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Polizei-Bericht

 

BewohnerInnen der Innenstadt wollen mehr Polizisten

Innenstadtbewohner klagen bei SPÖ-Hausbesuchsaktion über steigenden Vandalismus und Lärmbelästigungen 

Die Hausbesuchsaktion der SPÖ Innere Stadt ist angelaufen: bis Juni werden Bezirksvorsteher-Stellvertreter Georg Niedermühlbichler und sein Team 5.000 Haushalte im ersten Bezirk besuchen. Anfang dieser Woche wurde an den ersten 650 Wohnungstüren geklopft. "Die Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt fühlen sich zunehmend unsicher", fasst Niedermühlbichler die Hauptsorge der Innenstadtbewohner zusammen. "Es müssen umgehend 100 zusätzliche Polizisten von Innenministerin Prokop bereitgestellt werden", fordert der SPÖ-Bezirksvorsteher Stellvertreter erneut.

   "Man sieht keine Polizisten mehr auf der Straße. Und wenn man am Wachzimmer anruft, heißt es lapidar: 'Wir haben keine Leute'", erzählt eine Bewohnerin der Innenstadt dem Bezirksvorsteher Stellvertreter. Entsprechend groß sei auch der Vandalismus und der Lärm, vor allem in Gebieten mit vielen Lokalen. "Die erste Aktion zeigt, dass die Forderung der SPÖ Innere Stadt nach 100 zusätzlichen Polizeibeamten richtig ist. Ich hoffe, Innenministerin Prokop erkennt im Gegensatz zu ihrem Vorgänger das Problem und handelt rasch", sagt Niedermühlbichler.

   Niedermühlbichler und sein Team kümmern sich aber auch um die "kleineren" Sorgen: klappernde Kanaldeckel, desolate Gehsteige und kaputte Straßenbeleuchtungen werden den zuständigen Magistratsabteilungen gemeldet. Darüber hinaus wünschen sich die Anrainer des Morzinplatzes eine bessere Straßenbeleuchtung - die SPÖ Innere Stadt wird sich dieses Themas annehmen.


 

Flutkatastrophe: Abgängigkeitsanzeige beschleunigt Arbeit der Kriminalpolizei

Die Kriminalpolizei ersucht um Mithilfe von Angehörigen, die im Zuge der Flutkatastrophe nach wie vor Personen vermissen. Sie werden ersucht, so rasch als möglich eine formelle Abgängigkeitsanzeige bei der nächstgelegenen Polizei- oder Gendarmeriedienststelle zu erstatten. Damit können die oft langwierigen und schwierigen Ermittlungen wesentlich beschleunigt und die Betroffenen schneller über den Verbleib ihrer Angehörigen informiert werden.

   Auch jene Angehörige, die bereits beim Außenministerium, auf der Hotline 0800 222 666 oder auf sonstige Weise einen Vermisstenfall gemeldet haben und bisher noch keine formelle Anzeige erstattet haben, werden ersucht, eine Abgängigkeitsanzeige zu erstatten.  Die Ermittlungsbeamten gelangen dadurch wesentlich rascher an die von uns benötigten Daten, die für die weitere Arbeit notwendig ist. Jene Angehörige, die bereits von Kriminalbeamten persönlich aufgesucht worden sind oder bei einer Polizei- oder Gendarmeriedienstelle bereits die schriftliche Abgängigkeitsanzeige erstattet haben, brauchen dies nicht noch einmal zu tun.

   Für die Erstattung einer Anzeige werden die Angehörigen gebeten, nach Möglichkeit den genauen Namen, das Geburtsdatum, den Geburtsort, die genaue Wohnadresse sowie Informationen über besondere Kennzeichen und das Reiseziel bekannt zu geben. Auch Angaben über allfällige Mitreisende, Informationen über behandelnde Ärzte, insbesondere den behandelnden Zahnarzt sowie ein Lichtbild des Vermissten sind nach Möglichkeit den Beamten mitzuteilen. Keinesfalls notwendig ist es, DNA-Spurenträger, wie Kämme, Bürsten oder Zahnbürsten, mitzubringen.

   Sollten einige der benötigten Informationen nicht zur Verfügung stehen, wird ersucht, mit den vorhandenen Daten trotzdem eine formelle Anzeige auf dem nächsten Wachzimmer oder Gendarmerieposten zu erstatten.
 


 

Strache: U-Bahnpolizei statt "Schwarzkappler" in jedem Zug

Wien, 06.12.04 (fpd) - Es ist zwar nett, dass sich die Wiener ÖVP nun auch dem Thema Sicherheit in der U-Bahn widmet, nachdem sie jahrelang weggesehen hat. Der Vorschlag, mit fahrscheinkontrollierenden Wagenbegleitern der Kriminalität in den Stationen und Zügen Herr zu werden, ist jedoch bestenfalls lauwarm. Der Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache fordert daher erneut eine U-Bahnpolizei mit einer Mannschaftsstärke von 120 Beamten, die später auf 450 (für alle Öfffis) ausgeweitet werden soll.


 

Das Handy als Funkgerät:
Die Kriminalpolizei Wien testet Push-to-Talk-Handys von mobilkom austria

Gespräche auf Knopfdruck: Push-to-Talk bringt Walkie Talkie Funktionen aufs Handy - Kriminalamt Wien testet 15 Push-to-Talk Handys von mobilkom austria - guter Empfang auch in geschlossenen Räumen und Unauffälligkeit als große Pluspunkte in der Verbrechensbekämpfung - schon 55 Festnahmen mit Handy-Unterstützung in nur einem Monat

"Push-to-Talk" funktioniert ähnlich wie ein Walkie Talkie: Ein Knopfdruck am Handy genügt, und schon wird man von einem oder mehreren Empfängern gehört. Zurzeit erprobt eine Gruppe der Kriminalpolizei Wien die neue Technologie im Kampf gegen die Suchtgift-Kriminalität.

