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Gewerbeverein: Liese Prokop fordert Ein-Frau-Firmen im Pflegebereich!
Sie soll doch gleich die famosen moldawischen Ärzte mit einbeziehen!

Offenbar hat die niederösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreterin Liese Prokop den Boden jeglicher Klugheit verlassen, wenn sie fordert, das Faktum der schwarz arbeitenden 40.000 Ost-Pflegerinnen in Österreich via Scheinselbstständigkeit zu legalisieren - mutmaßt man im Österreichischen Gewerbeverein (ÖGV).
Es ist für jeden nach vollziehbar, dass ein privater Haushalt eine Rund-um-die Uhr-Pflege (sechs Pflegerinnen) eines Patienten um 18.000 EUR monatlich nicht zu leisten im Stande ist. Genau so wenig ist ein Trockenausbauunternehmen in der Lage gegen Ost- oder Süd-EU-Pfuscher zu konkurrieren. Aus diesem Sektor weiß man seit der EU-Erweiterung, was es heißt, via Lohndumping durch Scheinselbstständigkeit irreguläre Marktbedingungen zu schaffen.

Dass im Zeitalter eines vorhandenen West-Ost-Lohngefälles Unternehmen ihre Produktion über den früheren eisernen Vorhang hinaus verlegen, ist eine Notwendigkeit - sonst wird diese Industrie von anderen Ländern dort betrieben und die Wertschöpfung des Managements bleibt nicht mehr in Österreich.

Bei Ein-Mann-Unternehmen dies zu fördern, kann wohl nur von Politikern ausgehen, die offenbar vor Jahrzehnten einmal gute sportliche - seither aber kaum beachtete - Leistungen erbracht haben und unter Realitätsverlust leiden.

Statt mit dem Lohndumping via Scheingewerbeschein zu beginnen, sollten eher Strukturen geschaffen werden, die die 40.000 benötigten Pflegerinnen so organisatorisch betreuen, dass diese zu österreichischen Bedingungen kollektivvertraglich entlohnt werden. Dass dies eine Änderung des Pflegegeldunwesens bedingt (Streichung der Pflegestufen I und II) ist offensichtlich.

Dann sollen arbeitslose Österreicher in diese Berufe eingeschult und ein entsprechendes Qualitätsmanagement eingerichtet werden. Denn es ist doch vollkommen klar, dass weder die 2.300 Wiener Spachtler, noch die 40.000 Ost-Pflegerinnen auch nur im geringsten österreichischen Qualitäts-Normen entsprechen.

Wenn eine Landeshauptmann-Stellvertreterin offenbar den Pfusch öffentlich gefördert importieren will, dann soll das Land Niederösterreich doch auch eine weißrussische Politkommissarin statt ihr an der Regierungsspitze installieren!

Oder man wagt es, den Arbeitsmarkt für moldawische Ärzte zu öffnen. Dann ist wenigstens sicher gestellt, dass Österreichs effektivste Lobby - die der Ärzte - den Hirngespinsten aus Niederösterreich ein jähes Ende bereitet.


 

Studie vergleicht Anbieter von Pflegeeinrichtungen
Pflege-TÜV ist Marktführer unter Gütesiegeln zur Qualitätssicherung

Im Rahmen der Studie "Qualitätssiegel und Zertifikate für Pflegeeinrichtungen" hat das Wissenschaftliche Institut der AOK http://www.wido.de die verschiedenen Anbieter auf dem Markt verglichen. "Das Ergebnis der Studie ist eine eindeutige Empfehlung an den Pflege-TÜV des bpa, dem die Marktführerschaft und ein sehr günstiger Preis bescheinigt wird", erklärt Bernd Tews, Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V (bpa). 38 Prozent aller Einrichtungen, die freiwillig eine externe Qualitätskontrolle durchführen ließen, haben das Zertifikat Pflege-TÜV des bpa erhalten.

Zur Jahreswende 2003/2004 hatten rund 10 Prozent aller ambulanten Dienste und Pflegeheime ein Qualitätssiegel oder Zertifikat. Die fünf meist vergebenen Siegel stehen zusammen für fast drei Viertel des Marktsegements, wobei der Pflege-TÜV des bpa (38 Prozent) die Führung übernimmt, gefolgt vom Siegel "Geprüfte Pflegequalität" (13 Prozent).

