Online-Portal Alphacross. Unter
der Internet-Adresse
www.alphacross.de bietet die neue Seite pünktlich zu Weihnachten den Usern
einen umfassenden christlichen Termin-Service, die Möglichkeit zur
Kontaktaufnahme mit anderen Christen aus ganz Deutschland oder der eigenen
Region sowie einen kostenlosen Flohmarktbereich. Darüber hinaus gibt es bei
Alphacross die Möglichkeit, das eigene Profil mit vielen Details und Fotos zu
gestalten. Viele weitere Features runden das Angebot ab und machen einen Besuch
auf der aufwändig gestalteten Seite mit moderner und gleichzeitig angenehm
ruhiger Optik zu einem Anlaufpunkt nicht nur für Christen und
Gemeindemitglieder.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal von Alphacross ist der umfassende und
übersichtlich gestaltete Nachrichtenbereich. Er bietet ständig aktualisierte
Meldungen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, von den Brennpunkten und
Krisenherden der Welt, aus der Welt der Prominenten, der Wissenschaft und
natürlich aus dem Sport.
Schon seit acht Monaten laufen die Vorbereitungen für das aufwändige und
ehrgeizige Projekt auf Hochtouren. Verantwortlich für Alphacross ist der
Solinger Unternehmer Holger Herweg, der mit seiner Firma Herweg GmbH die Seiten
konzipiert hat und nach dem Start mit einem mehrköpfigen Team für die
regelmäßige Aktualisierung und eine umfassende Betreuung der Seiten sorgen
wird.
Das Besondere: Im großen Gemeinde-Portal können sich christliche Kirchen
kostenlos anmelden, ihre persönlichen Seiten erstellen und künftig alle ihre
Termine einer breiten Öffentlichkeit mitteilen. Mitglieder der Gemeinde können
sich Nachrichten schreiben und Termine und Gottesdienste ihrer "Heimatgemeinde"
schnell und ohne großen Aufwand online finden. Wessen Gemeinde noch kein
Mitglied ist, der kann nachhelfen: Schnell und einfach die
Gemeinde-Anmeldungsinfo als PDF-Dokument herunterladen und den zuständigen
Ansprechpartnern zukommen lassen - um ihnen das Projekt schmackhaft zu machen.
In Kooperation mit dem Onlinevertrieb all4move soll künftig auch ein
Musik-Downloadshop zum Angebot gehören, auf dem zahlreiche Künstler, Bands und
Labels der christlichen Musikszene aus aller Welt zu finden sein werden.
Alphacross spricht junge Christen mit hoher Affinität zu den neuen Medien an
- aber auch ältere oder kranke Menschen, die auf diese Weise von Zuhause die
Termine ihrer Gemeinde einsehen und mit anderen Christen Kontakt aufnehmen
können.
Die wichtigsten Elemente von Alphacross in der Übersicht:
- Kostenlose Anmeldung für User und Gemeinden
- eigener Benutzername, Möglichkeit zum Nachrichtenversand unter
Mitgliedern und zum Erstellen einer eigenen Foto-Galerie
- Übersichtliche Suchfunktionen
- Kontaktbörse zur Suche nach Partner, Freund oder einfach
Reisebegleitung
- Flohmarkt mit Möglichkeit zum kostenlosen Einstellen von
Angeboten
- Einstellen von Gebetsanliegen
- Shopbereich mit christlichen Produkten

Salesianer erinnern: Bischof Nikolaus ist
mehr...
"Der hl. Nikolaus ist mehr als ein Symbol der Werbewirtschaft! Durch ihn
kommt die Liebe Gottes zu den Menschen. Er lehrt die Kinder, wie schön es ist zu
teilen, zu helfen und anderen Freude zu machen. Gönnen Sie ihren Kindern dieses
Vorbild." Mit diesem Aufruf wollen die Salesianer Don Boscos darauf aufmerksam
machen, dass das Fest des heiligen Nikolaus am bevorstehenden 6. Dezember eine
gute Gelegenheit ist, die Barmherzigkeit Gottes in unseren Familien und
Gemeinschaften erfahrbar zu machen. Als Heiliger des Advents verweist der
heilige Nikolaus auf das kommende Weihnachtsfest. Daher fordern die Salesianer
als Kinder- und Jugendorden: "Nehmen wir uns die Menschwerdung Gottes zum
Vorbild für unser Verhalten und entwickeln wir neu ein Gespür für unsere
Mitmenschen und die Nöte unserer Tage."
Wichtig ist den Salesianern Don Boscos beim gelebten Brauchtum die Tradition
des Jugendapostels Don Bosco, der gesagt hat: "Es genügt nicht, die Kinder zu
lieben, sie müssen es auch spüren können". Das Nikolaus-Fest ist ein Fest der
Liebe und des Glaubens in der Familie. Daher laden die Salesianer Don Boscos
dazu ein, eine eigene Nikolaus-Feier mit der gesamten Familie vorzubereiten,
jedoch ohne Angstmacherei, sondern im Bewusstsein, dass der Bischof von Myra
noch heute ob seiner Liebenswürdigkeit verehrt wird.