Gespräche auf Knopfdruck - wie funktioniert Push-to-Talk?

Der Technologieführer mobilkom austria hat das in den USA bereits sehr populäre Push-to-Talk als Erster nach Österreich gebracht. Dieses Produkt kann sowohl Businesskunden als auch Privatkunden einen deutlichen Mehrwert bieten.

"Push-to-Talk nutzt das Walkie-Talkie-Prinzip: Durch Drücken eines Sprechknopfes am Handy wird eine Verbindung zu einem oder mehreren Teilnehmern einer "Buddy List" - einem übersichtlichen Adressverzeichnis - aufgebaut", erklärt Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstand Marketing, Vertrieb und Customer Service. Auf Knopfdruck steht die Verbindung, und der Empfänger hört die Nachricht sofort am Handy-Lautsprecher ohne abheben zu müssen. Gesprochen wird immer abwechselnd bei gedrücktem Push-to-Talk-Button. Die Funktionalität kann auch stumm geschaltet oder ausgeschaltet werden, sollte die Situation dies erfordern.

Bei Push-to-Talk wird die Sprache paketweise über GPRS übertragen. Die Verbindung ist augenblicklich da, was Telefonkonferenzen und Durchsagen genauso wie ungezwungenes Geplauder unter Freunden wesentlich vereinfacht. Seit Oktober diesen Jahres testen über 400 Kunden - darunter auch die Kriminalpolizei Wien - Push-to-Talk kostenlos im Rahmen eines Friendly User Trials.

Push-to-Talk bei der Kripo Wien

Um zu beweisen, dass sich die neue Technologie auch im härtesten Praxiseinsatz bewähren kann, sind zurzeit Push-to-Talk-Handys bei der Kriminalpolizei Wien probeweise im Einsatz. Die 15 Damen und Herren von der "Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität" des Kriminalamt Wien verwenden die Mobiltelefone sehr erfolgreich im Kampf gegen den Drogenhandel auf der Straße.

"Wir benutzen die Push-to-Talk-Handys während des gesamten Einsatzes, von der Observation bis zur Festnahme des Täters", erklärt Major Wolfgang Preiszler vom Kriminalamt Wien. "Die Geräte werden auch auf offener Straße verwendet, besonders aber in geschlossenen Gebäuden wie U-Bahn-Stationen oder Kellern, wo herkömmlicher Funk einfach nicht mehr funktioniert." Denn für eine optimale Funkverbindung ist offenes Gelände nötig - die Mobiltelefone von mobilkom austria hingegen bieten kristallklare Verbindung.

Ein weiterer Vorteil der Push-to-Talk-Handys von mobilkom austria: "Sie sind unauffällig. Heute benutzt praktisch jeder Handys oder Headsets. Bei Observationen ist das sehr hilfreich." Und der Erfolg gibt ihm Recht: "Wir haben die Handys seit 12. November im Einsatz", freut sich Preiszler, "und seitdem gelangen uns 55 Festnahmen mit Unterstützung von Push-to-Talk."
 


 

Polizeikräfte und medizinische Wissenschaftler bestätigen die Sicherheit und Wirksamkeit der TASER(R)-Technologie

   Scottsdale, Arizona, November 30 (ots/PRNewswire) -

   - Amnesty International-Bericht nicht einstimmig mit Polizeibehörden weltweit

   TASER(R) International, Inc. (Nasdaq: TASR), Marktführer von innovativen, nicht-tödlichen Schusswaffen, verteidigt die Sicherheit der TASER-Technologie und ist bestürzt über den heute seitens Amnesty International bekannt gegebenen TASER-Themenbericht, in dem unabhängige und umfassende Ergebnisse hinsichtlich der Sicherheit und der Leistungsfähigkeit der TASER-Waffen klar abgewiesen werden.

   "Der Amnesty International-Bericht beschreibt nicht den von unabhängigen Wissenschaftlern und Medizinern erbrachten überzeugenden Ergebnisse (siehe Zusammenstellung unten), die die aktuelle TASER-Technologie und ihre Anwendung genauestens untersucht haben," so Rick Smith, Vorstandsvorsitzender von TASER International, Inc. "Amnesty hat immer wieder unabhängige Untersuchungen gefordert, dabei jedoch die zunehmende Anzahl unabhängiger und umfassender Berichte über die Sicherheit und Wirksamkeit der TASER-Technologie ignoriert. Jeder, der weiss, dass Polizeibeamte auf der ganzen Welt oft im Bruchteil von Sekunden Entscheidungen über Leben oder Tod machen müssen, ist sich im klaren darüber, dass der Themenbericht und die Einstellung von Amnesty International in keinerlei Verhältnis mit den Erfordernissen moderner Strafverfolgung hinsichtlich unserer vielfach erprobten, lebensrettenden Technologie steht," so Hr. Smith.

   "Erst kürzlich wurden unabhängige Prüfungen durchgeführt, und zwar vom Human Effects Center of Excellence des U.S. amerikanischen Verteidigungsministeriums, vom Wissenschaftsausschuss des britischen Verteidigungsministeriums, einer unabhängigen medizinischen Arbeitsgruppe in Orange County, Florida, sowie von mehreren Regierungskommissionen, die von Australien bis nach Kanada reichen," gab Hr. Smith weiterhin an. "In diesen Berichten wird deutlich darauf hingewiesen, dass die TASER-Technologie zwar nicht vollkommen risikolos ist, jedoch zu den sichersten Waffen zählen, die unseren Polizeikräften zur Verfügung stehen."

   Auf unserer Website unter www.TASER.com/SavingLives haben wir eine Kurzfassung der medizinischen Ergebnisse zusammengestellt.

