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Sicherheitspolizeigesetz: Für Gudenus notwendiges Gesetz

Der freiheitliche Wiener Bundesrat Mag. John Gudenus nahm in seiner heutigen Rede im Bundesrat Bezug auf Bundesminister Günther Platter in seiner Funktion als Verteidigungsminister. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war zu lesen, daß Platter wegen Führungsfehlern und Ausbildungsabsurditäten im Bundesheer "seinen Kopf habe hinhalten müssen". Gudenus verwies diesbezüglich auf Aussagen des deutschen Bundeswehrbeauftragten, ehemaligen Staatsanwalt und SPD-Abgeordneten, Penner. Zu Vorkommnissen in Deutschland habe Penner festgestellt, daß es sich weitgehend um "Rohrkrepierer" gehandelt habe. Ein Verdacht auf strafrechtliches Vergehen habe in den wenigsten Fällen vorgelegen. Manches sei schlicht aufgebauscht, oft aus persönlichen Gründen, hervorgezerrt worden. "Ich bin überzeugt, daß das im Bundesheer bei uns auch der Fall ist", so Gudenus.

Im Zusammenhang mit der Sicherheitspolizeigesetz-Novelle 2005 sprach Gudenus von einem notwendigen Gesetz: "Ein Plus von 40 Prozent an Kriminalität, ein Minus von 20 Prozent an Aufklärung. 700 000 Delikte im Jahr, 73 Prozent davon werden nicht aufgeklärt." Gudenus ist überzeugt, daß das neue Gesetz ein "Mehr" an Sicherheit bringen werde. "Die Zusammenlegung der Wachkörper bietet die Möglichkeit, bessere Resultate zu liefern." Von den 2600 jüngst in Wien angezeigten Drogenhändlern seien 1500 Afrikaner gewesen, von denen 1470, das sind 98 Prozent, ein laufendes Asylverfahren haben. "Hier ist es wirklich notwendig, entscheidend einzugreifen", so Gudenus. Auf die neue Ministerin warte eine Menge an "Reparaturarbeit".

Was ihn vor allem an der Zusammenlegung der Wachkörper störe, sei die Schaffung einer neuen Identität. "Wofür brauchen die Wachkörper eine neue Identität. Haben die Beamten der verschiedenen Wachkörper unter ihrer bisherigen Identität gelitten. Ist es nicht üblich, Traditionen schleifend mitzunehmen", so Gudenus. Die neue Uniform würde sich nicht allzu sehr von der einer Militärdiktatur unterscheiden.
 


 

Partik-Pable: Sicherheitspolizeigesetz: Mehr Sicherheit und Effizienz

Ab 1. Juli 2005 wird es einen einheitlichen Wachkörper geben, erklärte FPÖ-Sicherheitssprecherin Helene Partik-Pablé in der Debatte zum Sicherheitspolizeigesetz. Für Österreich sei es immer schon ein Luxus gewesen zwei verschiedene Strukturen zu haben, auch finanziell sei das eine große Belastung gewesen. Im Zusammenhang mit der Zusammenlegung werde es auch zu einer Besserstellung der Exekutive kommen, betonte Partik-Pablé. "Wir Freiheitlichen haben uns enorm dafür eingesetzt, weil die Exekutive in dieser Zeit eine sehr schwierige Aufgabe hat: die Täter werden immer dreister, der Exekutivbeamte läuft immer größere Gefahr, nicht unbeschädigt aus einer Amtshandlung herauszukommen. Deshalb muss auch seine Motivation gestärkt werden. Wir haben durchgesetzt, dass die Nachtdienste und auch die Wochenenddienste besser entlohnt werden."

Mit dem Gesetz sei ein großer Wurf gelungen. Partik-Pablé bedauerte, dass die Opposition nicht zustimmen wolle. Die Zusammenlegung sei ein notwendiger Schritt, werde mehr Effizienz, eine größere Wirtschaftlichkeit und auch eine straffere Organisation bringen. Beispielsweise sei derzeit eine Funkstreifenbesatzung sieben bis zwölf Dienstvorgesetzten unterstellt. Nach dem neuen Gesetz werde es nur noch eine Kommandostruktur geben, erklärte Partik-Pablé. "Derzeit untersteht ein eingeteilter Beamter dem Kommando, dem Abteilungskommando, dem Kontrollinspektor, dem Zentralinspektor und bei der Behörde noch dem Journalbeamten. Nach dem neuen Gesetz wird es nur noch das Inspektionskommando, Stadtkommandant und Landespolizeidirektor geben. Insgesamt also eine straffere Organisation, die es auch ermöglicht Verwaltungsabläufe einfacher zu gestalten."

