REGIO-PRESS-MEDIEN

Berlin - Wien - New York - Düsseldorf - München

Automobil Finanzmarkt Foren Gaestebuch Gesellschaft Grusskarten Horoskop Kontakt Int.-Versions Journalismus Justiz Kontaktanzeigen Kultur Links Literatur Medizin Mitarbeiter Models News Österreich PC u. Technik Politik Sport Stellenmarkt Suchen WAP Wissenschaft

Pocken

 


 

 

Home
Nach oben  

REGIO-PRESS ist Mitglied im Journalisten-Ring
<< Info Alle >>

REGIO-PRESS-Medizin, Passwortgeschützter Bereich für medizinische Berufsgruppen!

 

     Voting.. Top-99 Site

        

                       

 

Krebsmedikament auch gegen Pocken wirksam
Neuer Ansatz zur Behandlung von viralen Infektionen

Wissenschafter des Dana Farber Cancer Institute http://www.dana-farber.org haben nachgewiesen, dass ein experimentelles Medikament gegen das unkontrollierte Wachstum von Krebszellen die Vermehrung des Pockenvirus verhindern kann. Im Tierversuch verhinderte das Medikament, dass Mäuse an dem eng verwandten Virus Vaccinia starben. Bisher haben Medikamente gegen virale Infektionen nicht auch nur annähernd so gute Ergebnisse erzielt wie Antibiotika. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Clinical Investigation http://www.jci.org veröffentlicht.

Viren verbreiten sich durch das Eindringen in eine Zelle und die Übernahme der Funktionen, die von sich aktiv teilenden Zellen zur Vermehrung ihrer eigenen DNA eingesetzt werden. Die am häufigsten Viren ausgesetzten Zellen wie die der Haut oder des Inneren der Lunge teilen sich nicht aktiv und haben diese Funktion daher deaktiviert. Viren wie Pocken haben jedoch gelernt, wie sie diesen Mechanismus durch eigene Kopien der Hormone und Wachstumsfaktoren wieder aktivieren können. Da die zu starke Expression der Rezeptoren für diese Wachstumsfaktoren in Krebszellen eine Ursache für das unkontrollierte Wachstum von Krebs ist, hat sich die Forschung auf die Suche nach Molekülen konzentriert, die diese Rezeptoren blockieren.

Das Team um Ellis Reinherz hatte bereits entdeckt, dass Pocken und verwandte Viren Moleküle produzieren, die jenen Wachstumsfaktoren ähnlich sind, die vom Körper natürlich produziert werden, um diese Rezeptoren, erb-B1, mit Informationen zu versorgen. Sie nutzen diese Faktoren um die Vermehrung der Wirtszellen wieder zu aktivieren. Wenn die stimulierende Aktivität der viralen Faktoren blockiert ist, dann kann das virale Wachstum verringert werden. Die Forscher setzten ein experimentelles Krebsmedikament zur Blockierung des erb-B1 Rezeptors ein. Es zeigte sich in der Zellkultur, dass so die Vermehrung des Pockenvirus bei menschlichen Zellen tatsächlich gestoppt werden konnte.

In der Folge wurde das Medikament Mäusen verabreicht, die mit Vaccinia infiziert wurden. Das Medikament rettete alle behandelten Mäuse bei Dosierungen, die bei unbehandelten Tieren zum Tod führten. Die Wirkung verbesserte sich durch die Kombination mit einem sehr spezifischen Antikörper weiter. Der kombinierte Ansatz erzielte bessere Ergebnisse als der getrennte Einsatz der beiden Substanzen. Verantwortlich dafür könnte laut NewScientist die starke Stimulierung der eigenen Immunreaktion der Mäuse sein. Ein Nachteil bestand laut Reinherz darin, dass die Behandlung nur funktionierte, wenn das Medikament vor dem Virus verabreicht wurde. Eine später einsetzende Behandlung verringerte die Schwere der Infektion. Sie konnte den Tod der Tiere jedoch nicht verhindern. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass bei einer sich langsamer entwickelnden Krankheit, wie Pockeninfektionen beim Menschen, der kombinierte Ansatz bessere Erfolgsaussichten haben könnte. Entscheidend sei jedoch, dass dieser Ansatz nicht auf das Virus selbst abziele.

 


 

Neuer Pockenimpfstoff Alternative bei Immunschwäche
Versuche mit Affen und Mäusen erfolgreich

Ein neuer Pockenimpfstoff hat bei Versuchen mit Affen und Mäusen viel versprechende Ergebnisse erzielt. Es wird erwartet, dass dieser Impfstoff eine Alternative für jene Menschen wird, für die bestehende Varianten nicht in Frage kommen. Eine in Nature http://www.nature.com veröffentlichte Studie wies nach, dass der neue Impfstoff Affen vor Affenpocken schützt. Eine Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://www.pnas.org legt nahe, dass eine höhere Verträglichkeit bei Menschen mit geschwächten Immunsystemen gegeben ist.

