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Nervenblockade lindert
Schmerzen von Krebspatienten
Injektion lähmt Nerven um Bauchspeicheldrüse
Eine Nervenblockade ermöglicht bei
Bauchspeicheldrüsenkrebs die doppelte Schmerzlinderung wie Morphium. Ein
Team der Mayo Clinic
http://www.mayoclinic.org untersuchte 100 Patienten mit
fortgeschrittenen Erkrankungen. Die Nervenblockade halbierte ihre
Schmerzen um mehr als 50 Prozent. Bei anderen Medikationen konnte eine
Reduktion um durchschnittlich 27 Prozent erreicht werden. Die
Nervenblockade ermöglichte zusätzlich eine Schmerzlinderung über mehrere
Monate. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of the American
Medical Association
http://jama.ama-assn.org veröffentlicht.
Das Team setzte das so genannte Neurolytic Celiac Plexus Block Verfahren
ein. Es handelt sich dabei um eine Injektion bestehend aus einem lokalen
Betäubungsmittel, Steroiden und Alkohol, die die Nerven um die
Bauchspeicheldrüse lähmt und damit die Schmerzempfindung reduziert. Um
sicher zu gehen, dass die Injektion an der richtigen Stelle erfolgt,
muss sie unter einem CT Scanner verabreicht werden. Rund 85 Prozent der
Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden laut BBC
http://www.bbc.co.uk unter sehr starken Schmerzen in Bauch und
Rücken. Bei diesen Krebserkrankungen handelt es sich normalerweise um
aggressive Tumore, die erst in einem späten Stadium entdeckt werden. Die
Patienten haben nach der Diagnose durchschnittlich noch sechs Monate zu
leben. |

AWMF online
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Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen
Medizinischen
Fachgesellschaften |
Interdisziplinäre Kurzgefaßte Leitlinien der Deutschen
Krebsgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, der
Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes und der Deutschen
Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie
[Informationszentrum für Standards in der Onkologie - ISTO]
| AWMF-Leitlinien-Register |
Nr. 032/039 |
Entwicklungsstufe: |
1 + IDA |
Zitierbare Quellen:
Deutsche Krebsgesellschaft: Kurzgefasste Interdisziplinäre Leitlinien 2002;
3. Auflage 2002

Medikamentöse Schmerztherapie
-
Präambel
Die folgenden Empfehlungen zur Tumorschmerztherapie beziehen sich
ausschließlich auf die nicht-tumorspezifischen medikamentösen Methoden zur
Tumorschmerztherapie. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die
Indikation zur Durchführung tumorspezifischer Therapien auch unter dem
Aspekt ihrer nachgewiesenen analgetischen Wirksamkeit stets zu überprüfen
ist. Dieses gilt insbesondere für die Strahlentherapie bei Knochen- und
Weichteilprozessen und Hirnmetastasen, wobei gerade für die
Palliativsituation verschiedene Optionen bezüglich der Therapiemodalitäten
bestehen. Es ist darüber hinaus zu bedenken, dass eine symptomatische
Therapie niemals Komplikationen (z.B. pathologische Frakturen,
Obstruktionen, Blutungen) verhindern kann, diese ist aber durch den
gezielten Einsatz tumorspezifischer/-reduktiver Verfahren (Radiatio,
Radioisotopengabe, Chemo-/Hormontherapie, operative Verfahren) sehr wohl
möglich. Obwohl die Ursache von Schmerzen bei Tumorpatienten zumeist der
Tumor ist, spielen psychische und soziale Faktoren in der
Schmerzverarbeitung und -wahrnehmung eine nicht unbedeutende Rolle. So
darf der Stellenwert einer psychologischen und/oder sozialen Intervention
in der Schmerzbehandlung nicht außer Acht gelassen werden. Hilfreich
können auch physiotherapeutische und physikalische Behandlungen sein. Die
Indikation für weitergehende palliativmedizinische Verfahren mit dem Ziel
der Optimierung einer Analgesie (z. B. intraluminale Stenteinlagen,
Orthesenverordnung, Anastomosenanlage etc) ist im Einzelfall stets zu
prüfen.
-
Prävalenz
Bis zu 50% aller Patienten leiden bereits im Anfangsstadium ihrer
Tumorerkrankung unter Schmerzen. Ihr Anteil steigt im fortgeschrittenen
Stadium auf 70 bis 80%.
-
Ätiologie
Zwei Drittel dieser Schmerzsyndrome sind unmittelbar tumorbedingt (z.B.
Osteolysen, Lebermetastasen). Ein geringerer Prozentsatz ist
tumorassoziiert (z.B. Aszites, Lymphödem, Herpes Zoster) oder
tumortherapiebedingt (z.B. Polyneuropathie, Phantomschmerz). Wichtig ist
die Berücksichtigung von (vorbestehenden) tumorunabhängigen Schmerzen
(z.B. Migräne, Rheuma).

-
Pathophysiologie und Klinik
Die Differenzierung zwischen nozizeptiven und neuropathischen Schmerz
ist zumeist aufgrund der Schmerzanamnese und der ausführlichen klinischen
Untersuchung möglich, sodass nur in Einzelfällen zusätzliche bildgebende
oder neurophysiologische Untersuchungen notwendig werden. Ein Drittel
aller Tumorpatienten hat eine Kombination mehrerer Schmerzformen (siehe
Tabelle 1).