- Denken Sie bei kleinen Geschenken an alle Familienmitglieder und vergessen Sie
auch Eltern und Großeltern nicht.
- Sprechen Sie schon einige Tage vorher mit Ihren Kindern über das Leben des
heiligen Nikolaus.
- Im Geist des großherzigen Nikolaus können Lieder, Gebete und Geschichten über
den Heiligen gehört werden und auch kleine Geschenke sowie Süßigkeiten verteilt
werden.
- Wenn Sie selbst als Nikolaus unterwegs sind oder einen Nikolaus einladen,
beachten Sie bitte: Mit dem Heiligen soll man nicht drohen! Der heilige Nikolaus
ist ein guter Bote der Barmherzigkeit Gottes. Er kommt nicht von irgendwo,
sondern von Gott!
- Schließen Sie die gemeinsame Familienfeier mit einem "Vater unser", "Gegrüßet
seist Du Maria" und "Heiliger Nikolaus, bitte für uns!" ab und denken Sie auch
an jene, die keine Möglichkeit oder keinen Grund zum Feiern haben.
Tipp: Im neuen "Kalender der Heiligen und Namenspatrone" ist auch dem hl.
Nikolaus ein Kalenderblatt gewidmet. Dieser fröhliche immerwährende
Wochenkalender begleitet die ganze Familie durch die 52 Wochen des Jahres. Vera
Schauber/Michael Schindler: Mein Kalender der Heiligen und Namenspatrone, Don
Bosco Verlag München 2004. Preis:
15,40 Euro.

| Podiumsdiskussion: "Frauen
& Religion"
Dem spannenden Thema "Frauen & Religion" stellen sich
am Mittwoch, 1. Dezember 2004, um 18:30 Uhr, Univ.-Prof. Mag. Dr.
Ingeborg Gerda Gabriel, Vorstand des Instituts für Sozialethik an
Universität Wien, Andrea Saleh, Frauenbeauftragte der Islamischen
Glaubensgemeinschaft in Österreich, sowie Vertreterinnen weiterer
Weltreligionen (angefragt).
Moderation: Eva Meindl
Begrüßung und Einleitung: Bettina T. Kölbl
Veranstaltungsort: Club Alpha, Stubenbastei 12/14, 2. Stock, A-1010 Wien
(U3 Station Stubentor)
Frauen & Religion
Nichts scheint für unsere Gesellschaft in den letzten Jahren so wichtig
geworden zu sein wie Religion. Tages- und Weltpolitik scheint nur noch
beeinflusst von Religions- und Glaubenszugehörigkeit gemacht zu werden.
Aktuellstes Beispiel ist natürlich der erst kürzlich stattgefundene US
Präsidentschaftswahlkampf, aber auch der Krieg im Irak und der immer
wieder auflodernde Konflikt in Israel/Palästina und die Frage, ob die
Türkei nun in die EU aufgenommen werden soll oder nicht, zeigen dass
sich unsere Gesellschaft anscheinend nur noch vom "richtigen" Religions-
und Glaubensbekenntnis beeinflussen lässt.
Sollen unsere Staaten streng säkularisiert werden - also jegliche
Symbole, die auf eine bestimmte Religion hinweisen, aus unserer
unmittelbaren Umgebung verschwinden? Ist das Tragen eines Kopftuches
wirklich so anstößlich? Müssen in österreichischen Schulen die Kreuze
abgenommen werden? Doch ist es nicht so, dass genau diese - oft banalen
- Diskussionen eigentlich von den wirklichen Problemen im Umgang mit
Religion und Glaube ablenken? Jährlich werden tausende Mädchen
aus religiösen Motiven verstummelt. Vielen Frauen wird der Zugang zu
Aufklärung und Verhütung nach wie vor nicht gewährt. Abtreibung wird
nach wie vor von so manchen religiösen Würdenträgern verteufelt und ist
Sünde.
Diese Liste könnte ins Unendliche erweitert werden und es stellt sich
doch sehr oft die Frage, welche Rolle der Frau in der Religion
eigentlich zukommt. Frauen dürfen in allen Religionen Kinder bekommen
und für die Familie sorgen. Doch mitbestimmen dürfen sie in den
seltensten Fällen. So gibt es in der katholischen Kirche nach wie vor
keine Priesterinnen. Manch andere Religionen scheinen keine so große
Angst vor der Besetzung von Ämtern mit Frauen zu haben.