   "Diese Ergebnisauflistung stützt sich auf unabhängige polizeiliche, medizinische und wissenschaftliche Untersuchungen und belegt unmissverständlich, dass die nicht-tödlichen Schusswaffen von TASER tagtäglich dazu beitragen, Verletzungsrisiken zu senken und Leben zu bewahren," so Hr. Smith. "Wir sind enttäuscht darüber, dass Amnesty International die Schlussfolgerungen unabhängiger medizinischer und polizeilicher Untersuchungsgruppen nicht akzeptiert. Seit mehreren Jahren schon versucht Amnesty International, den Gebrauch praktisch aller in der Strafverfolgung eingesetzten Mittel zu verbieten oder zu sperren, angefangen bei Pfefferspray, Schlagstöcken, Handschellen bis hin zu TASER-Waffen. In ihrem Aufruf auf ein Verbot der polizeilich genutzten Technologien war Amnesty International bislang jedoch erfolglos und verlangte daher wiederholt unabhängige Untersuchungen auf die Wirksamkeit dieser Waffen, und zwar mit dem Ziel, deren Einsatz bis zum Abschluss der Untersuchungen "sperren" zu lassen.

   "Darüber hinaus sind wir insbesondere enttäuscht darüber, dass Amnesty International die Gesundheits- und Sicherheitsaspekte der Polizeikräfte, die jeden Tag aufs Neue ihr Leben zum Schutz unserer Gesellschaft riskieren, gänzlich ignoriert. Letztes Jahr ereigneten sich allein in den Vereinigten Staaten mehr als 57.000 Angriffe auf Polizeikräfte, wobei nahezu 14.000 Polizisten körperliche Verletzungen erlitten. Ganz zu schweigen von den 150 Polizisten, die im Einsatz getötet wurden.

   Der Amnesty International Themenbericht gibt demnach zu verstehen, dass unbewaffnete Angreifer keine potentielle Bedrohung für die körperliche Unversehrtheit von Polizeikräften darstellen. Dem ist jedoch anzumerken, dass Polizisten in mehr als 81% der Fälle mit "persönlichen Waffen" -- Hände, Fäuste, Füsse des Angreifers -- angegriffen werden. Die Behauptung seitens Amnesty International, dass sich Polizisten bei direktem Schlagabtausch vielmehr eigenhändig in Gefahr begeben sollten, anstatt zur Ruhigstellung körperlicher Angreifer nicht-tödliche TASER-Waffen mit geringem Verletzungsrisiko zu benutzen, erscheint uns unverantwortlich und sogar gefährlich und hätte, wenn dies so wäre, sicherlich eine höhere Verletzungsquote bei Polizisten und anderen Personen zufolge." fuhr Hr. Smith weiter

   "Amnesty International sollte eine für den Polizeieinsatz konzipierte, lebensrettende Technologie befürworten, die zur Verletzungsminderung bei sowohl mutmasslichen Tätern als auch Polizisten beiträgt und die bereits Tausenden Tatverdächtigen das Leben gerettet hat," meinte Hr. Smith. "Die TASER-Technologie stellt unwiderlegbar ein für den Polizeieinsatz ausserordentlich wichtiges lebensrettendes Werkzeug dar, mittels dem die Unversehrtheit von Tatverdächtigen und Polizeikräften gleichermassen geschützt werden kann. Seit jeher haben wir Untersuchungen befürwortet, die zur Bekräftigung der TASER-Technologie dienen, und dies werden wir auch weiterhin unterstützen. Ebenso betonen wir wiederholt unsere Kooperationsbereitschaft mit Amnesty Internation. Wir laden alle Leser des Amnesty International-Berichts ein, unsere Zusammenstellung "TASERs: Saving Lives and Reducing Injuries" unter www.TASER.com/SavingLives herunterzuladen, damit jeder seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen kann," so Hr. Smith.
 


 

Polizeigewerkschaft: Strasser baute 736 PolizistInnen ab

(Polizeigewerkschaft/ÖGB) - Der Stand der PolizistInnen hat sich vom Jahre 1999 bis September 2004 von 10.477 auf 9.741 verringert. Die Personalvertretungswahlen in der kommenden Woche machten es möglich, dass der jahrelang von Innenminister Strasser verheimlichte tatsächliche Personalstand ans Tageslicht musste. Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Franz Pail: "Der Personalschwindel ist endlich aufgedeckt."++++

   Immer wieder hat die Polizeigewerkschaft darauf hingewiesen, dass der tatsächliche Personalstand bei der Polizei ständig sinkt. Strasser tat dies immer wieder als Kaffeesudleserei und Verunsicherung ab. Pail: "Das Minus von 736 PolizistInnen österreichweit kann nicht mehr vertuscht werden. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Personal und Geld. Und die Kriminalität hat seit 1999 alleine in Wien um 67 Prozent zugenommen."

   Die vom Innenminister versprochenen 830 Neuaufnahmen bis Ende 2005 für die gesamte Exekutive (Sicherheitswache/Gendarmerie/Kriminalpolizei) bezeichnet der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft als "Tropfen auf den heißen Stein." Pail: "Die jungen PolizistInnen stehen erst Ende 2007 tatsächlich zur Verfügung. Gleichzeitig werden bis 2007 rund 1.500 KollegInnen in Pension gehen. Dann fehlen bereits wieder rund 700 KollegInnen. Aber Strasser spricht weiter von Aufstockung. Rechnen dürfte nicht seine Stärke sein."

 


 

Handbücher der Stadt Wien für die Wiener Polizei

Bürgermeister Dr. Michael Häupl übergab am Dienstag Nachmittag im Wiener Rathaus dem Wiener Polizeipräsidenten Dr. Peter Stiedl 200 Handbücher der Stadt Wien. Die Nachschlagwerke stellen für die Polizei einen wichtigen Arbeitsbehelf dar und verbessern die Kommunikation zwischen den Dienststellen der Stadt Wien und der Exekutive.
 