Tabelle 1: Schmerzarten
| Schmerztyp |
Schmerzursache |
Attributierung |
Lokalisation |
Besonderheit |
| nozizeptiv |
in Knochen, in Weichteilen |
dumpf, drückend, pochend, bohrend |
gut lokalisierbar |
Dauerschmerz oft mit bewegungsabhängigem Durchbruchschmerz |
| in Viszera |
dumpf, krampfartig;
oft kolikartig |
schlecht lokalisierbar |
vegetative Begleitsymptome (Dermatome, Head-Zonen) |
| Ischämie |
hell, pochend |
Extremität, auch viszeral möglich |
belastungsabhängig; abhängig von Nahrungsaufnahme |
| neuropathisch |
Schädigung oder Irritation des Nervensystems |
einschießend, elektrisierend, brennend, heiß |
im Versorgungsgebiet der betroffenen Nervenstruktur |
meist mit neurologischen Störungen einhergehend: z.B. Hypästhesie,
Anästhesie, Parästhesie, Dysästhesie, Allodynie |

-
Schmerzerfassung / -dokumentation
Schmerzen bei Tumorpatienten unterliegen der subjektiven Wahrnehmung
und werden durch psychische, soziale und spirituelle Aspekte moduliert
(„total pain“ C. Saunders)! Von daher ist die Selbstbeurteilung der
Schmerzen durch den Patienten unbedingt erstrebenswert. Nur wenn der
Patient hierzu nicht in der Lage ist, können Bezugspersonen einbezogen
werden (Cave: bei Fremderfassung werden die Schmerzen meist
unterschätzt!). Es empfiehlt sich, einen Interventionspunkt festzulegen,
z.B. Schmerzen > 4 auf der numerischen Rating-Skala (NRS, 0 = kein
Schmerz, 10 = stärkster vorstellbarer Schmerz), bei dessen Überschreitung
die Schmerztherapie eingeleitet oder angepasst wird. (s.u.) Schmerzmessung
und -dokumentation sind unverzichtbar sowohl bei der Ersteinstellung als
auch im weiteren Therapieverlauf (bei Insuffizienz der Analgesie erneute
Überprüfung der Schmerzdiagnose und Adaptation der Therapie). Die
Praktikabilität umfangreicherer Instrumente wird sich hierbei nach dem
Allgemeinzustand des Patienten richten müssen (siehe Tabelle 2a–c).
Tabelle 2a: Minimalfragen zur Schmerzerfassung (möglichst
strukturiert)
| Wo? |
= Lokalisation und Ausstrahlung?
|
| Wie? |
= Qualität und Intensität?
|
| Wann? |
= zeitlicher Verlauf ?
|
| Wodurch? |
= modulierende Faktoren?
|
| Warum? |
= Kausalzusammenhänge?
|
| Begleitbeschwerden? |
= (z.B. Übelkeit, Obstipation, Unruhe) |
Tabelle 2b: Eindimensionale Instrumente zur Schmerzerfassung
Numerische Rating-Skala (
klinischer Alltag und Verlaufskontrolle)
|
| 0 |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
| kein Schmerz |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
stärkste vorstellbare Schmerzen |
Visuelle Analogskala(
(klinischer Alltag) Forschung und Verlaufskontrolle
|
|
................................. |
|
kein
Schmerz |
|
stärkste
vorstellbare
Schmerzen |
| (Markierung der aktuellen
Schmerzintensität auf einer 10 cm (100 mm)langen Geraden und Angabe
der Schmerzstärke in cm oder mm) |

Tabelle 2c: Mehrdimensionale Instrumente zur Schmerzerfassung
| Instrument |
Erfasste Parameter |
Anwendungsbereich |
| Brief Pain Inventory |
Schmerzlokalisation
Schmerzintensität im Zeitverlauf +
schmerzbedingte Funktionseinbußen |
klinischer Alltag / Forschung |
Lebensqualitätsbögen
z.B. SF 36, EORTC QLQ-C30 |
Lebensqualität einschließlich (erkrankungsspezifischer) Symptome +
Schmerz |
Forschung (klinischer Alltag) |
| Schmerzfragebögen
(verschiedene Ausführungen
teilweise validiert
z.B. DGSS Fragebogen) |
Schmerzlokalisation + -ausstrahlung
Schmerzintensität + -charakter
Schmerzverstärker + -linderer,
Entwicklung der Beschwerden
zusätzliche Beschwerden / Symptome
teilweise auch Lebensqualität
Vorbehandlung etc. |
klinischer Alltag,
Forschung |
| MIDOS |
Schmerz, zusätzliche Symptome, Allgemeinbefinden |
Dokumentationssystem für Palliativstationen |
Schmerztagebücher
verschiedene Ausführungen |
Schmerzintensität, Nebenwirkungen, benötigte Zusatzmedikation,
Nachtschlaf, (Allgemeinbefinden, Stimmungslage) |
routinemäßig für die Einstellungsphase,
Forschung |

-
Prinzipien der Tumorschmerztherapie
Bei gegebener Indikation werden tumorspezifische und symptomatische
Therapien in gegenseitiger Ergänzung gleichzeitig durchgeführt. Wesentlich
ist auch die Beachtung der nicht-pharmakologischen Therapieoptionen wie
Einleitung spezifischer krankenpflegerischer Maßnahmen, Verordnung von
Orthesen und Prothesen, physikalische Therapie, Lymphdrainage, TENS
(transkutane Elektronervenstimulation), adjuvante dermatologische
Lokaltherapie. Psychosoziale Unterstützung und Beratung sowie
psychologische und spirituelle Begleitung ergänzen die Schmerztherapie
gemäß den Bedürfnissen des Patienten. Dabei kommt der Kommunikation
zwischen Therapeuten, Patienten und Angehörigen eine entscheidende
Bedeutung zu. So müssen Therapieziel und -plan unter Berücksichtigung der
individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten festgelegt werden. Die
pharmakologische Therapie erfolgt gemäß den WHO-Richtlinien zur
Tumorschmerztherapie. Wichtig ist, dass nicht nur der Schmerz sondern das
Gesamtbeschwerdebild des Erkrankten behandelt wird.
