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Satellitenradio bald auch in Europa
Europäer sollen aus den Fehlern in den USA lernen

Der weltweit größte Satelliten-Betreiber, SES Global http://www.ses-global.com , führt Gespräche über ein europäisches Netzwerk für ein Abonnenten-Radio. Alcatel gilt als heißer Anwärter für ein Joint-Venture mit dem Luxemburger Unternehmen. In den USA hat sich Subskriptions-Radio zu einem Renner entwickelt: 4,4 Mio. Kunden zahlen rund zehn Dollar monatlich und können dann mehr als 100 Radiosender via Satellit empfangen.

Bei SES wurde laut Media Guardian Satelliten-Radio in der diesjährigen Firmenagenda ganz weit oben platziert und für neue Satelliten-Technologien sollen Umsetzungsmöglichkeiten gesucht werden. Alcatel befindet sich bereits in einer Partnerschaft mit SES und ist Investor bei "Worldspace", einem Satelliten-Radio-Projekt in Afrika und Asien. Im europäischen Markt konnte Alcatel damit noch nicht Fuß fassen. Der US-Erfolg von Satellitenradio hat Technologie-Unternehmen ermutigt, das amerikanische Modell auch in Europa zu verwirklichen.

Der US-Satelliten-Sender Sirius besitzt nach eigenen Angaben 1,2 Mio. Abonnenten und beim Konkurrenzunternehmen XM sollen es schon 3,2 Mio. sein. Im vergangenen Oktober wurde der Radio-Moderator Howar Stern von Sirius verpflichtet. Die jährlichen Kosten für ihn und seine Show sollen sich auf 100 Mio. Dollar belaufen. pte berichtet: http://www.pte.at/pte.mc?pte=041007002 .

Sirius und XM können jedoch von den Schwächen der US-Radiolandschaft profitieren, wo es zahlreiche lokale Sender gibt, die nur einen Radius von 40 Meilen abdecken. Zusätzlich ist nur eine vorhandene Sprache ein weiterer Faktor für den Erfolg des Konzepts aus dem Weltraum. Der Europa-Launch von Satelliten-Radio ist laut Media Guardian nur eine Frage der Zeit. Von den in den USA begangenen Fehlern sollte jedoch gelernt werden, da der Wettbewerb zwischen Sirius und XM die Kosten für beide Unternehmen in die Höhe getrieben hat.
 


 

US-Radios werben um Zuhörer
Kampagne soll Vorzüge der terrestrischen Sender hervorheben

Die terrestrischen US-Radio-Stationen antworten mit einer Kampagne auf die zunehmende Bedeutung der Satelliten-Radios, berichtet das Wall Street Journal http://www.wsj.com . Die Verantwortlichen haben lange Zeit das Radio aus dem All als nicht ernstzunehmende Konkurrenz heruntergespielt, da sie der Ansicht waren, dass nur wenige Menschen für etwas zahlen würden, was sie auch gratis bekommen würden. Satelliten-Anbieter wie Sirius und XM erlangen jedoch immer größere Marktanteile und geben an, bereits vier Mio. Zuhörer zu versorgen. Zusätzlich konnten sie Moderatoren-Ikonen - u.a. auch Howard Stern, der ab 2006 für Sirius on air geht - einkaufen.

Große Radiostationen von Clear Channel Communications, Entercom Communications und Infinity Broacasting von Viacom haben sich nun für einen aktuellen 30-Sekunden-Spot zusammengeschlossen, wo sich Popsängerin Avril Lavigne und Rapper Ludacris für lokale Sender stark machen. Die Firmen widmen von ihrer Airtime mit einem geschätztem Wert von 28 Mio. Dollar für diese Promotion. Eine Printwerbung soll es ebenfalls geben. Das Ziel der Kampagne sei das Hervorheben des terrestrischen Radios als Innovationsmotor für neue Künstler und Programmformate.

Satelliten-Stationen kontern auf dieses Argument mit ihrer technischen Überlegenheit und dem größeren Angebot an Sendern. Somit sei auch eine größere Diversifizierung möglich. Terrestrische Radio-Stationen wenden sich ihrerseits an ein Nischen-Publikum, das auch die Satelliten-Radios im Visier haben, und versuchen mit spezialisiertem Angebot diese für sich zu gewinnen.

In der Realität scheiden sich jedoch die Geister. Während nach Angaben der Media-Rating-Institution Arbitron die Zahl der terrestrischen Radio-Zuhörer wöchentlich bei 94 Mio. gleich bleibt, sagen die Zuhörer selbst, dass sie weniger Zeit vor ihren Radiogeräten verbringen. Vergangenen Frühling waren es pro Woche 19 Stunden und 45 Minuten. Im Vergleich dazu betrug die Zeit vor fünf Jahren wöchentlich noch 21 Stunden.


 

Neue Lösungen für Webradios und Event-Streaming

Der unabhängige Wiener Provider Silver Server stellt neue Streaming-Services vor, die die Präsentation von Audio- und Video-Inhalten im Internet auf denkbar einfache Weise ermöglichen. Neben der Bereitstellung von Multimedia-Inhalten auf Abruf [on Demand] werden jetzt auch Lösungen für Webradios im MP3-Format sowie die komplette Abwicklung von Live-Übertragungen einzelner Ereignisse angeboten.