 

Parnigoni: Sicherheitspolizeigesetz enthält "leere Versprechen"

SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni sieht im Sicherheitspolizeigesetz lediglich "leere Versprechen, die sich nach den Personalvertretungswahlen in Luft auflösen werden". Bei der angekündigten Schwerarbeiterregelung für Exekutivbeamten sei so gut wie alles offen: wer soll in die Schwerarbeiterregelung fallen, wie sieht diese aus, wann kommt sie in welchem Umfang zum Tragen? Parnigoni ging am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ davon aus, dass die Exekutivbeamten diesem Wahlkampfgag der Regierung nicht auf dem Leim gehen werden.

        Für Parnigoni ist es bezeichnend, dass die Regierung kurz vor der Personalvertretungswahl in aller Eile das Sicherheitspolizeigesetz gespickt mit Versprechen ohne Substanz schnürt, nachdem sie jahrelang die Exekutivbeamten im Stich gelassen hat. So sei Innenminister Strasser für die soziale Schlechterstellung der Exekutivbeamten verantwortlich, etwa für die Zunahme der Wochenenddienste und die Verschlechterung der Überstundenabgeltung.

Auch würden die nunmehrigen "leeren Versprechen" die Fehler von Innenminister Strasser, der durch rücksichtslosen Personalabbau und schwarze Einfärbung auf allen Ebenen große Verunsicherung innerhalb der Exekutive ausgelöst hat, nicht wettmachen. Schließlich habe diese Kürzungspolitik Strassers auch zu einem dramatischen Ansteigen der Kriminalität bei gleichzeitigem rapiden Absinken der Aufklärungsrate geführt.

Kritik übte Parnigoni daran, dass das Sicherheitspolizeigesetz offenbar den Nationalrat im Schnellverfahren durchlaufen soll. Für den Innenausschuss am 20. Oktober seien nur 3,5 Stunden anberaumt. Er werde sich als Vorsitzender des parlamentarischen Innenausschusses dafür stark machen, dass alle parlamentarischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um eine ordentliche Debatte sicherzustellen, sagte Parnigoni abschließend.


 

Presserat: Fotos von Polizisten im Einsatz zulässig
Mediengewerkschaft bekräftigt Forderung nach Verhaltenskodex

Der Schweizer Presserat http://www.presserat.ch betrachtet die Medienberichterstattung über Polizeieinsätze im so genannten "unfriedlichen Ordnungsdienst" als unverzichtbar. Nur so sei die Kontrollfunktion der Medien gegenüber der Ausübung des Gewaltmonopols durch den Staat zu gewährleisten. Daher sei es auch zulässig Polizisten im unfriedlichen Ordnungsdienst zu fotografieren, teilte der Presserat in einer Aussendung mit. Die Privatsphäre der Polizeibeamten könne nicht Deckmantel für die vorsorgliche Beschlagnahme und Vernichtung von Bildmaterial von Journalisten sein. Die Mediengewerkschaft comedia http://www.comedia.ch begrüsste die Entscheidung des Presserates und forderte erneut einen "Verhaltenskodex für Ordnungskräfte im Umgang mit Medienschaffenden".

Genau wie z.B. Demonstranten müssten auch Polizeibeamte damit rechnen, unter Umständen in "identifizierbarer Weise" durch Medien abgebildet zu werden. Bei ihrer Berichterstattung dürfen Journalisten Polizisten jedoch nicht behindern. Bei der Auswahl des Bildmaterials sei in der Regel auf Nahaufnahmen zu verzichten, ein generelles Verbot von Aufnahmen einzelner Polizisten sei aber "unhaltbar". Anlass für die Beschäftigung des Presserates mit dem Thema war eine Auseinandersetzung zwischen der Stadtpolizei Zürich und Medienschaffenden im vergangenen Jahr. Bereits im Mai 2002 hat comedia einen Verhaltenskodex vorgeschlagen. Dieser solle mit der Mediengewerkschaft ausgehandelt werden.


 

Der Standard Kommentar: "Kriminaltango Polizeireform" (Von Michael Simoner) - Ausgabe vom 3.Jänner 2003

"Was ist vom Herrn Bundesminister in zehn Jahren übrig?" Diese Frage beschäftigte den Stab von Ernst Strasser bereits wenige Wochen nach dessen Amtseinführung als Innenminister im Februar 2000. Als "Reformminister" solle er der Bevölkerung im Gedächtnis bleiben, war das erklärte Ziel. Und als "rot- weiß-roter Manager der öffentlichen Sicherheit".

In Dekaden zu rechnen ist für das innenpolitische Geschäft - nicht nur aus heutiger Sicht - ein wenig keck. Aber Strasser machte schneller Ernst, als es seine Gegner befürchtet hatten. In nur drei Jahren setzte der VP-Ressortchef seinen Reformwillen eisern durch.

Weder das Innenministerium selbst noch die nachgestellten Dienststellen bei Gendarmerie und Polizei blieben unberührt. Zum Teil setzte Strasser um, was seine sozialdemokratischen Vorgänger immer wieder angedacht, aber nie zu Ende gebracht hatten: die Umwandlung der Staatspolizei in ein Amt für Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung, die Schaffung eines Bundeskriminalamtes, die Vereinheitlichung der Sondereinheiten. Oder das Projekt "Donauwalzer", mit dem die Wiener Bezirkskommissariate von 23 auf 14 reduziert wurden. Allein in der Bundeshauptstadt sind 3000 Beamte direkt betroffen.

