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Hier erhalten Sie aktuelle Informationen aus Österreich:

 

Geheimnis über Telefonüberwachung beim Klagenfurter Stadion-Skandal gelüftet

Ermittlungen gegen Energydrink-Unternehmer vom Landesgericht Wiener Neustadt nähren Verdacht auf illegale Parteienfinanzierung 

Die vom Büro für interne Angelegenheiten (BIA) des Innenministeriums erstattete Anzeige wegen des Verdachts illegaler Parteienfinanzierung im Zusammenhang mit der skandalumwitterten Vergabe des Klagenfurter Fußballstadions basiert auf Ermittlungen des Landesgerichtes Wiener Neustadt gegen einen Energydrink-Unternehmer, gegen den eine richterlich genehmigte Telefonüberwachung gelaufen ist. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Über Telefonüberwachung des Chefs von Power Horse auf Indizien gestoßen

   Laut FORMAT hat die BIA am 8. Februar bei der Staatsanwaltschaft Wien eine Anzeige erstattet, in der Indizien für Amtsmissbrauch, Bestechung, Verrat von Amtsgeheimnissen, Weitergabe von Inofmationen in Vergabeverfahren und der Verdacht illegaler Parteienfinanzierung angezeigt werden. Die Informationen stammen laut dem Magazinbericht aus einer richterlich genehmigten Telefonüberwachung, die vom Landesgericht Wiener Neustadt wegen Wirtschaftsdelikten gegen Alfred Inzinger, Chef des Energydrink-Unternehmens Power Horse, geführt werden.

Anwältin von Kommisssionsmitglied Widrich bestätigt Verdacht, weist ihn aber zurück

   Wie FORMAT weiter berichtet, soll in diesem Zusammenhang Franz Widrich, der Chef des Klagenfurter Konzerthauses, ehemalige Mitarbeiter von Landeshauptmann Jörg Haider und Mitglied der Vergabekommission zum Bau des Klagenfurter Stadions, unter Verdacht geraten sein. FORMAT zitiert Huberta Gheneff-Fürst, die Anwältin Widrichs, mit den Worten: "Ich habe von diesem Verdacht gehört, den mein Mandant allerdings entschieden zurückweist. Er kennt zwar Herrn Inzinger, mehr aber auch nicht."

BIA-Ermittlungen wegen Cent-Beträgen gegen FPÖ-Gendarm in Kärnten

Wie FORMAT berichtet, hat die BIA bereits zuvor Ermittlungen gegen Kärntner Gendarmen geführt, um die es im Zusammenhang mit dem Stadionskandal Gerüchte wegen illegal abgehörter Telefonate gegeben hat.

  Laut FORMAT vorliegenden Strafanzeigen des Innenministeriums soll etwa Adolf Stark, FPÖ-Bürgermeister von Maria Wörth, und im Brotberuf Gendarm, um läppische 29,07 Euro zuviel an Überwachungsgebühr verrechnet haben. Angeblich abgehörte Telefonate zwischen Stark und Kommissionsmitglied Widrich hatten Jörg Haiders Spitzelvorwürfe ins Rollen gebracht. Adolf Winkler, Leiter der Gendarmerie in Krumpendurf, soll laut BIA-Strafanzeige in elf Sachverhalten Beträge in der Höhe zwischen 0,38 und 3,68 Euro "ungerechtfertigt zum Nachteil der Republik" verrechnet haben.

Jörg Haider war laut Gerichtsakt bereits seit 21. Dezember über Vergabefiasko informiert

   Aus einer FORMAT vorliegenden Sachverhalts- darstellung an die Staatsanwaltschaft ergibt sich außerdem, daß Kärntens Landeshauptmann bereits seit 21. Dezember des Vorjahres über haarsträubende Mängel des Vergabeverfahrens informiert war. Darin wird auf Basis eines Gutachtens der Wiener Rechtsanwaltskanzlei Fink & Sundström unter anderem darauf hingewiesen, daß der gesamte Vergabevorgang zu platzen droht
 


Auschwitz: 34% der ÖsterreicherInnen wissen nicht, wo dieser Ort liegt.

15% lokalisieren Auschwitz in Österreich. 

66% der ÖsterreicherInnen wissen, dass Auschwitz in Polen liegt (Frauen 64%, Männer 68%). 15% meinen, dieser Ort liegt in Österreich (Frauen 17%, Männer 13%), auf Deutschland tippen13%, Tschechien erhält 2%, der Rest (3,5%) "weiß es nicht".

