|




| |
Adidas engagiert bei
Olympia 2008
Bis 2010 eine Milliarde Umsatz in China angepeilt
Der Sportartikelhersteller Adidas ist offizieller
Sportswear-Partner der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Die
Vertragsunterzeichnung fand heute, Montag, statt. Die Zusammenarbeit
für die 19. Spiele der Neuzeit umfasst neben der Ausrüstung der
Mitarbeiter, Freiwilligen und technischen Funktionäre bei den
Olympischen Spielen und Paralympics 2008 auch die Ausstattung der
chinesischen Olympia-Mannschaften für die Winterspiele 2006 in Turin
.
Bei Adidas-Salomon kommentiert der Vorstandsvorsitzende Herbert
Hainer die Entwicklung der Spiele in Peking als eines der größten
Ereignisse der Sportgeschichte in Asien. Stolz zeigt sich Hainer
auch über die Rolle, die das eigene Unternehmen dabei spielen darf.
Wichtig sei auch China als der am schnellsten wachsende Markt. Die
Vereinbarung soll das Markenprofil von Adidas bei Konsumenten in
diesem Markt erhöhen.
Der Sportartikelhersteller ist seit über 20 Jahren in China aktiv.
Im vergangenen Jahr belief sich der im Reich der Mitte erwirtschafte
Umsatz auf über 100 Mio. Euro. Das Ziel ist es, bis 2010 in China
über ein Mrd. Euro umzusetzen. Bis zum Ende der Olympischen Spiele
soll das Geschäft in Asien verdoppelt worden sein.
|

IOC verbietet
Fernsehdebatte
BBC muss sich fügen
Das Internationale Olympische Komitee (IOC)
http://www.olympic.org verbietet der BBC die geplante
Olympiadebatte, die sie mit den fünf Bewerbern für Olympia 2012
durchführen wollte. Das IOC ist der Meinung, dass das geplante
Fernsehformat die ethischen Leitsätze des IOC verletzt, so der
Guardian
http://www.guardian.co.uk .
Nach viermonatiger Verhandlungszeit kommt die Kehrtwendung des IOC
für die BBC überraschend. Denn zuerst hatte das Komitee der Sendung
zugestimmt. BBC wollte die Spitzenvertreter der fünf
Bewerbungsstädte in Turin zu einer Fernsehdebatte, ähnlich der
Präsidentendebatten in den USA, zusammenkommen lassen. Nun bezieht
sich das IOC auf eine seiner Regeln, die besagt, dass keine Form
einer von einem Medienunternehmen organisierten Debatte zwischen
einem oder mehreren Städten akzeptiert werden kann.
Obwohl die Spitzenvertreter der Städte mit der Debatte einverstanden
waren, kommt sie nun nicht zustande. Die BBC will nun mit jeder
Stadt Einzelinterviews durchführen. |

Olympia 2156: Frauen
schlagen Männer im Sprint Prophezeiung zur Aufhebung der
Geschlechtsunterschiede
Britische Wissenschaftler glauben, dass Frauen
Männer im Jahr 2156 erstmals in der Disziplin des 100-Meter-Sprints
schlagen werden. Andrew Tatem und seine Kollegen von der Universität
Oxford
http://www.ox.ac.uk/
sind auf diese kontroversielle Prophezeiung
gestoßen, als sie die olympischen Gewinnerzeiten des 100-Meter-Laufs
der Männer seit 1900 und die der Frauen seit 1928 extrapolierten.
Anhand dieser Daten wollen sie die Geschwindigkeiten in der Zukunft
vorhersagen können.
Die Zeiten der Frauen haben sich in den vergangenen Jahren
nachhaltiger verbessert als jene der Männer. Wenn sich dieser Trend
fortsetzt, rechnen die Wissenschaftler damit, dass in 152 Jahren
eine Frau der schnellste Mensch der Welt ist. Diese Frau würde den
Sprint in 8,079 Sekunden hinlegen, im Vergleich zu 8,098 Sekunden
des Mannes.
Die Studie belebt die langjährige Debatte, ob die Kluft zwischen den
Geschlechtern jemals verschwinden wird. Sportwissenschaftler sehen
diesen Punkt sehr skeptisch. Sie sagen, dass der Grund dafür, dass
sich die Leistung der Frauen schneller verbesserte, darin liegt,
dass ihre Möglichkeiten am Sport teilzunehmen und auf
Wettbewerbslevel zu trainieren erst wachsen mussten. Aber diese
schnellere Fortschrittsgeschwindigkeit wird sich ausgleichen, noch
bevor die Frauen die Männer überholen. Der konventionelle Blickpunkt
ist, dass die Unterschiede zwischen weiblicher und männlicher
Physiologie grundlegend sind und Männer einen zehnprozentigen
Vorsprung im Kraft- und Ausdauersport beibehalten werden. Weil die
neue Analyse diese Fakten ignoriert, "ist sie auf fundamentalem
Niveau fehlerhaft", sagt der Physiologe Carl Foster von der
Universität von Wisconsin
http://www.uwlax.edu/
in La Crosse.
Beispielsweise tendiert das Testosteron bei Männern dazu, mehr
Muskeln und Sauerstoff-tragendes Hämoglobin zu produzieren. Die
weiblichen Reproduktionshormone führen dazu, dass Frauen, inklusive
super-magere Athletinnen, mehr Fettanteil im Körper aufweisen als
Männer, und das macht sie langsamer. Um diese Fakten zu
illustrieren, ließ das Team um Kirk Cureton von der Universität von
Georgia
http://www.uga.edu/
Männer Gewichte tragen, die das
Körperfett-Verhältnis von Frauen nachahmten. Am Laufband wurden die
Geschlechtsunterschiede bei der Leistung ausgeglichen.
|