Kein Zweifel, die Entrümpelung hat dem Sicherheitsapparat gut getan. Abzuwarten bleibt, wie sich die neue Zentralisierung der Führungsebenen auswirken wird. Im europäischen Vergleich ist eher der gegenteilige Trend angesagt, Entscheidungs- und Zuständigkeitsbereiche innerhalb der Exekutive werden mehr und mehr regional verteilt.

Im Kriminaltango um die Postenneubesetzungen hat Strasser jedenfalls immer wieder den falschen Ton erwischt. Auch wenn der Innenminister stets betont, sich nicht von parteipolitischen Überlegungen leiten zu lassen, fällt doch auf, dass er gerade bei Kritik von SP-nahen Beamten entschieden demonstriert, wer auf dem längeren Ast sitzt. Prominenteste Verlierer: Maximilian Edelbacher, früher Chef des mittlerweile wegreformierten Sicherheitsbüros und jetzt Leiter eines Vorstadtkommissariates, der zur Flugpolizei versetzte Gendarmeriegeneral Oskar Strohmeyer und Franz Schnabl, der trotz Erstreihung in der Ausschreibungskommission seinen Job als Chef der uniformierten Polizei in Wien verlor.

Alle drei geschassten Spitzenbeamten genossen auch intern hohes Ansehen. Mit ihrer Ablöse ließ sich Strasser auf ein riskantes Spiel ein. Viele Beamte werten dies als Zeichen, dass nichts und niemand mehr sicher sei. Mit dem konsequenten Mundtotmachen von Kritikern - Edelbacher hatte dem Innenminister bekanntlich "Management by Chaos" vorgeworfen - schwächt Strasser also seine eigene Position. Dabei hat er gerade jetzt einen starken Rückhalt notwendig. Denn mit dem nächsten Reformschritt geht der Innenminister etwas an, was bisher in Österreich als "mission impossible" galt: die Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei.

Die Vorbereitungen dafür sind längst getroffen: gemeinsame Ausbildung, gemeinsamer Fuhrpark, gemeinsame Monturwirtschaft. Und im Innenministerium selbst wurden die beiden Gruppen Gendarmerie und Polizei nun ersatzlos aus der Geschäftsordnung gestrichen.

Obwohl seit langem klar ersichtlich ist, wohin die Reise gehen soll, hütete sich Strasser bis vor kurzem noch davor, den Willen zu einem einheitlichen Wachkörper klar und deutlich zu formulieren.

Erst vor wenigen Tagen ließ er die Katze aus dem Sack: Wer künftig mit der ÖVP mitregieren wolle, müsse eine Angleichung von Polizei und Gendarmerie mittragen. Die SPÖ hat sich immer dagegen ausgesprochen, zu einflussreich waren die Einwände von Personalvertretern; aber auch von Bezirkshauptleuten, die um ihr Hilfsorgan, die Gendarmerie, fürchten. Für die FPÖ hingegen war eine "Gendarlizei" nie ein Problem. Eine anscheinend leichte Wahl für den "Reformminister".
 


 

Polizeigewerkschaft: Leitl-Affront gegen die Exekutive

Als "entbehrlich" bezeichnet der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Franz Pail, die Aussage von Wirtschaftskammerpräsident Leitl, dass er sich auch für Linz eine Bürgerwehr vorstellen könne. "Dass sich Leitl eine 'Hilfsaufsicht für staatliche Organe' wünscht, ist ein Affront gegen die Exekutive", stellt Pail klar.++++

"Präsident Leitl wäre besser beraten, sich bei seinem Gesinnungsgenosssen Minister Strasser, der Vizekanzlerin und dem Finanzminister für die notwendigen finanziellen und personellen Mittel (derzeit fehlen in Linz 52 Sicherheitswachebeamte und so nebenbei werden die Mobilen Einsatzkommanden aufgelöst) einzusetzen, dann erübrigen sich alle anderen abstrusen Ideen", stellt Pail abschließend fest.


 

8. Mai: Empörung über Polizeiübergriff auf Behinderten

Michael Bonvalot, Pressesprecher des Bündnisses "Verhindert den Naziaufmarsch", war gegen Ende der Demonstration Zeuge eines Polizeiübergriffes. Ein behinderter Demonstrationsteilnehmer wurde von einigen Exekutivbeamten ohne ersichtlichen Grund angegriffen und übel verprügelt.
 


 

Tod am Weg zum Alkotest im Auto der Gendarmerie

Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, ist es in Oberösterreich zu einem dramatischen Todesfall im Streifenwagen einer Gendarmerie gekommen. Die Amthandlung mit letalen Folgen - sie wird derzeit von der Exekutive untersucht - hat sich vergangenen Montag in der Gemeinde Walding abgespielt. Der 69jährige Joseph Leibetseder, Wirt des beliebten Rodlhofes, war zunächst von der Gendarmerie wegen "zu langsamen Fahrens" zur Alko-Kontrolle aufgefordert worden. Während die Gattin noch die für den kranken Mann nötigen Medikamente holen wollte, nahmen ihn die Gendarmen kurzerhand im Streifenwagen mit. Ihr Argument: "Ein Medikament könnte das Ergebnis der Blutprobe verfälschen."

Wenig später jedoch kehrten die Gendarmen mit dem bereits leblosen Wirten zum Rodlhof zurück. Der Arzt konnte später nur noch den Herztod des Mannes feststellen.

Die Tochter des verstorbenen "Alko-Sünders" erhebt in NEWS nun schwere Vorwürfe gegen die Exekutivbeamten und überlegt eine Klage:
"Wenn die Gendarmen nur eine Minute gewartet hätten, dann wäre mein Vater noch am Leben."

Der zuständige Ortskommandant bestätigte den Vorfall. Außerdem sei eine Untersuchung des Ereignisse eingeleitet worden.
 