Warum appelliert der Papst in seinem "Brief über die Zusammenarbeit von
Mann und Frau in der Weltkirche" an die Regierungen, "Bedingungen zu
schaffen, die dazu führen, dass Frauen ihre Pflichten in der Familie
nicht vernachlässigen müssen, wenn sie einem Job nachgehen". Wer
bestimmt denn, welche Pflichten Frauen in ihren Familien haben? Sollte
es nicht auch die Pflicht einer Relgion sein, über die Rechte von Frauen
in Zusammenhang mit Familie zu sprechen. Wenn es um die Rechte von
Frauen geht, wird es in Gesellschaft, Politik, Religion etc. immer
schnell still.
Die bisherigen Ausführungen weisen schon darauf hin, dass es viele
Zugänge zum Thema "Frauen & Religion" gibt. Religion heißt für Frauen
und Männer oft etwas anderes und bedeutet auch oft etwas ganz anderes -
und das unabhängig welchem Glaubensbekenntnis sie angehören.
Verbindliche Anmeldung erbeten bis Montag, 29. November 2004 unter
giovane@alphafrauen.org
Im Anschluss an die Veranstaltung bitten wir zu einem kleinen Imbiss bei
einem gepflegten Glas Wein! |

Priester startet Anti-Weihnachtsmann-Kampagne
Santa Claus ist nicht gleich St. Nikolaus
Santa Claus, hier zu Lande recht unpersönlich als der Weihnachtsmann
bezeichnet, ist ein Marketinginstrument von Coca-Cola und hat nichts mit dem
Heiligen Nikolaus zu tun. Diese Ansicht vertritt der Frankfurter Priester
Eckhard Bieger vom Jesuiten-Orden, berichtet die Frankfurter Rundschau
http://www.fr-aktuell.de
heute, Dienstag. Um den Unterschied zwischen St. Nikolaus und Santa Claus ein
für allemal klar zu machen, hat der Priester eine Nikolaus-Initiative in
Frankfurt gestartet. Eine Nikolaus-CD klärt mit Liedern, Geschichten und
Gedichten über den Schutzpatron der Kinder auf. Aufkleber in Form eines
Verbotsschildes (Bild) sollen "weihnachtsmannfreie Zonen" schaffen.
Der Heilige Nikolaus, der traditionell in der Nacht von 5. auf 6. Dezember
Geschenke in den Stiefeln der Kinder hinterlässt, gehe auf die historische Figur
des Bischofs von Myra in Kleinasien zurück. Deshalb sei der Nikolaus auch mit
Mitra, Chormantel und Bischofsstab deutlich als Bischof zu erkennen. Santa Claus
sei hingegen nur ein Geschenkbote in kommerziellem Auftrag, so Bieger, der an
der katholischen Hochschule St. Georgen
http://www.st-georgen.uni-frankfurt.de Medienseminare für angehende
Theologen hält. Die meisten Menschen würden die beiden Figuren als eine Person
wahrnehmen. Dem wolle er entgegen treten.
Der Weihnachtsmann ist laut Bieger eine Erfindung einer norddeutschen Firma
im 19. Jahrhundert. 1930 habe der Softdrinkgigant Coca-Cola die Figur rot
eingefärbt und als Marketinginstrument entdeckt. Als solche müsse Santa Claus
auch wahrgenommen werden. Die Aktion wird von der Frankfurter
Nikolaus-Initiative gemeinsam mit dem Bonifatiuswerk
http://www.bonifatiuswerk.de
veranstaltet. Der Erlös aus CDs und Aufklebern kommt dem ambulanten
Kinder-Hospizdienst in Halle/Saale zu Gute

"Welt der Religionen" am 29. April in Eisenstadt
Am Montag, dem 29. April 2002, um 9.00 Uhr macht die gemeinsame Initiative des
ORF und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur "Welt der
Religionen" nach der krankheitsbedingten Pause von Moderatorin Christa Kummer in
Eisenstadt/Burgenland Station. "Welt der Religionen" stellt die
Glaubensgrundsätze der Weltreligionen vor und regt junge Zuschauerinnen und
Zuschauer zur Auseinandersetzung mit der eigenen und mit fremden Religionen an.
Schülerinnen und Schüler können im Kulturzentrum Eisenstadt
(Franz-Schubert-Platz 6, 7000 Eisenstadt) ein dreistündiges Programm erleben -
gestaltet von der ORF-TV-Religion. Die ehemalige AHS-Religionslehrerin und
ORF-Wetterpräsentatorin Christa Kummer führt durch das Programm. Am Dienstag,
dem 30. April, findet dann im Bundesland Wien die nächste Veranstaltung statt.