   Die Präsentation von Konzerten, Pressekonferenzen oder Vorträgen im Internet wird immer wichtiger und mit Silver:Event jetzt auch so einfach wie noch nie: Silver Server kümmert sich dabei vor Ort um das Encoding der Audio- und Video-Signale und die Echtzeit-Übertragung im Internet, außerdem wird der Event-Stream aktiv überwacht. Nach der Veranstaltung wird dem Kunden die Übertragung auf CD gebrannt oder auf einem Server zum Abruf zur Verfügung gestellt. Und natürlich richtet Silver Server bei Bedarf auch eine Breitbandleitung am Event-Standort ein, falls diese noch nicht vorhanden sein sollte.

   Durch die firmeneigene Dateninfrastruktur in Wien sowie dedizierte Streaming-Server direkt am "Vienna Internet Exchange" [VIX] bietet Silver:Streaming eine in Österreich einmalige Performance. Die Silver Server-Techniker stehen den Kunden selbstverständlich auch bei der Auswahl der richtigen Formate und Konfigurationen für ihre individuellen Web-Streams zur Seite.

www.sil.at/_/_/PRODUKTE/SERVICES/SILVER:STREAMING/index.html

Zwtl.: SILVER:SERVER

   Silver Server ist ein unabhängiger Internet Service Provider [ISP] und bereits seit 1994 auf Kunden mit professionellen Ansprüchen fokussiert. Neben Standard-Produkten, die mit besonders hohen Qualitätsansprüchen realisiert werden, bietet Silver Server auch maßgeschneiderte Lösungen, die das ganze Spektrum der Datenkommunikation abdecken. www.sil.at


 


 

"Radio aus dem All" auf Vormarsch in England und USA
Ungewisse Zukunft in Europa

Der digitale Radiosender Sirius http://www.sirius.com in den USA hat seine Zuhörerzahl auf 800.000 gesteigert. Bis Ende des Jahres erwartet der Sender eine Mio. registrierte Hörer, berichtet die New York Times. Seit der Ankündigung vom 6.Oktober, den Skandal-Moderator Howard Stern ab 2006 auf Sendung zu nehmen, verdoppelte das Unternehmen, das ohne Werbung auf Sendung geht, seinen Aktienwert.

Während die digitalen Radiosender jenseits des Atlantiks und auf der britischen Insel langsam, aber stetig eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die FM-Sender werden, hat sich das Projekt "Radio aus dem All" auf dem europäischen Festland bislang als Flop erwiesen. Das Online-Magazin Radioszene begründet diesen negativen Trend mit den unterschiedlichen Herangehensweisen im englischsprachigen Kulturraum und auf dem europäischen Festland. So kooperieren bereits bestehende Hörfunkanbieter, wie die britische BBC, mit privaten Sendern. In London können derzeit über 50 digitale Programme empfangen werden. Durch die Kooperation werden nahezu alle musikalischen und thematischen Genres in einer Vielzahl von Sprachen - wichtig für Minderheiten - abgedeckt.

Auf dem europäischen Festland hingegen sind die bereits etablierten Radiosender als eine immense Hürde für die Durchsetzung des Digital Audio Broadcasting (DAB) zu sehen. Daneben erzielen die Argumente perfekte Audioqualität und Bedienungsfreundlichkeit kaum die erwünschte Wirkung. Für Autofahrer, die einst zur Hauptzielgruppe des DAB erklärt wurden, dürfte die Klangqualität aufgrund des Motorengeräusches kaum eine Rolle spielen. Zu bemängeln sind auch die kaum vorhandenen Programmalternativen, da bei der Lizenzvergabe vor allem die bestehenden Radiosender zum Zuge kamen.

Auch für das neue Vorhaben in Bayern, DAB über UKW-Frequenzen zu vermarkten, sieht das Fachmagazin eher schwarz. Um das digitale Satellitenradio dennoch zu etablieren, gäbe es nur zwei Möglichkeiten: eine Neuvergabe der Lizenzen oder echte Programmalternativen zum herkömmlichen Radioprogramm zu bieten. Wären beliebte Radiosender wie SWR1, Ö3 oder FM4 auch in Berlin oder München empfangbar, so würde sich das Radio aus dem All vielleicht doch noch etablieren können.


 

Digitales Radio in USA am Start
Gleichzeitig beginnt Verkauf entsprechender Empfangsgeräte

Rund 100 US-Radiostationen werden im ersten Quartal 2003 den digitalen Betrieb aufnehmen. In 40 Radiomärkten, darunter New York, Boston, Chicago, Los Angeles und San Francisco, werde pro Sendestation zwischen 70.000 und 100.000 Dollar für die digitale Aufrüstung der Anlagen ausgegeben, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Freitag, unter Berufung auf das Unternehmen iBiquity http://www.ibiquity.com . Gleichzeitig soll der Verkauf von digitalen Radioempfangsgeräten begonnen werden.

