Hier erhalten Sie aktuelle Informationen aus Österreich:
Geheimnis über Telefonüberwachung beim
Klagenfurter Stadion-Skandal gelüftet
Ermittlungen gegen Energydrink-Unternehmer vom Landesgericht Wiener
Neustadt nähren Verdacht auf illegale Parteienfinanzierung
Die vom Büro für interne Angelegenheiten (BIA) des Innenministeriums
erstattete Anzeige wegen des Verdachts illegaler Parteienfinanzierung im
Zusammenhang mit der skandalumwitterten Vergabe des Klagenfurter
Fußballstadions basiert auf Ermittlungen des Landesgerichtes Wiener Neustadt
gegen einen Energydrink-Unternehmer, gegen den eine richterlich genehmigte
Telefonüberwachung gelaufen ist. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin
FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.
Über Telefonüberwachung des Chefs von Power Horse auf Indizien gestoßen
Laut FORMAT hat die BIA am 8. Februar bei der Staatsanwaltschaft Wien
eine Anzeige erstattet, in der Indizien für Amtsmissbrauch, Bestechung,
Verrat von Amtsgeheimnissen, Weitergabe von Inofmationen in Vergabeverfahren
und der Verdacht illegaler Parteienfinanzierung angezeigt werden. Die
Informationen stammen laut dem Magazinbericht aus einer richterlich
genehmigten Telefonüberwachung, die vom Landesgericht Wiener Neustadt wegen
Wirtschaftsdelikten gegen Alfred Inzinger, Chef des Energydrink-Unternehmens
Power Horse, geführt werden.
Anwältin von Kommisssionsmitglied Widrich bestätigt Verdacht, weist ihn aber
zurück
Wie FORMAT weiter berichtet, soll in diesem Zusammenhang Franz Widrich,
der Chef des Klagenfurter Konzerthauses, ehemalige Mitarbeiter von
Landeshauptmann Jörg Haider und Mitglied der Vergabekommission zum Bau des
Klagenfurter Stadions, unter Verdacht geraten sein. FORMAT zitiert Huberta
Gheneff-Fürst, die Anwältin Widrichs, mit den Worten: "Ich habe von diesem
Verdacht gehört, den mein Mandant allerdings entschieden zurückweist. Er
kennt zwar Herrn Inzinger, mehr aber auch nicht."
BIA-Ermittlungen wegen Cent-Beträgen gegen FPÖ-Gendarm in Kärnten
Wie FORMAT berichtet, hat die BIA bereits zuvor Ermittlungen gegen Kärntner
Gendarmen geführt, um die es im Zusammenhang mit dem Stadionskandal Gerüchte
wegen illegal abgehörter Telefonate gegeben hat.
Laut FORMAT vorliegenden Strafanzeigen des Innenministeriums soll etwa
Adolf Stark, FPÖ-Bürgermeister von Maria Wörth, und im Brotberuf Gendarm, um
läppische 29,07 Euro zuviel an Überwachungsgebühr verrechnet haben.
Angeblich abgehörte Telefonate zwischen Stark und Kommissionsmitglied
Widrich hatten Jörg Haiders Spitzelvorwürfe ins Rollen gebracht. Adolf
Winkler, Leiter der Gendarmerie in Krumpendurf, soll laut BIA-Strafanzeige
in elf Sachverhalten Beträge in der Höhe zwischen 0,38 und 3,68 Euro
"ungerechtfertigt zum Nachteil der Republik" verrechnet haben.
Jörg Haider war laut Gerichtsakt bereits seit 21. Dezember über
Vergabefiasko informiert
Aus einer FORMAT vorliegenden Sachverhalts- darstellung an die
Staatsanwaltschaft ergibt sich außerdem, daß Kärntens Landeshauptmann
bereits seit 21. Dezember des Vorjahres über haarsträubende Mängel des
Vergabeverfahrens informiert war. Darin wird auf Basis eines Gutachtens der
Wiener Rechtsanwaltskanzlei Fink & Sundström unter anderem darauf
hingewiesen, daß der gesamte Vergabevorgang zu platzen droht
Auschwitz: 34% der ÖsterreicherInnen
wissen nicht, wo dieser Ort liegt.
15% lokalisieren Auschwitz in Österreich.