   Marketing Data-sms-research.at stellte am 27.01.2005, also am Tag der Internationalen Auschwitz-Gedenkfeiern, die Frage "In welchem Land liegt Auschwitz?". Dabei wurden repräsentativ 515 ÖsterreicherInnen im Alter von 15 bis 69 Jahren per SMS befragt (Erhebungszeitraum 14 bis 19 Uhr).

   Die Jugendlichen (15 bis 19 Jahre) wissen es am besten: 69% orten Auschwitz richtig, gefolgt von den 20 - 29 jährigen (68%). In den Altergruppen 30 bis 59 Jahren sinkt dieser Wert auf 66% bis 63%. In der "Kriegsgeneration" (60-69 Jahre) wissen wieder 68% richtig Bescheid (Frauen 73%, Männer 63%).

   Im Alterssegment 40-49 Jahre meinen 19% Auschwitz liegt in Österreich, bei den 50-69 jährigen sehen bis zu über 17% diesen Ort in Deutschland.
 


 

Jörg Haider in NEWS: "Bereit zur Parteiübernahme"

"Wenn Jörg Haider als Parteiobmann wieder kandidieren möchte, dann wird sich der Bundesparteivorstand entsprechend entscheiden", kündigte die amtierende FPÖ-Obfrau Ursula Haubner am Dienstag im "ORF-Report" an.

NEWS befragte Jörg Haider, ob er als Parteiobmann zur Verfügung stünde. Seine Antwort: "Vorstellbar ist alles, es hängt nur von den Bedingungen ab. Gründliche Veränderung an den Inhalten und in der Organisation der FPÖ. Die Partei muss sich strategisch radikal von ihrer etablierten Regierungspolitik abwenden und wieder zur Politik der Erneuerung zurückkehren."
 


 

Flutkatastrophe: Veröffentlichung der Opferliste erst nach sichergestellter Identifizierung

Anlässlich der Flutkatastrophe in Südostasien äußerten sich heute, Mittwoch, in der Kärntner Landesregierung Landesamtsdirektorstellvertreter Dieter Platzer und der Kärntner Sicherheitsdirektor Albert Slamanig zu der Liste der potentiellen Opfer aus Kärnten. Eine Veröffentlichung sei vor einer sicheren Identifizierung im Sinne des Opferschutzes untersagt. Momentan würden kriminalpolizeiliche Erhebungen unter Federführung des Bundeskriminalamtes laufen.

    Platzer betonte, dass jedes Bundesland eine Liste mit potentiellen Opfern, die in den jeweiligen Bundesländern beheimatet sein könnten, bekommen habe. "Auf der Kärntner Liste befinden sich zehn Personen, von denen sechs mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Opfer sein können." Da die Liste sich stündlich ändere, sei eine Veröffentlichung im Sinne des Opferschutzes untersagt.

    Seit Montag seien kriminalpolizeiliche Erhebungen im Laufen, berichtete der Kärntner Sicherheitsdirektor. Unter Federführung des Bundeskriminalamtes würden Österreichweit Erhebungen durchgeführt, um eine Identifizierung der möglichen Opfer zu ermöglichen. Sobald eine Identifizierung durchgeführt sei, würde der jeweilige Landeshauptmann bzw. die jeweilige Landeshauptfrau verständigt, so Slamanig. Das Land habe in dieser Phase der kriminalpolizeilichen Erhebungen keine inhaltliche Federführung und Aussagen über mögliche Opfer wären momentan bloße Spekulation.
 


 

"Kleine Zeitung" Kommentar: "Macht ein Doppelminister Österreich zum Spitzelstaat?" (von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 13.12.2004 

Eine Opposition, die sonst keine Angriffsflächen findet, als sich an der vorübergehenden Doppelfunktion des Verteidigungsministers als Innenminister zu stoßen, kann sich eine Regierung nur wünschen. Offenbar sitzen in den Reihen der Roten und Grünen fieberkranke Anhänger von abstrusten Verschwörungstheorien, die Österreich bereits als Spitzelstaat sehen, weil die militärischen und polizeilichen Geheimdienste für ein paar Tage oder ein paar Wochen in einer Hand sind.