China produziert
Champions für Olympia 2008 Staat investiert Mio. und setzt auf ehemaliges
Sowjet-System
Die Volksrepublik China setzt alles daran, um bei
den nächsten Olympischen Spielen in Peking so oft wie möglich ganz
oben auf dem Siegerpodest zu stehen. Vorrangiges Ziel: Die USA soll
von der Spitze verdrängt werden. Der Staat kann in der Ausbildung
der künftigen Athleten auf ein weitverzweigtes System zurückgreifen,
das die künftige Sportmacht mit Nachwuchs versorgt. Insgesamt gibt
es an die 3.000 Sportschulen. 100 davon sind renommierte Internate,
berichtet The Guardian Unlimited
http://sport.guardian.co.uk
.
Das System basiert auf dem der früheren Sowjetunion. Noch dazu
suchen Scouts in den regulären Schulen nach potenziellen Talenten.
Die besten landen im nationalen Trainingcenter der staatlichen
Sportadministration. Für Peking 2008 liegt die Messlatte gemäß der
chinesischen Tradition sehr hoch. Denn diese besagt: In deiner
Heimat musst du das Beste zeigen.
Die chinesischen Athleten haben sich bei den vergangenen Olympischen
Spielen in der Medaillenausbeute kontinuierlich steigern können. In
Seoul 1988 errang China fünf Goldmedaillen. In Atlanta im Jahr 2000
wurde die Volksrepublik in der Nationenwertung Vierter und vor vier
Jahren in Sydney Dritter. Dieses Jahr in Athen belegte China mit 32
Goldmedaillen hinter den USA Platz dann Rang zwei.
Die kontinuierlich ansteigende Form der Chinesen in nahezu allen
Disziplinen ist nicht auf die teure Ausrüstung der Athleten
zurückzuführen, sondern auf das straff organisierte System, das
hinter diesem Erfolg steht. In den Sportschulen warten 300.000 junge
Chinesinnen und Chinesen, um Hochleistungssport zu betreiben. Auf
der Prioritätenlisten der chinesischen Regierung steht Sport ganz
weit oben. Das erklärte Ziel: Die Produktion von olympischen
Champions.
Das Sportbudget der chinesischen Regierung soll dieses Jahr um 15
Prozent auf umgerechnet 214 Mio. Euro angehoben worden sein,
berichten Insider. Neben der staatlichen Unterstützung gibt es
mittlerweile auch private Investoren, die einzelne Teams sponsern.
Die Athleten kämpfen auch nicht mehr bloß um die "Ehre fürs
Vaterland", sondern "Cash-Incentives" sollen den Athleten die Freude
an der Bewegung noch größer machen. Rund 20.000 Euro winken allen
Goldmedaillen-Gewinnern bei Olympia.
Und die breite Masse der Bevölkerung befürwortet das große
Olympia-Engagement. Eine Gallup-Umfrage ergab, dass sich 94,9
Prozent der Chinesen für die Olympia-Bewerbung ausgesprochen haben.
Das Massenphänomen hat auch bereits ihr Sport-Idol. Bei den Spielen
in Athen gewann Liu Xiang als erster Chinese das
110-Meter-Hürden-Finale und stellte Colin Jacksons zwölf Jahre alten
Rekord ein. Dies habe den Chinesen gezeigt, dass es Asiaten mit
Europäern, Afrikanern und Amerikanern aufnehmen können, so Xiang
über seinen Erfolg. In erster Linie geht es den Chinesen jedoch um
die USA, die sie um jeden Preis schlagen wollen.
|

|