66% der ÖsterreicherInnen wissen, dass Auschwitz in Polen liegt (Frauen 64%,
Männer 68%). 15% meinen, dieser Ort liegt in Österreich (Frauen 17%, Männer
13%), auf Deutschland tippen13%, Tschechien erhält 2%, der Rest (3,5%) "weiß
es nicht".
Marketing Data-sms-research.at stellte am 27.01.2005, also am Tag der
Internationalen Auschwitz-Gedenkfeiern, die Frage "In welchem Land liegt
Auschwitz?". Dabei wurden repräsentativ 515 ÖsterreicherInnen im Alter von
15 bis 69 Jahren per SMS befragt (Erhebungszeitraum 14 bis 19 Uhr).
Die Jugendlichen (15 bis 19 Jahre) wissen es am besten: 69% orten
Auschwitz richtig, gefolgt von den 20 - 29 jährigen (68%). In den
Altergruppen 30 bis 59 Jahren sinkt dieser Wert auf 66% bis 63%. In der
"Kriegsgeneration" (60-69 Jahre) wissen wieder 68% richtig Bescheid (Frauen
73%, Männer 63%).
Im Alterssegment 40-49 Jahre meinen 19% Auschwitz liegt in Österreich,
bei den 50-69 jährigen sehen bis zu über 17% diesen Ort in Deutschland.
Jörg Haider in NEWS: "Bereit zur
Parteiübernahme"
"Wenn Jörg Haider als Parteiobmann wieder kandidieren möchte, dann
wird sich der Bundesparteivorstand entsprechend entscheiden", kündigte die
amtierende FPÖ-Obfrau Ursula Haubner am Dienstag im "ORF-Report" an.
NEWS befragte Jörg Haider, ob er als Parteiobmann zur Verfügung stünde.
Seine Antwort: "Vorstellbar ist alles, es hängt nur von den Bedingungen ab.
Gründliche Veränderung an den Inhalten und in der Organisation der FPÖ. Die
Partei muss sich strategisch radikal von ihrer etablierten Regierungspolitik
abwenden und wieder zur Politik der Erneuerung zurückkehren."
Flutkatastrophe: Veröffentlichung der
Opferliste erst nach sichergestellter Identifizierung
Anlässlich der Flutkatastrophe in Südostasien äußerten sich heute,
Mittwoch, in der Kärntner Landesregierung Landesamtsdirektorstellvertreter
Dieter Platzer und der Kärntner Sicherheitsdirektor Albert Slamanig zu der
Liste der potentiellen Opfer aus Kärnten. Eine Veröffentlichung sei vor
einer sicheren Identifizierung im Sinne des Opferschutzes untersagt.
Momentan würden kriminalpolizeiliche Erhebungen unter Federführung des
Bundeskriminalamtes laufen.
Platzer betonte, dass jedes Bundesland eine Liste mit potentiellen
Opfern, die in den jeweiligen Bundesländern beheimatet sein könnten,
bekommen habe. "Auf der Kärntner Liste befinden sich zehn Personen, von
denen sechs mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Opfer sein
können." Da die Liste sich stündlich ändere, sei eine Veröffentlichung im
Sinne des Opferschutzes untersagt.
Seit Montag seien kriminalpolizeiliche Erhebungen im Laufen, berichtete
der Kärntner Sicherheitsdirektor. Unter Federführung des Bundeskriminalamtes
würden Österreichweit Erhebungen durchgeführt, um eine Identifizierung der
möglichen Opfer zu ermöglichen. Sobald eine Identifizierung durchgeführt
sei, würde der jeweilige Landeshauptmann bzw. die jeweilige Landeshauptfrau
verständigt, so Slamanig. Das Land habe in dieser Phase der
kriminalpolizeilichen Erhebungen keine inhaltliche Federführung und Aussagen
über mögliche Opfer wären momentan bloße Spekulation.
"Kleine Zeitung" Kommentar: "Macht ein
Doppelminister Österreich zum Spitzelstaat?" (von Erwin Zankel)
Ausgabe vom 13.12.2004
Eine Opposition, die sonst keine Angriffsflächen findet, als sich an der
vorübergehenden Doppelfunktion des Verteidigungsministers als Innenminister
zu stoßen, kann sich eine Regierung nur wünschen. Offenbar sitzen in den
Reihen der Roten und Grünen fieberkranke Anhänger von abstrusten
Verschwörungstheorien, die Österreich bereits als Spitzelstaat sehen, weil
die militärischen und polizeilichen Geheimdienste für ein paar Tage oder ein
paar Wochen in einer Hand sind.
