Philips gibt die Handy-Produktion auf
300 Mio. Euro für Neustrukturierung Handy-Marke Philips
bleibt erhalten
Der niederländische Elektronikonzern Philips http://www.philips.com
folgt dem Beispiel von Ericsson und wird künftig keine Handys mehr selbst
produzieren. Wie der Konzern heute, Dienstag, bekanntgab, soll die
Handy-Produktion vollständig nach China ausgelagert werden. Die China
Electronic Corporation (CEC) wird an einem bereits bestehenden Joint Venture
mit Philips die Mehrheit übernehmen und weiterhin Handys der Marke Philips
produzieren. Für die Neustrukturierung dieses Geschäftszweiges werden die
Niederländer 300 Mio. Euro bereitstellen. Zusätzlich werden Teile des
Philips-Entwicklungsprogramms und der Produktion in das Joint Venture
eingebracht.
Der Deal soll das stark Verlust-bringende Handygeschäft wieder
stabilisieren, so Philips-CEO Gerard Kleisterlee. Die Kosteneinsparungen durch
die Auslagerung des Handybereiches seien enorm. Noch für heute sind Gespräche
mit dem Betriebsrat in Frankreich geplant, in welchen die grundsätzliche
Neuordnung des Handy-Bereiches diskutiert werden sollen. Der Konzern will sich
künftig als Technologie-Lieferant positionieren und Handys nur so lange
verkaufen, solange dies Gewinne bringt, hieß es weiter.
Die Umstrukturierungssumme von 300 Mio. Euro soll im zweiten oder dritten
Quartal fällig werden. Erst vor zwei Wochen hatte Philips für seine
Halbleitersparte eine Umsatzwarnung ausgesprochen (pte berichtete: http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=010615008
) Einmalige Aufwendungen als Folge der hohen Verluste im Halbleiter-Bereich würden
noch einmal 90 Mio. Euro veranschlagen. Diese Kosten seien eine Ergänzung zu
den bereits vorgesehenen 300 Mio. Euro an Zuschüssen, die das schwache Geschäft
in den Bereichen Komponenten und Konsumelektronik (pte berichtete: http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=010417009
) ankurbeln sollen.