-
Medikamentöse Therapie
Nicht-invasive Therapieformen (orale Medikation, ggf. auch sublinguale,
rektale oder transdermale Applikation) sind zu bevorzugen. Die Medikamente
werden regelhaft nach Zeitplan entsprechend ihrer Wirkdauer und unter
Berücksichtigung einer eventuellen Tagesrhythmik des Schmerzes gegeben.
Die Therapiebasis ist die regelmäßige Einnahme von Präparaten mit langer
Wirkdauer (oft retardierte Medikamente). Die Therapie wird entsprechend
der Schmerzart und -intensität stufenweise aufgebaut. In der Stufe I wird
ein Nicht-Opioidanalgetikum gegeben. Bei unzureichender Analgesie wird um
ein Opioid der Stufe II (Opioide bei mäßig starken bis starken Schmerzen)
ergänzt. Bestehen trotz Dosissteigerung weiterhin opioidsensible
Schmerzen, wird das Opioid der Stufe II durch ein Opioid der Stufe III (Opioide
bei starken bis stärksten Schmerzen) ersetzt. In allen drei Stufen ist die
Gabe von Ko-Analgetika entsprechend der Pathophysiologie des
vorherrschenden Schmerztyps empfehlenswert (s.u.). Bei Ersteinstellung mit
Opioiden können zunächst kurz wirkende Präparate zur Titration gegen den
Schmerz eingesetzt werden. Nach Abschluss der Dosisfindung wird dann auf
Retardzubereitungen umgestellt. Für Durchbruchschmerzen (plötzlich
auftretende Schmerzen bei ansonsten suffizienter Schmerzbehandlung) sollte
eine schnell wirkende Zubereitung eines Analgetikums als zusätzliche
Bedarfsmedikation zur Verfügung stehen. Ihre Dosis richtet sich nach der
Höhe der regelhaften Tagesmedikation (z.B. 1/6 der Tagesdosis des oralen
Morphins als Einzeldosis der zusätzlichen oralen Bedarfsmedikation).
Nicht-Opioid-Analgetika (WHO-Stufe I)
Das Nicht-Opioidanalgetikum wird entsprechend seinem
substanzspezifischen Wirkprofil (s. u.) unter Beachtung der jeweiligen
Kontraindikationen (z.B. Ulkus, Gerinnungsstörung, Niereninsuffizienz,
Hepatopathie) und möglicher Wechselwirkungen mit einer eventuell
vorbestehenden Medikation gewählt. Die gleichzeitige Gabe von zwei
nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAID) sollte auf Grund der
Toxizitätssteigerung unterbleiben. Beim immunsupprimierten Patienten ist
die antipyretische Wirkung der Nicht-Opioidanalgetika mit der Gefahr des
verzögerten Erkennens von Infektionen zu berücksichtigen (s. Tabelle 3).
Bei entsprechender Pathophysiologie kann hier bereits um Ko-Analgetika
ergänzt werden.
Tabelle 3: Nicht-Opioid-Analgetika (Die Auswahl
der Nicht-Steroidalen Analgetika erfolgte willkürlich).