Abgesehen davon, dass beide Dienste gewaltig überschätzt würden, wenn man
ihnen derart finstere Absichten wie die totale Überwachung der Bürger
unterstellt, ist schon der Vorwurf der staatspolitisch bedenklichen
Notlösung grotesk. Die Verfassung lässt es zu, dass ausnahmsweise ein
Minister mit der Führung eines anderen Ressorts betraut wird. Möglicherweise
hat der Landwirtschaftsminister während der Sommerferien bereits die
Vertretung der urlaubenden Unterrichtsministerin übernommen, ohne dass der
bildungspolitische Notstand ausgerufen wurde.
Die Beauftragung ist jedenfalls zulässig und wurde vom Bundespräsidenten
auch anerkannt. Wenn Heinz Fischer hinzufügte, er sei sich mit Wolfgang
Schüssel einig, dass die Übergangslösung längstens bis zur nächsten
Nationalratssitzung in der zweiten Jännerhälfte dauern dürfe, sprach er nur
eine politische Selbstverständlichkeit aus.
So lange wird Schüssel nicht brauchen, um die Lücke in seinem Kabinett zu
schließen. Statt über groteske Nebenwirkungen nachzudenken, hätte sich die
Opposition auf das Faktum konzentrieren sollen, dass Schüssel durch den
überraschenden Rücktritt von Ernst Strasser auf dem falschen Fuß erwischt
wurde. Der Bundeskanzler hat bisher eifrig am Bild des guten Hirten gemalt,
der seine Herde zusammenhält. Während in der dezimierten blauen Riege die
Personen wie im Tollhaus wechselten, herrschte in der schwarzen Mannschaft
disziplinierte Ruhe. Niemand ging von Bord, auch nicht die in den
Bundespräsidentenwahlen unterlegene Außenministerin. Benita Ferrero-Waldner
wurde in Ehren verabschiedet.
Strasser stellte erstmals Schüssels eisernes Führungsprinzip in Frage. Der
ÖVP-Chef wurde unvorbereitet getroffen und muss sich erst mit
Landeshauptmann Erwin Pröll abstimmen, der den neuen Innen- oder
Verteidigungsminister für die Niederösterreicher fordert. Das ist eine
Demütigung, die eigentlich der Opposition Anlass für Stichelei böte.
Gebührenfreie Hotline des Bundesheeres
Das österreichische Bundesheer hat am Freitag als weitere Reaktion
auf die Vorfälle in Freistadt, Oberösterreich, eine zusätzliche
österreichweite Telefon- Hotline eingerichtet. Diese Hotline ist auch
weiterhin unter der kostenfreien Nummer 0800-24 12 06 erreichbar. Dabei
stehen Psychologen des Bundesheeres Grundwehrdienern wie auch Angehörigen
Rede und Antwort. Diese Hotline ist auch heute bis 24.00 Uhr und morgen
Sonntag von 8.00 Uhr bis 24.00 Uhr besetzt.
Gleichzeitig löst diese überregionale gebührenfreie Hotline die bisherige
Hotline mit der Nummer 0664 622 7310 ab.
Darüberhinaus ist das Büro der parlamentarischen Beschwerdekommission heute
unter der Nummer 0810 200 125 zum Ortstarif bis 16.00 Uhr erreichbar.
"profil": Katastrophales Ergebnis
Österreichs im PISA-Test
Das Nachrichtenmagazin "profil" veröffentlicht in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe die Ergebnisse des PISA-Tests, der "profil" vorliegt.
In der Mathematik-Kompetenz rutschte Österreich im Vergleich zu PISA 2000
unter den 29 OECD-Ländern vom 11. auf den 15. Platz ab. Testsieger ist
Finnland. Laut PISA-Studie verfügen 19 Prozent der Schüler in Österreich
über mangelhafte Mathematik-Kenntnisse. Zum Vergleich: In Finnland zählen
nur sechs Prozent zu dieser Risikogruppe. Neben den eigentlichen Fähigkeiten
erhoben die österreichischen PISA-Forscher auch das Interessse an Mathematik
im Vergleich zu 13 anderen Staaten. Das Ergebnis: Die Lust der heimischen
Schüler auf Mathematik ist die niedrigste von allen Ländern, österreichische
Jugendlichen halten Rechnen für irrelevant für ihre berufliche Zukunft. Die
Studien-Autoren führen dies in ihrer Analyse auf "didaktische Defizite im
Mathematikunterricht" in den Hauptschulen und AHS-Unterstufen zurück.
