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Jedes vierte Unternehmen macht PR
Integral-Umfrage: pressetext als Nachrichtenagentur gut etabliert

 

[2 Pressefotos anzeigen]

Jedes vierte Unternehmen in Österreich mit Internetzugang (26%) führt Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit durch, je größer das Unternehmen, desto eher wird PR gemacht. Bei Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern sind es bereits 63 Prozent. Am ehesten auf PR-Maßnahmen setzen Dienstleister (35%) und Tourismus- und Gastronomiebetriebe (32%). Gewerbe, Industrie und Bau sind noch ziemliche PR-Muffel (10%). Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die von der Marktforschungsgesellschaft Integral im Rahmen des Austrian Internet Monitor (AIM-Business) durchgeführt wurde.

Der Umfrage zufolge erzielt die internet-basierte Nachrichtenagentur pressetext.austria unter den österreichischen Unternehmen mit Internetzugang eine spontane Bekanntheit von 16% (in absoluten Zahlen: ca. 32.000 Unternehmen). Die höchste spontane Bekanntheit in der Gruppe Nachrichtenagenturen schafft die APA mit 39%, gefolgt von Reuters mit 25% und dpa (Deutsche Presseagentur) mit 16% (gleichauf mit pressetext). 41 Prozent der befragten Unternehmen fällt spontan keine Nachrichtenagentur ein.

Jedes zweite Unternehmen kennt pressetext als PR-Dienstleister
Nach gestützter Abfrage ist pressetext.austria 45% aller Unternehmen mit Internetzugang namentlich bekannt (rund 89.000 Unternehmen). Firmen, die PR-Aktivitäten in ihrem Unternehmen durchführen, kennen pressetext.austria sogar zu 67%, geht aus der Umfrage hervor.

pressetext punktet mit positivem Image
Ein Drittel (36%) der Unternehmen, denen pressetext.austria bekannt ist, haben Services der Agentur bereits genutzt bzw. würden diese in Zukunft nutzen - am ehesten Presse-Aussendungen mit oder ohne Fotos. Die Bekanntheit von pressetext wird von den befragten Unternehmen zu 34% hoch und 36 % als durchschnittlich eingeschätzt (Mittelwert 2,9). Das Image wird von 46% sehr gut oder gut und von 30 % "indifferent" eingestuft. 18 % konnten dazu keine Angaben machen (Mittelwert 2,4 auf der Schulnotenskala).

"Die Umfrage-Ergebnisse zeigen, dass sich pressetext im Nachrichtengeschäft gut etabliert hat", erläutert die Studienautorin von Integral, Petra Kain. Bei der spontanen Bekanntheit behauptet sich pressetext bereits im Spitzenfeld. 67 Prozent gestützte Bekanntheit bedeuten, dass der Presseverteiler in Österreich inzwischen als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit wahrgenommen wird."
 

 


 

PR muss glaubwürdiger und inhaltsreicher werden

PR muss glaubwürdiger und inhaltsreicher werden, so das Fazit des jüngsten media coffees der dpa-Tochter news aktuell. Mehr als 100 Pressesprecher, Journalisten und PR-Profis diskutierten gestern Abend im Auditorium der Gruner+Jahr AG & Co KG in Hamburg über das Thema "PR-Trends 2010 - Wohin steuert die Kommunikation?". Moderiert wurde die Veranstaltung von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, news aktuell.

   Kai-Hinrich Renner, Hamburg-Korrespondent bei "Der Kontakter" stellte in einer Keynote seine Ansicht von gegenwärtiger Pressearbeit vor. "PR läuft an den Medien vorbei, Journalisten sind heute nur noch Bittsteller für die PR-Leute, sie werden belogen und abgewimmelt", so Renner. Weiter sehe er bei den Medien das Problem, dass immer mehr redaktionelle Inhalte gekauft würden, denn damit "geht die Glaubwürdigkeit verloren".

   Eine Herausforderung für Kommunikationsfachleute stellt laut Cornelia Kunze, Geschäftsführerin der PR-Agentur Edelman GmbH, der Trend zur Massenpersonalisierung im Internet dar. "Das veränderte Szenario erfordert ein neues Kommunikationsmodell", meinte Kunze. Von zunehmender Bedeutung seien dabei Multiplikatoren und Trendsetter, die über Mund-zu-Mund-Propaganda einen großen Einfluss auf den Verbraucher hätten. Dabei müsse die PR verstärkt Blogs und Verbraucherportale in den Blick nehmen.

   Auch Thomas Huber, Leiter Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskontakte bei Gruner+Jahr AG & Co KG, sieht die "Gefahr der großen Kluft zwischen PR-Leuten und Journalisten". Einerseits bemerke er den Trend der PR, ihre Zielgruppen direkter und individueller anzusprechen, andererseits blieben Massenmedien weiter bestehen. Er fordert starke Marken, denen man vertrauen könne, und starke Medien, die auf Qualität setzten.

   Thorsten Matthies, Ressortleiter Wirtschaft bei der Deutschen Presse-Agentur, sieht Verbesserungsbedarf in der Krisenkommunikation und plädiert für verstärkte PR im Mittelstand. Er wünsche sich "mehr Inhalte", betonte Matthies und fragte: "Welcher Redaktion nützt eine Flut an Pressemitteilungen?" Um die Glaubwürdigkeit der Medien zu sichern, sollten Journalisten eine Filterfunktion übernehmen und Inhalte hinterfragen.