| Substanz |
Einzeldosis (mg) |
Wirkdauer (h) |
Wirkprofil |
Hauptindikation |
| Metamizol |
500 - 1000 |
4 |
1,2,4 |
kolikartige/viszerale Schmerzen, Knochenschmerzen |
| Paracetamol |
500 - 1000 |
4 |
1,2 |
leichte Schmerzen |
| Ibuprofen retard |
600 - 800 |
8-12 |
1,2,3 |
Schmerzen mit entzündlicher Komponente, Knochenschmerzen |
| Diclofenac retard |
50 - 100 |
8-12 |
1,2,3 |
wie Ibuprofen |
| Naproxen |
500 |
12 |
1,2,3 |
wie Ibuprofen |
| Celecoxib |
100 - 200 |
(12) - 24 |
1,2,3 |
wie Ibuprofen |
| Rofecoxib |
12,5 - 25 |
(12) - 24 |
1,2,3 |
wie Ibuprofen |
1=antipyretisch, 2= analgetisch, 3= antiphlogistisch; 4 =
spasmolytisch

Opioidanalgetika (WHO-Stufen II und III)
Muss im Laufe der Behandlung die Dosis des Opioids gesteigert werden,
so steht dieses zumeist im Zusammenhang mit dem Tumorwachstum und ist
nur in Ausnahmefällen Ausdruck einer Toleranzentwicklung. Opioide führen
regelhaft zu einer körperlichen Abhängigkeit mit Entzugsphänomenen bei
abruptem Absetzen. Daher sollte die Reduktion stets schrittweise
erfolgen. Während einer Therapie mit Agonisten kann die Gabe von
Antagonisten (Naloxon) zu Schmerzen und Entzugssymptomen, die von
Opioiden mit teilweise antagonistischen Wirkungen (z.B. Buprenorphin) zu
erneuten Schmerzen führen. Eine lege artis durchgeführte Therapie
induziert normalerweise keine psychische Abhängigkeit (Sucht). Eine
(vor-) bestehende Sucht erschwert eine suffiziente Schmerztherapie,
stellt aber keine Kontraindikation dar. Bei intakten Metabolisierungs-/Eliminationswegen
verursacht die orale Opioidgabe praktisch nie eine klinisch relevante
Atemdepression. Andererseits wirkt die Gabe eines Opioides bei schwerer
Dyspnoe lindernd. Bei einer analgetisch suffizienten Therapie mit
Opioiden ist zur Behandlung der Atemnot die Erhöhung der Opioiddosis
erforderlich (s. u.). Es gibt Hinweise, dass hierbei die subkutane
Bolusgabe gegenüber der von oralen retardierten Opioiden überlegen ist.
Die Obstipation muss dauerhaft prophylaktisch während einer
Opioidtherapie behandelt werden. Übelkeit und Erbrechen treten
insbesondere zu Beginn einer Opioidtherapie bei 20–40% der Patienten
auf. Von daher ist die Gabe eines Antiemetikums für die ersten 7 bis 14
Tage empfehlenswert. Bei Auftreten neuer Nebenwirkungen unter
Dauertherapie mit Opioiden ist stets nach möglichen anderen Ursachen zu
suchen und diese sind symptomatisch zu behandeln! ("Sündenbockfunktion"
des Opioids !) (siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: Opioidwirkungen
| Opioidwirkung |
Häufigkeit |
Tachyphylaxie |
Therapie |
| Obstipation |
< 90% |
keine |
obligate prophylaktische Laxantiengabe, 1. Wahl antiresorptiv /hydragog
wirkende Laxantien (z.B. Macrogol); ergänzend Osmotika, Gleitmittel,
Irritantien (Quellstoffe), Kombinationen sinnvoll |
| Nausea/Emesis |
ca. 20 - 40% |
ja |
initial empfohlen Antiemetika, 1.Wahl Haloperidol 0,5 bis 1,5
mg/d oder Metoclopramid. Ergänzend Dimenhydrinat, Cyclizin, Hyoscin,
Cisaprid, Domperidon, Kortikosteroide, 5 HT3-Blocker; keine
Kombination von prokinetisch und anticholinerg wirksamen Substanzen
|
| Sedierung |
ca. 20% |
ja |
Überprüfung der Opioiddosis (geringerer Bedarf?),
Psychoanaleptica, Opioidwechsel |
Verwirrtheit
Halluzinationen
Alpträume |
selten
(erfragen!) |
keine/selten |
Überprüfung der Opioiddosis (geringerer Bedarf?), Opioidwechsel,
Neuroleptika (z.B. Haloperidol in adäquater Dosis) ggf.
rückenmarknahe Analgesie |
| Schwitzen |
selten |
keine/selten |
Anticholinergika, Opioidwechsel |
| Juckreiz |
selten |
keine/selten |
Antihistaminika, Hautpflege, ggf. Opioidwechsel |
| Harnverhalt |
selten |
ja |
Medikamentenrevision (Synergismus mit anderen Substanzen?)
Parasympathomimetika, Opioiddosisreduktion / -wechsel |
| Myoklonien |
selten |
keine |
Antikonvulsiva, Benzodiazepine (Clonazepam),
Opioiddosisreduktion / -wechsel, Myotonolytika |
| Xerostomie |
häufig |
keine |
lokale Maßnahmen, Stimulation der Salivation, Reduktion
anticholinerger Medikation |

Stufe II: Opioide bei mäßig starken bis starken Schmerzen
In der zweiten Stufe ist die regelmäßige Einnahme von retardierten
schwach wirkenden Opioiden die Therapiebasis. Das Fortführen der
Medikation mit Nicht-Opioidanalgetika ebenso wie die schmerztypgerechte
Ergänzung um Ko-Analgetika ist empfehlenswert. Etwa ab einem
Dosisbereich von 600 bis 800 mg/d dieser Opioide wird meist die
Umstellung auf ein Opioid der Stufe III notwendig sein (siehe Tabelle
5).
Tabelle 5: Opioide der Stufe II
| Substanz |
Zubereitung |
Einzeldosis (mg) |
Wirkdauer (h) |
Besonderheit |
| Codein |
p.o. nicht retard |
60 |
3-4 |
antitussiv > analgetisch |
| Dihydrocodein |
p.o. retard |
60-120 |
8-12 |
ausgeprägt obstipierend |
| Tilidin/Naloxon |
p.o. retard |
100-200 |
8-12 |
möglicherweise weniger obstipierend, bei Leberinsuffizienz
Wirkabschwächung |
| Tramadol |
p.o. retard |
100-200 |
8-12 |
mögl. Vorteil bei Neuropathien durch noradrenerge Wirkung |
Stufe III: Opioide bei starken bis stärksten Schmerzen
In der dritten Stufe ist die Therapiebasis die regelmäßige Einnahme
von retardierten stark wirkenden Opioiden entsprechend ihrer Wirkdauer.
