Riepl verlangt Sonderpostmarke für
Flutopfer
Mit 10 Cent Überfrankierung könnten tausende Private und Firmen
helfen
Wien (SK) "Ich habe mich heute mit der Bitte an den Vorstand der Post AG
gewandt, angesichts der Flutkatastrophe in Süd-Ostasien eine Sonderpostmarke
aufzulegen, um für die Opfer und den Wiederaufbau eine längerfristige Hilfe
zu sichern", teilte SPÖ-Abgeordneter Franz Riepl heute dem SPÖ-Pressedienst
mit.
"Eine solche Briefmarke könnte 65 statt 55 Cent kosten, so dass mit einer
leicht verschmerzbaren Überfrankierung von 10 Cent tausende Privatpersonen
und vor allem Firmen ihren Beitrag zur Hilfe für die Flutopfer leisten
könnten. Natürlich muss diese Aktion von der Post entsprechend beworben
werden. Dann kann ich mir vorstellen, dass über diese Aktion auch noch in
einigen Monaten Gelder aufgetrieben werden können, wenn die
Spendenbereitschaft durch die Betroffenheit der ersten Wochen bereits längst
versiegt ist. Die so aufgebrachten Mittel könnten einer der österreichischen
Hilfsaktionen zugute kommen", erläutert Riepl seinen Vorschlag.
Riepl betonte, dass er eine solche Aktion für eine Institution wie die
Österreichische Post AG für angemessen halte und mit einer zustimmenden
Antwort seitens des Vorstandes rechne.

Rennhofer: Wir pochen auf den
Versorgungsauftrag der Post
"Die Forderungen der SP NÖ werden nicht glaubwürdiger, wenn sie auch
noch so oft wiederholt werden. Wenn die SP NÖ vor einem Postamt, das gar
nicht geschlossen werden soll, Demonstrationen abhält, disqualifiziert sie
sich selbst. Wir von der VP Niederösterreich hingegen bestehen auf den
Versorgungsauftrag der Post. Die Post ist nun gefordert, Lösungskonzepte auf
den Tisch zu legen, denn die Post hat einen Versorgungsauftrag, den sie auch
wahrnehmen muss", sagt der VP-Landtagsabgeordnete Franz Rennhofer,
Bürgermeister der von den Schließungsplänen betroffenen Gemeinde Lichtenegg.
Die SPÖ hatte im November vor dem Postamt Spratzern demonstriert, obwohl
dieses nicht auf der Liste der von Schließungen betroffenen Ämtern stand, da
es bereits lange vorher von einer möglichen Schließung ausgenommen wurde.
"Die SPÖ hat mir ihrem Nein zum Finanzausgleich viele Millionen für
unsere Gemeinden aufs Spiel gesetzt und sich dabei klar gegen die Interessen
der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher gestellt. Die Forderungen
der SPÖ zur Post sind daher in höchstem Maße unglaubwürdig", so Rennhofer.

Österreichische Post AG beantragt neue Tarife
Die Österreichische Post AG beantragte heute, Freitag 27. Dezember 2003 bei
der Regulierungsbehörde im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und
Technologie folgende Tarifänderungen:
Standardtarif Brief Inland 0,55 Euro derzeit: 0,51 Euro
Brief Inland bis 50g 0,75 Euro derzeit: 0,58 Euro
Brief Inland bis 100g 1,00 Euro derzeit: 0,87 Euro
Mit 0,55 Euro entspricht der Standardtarif in Österreich - vorausgesetzt der
Genehmigung durch die Regulierungsbehörde - jenem der Deutschen Post.
Die Umsatzrückgänge der Österreichischen Post AG, bedingt vor allem durch die
Substitution klassischer Postprodukte durch neue Technologien führen zu einer
Steigerung der Stückkosten und machen die Erhöhung des Standardtarifes aus
betriebswirtschaftlicher Sicht und zur Aufrechterhaltung des Universaldienstes
notwendig. Der Standardtarif für den Brief Inland wurde zuletzt vor sechs
Jahren angepasst. Mit dem geplanten Tarifmodell erfolgt eine Anpassung auf
kostenorientiertes internationales Niveau. Während die Tarife für
Inlandsbriefe in Österreich von 1998 bis 2003 im Durchschnitt um 4 Prozent
gestiegen sind, ist der Verbraucherpreisindex im selben Zeitraum um beinahe 9
Prozent gestiegen.