Abgesehen davon, dass beide Dienste gewaltig überschätzt würden, wenn man ihnen derart finstere Absichten wie die totale Überwachung der Bürger unterstellt, ist schon der Vorwurf der staatspolitisch bedenklichen Notlösung grotesk. Die Verfassung lässt es zu, dass ausnahmsweise ein Minister mit der Führung eines anderen Ressorts betraut wird. Möglicherweise hat der Landwirtschaftsminister während der Sommerferien bereits die Vertretung der urlaubenden Unterrichtsministerin übernommen, ohne dass der bildungspolitische Notstand ausgerufen wurde.

Die Beauftragung ist jedenfalls zulässig und wurde vom Bundespräsidenten auch anerkannt. Wenn Heinz Fischer hinzufügte, er sei sich mit Wolfgang Schüssel einig, dass die Übergangslösung längstens bis zur nächsten Nationalratssitzung in der zweiten Jännerhälfte dauern dürfe, sprach er nur eine politische Selbstverständlichkeit aus.

So lange wird Schüssel nicht brauchen, um die Lücke in seinem Kabinett zu schließen. Statt über groteske Nebenwirkungen nachzudenken, hätte sich die Opposition auf das Faktum konzentrieren sollen, dass Schüssel durch den überraschenden Rücktritt von Ernst Strasser auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Der Bundeskanzler hat bisher eifrig am Bild des guten Hirten gemalt, der seine Herde zusammenhält. Während in der dezimierten blauen Riege die Personen wie im Tollhaus wechselten, herrschte in der schwarzen Mannschaft disziplinierte Ruhe. Niemand ging von Bord, auch nicht die in den Bundespräsidentenwahlen unterlegene Außenministerin. Benita Ferrero-Waldner wurde in Ehren verabschiedet.

Strasser stellte erstmals Schüssels eisernes Führungsprinzip in Frage. Der ÖVP-Chef wurde unvorbereitet getroffen und muss sich erst mit Landeshauptmann Erwin Pröll abstimmen, der den neuen Innen- oder Verteidigungsminister für die Niederösterreicher fordert. Das ist eine Demütigung, die eigentlich der Opposition Anlass für Stichelei böte.


 

Gebührenfreie Hotline des Bundesheeres

Das österreichische Bundesheer hat am Freitag als weitere Reaktion auf die Vorfälle in Freistadt, Oberösterreich, eine zusätzliche österreichweite Telefon- Hotline eingerichtet. Diese Hotline ist auch weiterhin unter der kostenfreien Nummer 0800-24 12 06 erreichbar. Dabei stehen Psychologen des Bundesheeres Grundwehrdienern wie auch Angehörigen Rede und Antwort. Diese Hotline ist auch heute bis 24.00 Uhr und morgen Sonntag von 8.00 Uhr bis 24.00 Uhr besetzt.

Gleichzeitig löst diese überregionale gebührenfreie Hotline die bisherige Hotline mit der Nummer 0664 622 7310 ab.

Darüberhinaus ist das Büro der parlamentarischen Beschwerdekommission heute unter der Nummer 0810 200 125 zum Ortstarif bis 16.00 Uhr erreichbar.
 


 

"profil": Katastrophales Ergebnis Österreichs im PISA-Test

Das Nachrichtenmagazin "profil" veröffentlicht in seiner Montag erscheinenden Ausgabe die Ergebnisse des PISA-Tests, der "profil" vorliegt.

   In der Mathematik-Kompetenz rutschte Österreich im Vergleich zu PISA 2000 unter den 29 OECD-Ländern vom 11. auf den 15. Platz ab. Testsieger ist Finnland. Laut PISA-Studie verfügen 19 Prozent der Schüler in Österreich über mangelhafte Mathematik-Kenntnisse. Zum Vergleich: In Finnland zählen nur sechs Prozent zu dieser Risikogruppe. Neben den eigentlichen Fähigkeiten erhoben die österreichischen PISA-Forscher auch das Interessse an Mathematik im Vergleich zu 13 anderen Staaten. Das Ergebnis: Die Lust der heimischen Schüler auf Mathematik ist die niedrigste von allen Ländern, österreichische Jugendlichen halten Rechnen für irrelevant für ihre berufliche Zukunft. Die Studien-Autoren führen dies in ihrer Analyse auf "didaktische Defizite im Mathematikunterricht" in den Hauptschulen und AHS-Unterstufen zurück.

   Die Lese-Fähigkeiten österreichischer Schüler haben sich der PISA-Studie zufolge dramatisch verschlechtert. Im Länder-Ranking stürzt Österreich vom 10. auf den 19. Rang unter den 29 OECD-Ländern ab. Die Sieger: Finnland vor Korea. Österreich gehört zu jenen acht OECD-Ländern, "deren Lesewert sich innerhalb von drei Jahren signifikant verschlechterte", so PISA-Österreich-Chef Günter Haider in der Studie.