Umfärbungen, wie von der Opposition behauptet, erwartet Partik-Pablé durch das Gesetz nicht: "Tatsächlich wird hier eine objektive Personalpolitik gemacht. Der Tüchtigste soll den Posten erhalten."

"Für Sie ist der Drogenhandel offenbar ein Kavaliersdelikt", meinte Partik-Pablé in Richtung Grünen Abg. Peter Pilz, für den das Konzept der Schutzzonen in die falsche Richtung gehe. Mit der Schutzzonen-Regelung würden der Exekutive endlich vernünftige Befugnisse gegeben. Derzeit könne die Polizei nämlich nichts tun, wenn sie nicht direkt jemanden beim Dealen beobachte, erklärte Partik-Pablé abschließend.
 


 

Rossmann: Sicherheitspolizeigesetz ermöglicht Schutzzonen um Schulen

Erfreut zeigte sich die freiheitliche Bildungssprecherin Mares Rossmann über die im Zuge der Sicherheitspolizeigesetznovelle beschlossenen Möglichkeit zur Schaffung von Schutzzonen um besonders sensible Anlagen wie Schulen, Kindergärten oder Jugendheimen.

"Hier besteht jetzt erstmals die Möglichkeit, sogenannte Schutzzonen zu schaffen, die ein Schutzobjekt beinhalten und eine Zone bis zu einem Umkreis von 150 Metern. Diese Schutzzonen können um Schulen, Kindergärten, Kindertagesheime oder Jugendzentren errichtet werden, ohne daß zum Beispiel ein Schuldirektor erst die Errichtung einer Schutzzone um seine Schule fordern muß", so Rossmann. Verdächtige oder auffällige Personen könnten jetzt aus solchen Zonen gewiesen werden. " Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Drogenprävention an Schulen und anderen schutzwürdigen Einrichtungen", freute sich die freiheitliche Bildungssprecherin. Mit diesem Gesetz könnten mutmaßliche Drogendealer noch wirksamer von unseren Kinder ferngehalten werden.


 

ELLMAUER: WIR MACHEN DIE POLIZEI FIT FÜR DAS 21. JAHRHUNDERT

Mit dem Sicherheitspolizeigesetz wird die Polizei fit für das 21. Jahrhundert gemacht. Es werden zeitgemäße, flexible Strukturen geschaffen, um neuen Formen der Kriminalität effektiv entgegen zu wirken. Die Modernisierung der Exekutive beseitigt Dienstzeitmodelle aus den 70er Jahren, Doppelgleisigkeiten, Parallelzuständigkeiten und unnötige administrative Hürdenläufe. Das sagte heute, Donnerstag, der ÖVP-Menschenrechtssprecher Abg. Matthias Ellmauer in seinem Debattenbeitrag im Nationalrat.

    Mit dem Jahrhundertprojekt der Exekutivreform - der Zusammenlegung von Gendarmerie, Polizei und Zollwache zu einem Wachkörper -  werden 500 Beamte von Verwaltungsarbeit  frei, die verstärkt dann im Außendienst eingesetzt werden können. "Das bringt ein Mehr an Sicherheit, ein Mehr an Effizienz und Wirtschaftlichkeit und ist Grundlage für ein Mehr an Wachstum, an Arbeitsplätzen und Wohlbefinden für unsere Bevölkerung", betonte Ellmauer.

   Mit der Videoüberwachung öffentlicher Plätze und der Einführung der Schutzzonen sorgt das Sicherheitspolizeigesetz bereits ab 1. Jänner 2005 überdies für mehr Sicherheit an neuralgischen Punkten, wie etwa vor Schulen, Kindergärten und Kindertagesheimen. "Damit können wir Minderjährige zumindest temporär vor Drogendealerin schützen", so Ellmauer.