Auch für Info-Mails mit persönlicher Anschrift hat die Österreichische Post AG
neue Allgemeine Geschäftsbedingungen beantragt.
Das Postgesetz sieht vor, dass der sogenannte reservierte Dienst (ab 1. Jänner
2003 für Briefe bis 100g) der Genehmigung durch die Regulierungsbehörde bedarf
und Dienste im Rahmen des Universaldienstes (Briefe bis 2kg sowie Pakete bis
20kg) anzuzeigen sind. Im Falle einer Genehmigung treten die Tarife für den
reservierten Dienst ab 1. Juni 2003 in Kraft.
Brief Inland im nicht reservierten Bereich Unabhängig von der Genehmigung der
Tarife im reservierten Dienst wird es mit 1. Mai 2003 zu folgenden
Tarifänderungen beim Brief Inland kommen:
Brief Inland bis 350g 1,25 Euro derzeit: 1,38 Euro
Brief Inland bis 500g 1,75 Euro derzeit: 1,60 Euro
Brief Inland bis 1.000g 2,75 Euro derzeit: 2,47 Euro
Brief Inland bis 2.000g 3,75 Euro derzeit: 3,27 Euro
Die Tarifstufe Brief Inland bis 150g entfällt, da - in Anpassung an die
Liberalisierungsschritte 2003 - stattdessen die Tarifstufe bis 100g eingeführt
wird.
Zwtl.: Neue Tarife der Österreichischen Post im europäischen Durchschnitt
Die Österreichische Post AG liegt mit dem geplanten Tarifmodell insgesamt im
europäischen Durchschnittspreisniveau. Der geplante Tarif von 0,55 Euro für
den Standardbrief entspricht jenem der Deutschen Post. In den Nachbarländern
Schweiz und Italien ist der Tarif für diese Leistung mit jeweils 0,62 Euro
deutlich höher, auch insgesamt liegen die Tarife für Inlandsbriefe in
Deutschland, der Schweiz und Italien über dem Niveau der Österreichischen
Post. In den höheren Gewichtsstufen beim Brief Inland zählt die
Österreichische Post AG auch ab Mai 2003 zu den preisgünstigsten europäischen
Postgesellschaften. Für einen Brief bis 2.000g, der in Österreich ab 1. Mai
2003 3,75 Euro kostet, muss man etwa in Großbritannien 10,7 Euro oder in
Italien 8,06 Euro zahlen.
Zwtl.:Brief International
Zur Gewährleistung der durchgehenden maschinellen Bearbeitbarkeit erfolgt eine
Neudefinition der Höchstmaße für Sendungen zum Standardentgelt mit 235x120mm
(derzeit: 235x162mm). Folgende Tarifänderungen treten mit 1. Mai 2003 in
Kraft:
Europa Priority Standard 0,55 Euro derzeit: 0,51 Euro
bis 50g 1,10 Euro derzeit: 1,02 Euro
bis 100g 2,00 Euro derzeit: 1,53 Euro
bis 350g 6,00 Euro derzeit: 4,80 Euro
bis 500g 8,00 Euro derzeit: 7,27 Euro
bis 1.000g 11,00 Euro derzeit: 10,90 Euro
bis 2.000g 18,00 Euro derzeit: 18,17 Euro
Europa Economy Standard - -
bis 50g 1,00 Euro derzeit: 0,73 Euro
bis 100g 1,50 Euro derzeit: 1,09 Euro
bis 350g 3,50 Euro derzeit: 2,54 Euro
bis 500g 5,50 Euro derzeit: 4,36 Euro
bis 1.000g 7,50 Euro derzeit: 5,81 Euro
bis 2.000g 12,50 Euro derzeit: 10,17 Euro
Welt Priority Standard 1,25 Euro derzeit: 1,09 Euro
bis 50g 1,75 Euro derzeit: 1,45 Euro
bis 100g 3,75 Euro derzeit: 2,91 Euro
