Ein Fest rund um die Eröffnung des Heidentores
Utl.: Sobotka: "Symbol für große Vergangenheit und neues Europa!" =
Die Erforschung und Restaurierung des Heidentores in Petronell, römisches
Relikt und Wahrzeichen einer ganzen Region, gehört zu den Meilensteinen der
archäologischen Wissenschaft. Nach dreijähriger Arbeit eines 25köpfigen Teams
unter der Leitung des Archäologen Univ. Prof. Dr. Werner Jobst -
archäologische Befundung des Bauwerkes und des Umfeldes, Sicherung und
Restaurierung des römischen Baudenkmales - konnte heute vormittags die
Eröffnung die Eröffnung des sanierten und erforschten Heidentores im Rahmen
eines Festes für die gesamte Bevölkerung stattfinden. Es bildet nunmehr einen
Glanzpunkt des Archäologischen Parks Carnuntum.
Univ. Prof. Dr. Werner Jobst: "Das Heidetor trägt seinen Namen eigentlich zu
unrecht. Es ist kein Stadt- und kein Straßentor, und es stand nie am Rande
Carnuntums. Vielmehr ist es ein 'Quadrifrons', ein Triumphmonument, das Kaiser
Constantius II.errichten ließ, nachdem er die Festungsbauten gegen die
anstürmenden Völker verstärken hatte lassen, und es stand mitten in der Stadt,
umgeben von drei Lagern. Es ist ein Monument aus der Zeit eines römischen
Umbruches".
Drei Jahre lang musste die Bevölkerung von Petronell auf "ihr" Heidentor
verzichten, da es wegen der Sanierungsarbeiten nicht zugänglich war. Jetzt
kann man das Monument wieder besichtigen, eine Dokumentation gibt detailliert
Auskunft über Geschichte und Restaurierung des Doppel-Triumphbogens. LR
Wolfgang Sobotka bei der Eröffnung: "Das Heidentor ist, wie es sich jetzt
präsentiert, in exzellenter wissenschaftlicher Arbeit gestaltet worden. Es
sagt uns sehr viel: zunächst vermittelt es uns eine sehr frühe europäische
Dimension, es verstärkt die Attraktivität des Archäologischen Parks, und es
symbolisiert auch die heutige Öffnung Europas. Die Wiederherstellung des
Heidentores zeigt uns außerdem, wie wir mit Geschichte umzugehen haben", so
Sobotka.
