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Computer verteidigt sich selbst gegen Attacken
Software erkennt neue Schädlinge in Rechnernetzen

Andreas Zeller, Professor für Softwaretechnik an der Universität des Saarlandes http://www.st.cs.uni-sb.de , und sein Team haben eine Methode entwickelt, mit der Computer sich selbstständig auch vor unbekannten Schädlingen verteidigen können. Die Software "Malfor" (MALware FORensics) hat zum Ziel, dass der Rechner selbst experimentiert und erkennt, welche Netzwerkpakete zum Angriff geführt haben.

"Der befallene Rechner, möglichst ein Honeypot (Honigtopf), kann so andere Rechner warnen, die dann diesen und ähnliche Angriffe ebenfalls selbstständig abwehren", erläutert Zeller. Ein Honeypot ist ein Rechner, der nur dem Zweck dient, Angriffe auf sich zu ziehen. Analysiert wird der Angriff auf ein Rechnersystem laut Zeller in zwei Schritten: Zuerst werden alle Programmaktivitäten in einer großen und sehr detaillierten Protokolldatei aufgezeichnet. In einem zweiten Schritt werden verschiedene Kombinationen von Teilaktivitäten ausgewählt und wieder eingespielt. Dadurch kann analysiert werden, ob diese Auswahl den Angriff hervorruft.

Im Gegensatz zu den gängigen Methoden arbeitet das Verfahren rein experimentell und erkennt dadurch auch bisher unbekannte Angriffe. Herkömmliche Werkzeuge untersuchen dagegen Protokolldateien und schließen daraus, was passiert sein muss. Dieser Ansatz funktioniert gut für bekannte und schon analysierte Attacken, versagt aber bei neuartigen Viren. "Mit unserem Ansatz können wir neue, bisher noch völlig unbekannte Angriffe analysieren und gleich durch Experimente bestätigen", so Zeller. Erstmals präsentiert wird die Malfor-Software auf der CeBIT (10. bis 16. März) in Hannover.

 


 

Bots als Computergeißel 2005
Mehr als 380 verschiedene Bedrohungen im vergangenen Jahr

Im Jahr 2004 sind Unternehmen primär von Bots und Massen-Mailern attackiert worden. Bei Konsumenten und Heimanwendern überwogen hingegen Bedrohungen durch Exploits und Adware mit 60 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Analyse des US-amerikanischen Sicherheitsexperten McAfee http://www.nai.com . Die Top-10 Bedrohungen des Jahres 2004 gehörten alle zu den Hauptgebieten Spyware/Adware, E-Mail-Viren und als Spam verschickte Malware.

Für 2005 prognostizieren die Analysten von McAfee einen enormen Anstieg von Bedrohungen durch Bots. Ein Bot ist ein automatisches Programm, das Befehle aus einer anderen Quelle annimmt (Robot). Laut McAfee gibt es derzeit bereits über 7.000 verschiedene Arten von Bots. Ihre Zahl wächst wöchentlich um etwa 150 bis 200 Varianten. Der Trend bei Bots geht zu Versionen, die Adware auf das System des betroffenen Users laden. Diese Programme sind auch in der Lage, sich auf dem kompromittierten System schnell zu verbreiten. Wie bei anderen Sicherheitsbedrohungen entwickeln die Autoren dieser Eindringlings-Programme weiterhin neue Varianten, die sich auf Systemen verbreiten, die nicht speziell gegen Overflows geschützt sind.

Der McAfee-Dienst "VirusScan-Online" meldete mehr als zwei Mio. erkannte Exploits unterschiedlicher Art. Die Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass diese Zahl weiter ansteigen wird, da Hacker nach wie vor daran interessiert sind, ungepatchte Systeme von Endanwendern für ihre kriminellen Zwecke zu nutzen. Laut McAfee wurden 2004 mehr als 2.800 Sicherheitslücken entdeckt, 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Anti-Phishing Working Group, der McAfee vor kurzem beitrat, meldete im Januar 176 neue und verschiedene Phishing-Attacken. Im Juni 2004 war diese Zahl bereits auf 1.422 hochgeschnellt und im November lag die Zahl der gemeldeten Phishing-Angriffe bereits bei 1.518. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr mehr als 380 Bedrohungen. Das bedeutet eine Zunahme von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


 

Wasserzeichen als Kopierschutz
Elektronischer "Fingerabdruck" soll Raubkopierer überführen

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Publikations- und Informationssysteme IPSI http://www.ipsi.fraunhofer.de haben eine neue Technologie entwickelt, mit der Audiodateien fälschungssicher gekennzeichnet werden können. Dabei werden MP3-Files leicht verändert, ohne dass es das menschliche Ohr hört. Dieser automatisch durchgeführte Vorgang lässt sich mit dem Hinzufügen von Rauschen oder einer minimalen Verzerrung einzelner Frequenzen vergleichen.

Einer spezielle Software kann später die Markierung auch aus Kopien der Datei wieder auslesen werden. So kann ein Online-Anbieter eine Kundennummer zwischen den "Zeilen" verstecken. Laut IPSI merkt der Kunde davon jedoch nichts. Wie bei einem gewöhnlichen Online-Einkauf wählt er zum Beispiel ein Hörbuch und klickt es in seinen Warenkorb. Um zu bezahlen gibt er Name, Adresse und Zahlart ein. Per Mausklick kann der User die Datei anschließend auf seinen Rechner laden. "Beim Donwload bekommt der Käufer seine individuelle Hörbuchkopie", erläutert Martin Steinebach vom IPSI. "Während der Übertragung wird diese jedoch mit einem Wasserzeichen markiert. Der Anbieter speichert die Nummer zusammen mit den persönlichen Kundendaten. Erscheint nun eine illegal verbreitete, gekennzeichnete Kopie im Internet, führt dieser elektronische 'Fingerabdruck' direkt zum Käufer", so Steinebach.