   Relevante Informationen von den Unternehmen forderte ebenfalls Thomas Voigt, Direktor für Wirtschaftspolitik und Kommunikation bei der OTTO Group. Es bestehe eine Diskrepanz zwischen der "prächtigen wirtschaftlichen Entwicklung" und der Kommunikation der Unternehmen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung des Internets als Massenmedium betonte Voigt die Wichtigkeit einer breiten Schicht von unabhängigen Medien. Als zentrale Themen für die Zukunft nannte er Krisen-PR und Glaubwürdigkeit.
 


 

Mehr Erfolgs-Know how für PR und Werbung
Neue Webseite http://www.heinrich.ch zeigt aktualisiertes Erfolgs-Know how

Erfolgs-Gespür, Erfahrung und Kommunikations-Kenntnisse sind entscheidend für PR- und Werbe-Erfolg. Wer Marktanteile gewinnen will, sollte Optimierungs-Chancen erkennen und professionell (kosteneffizient) nützen. Die neue Webseite http://www.heinrich.ch zeigt Beispiele und bietet aktualisierte Erfolgs-Checklisten zum Herunterladen.

Eine Analyse von Werbe- und PR-Material mit den Checklisten bringt ab den ersten Minuten Erkenntnisse, die zeigen, wo Chancen für mehr Werbe- und PR-Erfolg bestehen und wie diese genutzt werden könnten. Die Erfahrungen zeigten, dass es sich lohnt, das Erfolgspotenzial strukturiert zu analysieren und Optimierungs-Chancen aufzuspüren.

Einladung zum kostenfreien Workshop "Wege zum PR- und Werbe-Erfolg":

Das gute Echo auf die ersten Workshops zur Optimierung von Werbe-, PR- und Verkaufserfolgen (siehe http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=040526001 ) motivierte zum Angebot eines weiteren kostenfreien Workshops. Gemeinsam mit PR- und Werbeprofis werden dabei Optimierungs-Potenziale an Praxisbeispielen aufgezeigt.

Dank unseren Sponsoren können wir auch diesen Workshop
kostenfrei anbieten:

- Montag, 22. November von 13.30 bis 17 Uhr im Hotel Walhalla, Limmatstrasse 5 (beim HB), Zürich. Workshop-Leitung: Emil Heinrich, dipl. Marketingleiter und Alexander Burkardt, dipl. Naturwissenschafter ETH.
- oder als individuellen Workshop in Ihrem Unternehmen, Datum nach Vereinbarung.

Ziel der Sponsoren ist es, das Kommunikations-Niveau in der Schweiz zu optimieren und die Umsetzung (auch jene international vorgegebener Kampagnen) zu verbessern. Teilnehmer bleiben frei von jeglicher Verpflichtung.

Selfmade (Wo)men können Checklisten herunterladen

Wer verhindert ist oder nicht gerne an Workshops teilnimmt, kann die detaillierten Workshop-Checklisten unter http://www.heinrich.ch -> "Checklisten PR- und Werbe-Erfolg" herunterladen. Damit die Analyse relevant ist, lohnt es sich, Aussenstehende und/oder Kunden um ihre Bewertung zu bitten. Als einfachstes Referenzbeispiel dient die Kampagne des erfolgreichsten Mitbewerbers.

Die Heinrich Werbeagentur AG und die Heinrich Public Relation Consultants sind führend auf dem Gebiet der erfolgsorientierten Kommunikation. Seit mehr als 10 Jahren analysieren sie in der Praxis Erfolgsfaktoren. Dank diesem Know-how entwickelten sie unter anderem innovative Kommunikations-Inhalte sowie neuartige Werbemittel- und Crossmedia-Konzepte. Ihr optimierungs-orientiertes Arbeiten hat zu einem breiten Fundus von Erfolgs-Kenntnissen geführt, die sie den Kunden anbieten, die mehr erreichen möchten.
 
 


 

Geistreiche PR hat immer Saison

Zufriedene Gesichter bei der Perchtoldsdorfer Agentur ghost.company: Ein Jahr nach Gründung der jüngsten Unit ghost.pr zieht Agenturchef Michael Mehler eine positive Bilanz: "Unsere Entscheidung, die bereits länger bestehenden Units ghost.klassik, ghost.pharma und ghost.net mit einer PR-Unit zu ergänzen, war absolut richtig. Aus dem Versuchsballon ist eine etablierte neue Unit mit renommierten Kunden geworden."

ghost.pr betreut u.a. die Tarbuk-Tochter AutoBank AG, für die neben klassischer Pressearbeit zwei Zeitungsprojekte entwickelt wurden - eine vierteljährliche Mitarbeiterzeitung ("Scheinwerfer"), die alle Mitarbeiter des Tarbuk-Konzerns erreicht, sowie eine Kundenzeitung ("Seitenspiegel"), die regelmäßig an alle Autohändler Österreichs geht. Ebenfalls auf der Kundenliste von ghost.pr steht die Tourismusregion Bad Kleinkirchheim. Den Mittelpunkt der PR-Aktivitäten bildet hier die kontinuierliche Medienbetreuung in Österreich und den südlichen Nachbarländern. Im Pharmabereich werden für die Roche Austria GmbH die Herzpräparate Dilatrend und Co-Dilatrend PR-mäßig betreut, weiters die Firma Yorktest mit ihrem Foodscan, der unkompliziert und schnell Lebensmittelunverträglichkeiten feststellen kann. Einzelprojekte wurden im ersten ghost.pr-Jahr u.a. für das High-Tech-Unternehmen Frequentis, das Internet-Portal motorline.cc und weitere "klassische" Werbekunden der ghost.company realisiert.