Auch hier ist die gleichzeitige Gabe von Nicht-Opioiden sowie die
Ergänzung um Ko-Analgetika in Abhängigkeit vom Schmerztyp sinnvoll.
Die WHO bezeichnet Morphin als das Referenzopioid dieser Stufe, wobei
das Verhältnis von oralem (rektalem) zu parenteralem Morphin in der
Dauertherapie aufgrund der Bioverfügbarkeit 3 (2) : 1 beträgt. Bei
eingeschränkter Nierenfunktion können unter laufender Morphintherapie
Nebenwirkungen durch Retention seiner aktiven Metaboliten (Morphin 3-
und Morphin 6-Glucuronid) verstärkt auftreten. Hier ist dann eine
Dosisreduktion oder der Wechsel auf ein anderes stark wirkendes Opioid
notwendig. Nach dem derzeitigen Wissensstand sind alle anderen stark
wirkenden Opioide gleichwertig bezüglich ihrer Wirkungen und
Nebenwirkungen. Es gibt keine gesicherten Differenzialindikationen oder
Indikationseinschränkungen (siehe Tabellen 6 und 7).
Tabelle 6: Therapie mit Morphin
| Applikationsweg |
Zubereitungsform |
Einzeldosis |
Wirkdauer |
Besonderheit / Indikationsbereich |
| Oral |
retard
Kps, Tbl, Granulat |
ab 10mg |
8-12h |
Basismedikation |
| ultraretard Tbl |
ab 20mg |
(12)-24h |
| nicht retard Lsg, Tbl. |
ab 5mg |
4h |
| Rektal |
nicht retard Supp. |
ab 10mg |
4h |
Dosisfindung, Bedarfsmedikation bei Durchbruchschmerzen |
| Subcutan |
pro injectione |
ab 2,5-5mg |
4h |
p.o. Gabe nicht möglich, intakte Gerinnung, kontinuierliche Gabe
bei Langzeitgabe empfohlen |
| Intravenös |
pro injectione |
ab 2,5-5mg |
4h |
p.o. Gabe nicht möglich, sicherer Zugang nötig, kontinuierliche
Gabe bei Langzeitgabe empfohlen |
| Epidural/intrathekal |
|
|
8-12h |
individuelle Dosisfindung erforderlich, Umrechnungsfaktoren nur
Näherungswerte |

Tabelle 7: Alternative Opioide zu Morphin
| Substanz |
Applikation |
Einzeldosis |
Wirkdauer |
Besonderheit |
| Fentanyl |
transdermal |
ab 25µg/h |
(48)-72 h |
lange Wirkdauer, verzögertes Wirkmaximum (12-24h)
nur bei stabilen Schmerzen ohne Tagesrhythmik, ungeeignet zur
Soforttherapie |
| L-Methadon |
p.o. |
ab 2 mg |
6-12 h |
individuelle Kinetik mit der Gefahr der Kumulation, deshalb
sorgfältige Titration; u.U. vorteilhaft bei neuropathischen
Schmerzen |
| i.v. |
ab 1 mg |
6-12 h |
s.o., bei Schmerzattacken unter Methadontherapie
äquianalgetische Dosis: 10 mg p.o. = 5 mg i.v. |
| Oxycodon |
p.o. retard |
ab 10 mg |
(8)-12 h |
Prodrug, hepatische Aktivierung notwendig, hohe orale
Bioverfügbarkeit |
| Hydromorphonon |
p.o. retard |
ab 4 mg |
(8)-12 h |
hohe orale Bioverfügbarkeit, kein relevanter aktiver Metabolit,
geringe Eiweißbindung |
| s.c./i.v. |
ab 2 mg |
4-(6) h |
bei Schmerzattacken unter Hydromorphontherapie gute subkutane
Verträglichkeit,
äquianalgetische Dosis: 8mg p.o. = 2 mg s.c. |
| Buprenorphin |
s.l. |
ab 0,2 mg |
(6)-8 h |
als partieller µ-Agonist Kombination mit µ-Agonist vermeiden!
Eine Steigerung der Tagesdosis > 4mg erbringt wahrscheinlich keine
Steigerung der Analgesie |
| i.v./s.c. |
ab 0,1 |
(6)-8 h |
s.o., besondere Indikation erforderlich.
äquianalgetische Dosis: 0,4 mg s.l. = 0.3mg i.v. |

Wechseln des Opioides
Bei einem ungünstigen Verhältnis von Nebenwirkungen und Analgesie
oder bei unzureichender Schmerzlinderung trotz schmerztypadäquater Gabe
von Ko- Analgetika und angemessener Dosissteigerung kann ein Wechseln
des Opioids erfolgreich sein.