   Auch im Detail sind die Zahlen für Österreich dramatisch. 20 Prozent der Jugendlichen können einfache Texte kaum erfassen. Der Anteil dieser "Risikoschüler" hat sich in Österreich innerhalb von drei Jahren um sechs Prozentpunkte erhöht.

   Im Bereich der Naturwissenschafts-Kompetenz rangieren Österreichs Schüler laut PISA-Studie "signifikant" unter dem Durchschnitt der OECD-Staaten. Österreich stürzt im Vergleich zu PISA 2000 unter den 29 OECD-Ländern vom 8. auf den 20. Rang ab, die schlechteste Platzierung in allen PISA-Kategorien und weltweit gesehen der größte Leistungsabfall überhaupt. Sieger der Kategorie ist Finnland vor Japan.

   In der zum ersten Mal erfassten Kategorie Problemlöse-Kompetenz landet Österreich im Mittelfeld auf dem 15. Platz, Sieger sind die Koreaner vor den Finnen.

   Wie "profil" berichtet, fällt die Bilanz des Projektleiters der österreichischen PISA-Studie, Günter Haider, kritisch aus. So schreibt Haider in einem Resümee, die Resultate von PISA 2003 seien "wenig zufrieden stellend". Haider: "Man mag es drehen und wenden, wie man will: In allen drei Domänen Mathematik-, Lese- und Naturwissenschafts-Kompetenz sowie im Problemlösen sind unsere 15-/16-Jährigen im internationalen Vergleich bestenfalls Mittelmaß. Keine einzige der in PISA 2000 erreichten absoluten Leistungen, noch die dort erzielten Rangplätze konnten gehalten oder gar verbessert werden." Speziell in Lesen und Naturwissenschaften sei ein auch im internationalen Maßstab "sehr deutliches Absinken" der Leistungen zu beobachten, "begleitet von einem rangmäßig zum Teil erheblichen Abrutschen innerhalb der 29 OECD-Länder".

   Im folgenden bringt "profil" die Länderrankings und Punktewertungen der PISA-Studie 2003 in den einzelnen Kategorien:

Mathematik-Kompetenz 1   Finnland   544
2   Südkorea   542
3   Niederlande   538
4   Japan   534
5   Kanada   532
6   Belgien   529
7   Schweiz   527
8   Australien   524
9   Neuseeland   523
10   Tschechien   516
11   Island   515
12   Dänemark   514
13   Frankreich   511
14   Schweden   509
15   Österreich   506
16   Deutschland   503
17   Irland   503
18   Slovakei   498
19   Norwegen   495
20   Luxemburg   493

Lese-Kompetenz 1   Finnland   543
2   Südkorea   534
3   Kanada   528
4   Australien   525
5   Neuseeland   522
6   Irland   515
7   Schweden   514
8   Niederlande   513
9   Belgien   507
10   Norwegen   500
11   Schweiz   499
12   Japan   498
13   Polen   497
14   Frankreich   496
15   USA   495
16   Dänemark   492
17   Island   492
18   Deutschland   491
19    Österreich   491
20   Tschechien   489

Naturwissenschafts-Kompetenz 1   Finnland   548
2   Japan   548
3   Südkorea   538
4   Australien   525
5   Niederlande   524
6   Tschechien   523
7   Neuseeland   521
8   Kanada   519
9   Schweiz   513
10   Frankreich   511
11   Belgien   509
12   Schweden   506
13   Irland   505
14   Ungarn   503
15   Deutschland   502
16   Polen   498
17   Slowakei   495
18   Island   495
19   USA   491
20   Österreich   491

Problemlöse-Kompetenz 1   Südkorea   550
2   Finnland   548
3   Japan   547
4   Neuseeland   533
5   Australien   530
6   Kanada   529
7   Belgien   525
8   Schweiz   521
9   Niederlande   520
10   Frankreich   519
11   Dänemark   517
12   Tschechien   516
13   Deutschland   513
14   Schweden   509
15   Österreich   506
16   Island   505
17   Ungarn   501
18   Irland   498
19   Luxemburg   494
20   Slowakei   492



 

Gewerbeverein: In welchem Österreich leben wir eigentlich?
In diesem Land fürchten sich die Ärmsten vor einer Parteien-Vereinnahmung!