Auch 2003 wird der Erfolgskurs von ghost.pr weitergehen: "Das Know-how unserer PR-Spezialisten reicht von strategischer Beratung über professionelle Pressearbeit bis zu den Feinheiten interner PR. Das wissen unsere Kunden zunehmend zu schätzen. Geistreiche PR hat eben immer Saison" ist Michael Mehler überzeugt.
 


 

Studie: Medien am Tropf der PR
Anteil übernommener Texte höher als von Lesern erwartet
 

Die unabhängige Berichterstattung der Medien ist weniger unabhängig als allgemein angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt - zumindest für die Schweiz – eine Studie des Deutschen Seminars der Universität Zürich http://www.unipublic.unizh.ch . Demnach übernehmen Schweizer Medien zu einem sehr hohen Anteil Texte, Bewertungen und Zitate, die bereits von PR-Aussendungen oder anderen Texten vorgegeben werden. Auch bei Qualitätszeitungen sei der Anteil solcher übernommener Textteile "viel grösser, als das Publikum erschliessen kann", so Martin Luginbühl, Mitautor der Studie, in einem Interview. Problematisch sei vor allem, wenn dadurch auch Wertungen und Gewichtungen übernommen werden.
 

Medientexte bestehen zu einem grossen Teil aus Textpassagen, die bereits vorhanden sind. Beispielsweise sei bei kleineren Printmedien der so genannte "intertextuelle" (übernommene) Anteil größer. Aber auch Qualitätszeitungen, bei denen die Kennzeichnung wörtlicher Zitate gut sei, haben einen viel grösseren Anteil, als die Leser annehmen.
 

Grund dafür sei "ganz banal der grosse Zeitdruck", unter dem die meisten Journalisten arbeiten, so Luginbühl. Durch die Zuordnung von Texten zu einem Autorennamen entstehe der Eindruck eines individuellen Autors beim Leser. Dieser habe die Vorstellung vom "investigativ recherchierenden unabhängigen Journalisten". Die Medien selbst seien "keineswegs bemüht, diesen Mythos zu relativieren". Eine deutliche Kennzeichnung und höhere Transparenz der Quellen sei daher erforderlich. Auch eine Änderung der Arbeitsbedingungen der Journalisten, so dass diesen mehr Zeit zur Verfügung steht. Dies bezeichnete Luginbühl aber sogleich als "utopisch".
 

Die Studie "Medientexte zwischen Autor und Publikum. Intertextualität in Presse, Radio und Fernsehen" (Seismo Verlag) überträgt das Konzept der Intertextualität aus der Literaturwissenschaft auf die Medienanalyse. Intertextualität geht davon aus, dass ein Text nie für sich alleine, sondern immer in Beziehung zu anderen (vorangegangenen, gleichzeitgen, aber auch zukünftigen) Texten steht. Für die Studie wurden im Zeitraum zwischen April 1997 bis Februar 1998 3.200 Medientexte aus Presse, Radio und Fernsehen zu den Themen "Sozialversicherung" (national) und "Gentechnologie" (international) untersucht.
 


 

Studie: PR-Drohungen gegen Journalisten an der Tagesordnung
Mit unsauberen Praktiken wollen Pressestellen Berichterstattung beeinflussen
 

Beinahe zwei Drittel aller österreichischen Journalisten haben sich schon Drohungen von Vertretern der PR-Branche gegenüber gesehen, die eine redaktionelle Berichterstattung im Sinne der PR erwirken sollten. Die Palette reicht von Drohungen mit dem Entzug von Werbeschaltungen über Hinweise auf Bekanntschaften mit Herausgeber bzw. Eigentümer bis zu unsubtiler Bestechung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Telefon-Umfrage unter 100 österreichischen Journalisten der Ressorts Informationstechnologien und Telekommunikation (ITK). Durchgeführt wurde die Studie von der PR-Agentur results & relations http://www.results.at . Eine ähnliche Studie wurde in Deutschland im ersten Halbjahr 2002 durchgeführt.
 

"Vergleicht man die Ergebnisse der beiden Studien, so zeigt sich, dass die österreichischen Medien weitgehend unabhängig und seriös agieren", so Brigitte Piwonka, Geschäftsführerin und Inhaberin der PR-Agentur. In Österreich kennen 60 Prozent der befragten Journalisten versuchte Einflussnahme auf redaktionelle Berichterstattung, in Deutschland 90 Prozent. Beinahe zwei Drittel aller PR-Leute würden derartige Drohungen "hin und wieder" anwenden, zehn Prozent davon "ständig". 17 Prozent aller Befragten werden regelmäßig mit Geldangeboten konfrontiert, die die Berichterstattung beeinflussen sollen. Nur 34 Prozent haben eine Drohung und andere derartige Praktiken noch nie erlebt (in Deutschland nur sieben Prozent). Der Rest kennt zumindest Bestechung in Form von Sachspenden (beispielsweise durch Testgeräte, die nicht mehr zurückverlangt werden). Die Zusammenarbeit werde vor allem im Fall von Geldangeboten nachträglich geschädigt, so die Studie. 60 Prozent aller befragten Journalisten halten die an sie herangetragenen Informationen für "falsch" oder zumindest "frisiert", nur 40 Prozent meinen, Pressemitteilungen seien "richtig".
 