Die Lese-Fähigkeiten österreichischer Schüler haben sich der PISA-Studie
zufolge dramatisch verschlechtert. Im Länder-Ranking stürzt Österreich vom
10. auf den 19. Rang unter den 29 OECD-Ländern ab. Die Sieger: Finnland vor
Korea. Österreich gehört zu jenen acht OECD-Ländern, "deren Lesewert sich
innerhalb von drei Jahren signifikant verschlechterte", so
PISA-Österreich-Chef Günter Haider in der Studie.
Auch im Detail sind die Zahlen für Österreich dramatisch. 20 Prozent der
Jugendlichen können einfache Texte kaum erfassen. Der Anteil dieser
"Risikoschüler" hat sich in Österreich innerhalb von drei Jahren um sechs
Prozentpunkte erhöht.
Im Bereich der Naturwissenschafts-Kompetenz rangieren Österreichs Schüler
laut PISA-Studie "signifikant" unter dem Durchschnitt der OECD-Staaten.
Österreich stürzt im Vergleich zu PISA 2000 unter den 29 OECD-Ländern vom 8.
auf den 20. Rang ab, die schlechteste Platzierung in allen PISA-Kategorien
und weltweit gesehen der größte Leistungsabfall überhaupt. Sieger der
Kategorie ist Finnland vor Japan.
In der zum ersten Mal erfassten Kategorie Problemlöse-Kompetenz landet
Österreich im Mittelfeld auf dem 15. Platz, Sieger sind die Koreaner vor den
Finnen.
Wie "profil" berichtet, fällt die Bilanz des Projektleiters der
österreichischen PISA-Studie, Günter Haider, kritisch aus. So schreibt
Haider in einem Resümee, die Resultate von PISA 2003 seien "wenig zufrieden
stellend". Haider: "Man mag es drehen und wenden, wie man will: In allen
drei Domänen Mathematik-, Lese- und Naturwissenschafts-Kompetenz sowie im
Problemlösen sind unsere 15-/16-Jährigen im internationalen Vergleich
bestenfalls Mittelmaß. Keine einzige der in PISA 2000 erreichten absoluten
Leistungen, noch die dort erzielten Rangplätze konnten gehalten oder gar
verbessert werden." Speziell in Lesen und Naturwissenschaften sei ein auch
im internationalen Maßstab "sehr deutliches Absinken" der Leistungen zu
beobachten, "begleitet von einem rangmäßig zum Teil erheblichen Abrutschen
innerhalb der 29 OECD-Länder".
Im folgenden bringt "profil" die Länderrankings und Punktewertungen der
PISA-Studie 2003 in den einzelnen Kategorien:
Gewerbeverein: In welchem Österreich leben wir eigentlich? In diesem
Land fürchten sich die Ärmsten vor einer Parteien-Vereinnahmung!
Weinachtstage
auf Besuch in der HNO-Station des Wiener Neustädter Krankenhauses. Am
Schwarzen Brett hängt dort eine Information vom "Verein der Kehlkopflosen
Österreichs“. Detailliert wird über die Aktivitäten dieser wahrlich
vorbildlichen Organisation berichtet. Nachdenklich - und bestimmt auch
deprimiert - liest man ganz am Ende der Info wörtlich folgenden Satz: "Unsere
Selbsthilfegruppe ist parteiungebunden“.
Es ist dem Österreichischen Gewerbeverein (ÖGV) ein originäres Bedürfnis,
dieser Aktion von ganzem Herzen in ihrem Streben viel Erfolg zu wünschen. Die
Ärmsten der Armen - welch schlimmeres Schicksal können wir Redenden uns
vorstellen - haben hier etwas Nachahmenswertes organisiert. Der "Verein der
Kehlkopflosen Österreichs“ gehört vor dem Vorhang!