Die neuen digitalen Programme sollen auf der selben Frequenz gesendet werden wie zuvor die analogen Sendungen, allerdings mit weit besserer Tonqualität. Zudem stehen Radiosendern durch die Digitalisierung Zusatz-Features wie Textinformationen zu Musik oder Sport offen. Das größte Radiounternehmen der USA, Clear Channel http://www.clearchannel.com , wird allerdings nur acht seiner rund 1.200 Stationen digital aufrüsten. "Wir haben bessere Investitionen mit dem Kapital vor", so Bill Suffa, Vizepräsident und Finanzchef von Clear Channel. Dies gelte so lange, bis mehr digitale Empfänger am Markt sind und die Investitionen auch wieder hereinkommen.

Digitale Radiogeräte sollen zunächst nur als Empfänger auf den Markt kommen, aber auch nur für Highend-HiFi-Anlagen und Autoradios. So will es die Musikindustrie so lange nicht Copyright- und Kopierschutz-Fragen geklärt sind. Laut WSJ soll dies 2004 der Fall sein. Dann wird auch die Auslieferung der ersten Geräte mit Aufnahmefunktion erwartet.


 

Offener Brief von Radio 105 an die Politiker
Radio 105 ist bestürzt über die Schweizer Medienszene
 

Der Markt für elektronische Medien ist weltweit ein Wachstumsmarkt erster Güte. In der Schweiz jedoch müssen nach dem Schweizer Fenster von RTL/Pro7 auch Tele 24 und TV3 schliessen, Tele M1 und Tele Tell Stellen streichen. Die Schweiz erlaubt es sich also, hunderte von Arbeitsplätzen zu vernichten oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Dieses Fiasko ist nicht den Unternehmern anzulasten, die sich engagieren. Und schuld daran ist auch nicht der angeblich so kleine Werbemarkt der Schweiz. Immerhin weist die Schweiz die höchsten Werbeausgaben (pro Kopf) von ganz Europa aus. Mit anderen Worten: Über vier Milliarden Franken werden in der Schweiz jedes Jahr in Werbung investiert.
 

Dieser Scherbenhaufen ist vielmehr das Resultat einer Medienpolitik, die sich nicht sorgfältig darum kümmert, welche Rahmenbedingungen gegeben sein müssen, damit sich die Medienlandschaft entwickeln kann. Die in den Aktualitäten rascheren und flexibleren Medien (Tele 24) werden damit zur Kapitulation gezwungen, die behäbige Monopolistin SRG darf sich einmal mehr ins Fäustchen lachen.
 

Die Auswertung der 206 Stellungnahmen zum neuen RTVG ist absolut erschütternd. Sie zeigt keinerlei inhaltliche Visionen auf. Plakative Begriffe wie "Duales System" bleiben reine Worthülsen. Die verkrustete Monopolsituation der SRG für die überregionale UKW-Versorgung wird mit keinem Wort thematisiert, obwohl z.B. von Radio 105 und seinen jugendlichen Hörern mit einer Petition Alternativen gefordert werden.
 

Der Schutz der SRG hat die Schweiz davor bewahrt, eine attraktive und lebendige Medienlandschaft entstehen zu lassen. Die Schweiz hinkt dem benachbarten Ausland inzwischen um Jahrzehnte hinten nach. Wir müssen uns damit begnügen, neben der SRG und jeweils ein bis zwei Lokalsender vor allem ausländische Programme nutzen zu müssen.
 

Im Fernsehbereich ist diese Tatsache bereits nicht mehr rückgängig zu machen. Die in ihrem Monopol laufend gestärkte SRG kann es sich sogar leisten, eine Gebührenerhöhung um 5 % zu beantragen, obwohl ein Abbau von öffentlichen und zwangsfinanzierten Leistungen im Medienmarkt angesagt wäre.
 

Im Radio sind es andere Faktoren als beim Fernsehen, die der Privatinitiative den Nährboden entziehen. Wir möchten sie einmal mehr zusammenfassen, in der Hoffnung, dass sie doch noch politisch Gehör erhalten und im RTVG Einzug nehmen:
 

Gebührensenkung statt Erhöhung
Der "Service Public" kann von der SRG mit einem Radioprogramm pro Sprachregion ausreichend erfüllt werden. Alle weiteren Funktionen können und sollen durch Private geleistet werden, d.h. dem Markt übergeben werden. Damit wird der Boden geschaffen, dass Gebühren-senkungen möglich werden.
 

 

Service Public = Reine Augenwischerei
Es ist beispielsweise absolut fragwürdig, dass die SRG unter dem Deckmantel des "Service Public" das funktionierende private Jugendradio 105 mit einem eigenen Sender (Virus) nachzuahmen versucht, dafür Gebühren einsetzt und den Markt verfälscht. Der von der SRG kreierte Begriff "Service Public" ist reine Augenwische-rei, wie unser Beispiel zeigt.
 

DRS 2 und DRS3 privat anbieten, Virus und Co. abstellen
Im Radiobereich sind folgende Forderungen zu stellen: Die zweiten und dritten Radioprogramme (z.B. DRS 2 und 3) sollen privat angeboten werden, da sie nicht zur Grundversorgung gehören. Radio Virus, Swiss Pop, Swiss Classic, Swiss Culture sind ganz einzustellen, da sie keinen Hörermarkt aufweisen und somit nur unnötig die Gebührengelder beanspruchen.
 