   Für den ÖVP-Menschenrechtssprecher ist die Ablehnung der Gesetzesmaterie durch die Opposition nicht nachvollziehbar. "Denn mit diesem Gesetz bekommt der Steuerzahler größtmögliche Sicherheit für sein Geld in seinem Land. Wir sorgen dafür, dass Österreich auch in Zukunft zu den sichersten Ländern der Welt zählt."


 

KÖSSL: JAHRHUNDERTREFORM HEUTE IM NATIONALRAT

   Wachkörperzusammenlegung ist historisches Ereignis

ÖVP-Sicherheitssprecher Abg. Günter Kössl bezeichnete heute, Donnerstag, das auf der Tagesordnung stehende Sicherheitspolizeigesetz als historisches Ereignis. "Mit der bevorstehenden Abstimmung im Nationalrat wird ein wichtiger Schritt getan, der ohne weiteres als geschichtlicher Meilenstein für die österreichische Sicherheitspolitik bezeichnet werden kann", meinte Kössl.

   Das neue Sicherheitspolizeigesetz schafft die legislative Voraussetzung für die Zusammenlegung der Wachkörper: Ab kommenden Jahr soll die gesamte österreichische Exekutive als "Polizei" für die Sicherheit der Menschen sorgen. Die namentliche Änderung ist aber nur der Rahmen für eine Vielzahl an organisatorischen Verbesserungen, die in Zukunft ein wesentliches Sicherheitsplus für die Bevölkerung bedeuten. Kössl: "Der Abbau von Doppelgleisigkeiten und eine schlankere Verwaltung ermöglichen auch einen besseren Einsatz der personellen und finanziellen Mittel im Sicherheitsbereich".

   Der Abgeordnete berichtete von einigen Details der Reform: So werden die Kommandoebenen in der Exekutive reduziert. Bisher gab es 45, in Hinkunft werden es nur noch neun sein. Dies bedeutet natürlich eine wesentliche Verringerung der in der Verwaltung tätigen Exekutivbeamten und damit ein Mehr an Sicherheit, weil die von Verwaltungsaufgaben befreiten Beamten im Dienste der Sicherheit unterwegs sein werden. Organisatorisch wird es in Hinkunft pro Bundesland nur noch ein Landespolizeikommando geben, dem Bezirks- und Stadtpolizeikommanden und diesen wieder Polizeiinspektionen untergeordnet sind. Die Landespolizeikommanden regeln auf Grundlage behördlicher Aufträge die Organisation des allgemeinen Streifen- und Überwachungsdienstes und die Planung, Leitung und Durchführung von Schwerpunkt- und Sonderaktionen. Sie sind für personelle und dienstrechtliche Angelegenheiten, die Logistik und die Infrastruktur verantwortlich. Eine Sonderstellung nimmt Wien ein, weil die Regelung der personellen und dienstrechtlichen Angelegenheiten des Landespolizeikommandos Wien dem Polizeipräsidenten, der zugleich Sicherheitsdirektor ist, zusteht.

   Als hervorragend und beispielhaft bezeichnete Kössl nicht nur den Gesetzesinhalt, sondern auch die planerische Leistung der Projektverantwortlichen im Innenministerium: "Das Team 04 hat am 31. März 2003 mit der Tätigkeit für die Wachkörperzusammenlegung begonnen. Über eineinhalb Jahre wurde intensiv diskutiert, dabei hatten alle Exekutivbeamten über verschiedene Kommunikationsplattformen die Möglichkeit, Meinungen und Stellungnahmen abzugeben." Der Sicherheitssprecher sprach auch einen persönlichen Dank aus: "Viele haben mit großem Engagement zum Erfolg der Wachkörperzusammenlegung beigetragen". Mehr als 100 Beamte aus allen betroffenen Sicherheitsbereichen wären an der Strukturreform beteiligt gewesen: "Mein besonderer Dank gilt Brigadier Franz Lang, der federführend das Projekt geleitet hat". Die Initiative der Wachkörperzusammenlegung sei aber von einer Persönlichkeit ausgegangen, die mit dem Abschluss des Reformwerks wohl einen Platz in der österreichischen Sicherheitsgeschichte verdient hätte. "Mehrere Innenminister sind an der Wachkörperzusammenlegung gescheitert. Innenminister Dr. Ernst Strasser ist in der 2. Republik einer der bedeutendsten Reformminister", zeigte sich Kössl überzeugt.