Aber bitte - so stellt sich für den ÖGV die Frage - warum muss auf die
Parteiungebundenheit einer Organisation besonders hingewiesen werden? Leider
doch; es gibt tatsächlich genug Beweise für den täglichen Eingriff von
politischen Parteien in Angelegenheiten, die sie wohl überhaupt nichts angehen
- wie etwa das Innenleben einer Selbsthilfegruppe.
Wären wir nicht gelernte Österreicher, dann würden wir wohl annehmen, dass die
genannte Selbsthilfegruppe aus übertriebener Angst den Hinweis auf ihre
Parteiungebundenheit der Vollständigkeit halber angebracht hat.
Mitnichten: In einem Land, wo von der Besteigung von Bergen über das
sportliche Ausleben und die Rettung bis hin zur Pannenhilfe Parteien Einfluss
auf unser normales Leben nehmen, wird die Kehlkopflosen-Selbsthilfegruppe wohl
einen Grund haben, ihre Parteiungebundenheit ausdrücklich zu betonen.
Es ist mehr als bedenklich, in einem Land zu leben, in dem die Ärmsten
speziell darauf hinweisen müssen, nicht in der Gunst einer politischen Partei
zu stehen - nicht an ihrem Tropf zu hängen.
Jede neue Bundesregierung hat sich daher künftig primär der Zurückhaltung der
politischen Parteien zu widmen. Es gibt ja wenige Interessensvertretungen, wie
den ÖGV, der sich seit nunmehr 164 Jahren subventionsfrei und vor allem
überparteilich für die Durchsetzung der legitimen Anliegen Österreichs zum
Nutzen der Wirtschaft ohne Wenn und Aber stark macht. Das zitierte Beispiel
ermutigt uns, auch 2003 dieser Linie treu zu bleiben - sie ist bitter
notwendig!
Österreich legt im EU-Forschungsrahmenprogramm deutlich
zu 175 Mio. Euro Förderung für heimische Organisationen
Österreichs Beteiligung am EU-Forschungsrahmenprogramm steigt
kontinuierlich an. Eine aktuelle Zwischenbilanz zeigt, dass bisher rund 175
Mio. Euro an Förderungen aus dem 5. Rahmenprogramm (1999-2002) heimischen
Organisationen zugesprochen wurden. Die meisten österreichischen Beteiligungen
gibt es aus dem Unternehmenssektor (38 Prozent), gefolgt von
Universitätsinstituten mit 32 Prozent und außeruniversitären
Forschungseinrichtungen mit 16 Prozent. Die restlichen zwölf Prozent stellen
Vereine und Verwaltungseinrichtungen.
Bisher waren heimische Organisationen an 3.530 Projekteinreichungen
beteiligt, davon erhielten 889 eine Förderzusage der EU-Kommission. Wie das
Büro für Internationale Forschungs- und Technologiekooperation BIT
http://www.bit.ac.at in einer
Aussendung mitteilt, handelt sich um einen Zwischenstand, da es noch offene
Ausschreibungen und laufende Verhandlungen über Förderungen gibt. Die
Fördersumme von 175 Mio. Euro entspricht rund 100 Prozent des österreichischen
Beitrags zu diesen EU-Programmen, abzüglich jener Gelder, die nicht über
Ausschreibungen vergeben werden. Im 4. Forschungsrahmenprogramm (1995- 1998)
lag diese Rückflußquote noch bei rund 73 Prozent.
Das gesamte Volumen jener Projekte, an denen österreichische Organisationen
beteiligt sind, liegt bei 1,9 Mrd. Euro. Die aus Österreich teilnehmenden
Organisationen profitieren damit mehrfach von EU-Projekten: Neben der direkten
Förderung arbeiten sie mit anderen, ausländischen Organisationen zusammen und
können so wertvolle Kontakte knüpfen. Zudem steht die Nutzung der
Forschungsergebnisse in der Regel jedem Teilnehmer offen. Auch kleinere
Organisationen können so vom Know-how ihrer Partner profitieren.
60% der ÖsterreicherInnen glauben an keinen Stop von
Temelin Sms-panel-1000! präsentiert aktuelle Umfrageergebnisse
Das sms-panel-1000! -
http://www.marketingdata.at - das erste Mobile Research Service Europas,
mit dem Repräsentativumfragen auf Basis von SMS-Interviews in annähender
Echtzeit durchgeführt werden, erhob die Einstellung der ÖsterreicherInnen zum
Thema Temelin.