Der Pflege-TÜV stellt eine unabhängige Instanz dar, die Pflegeeinrichtungen die Feststellung des Standes seiner Qualitätsentwicklung ermöglicht. Das Prüfsystem ist aus der Praxis von Pflegeeinrichtungen zusammen mit dem TÜV entwickelt worden. Das Prüfkonzept wurde 1999 eingeführt und 2002 um die Richtlinien des Pflege-Qualitätssicherungsgesetzes erweitert. Folgende vier Gründe sprechen für den Pflege-TÜV: Mit dem Zertifikat einer neutralen Institution wird bestätigt, dass alle gesetzlichen und vertraglichen Qualitätsanforderungen erfüllt werden. Hinweise über Stärken und Schwächen können mit konkreten Verbesserungsvorschlägen eingebracht werden. Für Kunden und Angehörige ist durch das Siegel der hohe Qualitätsstandard erkennbar, was einen nicht zu unterschätzenden Werbeeffekt darstellt. Die Mitarbeiter werden mit einem konkreten Ziel für ihren Einsatz belohnt.


 

Videoüberwachung statt persönlicher Krankenbetreuung
Kostenersparnis für Patienten – Anwendung entlastet Heimhilfen
 

Eine Studie der Pennstate University http://www.psu.edu hat gezeigt, dass der Tausch von Heimhilfen für Kranke gegen interaktive Videoeinrichtungen ein kosteneffektives Pflegeangebot darstellt. Über einen Zeitraum von 60 Tagen ersparten sich die Patienten durch die so genannte "Telehome-Care" rund 300 Dollar. Dabei wurden sieben Hausbesuche durch interaktive Videos ersetzt. Wurde die Hälfte der persönlichen Betreuung durch die fortgeschrittene Kommunikationstechnologie ersetzt, führte dies zu einer Kostensenkung von rund 700 Dollar. Die Ergebnisse wurden in der Herbstausgabe des Telemedicine Journals and e-Health veröffentlicht.
 

"Videos können Heimhilfen nicht vollständig ersetzen, da Patienten einen persönlichen Kontakt brauchen", betonte die Studienleiterin Kathryn Dansky ergänzend. Der Einsatz sei davon abhängig, in welchem Zustand sich der Erkrankte befindet. Aber eine 24 monatige Evaluationsstudie mit dem Namen TeleHomecare Project habe gezeigt, dass der Einsatz neuer Kommunikationstechnologien sowohl für das Betreuungspersonal als auch für die Kranken von Vorteil ist. Dabei wurde die Hälfte von 171 Diabetikern zu Hause mit einer Telekommunikationsstation ausgerüstet. Die Station beinhaltete einen PC und einen Monitor, der mit Vidokamera und einer Sprechfunktion ausgerüstet war. Zur weiteren Ausstattung gehörte ein Stethoskop und eine Blutdruckmanschette. Mitttels einer Telefonleitung zur Ordination konnte der Patient mit der Krankenschwester Seh- und Sprechkontakt aufnehmen und umgekehrt. Dadurch konnte die Betreuerin Temperatur und Blutdruck messen, Herz- und Lungentöne abhören sowie die Blutzuckerwerte und Ernährungsplan besprechen. Die zweite Hälfte erhielt eine herkömmliche persönliche Betreuung.
 

Laut Dansky mussten Patienten mit "Videobetreuung" weniger häufig rehospitalisiert werden und in geringer Häufigkeit Notfall-Ambulanzen aufsuchen. "Den Patienten gefiel das Arbeiten mit der High-Tech-Ausrüstung. Die Stationen vermittelten Sicherheit, da die Patienten jederzeit mit der Krankenschwester in Kontakt treten konnten", betonte Dansky. Die Forscherin sieht weitere Einsatzmöglichkeiten des Telekommunikationssystems, so z.B. in der Verabreichung von Medikamenten. Dansky könne sich u.a. die Verwendung des Systems in der Physiotherapie vorstellen.
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:24
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