"Welt der Religionen" beginnt um 9.00 Uhr im Cineplexx Palace (Wagramer Straße
2, 1222 Wien). In der zweiten Maiwoche macht die "Welt der Religionen"-Tour am
Montag, dem 6. Mai, um 9.00 Uhr Station in der Cineplexx World Villach (Maria-Gailer-Straße,
9500 Villach). Am Dienstag, dem 7. Mai, findet dann im Bundesland Steiermark die
nächste Veranstaltung statt. "Welt der Religionen" beginnt um 9.00 Uhr im
Cineplexx World Graz (Alte Poststraße 470, 8055 Graz). Den letzten Halt der Tour
macht die "Welt der Religionen" am Mittwoch, dem 8. Mai, um 9.00 Uhr in den
Village Cinemas Wiener Neustadt (Stadiongasse 42, 2700 Wiener Neustadt) in
Niederösterreich. Die bereits stattgefundenen Präsentationen in Salzburg, Linz,
Hohenems und Innsbruck wurden vom jungen Publikum - insgesamt 1340 Schülerinnen
und Schüler - mit großem Interesse aufgenommen.

Webauftritt als Geburtstagsgeschenk für Jesus
Livenet launcht Weihnachtsportal
Jesus Christus bekommt in der Schweiz eine eigene Geburtstags-Homepage.
Rechtzeitig vor Weihnachten launcht das christliche Internetportal Livenet
http://www.livenet.ch die
Website http://www.jesus.ch .
Laut Initiatoren will Jesus.ch in verständlicher Sprache auch dem christlichen
Glauben fernstehenden Menschen Grundinformationen über Jesus und das Christentum
bieten. Dabei werden Ideen und praktische Tipps präsentiert, bei denen der Humor
nicht zu kurz kommt.
Neben der Biographie und drei Interviews des Gottessohnes, Informationen zu
christlichen Weihnachtsbräuchen und historischen Hintergründen zur Bibel sind
auf www.jesus.ch praktische Tipps zu finden: beispielsweise zum Thema
Weihnachtsbaum oder zu Rezepten, ferner Geschenkanregungen und Interviews mit
Promis. Grundsätzlicheren Gedanken zu Weihnachten und dem Christentum stehen
lustige Fragestellungen gegenüber. Etwa "Wie geil finden Jugendliche Weihnachten
wirklich?", "Wenn schon streiten zu Weihnachten, dann wenigstens richtig!",
"Hatte Gott wirklich einen unehelichen Sohn nötig?". Mit Lebenshilfe für
brenzlige Situationen und Humor wird auch die Weihnachtsfrust-Fraktion nicht
vergessen.
Die Initiatoren sehen die Weihnachtszeit als geeigneten Moment für den ersten
Web-Auftritt Jesu. "Schließlich feiere man ja dessen Geburtstag", so Beat
Baumann, Geschäftsführer von Livenet. "Die Internetseite will den Surfer in
seiner Weihnachtsstimmung abholen, oder auch in seinem Frust, und ihm den
eigentlichen Sinn von Weihnachten und die Hauptperson Jesus näher bringen",
erläutert Baumann weiter. Nach den Feiertagen soll www.jesus.ch zu einem
umfassenden Startportal mit tagesaktuellen News, Magazin, Ratgeberseiten,
Cyberchurch und einer breiten Informationspalette über Jesus und Christsein
ausgebaut werden.
Verantwortlich für das neue Portal ist der Verein Livenet, der von der
Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA)
http://www.each.ch und dem Verband
Evangelischer Freikirchen und Gemeinden (VFG)
http://www.freikirchen.ch
getragen wird.

Ave Maria beruhigt Atmung
Rosenkranz-Beten und Mantra-Sprüche unterstützen Herz und
Lunge
Wissenschaftler der Universität Pavia behaupten, dass das Sprechen
meditativer Mantras (Anrufungsformeln in der Meditation) und das regelmäßige
Beten des Rosenkranzes Herz und Lunge unterstützen. Wie der Mediziner Luciano
Bernardi im British Medical Journal (BMJ) berichtet, bewirken Rosenkranz-Beten
und Mantra-Sprüche eine sehr rhythmische und langsame Atmung.
http://bmj.com/cgi/content/full/323/7327/1446 . Unterhielten sich 23
Probanden hingegen normal miteinander, wurde der Atem sehr unregelmäßig.
Für die Studie untersuchte das Ärzteteam um Bernardi die Wirkung des Ave
Marias in lateinischer Sprache oder eines Mantras auf die Atemfrequenz, den
Blutdruck und die cerebrale Zirkulation. Sowohl das Ave Maria als auch Mantras
verlangsamten den Atem auf sechs Atemzüge pro Minute. Laut Forschern wirkt sich
dies günstig auf das Herz aus. Die normale Atemfrequenz bei Erwachsenen beträgt
rund 18 Atemzüge pro Minute.
Bernardi vermutet, dass die Beliebtheit des Rosenkranz-Betens teilweise
darauf beruht, dass es den natürlichen Herzrhythmen des Körpers entspricht. Er
geht davon aus, dass das Rezitieren von Mantras zur Sedierung der Atmung und zur
Verbesserung der Konzentration sowie zur Beruhigung diente. Mantras werden
gewöhnlich bis zu 100 Mal, der Rosenkranz bis zu 150 Mal wiederholt. Die relativ
lange Zeit, die dafür aufgewendet wird, entspricht in etwa den
Trainingseinheiten in Fitnessstudios. Dies wiederum lässt die Forscher vermuten,
dass durch Mantras neben der geistigen auch die körperliche Verfassung
verbessert werden sollte. Als bekannt gilt auch, dass sich Atemübungen als
Entspannungstechnik bereits seit langem bewähren.