UKW-Frequenzen für nationale Privatradios einsetzen
UKW-Frequenzen, die nicht durch das Service-Public-Programm der SRG oder durch Lokalradios belegt werden, sind für nationale Zielgruppen- bzw. Spartenprogramme vorzusehen. Die Frequenz-zuteilung soll sich am Interesse des Publikums orientieren statt der SRG-Monopolpolitik zu hofieren. Eine UKW-Frequenz ist für 105, das erfolgreichste und beliebteste Jugendradio, vorzusehen.
 

UKW-Frequenzoptimierung durch neutrale Experten
Die UKW-Frequenzen sind durch anbieterunabhängige technische Experten zu optimieren, damit unnötige Mehrfachbelegungen durch die SRG endlich ausgeräumt werden.
 

Rete Uno in der Deutschschweiz nur noch via Kabel verbreiten
SRG-Programme aus den anderen Sprachregionen, deren Nutzung relativ gering und sehr spezifisch ist, sollen zukünftig ausschliesslich über Kabel, Internet u.a. verbreitet werden. Es ist z.B. völlig unnötig, dass RETE UNO in der Deutschschweiz knappe, wertvolle UKW-Frequenzen blockiert.
 

Kabelnetz: Schweizer Programme müssen aufgeschaltet werden
Im Kabel müssen gleichlange Spiesse wie bei UKW gelten. Es ist grotesk, dass die Cablecom als Monopolbetrieb dem konzessionierten Radio 105 Classics die Aufschaltung mit fadenscheinigen Argumenten verwehren darf, und ihm damit jegliche Marktchancen nimmt und Arbeitsplätze verhindert. Wer ist in unserem Land eigentlich die Konzessionsbehörde: der Bundesrat oder die Cablecom? Weshalb wird dieser krasse Missstand in der Auswertung zum Vernehmlas-sungsverfahren mit keinem Wort erwähnt? Radio 105 ist ein kleiner Sender ohne politische Hausmacht. Sein Kapital sind seine Hörer, die begeisterte Jugend. Es wäre im neuen Millennium angezeigt, politische Bekenntnisse auch umzusetzen, und die Jugend und ihre Anliegen endlich ernst zu nehmen und zu unterstützen. Im Gegensatz zu den Milliarden, die es den Steuerzahler kostet, eine nationale Fluggesellschaft zu erhalten, ist es völlig unentgeltlich, im Radio- und Fernsehsektor endlich Rahmen-bedingungen zu schaffen, die interessante und kreative Arbeitsplätze für junge Leute ermöglichen.
 

Weitere Informationen:
Radio 105 Network AG
Herr Giuseppe Scaglione
Postfach
CH-4132 Muttenz
 

Telefon: 061 467 94 94
Fax: 061 467 94 95
E-Mail: scaglione@105.ch


 


 

Rundfunkgebühr für PC in Deutschland ab 2005
ARD und ZDF befürchten Einnahmenverluste von 857 Mio. Mark
 

In Deutschland soll ab 2005 die Rundfunkgebühr in Form einer Pauschale auch für Computer eingehoben werden. Die Bundesländer sind sich weitgehend einig, eine Neuregelung im Zuge des Zusammenwachsens von Fernsehen und Internet umzusetzen. ARD http://www.ard.de und ZDF http://www.zdf.de wollen diese Form der Rundfunkgebühr verhindern, weil sie Einnahmenverluste befürchten, berichtet die Süddeutsche Zeitung http://www.sueddeutschezeitung.de .
 

Die deutschen Länder befürchten, bei einem Empfang von TV- und Radioprogrammen per Internet werde jeder Computer gebührenpflichtig. Mit der Zielsetzung, dem einzelnen Bürger und der Wirtschaft zusätzliche Kosten zu ersparen, haben sie sich daher auf eine Pauschalabgabe pro Haushalt und Betriebsstätte geeinigt. Auf diese Weise wären Radios und Fernseher ebenso erfasst wie Computer. Bisher zahlten zahlreiche Haushalte bzw. Firmen die Gebühr in der Höhe von monatlich 31,58 Mark (16,15 Euro) mehrfach.
 

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass ARD-Chef Fritz Pleitgen und ZDF-Chef Dieter Stolte in einem Brief an die Ministerpräsidenten der deutschen Länder das Abgehen vom derzeit geplanten Start ab 2005 fordern. Die Fusion von TV und Internet geschehe wesentlich langsamer als ursprünglich angenommen. Der Termin 2005 sei daher zu früh und ein Abwarten der weiteren Entwicklung klug. Hintergrund dieser Forderung dürfte jedoch der von den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten befürchtete Verlust von 857 Mio. Mark (438 Mio. Euro) sein. Auch die Ankündigung der Länder so alle Schwarzseher zu erfassen und damit die Mindereinnahmen auszugleichen, bezweifeln ARD und ZDF.
 