Die Studie "PR und Pressearbeit in der ITK-Branche" wurde im September 2002 durchgeführt und beruht auf etwa 12-minütigen Telefoninterviews. Die gleichnamige deutsche Studie wurde von com.X http://www.communication-x.de in Bochum durchgeführt. Hierfür wurden ebenso 100 Journalisten per Telefon rund 15 Minuten befragt.
 


 

PR-Staatspreis 2002 für "Starbucks"
Markeneinführung mit Mitteln der Public Relations überzeugte
 

Der Gewinner des österreichischen Staatspreises für Public Relations ist das Projekt zur Einführung der Marke "Starbucks" in Österreich. Der vom PRVA http://www.prva.at vergebene und vom Wirtschaftsministerium gestiftete PR-Staatspreis geht damit an die Austrian Star Gastronomie GmbH, Lizenzinhaber der Marke in Österreich, sowie an die betreuende Agentur Dr. Viktor Bauer Public Relations http://www.viktorbauer.com . Die Markeneinführung habe durch den strategischen Ansatz und die detaillierte Umsetzung der dialogorientierten Kommunikation überzeugt. Entscheidend sei auch, dass der Bekanntheitsgrad der Marke und der Imageaufbau ausschließlich mit Instrumenten der PR und ohne die bei Markeneinführungen üblichen Aktivitäten der klassischen Werbung erfolgt ist.
 

Der Preis wurde im Rahmen einer Gala im Museum für angewandte Kunst (MAK) übergeben. Erstmals war die Juryentscheidung nicht bereits im Vorfeld veröffentlicht worden, so dass auch der Gewinner erst bei der Preisverleihung von seinem Sieg erfuhr. Die fünf Nominierten, die ohne Preis nach Hause gingen, erhielten die Auszeichnung "Nominierung zum Staatspreis für Public Relations 2002". Nominiert waren neben dem Gewinner das Projekt "30 Jahre Ärzte ohne Grenzen" (FCB Events & PR), ein Projekt zur 100-Jahr-Feier der Stadt Dornbirn (Heidi Kalb-Vogel), die Kommunikationsstrategie zur Eröffnung des Museumsquartiers in Wien (Instinct Domain), die "Willkommen Euro"-Kampagne der Nationalbank (The Skills Group – Pro & Co) sowie die Neupositionierung der Österreichischen Bundesforste (Trimedia).


 


 

Öffentliches Ansehen der PR-Branche sinkt
Studie analysiert britische Medienberichte über Public Relations
 

Das Ansehen der PR-Branche in den britischen Medien hat in den beiden Jahren von 1999 bis 2001 deutlich gelitten. Laut einer Analyse des Markt- und Meinungsforschungsinstitutes "Echo Research" http://www.echoresearch.com ist die positive Darstellung der PR-Branche in den Medien seit 1999 um mehr als die Hälfte zurück gegangen. Nur neun Prozent der Artikel zeichnen ein wohlwollendes Bild. Zwei Jahre zuvor waren es noch 22 Prozent gewesen. Gleichzeitig hat sich die kritische Berichterstattung von 19 Prozent auf 28 Prozent erhöht.
 

Einer der Hauptgründe für das zunehmend schlechter werdende Bild der PR-Berater in den britischen Medien ist eine Entwicklung, die auch diesseits des Ärmelkanals bekannt ist: der Vormarsch der Spin-Doktoren in der Politik. In Großbritannien wird Premierminister Tony Blair und mit ihm "New Labour" mit dieser Entwicklung identifiziert. Vor allem die Politikberaterin Jo Moore beschädigte den Ruf der gesamten Branche im Vereinten Königreich nachträglich. "Das ist heute ein guter Tag, um all unsere schlechten Botschaften an die Öffentlichkeit zu bringen", meinte sie in einem E-Mail, das am 11. September 2001 nur kurze Zeit nach den Terroranschlägen von New York verschickt wurde. Die menschliche Kälte solcher Aussagen sowie oft stereotype Aussagen von Spin-Doktoren werfen einen Schatten auf die gesamte PR-Branche, so die Autoren der Analyse.
 

Für Österreich sieht Christian Kollmann, Präsident des PRVA http://www.prva.at , im Gespräch mit pte diese Entwicklung nicht. Man könne nicht die gesamte PR-Branche anhand von einzelnen Teilbereichen beurteilen. "Kritik an der Vorgangsweise einzelner Politikberater dürfe nicht zu einer Verunglimpfung einer ganzen Branche führen", so Kollmann weiter. Gerade in Österreich habe in den vergangenen Jahren eine Professionalisierung stattgefunden. Auch Wilfried Seywald, Geschäftsführer der Agentur Temmel & Seywald, sieht dies ähnlich: "Einzelne Negativ-Bereiche dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die PR-Zunft hier zu Lande professionell und verantwortungsbewusst agiert."
 