Laut IPSI markiert die neue Technologie sehr schnell und ist überaus robust. Das bedeutet, dass das Wasserzeichen in der gesamten Datei verteilt ist und nicht ohne weiteres, etwa durch das Herausschneiden von Pausen, entfernt werden kann. Dadurch soll es in der Lag sein, selbst eine analoge Rundfunkübertragung oder eine Aufnahme vom Lautsprecher auf Band zu überstehen.


 

Supercomputer mit 40 Terabyte Memory
SGI-Engine schafft 33 Bio. Teraflops pro Sekunde

Am Leibnitzer-Rechenzentrum in München http://www.lrz-muenchen.de wird derzeit ein neuer Supercomputer installiert. In der ersten Ausbaustufe wird der Höchstleistungsrechner bis zu 33 Bio. Rechenoperationen pro Sekunde (33 Tflop/s) durchführen. Im Endausbau soll er sogar bis zu 69 Teraflops pro Sekunde schaffen. Ausgerüstet ist das System der Firma Silicon Graphics (sgi) mit Intel Itanium-Prozessoren.

Die Besonderheit des ausgewählten Systems ist sein sehr großer, einheitlich adressierbarer Hauptspeicher. Dadurch wird die Programmierung von parallel ablaufenden Anwendungen deutlich erleichtert. Die gegenwärtige Hauptplatine mit 1,3 Terabyte Hauptspeicher wird derzeit auf 20 TB ausgebaut und soll in der letzten Ausbaustufe 40 Terabyte fassen. Die Kapazität des Plattenspeichers, die 10 Terabyte fasst, wird sukzessive auf 660 Tbyte vergrößert.

Eingesetzt wird der neue Superrechner vor allem für die Simulation komplexer Systeme und Prozesse in der Physik, Materialforschung, Strömungsdynamik, Astrophysik, Chemie sowie in den Geo- und Biowissenschaften. Seinen Betrieb soll der Rechner Anfang 2006 aufnehmen, 2007 soll die Endausbaustufe des Supercomputers erreicht sein.


 

Unterschrift statt Passwort beim Log-in
Biometrie-Anwendung beschleunigt Anmeldung beim PC

Der deutsche Spezialist für Unterschriftenprüfungen Softpro http://www.signplus.com hat eine Alternative zur herkömmlichen Anmeldung am Rechner mittels Nutzer-Kennung und Passwort präsentiert. Die Biometrie-Anwendung "Sign Secure" soll das Log-in an PCs und in Netzwerken mit eigenhändigen Unterschriften ermöglichen.

Tablet-PCs und speziell ausgewählte Schreibtabletts (Pen-Pads) nehmen statische Bilder und dynamische Signale einer Unterschrift auf. SignSecure erfasst diese Merkmalsätze, speichert und verschlüsselt sie und ermöglicht damit eine verlässliche Prüfung. Laut Softpro berücksichtigt die automatische Verifizierung auch natürliche Schwankungen in den Ausprägungen der Unterschrift von ein und demselben Unterzeichner. Gedacht ist die Lösung vor allem für Nutzer von so genannten Slates (Tablet-PCs ohne Tastatur), da damit die umständliche Passworteingabe via Software-Tastatur entfällt.

Der Ersatz von Passwörtern durch die eigenhändige Unterschrift soll unproduktive Kosten des Arbeitsablaufs reduzieren. Passwörter sind laut Softpro auch nicht kostenlos. Vergessene Codes verursachen in der Systemverwaltung jährliche Kosten von bis zu 350 Euro pro User. Die eigenhändige Unterschrift wird dagegen nie vergessen und kann auch nicht, wie Geheimzahlen und Passwörter, ausgespäht werden. Unter http://www.signplus.com/de/downloads können Interessierte die Version 2.2 von SignSecure herunter laden und 30 Tage lang gratis testen.


 

Top-PC-Herstellern droht das Aus
Gartner prognostiziert Marktkonsolidierung - Wachstum geht zurück

Aufgrund von schwächerem Marktwachstum und geringeren Margen droht dem PC-Markt in den kommenden Jahren eine Konsolidierung. Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner http://www.gartner.com könnten bis zum Jahr 2007 drei der zehn größten PC-Hersteller vom Markt verschwinden, berichtet das Wall Street Journal heute, Montag. Der PC-Markt wird sich nach den Erwartungen der Marktforscher im laufenden Jahrzehnt deutlich abkühlen.

Für die Jahre 2006 bis 2008 rechnet Gartner bei den PC-Verkäufen mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 5,7 Prozent gegenüber 11,3 Prozent in der Zeit zwischen 2003 und 2005. Der Umsatz der Branche wird in den Jahren 2006 bis 2008 nur um zwei Prozent jährlich zulegen. Für 60 Prozent des Wachstums zeichnen allein die aufstrebenden Märkte wie China und Indien verantwortlich.

Der Preiskampf soll laut Gartner entscheidend zunehmen. Der PC-Markt der kommenden Jahre wird demnach durch einen schwachen Geräteaustausch und die steigende Bedeutung der Entwicklungsmärkte gekennzeichnet sein. Nach Stückzahlen gerechnet führt Dell derzeit die Top Ten der PC-Hersteller an. Dahinter folgen Hewlett-Packard, IBM und Fujitsu.


 

USA sagen Spyware den Kampf an
Hohe Strafen für Spyware-Installation ohne Zustimmung des Users

Der US-Kongress geht scharf gegen Spyware vor. Der so genannte Spy Act wurde im Repräsentantenhaus http://www.house.gov mit nur einer einzigen Gegenstimme angenommen. Weitere Anti-Spyware-Gesetze liegen im US-Parlament, berichtet die BBC. Der US-Provider Earthlink http://www.earthlink.net begrüßte das Gesetz. Das Unternehmen hatte seit Jahresbeginn in einer Untersuchung (Spy Audit Scans) rund 83 Mio. Spyware-Programme auf US-Computern festgestellt. Jeder mit dem Internet verbundene PC enthält demnach im Schnitt 26 Spyware-Programme.

Spyware sind Programme, die User-Daten ohne die Zustimmung und das Wissen der PC-Benutzer ausspähen. Dieses unerlaubte Einschleusen von Spyware ohne ausdrückliche Zustimmung des Users wird nun mit zivilrechtlichen Strafen von bis zu drei Mio. Dollar bestraft.

