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Murdochs Erbfolgepläne
in Gefahr
Malone verdoppelt Anteile an News Corporation
John Malone, Chef des Medienkonzerns Liberty Media
http://www.libertymedia.com , verdoppelt nahezu seine Anteile an
Rupert Murdochs News Corporation
http://www.newscorp.com von neun auf 17 Prozent, berichtet die
New York Times. Murdoch sieht damit seine Pläne, die News
Corporation an seine Söhne Lachlan und James weiter zu vererben, für
potenziell gefährdet.
In einem Treffen mit Medienvertretern und Investoren bezeichnete
Murdoch seine Beziehungen zu seinem Rivalen Malone als freundlich.
Vertraute Murdochs sagten jedoch, dass Murdoch wütend über Malones
Schritt sei, den er als Verrat an seiner Person sehe. Malone erhöhte
seine News-Corporation-Anteile, indem er seine Anteile ohne
Stimmrecht in Aktien mit Stimmrecht umwandelte. Er beteuerte jedoch
keine Pläne für eine Übernahme zu schmieden. Mit diesem Schritt
bezwecke er nur, seine Beteiligungen an Kabelprogrammen der News
Corporation in Beteiligungen ohne Stimmrecht umzuwandeln.
Murdoch versucht dennoch eine Front von Verbündeten hinter sich zu
stellen, so den saudiarabischen Prinz Walid bin Talal. Dieser
kündigte an seine Anteile ohne Stimmrecht von drei Prozent in
Anteile mit Stimmrecht umzuwandeln, um Murdoch zu unterstützen.
Murdochs Familie hält derzeit 30 Prozent an News Corporation.
Malones Zug kam als Reaktion auf eine so genannte "poison pill
provision". Diese Klausel sieht vor, zusätzliche Aktien zum Verkauf
freizugeben, falls ein Investor die Beteiligungen von 17 Prozent
überschreitet. Ohne diese Klausel könnte Liberty Media 49 Prozent
der Anteile an Murdochs News Corporation erwerben.
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Bundeskanzler Schüssel verlieh Ehrenkreuz an Chefredakteur der "Presse"
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel überreichte heute, Mittwoch
Abend, dem Chefredakteur der Tageszeitung "Die Presse", Dr. Andreas
Unterberger, das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse.
"Andreas Unterberger ist ein blendender Schreiber und verfügt über
eine hohe Sensibilität für Zwischentöne und für die
zwischenmenschliche Chemie. Es ist sein objektiver und kritischer
Blick, der einen in seinen Kommentaren trifft. Er hat die Presse
inhaltlich und materiell hervorragend weitergebracht. Die Entwicklung
der Presse seit 1995 weist eine wunderbare Erfolgsbilanz auf",
begründete der Bundeskanzler die Verleihung dieser Auszeichnung.
Besonders die Liebe zur Außenpolitik sei Unterberger zu
eigen und habe stets sein Wirken geprägt, so Schüssel. "Verhabern und
Vernetzen sind Chefredakteur Unterberger fremd. Und das ist in
Ordnung. Denn es ist somit ein Zeichen von Respekt und Anerkennung,
wenn er über einen schreibt", betonte Schüssel und hob auch
das hohe soziale Engagement Unterbergers hervor.
Staatssekretär Franz Morak bezeichnete Unterberger als "pointierten
Konservativen" und der ehemalige ORF-Generalintendant Gerd Bacher
würdigte Unterbergers weites Spektrum an Wissen über verschiedenste
Themenbereiche der Innen- und Außenpolitik sowie seinen steten
kritischen Blick für die politischen Entwicklungen. Andreas
Unterberger betonte in seiner Dankesrede, dass seine Liebe zur
"Presse" mit seiner Liebe zu Österreich verbunden sei. "Meine Liebe
zur Presse begründet sich auch darin, dass Österreich eine Zeitung
braucht, die die in diesem Land gerne gepflogene Nabelschau mit dem
Blick ins Ausland stark konterkariert", so Unterberger.(bka/ots/öjc)
Der 62-jährige Wiener Journalist und politische Kommentator Gerd Leitgeb
ist
Donnerstagnachmittag bei einem Bergunfall im Rax-Gebiet tödlich verunglückt.
Der
Unfall hat sich am Donnerstagnachmittag gegen 16.30 Uhr ereignet. Gerd Leitgeb
war
gemeinsam mit zwei Bekannten im großen Höllental unterwegs. Beim Abstieg ist
er im
sogenannten Teufelsbad-Stubensteig ausgerutscht und im schroffen Gelände etwa
100
Meter tief abgestürzt.
Leitgeb wurde von einem Hubschrauber des Innenministeriums mittels Bergeseil
geborgen. Angefordert wurde auch der Notarzthubschrauber aus Wr. Neustadt. Der
Notarzt konnte jedoch nur mehr den bereits eingetretenen Tod feststellen.
Todesursache war ein Schädel-Hirn-Trauma.
Gerd Leitgeb wurde am 29. April 1939 in Wien geboren. Im Zuge seiner 30-jährigen
journalistischen Tätigkeit war Leitgeb Mitarbeiter bei verschiedenen
Zeitungen in
Österreich und Deutschland und wurde 1974 Chefredakteur des
"profil". 1979 übernahm
er diese Position beim "Kurier" und wechselte von 1987 bis 1994 als
Chefredakteur und
Herausgeber zum Wiener.
Weiters war er auch Kommentator der Illustrierten "Die ganze Woche"
und zuletzt
Kolumnist der Rubrik Fenstergucker bei der im Vorjahr eingestellten
Tageszeitung
"täglich Alles". (orf)
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