"Glauben" zum Thema gemacht
Die zweite Ausgabe des PhönixMagazins ist erschienen
Die vierteljährlich erscheinende neue Schweizer Zeitschrift für aktuelle
Themen um den Menschen und seine Umwelt - gedacht als ein Ort des
Informationsaustausches im Schnittpunkt verschiedener Disziplinen, wie
beispielsweise Ökologie, Gesundheit, Psychologie, Spiritualität, Wirtschaft,
Politik, Wissenschaft etc. - widmet sich in ihrer zweiten Ausgabe dem
Schwerpunktthema "Glauben heute".
Die Thematik ist aktueller denn je: Woran glauben wir? An die Möglichkeit
einer positiven Wandlung im Weltgeschehen? An die Wahrscheinlichkeit einer
Bewusstseinsentwicklung hin zu mehr Verantwortung im Umgang mit unserer Umwelt,
zu mehr Toleranz mit Andersdenkenden und Andersglaubenden? Oder eher an eine
Verschlechterung des Weltwirtschaftsklimas oder unserer Existenzbedingungen?
"Glauben heisst Orientierung, heisst ausrichten unserer Entscheidungen und
alltäglichen Handlungen nach dem Geglaubten, nach dem was wir wahr-haben-wollen,
was wir für "die Wahrheit" halten", erläutert die Zürcher Psychologin und
Herausgeberin Mar-Isis Ghida Ferreira, "und so veröffentlichten wir mit dieser
Ausgabe des PhönixMagazins einige Beiträge, die uns im Umgang mit
Verunsicherung, Angst und Desorientierung oder auch mit unserer Umwelt, mit
fundamentalistischen Strömungen oder mit religiösen Auffassungen bewusster und
wacher werden lassen können."
In ihrem Leitartikel weist die Herausgeberin auf "Neue Wege des Glaubens" hin
und skizziert einen neuen und fruchtbaren Umgang mit der heute weit verbreiteten
Verunsicherung, Angst und Desorientierung. Andreas Kunz von Greenpeace Schweiz
philosophiert über "Glauben und Irrglauben in der Umweltbewegung". Im Beitrag
"Die Gefahren des Glaubens - Fundamentalismus im Vormarsch" analysiert der
muslimische Pakistani Dr. Yahya Hassan Bajwa dieses weltweite Phänomen und geht
auf jüngste Ereignisse der Weltgeschichte ein. Hildegard Schmittfull,
Zentralleiterin des St.Katharina-Werkes, nimmt in ihrem Aufsatz "Kirche im
Umbruch" die Stellung des kirchlichen Glaubens in der heutigen Zeit unter die
Lupe und entwirft neue Perspektiven. Ein Beitrag des Religionswissenschaftlers
Dr. Jürg Hedinger setzt sich mit der Aktualität mystischer Erfahrungen und
religiöser Definitionen auseinander.
"Mit diesen und weiteren Beiträgen zum Thema", erklärt Redaktor Marcus
Caluori, "bieten wir den Leserinnen und Lesern ein breites Spektrum an
Möglichkeiten der Reflexion über das eigene Glauben an und hoffen natürlich auf
eine fruchtbare Auseinandersetzung mit dieser spannenden Thematik."
Das PhönixMagazin ist jetzt am Kiosk, an ausgewählten Verkaufsstellen sowie
im Abo erhältlich.

FORMAT: Kurt Krenn fordert schärfere Beobachtung des Islams in Österreich
In einem Interview mit der am Montag erscheinenden Ausgabe des
Nachrichtenmagazins FORMAT findet der St. Pöltner Bischof Kurt Krenn scharfe
Wort für den Islam und fordert eine strengere Überwachung österreichischer
Moscheen: Man müssen "den gedanklichen und begrifflichen Strukturen im Koran
mehr Aufmerksamkeit zuwenden. Es ist nicht gut, wenn wir sagen: Das sind ein
paar Fanatiker und der Koran ist generell unbedenklich. Das muß zuerst einmal
bewiesen werden."
Die Überwachung des Islams sei in erster Linie eine politische Aufgabe, so Krenn.
"Man kann nicht sagen, nur, weil das eine andere Religion ist, dürfen wir sie
nicht beobachten. Der Staat hat dazu die Pflicht. Der Islam ist ein politisches
Problem."
Der Islam sei geprägt von "einem gewissen Fanatismus und Nationalismus" und
"widerspricht den Menschenrechten" Man dürfe eine "echte Auseinandersetzung
nicht scheuen."