Ein weiterer Gesetzesentwurf, der dem US-Kongress vorliegt, sieht sogar Gefängnisstrafen vor. Der Internet Spyware Prevention Act (I Spy Act) droht jenen mit Gefängnis, die gezielt die Installation von Spyware verschleiern und persönliche Daten der User sammeln. Spyware-Programme, die persönliche Daten klauen und die verwendeten Tastenkombinationen aufzeichnen, sind schon jetzt in den USA verboten


 

Europas schnellster Supercomputer in Betrieb
Neun Bio. Rechenoperationen pro Sekunde möglich

Das Forschungszentrum Jülich http://www.fz-juelich.de hat heute, Montag, die Inbetriebnahme des nach eigenen Angaben schnellsten Superrechners Europas gemeldet. Der IBM-Rechner soll nahezu neun Bio. Rechenoperationen pro Sekunde ausführen können. Weltweit nimmt er damit unter den zivilen Großrechnern den sechsten Platz ein.

Der Supercomputer setzt sich aus 41 Rechnerknoten mit insgesamt 1.312 Prozessoren zusammen. Der Arbeitsspeicher hat eine Größe von 5,2 Terabyte. Die Arbeitsleistung erreicht knapp neun Teraflops. Er soll Wissenschaftlern helfen, Fragen wie die nach der Entstehung eines schwarzen Lochs mithilfe komplizierter mathematischer Gleichungen zu beantworten. Der Supercomputer bietet nach Aussagen des Forschungszentrums mehr als das Zehnfache der derzeit verfügbaren Rechenleistung.

"Früher waren Naturwissenschaftler allein auf Experiment und Theorie angewiesen, um zu Ergebnissen zu gelangen", sagte Thomas Lippert, Leiter des Zentralinstituts für angewandte Mathematik am Forschungszentrum Jülich.. "Das wissenschaftliche Rechnen hat ihre Arbeit revolutioniert", so Lippert weiter. Die Hälfte der Rechenkapazität des Superrechners nutzen Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der Industrie. Die andere Hälfte wird durch das John von Neumann-Institut für Computing bundesweit für Projekte aus Wissenschaft und Forschung vergeben.


 

Mydoom auf Platz eins der Viren-Charts
Sophos präsentiert die aktuelle Malware-Hitliste

 Der britische Anti-Viren-Spezialist Sophos http://www.sophos.com hat heute, Freitag, die aktuelle Viren-Top-Ten für den Monat Januar 2004 vorgestellt. Die absoluten "Stars" der Jänner-Hitliste sind die beiden Neueinsteiger Mydoom und Bagle. Obwohl Mydoom-A erst vor wenigen Wochen startete, eroberte er sofort mit 25,1 Prozent Verbreitung den obersten Platz am Podest. Mydoom, der eine Denial-of-Service-Attacke auf die Website von SCO und Microsoft auslösen soll und Tausende von E-Mail-Konten verstopfte, trat erstmals am 26. Januar in Erscheinung und machte rund ein Viertel aller eingegangenen Berichte aus.

Mit dem respektablen Abstand von 8,8 Prozent folgt auf dem zweiten Podest der Bagle-Wurm mit 16,3 Prozent. Bagle-A war ein richtiger Shooting-Star. Mitte des Monats entdeckt, kletterte er rasant auf die Top-Plätze der Charts. Doch sein Ruhm währte nur kurz, er war so programmiert, dass er sich am 28. Januar selbst abschaltete. Gerade noch auf das Podest schaffte es Sober-C. Die Modifikation des Wurms "Made in Germany" erreichte mit 9,9 Prozent Verbreitungsgrad einen guten dritten Platz.

Der "alte Bekannte" Dumaru-A sicherte sich mit 5,3 Prozent den vierten Rang vor den Mimail-Migrationen. Für die Mimail-Wurm-Familie war es ein "Heimspiel". Sie sicherten sich geschlossen die Plätze fünf bis neun. Mimail-J (3,12 Prozent), Mimail-A (2,7 Prozent), Mimail-K (2,6 Prozent), Mimail-C (2,2 Prozent) und Mimail-I (ein Prozent) ließen gerade noch den zehnten Platz für den Klez-H-Virus (0,8 Prozent) übrig.


 

Bill Gates präsentiert intelligente Armbanduhren
Erste marktfähige SPOT-Produkte von Microsoft

 

microsoft

Zu seiner Keynote bei der "2003 International Consumer Electronics Show" (CES) hat Microsoft-Gründer Bill Gates seine Visionen des digitalen Alltags weiter beworben. Für Microsofts Hoffnungsgebiet der "Smart Personal Objects Technology" (SPOT) stellt Gates erstmals konkrete marktfähige Produkte vor. Der Softwarekonzern hat in Zusammenarbeit mit den Uhrenherstellern Fossil, Suunto und Citizen Watch drei intelligente Armbanduhren entwickelt. Die Uhren sollen bereits im kommenden Herbst in den Handel kommen. http://www.microsoft.com/presspass/press/2003/jan03/01-08CES2003OverallPR.asp

Die Uhren sollen ihren Benutzern einen begrenzten Zugang zu ihren Kalendern und persönlichen E-Mails auf dem PC bieten. Gleichzeitig können sie Nachrichten aus dem Internet empfangen. Für die benötigte Verbindung zum Internet hat Microsoft eine eigene Funktechnologie entwickelt. DirectBand verfügt über einen Empfänger-Chip und ein Funk-Protokoll. SPOT-Geräte können so Informationen laufend vom Heim-PC oder von speziellen Services empfangen aber nicht versenden. Microsofts Partner Fossil setzt mit seiner Zusammenarbeit mit Microsoft auf zwei Pferde gleichzeitig. Das Unternehmen vertreibt bereits eine Uhr mit Palm-Betriebssystem.