bis 350g 6,75 Euro derzeit: 5,81 Euro
bis 500g 10,75 Euro derzeit: 9,45 Euro
bis 1.000g 18,75 Euro derzeit: 16,71 Euro
bis 2.000g 33,75 Euro derzeit: 32,70 Euro
Welt Economy Standard - -
bis 50g 1,25 Euro derzeit: 1,02 Euro
bis 100g 2,25 Euro derzeit: 1,53 Euro
bis 350g 5,25 Euro derzeit: 4,80 Euro
bis 500g 6,25 Euro derzeit: 7,27 Euro
bis 1.000g 11,25 Euro derzeit: 10,90 Euro
bis 2.000g 18,25 Euro derzeit: 18,17 Euro
Zusatzleistungen Bei folgenden Zusatzleistungen kommt es mit 1. Mai 2003 zu
Tarifänderungen:
Einschreiben 2,10 Euro derzeit: 2,03 Euro
Wertbrief über 1.500 Euro 36,00 Euro derzeit: 36,34 Euro
Eigenhändig 2,10 Euro derzeit: 2,03 Euro
Rückschein 2,10 Euro derzeit: 2,03 Euro
Nachnahme Barauszahlung 3,60 Euro derzeit: 3,63 Euro
Nachnahme Kontoüberweisung 2,60 Euro derzeit: 2,54 Euro
Einhebung Antwortsendung 0,10 Euro derzeit: 0,07 Euro
Einhebung sonstige Briefsendung 0,50 Euro derzeit: 0,51 Euro
Postvollmacht 15,00 Euro derzeit: 8,14 Euro
Nachsendung Urlaub 4,10 Euro derzeit: 4,07 Euro
Nachsendung Business 8,10 Euro derzeit: 8,14 Euro
Nachforschung 4,00 Euro derzeit: 3,63 Euro
Postlagernd 1,00 Euro derzeit: kostenlos
Zu einer Abrundung kommt es bei den Tarifen für Post- und Urlaubsfächer:
Postfach Privat 7,25 Euro derzeit: 7,27 Euro
Postfach Privat Plus 14,50 Euro derzeit: 14,53 Euro
Postfach Business 18,00 Euro derzeit: 18,17 Euro
Postfach Business Plus 25,25 Euro derzeit: 25,44 Euro
Urlaubsfach 14,50 Euro derzeit: 14,53 Euro
Pakete Bei Paketen für den Inlandsversand kommt es ab 1. Mai 2003 zu folgenden
Tarifänderungen:
bis 2kg 3,70 Euro derzeit: 3,56 Euro
bis 4kg 4,70 Euro derzeit: 4,36 Euro
bis 8kg 5,70 Euro derzeit: 5,45 Euro
bis 12kg 7,00 Euro derzeit: 6,90 Euro
bis 20kg 9,00 Euro derzeit: 9,08 Euro
bis 31,5kg 12, 00 Euro derzeit: 12,72 Euro
Abhängig von der Zone des jeweiligen Bestimmungslandes kommt es auch bei
Paketen für den Auslandsversand zu Tarifänderungen. Ebenso bei
Zusatzleistungen für den Paketversand.

Post: Internet-Brief kommt im Sommer
Bezahlung über Provider wird angestrebt
Die österreichische Post
http://www.post.at/ wird voraussichtlich ab Juli mit "Schreiber.link" ein
Service anbieten, bei dem Briefe, Postkarten und Telefaxe übers Internet
versandt und dann physisch zugestellt werden. Die Preise bezifferte Walter
Trezek, Abteilungsleiter für neue Technologien der Post AG, gegenüber
pressetext.austria mit 1,50 Euro pro Brief und einem Euro pro Postkarte. Die
Abrechnung soll nach den Vorstellungen der Post über die Telefonrechnung des
jeweiligen Providers erfolgen. Zu Beginn will die Post private User
ansprechen, in weiterer Folge werde es weitere Produkte für Klein- und
Mittelbetriebe und auch Mehrwertdienste für jedermann geben - wie den
"eingeschriebenen Brief über das Internet", erklärte Trezek.