Weinachtstage auf Besuch in der HNO-Station des Wiener Neustädter Krankenhauses. Am Schwarzen Brett hängt dort eine Information vom "Verein der Kehlkopflosen Österreichs“. Detailliert wird über die Aktivitäten dieser wahrlich vorbildlichen Organisation berichtet. Nachdenklich - und bestimmt auch deprimiert - liest man ganz am Ende der Info wörtlich folgenden Satz: "Unsere Selbsthilfegruppe ist parteiungebunden“.

Es ist dem Österreichischen Gewerbeverein (ÖGV) ein originäres Bedürfnis, dieser Aktion von ganzem Herzen in ihrem Streben viel Erfolg zu wünschen. Die Ärmsten der Armen - welch schlimmeres Schicksal können wir Redenden uns vorstellen - haben hier etwas Nachahmenswertes organisiert. Der "Verein der Kehlkopflosen Österreichs“ gehört vor dem Vorhang!

Aber bitte - so stellt sich für den ÖGV die Frage - warum muss auf die Parteiungebundenheit einer Organisation besonders hingewiesen werden? Leider doch; es gibt tatsächlich genug Beweise für den täglichen Eingriff von politischen Parteien in Angelegenheiten, die sie wohl überhaupt nichts angehen - wie etwa das Innenleben einer Selbsthilfegruppe.

Wären wir nicht gelernte Österreicher, dann würden wir wohl annehmen, dass die genannte Selbsthilfegruppe aus übertriebener Angst den Hinweis auf ihre Parteiungebundenheit der Vollständigkeit halber angebracht hat.

Mitnichten: In einem Land, wo von der Besteigung von Bergen über das sportliche Ausleben und die Rettung bis hin zur Pannenhilfe Parteien Einfluss auf unser normales Leben nehmen, wird die Kehlkopflosen-Selbsthilfegruppe wohl einen Grund haben, ihre Parteiungebundenheit ausdrücklich zu betonen.

Es ist mehr als bedenklich, in einem Land zu leben, in dem die Ärmsten speziell darauf hinweisen müssen, nicht in der Gunst einer politischen Partei zu stehen - nicht an ihrem Tropf zu hängen.

Jede neue Bundesregierung hat sich daher künftig primär der Zurückhaltung der politischen Parteien zu widmen. Es gibt ja wenige Interessensvertretungen, wie den ÖGV, der sich seit nunmehr 164 Jahren subventionsfrei und vor allem überparteilich für die Durchsetzung der legitimen Anliegen Österreichs zum Nutzen der Wirtschaft ohne Wenn und Aber stark macht. Das zitierte Beispiel ermutigt uns, auch 2003 dieser Linie treu zu bleiben - sie ist bitter notwendig!


 

Österreich legt im EU-Forschungsrahmenprogramm deutlich zu
175 Mio. Euro Förderung für heimische Organisationen
 

Österreichs Beteiligung am EU-Forschungsrahmenprogramm steigt kontinuierlich an. Eine aktuelle Zwischenbilanz zeigt, dass bisher rund 175 Mio. Euro an Förderungen aus dem 5. Rahmenprogramm (1999-2002) heimischen Organisationen zugesprochen wurden. Die meisten österreichischen Beteiligungen gibt es aus dem Unternehmenssektor (38 Prozent), gefolgt von Universitätsinstituten mit 32 Prozent und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit 16 Prozent. Die restlichen zwölf Prozent stellen Vereine und Verwaltungseinrichtungen.
 

Bisher waren heimische Organisationen an 3.530 Projekteinreichungen beteiligt, davon erhielten 889 eine Förderzusage der EU-Kommission. Wie das Büro für Internationale Forschungs- und Technologiekooperation BIT http://www.bit.ac.at in einer Aussendung mitteilt, handelt sich um einen Zwischenstand, da es noch offene Ausschreibungen und laufende Verhandlungen über Förderungen gibt. Die Fördersumme von 175 Mio. Euro entspricht rund 100 Prozent des österreichischen Beitrags zu diesen EU-Programmen, abzüglich jener Gelder, die nicht über Ausschreibungen vergeben werden. Im 4. Forschungsrahmenprogramm (1995- 1998) lag diese Rückflußquote noch bei rund 73 Prozent.
 