Für die Umstellung gilt die 50%-Regel, d.h. die rechnerisch ermittelte
äquianalgetische Tagesdosis wird um (30)–50% reduziert und dann erneut
gegen den Schmerz titriert. (Ausnahme: L-Methadon: Beginn mit einer
Einzeldosis von 10% der oralen Morphintagesdosis, jedoch < 6mg, die bei
Bedarf alle 3h wiederholt werden darf. Nach zwei bis drei Tagen
Aufteilung der de facto benötigten Tagesdosis auf zwei bis drei
Einzeldosen ggf unter erneuter 30% Dosisreduktion aufgrund der
Kumulationsgefahr bei verzögertem Erreichen einer stabilen
Serumspiegels). Die empfohlenen Umrechnungsfaktoren für Opioide stellen
nur Näherungswerte dar, die im Einzelfall deutlich unter- oder
überschritten werden können (siehe Tabelle 8).
Tabelle 8. Empfohlene Umrechnungsfaktoren (bezogen auf
Tagesdosen).
| Wechsel von |
auf |
Faktor |
| Morphin p.o. |
Oxycodon p.o.
Hydromorphon p.o.
Fentanyl transdermal
Buprenorphin s.l.
L-Methadon p.o.a |
0,50 (0,75)
0,13 (0,2)
0,01
0,025 (0,02)
(0,3) |
Oxycodon p.o.
Hydromorphon p.o.
Fentanyl transdermal
Buprenorphin s.l.
L-Methadon p.o.a |
Morphin p.o. |
2 (1,34)
7,5 (5)
100
40 (50)
(3) |
a individuelle Titration erforderlich s.o.

Wechseln des Applikationsweges einschließlich rückenmarknaher
Verfahren
Bei Schluckunfähigkeit und stabilem Schmerzniveau ohne ausgeprägte
Tagesrhythmik ist außerhalb der Terminalphase die Einstellung auf ein
transdermales System sinnvoll. Besonders in der Terminalphase ist jedoch
die Umstellung auf eine parenterale Therapie oft notwendig. Hier gilt
es, die unterschiedlichen Bioverfügbarkeiten der Substanzen zu beachten.
Die subkutane Applikation ist die technisch einfachste und sicherste
Methode, wobei die Liegedauer der Kanüle individuell sehr verschieden
ist (1–7 Tage). Die intravenöse Gabe ist bei vorhandenem venösen
Dauerzugang auch ambulant möglich und die Methode der Wahl bei
gleichzeitiger parenteraler Volumen-/Ernährungstherapie. Vor einer
sublingualen Therapie sind die intraoralen Schleimhautverhältnisse zu
prüfen. Eine transdermale Therapie ist nur bei stabilen Tumorschmerzen
ohne wesentliche Tagesrhythmik sinnvoll. Wesentlich ist die Beachtung
der erheblichen Trägheit des Systems mit langen An- und Abflutzeiten.
Für die Terminalphase sind transdermale Systeme deshalb zumeist
ungeeignet.
Die peridurale/intrathekale Therapie ist bei opioidsensiblen Schmerzen,
aber intolerablen Nebenwirkungen bei erforderlicher Dosissteigerung
einer systemischen Applikation, indiziert. Kontraindikationen dieser
Verfahren sind Gerinnungsstörungen, Sepsis oder Infektion im
Zugangsbereich sowie das Fehlen einer fachgerechten Weiterbetreuung.
Relative Kontraindikationen stellen eine rasche Tachyphylaxie bei
systemischer Opioidgabe und schwer wiegende anatomische Veränderungen im
Spinalkanal dar. Die Wahl der Methode hängt von der vermutlichen
Therapiedauer ab. Beträgt diese wenige Tage bis Wochen, ist der
untertunnelte oder unmittelbar transkutan ausgeleitete Periduralkatheter
zu bevorzugen. Die Anlage eines Portsystemes mit externer Pumpe ist für
eine peridurale/ intrathekale Therapie über Wochen bis Monate
empfehlenswert. Die vollständige Implantation eines Pumpensystems sollte
nur bei einer vermutlichen Therapiedauer von mindestens drei Monaten
erfolgen. In der Dauertherapie ist die ausschließliche Gabe von Opioiden,
ggf. ergänzt durch Clonidin, zu bevorzugen. Die Zugabe von
Lokalanästhetika (Bupivacain, Ropivacain) ist für ambulant behandelte
Patienten umstritten.
Ko-Analgetika bei definierten Schmerzarten
Ko-Analgetika sind Substanzen, die bei definierten Schmerzarten in
Abhängigkeit von der jeweiligen Pathophysiologie gelegentlich als
Monosubstanz, meist aber in Ergänzung der Analgetika, effektiv sind.
Ihre Wirkung erklärt sich durch Modulation der nozizeptiven Afferenzen
und/oder Interferenz mit den absteigenden antinozizeptiven Bahnen.
Häufig haben die Medikamente keine Zulassung für die Indikation Schmerz,
sodass ihre Anwendung im Rahmen der therapeutischen Freiheit in der
Verantwortung des verordnenden Arztes liegt (siehe Tabelle 9).