Mit SPOT macht sich Microsoft daran, alle Bereiche des Alltags zu erobern. Nach Gates Vision der Digitalen Dekade sollen digitale Daten nahtlos in das tägliche Leben integriert werden. "Computer-Technologie ist nicht mehr nur nützlich, sie wird ein umfassender und entscheidender Teil unseres täglichen Lebens", so Gates.

Neben den neuen SPOT-Produkten präsentierte Gates in seiner Ansprache auch den Prototypen der tragbaren Multimedia-Players Media2Go. Die Referenz-Plattform wurde zusammen mit Intel entwickelt, für die Produktion des Gerätes will Microsoft mit Produzenten für Unterhaltungselektronik wie Samsung, ViewSonic und Sanyo zusammenarbeiten. Der Media2Go-Player verfügt über einen Vier-Zoll-Schirm und eine Festplatte. Das Gerät soll Video- und Audio-Content abspielen können.
 


 

 

Optimale Mikrostruktur für Materialien: Computer-Programm ermittelt
System erkennt effizienteste Form bei zwei konkurrierenden Eigenschaften

 

 

Ein Chemiker der Princeton University http://www.princeton.edu hat ein mathematisches System für das Design von Materialien entwickelt, die zwei Funktionen gleichzeitig erfüllen. Das Computerprogramm erfüllt laut Forscher selbst dann seinen Zweck, wenn die gewünschten Eigenschaften miteinander "in Konflikt" geraten. Die Ermittlung der optimalen Mikrostruktur wurde erstmals an einem Verbundwerkstoff, der sowohl Wärme als auch Strom leitet, gezeigt. Wissenschaftler um Salvatore Torquato hoffen, dass die theoretischen Arbeiten Materialforschern als Leitfaden dienen.

Mit Computerunterstützung kalkulierten die Wissenschaftler um Torquato die optimale Struktur für jedes Material, das aus zwei Substanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften besteht. Wie das Team im Fachblatt Physical Review Letters schreibt, wurde das Modell erstmals bei der Erforschung der idealen Struktur eines Gemisches demonstriert, das Hitze und Strom leitet (im Bild die ideale Struktur des Gemisches). "Es gibt bereits viele Materialien, die zwei Funktionen gleich gut erfüllen", erklärte der Forscher. Torquato wählte aber Materialien, die nur einer der Fähigkeiten zufriedenstellend nachkamen. Zum Erstaunen der Wissenschaftler ermittelte der Computer auf die Suche, wie sich zwei Materialien auf mikroskopischer Stufe optimal mischen sollten, sehr komplexe Formen.

Die Technik könnte über mögliche Anwendungen in der Materialwissenschaft hinaus, auch Biologen in der Erforschung natürlicher Materialien helfen und z.B. für ein besseres Verständnis der Bauweise von Zellwänden sorgen. Letztendlich könnten von Menschenhand geschaffene Materialien im Aufbau jene Effizienz erreichen wie diese biologische Materialien charakterisiert. Biologische Materialien sind von Natur aus multifunktional. Sie haben sich über Millionen von Jahren entwickelt, um unterschiedliche Situationen bewältigen zu können.


 

 

IBM installiert schnellsten Supercomputer der Schweiz
260 Prozessoren für Materialwissenschaft und Biochemie

IBM http://www.ibm.com hat nach eigenen Angaben an seinem Forschungsstandort in Zürich den schnellsten Supercomputer in der Schweiz installiert. Das System soll mit einer Rechenleistung von 1,35 Teraflop auf der Top500-Liste der leistungsfähigsten Supercomputer die Position 70 erreichen. IBM will den Supercomputer zur Simulation und Visualisierung von biomolekularen Prozessen und Materialstrukturen auf atomarer und molekularer Ebene einsetzen.

Der Supercomputer besteht aus acht eServer p690 und einem Kompilationsserver der Serie p630. Insgesamt verfügt das System über 260 Power4-Prozessoren mit einer Taktfrequenz von 1,3 GHz und einem Hauptspeicher mit einer Gesamtkapazität von 516 GB. Die acht Türme mit einem Gewicht von jeweils 1,2 Tonnen sind über Gigabit-Ethernet-Switches miteinander vernetzt. Die Speicherkapazität der installierten Festplatten beträgt 2,13 TB.


 

PC-Markt 2001 weltweit um 4,6 Prozent geschrumpft
Wachstum erst Ende 2002 erwartet - Dell mit hohen Zuwächsen erstmals Nummer eins
 

Zum zweiten Mal in der Geschichte (nach 1985) ist im Jahr 2001 der PC-Markt weltweit geschrumpft. 128,1 Mio. PCs wurden rund um den Globus ausgeliefert, was einem Rückgang von 4,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 entspricht, teilte der Marktforscher Gartner Dataquest http://www.gartner.com/ in einer Aussendung mit. Dell http://www.dell.com/ geht aus dem abgelaufenen Jahr als der große Sieger hervor: Der US-Direktverkäufer konnte mit einem deutlichen Zuwachs von 18,3 Prozent als einziger großer PC-Hersteller wachsen und überflügelte Compaq als weltweite Nummer eins. Für 2002 prognostiziert Gartner im ersten Quartal noch ein Minus von vier Prozent, danach soll es bis zum vierten Quartal "nicht mehr schlechter werden". Zu Jahresende wird schließlich eine Steigerung von vier Prozent erwartet.
 

Dell lieferte exakt 17 Mio. PCs aus und konnte seinen Marktanteil von 10,7 auf 13,3 Prozent steigern. Compaq http://www.compaq.com/ setzte hingegen mit 14,25 Mio. um 17,2 Prozent weniger Stück ab und hält dadurch nach 12,8 nur mehr 11,1 Prozent der weltweiten Marktanteile. Auf Platz drei rangiert Hewlett-Packard http://www.hp.com/ mit 9,18 Mio. Stück (Absatzminus 10,3 Prozent) vor IBM http://www.ibm.com/ (8,25 Mio. Stück, minus 11,4 Prozent) und NEC http://www.nec.com/ (4,92 Mio. Stück, minus 15,4 Prozent). Die gesamten Verluste aller anderen PC-Hersteller hielten sich im Vergleich dazu mit 3,7 Prozent in Grenzen. Sie lieferten zusammengerechnet 74,45 Mio. Heimcomputer aus und erhöhten ihren Gesamt-Marktanteil von 57,6 auf 58,1 Prozent.
 