Bei dem "normalen" Online-Brief gibt der User auf der Post-Site Text,
eigene Adresse sowie die Anschrift des Empfängers an. Nach dem Senden führt
eine Maschine namens "Mail Printer" in einem geschlossenen Vorgang folgende
Arbeitsgänge aus: Der Brief wird ausgedruckt, gefalzt, das Kuvert beschriftet
sowie mit Briefmarke versehen, der Brief in das Kuvert gesteckt und
verschlossen. Danach fällt der fertige Brief in einen Sack. "Durch dieses
Verfahren bleibt das Briefgeheimnis gewahrt´", so Trezek. Beim
Postkarten-Service kann zusätzlich noch ein gewünschtes Motiv ausgewählt
werden.
Der "Mail-Printer" ist laut Trezek ein kleiner, handlicher Laserdrucker mit
Kuvertiereinheit, der auf den Kleinanwendermarkt zugeschnitten ist. Er kann
1.800 bis 2.000 Briefe und Postkarten pro Tag "erzeugen" und kostet der Post
in der Anschaffung knapp über 7.000 Euro. Die Maschinen werden in den
Verteilzentren der Post aufgestellt und sollen je nach Bedarf zuerst in Wien
und dann auch in den Bundesländern zum Einsatz kommen. Das System ist je nach
Bedarf phasenweise erweiterbar. Weltweit einziger Hersteller ist die britische
Firma PFE http://www.pfe.co.uk/
.
Die ersten Online-Briefe mit physischer Zustellung werden im Frühjahr von
den so genannten "E-Points" der Post verschickt werden können. "Die
Bezahlfunktion hält uns zurzeit noch von einem Roll-out ab", so Trezek.
Derzeit werde mit Europay daran gearbeitet, die E-Points mit Bezahlfunktion
auszustatten. Dann könne der Betrag per Bankomatkarte abgebucht werden.
Als weiterführende Services und Produkte denkt die Post unter anderem an
spezielle Adress-Suchfunktionen oder die Möglichkeit, eingeschriebene Briefe
mit dem "Internet-Verfahren" von zu Hause aus versenden zu können. "Dann
können auch Anträge bei der Sozialversicherung vom Heimcomputer aus gestellt
werden", so Trezek. Speziell sollen auch Angebote für Klein- und
Mittelbetriebe gemacht werden: Der Massenversand wird dann möglich, "wenn die
Fulfillment-Komponente auf eine andere Ebene gestellt wird".

Deutsche Post darf trans-o-flex übernehmen
Genehmigung des Bundeskartellamts unterliegt strengen
Auflagen
Die Deutsche Post
http://www.deutschepost.de kann den Zusammenschluss mit trans-o-flex
vollziehen. Das Bundeskartellamt
http://www.bundeskartellamt.de hat die im Juli dieses Jahres angemeldete
Aufstockung der 24,8-Prozent-Beteiligung an der trans-o-flex
Schnell-Lieferdienst GmbH
http://www.trans-o-flex.de auf 100 Prozent unter strengen Auflagen vom
Vollzugsverbot befreit. "Mit den Auflagen, die den Charakter einer
Trennungsanordnung ("hold-separate-order") haben, wird sichergestellt, dass
die wettbewerbliche Selbstständigkeit der trans-o-flex bis zum Abschluss des
Verfahrens erhalten bleibt und das Unternehmen im Falle einer rechtskräftigen
Untersagung auf einen Dritten übertragen werden kann", sagte
Kartellamtspräsident Ulf Böge.
Damit wendet das Bundeskartellamt erstmals die mit der sechsten GWB-(Gesetz
gegen Wettbewerbsbeschränkungen)-Novelle geschaffene Vorschrift an, nach der
bei Vorliegen wichtiger Gründe der Vollzug eines Zusammenschlusses auch vor
einer rechtskräftigen Entscheidung gestattet werden kann (Paragraph 41, Absatz
2, GWB). Für die Entscheidung sei zum einen ausschlaggebend, dass sich die
trans-o-flex derzeit in einer schwierigen Sanierungsphase befindet. Es wäre zu
befürchten, dass bei einem zu erwartenden mehrjährigen Rechtsstreit über die
Zulässigkeit der Fusion infolge der daraus resultierenden Unsicherheit ein
Sanierungserfolg gefährdet wäre.