Die Studienautoren konstatieren eine gewisse Hassliebe in der Beziehung zwischen Medien und PR. Zentraler Kritikpunkt in den Medien sei, das Abspulen stereotyper Botschaften vor dem Vermitteln von substanziellen Inhalten in der Politik. Zahlreiche Medien verwenden bei der Beschreibung der Branche Wörter wie "Scumbags" (Drecksäcke), "sleazy" (schmierig) oder "insensitive, manipulative charlatans" (gefühllose, manipulative Scharlatane) in ihren Headlines. Auch in diesem Bereich sieht Kollmann die Situation in Österreich deutlich entspannter. Die Beziehung zwischen PR-Branche und österreichischen Medien sei "nicht schlecht, aber verbesserungsfähig." Die ständige Neudefinition dieser Beziehung sei ein wichtiger demokratischer Prozess.
 

Die Medienanalyse von Echo Research basiert auf insgesamt 3.101 Artikeln und Berichten zum Thema Öffentlichkeitsarbeit, die im Zeitraum zwischen 1999 und 2001 in den britischen Medien erschienen sind.


 


 

21. PR-Tag im Zeichen der Internationalisierung
Aufgaben und Herausforderungen der PR im globalen Kontext
 

Der 21. PR-Tag, veranstaltet vom Public Relations Verband Austria (PRVA) http://www.prva.at , ist heute, Mittwoch, im Haus der Industrie am Schwarzenbergplatz eröffnet worden. Das Treffen der österreichischen PR-Branche widmet sich in diesem Jahr dem Thema der grenzenlosen Kommunikation. Experten befassen sich in Referaten und Diskussionen mit den Aufgaben und Herausforderungen der PR im Kontext der Internationalisierung.
 

Eröffnet wurde der PR-Tag von Christian Kollmann, seit März 2001 Präsident des PRVA. Unter dem strengen Blick von Kaiser Franz Josef analysierte Kollmann Globalisierung, EU-Osterweiterung und die Rolle der PR bei der Vermittlung zwischen Unternehmen bzw. Institutionen und der Öffentlichkeit. Für den Hausherrn, die Industriellenvereinigung, hielt Vizepräsident Veit Sorger eine Begrüßungsrede in dem nur halb vollen Saal.
 

Für den verhinderten Niels Jorgen Thogersen, Direktor für Kommunikation und Medien in der Europäischen Kommission, sprang Hatto Käfer, Vertreter der Kommission in Österreich ein. Er referierte über die Zielsetzungen und Probleme europäischer Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Interessant waren hier vor allem die Probleme, die Kommunikation auf europäischer Ebene berücksichtigen muss. Sie führten laut Käfer zu einer Verlangsamung. Als Hauptproblemfelder nannte er die Sprachenvielfalt Europas, sah den Kern aber in den politischen Bedingungen, die den nationalen Teilöffentlichkeiten einen viel höheren Stellenwert einräumen. Die institutionellen Bedingungen führten zu einer Teilung der Informationspolitik der Union auf die Kommission, das Parlament und die Ministerräte. "Europa muss ein Gesicht erhalten", forderte Käfer. Damit verbindet er vor allem eine Bedeutungssteigerung der Kommissare in der öffentlichen Kommunikation.
 

Die Öffentlichkeitsarbeit der Union präsentierte Käfer hauptsächlich am Beispiel des Europa-Servers http://europa.eu.int , der das Herz der Informationspolitik der Kommission darstellt. Die Website komme auf 250 Mio. Zugriffe pro Monat. Durchschnittlich greift damit jeder Bewohner der EU acht mal im Jahr auf den Server zu. Bis 2003/2004 soll der Europa-Server ein universelles Portal für alle europäischen Informationsseiten werden. Als Beweis dafür, dass die Union das Internet nicht als Einbahnstrasse ansieht, führte Käfer die Seite "Deine Stimme in Europa" an (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=011022043 ).


 


 

Globale PR-Strategien verlangen lokale Adaption
"Act global, think local" als Maxime internationaler Kommunikation
 

Die Anpassung globaler Kommunikationsstrategien an lokale Märkte ist trotz Globalisierung eine Notwendigkeit erfolgreicher internationaler Öffentlichkeitsarbeit. Das ist im Kern das Ergebnis der abschließenden Podiumsdiskussion des 21. PR-Tages des Public Relations Verbandes Austria (PRVA) http://www.prva.at .In der Diskussion unter dem Motto "Überwinden PR die Barrieren der globalen Kommunikation? - Do´s and Don´ts in der internationalen Öffentlichkeitsarbeit" wurden von Anfang an die beiden Kernbereiche internationaler PR angesprochen. Einerseits kann internationale Öffentlichkeitsarbeit nur mit einer globalen Gesamtstrategie erfolgreich sein, andererseits gibt es Barrieren der globalen Kommunikation. Diese zu Überwinden sei die Aufgabe und Herausforderung internationaler PR.
 