Als Gründe für den rückläufigen Markt nannte Gartner die gefallenen Verkaufspreise sowie das schlechte wirtschaftliche Umfeld. Dell habe Anfang 2001 mit Preisreduktionen begonnen, woraufhin die Konkurrenz gezwungen war, mitzuziehen. Im US-Markt konnte Dell um 14 Prozent zulegen und den Marktanteil auf 24,5 Prozent ausbauen. Damit setzte die Nummer eins mit 10,75 Mio. Stück exakt doppelt so viele PCs ab wie die Nummer zwei am US-Markt, Compaq.
 

 

Weltweit abgesetzte PCs (2001):
 

Dell     16,996 Mio. Stück (+18,3%)
Compaq     14,253 Mio.     (-17,2%)        
HP     9,184 Mio.     (-10,3%)        
IBM     8,254 Mio.     (-11,4%)        
NEC     4,920 Mio.     (-15,4%)        
Rest    74,452 Mio.     (- 3,7%)    
-------------------------
Gesamt 128,06 Mio. Stück
 


 

Volles Risiko: Deutschen PC Nutzern droht der Datenverlust
40% sichern ihre Daten nicht
 

Eine im Auftrag von Iomega International S.A. durchgeführte Studie der GfK belegt, dass persönliche Computerdaten nur unregelmäßig gesichert werden. Über ein Drittel der Anwender nimmt den Verlust von Daten in Kauf.
 

Knapp 40% der deutschen PC Nutzer sichern ihre Daten nicht regelmäßig. Dies ist das Ergebnis einer von Iomega in Auftrag gegebenen GfK Studie. Ziel des weltweiten Anbieters von Geräten zur Datensicherung und –speicherung war es, mehr über das Daten-sicherungsverhalten von privaten PC Nutzern zu erfahren. Dabei wurden Personen im Alter von 14 bis 70 Jahren befragt, die ihren PC vorzugsweise zu Hause und zu privaten Zwecken nutzen.
 

Das Ergebnis des mangelnden Sicherungsverhaltens ist umso erstaunlicher, da über ein Drittel der privaten Nutzer (32,5%) schon einmal wichtige Daten verloren haben. Obwohl 30,4% Angst davor haben, gehen fast 40% der Nutzer vorsätzlich das Risiko eines Datenverlusts ein. Vor allem selbständig und freiberuflich arbeitende Personen (40,8%) und solche, die sich noch in der Ausbildung befinden (42,2%) schätzen den Wert ihrer Daten als besonders hoch ein. Dabei kann es sich um wichtige Textdokumente, aber auch Datensammlungen oder Bildarchive handeln.
 

Kaum eine Woche vergeht ohne Meldungen über neue Computerviren und kein PC ist vor einem Defekt gefeit. Trotzdem neigt ein großer Teil der privaten Nutzer dazu, ihre persönlichen Daten lediglich auf der Festplatte zu archivieren. Forscht man nach den Gründen für das leichtsinnige Verhalten, geben 61% derjenigen, die kein regelmäßiges Backup betreiben an, dies schlichtweg für unwichtig zu halten. Knapp 10% unterlassen die Datensicherung, weil sie ihnen zu kompliziert erscheint und 12,6% machen sich noch immer die Mühe, alle Dokumente Blatt für Blatt auszudrucken.
 

Man mag es kaum glauben: Im Zeitalter fast unbegrenzter Speicherlösungen kennen die Hälfte der männlichen Befragten (44,3%) keine Möglichkeit der externen Sicherung ihrer Computerdaten. Bei Frauen sind es sogar 52,9%. Das bekannteste Speichermedium ist immer noch die Floppy Disk (41%), dicht gefolgt von der CD-ROM (29,7%). Relativ wenig verbreitet sind dagegen Zip“-Disks (7,6%), Bandlaufwerke (6,1%) oder magneto-optische Speichermedien (3,4%).
 

Die Unkenntnis und Nachlässigkeit vieler User stellt die Hersteller von modernen Speichermedien vor echte Herausforderungen. Die Tatsache, dass trotz des enormen Datenaufkommens 39,6% der User ihre Daten überhaupt nicht, nur mit der überholten Floppy Disk oder mit empfindlichen CD-ROMs sichern, stimmt bedenklich und wirft die Frage nach alternativen Speicherlösungen auf.
 

Seit über fünf Jahren bietet Iomega mit der Zip“-Disk und den dazu gehörenden Zip“-Laufwerken ein interessantes und bewährtes Paket an. Die Laufwerke sind sowohl als interne als auch externe Geräte erhältlich und bieten ergonomische Vorteile und erhöhte Mobilität. Die Kapazität einer Zip“ 250MB Diskette entspricht dem Speichervermögen von 173 herkömmlichen Disketten, und dies bei wesentlich höheren Zugriffszeiten. In Verbindung mit der Quik Sync‘ 2 Software von Iomega ist auch am Heim-PC professionelle Datensicherung möglich. Quik Sync‘ 2 speichert vorher gekennzeichnete Dateien automatisch von der Festplatte auf ein Iomega Laufwerk, wodurch nicht nur Zeit eingespart wird, sondern auch verhindert wird, dass Viren oder Abstürze des PC großen Schaden anrichten können. Diese Kombination aus Hard- und Software verringert das Risiko eines unwiederbringlichen Datenverlusts erheblich.
 


 

Ein Billion Computer in einem Tropfen Wasser
Pro Sekunde eine Milliarde Operationen möglich
 

Wissenschaftler des Weizman Institute of Science http://www.weizmann.ac.il haben aus biologischen Molekülen einen winzigen Computer geschaffen, einen so genannten programmierbaren Zustandsautomaten mit zwei Zuständen und zwei Symbolen. Laut Nature http://www.nature.com ist dieser biologische Nanocomputer so klein, dass bei Raumtemperatur eine Billion (1.000.000.000.000) dieser Computer in einem Tropfen einer wässrigen Lösung von einem Zehntelmillimeter Größe parallel arbeiten. Gemeinsam führen sie eine Milliarde Operationen in der Sekunde mit einer Genauigkeit von mehr als 99,8 Prozent durch und verbrauchen dafür weniger als ein Milliardstel eines Watts. In Zukunft sollen derartige Computer innerhalb des menschlichen Körpers für umfangreiche biologische und pharmazeutische Anwendungen eingesetzt werden.
 