 

Freie Radios veranstalten Hörfestival 2001
Antirassismus und Minderheiten als Schwerpunktthemen
 

Die Freien Radios Österreich (VFRÖ) und die deutsche Schwesternorganisation Bund Freier Radios (BFR) veranstalten vom 31. August bis zum 2. September in Linz das "hörfestival 2001" http://www.radiofabrik.at . Im Rahmen von Workshops und Diskussionen soll Radiomachern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz "die Möglichkeit gegeben werden, ihre eigenen Ausdrucks- und Gestaltungformen vorzustellen und die der anderen kennen zu lernen".
 

Als Themenschwerpunkte sind Antirassismus, Minderheiten sowie Aktionsberichterstattung geplant. "Diese Themen wurden nicht zuletzt deshalb gewählt, weil sich gerade hierbei der Unterschied zu kommerziellen Radios ganz deutlich hervorhebt", so der VFRÖ in einer Aussendung. Man biete vielen Gruppen der Gesellschaft die Möglichkeit, ihre Anliegen selbst an die Öffentlichkeit zu bringen anstatt wie gewohnt über sie zu berichten. Damit liefere man "einen wichtigen Beitrag zur Demokratie und zur Authenzität".
 

Ein weiterer Workshop ist dem "Umgang mit EU-Fördergeldern" gewidmet, das Thema der Podiumsdiskussion lautet "Europäische Öffentlichkeit und die Rolle Freier Medien". Das "hörfestival 2001" findet in Kooperation mit der ars electronica http://www.aec.at statt und wird under anderem vom Renner Institut, dem Republikanischen Club, subnet http://www.subnet.at und Radio FRO http://www.fro.at/connect_systems/ unterstützt.


 


 

Journalistengewerkschaft fürchtet um ROI
Nur "Kann-Bestimmung" für Radio Österreich International im neuen ORF-Gesetz

Die Journalistengewerkschaft hat heute, Dienstag, in einem Brief an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ihre Sorge darüber geäußert, dass das neue ORF-Gesetz auf die Einstellung des Kurzwellenprogramms Radio Österreich International (ROI) http://roi.orf.at deutet. Kritisiert wird, dass die entsprechende Passage als "Kann-Bestimmung" formuliert wird "und nicht, wie in der ursprünglichen Version, als klarer Auftrag an den ORF, der allein mit der Finanzierung von ROI wohl überfordert wäre". Mit ROI wären eine für Österreich wichtige imagebildende Institution sowie rund 50 Arbeitsplätze gefährdet. Der Brief wurde von dem geschäftsführenden Vorsitzenden der Sektion Journalisten, Franz C. Bauer, und Sektionssekretär Wolfgang Biedermann gezeichnet.

Die Journalistengewerkschaft fordert den Kanzler auf, "die finanzielle Grundlage für ROI auch künftig durch den entsprechenden Beitrag des Bundeskanzleramts zu sichern". ROI sei "ein wichtiger Imageträger für Themen aus Kultur, Politik und Wirtschaft". Mit "Made in Austria" verfüge ROI beispielsweise über "die einzige wöchentliche Wirtschaftssendung". Dem Protest der Journalisten schloss sich auch Stefan Schennach, Mediensprecher der Grünen http://www.gruene.at , an: "Wenn die dritte UN-Stadt Wien ihren Sender ins Ausland schließt, ist das schlichtweg absurd. Gerade vor dem Hintergrund der kommenden EU-Erweiterung und den Bemühungen Österreichs in Richtung asiatischer Markt wäre dies ein Schritt in Richtung Provinzialisierung." Nur ein klarer gesetzlicher Auftrag könne "die Stimme Österreichs in die Welt garantieren".

Die kritisierte Passage in der Regierungsvorlage lautet: "Der Österreichische Rundfunk kann (...) ein Hörfunkprogramm und einen ausreichenden Online-Dienst für Österreicher im Ausland und zur Darstellung Österreichs in der Welt gestalten und verbreiten". In den Erläuterungen wird angemerkt, dass der ORF "aber selbst für die Finanzierung zu sorgen hat". Nach dem neuen ORF-Gesetz entfällt darüber hinaus die Funktion des "Intendanten für den Auslandsdienst auf Kurzwelle", die seit Ende 1998 der frühere TV-Chefredakteur Roland Machatschke innehat. Nach dem derzeit noch geltenden Rundfunkgesetz wird ROI von der Bundesregierung finanziert und vom ORF betrieben. Der ORF bezifferte die entsprechenden Kosten zuletzt mit rund 90 Mio. Schilling.


 


Studie: Radiohörer wünschen mehr Hits aus Österreich
Heimische Musik in ORF-Radios weiter unbedeutend

Der Anteil der heimischen Musik in den ORF-Radios ist mit 19,6 Prozent im Jahr 2000 weiter rückläufig. Dieses Ergebnis der ORF-eigenen Sendezeitstatistik (siehe Grafik2) präsentierte der Präsident der Musikergewerkschaft und der Musikergilde http://www.musikergilde.at Peter Paul Skrepek heute, Montag, Journalisten in Wien. "Eigentlich sind es nur 14,2 Prozent, da der ORF auch Signations, Hintergrundmusik und Werbung dazu rechnet", empörte sich Skrepek. Laut einer von Fritz Karmasin vom Gallup-Institut erhobenen Studie halten 26 Prozent der Österreicher den Anteil heimischer Musik im ORF-Radio für nicht ausreichend. "Für 32 Prozent spielt Ö3 zu wenig heimische Musik", so Karmasin.