Bei dieser, für Österreich repräsentativen Umfrage beantworteten 60,4% die
Frage "Glauben Sie, dass Temelin verhindert werden kann?" mit Nein, 35,4%
meinen, Temelin kann verhindert werden. Bemerkenswert ist der ungewöhnlich
geringe Anteil der Unentschlossenen ("weiß nicht") mit 4,2%.
Männer sind mit 66,7% im wesentlich höheren Maße als Frauen (53,5%) der
Meinung, Temelin könne nicht verhindert werden.
Regional gibt es signifikante Unterschiede. In den westlichen Bundesländern
Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg meinen nur knapp mehr als die
Hälfte (53,7%), Temelin könne nicht verhindert werden (zwischen den
Geschlechtern glauben fast doppelt soviel Frauen wie Männer an eine
Verhinderung).
In Wien und Niederösterreich sind dagegen 62,3%, im Süden/Südosten
Österreichs (Kärnten, Steiermark, Osttirol und Burgenland) sogar 66,7%
überzeugt, dass Temelin nicht abgeschaltet werden wird. Innerhalb der
Alterklassen zeigen nur die 20 bis 29-jährigen, sowie die bis 14-jährigen
unterdurchschnittliche "Nein"-Werte.
Ortstafeln: Fischer spricht von "sehr, sehr ernsten Angelegenheit"
Von einer "sehr, sehr ernsten Angelegenheit", bei der man "deutliche
Wahrnsignale" aufstellen müsse sprach der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende,
Nationalratspräsident Heinz Fischer am Donnerstag im ORF-Mittagsjournal
angesichts der aktuellen Ortstafel-Diskussion. Es könne nicht sein, "dass
jemand glaubt, die Gesetze gelten für 7,5 Millionen Männer und Frauen in
diesem Land, aber nicht für den Landeshauptmann von Kärtnen". ****
Fischer kritisierte, dass der Kärntner Landeshauptmann Haider Entscheidungen -
"auch wenn sie noch so legitim sind" - einfach vom Tisch fege, wenn sie ihm
nicht passen würden. Dies liegt nach Ansicht von Fischer "in einem
beträchtlichen Ausmaß in der Persönlichkeitsstruktur des Kärtner
Landeshauptmanns".
Fischer vertraut auf "eine gewisse Belastungsfähigkeit" des Rechtsstaates, und
darauf, dass dieser unter einem solchen Angriff nicht gleich zusammenbricht -
"aber eines muss man schon sagen: Es hat schon wesentlich harmlosere
Auseinandersetzungen und wesentlich harmlosere politische Entgleisungen
gegeben, die zu höchster Aufregung geführt haben, und die Alarmstufen
ausgelöst haben".
Zur Tatsache, dass VfGH-Präsident Adamovich ein Amtsenthebungsverfahren gegen
sich selbst eingeleitet hat, erklärte Fischer, dass es zwar Meinungen gebe,
wonach sich ein Präsident eines Höchstgerichts in keinen Disput einlassen und
darauf vertrauen sollte, dass die Verfassung und die Gesetze für einen solchen
Fall eindeutige Antworten geben. Diese Sichtweise habe zwar viel für sich,
allerdings könnte der Gedanke hinter Adamovichs Vorgangsweise jener sein, "dass
wenn nun die Vorwürfe gegen den Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes
entkräftet werden, sich dann der Landeshauptmann eigentlich einige heikle und
unangenehme Fragen an sich stellen muss".
BSE-Verdachtsfall: Wirtschaft für rasches Handeln im Sinne der Konsumenten
"Sollte sich der aktuelle BSE-Verdachtsfall in Österreich nach weiteren
Überprüfungen bestätigen, muss so schnell wie möglich alles getan werden, um
eine Verunsicherung der heimischen Konsumenten so gering wie möglich zu
halten." Für Hannes Mraz, Syndikus der Bundessektion Handel in der
Wirtschaftskammer Österreich, hätte im Fall einer Bestätigung des
Verdachtsfalls Österreich in Sachen BSE zwar den "Status einer Insel der
Seeligen verloren, Österreich ist aber trotz des aktuellen Verdachtsfalls mit
anderen Ländern in unserer unmittelbaren Nachbarschaft nicht vergleichbar."