Elisabeth Mattes, Unternehmenssprecherin der Mobilkom Austria, brachte als entscheidende Barrieren die Sprache, viel mehr aber die Kultur, in die Diskussion ein. "Kommunikation ist bereits grenzenlos", so Mattes. "Aber nicht alle Inhalte können in dieser im Wesentlichen englischen Sprache transportiert werden." Zustimmung erntete sie hierbei von Sebastian Vesper, Chefredakteur des PR Report http://www.prreport.de . Er sprach sich gegen den bekannten Slogan "Think global, act local" aus. Vielmehr sei es erforderlich, sich regionalen und lokalen Gegebenheiten anzupassen. Begriffe seien in verschiedenen Kulturen oft mit unterschiedlichen Konnotationen verbunden. Globale Kommunikationsstrategien müssten "anschlussfähig" sein. Sie sollten deshalb lokal erdacht und durch globale Vernetzung realisiert werden. Vesper hält es daher für treffender von "Act global, think local" zu sprechen.
 

Christian Gutlederer, Reuters-Korrespondent in Wien, unterstrich die Bedeutung lokaler Besonderheiten. "Ich bin gelernter Österreicher und kenne das josephinische System in Österreich", so Gutlederer. Von Außenstehenden werden österreichische Vorgänge aber oft als skurril wahrgenommen. "Ein Großteil meiner Aufgabe besteht darin, internationalen Akteuren zu erklären, was in Österreich eigentlich geschieht", fügte der Reuters-Korrespondent hinzu.
 


 

Suchmaschine der österreichischen Kommunikations-Branche
Meta Communication schaltet Adressdatenbank frei
 

Die Wiener PR-Agentur Meta Communication http://www.metacommunication.com schaltet ihre Adressdatenbank http://www.metacommunication.com/at/whoiswho.htm frei. In dem "Who is Who der Corporate Communication" sind die E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Postadressen der wichtigsten österreichischen Unternehmenskommunikatoren sowie Pressesprecher von NGOs, Parteien und Verbänden online abfragbar.
 

"Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer es manchmal ist, die richtigen Ansprechpartner zu finden", sagte Erich Pellech, Geschäftsführer von Meta Communication. "Als serviceorientiertes Unternehmen auf dem Informationssektor wollen wir mit dieser Datenbank eine Brücke zwischen Medien und Pressestellen zur Verfügung stellen", fügte Pellech hinzu.
 

Alle in der Datenbank gelisteten Persönlichkeiten können selbst in einem Password-geschützten Bereich ihre Daten aktualisieren oder ändern. Die Nutzung der Datenbank ist kostenlos.
 


 

PR-Branche spürt Konjunkturflaute
Agenturen in der Schweiz rechnen mit gebremstem Wachstum
 

Auch für PR-Agenturen ist das wirtschaftliche Umfeld härter geworden. Der Bund der Public Realtions Agenturen der Schweiz BPRA http://www.bpra.ch rechnet nach einer Umfrage bei seinen Mitgliedern mit gebremstem Wachstum. Von den 20 angeschlossenen Agenturen haben 18 an der Erhebung teilgenommen. Die meisten mussten ihre Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach unten revidieren.
 

So rechnen die 18 Agenturen für 2001 mit einer Steigerung der Nettohonorarvolumen um 1,3 Prozent auf 80 Mio. Franken. Letztes Jahr betrug das Volumen knapp 79 Mio. Franken. Die Umfrageteilnehmer waren eigentlich von einem Plus von 15 Prozent ausgegangen.
 

Auch im nächsten Jahr sind die Aussichten nicht viel besser. Eine Knappe Mehrzahl von Agenturen erwartet, dass sich an der gedämpften Entwicklung so schnell nichts ändern wird. Die übrigen rechnen sogar mit einer weiteren Verflachung. Nur zwei Agenturen sind optimistisch und glauben an ein Wachstum im Jahr 2002.
 

Die BPRA merkt allerdings an, dass zwischen ihren einzelnen Mitgliedern grosse Unterschiede bestehen. Deutlichen Honorarrückgängen stehen beachtliche Ertragszuwächse gegenüber. Das gilt sowohl für grossen als auch für die mittleren und kleinen Agenturen.
 

Den Bund der PR-Agenturen gibt es seit 25 Jahren. Seine 20 Mitglieder repräsentieren rund 80 Prozent des Marktes und erzielen mit etwa 400 Mitarbeitern einen Honorarumsatz von rund 85 Mio. Franken.


 


 

Galaveranstaltung Deutscher PR-Preis GOLDENE BRÜCKE 2001 am 14. Oktober 2001 in Berlin

Der seit 1970 jährlich ausgeschriebene Deutsche
PR-Preis GOLDENE BRÜCKE wird als höchste Auszeichnung für Public
Relations im deutschsprachigen Raum am 14. Oktober in Berlin
verliehen. Die Galaveranstaltung bildet den Auftakt im Rahmen der
Internationalen PR-Konferenz des weltweiten Public Relations
Dachverbandes IPRA vom 14. bis 17. Oktober 2001.
  
   Ausgezeichnet werden in den Räumlichkeiten der Dresdner Bank am
Pariser Platz excellente und vorbildliche PR-Arbeiten von
Unternehmen, Organisationen, Institutionen und der öffentlichen Hand
sowie deren Beratern und Agenturen. Neben der in neun Kategorien
ausgeschriebenen GOLDENEN BRÜCKE wird seit 1999 zusätzlich der
GOLDENE PFEILER für herausragend umgesetzte taktische Instrumente und
Einzelmaßnahmen im Bereich der PR/Öffentlichkeitsarbeit vergeben. Der
Wettbewerb der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG)
steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Technologie. Staatssekretär Siegmar Mosdorf wird 250
Gäste aus der nationalen sowie internationalen PR- und
Kommunikationsbranche begrüßen.
  