Die Wettbewerbsfähigkeit der trans-o-flex hänge ganz entscheidend davon ab,
dass ihre Gesellschafter den eingeschlagenen Sanierungskurs sowohl finanziell
als auch organisatorisch aktiv unterstützen. Im Einzelfall hätte sich daraus
jedoch ein Konflikt mit dem Vollzugsverbot ergeben können, so das Kartellamt.
Die Befreiung vom Vollzugsverbot ermöglicht es nunmehr der DP AG, ihre
Verantwortung als Mitgesellschafterin der trans-o-flex in vollem Umfang
wahrzunehmen und deren Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu fördern.
Auf der anderen Seite habe das Bundeskartellamt sicherstellen müssen, dass
durch die teilweise Befreiung vom Vollzugsverbot einer abschließenden
Entscheidung über die kartellrechtliche Zulässigkeit des Zusammenschlusses
nicht vorgegriffen wird. Dabei war in Rechnung zu stellen, dass das
Bundeskartellamt den Zusammenschluss tendenziell kritisch beurteilt. Nach Böge
habe das Amt den Beteiligten umfangreiche Informationspflichten auferlegt.
Damit werde die Einhaltung der "hold-seperate-order" bis zu einer
abschließenden Entscheidung über die kartellrechtliche Zulässigkeit strikt
überwacht. Verstöße gegen die angeordneten Auflagen wären eine
Ordnungswidrigkeit und können mit einem Bußgeld von bis zu einer Mio. Mark
geahndet werden.

Postpaid Calling Cards leiden unter Handy-Boom
Studie: Europamarkt schrumpft bis 2007 um knapp 30 Prozent
Der Europamarkt für Postpaid Calling Cards leidet unter dem Handy-Boom.
Während die Mobiltelefontechnologie immer ausgereifter wird und
Roaming-Vereinbarungen auch die internationale Telefonie per Handy zunehmend
vereinfachen, erleiden die Anbieter von Postpaid-Telefonkarten derzeit
empfindliche Verluste. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung Frost &
Sullivan http://www.frost.com
wird der Europamarkt, dessen Wert im vergangenen Jahr noch bei 273,2 Mio.
Dollar lag, bis 2007 auf 195,9 Mio. Dollar schrumpfen.
Postpaid Calling Cards sind Telefonkarten, bei denen die Abrechnung der
Telefonkosten im Nachhinein über Bankkonto beziehungsweise Kreditkarte
erfolgt. Sie lassen sich von jedem Telefon, Handy und Telefonzelle nutzen.
Nach dem exponentiellen Anstieg der Mobiltelefonnutzer-Zahlen war zunächst der
komplette Niedergang des Postpaid-Calling-Card-Marktes zu befürchten, Frost &
Sullivan. Doch neben unbestreitbaren Vorteilen wie einfacher Nutzung,
ständiger Verfügbarkeit und der Möglichkeit, jederzeit Anrufe zu tätigen und
zu empfangen, bietet die Mobiltelefonie auch einen entscheidenden Nachteil:
Bei internationalen Gesprächen fallen immense Roaming-Gebühren an. "Der
Kostenfaktor hat inzwischen gerade bei den Firmenkunden zu einer Rückbesinnung
auf die Postpaid-Lösung geführt," so Nathan Budd, Analyst bei Frost &
Sullivan.
Bislang seien bereits 80 Prozent des Umsatzes im Europamarkt für
Postpaid-Telefonkarten mit der Anwendung in Unternehmen und auf
Geschäftsreisen erzielt worden, bis zum kommenden Jahr werde dieser Anteil auf
85 Prozent weiter steigen. In dieser Prognose spiegle sich die Vermutung
wider, dass sich der Markt nächstes Jahr auf seinen festen Kundenkern
reduziert haben wird, der dann fast ausschließlich aus geschäftlichen
Anwendern bestehen werde.