Das gesamte Volumen jener Projekte, an denen österreichische Organisationen beteiligt sind, liegt bei 1,9 Mrd. Euro. Die aus Österreich teilnehmenden Organisationen profitieren damit mehrfach von EU-Projekten: Neben der direkten Förderung arbeiten sie mit anderen, ausländischen Organisationen zusammen und können so wertvolle Kontakte knüpfen. Zudem steht die Nutzung der Forschungsergebnisse in der Regel jedem Teilnehmer offen. Auch kleinere Organisationen können so vom Know-how ihrer Partner profitieren.
 


 

60% der ÖsterreicherInnen glauben an keinen Stop von Temelin
Sms-panel-1000! präsentiert aktuelle Umfrageergebnisse
 

Das sms-panel-1000! - http://www.marketingdata.at - das erste Mobile Research Service Europas, mit dem Repräsentativumfragen auf Basis von SMS-Interviews in annähender Echtzeit durchgeführt werden, erhob die Einstellung der ÖsterreicherInnen zum Thema Temelin.
 

Bei dieser, für Österreich repräsentativen Umfrage beantworteten 60,4% die Frage "Glauben Sie, dass Temelin verhindert werden kann?" mit Nein, 35,4% meinen, Temelin kann verhindert werden. Bemerkenswert ist der ungewöhnlich geringe Anteil der Unentschlossenen ("weiß nicht") mit 4,2%.
 

Männer sind mit 66,7% im wesentlich höheren Maße als Frauen (53,5%) der Meinung, Temelin könne nicht verhindert werden.
 

Regional gibt es signifikante Unterschiede. In den westlichen Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg meinen nur knapp mehr als die Hälfte (53,7%), Temelin könne nicht verhindert werden (zwischen den Geschlechtern glauben fast doppelt soviel Frauen wie Männer an eine Verhinderung).
 

In Wien und Niederösterreich sind dagegen 62,3%, im Süden/Südosten Österreichs (Kärnten, Steiermark, Osttirol und Burgenland) sogar 66,7% überzeugt, dass Temelin nicht abgeschaltet werden wird. Innerhalb der Alterklassen zeigen nur die 20 bis 29-jährigen, sowie die bis 14-jährigen unterdurchschnittliche "Nein"-Werte.
 


 

Ortstafeln: Fischer spricht von "sehr, sehr ernsten Angelegenheit"

Von einer "sehr, sehr ernsten Angelegenheit", bei der man "deutliche Wahrnsignale" aufstellen müsse sprach der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende, Nationalratspräsident Heinz Fischer am Donnerstag im ORF-Mittagsjournal angesichts der aktuellen Ortstafel-Diskussion. Es könne nicht sein, "dass jemand glaubt, die Gesetze gelten für 7,5 Millionen Männer und Frauen in diesem Land, aber nicht für den Landeshauptmann von Kärtnen". ****

Fischer kritisierte, dass der Kärntner Landeshauptmann Haider Entscheidungen - "auch wenn sie noch so legitim sind" - einfach vom Tisch fege, wenn sie ihm nicht passen würden. Dies liegt nach Ansicht von Fischer "in einem beträchtlichen Ausmaß in der Persönlichkeitsstruktur des Kärtner Landeshauptmanns".

Fischer vertraut auf "eine gewisse Belastungsfähigkeit" des Rechtsstaates, und darauf, dass dieser unter einem solchen Angriff nicht gleich zusammenbricht - "aber eines muss man schon sagen: Es hat schon wesentlich harmlosere Auseinandersetzungen und wesentlich harmlosere politische Entgleisungen gegeben, die zu höchster Aufregung geführt haben, und die Alarmstufen ausgelöst haben".

Zur Tatsache, dass VfGH-Präsident Adamovich ein Amtsenthebungsverfahren gegen sich selbst eingeleitet hat, erklärte Fischer, dass es zwar Meinungen gebe, wonach sich ein Präsident eines Höchstgerichts in keinen Disput einlassen und darauf vertrauen sollte, dass die Verfassung und die Gesetze für einen solchen Fall eindeutige Antworten geben. Diese Sichtweise habe zwar viel für sich, allerdings könnte der Gedanke hinter Adamovichs Vorgangsweise jener sein, "dass wenn nun die Vorwürfe gegen den Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes entkräftet werden, sich dann der Landeshauptmann eigentlich einige heikle und unangenehme Fragen an sich stellen muss".