Input, Output und Software der Nanocomputer bestehen aus DNA-Molekülen. Als Hardware dienen zwei natürlich vorkommende Enzyme, die die DNA manipulieren. Werden sie in einer Lösung zusammengemischt, arbeiten die Software- und Hardware-Moleküle in gemeinsam für die Schaffung des Output-Moleküls am Input-Molekül. So entsteht ein einfacher Rechner, der Zustandsautomat. Dieser Nanocomputer kann durch die Auswahl verschiedener Software-Moleküle für die Ausführung einfacher Aufgaben programmiert werden. Der leitende Wissenschaftler Ehud Shapiro http://www.wisdom.weizmann.ac.il/~udi erklärte, dass lebende Zellen unglaubliche molekulare Maschinen beinhalteten, die informationsverschlüsselnde Moleküle wie DNA und RNA grundsätzlich ähnlich wie bei Berechnungen manipulierten. "Da wir derzeit nicht in der Lage sind, diese Maschinen zu tatsächlich verändern oder neue zu schaffen, besteht die Herausforderung darin, natürlich vorkommende Maschinen zu finden. Werden sie zusammengeschlossen, können sie dazu gebracht werden zu rechnen." Details:
http://www.weizmann.ac.il/math/users/lbn/public_html/new_pages/Press_Room.html
 


 

Superschnelle Festplatte mit 8 MB Buffer
Western Digital steigert Leistung um 25 Prozent
 

Western Digital bringt eine superschnelle Festplatte auf den Markt. Die WD Caviar 100 GB Special Edition verfügt über einen 8 MB Buffer-Speicher und dreht sich mit 7.200 Umdrehungen in der Minute. Das Eide-Laufwerk soll nach Angaben des Unternehmens eine Leistungssteigerung von 25 Prozent gegenüber normalen Festplatten mit üblichen 2 MB-Buffern ermöglichen. http://www.westerndigital.com/company/releases/20011008.html
 

Der groß dimensionierte Buffer soll es der WD Caviar 100 GB spezial Edition ermöglichen, Daten genauso schnell zu liefern wie ein SCSI-Laufwerk mit 15.000 Umdrehungen in der Minute. Der Zwischenspeicher hält die Ergebnisse der letzten Abfragen und "pre-fetch" -Informationen, die benötigt werden könnten, bereit. Damit muss seltener auf die Festplatte selbst zugegriffen werden.
 

Western Digital hat die Festplatte besonders für Spiel-, Video- oder File-Server-Anwendungen vorgesehen. Das Unternehmen bietet die Caviar 100 GB Special Edition in begrenzten Stückzahlen über seinen Online-Store und ausgesuchte Händler an. In den USA kostet das Modell 379 Dollar.
 


 

Wettrennen um erste Rechner mit Windows XP
HP und Gateway kündigen PCs für kommende Woche an
 

Der Computerhersteller Hewlett-Packard http://www.hp.com will in der kommenden Woche mit der Auslieferung von Rechnern mit dem Betriebssystem Windows XP beginnen. Laut einem Bericht des
Informationsdienstes CNet soll es sich bei den ersten Geräten um vorgefertigte Standardausführungen aus dem HP-Sortiment handeln. Individuell zusammengestellte Rechnerkonfigurationen könnten bei HP von Freitag dieser Woche an bestellt werden. Der Computerkonzern will die Geräte ab Montag verschicken. Am selben Tag werden laut HP-Planung erstmals auch PCs mit Windows XP im Handel erhältlich sein.
 

Windows XP kommt offiziell erst am 25. Oktober auf den Markt. Hersteller Microsoft http://www.microsoft.com hat seinen Partnern jedoch die Genehmigung erteilt, bereits ab Ende September Geräte mit dem neuen Betriebssystem zu verkaufen. Seitdem liefern sich die Produzenten von PCs ein Wettrennen darum, wer als erster Systeme mit Windows XP ausliefert. Bislang hat außer HP jedoch lediglich Gateway http://www.gateway.com konkrete Liefertermine genannt. Auch Gateway bringt am kommenden Montag erstmals mit Windows XP bestückte Rechner in den Handel.


 

Verschlüsselungsprogramme im Kreuzfeuer der Kritik

Der mit den Terroranschlägen in den USA
in Verbindung gebrachte Terrorist Osama bin Laden soll bereits in der
Vergangenheit mit Hilfe von Steganographie versteckte Informationen
für die Koordination von terroristischen Akten genutzt haben.
  
   Seit längerem wird vermutet, dass unterschiedliche
Terrororganisationen sich kryptographischer und steganographischer
Techniken bedienen. Möglicherweise kam auch bei den jüngsten
Angriffen Steganographie zum Einsatz.
  
   Die Steganos GmbH (http://www.steganos.com) als Hersteller der
weltweit meistverbreiteten Steganographie-Software verurteilt in
aller Schärfe die terroristischen Anschläge. Das Unternehmen war in
den letzten Tagen vermehrt Ziel kritischer Anfragen seitens der
Presse. Die Geschäftsleitung von Steganos wird in den nächsten Tagen
diesbezüglich detailliert Stellung nehmen.
  
   Die Steganos GmbH hat auf Grund des hohen Informationsbedarfs eine
Linksammlung  zu dem Thema "Steganographie und terroristische
Aktivitäten"
  
   (http://www.steganos.com/de/bin_laden_1.htm)

   eingerichtet, die ständig aktualisiert wird.
  