57 Prozent der Österreicher sind der Meinung, dass sowohl heimische als auch ausländische Musik im ORF gespielt werden soll. 30 Prozent sind sogar dafür, heimische Musik zu bevorzugen, zwölf Prozent hören lieber ausländische Musik. (siehe Grafik1). "Der Status Quo ist jedoch ein anderer", sagte Skrepek und verwies auf die Statistik. Demnach fiel der Anteil bei Radio Niederösterreich von knapp 29 Prozent im Jahr 1998 auf knapp 19 Prozent. Die niedrigsten Werte bei Ö-Regional weisen Radio Wien mit 11 Prozent und Vorarlberg mit 9,5 Prozent auf. FM4 fiel von 23,5 Prozent im Vorjahr auf 13,2 Prozent, Ö1 bei E-Musik auf 9,3 Prozent, bei U-Musik 10,2 Prozent. Nur der Anteil bei Radio Österreich International stieg von 30 auf knapp 34 Prozent. "Mit der Auflösung der Musikredaktion wird sich auch hier das Bild ändern", fürchtet Skrepek.

Er fordert vom ORF, dass dieser sich dem europäischen Durchschnittswert von 40 Prozent anpasst. Eine gesetzliche Festschreibung hält Skrepek für nicht notwendig, wohl jedoch eine Bestimmung im Programmauftrag. "Staatssekretär Morak hat mir bereits versichert, dass die Förderung heimischer Musik und Filme explizit im Gesetz erwähnt wird". Kritik übte er an Generalintendant Gerhard Weis, der die österreichische Musik auf Schlager reduziere. Dennoch will der Präsident der Musikergewerkschaftden ORF nicht bekämpfen, sondern für seine Zwecke nutzen. Ansonsten sei die Frage nach der Gebührenlegitimität zu stellen, denn "der Kulturauftrag gilt unteilbar für alle Sender."


 


Hörerproteste gegen Hit FM-Abschaltung
Kronen Zeitung und private Webpagebetreiber sammeln Unterschriften

Die am Mittwoch erfolgte, rechtmäßige Abschaltung des Jugendsenders 92.9 Hit FM http://www.hitfm.at sorgt für große Aufregung unter den Hörern. Diese bringen ihren Protest in zahlreichen Onlineforen und Newsgroups zum Ausdruck. "Ich finds schad um Hit FM", ist nur eines der zahlreichen Postings zum Thema, zu finden unter http://www.radionetz.at . "Das riecht nach organisierter Enteignung", ortet ein Fan unter http://www.radioszene.de . Aber nicht alle vermuten hinter der Abschaltung eine Aktion der Bundesregierung. "Schuld ist sicher nicht der Bundeskanzler, sondern die Mediaprint", postet ein User und gibt damit der Eigentümergesellschaft die Schuld.

Die Mediaprint selbst ruft mittlerweile in ihren beiden Tageszeitungen "Krone" und "U-Express" die Hit FM-Hörer zu Protestaktionen auf. Die gegenwärtige Situation wird dabei mit jener in Belgrad zu Zeiten Slobodan Milosevics verglichen, der regierungskritischen Sendern die Lizenz entzog. In einer Unterstützungserklärung kann "für eine freie Radio-Welt" unterschrieben werden. Auch unter http://www.krone.at werden online Protesterklärungen gesammelt, die - wie die Krone verspricht - direkt an den Bundeskanzler weitergeleitet werden.

Ein privater Homepagebetreiber will unter http://www.lightning.at/hitfm/mailinglist.htm die Proteste bündeln. Hier finden die Hörer neben einer Online-Unterschriftenliste und einem Fan-Forum auch Fotos von den letzten Sendestunden. Eine Unterschriftensammlung am Donauinselfest sowie ein Hörertreffen werden ebenfalls organisiert.

Unter radionetz.at kann unter anderem online darüber abgestimmt werden, ob die Wiener auf der Frequenz 92,9 künftig lieber Hit FM oder Radio Arabella hören möchten. Derzeit führt der eingestellte Sender mit 80 Prozent deutlich.

Bei Hit FM selbst ist online nichts von einer Protestaktion zu finden. Nur der Text "Sorry, we are closed - Es ist aus! It's all over now, baby blue ..." erklärt, warum bei einem Anruf beim Sender nur Rauschen am Anbrufbeantworter zu hören ist.

 


Privatrundfunkbehörde neuerlich auf dem Prüfstand - Bedenken des VfGH durch
Neufassung nicht ausgeräumt

Die Privatrundfunkbehörde ist bereits Geschichte - doch der Verfassungsgerichtshof
(VfGH) wird sich in der bevorstehenden Juni-Session neuerlich mit ihr beschäftigen.
Konkret steht der Paragraf 13 des früheren Regionalradiogesetzes, mit dem die
Privatrundfunkbehörde eingerichtet wurde, im Mittelpunkt der Beratungen, erklärte
VfGH-Präsident Ludwig Adamovich am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Zwar wurde
nach einem früheren Erkenntnis mittlerweile die Anrufung des Verwaltungsgerichtshofes
gegen Entscheidungen der Behörde ermöglicht. Aber die seinerzeitigen Bedenken des
VfGH treffen auch auf die Neufassung zu, betonte Adamovich.