 

BSE-Verdachtsfall: Wirtschaft für rasches Handeln im Sinne der Konsumenten

"Sollte sich der aktuelle BSE-Verdachtsfall in Österreich nach weiteren Überprüfungen bestätigen, muss so schnell wie möglich alles getan werden, um eine Verunsicherung der heimischen Konsumenten so gering wie möglich zu halten." Für Hannes Mraz, Syndikus der Bundessektion Handel in der Wirtschaftskammer Österreich, hätte im Fall einer Bestätigung des Verdachtsfalls Österreich in Sachen BSE zwar den "Status einer Insel der Seeligen verloren, Österreich ist aber trotz des aktuellen Verdachtsfalls mit anderen Ländern in unserer unmittelbaren Nachbarschaft nicht vergleichbar." Denn immerhin seien innerhalb eines ganzen Jahres - bei insgesamt nur zwei Verdachtsfällen - mittlerweile mehr als 200.000 Rinder getestet worden. Trotz umfassender Sicherheitsmaßnahmen sei aber ein Einzelfall nicht gänzlich auszuschließen. Auch wenn der BSE-Fall noch nicht bestätigt ist, müsse aber gemäß der BSE-Verordnung jetzt sofort der bereits seit längerem vorliegende Krisenplan anlaufen.

Mraz erinnert auch daran, dass Handel, Gewerbe und Industrie von Anfang an alle Sicherungsmaßnahmen gegen BSE und die damit verbundenen hohen Kosten im Interesse des Konsumentenschutzes mitgetragen haben: Fütterungsverbot von Tiermehl, freiwilliger Verzicht auf Separatorenfleisch bei der Herstellung von Würsten, strikte Absonderung und Vernichtung von Risikomaterial und Einführung flächendeckender BSE-Tests. "Für uns zählt das Vertrauen und die Sicherheit der Kunden, das ist einzig und allein maßgeblich," betont Mraz.

Unabhängig davon, ob sich der Verdachtsfall bestätige oder nicht, seien negative Auswirkungen auf den Viehexport, auf die Fleischwarenindustrie und den Lebensmittelmittelhandel nicht auszuschließen, sie sollten sich aber aufgrund des dichten Maßnahmenpakets an Untersuchungen und Anti-BSE-Maßnahmen in Grenzen halten, ist Mraz überzeugt: "Nun muss alles getan werden, um das Vertrauen des Konsumenten in sichere Fleischprodukte zu erhalten."


 

Wo bleibt die Antwort Österreichs?

Es fehlen die Worte, um die schrecklichen Terror-Ereignisse in den USA zu fassen. Blinder Hass hat Tausenden die Zukunft geraubt. Kinder, Mütter und Väter sind gestorben, weil sich Menschen für die Gewalt und gegen den Dialog entschieden. Den Opfern dieser Entscheidung sowie ihren Angehörigen gilt unsere Trauer und unser Mitgefühl.

Unter den Toten befinden sich hunderte öffentlich Bedienstete.

Feuerwehrleute, Polizisten und Notfallhelfer haben in Ausübung ihres Berufs, der Rettung ihrer Mitmenschen, ihr Leben geopfert.

In wenigen Tagen werden wir bereits mehr über die Hintergründe wissen und wie die Antwort Amerikas aussieht.

Gleichzeitig sollten wir jedoch die Frage stellen, was unsere Antwort sein könnte.

Die Anschläge waren der Beweis, was soziale Hoffnungslosigkeit gepaart mit Radikalisierung bewirken kann. Wer in Österreich Institutionen "den Krieg erklärt", vom "radikalen Umbau" spricht und unter dem Motto "Speed kills" Sozialpartnerschaft "zu Grabe trägt", sollte zu überlegen beginnen.

Die Gewerkschaftsbewegung der Zweiten Republik ist aus den Ruinen des Zweiten Weltkriegs entstanden; durch die Erkenntnis, dass politische Differenzen nie wieder zu politischer Gewalt führen dürfen. Alle Politiker und Medien sind heute dazu aufgefordert, aus den Ruinen der Anschläge in Amerika ein neues Miteinander zu bauen. Dies sollte unsere Anwort ein.

Hannes Taborsky
Vorsitzender Bundessektion Wirtschaftsverwaltung


 

Nach Terroranschlägen: 15 Österreicher werden noch gesucht

Die Liste der nach den Terroranschlägen in den USA gesuchten Österreicher hat sich weiter reduziert. 15 Österreicher haben sich noch nicht gemeldet. Ihre Angehörigen vermuten, sie hätten sich zum Zeitpunkt der Attentate im Raum New York aufgehalten. Es gibt jedoch keinerlei konkrete Hinweise darauf, dass einer der 15 zum Zeitpunkt der Terroranschläge im World Trade Center war.