 

Polizei österreichweit mit Bankomat-Kassen ausgestattet

400 Bankomat-Kassen stehen den Kunden ab sofort in den Bundespolizei-und Sicherheitsdirektionen sowie in allen Wachzimmern der Polizei zur Verfügung. Datakom Austria, die Business Solution Unit der Telekom Austria Gruppe, hat das im Herbst vorigen Jahres vom Bundesministerium für Inneres gestartete Projekt termingerecht abgeschlossen.

"Wir verstehen uns als kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen", erklärt der zuständige Projektleiter im BMI Konrad Hannig, "und dazu ist das Anbieten von bargeldlosen Zahlungsformen bei der Ausgestaltung der öffentlichen Verwaltung in Richtung Innovation und Kundenservice von zentraler Bedeutung".

Ende August 2001 hat Datakom Austria, die Business Solution Unit der Telekom Austria Gruppe, mit ihrem Produkt DATACASH als Bestbieter den Zuschlag für die flächendeckende Ausstattung der österreichischen Polizeistandorte mit Bankomat-Kassen bekommen. Im Auftrag inkludiert war die Gesamtprojektleitung, die Installation und Herstellung von 400 ISDN-Leitungen sowie die Montage und Inbetriebnahme der Bankomat-Kassen. Während des laufenden Betriebes werden die Geräte gewartet und ein Help-Desk steht 24 Stunden täglich und sieben Tage die Woche bei allfälligen Problemen zur Verfügung.

Die besondere Herausforderung war, dass die Projektdurchführung mit der heißen Phase der Umstellung auf den Euro zusammengefallen ist. Trotz dieser außergewöhnlichen und zusätzlichen Arbeitsbelastung konnte das Projekt termingerecht und laut BMI zur Zufriedenheit abgewickelt werden.

Konrad Hannig hebt besonders die kooperative Projektabwicklung hervor: "Telekom Austria hat uns während des gesamten Projektablaufes hervorragend unterstützt und beraten und ist auf unsere Anforderungen sehr flexibel eingegangen".
 


 

PARTIK-PABLÉ: Polizeikalender: Disziplinäre Maßnahmen sind pure Schikane

Als pure Schikane bezeichnete die freiheitliche Sicherheitssprecherin Dr. Helene Partik-Pablé die Maßnahmen gegen jene Grazer Polizisten, die sich für einen Kalender nackt photographieren ließen. ****

Wenn Generalinspektor Schnabl harte Sanktionen durchsetzen möchte, müsse man ihn daran erinnern, daß er dem Image der Exekutive durch die Tatsache, daß er an einer der gewalttätigen Donnerstagsdemos gegen die Regierung teilgenommen habe, wesentlich mehr Schaden zugefügt habe. Damit habe er nämlich die Unvoreingenommenheit der Exekutive verletzt. Außerdem könne das, was jemand in seiner Freizeit mache, nicht für den einen sanktionslos bleiben, und für den anderen, der weniger Sterne habe, disziplinäre Verantwortlichkeit bedeuten.

Zur Begründung der disziplinären Maßnahmen durch den Sprecher der Generaldirektion für öffentliche Sicherheit, Rudolf Gollia, wonach diese notwendig seien, weil die Cobra-Beamten Staatsgäste und hohe Würdenträger begleiten müßten, meinte Partik-Pablé: "Herr Gollia wird ja wohl hoffentlich nicht glauben, daß die Beamten beim Besuch eines ausländischen Staatsgastes plötzlich ohne Kleider auftauchen werden."

Partik-Pablé kündigte an, sich beim Minister dafür einzusetzen, daß die Karriere der Polizeibeamten jedenfalls ungehindert weitergehe. Die Reaktionen auf den Kalender könne man wirklich nur als Kindereien und Lächerlichkeiten bezeichnen. Herr Schnabl und Herr Gollia sollten sich mehr auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren.


 

Wien: Bundespolizeidirektion für Personalausweise zuständig

In Zusammenhang mit zahlreichen Anfragen bezüglich des neuen am Dienstag vorgestellten Personalausweises stellt die Rathauskorrespondenz fest, dass in Wien derzeit die für die Ausstellung von Pässen und Personalausweisen zuständige Behörde die Bundespolizeidirektion ist. Anträge für die neuen Personalausweise können ab Mittwoch, 9. Jänner, bei den Bezirkspolizeikommissariaten eingebracht werden


 

Polizeigewerkschaft: Minister lässt PolizistInnen im Stich


Wien (ÖGB/Polizeigewerkschaft). "Die KollegInnen sind verunsichert, sie fühlen sich vom Innenminister im Stich gelassen und sind demotiviert", kritisiert der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Franz Pail die von Innenminister Strasser geplante Reform der Bundespolizeidirektion Wien (BPD) und das damit verbundene Einsatzkonzept.++++

"Die angekündigte Reform der BPD-Wien erweckt nicht den Eindruck als würden sachliche Kriterien die Grundlage sein. Vielmehr dürfte sie auf die derzeitigen Funktionsinhaber zugeschnitten sein", stellt der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft fest. So habe die unter großen Aufwand und auf objektiven Grundlagen vorgenommene Personalstandsanalyse keine Berücksichtigung gefunden. Bei der Umsetzung der Kriminaldienstreform sei daher im Bereich der Sicherheitswache mit einem deutlichen Arbeitsmehraufwand zu rechnen.

Für den Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft sind beim vorliegenden Reformprojekt "alle Grundsätze des Projektmanagements sträflich vernachlässigt worden". Daher sei es auch absehbar, dass mit "abkommandierten" Verwaltungsbediensteten in den Kommanden und mit "abgeschobenen" SicherheitswachebeamtInnen das Niveau nicht zu halten sei. Pail: "Verständlich, dass die KollegInnen in einer noch nie dagewesener Form verunsichert und demotiviert sind. Das Gefühl des des Verkauftseins macht sich breit."