Es gehe im Prinzip um die Frage, ob Sonderkollegialbehörden mit richterlichem
Einschlag - die es auch in anderen Bereichen gibt - mit dem österreichischen
Verfassungssystems, z.B. der Ministerverantwortlichkeit, im Einklang stehen. Der VfGH
hat sich daher angesichts einer Beschwerde gegen eine Entscheidung der
Privatrundfunkbehörde zur amtswegigen Prüfung entschieden. Konkret könnte dies aber
auch bedeuten, dass Entscheidungen der Privatrundfunkbehörde bis 30. März des
Jahres - danach trat die neue Medienbehörde KommAustria ihre Arbeit aufgenommen - vom
VfGH als ungültig aufgehoben werden. Das Erkenntnis des VfGH bei der ersten Prüfung
hatte zur Aufhebung von 23 Privatradiolizenzen geführt, deren Neuvergabe derzeit in
der Endphase ist.



Zwangspause für Radio Herzschlag
Comeback auf Anfang Dezember gelegt
 

Am 31. Mai 2001 muss das St. Galler Radio Herzschlag http://www.herzschlag.ch seinen Sendebetrieb vorübergehend einstellen. Grund dafür ist, dass die Dauerkonzession vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) http://www.bakom.ch noch nicht erteilt wurde. Der definitive Sendestart wurde von den Organisatoren nun auf den 6. Dezember 2001 festgelegt. Der Sender war seit einem Monat on-air (pressetext.schweiz berichtete http://www.pressetext.ch/show.php?pte=010502033 ).
 

Laut Mitteilung scheint es wahrscheinlich, dass Radio Herzschlag die Konzession in ca. 2 Monaten erhält. Seit Einreichung des Konzessionsgesuchs am 24. Januar habe sich das Verfahren zur dauerhaften Konzessionierung von Radio Herzschlag ständig verzögert.
 

Das Anliegen vom Sender, mit weiteren Probekonzessionen bis zum definitiven Entscheid weitersenden zu können, wurde vor kurzem abgelehnt. Die Sommerpause bringe für die Organisatoren von Radio Herzschlag verschiedene ernsthafte Probleme mit sich. Zum einen fehlen ab dem 1. Juni die Einnahmen, zum anderen werden sich viele ausgebildete Mitarbeiter nun nach einem anderen Job umsehen und im Herbst nicht mehr verfügbar sein, teilte Radio Herzschlag mit.
 


 

Energy 104,2 startet Energy SMS
Musiktitel- und Interpretenabfrage via Kurzmitteilungen
 

Der Wiener Lokalradiosender Energy 104,2 http://www.energy.at bietet ab sofort eine Interpreten- und Titelabfrage via SMS. Wer gerade ein Lied hört und den Interpreten bzw. den Titel wissen möchte, schickt eine SMS mit "TA" (Titelabfrage) an die Nummer 0676/ 419 104 2. Kurze Zeit später erscheint die Antwort auf dem Handydisplay. Die Titelabfrage funktioniert auch für die vergangenen 24 Stunden.
 

Das neue Service beschränkt sich nicht nur auf Titel- und Interpretenabfrage, sondern umfasst auch Schwarzkapplermeldungen und Musikwünsche. Weitere Features sind laut Energy in Vorbereitung. Der Mitbewerber 92.9 Hit FM bietet das gleiche Service bereits seit Ende März an, Ö3 soll bereits ebenfalls an der Umsetzung dieses SMS-Dienstes arbeiten.
 


Jetzt travelradio hören!

 

Ab sofort bekommen Anton, die Höhner, Wolfgang
Petry & Co. einmal monatlich offizielles Feedback über ihre
Beliebtheit bei Deutschlands Schlagerfans: Die Szene hat mit der
Ausgabe 1/2001 ihre ersten, offiziellen deutschen Charts. media
control ermittelt im Auftrag des Bundesverbands der phonographischen
Wirtschaft monatlich zwei Top 20: für Singles und Alben gibt es
jeweils eine Hitliste. Als erster Radiosender nimmt Europas
erfolgreichstes Webradio www.chart-radio.de die offiziellen
Schlagercharts ins Programm auf. Am Donnerstag, 8.2., gibt es ab 14
Uhr die Single-Charts und die wichtigsten Veränderungen der LP-Charts
zu hören. Diese Show wird dann einmal monatlich ausgestrahlt.
Parallel können auf der Webseite von www.chart-radio.de die
Schlager-Charts rund um die Uhr abgerufen und Einzeltitel auf Klick
angehört werden!
  
   Background: www.chart-radio.de, Deutschlands erstes lizenziertes
Internetradio, verzeichnete im Januar über 1,6 Millionen visits und
ist somit Europas erfolgreichstes Webradio. Neben dem Channel "24
hour power", der seit kurzem auch über Satellit Astra 1C via ADR zu
empfangen ist, bietet chart-radio 16 Genre-Channels und einen
umfangreichen Titel-on-demand-Bereich. Insgesamt können über 5005
Titel auf Klick in voller Länge und kostenfrei angehört werden.
Ergänzt wird das Internetangebot durch ständig  aktuelle
Entertainment-Informationen und brandaktuelle Charts aus allen
Bereichen.