Wissenschaftler des National Institute of Allergy and Infectious Diseases http://www.niaid.nih.gov behandelten Affen mit dem Impfstoff modifizierter Vaccinavirus Ankara (MVA). Es zeigte sich, dass die MVA-Injektion alleine für den Schutz vor Affenpocken ausreichend war. Ein verbesserter Schutz konnte durch die Kombination von MVA und dem bereits bekannten Impfstoff Dryvax erzielt werden. Dieses Ergebnis legt nahe, dass MVA als eine Art Vorimpfstoff eingesetzt werden könnte, der beim Entstehen einer konkreten Bedrohung durch Dryvax ergänzt wird. Zusätzlich gehen die Wissenschaftler davon aus, dass MVA eine Alternative für Patienten mit geschwächten Immunsystemen darstellt. Dazu gehören Diabetiker, Transplantationspatienten, ältere Menschen, kleine Kinder und Menschen, die HIV positiv sind.

Für die Verifizierung dieser Annahmen wurde eine zweite Studie mit abwehrgeschwächten Mäusen durchgeführt. Es zeigte sich, dass Tiere, die Dryvax erhielten, unter schweren Nebenwirkungen wie extremem Gewichtsverlust und schmerzhaften Hautwunden litten. Einige der Tiere starben. Die mit MVA behandelten Tiere blieben auch bei der tausendfachen Dosis gesund. Der leitende Wissenschaftler Bernard Moss erklärte gegenüber BBC News Online, http://www.bbc.co.uk dass das sehr wirksame Dryvax vor allem bei Immunschwäche ernste und lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursache.
 

 


 

Schluckimpfung wirkt gegen Pocken
Medikament übertrifft Pocken-Impfstoff Cidofovir - Sicherheitstest am Menschen stehen noch aus
 

US-Forscher haben die erste Schluckimpfung gegen Pocken entwickelt. Der Impfstoff ist laut Angaben der Entwickler100 mal effektiver als der bestehende Pocken-Impfstoff Cidofovir. Das Medikament, das vom Veterans Affairs San Diego Healthcare System (VASDHS) http://www.va.gov und der University of California in San Diego http://www.ucsd.edu entwickelt wurde, muss noch zusätzlichen Tierversuchen und Sicherheitstests am Menschen unterzogen werden. Es wurde heute, Mittwoch, auf der 15th International Conference on Antiviral Research in Prag vorgestellt.

Im Laborversuch blockierte das Medikament mit der Abkürzung HDP-CDV (Hexadecyloxypropyl-Cidofovir) die Aktivität des Pockenvirus in menschlichen Zellen, erklärte Karl Y. Hostetler vom VASDHS. Im Tierversuch überlebten mit Kuhpocken infizierte Mäuse nach der Verabreichung des Medikaments von fünf Tagen. Der Virengehalt in den Lungen der infizierten Tiere reduzierte sich in den beinahe nicht detektierbaren Bereich. Bei einer intravenösen Verabreichung einer vergleichbaren Menge an Cidofovir verringerte sich die Virenzahl nicht. Die Substanz ist eine Weiterentwicklung des Pocken-Impfstoffes Cidofovir. "Der Nachteil von Cidofovir ist seine schlechte orale Bioverfügbarkeit. Es kann nur intravenös verabreicht werden", erklärte Hostetler. Er rechnet damit, dass bei der endgültig bestätigten Wirkung und Sicherheit des Medikaments, es in Pillenform oder als Kapsel zur Prävention und Behandlung zwischen fünf und 14 Tage geschluckt werden muss.
 

HDP-CDV wirkte auch in Gewebekulturen gegen Infektionen, die u.a. durch Herpesviren ausgelöst werden, erklärte Earl Kern von der University of Alabama. Dadurch bestehe die Möglichkeit, dass die Substanz auch bei herkömmlichen viralen Infektionen eingesetzt werden kann. Top-Spot bleibe aber das Pockenvirus. Dies gilt zwar seit Ende der 70-er Jahre als ausgerottet, die Erreger werden aber noch in Labors gelagert. Die USA befürchten, dass Proben in die Hände von Bio-Terroristen gelangen könnten und wollen daher bis Ende 2002 zum Schutz der Bevölkerung genügend Pocken-Impfstoff einlagern. Routine-Impfungen wurden 1972 eingestellt. Pocken-Impfungen gelten als umstritten, da sie mit Nebenwirkungen verbunden sind und werden daher erst bei einem tatsächlichen Pocken-Ausbruch durchgeführt.
 

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



This site is powered by the ICQ2Go Panel © 2002 ICQ Inc. All Rights Reserved. Use of ICQ2Go Panel is subject to the ICQ Terms of Service.

Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:25
Copyright REGIO-PRESS-MEDIEN
© 1998 - 2007
V.i.S.d.P. CR Joerg W. Baur
 
Diese Seiten sind optimiert für: IE 7 u. Netscape 8.1
sowie Mozilla Firefox 2 & Opera 9
Empfohlene Bildschirmauflösung : 1280 x 1024  

 

           WEBCounter by GOWEB 


Bitte stimmen Sie für diese Homepage ab.
Wählen Sie einfach den entspechenden Punkt.
naja... gut sehr gut zu empfehlen TOP SITE