 


Speicherschnittstelle mit 200 MB/s Übertragungskapazität
Entwicklergruppe gibt Spezifikation für Serial ATA frei
 

Die Serial ATA Working Group http://www.serialata.org hat die Spezifikation für Serial ATA Final 1.0 freigegeben. Die serielle ATA-Schnittstelle wird in der ersten Version eine Datenübertragungsrate von 200 MB in der Sekunde ermöglichen. Das ist beinahe eine Verdreifachung gegenüber den zurzeit verwendeten parallelen ATA-Speicherschnittstellen mit einer Kapazität von 66 MB in der Sekunde. Die Technologie ist mit bestehenden Betriebssystemen kompatibel. http://www.serialata.org/news/Press%20Release%20Aug%202001.pdf
 

Serial ATA bietet Systemherstellern einige Vorteile wie geringere Kosten durch kleinere Abmessungen und einfachere Verkabelung. Der Schnittstellen-Standard benötigt weniger Anschluss-Pins und weist auch verbesserte thermische Eigenschaften auf. Auf dem Motherboard kommen kleinere Steckverbindungen zum Einsatz und die Verdrahtung lässt sich flexibler gestalten.
 

Der Entwicklungsgruppe gehören unter anderem APT Technologies, Dell, IBM, Intel, Maxtor und Seagate an. Die ersten Geräte wie Festplatten und DVD-Laufwerke werden für 2002 erwartet. Die interne Speicheranbindung der nächsten Generation wurde auf dem Intel Developer Forum in San Jose vorgestellt.


 

Digitalprozessor für die Satellitenkommunikation
Leistung soll mehr als 3.000 Pentium III Rechnern entsprechen
 

Boeing Satellite Systems (BSS), eine Tochter der Firma Boeing und IBM, haben den nach eigenen Angaben weltweit leistungsstärksten Digitalprozessor für Satellitenkommunikation angekündigt. Der Prozessor sei das Kernstück des Thuraya Fernmeldesatelliten und soll ihn künftig mit einer Rechnerleistung versorgen, die mehr als 3.000 Pentium III Rechnern entspricht, teilte IBM am Donnerstag mit. http://www.ibm.com/news/2001/07/11.phtml
 

Der digitale Fernmeldesatellit der Firma Thuraya Satellite Telecommunications mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten soll mehrere Zehntausend Telefongespräche gleichzeitig verarbeiten und damit die Telekommunikationsstruktur in 20 Ländern verbessern, in denen wenige oder gar keine Fernmeldeeinrichtungen existieren. Mit der so genannten Application Specific Integrated Circuit Chip Technologie (ASIC) sollen sich die Leistung und Zuverlässigkeit des Satellitensystems gegenüber anderen Systemen erhöhen und die Kosten für satellitenunterstützte Kommunikation senken lassen.
 


 

Moleküle steigern Rechenleistung von PCs
Aus Fluoreszenz-Signalen sind Informationen für Schaltkreise ablesbar

Ein einzelnes isoliertes Molekül soll die Rechenleistung von Computern signifikant steigern können. Davon sind Forscher der Hebrew University in Jerusalem http://www.huji.ac.il/ und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching http://www.mpq.mpg.de/ überzeugt. Sie haben ein Molekül gefunden, das theoretisch die Funktion eines ganzen logischen Schaltkreises übernehmen könnte.

Die Entdeckung basiert auf der neuen Interpretation einer an sich altbekannten Reaktion der Salpetersäure. Wird ein Salpetersäuremolekül erst mit Infrarotlicht und kurz darauf mit ultraviolettem Licht bestrahlt, zerfällt es in zwei Bruchstücke. Die überschüssige Energie wird dabei in Form von Fluoreszenz wieder abgegeben. "Durch die Brille der Boolschen Algebra betrachtet, ist das Experiment ein Analogon für den logischen Operator UND", erläuterte Karl L. Kampa vom Max-Planck-Institut. "Denn nur, wenn das Molekül sowohl die Information Infrarot-Blitz als auch die Information UV-Blitz erhält, sendet es ein Fluoreszenz-Signal als Antwort."

Wenn man die Reihenfolge der Blitze vertauscht, so der Wissenschaftler weiter, bringt man noch eine zusätzliche Variable ins Spiel. "Liegt die zeitliche Verzögerung zwischen den Blitzen in der Größenordnung weniger Pikosekunden, kann man beide Fälle anhand der Intensität der Fluoreszenz unterscheiden. Daraus können schließlich die Informationen für einen logischen Schaltkreis abgeleitet werden."

Die Zukunftsvision des molekularen Schaltkreises hat allerdings einen Haken: Das Molekül wird bei der Datenübertragung zerstört. Die Forscher wollen daher jetzt herausfinden, ob es Moleküle gibt, die sich unmittelbar nach dem Zerfall wieder regenerieren lassen.

 

 


Mobile Mini-Maus mit Reisetasche
PocketMouse von Kensington fürs Surfen unterwegs

Der kalifornische PC-Zubehör-Hersteller Kensington folgt dem Trend zur reisefreudigen Mini-Maus und bringt mit seiner PocketMouse ein nur 8,6 x 5,8 x 3,4 cm großes Eingabegerät auf den Markt. Die optische PocketMouse verfügt wie ihre großen Geschwister über zwei programmierbare Tasten und einem integrierten Scrollrad fürs Surfen unterwegs. http://www.kensington.com/products/pro_mic_d1400.html

Die mobile Maus wird mittels USB-Kabel an Notebook oder PC angeschlossen, Systemvoraussetzungen sind Windows 98/2000 oder Me bzw. Mac OS 8.1. oder höher. Um die kleine Maus unterwegs nicht zu verlieren, hat der Hersteller eine eigene kleine Reisetasche zum Lieferumfang beigefügt. Die PocketMouse ist ab sofort für rund 70 Mark (490 Schilling/53 Franken) erhältlich.