Tabelle 9: Ko-Analgetika in Abhängigkeit vom Schmerztyp
| Schmerztyp |
Ko-Analgetikum Tagesdosis |
Besonderheit |
| Knochenschmerz |
Bisphosphonate
Calcitonin |
p.o. und i.v. möglich,
Ausweichsubstanz, auch als Nasenspray, s.c./i.v. |
Viszeraler Schmerz
+ Kolik
+ Ödem
+ Kapselspannung |
40-80mg Butylscopolamin
3-6g Metamizol
Kortikosteroid
Kortikosteroid |
p.o. unwirksam! Nur auf den Gastrointestinaltrakt wirkend
auf Urogenital- und Intestinaltrakt wirkend
initial höhere Dosierung
initial höhere Dosierung |
Neuropathisch
heiß, hell, brennend |
25-75 (150) mg Amitriptylina
25-75 (150) mg Imipramina |
höchste Dosis zur Nacht, niedrigere Abendgabe,
ggf. Alternative bei kardialen Problemen |
Neuropathisch
einschießend |
5-20mg Paroxetina
600-1200mg Carbamazepina |
bestuntersuchte Substanz, zahlreiche Wechselwirkungen und
Kontraindikationen
zahlreiche Wechselwirkungen und Kontraindikationen |
200-400mg Phenytoina
1,2-2,4g Gabapentina |
neuere Alternativsubstanz, kaum Wechselwirkungen und
Kontraindikationen; Anpassung an Nierenfunktion erforderlich
Benzodiazepinderivat, sedierend, Muskelrelaxans |
| 2-4 (8)mg Clonazepama |
siehe Carbamazepin, u.U. weniger Nebenwirkungen |
Neuropathisch
krampfartig
Phantomschmerz |
600-1200 mg Oxcarbazepina
60-100mg Baclofena
50-200 IE Calcitonin |
ggf. Kombination mit Antikonvulsiva
Therapiedauer und -dosis nicht eindeutig |
| Muskelschmerz |
|
keine Dauermedikation, Beobachtung nicht-pharmakologischer
Optionen |
| Myogelosen |
200-400mg Tetrazepam |
Optionen |
| Muskelspastik |
60-100mg Baclofena |
auch bei Myoklonien |
a = einschleichende Dosierung erforderlich!
Neurodestruktive Verfahren in der Tumorschmerztherapie
Methoden sind intrathekale Neurolysen, Chordotomie, Myelotomie,
DREZ-Läsion (Dorsal Root Entry Zone Koagulation) und Thermoläsion des
Ganglion Gasseri. Sie sollten nur von erfahrenen Therapeuten
durchgeführt werden.
Ihre Indikation muss aufgrund möglicher schwer wiegender Akut-
(Blasen-/Mastdarmstörung, Paraparese) und Spätkomplikationen (Deafferentierungsschmerz)
sehr sorgfältig gestellt werden. Die Methoden der konservativen und
anästhesiologischen Schmerztherapie sollten nach Möglichkeit vorher
ausgeschöpft sein.
Eine Ausnahme stellt die Neurolyse des Ganglion coeliacum dar, welche
bei rein viszeralen Schmerzen im Oberbauch (Magen, Duodenum, Pankreas,
Leber, Milz, Querkolon) indiziert ist. Ihre Komplikationsrate liegt
zwischen 1 bis 3% bei einer Wirkdauer von Tagen bis Monaten.

-
Besondere Therapiesituationen
Inoperable enterale Obstruktion in der Subileussituation
In der (Sub-)ileussituation ist auch im Terminalstadium zunächst der
Versuch einer konservativen Therapie mit hoch dosierten Kortikosteroiden
(z.B. 36 mg Dexamethason pro Tag) und anschließender enteraler ggf. auch
parenteraler Gabe von Prokinetika/Cholinergika indiziert. Bei gegebener
Inoperabilität ermöglicht die konservative pharmakologische Therapie
(s.u.) ein u.U. mehrwöchiges relativ beschwerdearmes Überleben.
Inoperable enterale Obstruktion (Ileus)
Bei Schmerzen werden Opioide in analgetisch suffizienter Dosis
gegeben, bei Koliken ergänzt durch Metamizol (6g/d) oder durch das
gleichzeitig antisekretorisch wirkende N-Butylscopolamin (60–80mg/d).
Bei hohem Verschluss reduziert Octreotid aufgrund seiner
antisekretorischen Wirkung die Volumenbelastung des Darmes. Gleiches
gilt für Protonenpumpenhemmer. Bei Übelkeit/Erbrechen sind Dimenhydrinat,
Cyclizin, Scopolamin (transdermal, s.c.), Haloperidol sowie
Kortikosteroide indiziert. Die Anlage einer Magensonde ist nicht
zwingend notwendig, oft toleriert der Patient seltenes Erbrechen besser.
Die Anlage einer perkutanen Gastrostomie (PEG) zur Entlastung ist
besonders bei hohem Verschluss zu erwägen.
Akuter Atemnotanfall
Zur symptomatischen Therapie akuter Atemnot werden initial beim
opioidnaiven Patienten 5–10 mg Morphin, beim opioidgewöhnten 10–20% der
Tagesdosis des Opioids s.c./ i.v. gegeben und die Dosis in der Folgezeit
nach Klinik gesteigert. Zur Therapie der Angst wird Lorazepam (auch
buccal) oder Midazolam als Kurzinfusion nach Effekt gegeben.