   Abschließend ging der Sicherheitssprecher noch auf die anderen Aspekte des Sicherheitspolizeigesetzes ein. Die Schutzzonen vor Schulen und die Videoüberwachung seien wesentliche Instrumente für den Schutz der Kinder und zur Kriminalitätsprävention: "Insgesamt ist der heutige Tag ein wichtiges Datum für die österreichische Sicherheitsgeschichte".


 

Fauland: Sicherheitspolizeigesetz: Historischer Meilenstein

Die Änderungen im Sicherheitspolizeigesetz würden einen historischen Meilenstein darstellen, sagte der freiheitliche Abgeordnete Markus Fauland heute im Nationalrat. Die Zusammenlegung von Gendarmerie, Zollwache und Polizei zu einem gemeinsamen Wachkörper läute eine neue Epoche im Bereich der inneren Sicherheit ein. Die Vorgangsweise der SPÖ bezeichnete Fauland als bedauerlich. Diese lege ihr Standardverhalten an den Tag und werde wieder einmal Nein sagen. ****

Mit der Zusammenlegung würden 500 Planstellen aus der Verwaltung in den operativen Arm der Exekutive verschoben, führte Fauland weiter aus. Zu den Schutzzonen meinte Fauland, daß diese vom grünen Abgeordneten Pilz ins Lächerliche gezogen worden seien. Diese würden aber sehr wohl etwas bewirken. Die Schutzzonen seien sicher kein Allheilmittel, aber die richtige Entwicklung. Sicherheit und Schutz der Bevölkerung würden im Sicherheitspolizeigesetz höchste Priorität genießen. "Nur ein sicheres Österreich", so Fauland, "erhält unsere gemeinsame Lebensqualität."


 

Parnigoni: Für SPÖ ist Sicherheit der Menschen von größter Bedeutung

"Für die Sozialdemokratie hat die Sicherheit der Menschen in unserer Heimat große Bedeutung", so SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni am Donnerstag im Nationalrat. Deshalb werde man auch bestimmten Teilen des vorgelegten Sicherheitspolizeigesetzes zustimmen. Parnigoni zeigte sich skeptisch, was die Zusammenlegung der Gendarmerie und der Polizei betreffe. Die Neubesetzung von 5.300 leitenden Positionen werde zur Folge haben, dass im Jahr 2005 die Bekämpfung der Kriminalität in den Hintergrund gedrängt werde, weil der gesamte Appart mit Bewerbungen und Verhandlungen beschäftigt sei. "Ich danke allen Exekutivbeamtinnen und -beamten für ihre hervorragende Arbeit trotz der widrigen Bedingungen, die dieser Innenminister zu verantworten hat", so Parnigoni abschließend.

        Die SPÖ bekenne sich dazu, dass neue technische Entwicklungen ein Mehr an Sicherheit mit sich bringen können. "Es ist uns durch intensive Verhandlungen gelungen, auch die ÖVP davon zu überzeugen, diese Maßnahmen auch grundrechtskonform zu gestalten", sagte Parnigoni, der auf die daraus resultierende hohe Verantwortung verwies. Es könne nicht sein, dass die nun zu schaffenden Schutzzonen zwar eingereichtet werden würden, aber nicht dem Gefährdungspotential entsprechend überwacht würden. "Die neuen Aufgaben können nur durch ein Mehr an Personal erfüllt werden. Ich appelliere an den Minister hier die richtigen Schritte zu setzen", so Parnigoni. Auch bei der Videoüberwachung müsse klar sein, dass diese nur dann sinnvoll sei, wenn sie ergänzend zur Polizeiarbeit getätigt werde.

