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TETRA-Funknetz für Metro in Lissabon
Standortunabhängige Daten- und Sprachkommunikation

 

Im Auftrag der Siemens AG wird das Tochterunternehmen von Rohde & Schwarz http://www.rohde-schwarz.de , R&S BICK Mobilfunk http://www.rsbick.de , in Lissabon ein TETRA-Funksystem für das Light Rail Metro System "Sul do Tejo" (MST) liefern. Die Lösung soll das Rückgrat eines rechnergesteuerten Betriebsleitsystems werden und Fahrgäste an zentralen Haltestellen mittels Display über Fahrzeiten und andere Daten informieren. Rückrad

Das ACCESSNET-T-System wird laut Siemens zunächst an drei Standorten installiert und den gesamten Betriebsbereich der Metro in Lissabon versorgen. Die Lösung besteht aus drei TETRA-Basisstationen, die von der TETRA-Vermittlung DMX-510 gesteuert werden. Diese stellt auch die IP-basierte Applikationsschnittstelle A-CAPI zur Verfügung. Die Streckenversorgung wird mit TETRA-Repeatern ergänzt, die über ein optisches Kabel mit den Basisstationen verbunden werden.

Für die Fahrgäste soll das ACCESSNET-T-System zahlreiche Informationen zur Verfügung stellen. Ein Bordrechner liefert in jedem Fahrzeug Standardinformationen wie aktuelle Fahrzeiten an das Leitsystem. Über das TETRA-System werden diese in Echtzeit an Haltestellen-Informationsdisplays (SmartInfos) übermittelt. An wichtigen Umsteigepunkten werden zusätzlich SmartInfo-Anzeigesysteme mit Lautsprechern installiert. Laut Rohde & Schwarz kann das Betriebs- und Fahrpersonal das Netz wie ein normales Telefon nutzen und sprechen, ohne eine Sprechtaste zu drücken. Das Funksystem soll 2005 seinen Betrieb aufnehmen.
 

 


 

Portugiesischer UMTS-Betreiber gibt auf
Oniway schreibt rund 500 Mio. Euro ab
 

Der portugiesische Stromkonzern EDP (Electricidade de Portugal, http://www.edp.pt ) hat beschlossen, seine UMTS-Tochter Oniway http://www.oniway.pt stillzulegen. Oniway hat bereits 484 Mio. Euro in das UMTS-Netz investiert und wollte der erste Anbieter am portugiesischen Markt sein. Ursprünglich war für das erste Halbjahr 2002 der Start eines GPRS-Dienstes geplant gewesen, der aber nicht erfolgt ist. Zum Jahreswechsel hätte der UMTS-Dienst starten sollen.
 

Nun sollen die vorhandenen Werte an die verbleibenden drei Konkurrenten, die derzeit GSM-Netze betreiben (TMN, Optimus, Vodafone Telecel), verkauft werden, die je rund 50 Mio. Euro dafür zahlen. Die Aktien soll Vodafone Telecel http://www.vodafone.pt übernehmen und dafür einen Teil der potenziell aus dem Oniway-Verlust (allein heuer über 200 Mio. Euro) lukrierten Steuerersparnisse an die bisherigen Eigentümer überweisen.
 

Oniway gehört zu 68% Oni http://www.oni.pt (woran EDP wiederum 56% hält) und zu 20 Prozent dem norwegischen Telekommunikationskonzern Telenor http://www.telenor.com . Oni sieht seine Zukunft nunmehr im Festnetzgeschäft. Man sei, heißt es in einer Mitteilung von EDP, zu der Auffassung gelangt, dass die zum Zeitpunkt der Vergabe der UMTS-Lizenzen unvorhersehbare Anhäufung von "ökonomischen, finanziellen, technischen und kommerziellen Faktoren“ auf heimischer wie europäischer Ebene die Fortführung der UMTS-Geschäfte gefährden würde.
 

Vom Minderheitseigentümer Telenor http://www.telenor.com wird diese Einschätzung im Telefonat mit pressetext.austria dem Grunde nach bestätigt. Selbst sei man schon längere Zeit mit dem portugiesischen Businessplan unzufrieden gewesen und habe versucht, die anderen Teilhaber davon zu überzeugen, dass man in einer falschen Richtung unterwegs sei, sagte Telenor-Mobile-Sprecher Dag Vangsnes. Der von EDP ausgehandelte Deal finde bei Telenor Mobile http://www.telenormobile.com aber keine Zustimmung, da der tatsächliche Aktien-Kaufpreis sehr stark von der buchhalterischen Durchführung bei Vodafone Telecel abhänge und die derzeitigen Eigentümer gleichzeitig noch Finanzmittel (ca. 13 Mio. Euro) für die Abwicklung zur Verfügung stellen müssten. Dem Beobachter vermittelt das Geschehen den Eindruck einer optimierbaren Kommunikationskultur zwischen den verschiedenen Anteilseignern.
 

Oniway setzt die Reihe der meist mit herben finanziellen Verlust behafteten Rückzüge aus dem 3G-Business in ganz Europa fort. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat schon ein Lizenzinhaber aufgesteckt. Die vier portugiesischen UMTS-Lizenzen waren am 20. Dezember 2000 zu einem Fixpreis von je zirka 100 Mio Euro vergeben worden, was rund 48 Euro pro Kopf der erwachsenen Bevölkerung des Landes entspricht.
 


 

Portugals Strände versinken im Meer
Küstenerosion im Winter verursacht bleibende Schäden

Entlang der über 1000 Kilometer langen Atlantikküste Portugals sind zahllose Sandstrände kleiner geworden oder fast ganz verschwunden. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren scheinen die Schäden nach diesem Winter bleibend zu sein. Die Behörden machen nicht nur den langen Winter für die Schäden verantwortlich, sondern auch Baufirmen, die Meeressand abtragen, wie das portugiesische Nachrichtenmagazin "Visao" berichtet.

In jedem Winter tragen Regen, Sturm und Seegang dazu bei, dass das Meer die Strände abträgt. Der Sand lagert sich im Wasser auf tiefer gelegenen Sandbänken ab. Wenn sich die Witterung beruhigt, wird der Sand wieder ans Land gespült und rechtzeitig zur Badesaison sind die Strände wieder hergestellt.

"Wir können uns an keinen so lang anhaltenden Winter erinnern", sagt Veloso Gomes vom Hydrographischen Institut in Porto. Bis weit ins Frühjahr hatte es in Portugal geregnet und ganze Landstriche waren überschwemmt. Auf den ungewöhnlich langen Winter folgte nun fast übergangslos der Hochsommer, so dass für das normale Wiederanspülen des Sandes kaum Zeit bleibt.

Experten erwarten, dass der Wasserspiegel des Atlantik allein durch die Klimaerwärmung in den kommenden 100 Jahren um bis zu einen Meter ansteigt. Diesen Prognosen zufolge gingen noch viel mehr Strände verloren, und die Küstenstadt Aveiro im Norden Portugals läge auf einer Insel. http://141.31.128.91/klima/html/p2.htm



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:26
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