Denn genau dieser Auseinandersetzung habe sich die katholische Kirche bislang
entzogen. Krenn: "Wenn man über den Islam redet, meint man immer, das wäre eine
ökumenische Frage. Aber das ist es nicht. Der Islam ist eine politische Religion
und damit auch eine politische Frage - und der hat sich bei uns niemand recht
gestellt." Die Auseinandersetzung mit dem Islam brauche das Christentum nicht zu
scheuen, denn, so Krenn: "Vor allem müssen wir sagen - und das sage ich sehr
überzeugt - daß wir Christen das bessere Maß der Humanität haben."

Deutschlands erste Eventkirche öffnet ihre Pforten
Ehemaliges Gotteshaus in Langenberg wird Veranstaltungsort
- Was geschieht mit einer Kirche, die nicht mehr als Gotteshaus
gebraucht wird? Diese Frage hat sich auch die evangelische Kirchengemeinde im
bergischen Langenberg gestellt. Fünf evangelische Kirchen für die 7.300 Seelen
Gemeinde waren definitiv eine zuviel und daher wurde die 1877 erbaute "Neue
Kirche" seit 1970 nicht mehr für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen
genutzt. Nachdem das denkmalgeschützte Gebäude in den letzten Jahren aufwendig
renoviert wurde, entschied man sich dafür, aus dem Gebäude Deutschlands erste
Eventkirche
http://www.eventkirche.de zu machen.
Keine Kirche mehr
Getragen wird diese Idee von der "Initiative Neue Kirche", einer Gesellschaft
zur Vermarktung des ehemaligen Gotteshaus, der auch der Langenberger Pfarrer
Ulrich Kaiser angehört. "Eine Kirche ist streng genommen nichts anderes als ein
Veranstaltungsort. Daher haben wir uns mit unserer Idee der Eventkirche gar
nicht so weit von der ursprünglichen Bestimmung des Gebäudes entfernt", so
Pfarrer Kaiser. Er legt aber Wert darauf zu betonen, dass das Gebäude keine
Kirche mehr ist, obwohl vom Glockenturm bis zur Sakristei und der Kanzel für die
Predigt alles noch so ist, wie zu Zeiten als dort noch das Wort Gottes verkündet
wurde.
Erster Veranstaltungsort dieser Art
Die Eventkirche in Langenberg ist die erste ehemalige Kirche Deutschlands, die
als Veranstaltungsort von jedermann gemietet werden kann. Für private Feiern,
kulturelle Zwecke, Seminare, Kundenveranstaltungen von Unternehmen oder für
Vorträge wie die des Börsenmotivators Markus Frick, der am Dienstag die
Auftaktveranstaltung gestaltete, steht dieser außergewöhnliche Veranstaltungsort
zur Verfügung. "Jeder, der die Eventkirche mietet, kann hier machen was er
will", so Kaiser. Lediglich für eine Erotik-Messe oder Veranstaltungen, die
nicht mit der christlichen Ethik harmonieren, würde er den großen Schlüssel für
das Kirchenportal nicht herausgeben.
Professioneller Auftritt
Damit möglichst viele Interessenten auf das Angebot der Eventkirche aufmerksam
werden, wurde mit Hilfe einer Werbeagentur ein professioneller Marktauftritt
gestaltet. Mit einem einprägsamen Logo, Broschüren, einer Homepage im Internet
und professioneller PR-Arbeit will Karl-Wilhelm Wilkesmann, Mitgesellschafter
der Initiative Neue Kirche, die Zielrichtung verdeutlichen. "Wir wollen diesen
außergewöhnlichen Veranstaltungsort nicht nur regional, sondern bundesweit
vermarkten." Die Erfolgsaussichten für das Konzept der Eventkirche schätzt
Wilkesmann sehr positiv ein. "Solch eine einzigartige Atmosphäre in
landschaftlich reizvoller sowie zentraler Lage hat kaum ein anderer
Veranstaltungsort in Deutschland zu bieten."
Kein öffentliches Verantaltungszentrum
Wilkesmann betont, dass es nicht geplant sei, die Eventkirche als öffentliches
Veranstaltungszentrum zu betreiben. Im Vordergrund steht die Vermietung des
Gebäudes und die Vermittlung von Veranstaltungsdienstleistungen. Für Seminare
und Tagungen z.B. bietet die Eventkirche beste Voraussetzungen. Trotzdem sollen
aber auch regelmäßig öffentliche Veranstaltungen wie der Börsenvortrag von
Markus Frick in der Eventkirche stattfinden.
Damit die Eventkirche in Zukunft möglichst häufig ausgebucht ist, werden in
den nächsten Wochen gezielt Event-und Seminarveranstalter und Unternehmen
angesprochen und auf den neuen Veranstaltungsort hingewiesen. Über die
Internet-Homepage
http://www.eventkirche.de können Interessierte sich einen Einblick in die
Räumlichkeiten verschaffen und Termine direkt buchen. In der Startphase gibt es
spezielle Kennenlern-Angebote und auch für Privatpersonen, die eine
Familienfeier mit bis zu 200 Personen ausrichten wollen, werden spezielle
Arrangements angeboten.