        Die SPÖ sei skeptisch, was die Zusammenlegung der Gendarmerie und der Polizei betreffe. Es werde hier eine historisch gewachsene und heute noch sinnvolle Struktur zerschlagen. Mit der Übergangsbestimmung würden 5.300 leitende Funktionen neu ausgeschrieben. "Im Jahr 2005 wird der gesamte Apparat mit Bewerbungen und Verhandlungen beschäftigt sein. Die ersten Mobbingfälle sind schon jetzt bekannt", kritisierte Parnigoni. "Wir lehnen die verantwortungslose Vorgehensweise des Ministers entschieden ab." Wenn der Minister jetzt feiere, dass die Kriminalität um ein Prozent gesunken sei, dann solle man auch dazu sagen, dass sie unter diesem Innenminister bisher um 40 Prozent gestiegen sei. "Das ist eine polemische Täuschung der Bevölkerung durch den Minister", kritisierte Parnigoni. Abschließend dankte der SPÖ-Sicherheitssprecher allen Exekutivbeamten für ihre hervorragende Arbeit - "trotz der widrigen Bedingungen, die dieser Minister zu verantworten hat."


 

Cap: "Unsicherheitsminister" Strasser will "schwarze Parteibuchexekutive"

"Bei ihnen zählt nur die Personalpolitik, die Sicherheit in Österreich bleibt dabei auf der Strecke", kritisierte der gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap am Donnerstag im Nationalrat "Unsicherheitsminister" Strasser dafür, eine "schwarze Parteibuchexekutive" aufbauen zu wollen. Die Kriminalität in Österreich explodiere, die Aufklärungsraten gehen rapide zurück - und Strassers einziges Interesse liege darin, die Exekutive schwarz einzufärben, nach dem Motto "einheitlich im Denken und einheitlich im Parteibuch". "Nach den neuen Uniformen fehlen jetzt nur noch die Strasser-Masken, dann schauen sie wirklich alle gleich aus", merkte Cap an.

        Caps Bilanz der "Sicherheits- beziehungsweise Unsicherheitspolitik" Strassers viel verheerend aus. "Die Kriminalität explodiert - und sie tun nichts außer die Exekutive zu malträtieren", ärgerte sich Cap - und untermauerte seine Kritik anhand von statistischem Zahlenmaterial. "War die Kriminalitätsrate 1999 noch unter 500.000, nähert sie sich heute der 700.000-Marke." Ähnlich "katastrophal" sehe es bei der Aufklärungsrate aus, die seit dem Jahr 1999 von über 50 Prozent auf 37 Prozent zurückgegangen sei. Dieses sicherheitspolitische "Desaster" könne die beste statistische Zahlenverschönerung des Innenministeriums, die schon mit einem "Kosmetiksalon" vergleichbar sei, nicht mehr kaschieren, unterstrich Cap.

        Der "Hund" in der "schwarzen Unsicherheitspolitik" liege laut Cap darin begraben, dass Strassers oberste Priorität die Personalpolitik sei. Zuerst komme die Postenbesetzung von ÖVP-Beamten, und dann komme erst Sicherheit und Qualität, kritisierte Cap - und verwies auf dementsprechende Kritik seitens des Verfassungsgerichtshofes. Die Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei, durch die es zu einer Neubesetzung von 5300 Leitungspositionen komme, bezeichnete Cap als parteipolitischen Schachzug. Schon jetzt liegen im Innenministerium "schwere Pergamentrollen" auf, wo die Neubesetzungen der Posten durch ÖVP-Parteibuch-Beamte geregelt seien, bemerkte der gf. SPÖ-Klubobmann. Die FPÖ verhalte sich dabei auffallend still, von "Ausschreibungen" und "Objektivierung" - in der "blauen Steinzeit" gern gebrauchte Forderungen - sei derweil heute nichts mehr zu hören.

        Nicht nur die Bevölkerung verfolge diese "schwarze Unsicherheitspolitik" mit Misstrauen, betonte Cap - und erinnerte an die Personalvertretungswahlen bei der Exekutive, die als ein "deutliches Signal des Unbehagens und der Kritik" zu werten seien.

        Bei aller Kritik wies Cap auf die Bereitschaft der SPÖ hin, das neu zu beschließende Sicherheitspolizeigesetz in "einigen wichtigen Punkten" zu unterstützen. In Sachen Videoüberwachung bemerkte Cap: "Videoüberwachung ja, aber nicht Videoüberwachung statt Polizei". Auch die Einrichtung von "Schutzzonen" vor Schulen und Kindergärten befand Cap als unterstützenswert. Hier sei eine "nationale Kooperation" wichtig.


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:26
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