Statt die Karten weiterhin als separate Einheit anzubieten, verstehe die
Branche ihr Angebot mittlerweile als Erweiterung zu anderen Lösungen für
Geschäfts- und teilweise auch Privatkunden und setzt auf die Konvergenz von
Zahlungen. In diesem Zusammenhang zögen sich zurzeit viele der noch jungen
Anbieter bereits wieder aus dem Markt zurück und überließen das Feld den
traditionellen europäischen Post- und Fernmeldegesellschaften (PTTs) oder auch
großen US-basierten Operatoren, die langsam wieder Marktanteile dazugewinnen
würden.
Deutschland verbuche als größter Telekommunikationsmarkt in Europa dieses
Jahr gerade einmal 7,5 Prozent der gesamteuropäischen Umsätze. Der Grund liege
in der Verbreitung von ISDN-Anschlüssen, gerade bei geschäftlichen Nutzern.
ISDN hat den Vorteil, dass sich der Datentransfer erheblich beschleunigt,
allerdings werden keine Postpaid Calling Cards für ISDN angeboten. Die
Möglichkeit, sich über Standardtelefonleitungen in das Internet einzuwählen
und hierfür per Postpaid Calling Card günstige Tarife zu nutzen, werde von den
deutschen Anbietern - allen voran der Deutschen Telekom mit ihren 72 Prozent
Marktanteil - nicht beworben. Somit würden hierzulande auch überwiegend
Privatpersonen Postpaid Calling Cards nutzen.

Deutsche Post will Jahresprognose nicht revidieren
Terroranschläge wirken sich nur auf Tochterunternehmen aus
Die Deutsche Post
http://www.dpwn.de will ihre Ergebniserwartung trotz der Terroranschläge
in den USA und der allgemein schwachen Konjunktur nicht korrigieren. Wie der
Konzern am Freitag bekannt gab, bleibt die Post bei den bereits zum Halbjahr
abgegebenen Prognosen und erwartet weiterhin bei Umsatz und Ergebnis eine
Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
Die Auswirkungen der Terroranschläge in den USA auf das Geschäft des
Konzerns betreffen den Angaben zufolge vor allem die Tochterunternehmen Danzas
und DHL und damit die Unternehmenssparten Logistik und Express. Das Ausmaß der
erwarteten Gewinneinbußen in diesen Geschäftsgebieten habe keinen Einfluss auf
die Erwartungen für den Gewinn des Konzerns zum Jahresende. Die schnell
eingeleiteten Maßnahmen nach den Ereignissen vom 11. September hätten den
Schaden in den USA begrenzt, hieß es. Die rasche Wiederaufnahme des
Postverkehrs mit den USA sorgte zudem dafür, dass der Rückstau von Briefen und
Paketen umgehend abgebaut wurde. Die Post-Aktie verlor am Freitag in einem
sehr schwachen Umfeld 2,38 Prozent und fiel auf 13,97 Euro.

Deutsche Post testet Paketzustellung in Automaten
Pilotversuch startet in Dortmund und Mainz
Die Deutsche Post
http://www.dpwn.de startet ein Pilotprojekt zur Paketabholung über
Ausgabeautomaten. Ab Mitte November können Geschäftskunden im Raum Dortmund
und Mainz die Automaten testen, teilte die Post am Dienstag mit. Im nächsten
Jahr sollen die Ausgabeautomaten in ganz Deutschland installiert werden. Die
"Packstationen" seien als zusätzlicher flexibler Zustellservice gedacht und
sollen die Postboten nicht ersetzen.
Der Empfänger einer Sendung könne individuell bei jeder Bestellung
bestimmen, in welchem Automaten er sein Paket abholen will. Für die Abholung
benötige der Kunde Kundenkarte und Geheimzahl. Bei Eintreffen des Paktes werde
der Empfänger per SMS oder E-Mail benachrichtigt. Die ersten Automaten werden
an öffentlichen, stark besuchten Plätzen in Zusammenarbeit mit den Kommunen,
der Deutschen Bahn und der Aral-Kette aufgestellt. Der Pilotversuch soll
zunächst die gesamte logistische Prozesskette prüfen, bevor in der zweiten
Phase 2002 das Angebot auch auf Privatkunden ausgeweitet wird.