Eine österreichische Staatsbürgerin, von der man bis gestern annahm, sie hätte für die im World Trade Center untergebrachte Firma Morgan Stanley gearbeitet, ist laut Auskunft der Firma nicht mehr dort beschäftigt gewesen.

Die Angaben eines Großteils der Angehörigen über die Identität und den vermuteten Aufenthaltsort der Österreicher in den USA waren zunächst vage. Das Außenministerium hat daher gemeinsam mit den österreichischen Sicherheitsbehörden die Angehörigen der 15 weiterhin gesuchten Österreicher um Bereitstellung aller zur Ausforschung notwendigen Details ersucht.

In den letzten Tagen haben sich zahlreiche ursprünglich gesuchte Österreicher bzw. deren Angehörige beim Außenministerium (Telefonhotline: (01) 53 115 4411) gemeldet. Das Außenministerium wird gemeinsam mit dem Generalkonsulat New York die Ausforschung der verbleibenden 15 Österreicher mit Nachdruck fortführen. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass die restlose Aufklärung aller Fälle noch einige Zeit dauern wird.

 


Karriere: 80% tun es im Netz
Österreichs Bewerber liegen bei Onlinebewerbungen vor den Deutschen
 

Während 72% der Unternehmen in Deutschland angeben, gar keine oder höchstens zehn Prozent aller Bewerbungen per Mail zu bekommen, liegen Onlinebewerbungen in Österreich klar im Trend. Mitverantwortlich für die erfreuliche Entwicklung sind laut Jobfinder.at, die aufgeschlossenen heimischen Personalisten und Personalberater. Während elektronische Bewerbungen bei deutschen Recruitern nicht besonders gut ankommen, werden diese am österreichischen Markt mit Freude angenommen. Als wichtigsten Vorteil sehen Stellenanbieter und -suchende den schnellen, unkomplizierten Kontakt.
 

Der virtuelle Stellenmarkt hat sich als Medium durchgesetzt. Rund 80% der heimischen Arbeitssuchenden haben bereits im Web nach Stellenangeboten gesucht. Die Mehrheit der Bewerber hält das Web für den schnellsten und komfortabelsten Weg der Stellensuche. Samstag Nachmittag, mit der Schere bewaffnet, die Printmedien zu durchforsten ist nicht mehr en vogue.
 

Auch Österreichs Unternehmen nutzen mehrheitlich die Online Jobbörsen sowohl für die Aktiv- als auch für die Passivsuche nach Kandidaten. Personalisten verzeichnen auf Ihre Anzeigen unter http://www.jobfinder.at eine zumindest ebenso gute Resonanz, wie auf Tageszeitungen. Bei IT-Professionals ist das Ergebnis sogar weit besser als im Printmedium. Stellenanbieter haben gelernt, dass sie im Kampf um qualifizierte Mitarbeiter schnell sein müssen, auf Neu-Einträge im Jobfinder Bewerberpool reagieren die erfolgreichsten HRMs postwendend. Besetzungen in Rekordzeit - selbst im heißumkämpften IT-Sektor - sind plötzlich möglich.
 

Jobfinder.at zeigt sich mit dieser Entwicklung naturgemäß sehr zufrieden und das Unternehmen hat auch allen Grund zur Freude. Denn während sich so manche Jobbörse in Österreich infolge rascher Expansion und hochpreisigen Angebots in der Krise befindet und Mitarbeiter abbauen muss, gewinnt Jobfinder.at Marktanteile und holt sich mit Daniela Schlick einen Recruitingprofi mit 8 Jahren Personalberatungserfahrung an Bord. Als Communication & Contentmanagerin wird sie ihre bisherige berufliche Erfahrung auf dem Personalmarkt nutzen und das Angebot der Seite um Inhalte zu modernem Personalmanagement und dem Arbeitsmarkt erweitern. Jobfinder.at verfolgt das Ziel, neben der österreichischen Marktführerschaft auf dem virtuellen Stellenmarkt, zum Fachforum für heimische Personalmanager zu avancieren.
 

Mit dem Outsourcingtool "myjobsite" wird den Personalisten die Präsentation und Wartung der vakanten Jobs auf der firmeneigenen Homepage abgenommen. Die offenen Stellen fließen direkt aus der topaktuellen Jobfinder-Datenbank in die Firmenwebsite ein - somit wurde ein weiterer großer Schritt in Richtung Top-Servicierung der Personalverantwortlichen gesetzt.
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:21
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