   Die Einladungs- bzw. Anmeldungsunterlagen stehen auf der
DPRG-Homepage unter: www.dprg.de - Rubrik 'Kurzmeldungen' - in
deutscher und englischer Sprache zum Download bereit. Anmeldeschluss
ist der 5. Oktober.

 


 

Silvia Gronau gewinnt Young PR Award
Öffentlichkeitsarbeit für Blaue Lagune gewürdigt
 

Im Rahmen des zweiten Young PR Event http://www.youngpr.org/ ist der "ERSTE Paul Watzlawick Preis" für außergewöhnliche Leistungen in der Public Relations an Silvia Gronau gegangen. Die 33-jährige Absolventin des Universitätslehrgangs für Öffentlichkeitsarbeit gewann mit dem Projekt "Fertighauszentrum Blaue Lagune - Auf dem Weg zu Europas größten Fertighauspark" den Young PR Award 2001. "Mit diesem Projekt zeigt Gronau, wie man mit kontinuierlicher, seriöser PR-Arbeit für die gesamte Branche Erfolge erzielen kann", heißt es in der Begründung der Jury. Gronau war mehrere Jahre bei bekannten Agenturen wie Active Communications oder Ogilvy & Mather PR beschäftigt. Seit 1996 ist Sie mit ihrer Agentur "Prundmehr" selbstständig.
 

Die Auszeichnung ist ein Wanderpreis in Form eines Staffelrohrs (Bild) und trägt den Namen des wohl berühmtesten Kommunikationstheoretikers. Voraussetzung für der Teilnahme an der Ausscheidung sind die Absolvierung des Lehrgangs und ein Alter unter 35 Jahren. Anlässlich der Einführung eines Master Degree als Lehrgangsabschluss wurde dieser Preis im Vorjahr von den damaligen Absolventen des Lehrgangs ins Leben gerufen. Damals war die Gewinnern Gabriele Faber-Wiener, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei "Ärzte ohne Grenzen".
 


 


Kohtes Klewes wird ECC / Deutschlands führende Public Relations Gruppe wandelt sich zur europäischen Beratungsmarke

Die European Communications Consultants Gruppe
(ECC) bündelt ihre Kräfte. Künftig werden wesentliche Teile der
Gruppe operativ unter der Marke ECC auf dem Markt auftreten.
  
   Damit setzt ECC das Signal, eine europaweit einheitlich starke
Marke für Corporate Communications auszubauen. Strategische
Geschäftsfelder werden mit der Marke ECC verbunden. Beispiele sind
die Gründung von ECC Advertising in Berlin und ECC Public Affairs ab
1. Oktober 2001 in Berlin und Brüssel. Besondere Bedeutung gewinnt
diese Markenbildung durch den neuen Auftritt des Marktführers für
Public Relations als ECC Kohtes Klewes.
  
   Diese Konzentration der Gruppe auf eine Marke mit internationaler
Programmatik und fachlicher Ausdifferenzierung spiegelt die
zunehmende Bedeutung der Entwicklung auf Kundenseite wider. Verbunden
mit der Neuorientierung ist auch ein Umbau der Organisations- und
Managementstruktur der Gruppe.
  
   Gregor Schönborn wird neben seiner operativen Verantwortung für
ECC Kohtes Klewes die Rolle des Sprechers der ECC Gruppe übernehmen.
Die Partnerversammlung hat ihn am Wochenende in Berlin gewählt, in
dieser Rolle das nationale und internationale Board zu koordinieren.
Der bisherige Sprecher der ECC, Olaf Arndt, hat sich entschlossen,
nicht erneut für ein Amt in der ECC Gruppe zu kandidieren und wird
sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen.
  
   Erste Schritte in das europäisch orientierte Geschäftsmodell
wurden bereits im Frühjahr 2001 mit der Beteiligung an der Agentur
Publico in Wien und Budapest gemacht, die künftig als ECC Publico
firmiert. Der Spezialist in der Gruppe für Internet-Auftritte und
E-Publishing heißt ab sofort ECC Online Relations und ist damit
ebenso Bestandteil der neuen Markenstrategie. Zur ECC gehören
darüberhinaus in Deutschland Deekeling Kommunikation, Corps sowie die
internationalen Marken Brodeur Communications und Porter Novelli. Die
Unternehmensgruppe beschäftigt 460 Mitarbeiter und erwartet einen
Umsatz im laufenden Jahr von 50 Mio. Euro.
  
   ECC ist eine partnergeführte Agenturgruppe, an der die BBDO Group
Germany beteiligt ist. Das Partnermodell der Agenturgruppe wird als
Erfolgskonzept für unternehmerisches Engagement weiter ausgebaut.
Zehn neue Partner aus der Gruppe wurden auf der Partnerversammlung in
Berlin für 2002 nominiert.
 

 


 

Staatspreis für Public Relations 2001
Wirtschaftsminister prämiert verantwortunsvolle Öffentlichkeitsarbeit

Bis zum 12. September 2001 können PR-Träger am Staatspreis für Public Relations des Public Relations Verband Austria (PRVA) teilnehmen. Mit dieser vom Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) verliehenen Auszeichnung soll professionelle und verantwortungsvolle Öffentlichkeitsarbeit gefördert werden.