Pail: "Alles was zum Thema 'Betriebskultur' und 'Leitbilder' erarbeitet wurde, ist über Bord geworfen worden. Die Polizei verabschiedet sich unter der Führung von Strasser auch von der sozialen Kompetenz. Fragen, wie die Verwendung nicht mehr exekutivdiensttauglicher SicherheitswachebeamtInnen oder Außendienst bis zum 60. Lebensjahr und darüber hinaus sind ungelöst." Für den Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft ist das Betrübliche daran, dass alles auf dem Rücken der SicherheitswachebeamtInnen und in weiterer Konsequenz "auf dem Rücken der Bevölkerung" ausgetragen werde. Pail:
"Herr Bundesminister, noch ist Zeit zur Besinnung!"

 


 

Neue Uniform für Polizei und Gendarmerie

Ab dem kommenden Frühjahr werden für Polizei und Gendarmerie neue Uniformen eingeführt. Die neuen Uniformen, deren flächendeckende Einführung rund 3 bis 4 Jahre dauert, stellen vorallem hinischtlich Funktionalität und Trage-Komfort ein entscheidende Verbesserung gegenüber den bisherigen dar. Durch den einheitlichen Schnitt der Uniform und die Verwendung gleicher Materialien bei Polizei und Gendarmerie bringt die Einführung der neuen Uniform zudem eine Ersparnis von rund 25 Millionen Schilling in 3 bis 4 Jahren. "Praktisch, modern und universell", so das Urteil von Innenminister Dr. Ernst Strasser.

Die künftige Dienstkleidung der österreichischen Sicherheitsexekutive ist durch die Zwei-Farbstufen-Kombination optisch ansprechend und durch die Verwendung moderner Textilien äußerst witterungsbeständig. Der Tragekomfort ist höher als bei der derzeitigen Uniform. Durch das Zwei-Schalen-Prinzip ist ein größtmöglicher Kälte- und Windschutz gegeben sowie ein angenehmes Tragen im Sommer gewährleistet.

Die bisherigen Mehrzweckuniformen entsprachen nicht mehr den Anforderungen des Dienstes. Die Gründe sind mangelnde Kombinationsmöglichkeit sowie Unzufriedenheit mit Tragekomfort und Aussehen. Auch Anpassungen waren nur begrenzt möglich.

Für das neue Outfit der Exekutive wurden neue Outdoor-Materialien verwendet und die Teile so abgestimmt, dass sie für jede Dienstverrichtung gut geeignet sind. Entsprechende Tests haben eine hohe Akzeptanz bei den Beamtinnen und Beamten der Sicherheitsexekutive ergeben. Neu sind die komfortablen Polohemden und die funktionellen Einsatzjacken mit abnehmbaren Ärmeln. Die Kleidungsstücke haben verschiedene Schnitte für Männer und Frauen.

"Die neue Uniform ist nicht nur moderner und funktioneller, sondern sie hilft, langfristig auch Geld zu sparen", betonte Strasser. Die Kosten für eine neue Garnitur belaufen sich auf etwa 7.600 Schilling. Durch die Verwendung gleicher Materialien und die gleichzeitige Beschaffung für Polizei und Gendarmerie ergibt sich eine Kosteneinsparung von rund 25 Millionen Schilling in 3 bis 4 Jahren. Unterschiedlich sind nur mehr die Distinktionen (Rangabzeichen) und die Farbe: Grün für die Sicherheitswache und Grau für die Gendarmerie.

Mit der Ausstattung der Polizisten und Gendarmen wird im kommenden Frühjahr begonnen. Innerhalb von drei bis vier Jahren soll der Austausch der Uniform abgeschlossen sein. Damit wird gewährleistet, dass die alten Uniformstücke "ausgetragen" werden können.
 


 

PK 7.11.2001-Polizisten erlernen Umgang m. psychisch  Kranken

Pittermann: Polizisten erlernen Umgang mit psychisch Kranken


Utl: Dreitägiges Seminar verbessert Handlungsmöglichkeiten für PolizistInnen

Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker stellte am Mittwoch gemeinsam mit dem Wiener Polizeipräsident Dr. Peter Stiedl das Projekt "Umgang mit psychisch Kranken" der Öffentlichkeit vor. "Im Mittelpunkt dieser Kooperation von Wiener Polizei und ExpertInnen der Psychiatrie steht der psychisch kranke Mensch. Es geht dabei um das Erlernen eines verbesserten menschlichen Umgangs mit PatientInnen, um das Wissen über psychische Krankheiten, das rechtliche Umfeld sowie die Betreuungs- und Behandlungsmöglichkeiten" erläuterte die Wiener Gesundheitsstadträtin das europaweit einzigartige Projekt. Grundlegendes Ziel sei die Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses von Psychiatrie und Exekutive, wie Polizeipräsident Stiedl betonte.

Rund 10% der Einweisungen von psychisch Kranken in das Otto-Wagner-Spital und Kaiser-Franz-Josef-Spital erfolgt durch die Polizei. Gerade beim Erstkontakt mit psychisch "auffallenden" Personen ist ein entsprechendes Handeln wichtig, da das weitere Schicksal der PatientInnen davon abhängig ist. Daher werden die PolizistInnen nicht nur praxisnah im Umgang mit psychisch Kranken geschult, sondern auch umfassend über die Vernetzung mit Hilfseinrichtungen und bestehenden extramurale Einrichtungen informiert.