Wiener Stadthalle wird zum größten Dom Österreichs
Für zwei Tage wird die Wiener Stadthalle jährlich zum größten Dom Österreichs.
Zur diesjährigen "Maria-Namen-Feier" am 8./9. September werden 15.000 Besucher
erwartet. Die religiöse Feier, veranstaltet vom "Rosenkranz-Sühnekreuzzug",
steht heuer unter dem Motto: "Die Schöpfung - eine Spur zu Gott".
Den Gottesdienst am Samstag, 8. September, feiert Kardinal Franz König. Der
Feier am 9. September steht der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn
vor. Insgesamt werden an den beiden Tagen etwa 15.000 Gläubige erwartet. Bei der
Feier wird der vom ORF-Journalisten Christian Rathner gestaltete Film "Das
Staunen der Wissenschaft - Gottes Spuren in der Welt" erstaufgeführt. Der
Streifen versucht eine Antwort auf die Frage zu finden, ob in der Natur Hinweise
auf die Existenz Gottes auszumachen sind. Prominente Wissenschafter wie der
Nobelpreisträger Charles Townes und der Wiener Physiker Anton Zeilinger kommen
darin zu Wort. Zusammen mit prächtigen Naturaufnahmen und meditativen Texten
entstand ein einmaliges Filmwerk mit einer Länge von 52 Minuten. Beginn der
Feier ist an beiden Tagen um 16.00 Uhr, Ende um ca. 19.30 Uhr. Der Eintritt ist
frei.
Gebet im Nachkriegsösterreich
Bei der seit 1950 begangenen "Maria-Namen-Feier" wird der vielen Jahre in
Frieden und Freiheit für Österreich gedacht. Ins Leben gerufen wurde die Feier
vom Franziskanerpater Petrus Pavlicek. Pater Petrus war besonders von
Marienbotschaft von Fatima beeindruckt. Er gründete 1947 den
"Rosenkranz-Sühne-Kreuzzug", um in den Jahren nach dem Krieg für die Freiheit
Österreichs zu beten. Die Initiative des Franziskaners fand rasch ein großes
Echo unter Hunderttausenden Katholiken. Auch die Altbundeskanzler Leopold Figl
und Julius Raab nahmen an den regelmäßigen Lichterprozessionen auf der Wiener
Ringstraße teil.
Prozess zur Seligsprechung von Pater Petrus eröffnet
Nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages im Mai 1955 weitete sich die
Gebetsgemeinschaft auch auf das Ausland aus. Heute gehören dem
"Rosenkranz-Sühne-Kreuzzug" rund 700.000 Menschen an, die für den Frieden in der
Welt beten. Für den am 14. Dezember 1982 verstorbenen Pater Petrus Pavlicek hat
Kardinal Christoph Schönborn am 13. Oktober 2000 den Prozess zur Seligsprechung
eröffnet.
Der Predigttext von Kardinal Schönborn steht im Vorfeld leider
nicht zur Verfügung.

Religiöse Zweifel nehmen Kranken Kraft
Glaubenskrisen erhöhen bei älteren Menschen Sterberisiko
Religiöse Zweifel können bei älteren Menschen während einer Erkrankung zu
einem erhöhten Sterberisiko führen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie mit 595
Krankenhauspatienten vom Duke University Medical Center
http://www.mc.duke.edu und der
Bowling Green State University (BGSU)
http://www.bgsu.edu gekommen. Frühere Studien hatten ergeben, dass sich ein
häufiger Kirchenbesuch positiv auf die Gesundheit auswirkt. Die aktuelle Studie
untersucht erstmals den Zusammenhang zwischen negativen Formen des Glaubens als
Indikatoren für eine erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit. Das Gefühl von Gott
verlassen oder bestraft zu werden, die Überzeugung, die Krankheit sei vom Teufel
verursacht und die Überzeugung, von der Glaubensgemeinschaft vernachlässigt zu
werden, wurden dabei als Schlüsselfaktoren identifiziert, berichtet das Archives
of Internal Medicine
http://archinte.ama-assn.org/issues/current/abs/ioi00736.html
Der leitende Wissenschaftler Kenneth Pargament von der BGSU erklärte, dass
der Glaube selbst statt eine Kraftquelle auch die Ursache von Problemen sein
kann. "Vorläufige Analysen der überlebenden Teilnehmer legen nahe, dass
Patienten, die über lange Zeit in ihren Zweifeln gefangen sind, eher einen
Niedergang ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit erleben, als jene die
früher einen Ausweg aus diesem Dilemma finden."