Denn immerhin seien innerhalb eines ganzen Jahres - bei insgesamt nur zwei
Verdachtsfällen - mittlerweile mehr als 200.000 Rinder getestet worden. Trotz
umfassender Sicherheitsmaßnahmen sei aber ein Einzelfall nicht gänzlich
auszuschließen. Auch wenn der BSE-Fall noch nicht bestätigt ist, müsse aber
gemäß der BSE-Verordnung jetzt sofort der bereits seit längerem vorliegende
Krisenplan anlaufen.
Mraz erinnert auch daran, dass Handel, Gewerbe und Industrie von Anfang an
alle Sicherungsmaßnahmen gegen BSE und die damit verbundenen hohen Kosten im
Interesse des Konsumentenschutzes mitgetragen haben: Fütterungsverbot von
Tiermehl, freiwilliger Verzicht auf Separatorenfleisch bei der Herstellung von
Würsten, strikte Absonderung und Vernichtung von Risikomaterial und Einführung
flächendeckender BSE-Tests. "Für uns zählt das Vertrauen und die Sicherheit
der Kunden, das ist einzig und allein maßgeblich," betont Mraz.
Unabhängig davon, ob sich der Verdachtsfall bestätige oder nicht, seien
negative Auswirkungen auf den Viehexport, auf die Fleischwarenindustrie und
den Lebensmittelmittelhandel nicht auszuschließen, sie sollten sich aber
aufgrund des dichten Maßnahmenpakets an Untersuchungen und Anti-BSE-Maßnahmen
in Grenzen halten, ist Mraz überzeugt: "Nun muss alles getan werden, um das
Vertrauen des Konsumenten in sichere Fleischprodukte zu erhalten."
Wo bleibt die Antwort Österreichs?
Es fehlen die Worte, um die schrecklichen Terror-Ereignisse in den USA zu
fassen. Blinder Hass hat Tausenden die Zukunft geraubt. Kinder, Mütter und
Väter sind gestorben, weil sich Menschen für die Gewalt und gegen den Dialog
entschieden. Den Opfern dieser Entscheidung sowie ihren Angehörigen gilt
unsere Trauer und unser Mitgefühl.
Unter den Toten befinden sich hunderte öffentlich Bedienstete.
Feuerwehrleute, Polizisten und Notfallhelfer haben in Ausübung ihres Berufs,
der Rettung ihrer Mitmenschen, ihr Leben geopfert.
In wenigen Tagen werden wir bereits mehr über die Hintergründe wissen und wie
die Antwort Amerikas aussieht.
Gleichzeitig sollten wir jedoch die Frage stellen, was unsere Antwort sein
könnte.
Die Anschläge waren der Beweis, was soziale Hoffnungslosigkeit gepaart mit
Radikalisierung bewirken kann. Wer in Österreich Institutionen "den Krieg
erklärt", vom "radikalen Umbau" spricht und unter dem Motto "Speed kills"
Sozialpartnerschaft "zu Grabe trägt", sollte zu überlegen beginnen.
Die Gewerkschaftsbewegung der Zweiten Republik ist aus den Ruinen des Zweiten
Weltkriegs entstanden; durch die Erkenntnis, dass politische Differenzen nie
wieder zu politischer Gewalt führen dürfen. Alle Politiker und Medien sind
heute dazu aufgefordert, aus den Ruinen der Anschläge in Amerika ein neues
Miteinander zu bauen. Dies sollte unsere Anwort ein.
Hannes Taborsky
Vorsitzender Bundessektion Wirtschaftsverwaltung
Nach Terroranschlägen: 15 Österreicher werden noch gesucht
Die Liste der nach den Terroranschlägen in den USA gesuchten Österreicher hat
sich weiter reduziert. 15 Österreicher haben sich noch nicht gemeldet. Ihre
Angehörigen vermuten, sie hätten sich zum Zeitpunkt der Attentate im Raum New
York aufgehalten. Es gibt jedoch keinerlei konkrete Hinweise darauf, dass
einer der 15 zum Zeitpunkt der Terroranschläge im World Trade Center war.
Eine österreichische Staatsbürgerin, von der man bis gestern annahm, sie hätte
für die im World Trade Center untergebrachte Firma Morgan Stanley gearbeitet,
ist laut Auskunft der Firma nicht mehr dort beschäftigt gewesen.