Neuropsychiatrische Symptome
Delirante Zustände (Verwirrtheit, Desorientierung und
Halluzinationen) treten bevorzugt in der Terminalphase auf. Vor
Einleiten einer symptomatischen Therapie müssen stets (behandelbare)
medikamentöse oder erkrankungsbedingte Ursachen ausgeschlossen werden
(z.B. Hyperkalziämie). Zur symptomatischen Therapie eignen sich
Neuroleptika bei delirantem Syndrom (z.B. Haloperidol selten > 30mg/d),
Benzodiazepine bei ausgeprägten Angstzuständen sowie bei Agitation und
motorischer Unruhe (z.B. Lorazepam, Midazolam).
Literatur
- Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung zur Schmerztherapie (DIVS)
(1999) Leitlinien zur Tumorschmerztherapie. Tumordiagnostik Therapie 20:
105–129
- Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (2000) Empfehlungen
zur Tumorschmerztherapie
- Arbeitskreis Tumorschmerztherapie der Deutschen Gesellschaft zum
Studium des Schmerzes (DGSS) und der Deutschen Gesellschaft für
Palliativmedizin (DGP) (1996) Anleitung zur Tumorschmerztherapie bei
Erwachsenen
- Arbeitsgruppe Schmerz beim Bundesministerium für Gesundheit (1995)
Leitlinien zur Tumorschmerztherapie
- WHO (1996) Cancer pain therapy. WHO publishing, Geneve
- EAPC Expert Working Group (2001) Morphine and alternative opioids in
cancer pain: the EAPC recommandation Br J Cancer 84: 587–593
- Radbruch L, Loick G et al (2000) MIDOS. Elektronische Datenbank für
Palliativstationen. Schmerz 214 : 231–239
Verfahren zur Konsensbildung
Erstellung durch eine Expertengruppe im Auftrag der Deutschen
Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS)
Mitglieder der Arbeitsgruppe waren:
Prof. Dr. I.A. Adamietz, Herne; Dr. D. Beck, Göttingen; PD Dr. I. Gralow1,
Münster; PD Dr. St. Grond, Köln; Dr. G. Hanekop, Göttingen; Dr. U.
Hankemeier1, Bielefeld; Prof. Dr. E. Heidemann, Stuttgart; Dr.
L. Hoffmann1, Hamburg; Prof. Dr. J. Jage1, Mainz; PD
Dr. R. Kath, Essen; Prof. Dr. E. Klaschik, Bonn; Dr. M. Kloke1,
Essen; PD Dr. O. Kloke, Essen; Dr. M. Lempa, Köln; Dr. G. Lindena-Glaess,
Limburg; F. Nauck, Bonn; PD Dr. L. Radbruch1, Köln; Prof. Dr.
W. Sohn1, Düsseldorf; PD Dr. M. Strumpf1, Bochum; G.
Tietze-Schillings, Essen; PD Dr. V. Tronnier, Heidelberg; Dr. M. Weber,
Mainz; PD Dr. U. Zeilhofer1, Erlangen; Prof. Dr. M. Zenz,
Bochum
1 Mitglieder des Redaktionsteams
Das vorliegende Manuskript wurde einem Delphi-Verfahren unterzogen.
Daran nahmen Leiter bzw. deren Stellvertreter aus 59 deutschen
palliativmedizinischen Einrichtungen teil.
Beratend haben weiter im Rahmen des durch ISTO durchgeführten
Abstimmungsverfahren mitgewirkt:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT)
Arbeitsgemeinschaft Radioonkologie
Arbeitskreis Supportivmaßnahmen in der Onkologie
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie
Deutsche Gesellschaft für Pathologie
Deutsche Röntgengesellschaft
Aktualisierung 2001
Die Leitlinie wurde von der Leitlinienkoordinatorin den Mitgliedern der
Expertengruppe vorgelegt, Änderungen und Ergänzungen wurden nach
Rücksprache mit der Leitlinienkoordinatorin eingearbeitet. Anschließend
wurde die Leitlinie folgenden Institutionen vorgelegt und deren
Änderungswünsche wurden nach Rücksprache mit der Leitlinienkoordinatorin
berücksichtigt.
Arbeitsgemeinschaften
AEK-P
AIO
ARO
ARNS
CAO
AK Supportivmaßnahmen in der Onkologie
Fachgesellschaften
Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM)
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)
Deutsche Gesellschaft für klinische Pharmakologie und Toxikologie (DGPT)
Deutsche Gesellschaft für Pathologie
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin
Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO)
Deutsche Röntgengesellschaft
Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS)
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS)
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCh)
Kooperierende Institutionen
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT)
Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK)
Medizinischer Dienst der Krankenkassen (MDS)
Leitlinienkoordination
Dr. Marianne Kloke
Innere Klinik und Poliklinik (Tumorforschung)
Universitätsklinikum GHS Essen
Hufelandstaße 66
D-56177 Essen
Erstellungsdatum: Januar 2000
Überarbeitete, aktualisierte Fassung: Oktober 2001
Nächste Aktualisierung geplant: Frühjahr 2006
Die Leitlinienkoordinatorin wird außerdem jährlich vom ISTO in einer
Umfrage zu notwendigen Aktualisierungen befragt. Falls diese erforderlich
sind, wird die aktualisierte Version der Leitlinie im Internet unter http://www.krebsgesellschaft.de
bzw. unter http://leitlinien.net veröffentlicht.
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Stand der letzten Aktualisierung: Oktober 2001
©: Dt. Krebsgesellschaft u.a.
Autorisiert für elektronische Publikation: AWMF online
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