 

Freeware entfernt lästige Werbe-Spione
Ad-Aware 4.6 säubert Rechner von unerwünschten Dateien
 

Das Gratis-Programm Ad-Aware von Lavasoft erkennt und entfernt unerwünschte Werbe-Spione oder Registry-Einträge, die sich vor allem beim Herunterladen von Freeware oft unbemerkt am Rechner einnisten. Ad-Aware steht auf der Lavasoft-Homepage in der Version 4.6 als 662 KB große Datei zum Download bereit. Die Sprache ist Englisch, eine deutsche Hilfsdatei kann zusätzlich herunter geladen werden. http://www.lavasoft.de/aaw/downloads.html
 

Die aktuelle Version erkennt die gängisten Werbe-Spione wie Adware, Alexa 1.0-5.0, Aureate v1.0 - 3.0, Comet Cursor v1.0 - v3.0, Cydoor, Doubleclick, Gator, TimeSink v1.0 - v5.0, HotBar, Web3000 und Webhancer. Diese Tools werden u.a. von Werbeunternehmen dafür eingesetzt, um das Surfverhalten von Anwendern zu analysieren. Die Werbe-Spione setzen sich oft hartnäckig in der Registry fest, belegen Systemresourcen und verschlechtern damit die Performance.
 

Per Mausklick durchforstet Ad-Aware Registry, Speicher und Festplatte. In einem eigenen Fenster zeigt das Programm alle gefundenen Spione an und entfernt sie auf Wunsch rückstandslos vom Rechner. Mittels Options-Menü ist eine benutzerdefinierte Suche möglich. Die auf der Homepage bereits angekündigte Version 5.0 von Ad-Aware soll mehrere Sprachen unterstützen und über eine intuitive Benutzeroberfläche verfügen.
 

 


Ausstellung zur Geschichte der PCs
Museum für Kommunikation zeigt technische und gesellschaftliche Entwicklung auf

Das Museum für Kommunikation in Bern http://www.mfk.ch startet am 22. Juni 2001 mit der Sonderausstellung "Control-Alt-Collect. Präsentiert wird eine Sammlung von Personalcomputers. Die Ausstellung will Aufschluss über die Gebrauchsweisen der früheren PCs, über den veränderten Umgang mit ihnen und über die Bildung von User-Gemeinschaften geben.

Das Museum für Kommunikation präsentiert mit "Control-Alt-Collect" dieses Jahr erstmals seine gesammelten PCs. Mit der Ausstellung soll gezeigt werden, dass der PC eine dominante Stellung in unserem Leben erobert hat und wie er gleichzeitig bereits Geschichte ist. Der Besucher kann sich bewusst werden, wie rasant die Entwicklung von Computern vor sich geht, obwohl es erst 20 Jahre her ist, als die ersten Geräte auftauchten.

Der PC hat jedoch nicht nur eine technische Entwicklung erlebt, sondern auch eine gesellschaftliche: Auch wenn seine Leistungsfähigkeit heute exponentiell wächst, hat der PC seine Exklusivität und seine Bedeutung als Statussymbol verloren. Auch die Berührungsangst hat bei vielen Benutzern vor allem durchs Internet abgenommen.

Das Museum für Kommunikation sammelt seit Jahren die Meilensteine der PC-Geschichte. Darunter befinden sich Geräte, Zubehör, entsprechende Software sowie Spiele.


 

 

Anonymes IP-Protokoll soll Privatsphäre schützen
NymIP Forschergruppe legt erste Standardisierungsvorschläge vor

Wissenschafter der Harvard University http://www.harvard.edu und der kanadische Anbieter von Pricacy-Lösungen Zero Knowledge Systems http://www.zeroknowledge.com wollen einen einheitlichen Standard zur Anonymisierung von Netzwerken entwicklen. Bereits Anfang des Jahres wurde die unabhängige NymIP Research Group http://nymip.sourceforge.net/ gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Identifikation von Internet-Anwendern anhand ihrer IP-Adresse unmöglich zu machen. http://nymip.sourceforge.net/cvs/nymip-rg/structure/framework.html

Die Forschungsgruppe unter Harvard-Professor Scott Bradner hat nun einen ersten Entwurf für den Standard der Internet Engineering Tast Force vorgelegt. Wie es in einer Mitteilung heißt, sei das Standard-Protokoll für "Anonymität und Pseudonymität" besonders im Hinblick auf das kommende Internet-Protokoll IPv6 notwendig, weil dort dynamisch zugewiesene IP-Adressen längere Gültigkeit haben und somit von der selben Person ein ganzes Jahr lang benutzt werden könnten.

Der NymIP-Gruppe haben sich mittlerweile auch Sun Microsystems, die TU Dresden sowie die Datenschutzakademie Schleswig-Holstein angeschlossen. Interessierte können sich unter http://lists.sourceforge.net/mailman/listinfo/nymip-res-group in eine Mailinglist eintragen.



 

 

AltaVista Österreich startet
Vier neue Suchemaschinen-Patente angemeldet

Morgen, Dienstag, wird AltaVista Österreich offiziell gelauncht und im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien präsentiert. Dies bestätigte Pressesprecher Thomas Müller gegenüber pressetext.austria. Bereits heute sind die entsprechenden Seiten online verfügbar. http://www.altavista.at

Nach Österreich ist der Launch von 34 weiteren länderspezifischen Web-Sites sowie die Lizensierung einer Such-Software geplant. Darüber hinaus kooperiert AltaVista verstärkt mit IT-Unternehmen, die die Suchtechnologie in die IT-Infrastrukturen von Unternehmen integrieren.

AltaVista gab zudem bekannt, vier neue Patente für seine Suchtechnologie erhalten zu haben. Damit hält die Internet-Suchmaschine nach eigenen Angaben ingesamt 38 Patente. Die neuen Patente beziehen sich auf folgende Bereiche: Identifizierung und Beseitigung von Duplikaten in einem Index, Auflistung der Suchergebnisse nach dem Grad der Relevanz, Datenstrukturen für Suche und Indizierung und "Spidering"-Techniken, die das World Wide Web durchsuchen und eine zentrale Rolle beim Aufbau eines Index spielen. Mehrheitseigner von AltaVista ist die CMGI, Inc. Die Compaq Computer Corp. hält die verbleibenden Minderheitsanteile.

                                                                                                                             


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:24
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