In Zusammenarbeit mit dem SMZ Baumgartner Höhe bringt ein dreitägiges Seminar interessierten PolizistInnen Grundkenntnisse über psychisch Kranke, die Vermittlung entsprechender Haltungen und professionellen Umgang näher. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei

-       Grundkenntnisse über psychische Erkrankungen
-       Behandlungsmöglichkeiten und Methoden
-       Menschlicher Umgang mit PatientInnen
-       Rechtliche Grundlagen des Einschreitens
-       Rechtliche Grundlagen einer Unterbringung
-       Extramurale Einrichtungen

-       Stellung der Angehörigen

-       Maßnahmenvollzug

1994 wurde mit dieses Projekt  - auf Grund einer Initiative - von Major Friedrich Kovar und Prim. Dr. Harald David als eintägiges Seminar gestartet. Im zweiten Jahr wurde das Seminar auf drei Tage ausgeweitet. "Dieses Seminar geht weit über die tatsächliche berufliche Weiterbildung hinaus, denn es ist ein Menschenrechts- Seminar, wo es um das Erlernen von Kompetenz und Toleranz, um Konfliktmanagement, den Abbau von Vorurteilen und entsprechende Kommunikation mit psychisch Kranken geht", so Mitinitiator Major Kovar.

Seit 2001 gibt es ein zusätzliches Angebot zur Absolvierung eines Praxistages, wo in einer psychiatrischen Abteilung der Spitalsalltag gezeigt wird. Dabei erhalten die PolizistInnen die Gelegenheit, die Möglichkeiten und Grenzen der stationären Psychiatrie kennen und verstehen zu lernen. Eine große Aufwertung hat dieses Seminar 2001 dadurch erhalten, dass es in die Sicherheitsakademie des Bundesministeriums für Inneres aufgenommen wurde. Ab November 2001 können österreichweit alle Führungskräfte der Exekutive (Gendarmerie, Polizei, Kriminaldienst, Verwaltung) um die Teilnahme an diesem Seminar ansuchen. Über 350 PolizistInnen haben bis jetzt dieses Seminar absolviert.


 

Am 6.10.2001, ab 14.00 Uhr, findet in der Krieau der Tag der Wiener Polizei statt. Zwischen den Pferderennen stellen sich die verschiedensten Einsatzorganisationen der Polizei vor und präsentieren ihr Können (z.B. Diensthundeabteilung, WEGA, Selbstverteidigungsteam). Weiters bietet der Kriminalpolizeiliche Beratungsdienst die verschiedensten Präventionstipps an. Neben den Vorführungen werden auch diverse polizeiliche Ausrüstungen vorgestellt und zahlreiche Kolleginnen und Kollegen stehen für Informationen zur Verfügung. Die ganze Veranstaltung wird musikalisch von der Polizeimusik Wien gestaltet. Die Bundespolizeidirektion Wien lädt zu dieser Veranstaltung die Bevölkerung herzlich ein. Kostenloser Eintritt, Dauer der Veranstaltung bis ca. 19.00 Uhr. Die Medienvertreter(innen) werden ab 14.00 Uhr, im VIP-Zelt (nächst Richterturm) zu persönlichen Gesprächen und zu einem Buffet eingeladen.
 



 

DNA-Analysedateien verbessern Aufklärung von Straftaten
Bundesregierung beschließt Entwurf einer Ergänzung der Strafprozessordnung
 

Die Bundesregierung http://www.bundesregierung.de hat den Entwurf einer Ergänzung der Strafprozessordnung beschlossen. Damit sei sichergestellt, dass auch die DNA-Analysen noch unbekannter Täter auf jeden Fall in der DNA-Analysedatei des Bundeskriminalamtes gespeichert werden können, teilte die Bundesregierung mit. Der Entwurf stelle klar, dass eine DNA-Untersuchung von Spurenmaterial, also von Material, das keinem bekannten Tatverdächtigen zugeordnet werden kann, nur aufgrund einer richterlichen Anordnung erfolgen kann. Diese Klarstellung sei infolge der abweichenden Rechtsprechung einiger Landgerichte erforderlich geworden. Mit dieser Regelung werde sichergestellt, dass das dadurch erlangte DNA-Identifikationsmuster in der DNA-Analysedatei beim Bundeskriminalamt gespeichert werden kann. Straftaten sollen sich nunmehr besser aufklären lassen.
 

Die DNA-Analysedatei des Bundeskriminalamtes besteht seit dem April 1998. Seither stellen Bundeskriminalamt und Landeskriminalämter die Daten von Beschuldigten, Verurteilten sowie unbekannten Spurenlegern in die Datei ein und recherchieren in den Beständen. Bei Straftaten von erheblicher Bedeutung können auf richterliche Anordnung Körperzellen entnommen oder entsprechendes Spurenmaterial gesichert werden. Dies gelte insbesondere bei Verbrechen oder Vergehen gegen die sexuelle Selbstbestimmung, gefährliche Körperverletzung, Erpressung oder besonders schwerem Diebstahl. Die Identifizierungsmuster beschuldigter Personen und verurteilter Straftäter werden gespeichert, wenn etwa die Prognose gestellt wird, dass diese Personen künftig erneut als Straftäter in Erscheinung treten könnten.
 

Nach Auskunft des Bundeskriminalamtes betrug der Bestand der DNA-Analysedatei zum 1. Juli insgesamt 124.543 Datensätze. Bei Recherchen in der Datei gab es bis zum 31. Dezember 2001 insgesamt 1.653 Treffer: 940 Straftaten wurden dadurch aufgeklärt, dass Personen einer Spur oder Spuren einer Person zugeordnet werden konnten. 663 Straftaten konnten zusammengeführt werden, das bedeutet, dass Spuren von verschiedenen Tatorten einem noch unbekannten Tatverdächtigen zugeordnet werden konnten. Die weitaus meisten Straftaten wurden im Bereich der Diebstahlsdelikte (1.462 Fälle) geklärt oder zusammengeführt. Weitere Erfolge gab es bei Raub und Erpressung (160), Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (101) und Straftaten gegen das Leben (40).
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:26
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