ÖJC-Tipp: Radiojournalismus & Radioberufe

"Radiojournalismus & Radioberufe" www.radioberufe.at ist
ein Online-Angebot für Journalisten im deutschsprachigen
Europa. Die Inhalte vermitteln Aus- und
Fortbildungsinformationen, Hinweise zur
akademischen Journalismus-Ausbildung in Österreich,
Deutschland und der Schweiz sowie zur praktischen
Journalisten-Ausbildung in Journalistenschulen und
Journalismus-Akademien. Das praktische Umfeld
verweist auf interessante Recherche-Reisen für
junge Journalisten, vermittelt Journalismus-Kontakte,
ist Forum für journalistische Beiträge (z.B.
Reportagen, Manuskripte, Online-Journalismus).
Im Aus- und Aufbau befindet sich ein
Ausbildungsteil "Journalismus-Ausbildung in
Österreich". Radiojournalismus & Radioberufe
wird u.a. verantwortet von Knut Kuckel und
Norbert Schreiber (beide Hessischer Rundfunk)
und kooperiert u.a. mit dem am Samstag im
hessischen Wetzlar  gegründeten
Journalisten-Forum, an dem auch der
Österreichische Journalisten Club (ÖJC)
beteiligt ist.


 


Privatradios dürfen on air bleiben
Privatradiobehörde stellt 24 Privatradios Übergangslizenzen aus

 Die Privatradiobehörde hat heute, Dienstag, all jenen Privatradios, deren Lizenzen aufgrund einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs http://www.vfgh.gv.at aufgehoben wurden, Übergangslizenzen ausgestellt. Diese haben nun bis 19. Juni Gültigkeit. Die geplante Medienbehörde KommAustria wird davor zu entscheiden haben, ob die 24 betroffenen Stationen darüber hinaus weitersenden dürfen oder ob ein anderer Bewerber zum Zug kommt.

Die Einreichfrist für entsprechende Lizenzanträge läuft am 28. Februar aus. Danach wird darüber entschieden, welcher Antragsteller eine Lizenz erhält. Dabei ist nicht gesichert, dass die bisher sendenden Stationen ihr Programm weiter ausstrahlen dürfen. Umstritten ist vor allem in Wien 92.9 Hit FM http://www.hitfm.at/ , an dem die Kronen Zeitung über eine Stiftung mehrheitlich beteiligt ist. Dies wird künftig nicht mehr möglich sein. Eng könnte es auch für Radio Korotan in Kärnten werden, das ein Abkommen mit dem ORF über den Austausch von Programminhalten geschlossen hat. Auch dies ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen.

In einer ersten Stellungnahme begrüßte Alfred Grinschgl, Vorsitzende der Berufsgruppe Privatradio im Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen, die Entscheidung der Behörde. Gleichzeitig appelliert er an die heimische Medienpolitik, sich rechtzeitig vor Ablauf der Antragsfrist auf eine verfassungskonforme Konstruktion der Medienbehörde zu einigen. "Ob die haltbare Lösung KommAustria oder anders heißt, ist in Wahrheit zweitrangig." Abzulehnen sei aber ein Junktim mit dem ORF-Gesetz, das womöglich zu einer weiteren zeitlichen Verschiebung und damit zum sicheren Ende für die meisten Privatradios in Österreich führen würde.

 


Webseite mit integrierter Radiofunktion
Java-Applet startet Streaming auf Benutzerrechner

Zum Hören des deutschen Webradios http://www.daswebradio.de genügt künftig ein Internet-Browser. Wie das Unternehmen heute, Montag, mitteilte, sind die Zeiten damit vorbei, in denen sich der User vor dem Musikgenuss zuerst einen Player downloaden und installieren musste. Durch die neue Streaming-Technologie Energis Streamwave ist der Sender nach dem Öffnen der Website sofort eingestellt. Ein Java-Applet wird automatisch auf den Computer des Besuchers übertragen und beginnt nach wenigen Sekunden mit der Dekodierung des Streaming-Inhaltes. Der Player ist dabei im Browser eingebaut, so das Unternehmen.

Bisher stellte das vorherige Downloaden eines Players, ob MP3 Quicktime oder Real, eine große Barriere zwischen Hörer und Sender dar. Mit der neuen Technik ist der Empfang laut Webradio auch auf NT-Betriebssystemen möglich. Im Test von pressetext.austria auf einem Apple G4 war das Webradio einmal einwandfrei zu empfangen, aber zu einem späteren Zeitpunkt nicht abrufbar.

Die High-End Media Streaming Technologie ist ein Produkt von Energis und GEO Interactive. Energis Deutschland ist ein Lösungsanbieter für E-Business, der sich auf die Bereitstellung von IP- und Data-Services für den deutschen Geschäftskundenmarkt konzentriert.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Webradio "das Radiogerät der Zukunft" (Foto) vorgestellt: "dasWebradio", das aus einem kleinem Rechner inklusive Modem und Soundkarte besteht und 8.000 Radiosender im Netz empfangen kann. Sie auch http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=001026015


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:28
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