Patienten, die sich von Gott verlassen fühlten oder den Teufel für ihre
Erkrankung verantwortlich machten, hatten ein um 19 bis 28 Prozent höheren
Todesrisiko innerhalb der folgenden zwei Jahre. Geschlecht, Rasse, Diagnose,
kognitive Fähigkeiten, Unabhängigkeit im Alltag, depressive Stimmungen oder
Lebensqualität hatten dabei keinen Einfluss auf das Todesrisiko. Der Mitautor
Harold G. Koenig von der Duke University erklärte, dass die meisten Patienten
nach einer schwierigen Phase ihr Vertrauen in den Glauben wiederfänden und ihn
als Kraftquelle nutzten. Gelang diese Wiederherstellung dieses Vertrauens nicht,
kam es zu ernsten Problemen. "Diese Menschen haben große Schwierigkeiten und die
behandelnden Ärzte müssen darüber informiert sein."
Die Teilnehmer der Studie waren alle über 55 Jahre alt und wurden zwischen
Januar 1996 und März 1997 entweder in das Duke Hospital oder in das VA Medical
Center eingeliefert. 95 Prozent der Patienten waren Christen, hauptsächlich
Protestanten. Details der körperlichen und geistigen Gesundheit sowie Aussagen
zu Religiosität und Glaubenszweifeln wurden in Interviews aufgezeichnet.
Details:
http://news.mc.duke.edu/news/top_story.php

Kirche soll bei Wiederverheirateten umdenken
"Es ist Zeit, dass die römisch-katholische Kirche in Sachen Wiederverheiratete
endlich umdenkt". Dazu gründete DI Paul Ganahl aus Zell am See die Initiative
"Mehr Rechte für Wiederverheiratete". Er will damit die Doppelbödigkeit in der
römisch-katholischen Amtskirche aufzeigen: Denn Österreichs Wiederverheiratete
haben, wie alle anderen Katholiken auch, den Kirchenbeitrag zu bezahlen, obwohl
es für sie keine Rechte gibt: also weder den Empfang der Kommunion noch die
Übernahme eines Patenamtes.
In der Alpenrepublik gibt es ca. 500.000 davon Betroffene, die der Kirche
einerseits 350 Millionen Schilling an Kirchenbeitrag einbringen, aber nicht mehr
Rechte als ein Nichtkatholik haben, außer jenem, kirchlich beerdigt zu werden.
Vielseitigste Informationen zu diesem emotional hoch brisantem Thema gibt es auf
der, von Paul Ganahl unter http://www.wiederverheiratete.at/ extra zu diesem
Thema eingerichteten Homepage. Dort sind beispielsweise diverse Stellungnahmen
der einzelnen österreichischen Diözesen zur Handhabung der
Wiederverheirateten-Frage nachzulesen. So meint beispielsweise Pfarrer Egon
Pfeifer aus Seefeld "Warum kann den Wiederverheirateten nicht verziehen werden,
wenn die Kirche sogar einen reuigen Mörder losspricht?" Der Ausschuss der Pfarre
Kirchberg/ Prielach fragt sich, warum eine Kirche, die in Liebe und Vergebung
mit den Gläubigen leben sollte, gegenüber den Wiederverheirateten so
unnachgiebig ist und künstliches Leid erzeugt Diese Stellungnahme wurde auch
allen Bischöfen Österreichs heute gesandt, mit der Bitte, bei der Synode in Rom
(Oktober) sich für eine Änderung einzusetzen. Die Homepage soll laut Paul Ganahl
weiters als Forum dienen, um zwischen Betroffenen und Seelsorgern zu vermitteln.
Die Initiative schlägt jene Lösung vor, die in einigen Pfarren Österreichs
bereits gehandhabt wird, nämlich dass Wiederverheiratete nach einer gewissen
Bewährungszeit, wie in der Ostkirche, und nach Erfüllung von Verpflichtungen
gegenüber der ersten Ehe, die Möglichkeit gegeben wird, nach eigenem Gewissen
die Kommunion zu empfangen und als Pate bei Taufe und Firmung wirken können. Das
Ziel von Initiator Paul Ganahl: "Das soll in 95% der österreichischen Pfarren
möglich sein".
Die Initiative lehnt jedoch den, von der Amtskirche empfohlenen Weg, die
Kommunion in einer Nachbargemeinde entgegenzunehmen, ab. Genauso wie die
unpraktikable und entwürdigende pastorale Anweisung, als Wiederverheiratete wie
Bruder und Schwester zusammen zu leben.
Paul Ganahl ruft Österreichs Wiederverheiratete zur Erreichung obiger Ziele auf,
diese Initiative durch Unterschriftensammlungen in Ihren Pfarren zu
unterstützen. Weiters ruft er alle Seelsorger Österreichs mit der Bitte auf,
Wiederverheiratete vermehrt in die Gemeinschaft einzuladen und unter obigen
Voraussetzungen die Kommunion zu spenden. Nur bei ausreichender Unterstützung
wird man von der Amtskirche in Österreich und dem Vatikan gehört.