Seit 1984 werden alljährlich herausragende Leistungen der Öffentlichkeitsarbeit bzw. der institutionellen Kommunikation von einer Jury prämiert. Diese setzt sich neben Vertretern von PRVA und BMWA aus Repräsentanten des Vereins für Konsumenteninformation, der Industriellenvereinigung, der Wirtschaftskammer, des Verbands österreichischer Zeitungen und anderen zusammen. Nicht in Betracht kommen dabei Projekte, die vor allem der Verkaufsförderung dienen. Ausgezeichnet werden vielmehr vertrauensbildende Kommunikationsmaßnahmen, die die Notwendigkeit eines sozial verträglichen und umwelt- sowie ressourcenschonenden Wirtschaftens berücksichtigen.

Beurteilungskriterien sind unter anderem die Einbindung des Projektes in ein Gesamt-PR-Programm, Originalität sowie das Einhalten internationaler PR-Richtlinien. Neben einer Urkunde für den PR-Träger bzw. für die allfällige externe Agentur erhält der Sieger das Recht, ein besonderes Zeichen bestehend aus dem Staatspreis-Logo und –schriftzug mit Jahreszahl zu verwenden. Das Siegerprojekt nimmt im Anschluss an die Prämierung, die am Vorabend des PR-Tages stattfindet, an der Wahl zum CERP Award For Case Studies teil. Neben dem Staatspreis werden bis zu fünf Nominierungen für den Staatspreis verliehen.

 

80 Prozent der befragten PR-Verantwortlichen befürworten erfolgsabhängige Honorierung von PR-Leistungen

Eine Umfrage zum Thema "Erfolgskontrolle von Kommunikationsprozessen und Erfolgsabhängige Honorierung in der PR-Branche" hat ad publica Public Relations von Mitte März bis Ende Mai 2001 auf Grundlage des Ehrenkodex für PR-Fachleute, dem "Code de Lisbonne", durchgeführt. Im Artikel 11 des "Code de Lisbonne" war festgelegt, dass Public Relations-Fachleute keine erfolgsabhängige Bezahlung für ihre erbrachten Dienstleistungen entgegennehmen dürfen. Dieser Artikel wurde am 17. Juni 2000 nach der 41. Mitgliederversammlung der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) außer Kraft gesetzt. Dies hat in der PR-Branche die Debatte rund um das Thema erfolgsabhängige Bezahlung von Agenturen neu entfacht. Die Erhebung sollte dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad des Kodex zu ermitteln und die Akzeptanz gegenüber des Code sowie seines Inhalts zu bewerten. Befragt wurden Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Position mit dem Kodex in Berührung kommen (Pressesprecher und PR-Verantwortliche in Unternehmen).

In die repräsentative Umfrage gingen Firmen verschiedener Branchen (Pharma, Energie, IT und Telekommunikation, Geld- und Kreditwirtschaft, Medien, Versicherungen) und Größenordnungen (Start-up, Mittelstand, Großunternehmen) ein. Von den rund 1.750 befragten PR-Verantwortlichen haben sich 515 (29,4 Prozent) an der Untersuchung beteiligt.

Die wichtigsten Ergebnisse in Kurzform:
1. Erschreckend ist, dass knapp 60 Prozent der befragten PR-Verantwortlichen den "Code de Lisbonne" überhaupt nicht kennen. Dies zeigt einmal mehr wie wichtig die Definition eines einheitliches Berufsbildes und klarer Ausbildungswege in der PR-Branche ist - beides liegt bisher immer noch nicht vor.

2. Nur knapp ein Viertel der Befragten weiß von der Außerkraftsetzung des Artikels 11. Dies zeigt offensichtlich, dass die Informationspolitik der Verbände verbessert werden muß. Es stellt sich die Frage, inwieweit Branchenthemen auch PR-Verantwortliche erreichen, die nicht in den Verbänden engagiert sind bzw. nicht aktiv aktuelle Entwicklungen verfolgen. Gefordert ist: Mehr PR für PR!

3. Den Schritt der Aufhebung des Artikels 11 und die Möglichkeit der erfolgsabhängigen Honorierung begrüßen knapp 80 Prozent der Befragten. Die Kommentare, die an dieser Stelle möglich waren, zeigen, dass in einer Zeit, in der die Märkte zunehmend unter Druck stehen, nach Alternativen zu herkömmmlichen Dienstleistungs- und Arbeitsprozessen gesucht wird. Am wichtigsten war den Befragten die Transparenz der Agenturarbeit: Die Leistung der Agentur kann durch erfolgsabhängige Honorierung einfacher überprüft werden. Die weiteren Begründungen lassen sich in folgenden Schlagworten zusammenfassen:
Der Markt verlangt es; Verbesserte Kundenorientierung; Leistungsanreiz für Agenturen; Leistung und Gegenleistung in anderen Branchen auch üblich; Anpassung an internationale Maßstäbe.

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage sowie der Wortlaut des "Code de Lisbonne" stehen auf der Website von ad publica Public Relations unter www.adpublica.com im Bereich News zum Download zur Verfügung oder können direkt bei ad publica angefordert werden.



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:26
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