Die Angaben eines Großteils der Angehörigen über die Identität und den
vermuteten Aufenthaltsort der Österreicher in den USA waren zunächst vage. Das
Außenministerium hat daher gemeinsam mit den österreichischen
Sicherheitsbehörden die Angehörigen der 15 weiterhin gesuchten Österreicher um
Bereitstellung aller zur Ausforschung notwendigen Details ersucht.
In den letzten Tagen haben sich zahlreiche ursprünglich gesuchte Österreicher
bzw. deren Angehörige beim Außenministerium (Telefonhotline: (01) 53 115 4411)
gemeldet. Das Außenministerium wird gemeinsam mit dem Generalkonsulat New York
die Ausforschung der verbleibenden 15 Österreicher mit Nachdruck fortführen.
Es ist jedoch damit zu rechnen, dass die restlose Aufklärung aller Fälle noch
einige Zeit dauern wird.
Karriere: 80% tun es im Netz Österreichs Bewerber liegen bei Onlinebewerbungen vor den
Deutschen
Während 72% der Unternehmen in Deutschland angeben, gar keine oder
höchstens zehn Prozent aller Bewerbungen per Mail zu bekommen, liegen
Onlinebewerbungen in Österreich klar im Trend. Mitverantwortlich für die
erfreuliche Entwicklung sind laut Jobfinder.at, die aufgeschlossenen
heimischen Personalisten und Personalberater. Während elektronische
Bewerbungen bei deutschen Recruitern nicht besonders gut ankommen, werden
diese am österreichischen Markt mit Freude angenommen. Als wichtigsten Vorteil
sehen Stellenanbieter und -suchende den schnellen, unkomplizierten Kontakt.
Der virtuelle Stellenmarkt hat sich als Medium durchgesetzt. Rund 80% der
heimischen Arbeitssuchenden haben bereits im Web nach Stellenangeboten
gesucht. Die Mehrheit der Bewerber hält das Web für den schnellsten und
komfortabelsten Weg der Stellensuche. Samstag Nachmittag, mit der Schere
bewaffnet, die Printmedien zu durchforsten ist nicht mehr en vogue.
Auch Österreichs Unternehmen nutzen mehrheitlich die Online Jobbörsen
sowohl für die Aktiv- als auch für die Passivsuche nach Kandidaten.
Personalisten verzeichnen auf Ihre Anzeigen unter
http://www.jobfinder.at
eine zumindest ebenso gute Resonanz, wie auf Tageszeitungen. Bei
IT-Professionals ist das Ergebnis sogar weit besser als im Printmedium.
Stellenanbieter haben gelernt, dass sie im Kampf um qualifizierte Mitarbeiter
schnell sein müssen, auf Neu-Einträge im Jobfinder Bewerberpool reagieren die
erfolgreichsten HRMs postwendend. Besetzungen in Rekordzeit - selbst im
heißumkämpften IT-Sektor - sind plötzlich möglich.
Jobfinder.at zeigt sich mit dieser Entwicklung naturgemäß sehr zufrieden
und das Unternehmen hat auch allen Grund zur Freude. Denn während sich so
manche Jobbörse in Österreich infolge rascher Expansion und hochpreisigen
Angebots in der Krise befindet und Mitarbeiter abbauen muss, gewinnt
Jobfinder.at Marktanteile und holt sich mit Daniela Schlick einen
Recruitingprofi mit 8 Jahren Personalberatungserfahrung an Bord. Als
Communication & Contentmanagerin wird sie ihre bisherige berufliche Erfahrung
auf dem Personalmarkt nutzen und das Angebot der Seite um Inhalte zu modernem
Personalmanagement und dem Arbeitsmarkt erweitern. Jobfinder.at verfolgt das
Ziel, neben der österreichischen Marktführerschaft auf dem virtuellen
Stellenmarkt, zum Fachforum für heimische Personalmanager zu avancieren.
Mit dem Outsourcingtool "myjobsite" wird den Personalisten die Präsentation
und Wartung der vakanten Jobs auf der firmeneigenen Homepage abgenommen. Die
offenen Stellen fließen direkt aus der topaktuellen Jobfinder-Datenbank in die
Firmenwebsite ein - somit wurde ein weiterer großer Schritt in Richtung
Top-Servicierung der Personalverantwortlichen gesetzt.